Vox Romanica
vox
0042-899X
2941-0916
Francke Verlag Tübingen
10.2357/VOX-2020-005
Es handelt sich um einen Open-Access-Artikel, der unter den Bedingungen der Lizenz CC by 4.0 veröffentlicht wurde.http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/121
2020
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Kristol De StefaniLe Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2): Une structure cyclique alternative de Guiron Le Courtois
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2020
Véronique Winandhttps://orcid.org/https://orcid.org/0000-0003-4786-8520
Nel presente articolo si analizza per la prima volta in maniera analitica una struttura ciclica alternativa del Guiron le Courtois tràdita più fedelmente dal ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria, α.W.3.13 (Mod2), testimone quattrocentesco riconducibile all’area emiliana. Il contributo è diviso in otto parti seguite da una conclusione. Dopo una sezione introduttiva sui contenuti del ciclo (punto 1) e un breve stato dell’arte sul Guiron e il posizionamento di Mod2 in esso (punto 2), prenderemo in considerazione gli episodi Lath. 228-39, che Mod2 tramanda assieme ad altri testimoni e di cui proponiamo innanzitutto una sistemazione della tradizione testuale, fra raccordo ciclico e parte di una summa (punto 3), con un riassunto degli episodi (punto 4), prima di mostrarne la funzione nell’economia del ciclo da un punto di vista narrativo e filologico. Cercheremo quindi di capire cosa doveva seguire (punto 5) e precedere (punto 7) Lath. 228-39, di richiamare lo stemma che abbiamo altrove stabilito (punto 6), il che ci consentirà di dimostrare che la funzione di questi episodi era inizialmente quella attestata in Mod2, e non quella assunta negli altri testimoni del ciclo. Interrogheremo poi i rapporti di questa sequenza Lath. 228-39 con gli altri due pezzi di raccordo ciclico già noti, ossia Lath. 152-58 e Lath. 52-57 (punto 8). Proporremo qualche conclusione sulla fortuna della struttura ciclica e sull’interesse dello studio diacronico della ciclizzazione nel caso di Guiron le Courtois.
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Das Seilziehen um Zahlen 81 Vox Romanica 79 (2020): 61-88 DOI 10.2357/ VOX-2020-004 legen sie aber auch Wert darauf, die bisherigen Bemühungen nicht als wirkungs- und nutzlos erscheinen zu lassen. Solche variierenden Diskursstrategien und Positionierungen verdeutlichen, dass Sprachenstatistiken im Kontext von sprachlichen Gefährdungsdiskursen und -aktivitäten immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen werden und dass den verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten eine wichtige sprachpolitische Funktion zukommt, da Sprachenstatistiken sowohl für Krisen-Narrative als auch für Mobilisierungs- oder Relativierungsdiskurse eingesetzt werden können (h ill 2002). Auch die heutige komplexe und für kleinräumige Verhältnisse unsichere Sprachenstatistik zum Rätoromanischen kann sowohl als vorteilhaft als auch als problematisch eingestuft werden. Allzu alarmistische Stimmen sind verklungen, wozu auch eine (vorläufige) quasi Einfrierung des statistischen Status quo auf den Stand von 2000 beigetragen haben mag: Das BFS hat bei fehlenden robusten Daten auf Ebene der kleinen Gemeinden die sprachregionale Zuordnung aus der letzten umfassenden Volkszählung beibehalten, und im Kanton Graubünden bilden ebenfalls die Daten aus der Volkszählung von 2000 die vorläufige Basis für die sprachregionale Zuteilung. Die seither wohl weiterhin rückläufigen Zahlen in einzelnen Gemeinden (wie die neue Vollerhebung in Bergün/ Bravuogn vermuten lässt; cf. Fussnote 16) sind nicht mehr schwarz auf weiss nachzulesen, Gegenzählungen können sogar Optimismus verbreiten. Die fehlenden, als gesichert geltenden detaillierten Zahlen zum Rätoromanischen in den am meisten gefährdeten Sprachgrenzgebieten und in der Diaspora können aber handkehrum auch nicht für vermehrte Mobilisierung und sprachpolitische Forderungen eingesetzt werden. Damit verlieren Sprachenstatistiken definitiv ihren Nimbus als unfehlbare, neutrale, objektiv gültige Zahlen, was sowohl zu deren Relativierung und Kultivierung von Optimismus als auch zur Verbreitung von Pessimismus oder Ungewissheit genutzt werden kann. Die jüngsten Debatten zum Rätoromanischen in der Schweiz belegen eindrücklich, dass Sprachaktivisten sich im Kampf um Anerkennung und Unterstützung regelmässig auch sprachstatistischer Argumente bedienen und neue, eigene Zählungen veranlassen und präsentieren. Der Kampf für (möglichst hohe) Zahlen ist sowohl ein symbolischer Kampf um Anerkennung als auch ein sprachpolitischer und materieller Kampf um genügend Unterstützung und Ressourcen. Diese Debatten belegen auch, dass Sprachenstatistiken unabhängig davon, mit welcher Methode und Fragestellung sie erhoben worden sind, und unabhängig von ihrer Aussagekraft immer infrage gestellt und als sprachpolitisches Kampfmittel bzw. als rhetorisches Mittel im Kampf für sprachliche Minderheiten eingesetzt werden können. Sprachenstatistiken scheinen nie die gewünschten Resultate zu erbringen in den Augen von Sprachaktivisten. Aber trotz der immer kritisierbaren und faktisch auch immer wieder kritisierten Zahlen spielen sie eine wichtige repräsentations- und identitätspolitische Rolle, weshalb Sprachaktivisten grossen Wert auf deren öffentliche Kenntnisnahme und Kommunikation legen - wie wir eingangs gesehen haben, in Zusammenhang mit der Kritik an der Auslassung der Angaben zum Rätoromanischen in einem nationalen Fernsehbeitrag. Renata Coray / Alexandre Duchêne 82 Vox Romanica 79 (2020): 61-88 DOI 10.2357/ VOX-2020-004 Abkürzungen B Bl Schweizerisches Bundesblatt (Publikationsorgan der Schweizer Regierung, Bundesverwaltung und Bundesversammlung) BFs Bundesamt für Statistik (Verwaltungseinheit, die dem EDI angehört; Namensänderungen: 1860 als Eidgenössisches Statistisches Bureau ins Leben gerufen, ab 1929 als Eidgenössisches Statistisches Amt und seit 1979 als Bundesamt für Statistik bezeichnet; cf. 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Eine sozialhistorische Analyse der Transformationen der Sprachenordnung von 1848 bis 2000. Une analyse socio-historique des transformations de l’ordre constitutionnel des langues de 1848 à 2000, Bern et al. Das Seilziehen um Zahlen 87 Vox Romanica 79 (2020): 61-88 DOI 10.2357/ VOX-2020-004 w odak , r./ M eyer , M. 2009: «Critical discourse analysis: History, agenda, theory, and methodology», in: i d . (ed.), Methods for Critical Discourse Analysis , London: 1-33 z aVala -r ojas , d. 2018: «Exploring language effects in crosscultural survey research. Does the language of administration affect answers about politics? », Methods, Data, Analyses 12/ 1: 127-50 Renata Coray / Alexandre Duchêne 88 Vox Romanica 79 (2020): 61-88 DOI 10.2357/ VOX-2020-004 The struggle for numbers Swiss censuses and Rhaeto-Romance Abstract: Language statistics are important sources for science and politics. They enjoy a status of neutral authoritative facts. However, their production and reception are heavily connected to the (re)production of knowledge and language ideologies. Censuses define which languages «count» and they register the existence and development of minority languages and their speakers. Therefore, statistics are an integral part of experts’ rhetoric on endangered languages and regularly become a terrain of struggle for language activists who fight for appropriate representation and funding. The production and discussion of language statistics in Switzerland can be considered as emblematic: Changes and developments in the statistics of the smallest national language - Rhaeto-Romance - are regularly objects of discussions and complaints. Reactions of language activists illustrate a tradition of criticism, narratives of crisis and strategies of countercounting - and, more generally, the impossibility to produce the «good» numbers. This case study provides a more general understanding of the importance for language activists of fighting for and with numbers in their struggle for recognition and support. Keywords: Language statistics, Swiss census, Rhaeto-Romance, Minority languages, Language endangerment rhetoric, Countercounting, Logic of numbers Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2): Une structure cyclique alternative de Guiron Le Courtois* Véronique Winand (Fondazione Ezio Franceschini Firenze/ Université de Liège) https: / / orcid.org/ 0000-0003-4786-8520 Riassunto: Nel presente articolo si analizza per la prima volta in maniera analitica una struttura ciclica alternativa del Guiron le Courtois tràdita più fedelmente dal ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria, α.W.3.13 (Mod2), testimone quattrocentesco riconducibile all’area emiliana. Il contributo è diviso in otto parti seguite da una conclusione. Dopo una sezione introduttiva sui contenuti del ciclo (punto 1) e un breve stato dell’arte sul Guiron e il posizionamento di Mod2 in esso (punto 2), prenderemo in considerazione gli episodi Lath. 228-39, che Mod2 tramanda assieme ad altri testimoni e di cui proponiamo innanzitutto una sistemazione della tradizione testuale, fra raccordo ciclico e parte di una summa (punto 3), con un riassunto degli episodi (punto 4), prima di mostrarne la funzione nell’economia del ciclo da un punto di