Die dunklen Seiten der Jugendbewegung

Vom Wandervogel zur Hitlerjugend



Pages: 272
ISBN: 978-3-7720-8488-1 (Print)
ISBN: 978-3-7720-5488-4 (eBook)
Date of publication: Oct 2, 2013
Publisher: A. Francke Verlag
Das Buch versucht erstmals seit fünfzig Jahren eine
kritische Gesamtdarstellung der deutschen Jugendbewegung,
bewusst nicht endend 1933, sondern 1945.
Die zentralen Ergebnisse dieser detektivisch angelegten
Arbeit werden mittels der provokanten Leitfrage nach
einer Erziehung vor Auschwitz organisiert und sind aufrüttelnd,
teils schockierend. Zerstört wird endgültig der
Mythos, den NS-belastete Jugendbewegungsveteranen
wie die Historiker Günther Franz und Theodor Schieder
mittels williger Helfer über Jahrzehnte hinweg und wider
besseres Wissen um den Wandervogel und das Meißnerfest
vom Oktober 1913 verbreitet haben.
  • Inhalt   7 -    9
  • Einleitung; Warum man der DFG dankbar sein sollte   9 -   14
  • 1. Kapitel; Die Jugendbewegung: Ihre Mythen, ihre Historiographen – und die ersten bitteren Wahrheiten  14 -   19
  • 2. Kapitel Die Kindt-Edition – ihre Ursprungsgeschichte, ihre Intention und die zentralen Akteure hinter den Kulissen  19 -   64
    • 1. Walter Laqueur und Harry Pross – ein Nestbeschmutzer wird ignoriert und ein anderer bekämpft  22 -   29
    • 2. Theodor Wilhelm – ein Vorzeigepädagoge im Kampf mit seinem Schatten Friedrich Oetinger  29 -   32
    • 3. Theodor Schieder und Günther Franz – zwei Historiker mit brauner Weste im Kontext der Kindt-Edition  32 -   38
    • 4. Werner Kindt – ein Dr. h. c. und seine ehrenrührigen Umtriebe  38 -   52
    • 5. Just zum Gruseln: Die Artamanenbewegung und einige ihrer Führungsfiguren in der Kindt-Edition  52 -   64
  • 3. Kapitel; Warum einen schon der flüchtige Blick auf die Anfänge des Wandervogel ins Trudeln bringen kann  64 -   86
    • 1. Hermann Hoffmann[-Fölkersamb] – nur ein harmloser Stenograph auf den Spuren Goethes?  65 -   66
    • 2. Hans Blüher – ein Hans Dampf in allen (auch völkischen und antisemitischen) Gassen  66 -   70
    • 3. Karl Fischer – der Oberbachant mit dem Ehrensold der Hitlerjugend und sein ‚Großbachant‘ Heinrich Sohnrey mit dem Adlerschild Hitlers  70 -   75
    • 4. Ludwig Gurlitt – ein Oberlehrer mit dem Hang zu „hochgebauten, goldblonden, blitzäugigen Germanen“ (à la Wilhelm Schwaner)  75 -   78
    • 5. Hans Breuer – ein schwer rückwärtsgewandter ‚Zupfgeigenhansl‘ als Idol des Mainstream  78 -   82
    • 6. Fidus – ein Ikonograph vom Typ Filou  82 -   86
  • 4. Kapitel; Über die angeblichen Ziehväter der Jugendbewegung  86 -  119
    • 1. Friedrich Nietzsche: Ein Prophet ohne Jünger? Oder: Warum dieser Gottesleugner an allem schuld sein mag – nicht aber an der Jugendbewegung  87 -   99
    • 2. Julius Langbehn und seine Freunde Heinrich Pudor & Max Bewer. Oder: Warum man bei Fällen wie diesen besser erst die Psychiatrie und dann die Jugendbewegungshistoriographierufen sollte  99 -  107
    • 3. Paul de Lagarde: Ein „Vorläufer des Nationalsozialismus“, der schließlich doch noch seine Rekruten fand 107 -  119
  • 5. Kapitel; Ein Kessel Braunes? Über einige ausgewählte Ideologeme auch schon des Steglitzer Wandervogel 119 -  175
    • 1. Über den Antislawismus. Oder: Warum sich Herr Luntowski eines Morgens seines Namens schämte 120 -  130
    • 2. Über den Antiurbanismus. Oder: Warum nicht überall, wo Eden draufsteht, auch das Paradies drin ist 130 -  135
    • 3. Über den Antiintellektualismus. Oder: Warum Dr. Langbehn nicht einfach nur dumm war 135 -  143
    • 4. Über den Antisemitismus. Oder: Warum selbst Paul Natorp kaum etwas mitbekam vom Fisch, der längst schon vom Kopf her stank 143 -  160
    • 5. Über Nationalismus, Irredentismus und Bellizismus. Oder: Warum man Langemarck als Urkatastrophe dem 19. Jahrhundert in Rechnung stellen darf 160 -  175
  • 6. Kapitel; Meißnerfest und Meißnerformel: Leuchttürme, auf Sand gebaut. Oder: Warum und wie man einen Mythos kreiert und am Leben hält 175 -  192
  • 7. Kapitel; Vom Wandervogel zur Hitlerjugend – ein falsch gestelltes Thema? 192 -  206
  • Epilog 206 -  210
  • Abkürzungsverzeichnis 210 -  212
  • Anmerkungen 212 -  233
  • Literatur 233 -  266
  • Personenregister 266 -   -1