vista narrativo e filologico. Cercheremo quindi di capire cosa doveva seguire (punto 5) e precedere (punto 7) Lath. 228-39, di richiamare lo stemma che abbiamo altrove stabilito (punto 6), il che ci consentirà di dimostrare che la funzione di questi episodi era inizialmente quella attestata in Mod2, e non quella assunta negli altri testimoni del ciclo. Interrogheremo poi i rapporti di questa sequenza Lath. 228-39 con gli altri due pezzi di raccordo ciclico già noti, ossia Lath. 152-58 e Lath. 52-57 (punto 8). Proporremo qualche conclusione sulla fortuna della struttura ciclica e sull’interesse dello studio diacronico della ciclizzazione nel caso di Guiron le Courtois . Mots-clés: Guiron le Courtois, Roman arthurien en prose, Structures cycliques, Raccord cyclique, Tradition textuelle, Somme arthurienne Parmi les témoins les moins connus du Cycle de Guiron le Courtois se trouve un petit codex aujourd’hui conservé à la Biblioteca Estense Universitaria de Modène sous la cote α.W.3.13 (Mod2), copié en Italie du Nord - probablement en Émilie-Romagne - au début du XV e siècle 1 . Nous souhaitons, dans le présent article, décrire les contenus * En ouverture de cet article, nous tenons à exprimer notre gratitude à Lino Leonardi et Richard Trachsler, directeurs du Groupe Guiron , à son coordinateur Nicola Morato, ainsi qu’à ses membres: Luca Cadioli, Claudio Lagomarsini, Sophie Lecomte, Elena Stefanelli et Marco Veneziale. 1 Une description codicologique plus complète de Mod2 sera fournie dans le catalogue des témoins de Guiron le Courtois en cours de réalisation par le Groupe Guiron. Nous nous limiterons ici à Véronique Winand 90 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 transmis par ses 74 feuillets, puis identifier leur position au sein du vaste processus de cyclisation de la matière guironienne, dont les grandes lignes ont désormais été déterminées par le Groupe Guiron - on les trouvera exposées dans le volume de prolégomènes à l’édition intégrale du corpus récemment paru 2 . Le même groupe de recherche, notamment grâce à ce projet d’édition, tente d’éclairer certaines étapes de la tradition demeurées obscures. Notre contribution, s’inscrivant dans cette dynamique, vise à déterminer plus précisément les rapports que peut entretenir Mod2 avec les autres témoins: il s’agit en effet de l’un des rares manuscrits n’ayant pas encore trouvé place au sein des stemmata du Groupe Guiron , en raison de son récit à bien des égards unique. Notre analyse macrostructurelle et textuelle nous permettra pourtant de démontrer qu’il préserve une structure cyclique encore non formellement identifiée du cycle de Guiron 3 . Cette découverte nous poussera tout d’abord à aborder la fortune de cette structure cyclique alternative qui pourrait remonter aux premières phases de l’histoire du cycle telle que nous pouvons l’inférer de l’état actuel de la tradition textuelle. Ensuite, nous tenterons de mettre en lumière les rapports que la structure transmise essentiellement par Mod2 pourrait entretenir avec les autres, déjà connues et documentées, de Guiron le Courtois : de quelle manière ce manuscrit nous renseigne-t-il sur ce que présupposaient, en amont et en aval, les restes de la structure cyclique qu’il transmet? S’agit-il d’une tentative de cyclisation indépendante, ou plutôt de la réécriture d’une structure cyclique déjà connue? Les réponses à ces questions que nous tenterons d’apporter ici nous permettront de faire ressortir une image plus complexe encore du cycle de Guiron , qui rappellera la nécessité d’examiner les structures transmises par de potentiels recentiores non deteriores . 1. Quelques outils guironiens Le cycle de Guiron le Courtois , sa tradition textuelle et ses contenus étant d’un abord particulièrement malaisé, nous proposerons en ouverture du présent article deux rapides tables des sigles et abréviations employés dans les sections suivantes. La quelques indications supplémentaires. Italie septentrionale, vers 1420-1440 selon Gabriella Pomaro (communication personnelle). Papier, 74 f. (et 2 de garde, au début et à la fin), 335x235 mm; 2 colonnes de 42 ou 44 lignes, littera textualis , une seule main; réserves pour les lettrines. Le papier est doté d’un filigrane représentant un basilic absent du répertoire de Briquet (nous devons cette précision à Marco Veneziale). La présence d’italianismes ( guerra , terra , quarta , multitudine , etc.) tend à confirmer la localisation proposée. 2 l eonardi / t raChsler 2018. Voir en particulier les contributions de M orato et l aGoMarsini . 3 Citons néanmoins l’étude pionnière d’a lBert 2010: 159-68, 189-90 et 528-31. Bien qu’elle ait très justement remarqué que l’une des trois séquences de Guiron présentes dans Mod2 correspond à «une version distincte du roman» (p. 165), les conclusions de son analyse, basée avant tout sur le ms. BnF, fr. 358-63, ne nous semblent cependant plus tout à fait acceptables. 91 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) première reprend rapidement les contenus des (groupes de) paragraphes identifiés par Lathuillère dans son ouvrage fondamental pour l’étude de Guiron 4 et leur fonction dans l’économie du cycle déterminée par le Groupe Guiron ; la seconde rassemble les sigles des familles identifiées par la même équipe de recherches et leur(s) position(s) dans les stemmata codicum du Roman de Méliadus , des raccords cycliques et du Roman de Guiron . Table des contenus § Lath. Contenus et fonction dans l’économie du cycle 1-49 Roman de Méliadus précyclique, sans lacune finale. Il contient donc le récit original de la guerre d’Arthur contre Méliadus, suivi de l’exil de Méliadus vaincu et de son retour en grâce lors d’un duel judiciaire l’opposant au prince saxon Ariohan. 50-51 Continuation du Roman de Méliadus transmise par V2 et par F. 1-41 Rédaction courte du Roman de Méliadus transmise au sein du cycle, qui s’interromprait sur une lacune ayant suscité l’écriture d’un raccord cyclique destiné à le relier au Roman de Guiron à hauteur du moment où le roi Méliadus, entré en guerre contre le roi d’Écosse et son parent le roi Arthur, se lance à la bataille. 152-58 Première partie du raccord cyclique, reliant Lath. 41 (fin du Roman de Méliadus cyclique) à Lath. 52 (seconde partie du raccord). Y est proposé un récit alternatif de la guerre entre Arthur et Méliadus, où un mystérieux « Chevalier à l’Écu d’Or » apparaît et disparaît, poussant plusieurs chevaliers à partir à sa recherche. 52-57 Seconde partie du raccord cyclique. Y est d’abord relaté un exploit d’Ariohan de Saissonne, puis un voyage en forêt que font Méliadus, Lac et Gauvain, au cours duquel ils se racontent des (més)aventures de leur passé. 58-131 Roman de Guiron , qui commence avec un tournoi au Château des Deux-Sœurs. 161-209 Suite Guiron 210-11 Des Grands Géants (début de la « version particulière de BnF, fr. 358-63 selon Lathuillère), transmis uniquement par 358. 212 Traittié du livre de Bruth de Jean Vaillant, transmis par 358 et C. 213-18 «Enfances Guiron» transmises par 358. Récits sur la jeunesse de Guiron le Courtois. 219-26 Extraits des Aventures des Bruns , présents entre autres dans 358 et C. 227 «Guiron du Bois Verdoyant». Épisode propre à 358 où est racontée une aventure de Guiron le Courtois et de Galehaut le Brun. 228-39 La section qui nous intéresse, transmise par Mod2, 358 et C. Y est principalement relatée une guerre entre Armand d’Outre-les-Marches et le roi d’Écosse, où intervient un chevalier que tous croyaient mort, mais qui avait passé dix ans dans une prison d’amour en marge du monde arthurien: Guiron. 262-86 Continuation du Roman de Guiron propre à 358. 4 l athuillère 1966, auquel nous ferons dorénavant référence dans le texte par l’abréviation Analyse , dont les paragraphes seront introduits par l’abréviation «Lath.». Véronique Winand 92 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Table des sigles Sigle Mss et emplacement dans les stemmata α L’archétype du Roman de Méliadus précyclique, qui transmet Lath. 1-49. Il regroupe notamment les mss F et V2, que nous évoquerons ci-dessous. β° Ancêtre des formes cycliques de Guiron le Courtois , constitué de l’assemblage des romans de Méliadus et de Guiron (dont il est l’archétype) via une suture partiellement conservée, composée de Lath. 52-57. De lui descendent les branches β x et β y , peut-être par l’intermédiaire d’un interpositus , β*, dont l’existence est démontrée dans le second volet du Roman de Guiron et qui pourrait avoir présenté des lacunes matérielles, dont une à Lath. 41, vers la fin du Roman de Méliadus . β x Branche de β°, principalement constituée des manuscrits 350 et Mar. β y Branche de β°, composée du ms. Pr et de la famille β. β Descendant de β y caractérisé par l’attestation unanime d’une partie de raccord cyclique qui relie Lath. 41 à Lath. 52-57 et au Roman de Guiron : Lath. 152-58. De lui descendent les familles γ et δ. γ Famille très stable du cycle de Guiron , composée des manuscrits 338, 356 et A2. δ Famille du cycle de Guiron composée de 358-63 et de δ 1 . δ 1 «Vulgate» du cycle, famille très innovante ayant, par changement de modèle, récupéré une partie du Roman de Méliadus précyclique, à savoir Lath. 41-48, qu’elle insère à la place de Lath. 152-57 (première section du raccord cyclique). Cette famille est principalement composée des mss 355, C, T et de l’imprimé Gp. ζ L’ancêtre de Lath. 228-39, que nous allons étudier. 2. Mod2 au sein du cycle de Guiron le Courtois Objet d’un important regain d’attention ces vingt dernières années, après deux siècles de relatif désintérêt 5 , Guiron le Courtois constitue un monumental ensemble romanesque arthurien qui s’est révélé être un cycle constitué a posteriori à partir de deux romans ayant vraisemblablement connu auparavant une existence indépen- 5 Le cycle n’avait, dans la seconde moitié du XX e siècle, fait l’objet que de quelques études et thèses de doctorats, la plupart inédits, principalement sous l’impulsion de R. Lathuillère, dont nous avons déjà évoqué l’ouvrage fondateur (l athuillère 1966). Il connaîtra un véritable regain d’intérêt au XXI e siècle, avec, tout d’abord, la parution d’une anthologie (t raChsler 2004), puis trois thèses de doctorat (a lBert 2010, M orato 2010, w ahlen 2010) et la création du Groupe Guiron , puis la parution de l’édition critique de deux amples sections du récit transmises chacune par un seul témoin (B uBeniCek 2015), à savoir une partie de la Suite Guiron du ms. A1 et une partie de la Continuation du Roman de Méliadus du ms. F. Enfin, les trois premiers volumes de l’édition critique intégrale sont sur le point de paraître (l aGoMarsini 2020, s teFanelli 2020 et V eneziale 2020), après la parution des Aventures des Bruns , une compilation d’aventures guironiennes (l aGoMarsini 2014) et celle des pièces en vers contenues dans le cycle (l aGoMarsini 2015). Pour un aperçu de l’histoire de la fortune critique du cycle de Guiron du XIX e siècle au tournant du XXI e , voir M orato 2010: xVii xxViii , ainsi que la bibliographie générale dans l eonardi / t raChsler 2018: 609-40. 93 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 dante, mais non dépourvue de liens d’intertextualité: d’une part, un Roman de Méliadus , dédié aux aventures du chevalier éponyme, père de Tristan; d’autre part, un Roman de Guiron , ayant pour protagoniste un nouveau venu dans le panorama des chevaliers arthuriens, Guiron. S’y ajoute une troisième branche: la Suite Guiron 6 , récit rétrospectif inspiré du Roman de Guiron . Au fil de la tradition, ces deux romans ont été cousus entre eux par des séquences narratives jouant le rôle de raccord, au point de déterminer autant de structures cycliques. Bien qu’il s’agisse de l’un des points les plus délicats de l’histoire du cycle, il a été possible de reconstruire avec assez d’exactitude une partie de ses étapes 7 . Trois structures de raccord principales sont, en effet, identifiables et peuvent être mises en lien avec certaines des articulations majeures du stemma codicum que nous avons établi pour le raccord cyclique 8 et qui s’avère, à quelques détails près, identique à celui que Claudio Lagomarsini a dressé pour la première moitié environ du Roman de Guiron 9 . Elles correspondent à β°, β et δ 1 : 6 Cette troisième branche du cycle de Guiron , identifiée formellement par M orato (2010: 71-73 et 185-207), a été partiellement éditée: B uBeniCek 2015. Cet ouvrage a fait l’objet de comptes rendus par B usBy ( FSt 70(4) 2016: 582), M orato (2016: 157-71) et l aGoMarsini ( MR 40 2016: 198-201), ainsi que par G reuB ( VRom 75 2016: 307-22), ce dernier compte rendu ayant fait l’objet d’une réplique de B uBeniCek ( VRom 75 2016: 322-29). 7 M orato 2018, l eCoMte / s teFanelli à paraître. 8 Pour le détail de son élaboration, voir w inand à paraître. Pour le stemma codicum du Roman de Guiron , voir l aGoMarsini 2018 (représentation graphique p. 607), pour la première partie du Roman de Guiron . Pour un aperçu global de la généalogie du cycle, voir M orato 2018. Concernant la structure du ms. BnF, fr. 350, composite, voir M orato 2007. 9 l aGoMarsini 2018. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 94 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 En voici la description: - Première structure cyclique (β°). Roman de Méliadus - raccord comprenant au moins Lath. 52-57 - Roman de Guiron et clôture du raccord. Cette structure correspond à la «séquence fondamentale» identifiée par Nicola Morato, qui «représente le moule cyclique des copies de β: elle est souvent à l’état fragmentaire, parfois retravaillée, mais n’est jamais remise en cause». - Deuxième structure cyclique (constituée au plus tard à hauteur de β). Roman de Méliadus jusqu’à Lath. 41 - raccord: Lath. 152-58, Lath. 52-57 - Roman de Guiron . Témoins: Paris, BnF, fr. 338 (sigle: 338); Paris, BnF, fr. 356 (356); Paris, BnF, fr. 360 (360); Paris, Arsenal, 3477 (A2). - Troisième structure cyclique (groupe δ 1 , «vulgate»). Roman de Méliadus jusqu’à Lath. 48 - Lath. 158, Lath. 52-57 - Roman de Guiron . Témoins: Cologny-Genève, Fondation Martin Bodmer, 96-2 (C); Paris, BnF, fr. 355 (355). Cette structure découle d’un changement de modèle de la part de δ 1 , lequel recourt à un Méliadus précyclique (donc, qui ne s’interrompait pas à Lath. 41) jusqu’à Lath. 48. Deux autres témoins supplémentaires peuvent lui être associés, qui, comme nous le verrons, reflètent sa structure sans pour autant la transmettre fidèlement: d’une part, Torino, Biblioteca Nazionale Universitaria, L.I.7-9 (T); de l’autre, l’imprimé Melyadus de Leonnoys , Paris, Galliot du Pré, 1528 (Gp), qui insère à la suite de Lath. 48 quelques épisodes originaux non repris dans l’ Analyse de Lathuillère. La structure dont atteste Mod2 ne correspond à aucune d’entre elles. Il s’agit d’une quatrième structure cyclique, partiellement documentée, suivant l’agencement suivant: - Structure de type Mod2: raccord alternatif composé de Lath. 228-39 et Lath. 53 n. 4-57 + début du Roman de Guiron (Lath. 58). Comme nous le verrons ci-dessous, les paragraphes Lath. 228-39 sont transmis par deux autres témoins complets (auxquels s’ajoute un fragment), mais dans une position tout à fait différente, où ils ne semblent pas jouer le rôle d’un raccord cyclique. Cette particularité invite à la réflexion: qui, de Mod2 ou des autres témoins, innove lorsqu’il réutilise ces épisodes en les dotant d’une autre fonction, et dans quel but? Nous tâcherons d’apporter des éléments de réponse à ces deux questions dans les parties qui suivent. 3. Stratigraphie d’une «version particulière» Les deux autres manuscrits complets transmettant les épisodes numérotés 228 à 239 dans l’ Analyse de Lathuillère sont Paris, BnF, fr. 358-63 (358-63) et Cologny-Genève, Fondation Martin Bodmer, 96 (C), auxquels s’ajoute un fragment de deux folios transmis par le ms. Oxford, Bodleian Library, Douce 383 (O), une copie jumelle de 95 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 358-63 10 dont seules quelques bribes (pour un total de 17 folios) ont survécu. Par souci de simplicité, nous ne tiendrons pas compte de son témoignage dans la présente étude, puisqu’il n’apporte aucun supplément d’information par rapport à l’itinéraire de l’histoire rédactionnelle que nous allons suivre. Nous nous contenterons donc de le mentionner aux côtés de 358 11 . Dans 358 comme dans C, les épisodes qui nous intéressent font en effet partie d’une importante amplification du cycle que R. Lathuillère, dans son Analyse , résumait aux paragraphes 210-39 et 262-86, sous le nom de «version particulière du ms. BnF, fr. 358-63». La première partie de cet ensemble, dont font partie Lath. 228-39, précède immédiatement le début du Roman de Méliadus : elle occupe l’intégralité de 358 (le Méliadus commençant au f. 1 de 359) et les f. 1-107 du premier volume de C (qui s’interrompt au milieu d’une phrase aux deux-tiers de la colonne recto b, le reste du folio étant demeuré vierge; le Méliadus commence ensuite au f. 108ra du même témoin). Signalons cependant que C n’en contient pas tous les épisodes: Lath. 210-11 (les Grands Géants ), 213-18, 227 (que nous pourrions appeler les «Enfances Guiron», c’est-à-dire les aventures dédiées à la jeunesse du protagoniste) et 262-82 (que nous pourrions par contre qualifier de «Mort Guiron», ces paragraphes étant dédiés à l’apothéose puis à la vieillesse du protagoniste) n’ont vraisemblablement jamais fait partie de son projet rédactionnel et l’on relève plusieurs lacunes textuelles importantes engendrant des incohérences dans le récit, l’une d’elles touchant quasiment tout l’épisode Lath. 238 (dont seules quatre lignes subsistent, sur un folio et demi dans Mod2, équivalents à trois dans 358). Une analyse plus approfondie 12 des contenus de la «version particulière» en question dans 358 et C permet de mettre en lumière la stratigraphie de sa composition, en identifiant non pas une, mais deux sommes arthuriennes obéissant à des principes rédactionnels différents. Nous trouvons en effet, d’une part, une «somme flamande» (transmise par 358 et par son supposé jumeau O, tous deux commandités par des seigneurs flamands: Louis de Bruges et Engelbert de Nassau) et, d’autre part, une «somme de Louis de Bourbon», du nom de son probable commanditaire 13 (transmise par C). La somme de Louis de Bourbon, transmise aussi bien par 358 que par C, contenait trois textes de thème breton introduisant le cycle de Guiron le Courtois : un Traittié du livre de Bruth , abrégé de l’ Historia regum Britanniae dû à Jean Vaillant 14 ; ensuite, 10 Sur cette parenté entre les deux témoins, voir en particulier B oGdanow 1964. Ses conclusions sont acceptées par l athuillère 1966: 56-57, C oloMBo t iMelli 2000: 60-66, M orato 2010: 20 et l aGoMarsini 2014: 71. Nous n’avons pas pu consulter le fragment. 11 Notons que le fragment O est composé de 17 folios dont seuls deux transmettent le texte qui nous intéresse ici. Ce témoin est loin d’être dénué de tout intérêt: outre son importance dans l’histoire de la réception de Guiron le Courtois , il s’agit d’un véritable chef-d’œuvre de l’enluminure. Voir à ce propos M orato 2018: 225-26. 12 Voir l aGoMarsini 2014: 44-53 et 60-61, ainsi que B uBeniCek 2015: 34-47. 13 Sur l’identification du commanditaire, voir l aGoMarsini 2014: 47-48. 14 Voir p oMpiGnoli 1993, ainsi que s Cala 2015. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 96 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 la compilation des Aventures des Bruns attribuable à Rusticien de Pise 15 ; enfin, les épisodes Lath. 228-39. Ces trois textes sont dotés de statuts très différents. Le premier est un bref récit de nature pseudo-historique introduisant à l’univers arthurien; le deuxième, une compilation d’exploits chevaleresques tirés essentiellement de la Suite Guiron et ayant pour protagonistes le lignage de Guiron le Courtois, la famille des Bruns; nous nous attarderons bientôt sur le dernier. Qu’il nous suffise de préciser pour l’instant que les deux premiers sont des récits autonomes: bien que le premier ait pu être composé pour servir d’ouverture à la somme, il est autosuffisant narrativement parlant; quant au second, il est doté d’une importante tradition indépendante 16 . Tel n’est pas le cas du troisième. La somme flamande contient, outre ces trois textes, une importante continuation retraçant les enfances et la vieillesse de Guiron le Courtois et encadrant le cycle. Qui plus est, la somme de Louis de Bourbon et la somme flamande obéissent à des principes de composition différents: juxtaposition de textes d’argument globalement guironien pour la première, rédaction d’une série d’épisodes originaux englobant quelques extraits, parfois considérablement abrégés, d’autres romans arthuriens ( Érec en prose , Tristan en prose , Lancelot propre , Prophéties de Merlin ), dans une visée biographique et menant vers les aventures du Lancelot en prose et du Tristan en prose , pour la seconde 17 . La séquence Lath. 228-39, au centre de la présente recherche, figure également dans Mod2, qui, comme nous l’avons dit, présente cependant une structure macrotextuelle bien différente de celles de 358 et de C. La leçon du texte n’en est pas moins comparable dans les trois manuscrits: son analyse nous permettra, dans les pages suivantes, de cerner les rapports que les témoins entretiennent et, partant, d’éclairer la fonction que remplissaient originellement Lath. 228-39. Le point de départ de notre réflexion sera donc le suivant: est-il possible que la position de cette séquence au sein des deux sommes soit le fruit d’une innovation et que ce texte ait auparavant eu une autre fonction, dont pourrait témoigner Mod2? Tels qu’ils sont transmis par nos deux sommes, Lath. 228-39 peinent en effet à faire sens au sein de l’ensemble 18 . Cette impression découle cependant d’un présupposé fondamental dû à R. Lathuillère, à savoir que la structure transmise par 358 serait originale et celle de Mod2, innovante, ce qui n’a en fait jamais été démontré: bien que ces épisodes soient rassemblés sous la même appellation de «version particulière de BnF, fr. 358-63» dans l’ Analyse , celle-ci n’a jamais été établie avec une visée généalogique. 15 À propos de cette compilation, voir l’introduction à l’édition de l aGoMarsini 2014: chap. 3-5. 16 l aGoMarsini 2014: 56-96. 17 Comme l’a notamment démontré w ahlen 2013 pour Alixandre l’Orphelin et l’ Histoire d’Erec . Voir également notre thèse de doctorat: w inand 2020. 18 Ainsi, dans son analyse de la tradition textuelle des Aventures des Bruns , l aGoMarsini 2014: 50 parlait à leur propos de miscellanea cavalleresca . L’on retrouve une impression similaire, étendue à tout le ms. 358, chez l athuillère 1966: 128: «[358] met à bout des aventures que rien ne relie logiquement: l’arbitraire est roi». 97 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 4. Trames narratives de Lath. 228-39 Présentons avant toute chose les contenus de la séquence narrative Lath. 228-39. Le premier chapitre (Lath. 228-29) relate les circonstances ayant mené à l’assassinat de Galescondin le Courtois, frère du roi Armand d’Outre les Marches, par le roi d’Écosse, entraînant une guerre entre ces deux derniers, celui-ci ayant refusé de faire amende honorable devant celui-là. La présence d’un chevalier mystérieux dans les rangs d’Armand va drastiquement changer le cours de la bataille. Une longue analepse (Lath. 230-31) correspondant au deuxième chapitre introduit comme s’il s’agissait d’un nouveau personnage Guiron le Courtois, demeuré en marge de l’univers chevaleresque arthurien pendant plus de dix ans, enfermé dans une prison d’amour. Le troisième chapitre (Lath. 232) s’ouvre sur un message d’Armand à l’amie-geôlière du futur héros, la contraignant à laisser participer son champion à la guerre avec son compagnon d’armes Danain le Roux. Leur présence sera, bien entendu, déterminante. Le quatrième chapitre (Lath. 233-35) voit la paix conclue et le départ des deux chevaliers d’abord en direction de l’île où demeure l’amie de Guiron, puis, apprenant sa mort, au château de Malohaut, dont Danain est le seigneur. Entre-temps, au cinquième chapitre (Lath. 236), Arthur, ayant appris le départ des deux chevaliers, retourne à Camaalot, où il donne une grande fête pour célébrer la paix. Au terme de dix jours de réjouissances, toute l’assistance s’en va. Méliadus, Pellinor et le Bon Chevalier sans Peur partent ensemble, mais se séparent au premier carrefour. Au sixième chapitre (Lath. 237-38) correspondent les aventures du roi d’Estrangorre et de Bliobéris de Gaunes; au septième (Lath. 239), celles de Méliadus et la façon dont il se retrouve en compagnie de Lac, Gauvain et Bliobéris. 5. Une suite nécessaire À la fin de la séquence Lath. 228-39, Méliadus, Lac et Gauvain retrouvent Bliobéris, blessé, dans un château où ils sont hébergés. La tradition manuscrite présente alors deux fins différentes, une dans Mod2 et l’autre dans 358 (C s’interrompt, vraisemblablement suite à une lacune matérielle de son antigraphe, quelques paragraphes avant la fin de Lath. 239 19 ), qui nous permettent de nous faire une première idée de la façon dont diverge la macrostructure des deux projets rédactionnels dont ils témoignent et qui, comme nous l’avons dit, sont bien distincts: 19 Ce témoin présente, en effet, une série de lacunes textuelles, non matérielles, dont ne rendent compte ni 358 ni Mod2, à Lath. 232, à Lath. 233, à Lath. 238 et à Lath. 239 (cette dernière lacune engendrant une interruption du texte au milieu d’une phrase et d’une colonne, au f. 107rb, le verso de ce feuillet demeurant vierge). Il nous semble donc vraisemblable d’attribuer cette série de lacunes à son antigraphe: voir w inand à paraître. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 98 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Mod2, f. 62vb-63ra (Lath. 239) Il li demandent coment il se sentoit, et il dist: «Bien, Dieu merci», selonc l’aventure qu’il avoit eue, mais mounlt est navré. Et il leur demanda coment il avoient puis fet qu’il ne les avoit veus, et il dient: «Bien, la Dieu merci.» «Sire, dist li roys Melyadus, savés vous nules noveles? — Sire, je vous sai tant a dire: jusques a quinse jours aura ung tornoiement devant le chastel au Deux Serors, et l’a empris le roy de Nohombellande encontre le roy de Norgales. Et sachiés, fait Blioberis, que mounlt y aura grant gent. — Et del Bon Chevalier sans Paour, oÿstes vous pieça parler? — Oïl, sire, fait Blioberis, de celui vous puis je dire noveles, quar il n’i a gaires que je me partis de lui, et vous puis dire une grant merveille que je li vis faire. «Ha! sire, fait li roys, or nous contés ceste merveille, quar je sai bien qu’il nen peut estre que grant chose. — Volentiers, fet Blioberis. Sire, fet il, oÿstes vous onques parler de Nabor le Jahant, qui gardoit l’entree de Sorelois par devers Gales? — Oïl, bien, fait li roys Melyadus, ce est ung des plus fors homes del monde. — Or sachiés que a celui le vis je combatre, et le vis tuer.» Et lors leur commence a conter coment le Bon Chevalier emprist la bataille por Melyant le Bloy encontre le jahant et porquoy, et tout le fait de la bataille, et coment li Bons Chevaliers le tua, et coment il fist rendre a Meliant sa terre, et coment il demora durement navré, mais il estoit ja tourné a garison quant il se departi de lui. Tout leur conta a mot a mot ensi come il avoit veu: coment il avoit empris ce por l’amor del roy Melyadus, plus que por autre, porce que Melyant li Bloy disoit qu’il estoit cousins del roy Melyadus. «Seigneurs, dist il, or vous ai dit ce que je vi.» Et atant se taist. 358, f. 331rb-va (Lath. 239) Et il s’asseirent tous adont, et lui demandent comment il se sentoit. Et il leur dist que bien, la mercy Dieu, selon l’adventure qu’il avoit eue, mais moult est navrez. Et leur demande doulcement comment ilz avoient puis fait que il ne les avoit veuz, et ilz lui dient: «Sire, bien, la mercy Dieu.» Longuement demourent ensemble et parlerent de plusieurs choses. Et puis, quant il fut temps, ilz s’alerent reposer. Et l’endemain au matin se leverent le roy Meliadus et messire Gavain et s’en allerent jusques a une forest qui prez d’illec estoit, ou ilz trouverent une belle croix de pierre. Et la prindrent congié l’ung de l’autre et se departirent, et ala chascun son chemin pour querir des adventures. Mais atant laisse le conte a parler d’eulz pour retourner a parler du bon roy Artus et des belles adventures qui advindrent en sa court et ou royaulme de Logres sa vye durant et en son temps qu’il regnoit en grant honneur et en tres grande puissance. Cy fine le premier volume de Guiron le Courtois. 99 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Mod2, f. 63ra-rb (Lath. 53 n. 4) [Q]uant Blioberis eut finé son conte del Bon Chevalier sans Paour en tel guise come je le vous ai devisé tout apertement en mon livre, li troi compaignon, qui le conte eurent escouté et qui de ces novelles estoient joians trop durement, dient entr’eulx que voirement fu ce belle aventure et merveilleuse. Li roys Melyadus dist de sa partie qu’il ne sera jamais gramment a aise devant qu’il le voie; autretel dist messire Lac, et messire Gauvain meismes dist qu’il le verroit volentiers, quar ja a grant piece qu’il ne le vit. «Seigneurs, dist Blioberis, or sachiés tout vraiement que vous nel porrois mie si legerement veoir come vous le devisés entre vous se vous ne vous trayés vers les parties de Sorelois, la ou il est alés.» 359, f. 1r (Lath. 1) A Dieu qui m’a donné pouoir, engien et mémoire de de [ sic ] finer honnoureement le livre dou Bret, qui parle des fais et de la naissance de Guiron le Courtois, autour duquel je ay traveillié moult longtemps ententivement et par grant dilligence, dont je rens graces et louenges a mon benoit Createur aussi humblement comme je le puis faire de ce que par sa benignité et par sa debonnaireté ay eu temps et loisir de mener a ffin le riche ouvrage que j’avoie emprins a faire du livre dou Bret. [ Après un assez long prologue commence le Roman de Méliadus , f.- 3va : ] De grant valleur, de grant puissance, de grant deduit et de grant soulas fut le roy Artus sur tous les roys, sur tous les princes qui en son temps regnerent en la Grant Bretaigne et en toute la monarchie du monde. L’enchaînement des épisodes transmis par Mod2 - sans autre forme de rupture qu’une réserve destinée à contenir une lettrine de dimensions modestes au bas du f. 63ra - est beaucoup plus cohérent et satisfaisant que celui de 358 (et de C), car - nous y reviendrons au point 7 - les différents fils conducteurs de la trame narrative trouvent tous un point d’arrivée dans la fin du raccord cyclique (Lath. 53 n. 4-57) et le début du Roman de Guiron , certains s’ancrant également dans la fin du Roman de Méliadus : Guiron le Courtois, absent du Méliadus , est introduit dans l’intrigue grâce à un long développement narratif racontant comment il est devenu le compagnon d’armes de Danain le Roux, en compagnie duquel nous le retrouvons au tout début de Lath. 58; à l’opposé, Bliobéris de Gaunes, absent du Guiron , vit ses dernières aventures dans ce récit et assiste aux exploits du Bon Chevalier sans Peur avant de disparaître de l’intrigue, laissé à sa convalescence; Méliadus rejoint Lac et Gauvain, deux chevaliers avec lesquels il voyage en forêt dans Lath. 54-57. Les dernières lignes de Lath. 239, contenant les retrouvailles des trois compagnons de voyage et de Bliobéris de Gaunes blessé, puis le récit que ce dernier fait de l’exploit du Bon Chevalier auquel il a assisté, trouve sa conséquence dans la fin de Lath. 53, qui lui fait suite: ses auditeurs renoncent à leur précédent projet de voyage pour partir à sa recherche en Sorelois. En revanche, Lath. 239 s’achève en queue de poisson dans 358 et, plus généralement, toutes les trames narratives que nous avons exposées ci-dessus sont laissées en suspens et souvent privées de point de départ (celle de Guiron faisant exception). Ces éléments narratifs rendent bien plus simple et vraisemblable l’hypothèse d’une antéposition dans un volume de variae d’un texte faisant doublon avec le raccord cyclique habituel de Guiron le Courtois que celle d’un réemploi d’épisodes sans début ni fin par le remanieur à l’origine de Mod2. Cette hypothèse est d’autant Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 100 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 plus vraisemblable qu’elle correspond à la dynamique de composition de la somme de Louis de Bourbon que nous avons mise en évidence: il s’agit d’y rassembler des textes guironiens «satellites», des aventures qui s’insèrent mal dans le cycle pour quelque raison (qu’il s’agisse, dans le cas de Lath. 228-39, d’un cas de doublons ou, dans le cas des Aventures des Bruns , d’une série d’épisodes tirés de la Suite Guiron , c’est-à-dire de la troisième branche du cycle). 6. Généalogie des témoins Les arguments structurels que nous venons de présenter sont ultérieurement soutenus par l’étude de la tradition textuelle de Lath. 228-39, où Mod2 occupe à lui seul une branche du stemma codicum , s’opposant à une autre branche formée par 358, C et O (ce dernier étant rarement collationnable, comme nous l’avons déjà signalé), à laquelle nous avons dédié une autre contribution 20 . Nous nous contenterons donc ici d’en fournir les résultats, accompagnés de quelque commentaire. Tout d’abord, nos quatre manuscrits descendent d’un même ancêtre contenant déjà quelques erreurs: nous appellerons cette nouvelle famille de témoins guironiens ζ et sa copie, ζ 1 . De cette dernière dépendent deux branches: la première ne porte que le ms. Mod2, tandis que la deuxième (ζ 2 ) rassemble 358 et C, unis notamment par une importante lacune commune à hauteur du Lai de la Rose 21 (le fragment O, qui appartient vraisemblablement à la même famille, ne transmet pas ce passage). Une relation de descriptio entre 358 et C n’est par ailleurs pas envisageable: C ne peut avoir été copié sur 358, qui lui est postérieur, tandis que 358 n’aurait pu être copié sur C en raison de lacunes textuelles (parfois importantes: Lath. 238 y est presque intégralement absent, seules les quatre dernières lignes de texte demeurant au f. 105vb) présentes dans celui-ci, là où celui-là transmet le même texte que Mod2. Nous pouvons, enfin, supposer l’existence de deux témoins perdus supplémentaires: d’une part, l’antigraphe commun à 358 et à O (ζ 3 ); de l’autre, l’antigraphe lacunaire de C (ζ 4 ). Il s’agit, néanmoins, de deux entités très hypothétiques. Nous obtenons donc le stemma codicum suivant: 20 w inand à paraître. 21 l athuillère 1966: 456 N2, l aGoMarsini 2015: 145-50. 101 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Cette reconstruction est riche d’informations. Non seulement elle nous fournit quelques indications minimales sur la diffusion qu’a pu connaître la structure cyclique dont seul témoigne aujourd’hui Mod2, mais elle nous permet de poser un terminus ante quem à sa composition. Le texte Lath. 228-39 a probablement été composé au plus tard dans la seconde moitié du XIV e siècle (époque où vivait le connétable Louis de Bourbon, commanditaire de la somme qui semble, selon les dates présentes dans les manuscrits, avoir été achevée en 1391 22 ). Il connaîtra ensuite deux destins: d’une part, il subsistera en France sous une forme remaniée (trois témoins conservés et au moins deux témoins perdus, tous descendants de la somme de Louis de Bourbon, ce qui signifie qu’au moins un exemplaire où Lath. 228-39 était copié dans sa position originale y a circulé peu avant 1390); de l’autre, en Italie du Nord (localisation de Mod2). Enfin, il sera copié jusqu’à la fin du XV e siècle, datation de 358-63 et d’O. Si cette structure cyclique dont aujourd’hui seul témoigne Mod2 a sans nul doute été minoritaire par rapport à celle de la famille β (et en particulier de son descendant δ 1 , «vulgate» du cycle) de Guiron le Courtois , une partie de son texte, quoique détachée du rôle de connexion entre les branches du cycle, semble avoir connu une diffusion assez longue dans le temps et dans l’espace. 7. Avant Lath. 228-39: allusions et contextualisations Contrairement à l’abrégé du Brut , au résumé français des Grands Géants ou aux Aventures des Bruns de Rusticien de Pise, relativement autonomes quoique liés par des relations de transfictionnalité au cycle de Guiron le Courtois 23 , la suite d’épisodes Lath. 228-39 se caractérise par sa nature fondamentalement dépendante du contexte où elle a dû être insérée au départ, puisqu’elle contient de fréquentes allusions à d’autres épisodes, narrés ou non, permettant d’émettre quelques hypothèses relatives à la structure cyclique originale pour laquelle ces épisodes ont été rédigés. En 22 l aGoMarsini 2014: 46-48. 23 À ce propos, voir l aGoMarsini 2014: chap. 1, M orato 2018: 205-08. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 102 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 effet, s’il est vraisemblable qu’ils aient été conçus pour se rattacher en aval à la fin de Lath. 53, comme nous venons de le montrer, quid de l’amont, c’est-à-dire des épisodes présupposés par le récit, puisque Mod2 commence justement avec Lath. 228? Plusieurs possibilités, réalisées ailleurs dans la tradition textuelle, s’offrent à nous: - Rien: Lath. 228-39 sert de début au Roman de Guiron (sans qu’il puisse pour autant constituer sa forme précyclique, pour des raisons de style, de mondes narrés et d’univers idéologiques), dont il introduit l’intrigue et certains personnages; - Lath. 41, c’est-à-dire le point où s’interrompt, suite à une lacune, le Roman de Méliadus cyclique au milieu du récit de la guerre entre Méliadus et Arthur 24 , sans rapport avec Lath. 152-58 (récit alternatif de cette guerre) et Lath. 52-53 (aventure d’Ariohan et retrouvailles de Méliadus, Gauvain, Lac et Bliobéris); - Lath. 41 suivi de Lath. 152-58 et Lath. 52-53, suivant la structure du ms. BnF, fr. 338 (auquel cas Lath. 228-39 constitueraient une réécriture de Lath. 152-58 et Lath. 52-53); - Lath. 48 (la visite commémorative de Charlemagne sur les lieux du duel entre Méliadus et Ariohan), soit le lieu où s’interrompt le Roman de Méliadus dans les manuscrits cycliques de la famille δ 1 , ou Lath. 49 (discussion entre Méliadus et le Bon Chevalier sans Peur à propos du royaume de Logres en passe d’être envahi par Claudas de la Déserte), où il s’interrompt dans la famille précyclique α (y compris dans 350 4 , qui en dépend pour cette partie du texte), ou un point intermédiaire; - Un autre texte: Suite Guiron (du ms. Arsenal 3325), compléments de la Suite Guiron (du ms. BnF, fr. 5243), Continuation du Roman de Méliadus (du ms. F), petite continuation du Méliadus (du ms. V2), voire une suite d’épisodes inconnus mais dont les contenus peuvent être inférés à partir des allusions présentes dans le texte du raccord modénais. Trois types d’allusions à d’autres récits sont présents dans Lath. 228-39: des renvois du narrateur à d’autres textes arthuriens, des références à des épisodes non narrés de la vie des héros et, enfin, des allusions à des épisodes relatés plus tôt dans le récit, c’est-à-dire dans le Roman de Méliadus . Les premiers, au nombre de sept (Lath. 229, 230, 231, deux fois dans 234, 235, 236), correspondent à des épisodes facultatifs vite écartés du récit parce qu’ils ont déjà été racontés dans le Livre du Brait (du Brut dans 358), à en croire les affirmations du narrateur. Les deuxièmes, fréquentes, renvoient le plus souvent au passé de Guiron, qui n’est que partiellement narré dans Lath. 228- 39: lorsqu’il affronte les deux géants menaçant Rose, sa future compagne-geôlière pour dix ans, il a déjà 27 ans et, bien qu’il se fasse passer pour un chevalier sans importance, semble avoir acquis une solide réputation, été en la compagnie de Galehaut le Brun puis du Bon Chevalier sans Peur plusieurs années, être tombé 24 s teFanelli 2016: 159-84, s teFanelli 2018. 103 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 amoureux de la dame de Malohaut, désormais épouse de son ami Danain, et avoir connu plusieurs grands chevaliers (Lac, Landumas, Armand d’Outre les Marches). Aucune de ces allusions à des faits survenus hors du récit ne permet cependant de déterminer plus précisément les relations que peut entretenir Lath. 228-39 avec les récits méliadusiens et guironiens qu’il pourrait présupposer à partir de ces deux premières catégories de renvois. Il n’en va pas de même pour les allusions à des faits déjà narrés, véritablement nécessaires à la bonne intelligence des contenus de Lath. 228-39. Au nombre de quatre et présentes dans tous les témoins, elles renvoient toutes à une zone précise, la fin du Roman de Méliadus précyclique (Lath. 41-49), ce qui permet d’écarter l’hypothèse selon laquelle Lath. 228-39 constituerait un début indépendant du Roman de Guiron précyclique et invite à envisager précautionneusement ses rapports avec le reste des textes de raccord cyclique (Lath. 152-58 et Lath. 52-53 n. 4). La première référence aux récits du Méliadus précyclique se trouve à Lath. 228. Armand d’Outre les Marches ayant envahi l’Écosse pour venger la mort de son frère Galescondin, le roi d’Écosse envoie des messagers au roi Arthur afin d’obtenir son soutien militaire. Le récit précise alors: Mod2, f. 6ra Et ses messages vindrent le jour de la Pentecouste a Kamaalot, a la grant feste que le roy avoit assemblee por aler sur le roy Claudas, ensi come je vous ai conté dessus. Selon Roger Lathuillère, l’épisode auquel cette phrase fait référence correspondrait au tout début de Lath. 50, alors qu’Arthur réunit sa cour après sa victoire sur l’envahisseur saxon 25 , ce qui signifierait que l’auteur de Lath. 228-39 aurait disposé d’un Roman de Méliadus non seulement précyclique, mais continué, proche de celui des mss V2 (Venezia, Biblioteca nazionale Marciana, fr. XV) et F (Firenze, Fondazione Ezio Franceschini, 2). Ce n’est pourtant pas forcément nécessaire: Arthur parlait déjà de réunir son ost à la Pentecôte pour marcher sur le roi Claudas à Lath. 49, une décision qui, d’ailleurs, n’allait pas sans poser à Méliadus quelques problèmes de conscience apaisés par le Bon Chevalier sans Peur dans le même épisode. Il est donc possible que notre remanieur à l’origine de Lath. 228-39 ait fait arriver ses messagers lors d’une assemblée qu’il pouvait faire tenir au roi Arthur sans disposer du début de Lath. 50. La deuxième allusion, à Lath. 229, évoque très précisément l’invasion saxonne telle qu’elle est relatée par le Roman de Méliadus précyclique (Lath. 44-47) et la victoire de Méliadus sur Ariohan de Saissonne. Ces paroles sont placées dans la bouche de Landumas, roi de la Cité Vermeille devenu messager d’Armand d’Outre les Marches à la cour d’Arthur et chargé de transmettre une ultime proposition de paix avant la déclaration de guerre: 25 l athuillère 1966: 453. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 104 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Mod2, f. 10ra «Et je say bien ou vous avés fiance: vous avés greigneur fiance en la chevalerie du roy Meliadus et en cele del Bon Chevalier sans Paour que vous n’avés en toute vostre haute chevalerie. Vous cuidés avoir trové les Sesnes, que vous conquistes par la chevalerie du roy Melyadus, mais je vous dy que vous troverés autres gens que vous ne cuidiés, que, par la foy que je doi a tous le chevaliers del monde, puisque vendra a l’assembler, vous troverés tieulx chevaliers que ains qu’il soyent trois jours, vous n’aurrés si hardi chevalier qu’il ne vosist estre en sa terre.» S’ensuit la guerre entre les forces d’Arthur et d’Armand, que vient secourir fort à propos Guiron le Courtois, auquel a été consacrée une longue analepse expliquant son entrée en scène. Après la bataille, à hauteur de Lath. 233, Arthur convoque Armand et lui reproche de ne pas avoir fait appel à lui pour régler à l’amiable son conflit avec le roi d’Écosse. Armand s’en défend. À nouveau, il est fait allusion à l’invasion saxonne relatée par la fin du Roman de Méliadus (en particulier à la fin de Lath. 44 et à Lath. 46), sans pour autant que l’on possède l’antécédent de cette allusion à l’ambassade: Mod2, f. 36ra «Sire, se dist li roys Armans, sauve vostre grace, je vous manday a dire tout le fait par mon message et en fis a vous ma clamor, mais aveés adons tant a faire des Sesnes que vous ne pouoiés entendre ne a moi, ne a autre. Et veés ici messire le roys de la Cité Vermeille, qui bien le sait. Et quant je vi que vous ne me respondistes de riens, je cuidai que vous ne me vosissiés faire droit ne raison.» Une dernière allusion aux événements du Roman de Méliadus précyclique est faite à Lath. 236, lorsqu’est évoquée la captivité de Méliadus de Léonnois suite à sa guerre contre Arthur (Lath. 44-45): Mod2, f. 51va-vb «Sire, feit li Bons Chevaliers sans Paour, or sachiés que por nient manderiés vous a la court del roy Artus por le roy Melyadus, quar je vous di certainement qu’il n’i est mie, quar il s’em parti quant je m’en partis tout en une heure, et issimes de Kamaaloth et del roy Artus nous partimes ensemble, et li oÿ dire qu’il s’en voloit aler el royaume de Loonois por veoir Tristant son fis et sa gent, qu’il ne vit puis qu’il fut pris.» Ces quatre allusions permettent de situer assez précisément la position que Lath. 228-39 devait occuper dans l’économie générale du cycle de Guiron . Premièrement, il vient à coup sûr après la majeure partie du Roman de Méliadus précyclique, c’està-dire après la guerre entre Méliadus et Arthur, après l’exil de Méliadus, après l’invasion saxonne, la victoire de Méliadus sur Ariohan et son retour en grâce auprès du roi, qui le convoque à prendre part à cette fête de Pentecôte où il a l’intention de marcher sur le roi Claudas. Deuxièmement, il ne semble pas nécessairement présupposer d’épisodes intermédiaires (par exemple une des Continuations du Méliadus ou la Suite Guiron , avec ou sans ses compléments). 105 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 8. D’un texte à l’autre: Mod2 au sein du des raccords cycliques de Guiron-le Courtois L’importance du témoignage de Mod2 ne se limite pas à transmettre Lath. 228-39 sous sa forme la plus autoritaire: ce manuscrit occupe également au sein du stemma codicum de Lath. 53 n. 4-57 une position élevée, quoique difficile à déterminer 26 . Dans notre reconstruction, nous avons adopté l’hypothèse d’une troisième branche de la famille β°, à l’origine des structures cycliques de Guiron le Courtois , aux côtés des branches β x et β y27 . Le stemma codicum de cette section de raccord cyclique est donc le suivant (par souci de lisibilité, les familles γ et δ n’y ont pas été développées): Cependant, cette branche est dessinée en pointillés, car la position de Mod2 dans le stemma demeure incertaine. Outre les problèmes d’établissement du texte critique qu’une telle incertitude engendre, la structure particulière du témoin pose la question des rapports qu’entretiennent Lath. 228-39 et, d’une part, Lath. 152-58 (le récit alternatif de la guerre entre Méliadus et Arthur), d’autre part Lath. 52-53 n. 4 (l’aventure d’Ariohan et les retrouvailles entre Méliadus, Gauvain, Lac et Bliobéris), c’est-à-dire certains des épisodes ayant une fonction de raccord cyclique présents, en tout ou en partie, dans le reste de la tradition textuelle. Les uns sont-ils une réécriture des autres, ou s’agit-il de deux (voire trois) textes indépendants remplissant les mêmes fonctions? En ce qui concerne Lath. 52-53 n. 4, puisque ces épisodes sont présents dans β x et dans β y , le stemma nous assurerait qu’ils se trouvaient également dans β° et que Mod2 les a omis. Plus généralement, cette question et la réponse qui pourrait y être apportée sont loin d’être anecdotiques, puisqu’ils sont susceptibles de conditionner notre vision de la stratigraphie des structures cycliques de Guiron le Courtois actuellement connues. Comme nous l’avons dit en ouverture de cet article, depuis les thèses de Sophie Albert, Nicola Morato et Barbara Wahlen 28 , la critique s’accorde à considérer que le cycle de Guiron le Courtois est composé de deux romans («volets») principaux, le 26 Pour l’établissement du stemma codicum du raccord cyclique, voir w inand à paraître. 27 Ibid. 28 a lBert 2010, M orato 2010, w ahlen 2010. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 106 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Roman de Méliadus et le Roman de Guiron , reliés entre eux par une portion de texte transitionnelle variable selon les témoins. En associant ces répartitions du texte au stemma codicum fourni au début de cette section, Elena Stefanelli 29 a émis l’hypothèse d’une lacune entre la fin du Roman de Méliadus et Lath. 52 dans β°, dont la présence aurait engendré des réactions différentes au fil de la tradition textuelle: 350 présente un folio découpé et l’insertion de deux unités codicologiques d’origine italienne 30 ; β est le premier nœud du stemma où la séquence Lath. 152-58 est attestée (elle pourrait cependant être antérieure). Cet ajout a été conservé par γ (BnF, fr. 338; BnF, fr. 356 et Arsenal, 3477) et par BnF, fr. 360 (l’une des deux sous-branches de δ), tandis que δ 1 a recouru à un modèle alternatif, de type α, pour la fin du Roman de Méliadus (Lath. 39-48), ne conservant de Lath. 152-58 que le dernier épisode (Lath. 158) 31 . Deux membres de cette sous-famille, T et l’imprimé de Galliot du Pré (Gp), auraient ensuite réagi à ce collage, le premier en insérant, entre Lath. 48 et Lath. 52, les épisodes Lath. 152-57 (partiellement réécrits et récupérés via un changement d’exemplaire 32 ) et Lath. 78-102; le second, en composant quelques épisodes originaux centrés sur Ariohan de Saissonne absents de l’ Analyse . Dans ces circonstances, le témoignage de Mod2, dont la position au sein du stemma est incertaine mais probablement élevée, ne peut que s’avérer précieux, puisqu’il s’agit, selon l’hypothèse la plus économique d’un collatéral de β x et de β y , ou, selon l’hypothèse alternative, d’un collatéral de β°. Une comparaison entre la structure cyclique qu’il transmet (et, partant, ses contenus narratifs) et celle des témoins de la famille β nous permettra d’estimer dans quelle mesure Lath. 152-58 et Lath. 228-39 peuvent être ou non des créations alternatives, indépendantes entre elles, visant à souder le Méliadus au Guiron . Trois possibilités s’offrent à nous: - Lath. 152-58 et Lath. 228-39 sont deux créations indépendantes réagissant au même besoin de souder entre eux les romans de Méliadus et de Guiron , sans pour autant qu’il s’agisse d’une réaction à un même état problématique du texte (tel qu’une lacune); - Lath. 152-58 et Lath. 228-39 sont deux réactions indépendantes à un même problème textuel (tel qu’une lacune) dans une forme cyclique précédente; - Lath. 152-58 et Lath. 228-39 entretiennent des rapports de réécriture allant dans le sens Lath. 152-58 → Lath. 228-39: dans ce cas, la localisation de Mod2 au sein du stemma codicum tendrait à laisser supposer la présence de Lath. 152-58 déjà dans β° (comme c’est le cas de Lath. 52-53 n. 4) et entrerait en conflit avec l’hypothèse 29 Notons que l athuillère 1966: 115-18 soutenait déjà l’idée d’une lacune que viendrait combler Lath. 152-158, sans pourtant avoir reconstruit le cadre de la tradition ou la mettre en série avec les autres lacunes qu’il avait signalées dans son analyse et qui ont été par la suite étudiées par s teFanelli 2016: chap. 3. 30 s teFanelli 2016: 74-85, l eCoMte / s teFanelli à paraître. 31 M orato 2010: 364-68, l eCoMte 2018: 91-109. 32 Sur la structure et les contenus du ms. de Turin, voir B uBeniCek 2015: 37-41, a rioli 2016: 34-35, w inand 2016: 21-22 et w inand à paraître. 107 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 de la lacune avancée par Elena Stefanelli, à moins bien sûr que Mod2 n’ait récupéré Lath. 152-58 en recourant à un modèle alternatif, hypothèse que rien ne permettrait par ailleurs d’écarter. Démontrer la troisième de ces hypothèses, c’est-à-dire la présence d’une réécriture, exige de trouver la reprise de données ne pouvant être inférées d’éléments conservés par les autres épisodes subsistants du texte 33 . Or, Lath. 152-58 et 228-39 sont très différents, mais suivent un schéma commun: il s’agira donc d’évaluer les limites possibles de la polygenèse, tout en tenant compte d’autres éléments textuels et matériels. Une fois écartées les données narratives potentiellement issues d’autres épisodes que Lath. 152-58, les similitudes subsistant entre Lath. 228-39 et 152-58 sont minces, mais relèvent d’un même agencement des événements 34 . En effet, le récit commence, dans les deux cas, par une guerre entre un puissant seigneur (Méliadus de Léonois d’une part, Armand d’Outre les Marches d’autre part) et le roi d’Écosse, qui joue dans les deux récits le rôle de la victime. Dans Lath. 152-58, la bataille débute, sanglante, mais son issue est indécise; dans Lath. 228-39, elle est sur le point d’avoir lieu. Commence un flashback introduisant le personnage de Guiron, jusqu’alors absent du récit; cette absence est justifiée par un long séjour en prison, d’une dizaine d’années. Selon Lath. 152-58, Guiron est resté prisonnier de Luce le Géant, mais a été libéré pour avoir été le champion de sa femme lors d’un combat judiciaire que le récit ne relate pas; selon Lath. 228-39, il s’est fait le champion d’une demoiselle menacée par deux géants qu’il a vaincus, mais, épris de celle qu’il a sauvée, est resté captif d’une prison d’amour pendant plusieurs années. Dans le premier cas, le hasard le mène à intervenir lors de la guerre; dans le second, c’est à la requête d’Armand qu’il rejoint ses forces. Toujours est-il que, dans un récit comme dans l’autre, Guiron le Courtois combat aux côtés de l’ennemi d’Arthur; cette intervention constitue d’ailleurs un avantage décisif poussant les deux parties à conclure hâtivement la paix. Sur ce, Guiron s’en va et vit ses aventures, dans un texte comme dans l’autre. S’ensuit le récit des aventures de Méliadus, Lac, Gauvain et Bliobéris (ce dernier relatant une prouesse du Bon Chevalier sans Peur, dont il a entendu parler ou à laquelle il a assisté), comme le requiert la jonction avec Lath. 53 n. 4. Cette simple ressemblance entre les deux récits ne suffit cependant pas à affirmer, ni d’ailleurs à exclure, que Lath. 228-39 entretient une relation de dépendance avec Lath. 152-58 (et Lath. 52-53 n. 4: nous y reviendrons ci-dessous). Ces textes, en effet, sont conçus pour jouer un rôle similaire, la principale différence entre eux étant leur point de départ; pour ce faire, il faudrait plutôt parvenir à isoler des ressemblances suffisamment importantes ne découlant pas du contexte de rédaction pour sembler 33 Suivant les principes méthodologiques émis par s teFanelli 2016: chap. 3, 2018 dans l’étude des divergences rédactionnelles. 34 Pour un résumé de Lath. 228-239, voir l athuillère 1966: 452-63, bien que le récit de Mod2 diffère parfois légèrement de celui de 358; on trouvera également une brève présentation de cette séquence de raccord dans w inand à paraître. Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 108 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 monogénétiques, voire de véritables reprises. Aucun élément ne semble cependant convaincant: s’il y a bien réécriture, elle est à peu près totale. De même, la plupart des aventures de Guiron sont à mettre en lien avec le riche passé dont il est pourvu au début du Roman de Guiron (Lath. 58-60): outre sa simple présence dans le monde arthurien, il lui faut avoir rencontré Danain le Roux, son compagnon d’armes, ce qu’il fait lors du pas d’armes qu’il tient sur l’Île Desvée dans Lath. 228-39 et grâce à Amélide la Belle, une demoiselle qu’il a délivrée, dans Lath. 152-58. Il lui faut également loger à Malohaut, demeure de son ami: Amélide l’y amène dans Lath. 152-58, Danain lui-même l’y invite dans Lath. 228-39, suite à la mort de son amie Rose. Lath. 228-39 s’accorde le luxe de narrer les amours de la dame de Malohaut pour Guiron, ce que ne fait pas Lath. 152-58, 52-53 n. 4. Une suite de ressemblances plus problématique est constituée par la guerre où Guiron intervient en deus ex machina après une longue période d’emprisonnement, car elle semble nettement plus difficile à justifier sur la base d’éléments contextuels ou logiques. En effet, Lath. 228-39 présuppose l’intégralité du récit précyclique de la guerre entre Méliadus et Arthur jusqu’aux préparatifs d’une autre guerre, cette fois contre Claudas (début de Lath. 49); il ne lui était donc pas nécessaire de créer de toutes pièces un nouveau conflit afin d’introduire Guiron comme «sauveur» du parti adverse d’Arthur, ni de recourir à un flashback expliquant les raisons de l’absence de ce personnage tout au long du roman précédent. On aurait là un argument pour soutenir que Lath. 228-39 est une réécriture, suite à une tentative d’imiter le récit de la guerre selon Lath. 152-58, où un texte lacunaire s’achevant au début des conflits a été colmaté et relié au Roman de Guiron par l’emploi d’un expédient relativement évident, à savoir l’intervention providentielle du personnage éponyme, sauveur de Méliadus. En réalité, le choix d’une double guerre entre, d’une part, Arthur et son proche parent le roi d’Écosse et, d’autre part, celui dont Guiron prendra le parti, quitte à délaisser la trame narrative du conflit contre Claudas (qui est à peine évoqué dans Lath. 228-39, alors qu’il occupait le devant de la scène dans Lath. 49), peut éventuellement s’expliquer par la caractérisation du personnage: il aurait, en effet, été malvenu que l’irréprochable Guiron prenne le parti, même à son insu, du félon roi de la Déserte, coupable d’avoir déshérité le lignage de Ban de Benoïc, dans un conflit où les torts étaient de toute manière de son côté; par contre, la guerre opposant Armand d’Outre les Marches (baron d’Arthur d’ordinaire fidèle) et le roi d’Écosse se déroule sur fond de double meurtre où tous ont leur part de responsabilité (Galescondin, frère d’Armand, a tué le frère du roi d’Écosse pour enlever sa compagne; le roi d’Écosse a tué Galescondin en représailles, puis menti à son seigneur le roi de Logres; Arthur, trop occupé par l’invasion saxonne, a failli à son devoir envers son vassal en laissant traîner l’affaire, poussant Armand à envahir l’Écosse pour venger son frère). Ajoutons à cela le fait que le remanieur de Lath. 228-39, contrairement à celui de Lath. 152-58, disposait d’un récit de la guerre entre Méliadus et Arthur ayant pu lui 109 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 servir de source d’inspiration, comme le relevait déjà Roger Lathuillère 35 , sans qu’il soit nécessaire d’en supposer une autre. Quant à la fin abrupte des conflits présente dans les deux textes, les belligérants se réconciliant en quelques instants, elle est nettement plus problématique dans Lath. 152-58, où elle entre en contradiction avec l’ hubris dont fait preuve Méliadus depuis qu’il a enlevé la reine d’Écosse, puisqu’il la restitue sans faire de difficultés, que dans Lath. 228-39, où le roi d’Écosse, après avoir légèrement regimbé, accepte de faire amende honorable auprès d’Armand. Les similitudes entre les deux épisodes, cependant, demeurent nombreuses. L’emprisonnement de Guiron, puis sa délivrance et son arrivée providentielle dans le monde arthurien avant son départ à l’aventure une fois la paix conclue, peut également poser quelques difficultés: cette donnée semble trop précise pour être polygénétique. Mais, en réalité, elle a pu être reprise de l’épisode le plus célèbre du Roman de Guiron , celui où Bréhus, précipité dans la caverne où gisent les aïeux du héros et où son grand-père s’est retiré en ermite, raconte à celui-ci que celui qu’il considère comme le meilleur chevalier du monde est resté dix ans prisonnier, au point que certains ont pu le croire mort. Aucun détail supplémentaire relatif à cet emprisonnement n’est fourni dans cet épisode (Lath. 111). Dans un autre épisode du Roman de Guiron (Lath. 102) précédant immédiatement une zone de divergence rédactionnelle, d’autres informations, parfois contradictoires entre elles, sur cet emprisonnement sont fournies, mais aucune d’entre elles n’est compatible avec le récit que transmet Lath. 228-39, où l’emprisonnement de Guiron est narré en détail. Le traitement de l’emprisonnement du héros diffère par ailleurs beaucoup entre nos deux raccords. Dans Lath. 152-58, personne ne reconnaît Guiron, pas même en voyant l’écu d’or qui le caractérise; la quête de son identité occupe par conséquent une place centrale dans l’intrigue. Lath. 228-39, par contre, semble avoir eu plus de difficultés à concilier absence et présence du personnage, Guiron n’étant pas au fond d’un cachot prisonnier d’un géant, comme c’est le cas dans Lath. 152-58, mais coincé sur une île facilement accessible en marge du royaume de Logres entre les bras de son amie. Il n’est pas contraint à l’inaction, au contraire: sur la prière de Rose, il tient un pas d’armes et affronte de nombreux chevaliers, parmi lesquels deux personnages importants, Danain le Roux et le Bon Chevalier sans Peur… qui reconnaît en lui son ancien compagnon d’armes, autrefois protégé de Galehaut le Brun, et fait part de son identité à Méliadus et Arthur après la bataille. La cohérence interne du récit est cependant suffisante pour que cette tension ne trahisse pas forcément l’influence de Lath. 152-58 sur Lath. 228-39. Quant au départ impromptu de Guiron une fois la paix conclue, il n’est effectivement narré que dans Lath. 228-39, où il découle d’une promesse faite à Rose de revenir aussitôt que possible; Lath. 152-58, en effet, ne relate pas explicitement son départ, mais le suggère, puisque nombreux sont les chevaliers à se mettre en quête du Chevalier à l’Écu d’Or une fois la guerre terminée. 35 l athuillère 1966: 128: «Le seul passage qui fasse montre de quelque continuité est celui qui rapporte la guerre d’Armand et du roi d’Écosse, mais elle est platement imitée de celle qui, dans 350, met aux prises Méliadus et Arthur.» Le Ms. Modena, Biblioteca Estense Universitaria α.W.3.13 (Mod2) Véronique Winand 110 Vox Romanica 79 (2020): 89-118 DOI 10.2357/ VOX-2020-005 Tous ces éléments pris en compte nous permettent de pencher en faveur de l’indépendance de Lath. 228-39 et de Lath. 152-58. Intéressons-nous maintenant aux relations que ce même Lath. 228-39 pourrait entretenir avec Lath. 52-53 n. 4, une série de deux épisodes présents, comme nous l’avons dit, dans tous les témoins sauf Mod2. Deux possibilités s’offrent à nous, dictées par la configuration du stemma codicum : - Soit, selon l’hypothèse des trois branches descendant de β°, l’antigraphe de ζ transmettait Lath. 52-53 n. 4, mais ζ les réécrit (ou les élimine) lors de la composition de son raccord cyclique: dans ce cas, β°, dont descend toute la tradition, contiendrait déjà ces épisodes et leur absence dans Mod2 résulterait d’une innovation; - Soit, selon l’hypothèse alternative, plus onéreuse, d’un ζ collatéral de β°, le stemma ne nous permet pas de déterminer quelle branche reproduit l’original, ni s’il contenait Lath. 52-53 n. 4: dans ce cas, Lath. 228-39 et Lath. 52-53 n. 4 pourraient être les créations indépendantes (l’une de ζ et l’autre de β°) de deux branches collatérales du stemma . Comme nous l’avons dit auparavant, nous avons retenu la première de ces hypothèses, la considérant la plus probable. Lath. 52 commence par relater une aventure d’Ariohan de Saissonne et de Léodagant de Carmélide: celui-ci devait défendre une veuve (dont il semble par ailleurs épris), la dame de Norholt, lors d’un duel judiciaire, mais ses ennemis parviennent à l’emprisonner et à l’empêcher de se rendre à l’ordalie; Ariohan finit par le remplacer et par défendre avec succès les intérêts de la dame, puis obtient la libération de Léodagant. Tous deux décident ensuite de partir pour la Carmélide. Lath. 53 relate une discussion entre Méliadus, Lac et Gauvain, enfin remis des blessures reçues suite à un affrontement contre Escanor le Géant, puis leurs retrouvailles avec Bliobéris et leur décision de se rendre ensemble au tournoi du Château des Deux-Sœurs. Ces deux épisodes font donc largement appel à des données textuelles absentes du récit qui précède comme de celui qui suivra, qui constitueraient des points d’accroche opportuns pour une réécriture visant à combler une lacune. Mais du premier de ces deux épisodes, Lath. 228-39 ne contient pas la moindre trace: Léodagant y est complètement absent du récit, de même que la dame de Norholt, ses ennemis et le seigneur de l’Étroite Marche (arbitre du duel judiciaire), tandis qu’Ariohan est peut-être très rapidement mentionné, sous le nom «Hauricant de Saissonne», parmi les blessés lors de la guerre entre Méliadus et Arthur. Lath. 53, par contre, entretient des rapports de concurrence avec Lath. 236-39, puisque ces deux raccords aboutissent à Lath. 53 n. 4: y sont narrées les aventures du Bon Chevalier sans Peur et de Bliobéris de Gaunes, puis les circonstances ayant réuni Lac, Méliadus et Gauvain. Commençons par identifier tous les éléments que Lath. 228-39 aurait pu déduire de Lath. 53 n. 4-57, et qui n’impliquent donc pas de rapport de réécriture ou d’influence entre Lath. 228-39 et Lath. 52-53 n. 4. Reprenons, à cet effet, la fin du texte dans les deux raccords:
