Impulse für die Projektleitung
Mit 365 alten Weisheiten durch den Projektalltag
0812
2024
978-3-381-11972-1
978-3-381-11971-4
UVK Verlag
Martin Barth
Margit Sarstedt
10.24053/9783381119721
In unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von einer Vielzahl disruptiver technologischer und wirtschaftlicher Veränderungen, stehen Projekte im Fokus der Aufmerksamkeit. Für die Projektbeteiligten ergeben sich dabei immer öfter immense Herausforderungen.
Dieses Buch bietet Ihnen in einer außergewöhnlich prägnanten Weise 365 Impulse für die Projektleitung, welche Sie zum Denken, Nachdenken und Sinnieren über Ihr eigenes Führungsverständnisses, Ihre individuellen Wertevorstellungen und Ihr persönliches Handlungsgeschick in komplexen Projektsituationen anregen sollen.
Dieses Buch richtet sich an alle aktuellen und künftigen Projektverantwortliche.
9783381119721/9783381119721.pdf
<?page no="0"?> Martin Barth / Margit Sarstedt Impulse für die Projektleitung Mit 365 alten Weisheiten durch den Projektalltag <?page no="1"?> Impulse für die Projektleitung <?page no="3"?> Martin Barth, Margit Sarstedt Impulse für die Projektleitung Mit 365 alten Weisheiten durch den Projektalltag <?page no="4"?> Umschlagmotiv: © ktsimage · iStockphoto Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http: / / dnb.dnb.de abrufbar. DOI: https: / / doi.org/ 10.24053/ 9783381119721 © UVK Verlag 2024 ‒ ein Unternehmen der Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG Dischingerweg 5 · D-72070 Tübingen Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Alle Informationen in diesem Buch wurden mit großer Sorgfalt erstellt. Fehler können dennoch nicht völlig ausgeschlossen werden. Weder Verlag noch Autor: innen oder Herausgeber: innen übernehmen deshalb eine Gewährleistung für die Korrektheit des Inhaltes und haften nicht für fehlerhafte Angaben und deren Folgen. Diese Publikation enthält gegebenenfalls Links zu externen Inhalten Dritter, auf die weder Verlag noch Autor: innen oder Herausgeber: innen Einfluss haben. Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind stets die jeweiligen Anbieter oder Betreibenden der Seiten verantwortlich. Internet: www.narr.de eMail: info@narr.de CPI books GmbH, Leck ISBN 978-3-381-11971-4 (Print) ISBN 978-3-381-11972-1 (ePDF) ISBN 978-3-381-11973-8 (ePub) <?page no="5"?> Vorwort Liebe Leserinnen, liebe Leser, so, wie ein Bild mehr als tausend Worte sagt, so sagt mitunter auch ein einzelner, wohlgewählter Satz mehr als hundert Bücher. Diesem Gedanken folgend wollen wir Ihnen Impulse zum Denken, Nachdenken und Sinnieren bieten, getreu dem Gedanken von Ernestine Kühnl : „Niemand kann das Leben in einem Satz erklären, aber ein einziger Satz kann ein Impuls für das Leben sein.“ Schon seit jeher wurden Lebensweisheiten in prägnante Sätze gegossen. Die jeweils nachfolgenden Generationen konnten und können aus den Zitaten und Aphorismen lernen und den Schatz der Weisheiten auch ihrerseits weiter ausbauen. Und schaut man sich die im Lauf der Jahrhunderte und Jahrtausende entstandene Sammlung von Lebensweisheiten der Menschheit näher an, so stellt man fest, dass durchaus viele der Erkenntnisse immer von neuem aufgegriffen wurden. Die Muster des Lebens scheinen sich demnach zu wiederholen. Wir als Autorenteam haben in vielen Jahren der Arbeit in der freien Wirtschaft in jeweils unterschiedlichen Branchen das praktische Projektmanagement erlebt. Unsere Lebenswege haben uns dann in das akademische Umfeld geführt, wo wir Projektmanagement unterrichten und uns in den vergangenen Jahren im Zuge verschiedener wissenschaftlicher Veröffentlichungen mit den Eigenarten und Feinheiten des Projektmanagements und seinen Vorgehensweisen und Methoden auseinandergesetzt haben. Wir erkannten eine deutliche Lücke zwischen den formalen Methoden einerseits und unseren Erfahrungen im realen Projektleben andererseits. Und immer mehr drängte sich uns die Frage auf, wie diese Lücke erfasst und geschlossen werden könnte. Versuchen wir also, diese Lücke zunächst greifbar zu machen. Im realen Projektmanagement werden zum Beispiel Pläne erstellt und nach ihnen gearbeitet, genau wie es in einigen - zumeist klassischen - Projektmanagementmethoden definiert ist. In anderen Situationen werden die Arbeiten in Projekten agil in Form von inkrementellen und iterativen Vorgehensweisen umgesetzt, genau wie es in anderen - zumeist agilen - Projektmanagementmethoden definiert ist. Und doch, etwas ist anders zwischen dem realen Erleben und den theoretischen Konzepten. Es hat mit den sich jeden Tag ändernden Rahmenbedingungen des Projekts zu tun, mit den sich ändernden Prioritäten, mit der technischen Komplexität der Sachfragen und mit der sozialen Komplexität zwischen all den Projekt- <?page no="6"?> 6 Vorwort beteiligten. Das alles lässt sich aufzeigen und man kann diesen Herausforderungen mit formalisierten Hilfsmitteln wie Stakeholder-Analysen, Checkpunkten, Quality Gates, Risikoanalysen und dergleichen begegnen. Schwieriger ist es jedoch, dem allgegenwärtigen menschlichen Element beizukommen. Wo Menschen zusammenkommen, da „menschelt“ es. Und damit muss das Projektmanagementteam, allen voran der Projektmanager, klarkommen. Und wo lernt man das? Im realen Leben natürlich, und … in alten Weisheiten! Letzteren Weg wollen wir mit diesem Buch erschließen. Wir wollen das Wissen unserer Ahnen neu entdecken und haben deshalb die Weisheiten von Konfuzius, Sokrates, Platon, Goethe, Einstein und vielen anderen im Sinne realitätsnaher Projektsituationen neu interpretiert. Auf Basis unserer Interpretationen, welche nicht unbedingt mit den Ihrigen übereinstimmen müssen, haben wir 365 prägnante Impulse abgeleitet. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Gedanken und Assoziationen als Denkanstöße dienen mögen, die Sie zum Sinnieren über die tiefen Weisheiten der Menschheit einerseits und die nicht enden wollenden real auftretenden Komplikationen in typischen Projektumfeldern andererseits bringen können. Das vorliegende Buch ist geschrieben für Sie. Ob Sie nun Projektmanager waren, sind oder werden wollen, oder ob Sie in anderweitigen Funktionen das Berufsleben erkundet haben, darinstehen oder Ihren Weg darin noch beginnen wollen, oder ob Sie Ihre Lebenserfahrung im privaten Umfeld gemacht haben, machen oder machen werden, wir freuen uns sehr, Ihnen mit diesen zusammengetragenen alten Weisheiten Anregungen zum Sinnieren und Impulse zum Handeln schenken zu können. Und wenn wir Ihnen mit unseren Gedanken dazu ein Stück Erkenntnis und etwas besinnliche Freude bereiten können, dann hat sich unser Anliegen erfüllt. <?page no="7"?> Inhaltsverzeichnis Vorwort ............................................................................................................................. 5 Weisheiten / Zitate von der Antike bis zur Gegenwart........................................ 9 Kategorienliste............................................................................................................... 12 Kategorienübersicht mit Beitragsnummern ........................................................... 12 365 Impulse .................................................................................................................... 17 Nachwort ...................................................................................................................... 139 Autorenvorstellung .................................................................................................... 140 Literaturverzeichnis ................................................................................................... 141 <?page no="9"?> Weisheiten / Zitate von der Antike bis zur Gegenwart Denker der Antike Homer (Existenz unklar, * ~ 850 v. Chr.) Zoroaster/ Zarathustra (7./ 6. Jhdt. v. Chr.) Thales von Milet (624 - 548 v. Chr.) Anaximander (610 - 547 v. Chr.) Pythagoras (570 - 510 v. Chr.) Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) Leukipp (* im 5 Jhdt. v. Chr.) Empedokles von Akragas (495 - 435 v. Chr.) Sokrates (469 - 399 v. Chr.) Hippokrates von Kos (460 - 370 v. Chr.) Demokrit (460 - 370 v. Chr.) Platon (427 - 348 v. Chr.) Diogenes von Sinope (413 - 323 v. Chr.) Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) Philipp II. von Makedonien (382 - 336 v. Chr.) Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.) Zenon von Kition (333 - 262 v. Chr.) Archimedes (287 - 212 v. Chr.) Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.) Seneca (4 v. Chr. - 65 n. Chr.) Marc Aurel (121 - 180) Hypatia (355 - 416) Denker des Mittelalters Hrabanus Maurus (780 - 856) Tausendundeine Nacht (~ 8. - 10. Jh.) Hildegard von Bingen (1098 - 1179) Dschingis Khan (1155 - 1227) Hartmann von Aue (um 1170 - um 1215) Weisheiten / Zitate von der Antike bis zur Gegenwart 9 <?page no="10"?> 10 Weisheiten / Zitate von der Antike bis zur Gegenwart von der Antike bis zur Gegenwart Freidank (Vrîdanc, Vrîgedanc) (um 1170 - um 1233) Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 - 1273) Mechthild von Magdeburg (1207 - 1282) Thomas von Aquin (1224 - 1274) Meister Eckhart (1260 - 1327) Francesco Petrarca (1304 - 1374) Seami Motokiyo (1363 - 1443) Thomas von Kempen (1380 - 1471) Martin Luther (1483 - 1546) Denker aus Neuzeit und Gegenwart Miguel de Cervantes Saavedra (1547 - 1616) William Shakespeare (1564 - 1616) Ludwig XIV. (1638 - 1715) Isaac Newton (1643 - 1727) Voltaire (1694 - 1778) David Hume (1711 - 1776) Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778) Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781) Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) Friedrich von Schiller (1759 - 1805) Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814) Napoleon I. Bonaparte (1769 - 1821) Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) Friedrich Hölderlin (1770 - 1843) Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775 - 1854) Dionysys Lardner (1793 - 1859) John Stuart Mill (1806 - 1873) Theodor Storm (1817 - 1888) Theodor Fontane (1819 - 1898) Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916) Lewis Carroll (1832 - 1898) Mark Twain (1835 - 1910) Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) <?page no="11"?> Rudolf Eucken (1846 - 1926) Thomas Alva Edison (1847 - 1931) Oscar Wilde (1854 - 1900) Theodore Roosevelt (1858 - 1919) Kaiser Wilhelm der Zweite (1859 - 1941) Rudolf Steiner (1861 - 1925) Henry Ford (1863 - 1947) Marie Curie (Maria Sklodowska) (1867 - 1934) Käthe Kollwitz (1867 - 1945) Mahatma Gandhi (1869 - 1948) Christian Morgenstern (1871 - 1914) Hermann Hesse (1877 - 1962) Albert Einstein (1879 - 1955) Kurt Tucholsky (1890 - 1935) Werner Heisenberg (1901 - 1976) Franca Parianen (*1989) Management-Weisheit (20. Jh.) Weisheiten / Zitate von der Antike bis zur Gegenwart 11 <?page no="12"?> Kategorienliste Emotionen Entscheidungsstärke Erfolg Fähigkeiten Führung Kommunikation Konflikt Kundenumgang Menschenkenntnis Moral Planung Projektkontext Rationalität Selbstkompetenz Situationseinschätzung Teamumgang Umsetzungsstärke Werte Wissen Zielfokussierung 12 Kategorienliste Kategorienübersicht mit Beitragsnummern Emotionen 22, 29, 35, 40, 46, 96, 114, 124, 128, 149, 153, 167, 169, 193, 208, 210, 212, 215, 227, 229, 232, 241, 255, 258, 265, 270, 272, 288, 295, 297, 302, 307, 317, 322, 332, 334. Entscheidungsstärke 7, 14, 47, 48, 56, 77, 99, 106, 115, 120, 140, 147, 162, 185, 198, 204, 237, 240, 244, 309, 312, 324, 337, 341, 355. Erfolg 15, 18, 36, 48, 57, 59, 69, 95, 100, 105, 109, 112, 119, 132, 147, 163, 180, 194, 204, 124, 216, 218, 221, 229, 233, 247, 259, 262, 264, 284, 285, 292, 299, 304, 336, 337, 347, 351. Fähigkeiten 5, 22, 27, 32, 33, 37, 41, 45, 47, 62, 64, 74, 90, 111, 113, 138, 139, 146, 152, 155, 158, 160, 163, 172, 175, 180, 197, 199, 202, 206, 209, 213, 215, 219, 223, 225, 231, 243, 247, 252, 259, 261, 269, 272, 278, 280, 286, 292, 305, 310, 314, 320, 323, 327, 330, 333, 342, 344, 357. <?page no="13"?> Führung 1, 8, 10, 16, 23, 26, 31, 43, 52, 59, 62, 69, 71, 81, 88, 94, 97, 99, 101, 104, 106, 107, 110, 122, 121, 130, 137, 146, 157, 161, 165, 169, 179, 183, 188, 189, 192, 198, 200, 203, 211, 217, 221, 224, 228, 234, 235, 238, 242, 244, 247, 250, 252, 256, 257, 258, 264, 267, 270, 276, 281, 289, 291, 297, 300, 304, 311, 313, 315, 320, 331, 336, 339, 345, 348, 353, 358, 361, 364, 365. Kommunikation 2, 3, 9, 12, 14, 17, 46, 50, 54, 58, 67, 72, 73, 85, 93, 97, 103, 126, 123, 130, 136, 138, 141, 150, 156, 161, 164, 166, 170, 174, 181, 199, 201, 222, 227, 234, 240, 245, 265, 268, 274, 277, 279, 290, 294, 303, 308, 314, 323, 329, 349, 354. Konflikt 4, 28, 48, 50, 66, 107, 128, 201, 218, 332. Kundenumgang 10, 63, 65, 73, 85, 87, 104, 140, 142, 187, 195, 246, 256, 271, 306, 328, 349, 354, 360. Menschenkenntnis 23, 30, 39, 43, 55, 70, 88, 97, 100, 137, 157, 164, 174, 190, 195, 205, 207, 220, 222, 230, 242, 243, 257, 258, 269, 272, 275, 277, 279, 281, 288, 300, 329, 359. Moral 4, 24, 34, 39, 42, 61, 65, 86, 92, 96, 105, 109, 116, 134, 143, 145, 148, 154, 159, 168, 171, 177, 179, 184, 208, 232, 236, 249, 251, 263, 265, 270, 288, 293, 296, 299, 334, 340, 343, 346, 348, 350, 355, 362. Planung 2, 6, 11, 13, 17, 20, 25, 26, 36, 38, 44, 47, 49, 51, 57, 64, 76, 83, 98, 99, 102, 107, 112, 116, 125, 128, 133, 135, 168, 173, 178, 185, 191, 196, 200, 206, 224, 254, 266, 278, 283, 294, 301, 310, 318, 344, 352, 356. Kategorienübersicht mit Beitragsnummern <?page no="14"?> Projektkontext 12, 15, 20, 27, 51, 53, 55, 74, 84, 91, 98, 111, 114, 118, 125, 127, 129, 139, 156, 187, 190, 194, 231, 234, 246, 260, 262, 266, 325, 328, 338, 352, 354, 363. Rationalität 6, 13, 19, 25, 41, 45, 49, 55, 58, 60, 76, 78, 83, 113, 119, 127, 153, 162, 173, 176, 193, 196, 198, 255, 259, 273, 278, 282, 363. Selbstkompetenz 3, 5, 16, 19, 21, 30, 33, 35, 40, 42, 54, 63, 70, 78, 82, 84, 100, 116, 118, 129, 132, 148, 152, 158, 160, 164, 166, 172, 176, 180, 186, 188, 192, 193, 202, 212, 219, 223, 236, 244, 255, 261, 263, 274, 276, 280, 285, 286, 292, 293, 301, 302, 304, 315, 326, 329, 332, 335, 337, 340, 341, 343, 345, 347, 350, 353, 355, 357, 359, 361, 364, 365. Situationseinschätzung 13, 14, 19, 27, 30, 32, 37, 49, 51, 54, 58, 66, 72, 74, 77, 82, 84, 87, 91, 93, 98, 101, 103, 106, 108, 109, 111, 113, 114, 118, 123, 127, 135, 136, 138, 143, 148, 151, 154, 156, 162, 163, 177, 186, 190, 205, 207, 210, 220, 233, 239, 254, 260, 275, 283, 287, 290, 295, 299, 302, 303, 308, 318, 324, 330, 335, 344, 359, 363. Teamumgang 1, 8, 10, 16, 23, 26, 31, 41, 43, 52, 53, 59, 63, 69, 71, 73, 81, 85, 87, 91, 95, 101, 104, 115, 117, 122, 124, 135, 137, 140, 144, 146, 157, 161, 165, 167, 169, 178, 179, 181, 188, 189, 195, 203, 207, 209, 211, 216, 217, 221, 224, 230, 235, 242, 250, 256, 264, 267, 271, 273, 276, 279, 281, 289, 291, 297, 300, 305, 306, 311, 313, 315, 317, 320, 326, 327, 331, 336, 339, 342, 349, 358, 360, 362. Umsetzungsstärke 2, 18, 21, 24, 36, 38, 56, 60, 64, 68, 75, 80, 89, 92, 108, 110, 115, 125, 133, 144, 147, 150, 155, 173, 175, 182, 185, 197, 204, 228, 237, 248, 263, 282, 283, 285, 298, 310, 312, 319, 321, 327, 338, 342, 348, 358, 364. Kategorienübersicht mit Beitragsnummern <?page no="15"?> Werte 24, 34, 53, 61, 71, 121, 134, 143, 159, 171, 183, 205, 218, 223, 226, 229, 249, 253, 257, 262, 271, 277, 287, 290, 298, 303, 306, 316, 322, 331, 340, 343. Wissen 11, 32, 33, 37, 72, 75, 120, 139, 141, 151, 158, 160, 166, 197, 202, 206, 209, 213, 217, 225, 231, 239, 243, 280, 286, 305, 353, 357. Zielfokussierung 11, 17, 18, 25, 28, 44, 68, 77, 79, 81, 89, 90, 94, 102, 112, 117, 131, 142, 153, 178, 184, 189, 191, 194, 203, 214, 230, 233, 240, 246, 274, 284, 298, 301, 308, 312, 313, 321, 325, 328, 333, 338, 341, 346, 347, 351, 356, 360. Kategorienübersicht mit Beitragsnummern <?page no="17"?> Teamumgang Führung Planung Situationseinschätzung Kommunikation Kommunikation 365 Impulse 1 „Der moralische Zustand eines Volkes ergibt sich weniger aus dem absoluten Zustand seiner Mitglieder als aus ihren Beziehungen untereinander.“ Jedes Team entwickelt in der internen Interaktion seine eigene Dynamik, seine eigene Kultur und seinen eigenen Charakter. Schauen Sie nicht nur auf die einzelnen Mitglieder Ihres Teams, sondern sorgen Sie sich vor allem auch um das Teamgeschehen als Ganzes. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 2 „Aus der Klugheit erwachsen diese drei Früchte: Wohl denken, wohl reden, recht handeln.“ Es reicht nicht wohl zu denken, noch wohl zu reden noch recht zu handeln. Ein kluger Projektleiter beherzigt alle drei Schritte, und zwar in der richtigen Reihenfolge. Denken Sie also gründlich nach, bevor Sie vernünftig kommunizieren, um anschließend das Richtige umzusetzen. Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 3 „Jedes Wort, das wir nicht zuerst in Gedanken kleiden, wird zu einem Stein auf unserem Weg. Erst denken, dann handeln, so heißt ein alter Ratschlag. Das Gleiche gilt für unsere Äußerungen. Erst denken, dann sprechen. Die Umkehrung birgt Gefahren in sich. Lassen Sie sich nicht zu vorschnellen Äußerungen hinreißen, Sie werden sonst später über Ihre eigenen Worte fallen. Rudolf Steiner (1861 - 1925). <?page no="18"?> 18 365 Impulse Planung 4 „Gummiknüppel sind keine Argumente.“ Ein Projektleiter ist mehr ein Diplomat als ein Zuchtmeister. Dennoch gibt es Situationen, in denen sich ein Manager auch aktiv durchsetzen muss. Entscheidend ist dabei allerdings, mit welchen Mitteln und auf welche Art und Weise ein Kampf gewonnen wird. Versuchen Sie zuerst den diplomatischen Weg und überzeugen Sie mit guten Argumenten und Leistung. Wenn Sie sich zum „Kampf“ entscheiden, dann „kämpfen“ Sie fair und auf Augenhöhe. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). s. 5 „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Arbeit sollte keine Last, sondern eine Freude sein. Dies geht jedoch nur, wenn man seinen individuellen Weg in der eigenen Aufgabe gefunden hat. Üben Sie Ihre Rolle als Projektmanager nicht mit Ach und Weh, sondern mit Herzblut aus. Machen Sie sich Ihre Aufgabe, solange sie dauert, zur Passion. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) zugeschrieben. 6 „Der ernsteste Stoff muß so behandelt werden, daß wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiele zu vertauschen.“ Etwas leicht Verständliches zu verklausulieren ist das Werk von Blendern. Etwas Schwieriges auf das Einfachste zu vermitteln, zeigt die hohe geistige Kraft. Vermeiden Sie unnötige Komplexität und zerlegen Sie komplexe Zusammenhänge in verständliche Einheiten. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). e. <?page no="19"?> 365 Impulse 19 Teamumgang Führung 7 „Nur, wer sich entscheidet, existiert.“ Sich für einen Weg und damit gegen einen anderen Weg zu entscheiden ist auf einen von zwei Gründen zurückzuführen. Erstens es ist bekannt, welcher Weg zum Ziel zu gehen ist, oder zweitens wir haben Mut. Ein Projekt zu führen, heißt zu entscheiden. Zu entscheiden, heißt Mut zu haben. Haben Sie Mut zu entscheiden, nur dann führen Sie auch tatsächlich. Martin Luther (1483 - 1546). 8 „Die Menschen wollen durchaus frei sein, sich gegenseitig zugrunde zu richten.“ Im Projektteam oder in der Unternehmensumgebung kann es auch zu Streitigkeiten kommen. Dies muss nicht schlimm sein, es kann eine klärende Wirkung haben. Schlimm ist es aber, wenn der Streit in Feindseligkeit umschlägt. Schaffen Sie eine lösungsorientierte Atmosphäre in Ihrem Team, in der Sie dann auch beruhigt die Meinungsverschiedenheiten zulassen können, aber unterbinden Sie persönliche Angriffe! Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814). b. 9 „Etwa die gute Hälfte aller Fremdwörter kann man vermeiden; man solls auch tun.“ Grundsätzlich gilt es im betrieblichen Miteinander verständlich zu kommunizieren und eine leicht zugängliche Wortwahl zu wählen. Das Ziel von Botschaften, die ausgesendet werden, ist, dass die Empfänger ebendiese verstehen. Wählen Sie eine einfache, zielgerichtete Kommunikation und Sprache, denn nur so erreichen Sie die Inklusion aller. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). m. <?page no="20"?> 20 365 Impulse 10 „Es gibt Augenblicke im Theater, die gerade dadurch besonders fesselnd sind, daß der Schauspieler nicht spielt - ähnlich ist es im Leben in den Augenblicken schöpferischer Ruhe.“ Nicht jeder Moment im Projektverlauf muss sich durch Schritte nach vorne auszeichnen. Durch Innehalten und sich Sortieren ist dem Projekt manchmal mehr geholfen. Vermeiden Sie Aktionismus, gehen Sie den nächsten Schritt immer mit Bedacht. Seami Motokiyo (1363 - 1443). 11 „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.“ Das Wissen aller Beteiligten über das Vorhaben und über die Details in den meist komplexen Zusammenhängen steigt mit der Zeit. Damit kommen auch neue Hürden und Zielunsicherheiten auf. Führen Sie einen regelmäßigen Review über die Ziele und die erkannten Risiken des Projekts durch und passen Sie Ihre Pläne den Gegebenheiten an. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832). a. 12 „Wir sitzen mit unsern Gefühlen meistens zwischen zwei Stühlen.“ Der Projektmanager steht mitunter zwischen den Erwartungen der Geschäftsführung und denen des eigenen Teams oder auch zwischen den Erwartungen des Kunden und seiner Restriktionen bzgl. der Projektressourcen. Als Projektleiter sind Sie es, der zwischen den Erwartungen unterschiedlicher Stakeholder vermittelt. Achtung, dabei sind Sie nicht deren Prellbock, vielmehr sind Sie die Schnittstelle, der Diplomat und der Übersetzer zwischen den Parteien. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). w. <?page no="21"?> 365 Impulse 21 13 „Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.“ Egal, ob man die derzeitige Situation zu gut einschätzt oder ob man die Lösung der anstehenden Probleme nach dem Prinzip Hoffnung in eine unbestimmte Zukunft verschiebt, in beiden Fällen macht man einen Fehler. Schätzen Sie den Ist-Stand Ihres Projekts realistisch ein und erstellen Sie für die noch offenen Punkte konkrete Umsetzungspläne. Voltaire (1694 - 1778). 14 „Wer Entscheidungen nicht plant, sondern sich erst dann darum kümmert, wenn die Entscheidung fallen muß, der handelt zu spät.“ Ein Manager muss nicht nur Entscheidungen treffen, er muss auch wissen, dass und wann er Entscheidungen treffen muss. Handeln Sie geplant, seien Sie sich über die kritischen Entscheidungspunkte in Ihrem Projektverlauf bewusst und machen Sie diese auch für alle Beteiligten transparent. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 15 „Beziehungen zur Industrie sind sehr beliebt, drum hat man sie.“ Ein Projektleiter muss aufgrund seiner Position Beziehungen aufbauen und pflegen. Ein starker Projektleiter versteht es, Partnerschaften zu hegen und ein emphatischer Interaktionspartner zu sein. Vernetzen Sie sich und pflegen Sie langfristige Beziehungen und Partnerschaften. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). c. Kommunikation <?page no="22"?> 22 365 Impulse 16 „Der Mensch muß sich aber hüten, durch zu viel Arbeit seinen Leib zu töten.“ Wer arbeitet, braucht auch Erholung. Weder Sie selbst noch Ihr Team kann eine hohe Arbeitsleistung unbegrenzt aufrechterhalten. Sorgen Sie für einen angemessenen Rhythmus in der Arbeit und ermutigen Sie sich selbst und Ihr Team zu angemessenen Pausen. Hildegard von Bingen (1098 - 1179). 17 „Der Weg, den du einschlägst, hängt in erster Linie davon ab, wohin du gehen willst.“ Eine sinnvolle Vorgehensweise im Projekt kann erst dann festgelegt werden, wenn das Ziel des Projekts zumindest im Grundsatz klar ist. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten das gleiche Verständnis von dem Ziel des Projekts haben. Mark Twain (1832 - 1898). 18 „Das, worum mir manchmal so bange ist, ist die Wirkung meiner Arbeit. Hat sie eine? “ Nicht immer ist die Projektleiter-Tätigkeit direkt sichtbar, aber ganz gewiss, gute Führungsarbeit wirkt. Ein guter Projektmanager sucht nicht das Rampenlicht für seine Werke, sondern er erfreut sich daran, den Weg für den Leistungsfortschritt seines Projekts im Stillen bereitet zu haben. Auch wenn das, was Sie tun, mitunter im Schatten verborgen bleibt, so strahlt der Erfolg des Projekts doch auf Sie zurück. Tun Sie das, was nötig ist, ob mit oder ohne Publikum. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). d. Planung Kommunikation <?page no="23"?> 365 Impulse 23 19 „Wer zwei Dinge auf einmal tut, Die geraten selten gut.“ Auch in der Hektik des Arbeitsalltags werden die Dinge nicht dadurch besser, dass man alles auf einmal zu erledigen versucht. Konzentrieren Sie Ihre Gedanken immer auf genau eine Fragestellung. Es ist besser, eine Sache richtig, als mehrere gleichzeitig, aber jeweils nur halb zu erledigen. Freidank (Vrîdanc, Vrîgedanc) (um 1170 - um 1233). 20 „Die Kunst ist ewig, ihre Formen wandeln sich.“ In gewisser Weise ist Projektmanagement eine Kunst. Es ist die Kunst, die vielen möglichen Methoden und Vorgehensweisen auf immer neue Projektsituationen anzuwenden. Lernen Sie nicht nur die Vorgehensweisen und Werkzeuge des Projektmanagements kennen, sondern üben Sie sich in der Kunst der situativen und immer neuen Zusammenstellung derselben. Rudolf Steiner (1861 - 1925). 21 „Die Gelegenheit grüßet dich und reichet dir die Haar, als sollte sie sagen: Siehe, da hast du mich, ergreife mich! “ Gelegenheiten bieten sich jeden Tag. Zu erkennen, wie diese bestmöglich ergriffen werden können ist das Eine, diese dann jedoch tatsächlich auch zu ergreifen das Andere. Seien Sie wachsam, wann sich Ihnen welche Gelegenheit bietet. Erkennen Sie diese und nutzen Sie die Gelegenheit, denn sie ist meist von kurzer Verweilzeit. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="24"?> 24 365 Impulse 22 „Stärke entspringt nicht physischer Kraft, sondern einem unbeugsamen Willen.“ Willensstärke und Durchsetzungskraft sind Eigenschaften, ohne die es im Management kaum möglich ist zu bestehen. Dabei ist die Willensstärke in der Zielerreichung von der Sturheit der Durchsetzung des eigenen Weges zu trennen. Gehen Sie im Projekt mit starkem Willen voran, Willensstärke ist eine bedeutsame Machtquelle. Bleiben Sie allerdings auch offen für andere Wege zum Ziel. Mahatma Gandhi (1869-1948). 23 „Das Vertrauen wird kommen, Hat jeder nur erst seine Sicherheit.“ Menschen streben nach Sicherheit, und auch innerhalb von Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter Geborgenheit und eine sichere Umgebung. Vertrauen wächst in genau solch einem Umfeld. Schaffen Sie innerhalb Ihres Projekts zuerst verlässliche Strukturen und Sicherheit in Aufgabe, Position und Wahrnehmung des Einzelnen. Erst dann ist die Basis für das Entstehen eines vertrauensvollen Miteinanders gegeben. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). f. 24 „Aber die wirklich Vornehmen, die gehorchen: Nicht einem Machthaber. Sondern dem Gefühl ihrer Pflicht.“ Das eigene Bauchgefühl und das eigene Gewissen sind meist die weisesten Berater. Deren Botschaft zu erkennen ist das eine, unerschrocken danach zu handeln ist das andere. Wenn Sie glauben etwas tun zu müssen, von dem Sie überzeugt sind. dass es richtig, aber eben nicht gewünscht ist, dann tun Sie das Richtige. Theodor Fontane (1819 - 1898). <?page no="25"?> 365 Impulse 25 25 „Wer bekommt was er mag, ist erfolgreich. Wer mag, was er bekommt, ist glücklich.“ Natürlich geht es im Projektmanagement auch um Erfolg im Allgemeinen und um den Projekterfolg im Speziellen. Doch um diesen zu erreichen hat man in der Regel nur bestimmte Ressourcen zur Verfügung. Nehmen Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden Projektressourcen an und machen Sie das Beste daraus. Oft steckt in Mensch, Maschine und Material mehr, als es auf den ersten Blick scheint; dieses Potenzial zu heben ist Ihre Aufgabe. Martin Luther (1483 - 1546). 26 „Gemeinsamkeiten machen eine Beziehung angenehm, interessant wird sie jedoch erst durch die kleinen Verschiedenheiten.“ Gerade ein Projektteam sollte sich aus unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammensetzen. Erst durch die Unterschiede kommt es zu verschiedenen Sichtweisen, was in Folge die Lösung schwieriger Fragen erlaubt. Achten Sie bei der Teamzusammensetzung nicht nur auf die fachliche Kompetenz der Einzelnen, sondern auch auf eine gesunde Durchmischung verschiedener Persönlichkeitstypen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 27 „Nicht auf jeden Fuß passt derselbe Schuh.“ Projekte sind, so sagt es die Definition, einmalig. Und somit hat auch jedes einzelne Projekt seine ganz spezifischen Eigenheiten, die es zu berücksichtigen gilt. Die Lösungen, die Sie in Ihrem letzten Projekt erfolgreich eingesetzt haben, greifen in diesem Projekt vielleicht nicht. Denken Sie sich in jede Situation völlig neu ein. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="26"?> 26 365 Impulse 28 „Eine Krise ist jener ungewisse Zustand, in dem sich etwas entscheiden soll: Tod oder Leben - Ja oder Nein.“ Krisen gehören zu Projekten dazu. Glücklicherweise geht es dabei meist nicht um Leben und Tod, sondern um die Erarbeitung einer Lösung für die Überwindung der Krise. Akzeptieren Sie Krisen in Ihrem Projekt. Lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern erarbeiten Sie gemeinsam Lösungen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). l. 29 „Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.“ Fleiß ist die Folge konstruktiv und zielgerichtet eingesetzter Selbstdisziplin. Begeisterung macht die Selbstdisziplin obsolet, denn Begeisterung macht die Tat und den Tatendrang zum Bedürfnis. Lassen Sie sich begeistern und wecken Sie Begeisterung für Ihr Projekt, und Sie werden vom Antreiber zum Steuermann. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). g. 30 „Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele desjenigen, der sie betrachtet.“ Nicht die Dinge und Zeiten an sich sind schön, sie können nur, ganz individuell betrachtet, als schön empfunden werden. Betrachten Sie die Welt und suchen Sie darin das, was Sie als schön und zufriedenstellend empfinden. David Hume (1711 - 1776). <?page no="27"?> 365 Impulse 27 31 „Ein fauler und ein fleißiger Mensch können nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den fleißigen gar zu sehr.“ Die Einordnung in fleißig und faul mag etwas antiquiert klingen, jedoch unterscheiden sich Menschen in ihrer Motivation für die Arbeit. Manche Menschen sind eher von innen heraus, also intrinsisch motiviert. Ein rein extrinsisch motivierter Mensch kann das nicht nachvollziehen. In Ihrem Team benötigen Sie motivierte Mitarbeiter. Ob diese fleißig sein müssen, kommt auf die jeweilige Rolle im Team an, aber eine intrinsische Motivation Ihrer Teammitglieder wäre auf jeden Fall von Vorteil. Achten Sie darauf. Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916). a. 32 „Ein bisschen Wissen ist eine gefährliche Sache.“ Ohne Kenntnisse über die Sachlage trifft man keine Entscheidungen. Mit voller Kenntnis der Sachlage kann man seine Entscheidung wohlüberlegt treffen. Mit einem Halbwissen aber kommt es leicht zu falschen Entscheidungen. Stellen Sie sicher, dass Sie die Sachlage vollumfänglich verstehen. Wenn möglich, halten Sie Ihre Entscheidungen zurück, bis Sie alle Details vorliegen haben. Wenn nicht möglich, seien Sie sich bewusst, dass Sie eine Risikoentscheidung treffen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 33 „Wer an's Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen.“ Die technische Lösung ist schneller, aber nicht immer besser. Wenn es darauf ankommt, Dinge von Grund auf zu verstehen, sollte man selbst analysieren, rechnen, schreiben, denken und verstehen, und es nicht nur anderen Systemen überlassen. Wenden Sie jegliche Methoden selbst an, bis Sie deren Grundprinzipien erfasst und ein Gefühl für die Richtigkeit einer Lösung entwickelt haben. Nur so werden Sie nicht zum Sklaven, sondern zum Kontrolleur der digitalen Lösung. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). <?page no="28"?> 28 365 Impulse 34 „Man soll nichts tun, was einem nicht gemäß ist.“ Gerade als Führungskraft ist es wichtig, authentisch, verlässlich und integer zu sein. Dazu gehört, seine eigenen Werte zu vertreten und sich weder zu verbiegen noch sich verbiegen zu lassen. Sind Sie von etwas, was Sie tun sollen, nicht überzeugt, so tun Sie es nicht. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ad. 35 „Die Welt ist voll alltäglicher Wunder.“ Auch innerhalb von Projekten kommen immer wieder Wunder vor. Manche Probleme erledigen sich von allein und mitunter bekommt man Unterstützung, mit der man nicht gerechnet hat. Bei allem Antrieb: auch Ruhe und Gelassenheit sind Erfolgsfaktoren von Projekten. Bei allen Herausforderungen, die anstehen, bleiben Sie ruhig und gelassen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Wunder geschehen, aber wenn Wunder geschehen, erkennen und wertschätzen Sie diese. Martin Luther (1483 - 1546). 36 „Der wesentliche Kern der Schaffenskraft ist, den Mißerfolg nicht zu fürchten.“ Die Möglichkeit zu scheitern ist unweigerlich mit dem Tun an sich verbunden. Wer tut, kann scheitern. Wer nichts tut, ist schon gescheitert. Denken Sie zuerst, aber handeln Sie dann auch! Die Möglichkeit des Misserfolgs macht dem Erfolg erst möglich. Isaac Newton (1643 - 1727). Emotionen <?page no="29"?> 365 Impulse 29 37 „Er [der Irrtum] ist nicht Mangel an Geist, sondern verkehrter Geist. Daher der Irrtum höchst geistreich, und doch Irrtum sein kann.“ Nicht immer sind überzeugend vorgetragene Argumente auch richtig. Lassen Sie sich nicht von gut klingenden Worten verführen. Achten Sie auf die Details und prüfen Sie die Zusammenhänge! Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775 - 1854). c. 38 „Wir sind immer auf dem Wege und müssen verlassen, was wir kennen und haben, und suchen, was wir noch nicht kennen und haben.“ Die erfolgreiche Bewältigung von Projekten erfordert immer wieder das Beschreiten neuer Wege und das Entwickeln neuer Lösungswege. Das so erzielte Projektergebnis leistet in diesem Sinne einen - wenn auch überschaubaren - Beitrag zur Weiterentwicklung der Menschheit. Sie können keinen neuen Weg einfach beschreiten, vielmehr müssen Sie sich als Projektleiter diesen neuen Weg freischlagen, ihn ebnen und begehbar gestalten. Martin Luther (1483 - 1546). 39 „Für einen mit Gold beladenen Esel gehen die Tore jeder Stadt auf.“ Jeder Mensch hat ein individuelles Anreizsystem. Diese Anreize können von Mensch zu Mensch verschieden sowie intrinsischer und / oder extrinsischer Natur sein. Nutzen Sie als Projektleiter geschickt Ihre Möglichkeiten und geben Sie individuell passende Anreize! Achtung: Versprechen Sie nichts, was Sie nicht auch zu halten im Stande sind! Philipp II. von Makedonien (382 - 336 v. Chr.). <?page no="30"?> 30 365 Impulse 40 „Es ist nichts widerwärtiger als ein Dummkopf, der Glück hat.“ Da strengt man sich an und denkt tiefsinnig über alles nach, nur um einen anderen Menschen zu sehen, der ohne Ahnung von der Sache und ohne eigenes Nachdenken wie aus dem Nichts heraus plötzlich großen Erfolg hat. Vergessen Sie Ihren Ärger über andere, kümmern Sie sich um sich selbst und Ihren eigenen Lebensweg. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 41 „Wenige Menschen können lange denken, ohne die Vorstellungen zu verwirren und zu verwechseln, und diese Schwäche hat ihre verschiedenen Grade.“ Das wirklich klare und stringente Denken ist nicht jedem gegeben. Zum Teil scheint es angeboren zu sein, zum anderen Teil kann es auch durch Übung gestärkt werden. Achten Sie auf die Folgerichtigkeit Ihrer Gedanken und führen Sie ein regelmäßiges Sparring mit Ihrem Team, so dass alle Beteiligten sich selbst und sich gegenseitig hinterfragen können. David Hume (1711 - 1776). b. 42 „Die Zeit heilt alle Wunden.“ Leben und Arbeitsleben bestehen nicht nur aus Erfolgen und einem ständigen gefeiert werden. Misserfolge und Angriffe schlagen Wunden, die erst mit der Zeit wieder heilen. Geben Sie sich die Zeit und die Muße, Ihre Erlebnisse zu verarbeiten und Ihre Wunden heilen zu lassen. Voltaire (1694 - 1778). a. <?page no="31"?> 365 Impulse 31 43 „Man gewinnt immer, wenn man erfährt, was andere von uns denken.“ Feedback geben und Feedback nehmen gehören zu der hohen Kunst des Managers und Teamleiters. Nur durch den professionellen Umgang mit Feedback ist ein gemeinsames Wachsen im Team möglich. Machen Sie sich mit den Feedbackregeln vertraut, so dass Sie Ihr Feedback professionell geben und das Feedback der anderen professionell entgegennehmen können. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832). c. 44 „Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.“ Es liegt in der Natur der Sache, dass man es nicht immer allen recht machen kann. Um auf dem Weg trotzdem nicht zu schlingern, hilft die eigene Sicherheit im Thema und im Vorgehen, die als Richtschnur in Zweifelsfällen dienen kann. Erarbeiten Sie sich Ihr eigenes Verständnis der Zusammenhänge, so dass Sie inmitten der Vielfalt der Anforderungen sichere Entscheidungen zum Wohle der Sache und letztendlich im Sinne aller treffen können. Christian Morgenstern (1871 - 1914). 45 „Anstrengungen machen gesund und stark.“ Anstrengung und Training führen in der Regel zu einem höheren Leistungsvermögen. Allerdings nur so lange, wie die Belastungsgrenze nicht dauerhaft überschritten wird. Trainieren Sie Ihre Fähigkeiten und scheuen Sie nicht die Anstrengung. Erkennen Sie aber auch Ihre Belastungsgrenzen und überschreiten Sie diese, wenn überhaupt, nur kurzfristig. Martin Luther (1483 - 1546). a. Planung <?page no="32"?> 32 365 Impulse 46 „Heiterkeit entlastet das Herz.“ Fröhlichkeit steckt an. Es ist angenehmer, einem heiteren Menschen als einem Griesgram zu begegnen. Lachen und Lächeln entspannt und führt bewiesenermaßen zu Stressabbau. Drum seien Sie heiter und freundlich, aber nicht kindisch und albern! Hippokrates von Kos (460 - etwa 377 v. Chr.). a. 47 „Nicht nach Fülle des Wissens soll man streben, sondern nach Fülle des Verstandes.“ Wissen heißt Information zu speichern und zu verknüpfen. Verstehen heißt aber einerseits den Ursprung dieses Wissens nachvollziehen zu können und andererseits auf Basis dieses Wissens abgeleitete weitere Vorgehensweisen etablieren zu können. Verstehen Sie also zuerst, denn erst dann sind Sie in der Lage zu planen und zu entscheiden! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). b. 48 „Ein kleiner Irrtum am Anfang wird am Ende ein großer.“ Gerade in den Phasen der Initiierung und Planung eines Neuprojekts benötigt dieses den vollen Fokus und die Zeit des Projektleiters. Bestehende Unklarheiten / Fehler aus diesen Phasen können unkontrollierte Auswirkungen in den weiteren Projektphasen haben. Wehren Sie sich als Projektleiter gegen eine Neuprojektübernahme, solange Ihr Altprojekt nicht abgeschlossen ist! Ein Neuprojekt erfordert Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Aristoteles (384 v. Chr. - 322 v. Chr.). <?page no="33"?> 365 Impulse 33 49 „Die Energie kann als Ursache für alle Veränderungen in der Welt angesehen werden.“ Jedes Projekt strebt eine Veränderung an, sei es eine technische Innovation, eine organisatorische Veränderung, eine neue Marktstrategie, eine soziale Neuerung oder anderes. All dies ist nur mit viel Energie in Form von Ressourcen zu erreichen. Schätzen Sie Ihren Ressourcenbedarf realistisch ein und beziehen Sie dabei alle notwendigen Aufwände mit ein. Vermeiden Sie den „eh-da-Fehler“; benötigte Ressourcen sind nie „eh da“, sie müssen immer zur Verfügung gestellt werden. Werner Heisenberg (1901 - 1976). 50 „Der unklare Sprachgebrauch führt über eine Rechtsverunsicherung zum Chaos.“ Menschen reden häufig aneinander vorbei. Im besten Fall erkennen es die Beteiligten im Gespräch und klären auf, was gemeint ist. Im schlimmsten Fall jedoch führt die Fehlkommunikation zu einem Desaster. Drücken Sie sich immer klar und präzise aus. Nur durch die korrekte Verwendung der Sprache kann man die Genauigkeit sicherstellen, die im Projektgeschehen notwendig ist. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 51 „Das Schicksal kommt, wenn's niemand merkt.“ Gerade wenn man meint, an alles gedacht zu haben, kommt das Unerwartete daher. Glauben Sie nie, den perfekten Plan zusammengestellt zu haben. Erwarten Sie immer Überraschungen und akzeptieren Sie es als Ihre Aufgabe, damit umzugehen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="34"?> 34 365 Impulse 52 „Organisieren ist, wenn einer aufschreibt, was andere arbeiten.“ Nicht jeder erkennt den Wert von Organisation, Steuerung und Management. Wichtig ist allerdings auch das vernünftige Verhältnis von steuerndem zu wertschöpfendem Personal. Organisieren, steuern und managen Sie nicht aufgrund Ihrer Position, sondern nur wenn es erforderlich ist und zu einer Verbesserung der Abläufe beiträgt. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). y. 53 „Du weißt, wie wohl einem bei Menschen ist, denen die Freiheit des anderen heilig ist.“ Es geht nicht darum, anderen Freiheiten zu gewähren. Freiheit wird nicht gewährt. Die Freiheit des Einzelnen ist ein Grundmaxime, ja eine innere Geisteshaltung. Bewahren Sie sich ein freiheitliches Weltbild und tragen Sie dieses in Ihre Arbeitsumgebung. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). a. 54 „Ich habe oft mein Reden, aber nie mein Schweigen bereut.“ Wenn etwas gesagt ist, ist es gesagt, es gibt kein Zurück mehr. Wenn etwas noch nicht gesagt ist, kann man dies nachholen. Seien Sie vorsichtig mit Ihren Äußerungen. Oft müssen Sie sich positionieren, selten jedoch sofort. Nehmen Sie sich die Zeit, nachzudenken. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="35"?> 365 Impulse 35 Projektkontext 55 „Wo alle hassen, da muß man prüfen; wo alle lieben, da muß man prüfen.“ Die Menge entwickelt ihre eigene Dynamik. Als Projektmanager ist es wichtig, die Dinge unabhängig von der Menge zu prüfen und zu einer eigenständigen Meinung zu kommen. Lassen Sie sich nicht von der Meinung der Massen beeinflussen. Prüfen und denken Sie selbstständig, bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 56 „Wenn einer nichts hat: Bedenken hat er.“ Bedenken sind grundsätzlich nichts Schlechtes, denn sie lassen uns Entscheidungen mitunter besser abwägen. Bedenklich werden Bedenken, wenn sie uns fortwährend daran hindern, ins Handeln und Tun zu kommen. Bedenken Sie als Manager und als Mensch Ihre Entscheidungen und Ihr Tun. Lassen Sie sich aber nicht von Ihren oder den Bedenken anderer lähmen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). u. 57 „Die Güter sind nicht dein; du bist allein ein Schaffner darüber gesetzt, und daß du sie austeilest denen, so es bedürfen.“ Ebenso verhält es sich mit den Ressourcen in einem Projekt. Es gilt diese dort zur Verfügung zu stellen, wo sie benötigt werden und der effizienten Erfüllung des Zwecks am besten dienen. Nutzen Sie die Ressourcen Ihres Projekts effizient. Die zielführende Allokation von Ressourcen ist keine einmalig, sondern eine kontinuierliche Aufgabe. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="36"?> 36 365 Impulse Situationseinschätzung Rationalität Kommunikation Führung Teamumgang Erfolg Umsetzungsstärke Rationalität 58 „Optimismus: die Torheit zu behaupten, daß alles gut sei, wenn es schlecht ist.“ Auch wenn Optimismus durchaus notwendig ist, so ist die Grenzlinie zur Schönfärberei nicht weit. Und letztere kann leicht zu falschen Schlussfolgerungen führen. Betrachten Sie die Situation realistisch und benennen Sie Probleme auch als solche! Voltaire (1694 - 1778). 59 „Besser ein Diamant mit einem Fehler als ein Kieselstein ohne.“ Je brillanter die Teammitglieder sind, umso besser können die Herausforderungen eines Projekts bewältigt werden. Holen Sie sich exzellente Leute in Ihr Team, auch wenn diese kleinere Fehler aufweisen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 60 „Für die Lebensführung brauchen wir Vernunft oder Zügel.“ Auch die Projektführung erfordert Vernunft. Überambitionierte Heißsporne, die unvernünftig agieren, wird entweder der Kunde oder das eigene Management irgendwann einbremsen, es sei denn, sie sind erfolgreich. Seien Sie ein ambitionierter, aber auch ein vernünftiger Projektleiter! Diogenes von Sinope (um 400 - 323 v. Chr.). <?page no="37"?> 365 Impulse 37 Werte Moral Fähigkeiten Führung Selbstkompetenz Teamumgang Kundenumgang 61 „Eine Lüge ist wie ein Schneeball: je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.“ Lügen sind nicht nur moralisch verwerflich, sondern sie binden ganz nüchtern betrachtet auch Ressourcen. Denn um eine Lüge aufrecht zu erhalten, bedarf es meist weiterer Lügen. Diese Gewebe der Unwahrheit führt automatisch zur Ineffizienz. Ihre Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit haben mitunter kurzfristig ihren Preis, aber langfristig überwiegt deren Wert. Martin Luther (1483 - 1546). 62 „Es ist die Macht, die verliehen wird, um Macht auszuüben.“ Macht kann hierarchisch legitimiert verliehen werden. Doch auch eine hohe persönliche Autorität und Integrität, ausgewiesenes Expertentum, ein funktionierendes Netzwerk sowie Charisma und Sympathie verleihen Macht. Üben Sie Ihre Macht nicht rein auf Grundlage der Legitimation anderer aus. Erarbeiten Sie sich selbst - auf Bases Ihre Fähigkeiten und Ihres Verhaltens - eine Machtposition. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). g. 63 „Bewahre dir vor allem deine Selbstachtung! “ Ein Projektleiter ohne Selbstachtung kann auch kein achtsamer Projektleiter sein. Wer nicht in der Lage ist, auf sich selbst zu achten, der achtet auch seine Mitmenschen nicht. Selbstachtung heißt nicht arrogant oder selbstverliebt zu sein, sondern vielmehr sich selbst wertzuschätzen und auf seine eigene Stärke zu vertrauen. Seien Sie also achtsam sich selbst und anderen gegenüber! Pythagoras von Samos (570 - 500 v. Chr.). <?page no="38"?> 38 365 Impulse Fähigkeiten Planung Umsetzungsstärke Kundenumgang Moral Konflikt Situationseinschätzung 64 „Tue nichts, was du nicht verstehst.“ Verständnis eines Projektmanagers ist nicht nur auf sozialer, sondern gleichwohl auch auf inhaltlicher Ebene elementar. Tun Sie, wovon Sie überzeugt sind, dass es getan werden muss! Kommen Sie erst ins Tun, nachdem Sie Inhalt, Sinn und Zweck Ihres Tuns geprüft, verstanden und für notwendig erachtet haben! Pythagoras von Samos (570 - 500 v. Chr.). 65 „Böses Gewerbe bringt bösen Lohn.“ Natürlich gibt es innerhalb von Projekten immer wieder Möglichkeiten, Zwangslagen anderer zum eigenen Vorteil auszunutzen, bspw. erforderliche Kundenänderungen, die diesem zu einem Wucherpreis in Rechnung gestellt werden. Der operative Nutzen ist dabei jedoch im Vergleich zum strategischen Schaden meist sehr klein. Bewahren Sie Fairness im Umgang mit Ihren Stakeholdern. Unlauteres Verhalten wird Ihnen auch langfristig oft nicht verziehen. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). f. 66 „Der Zweck der Aufstände aber ist Gewinn und Ehre oder ihr Gegenteil.“ Auseinandersetzungen gehören im Projektgeschäft immer wieder zum Alltag. Mitunter treten allerdings auch Situationen auf, welche einen Aufstand oder auch einen (kommunikativen) Kampf erfordern oder zumindest zu erfordern scheinen. Prüfen Sie vor dem „Kampf “ die Auswirkungen dessen und wägen Sie Chancen und Risiken bestmöglich ab. Seien Sie ein Projektleiter, der für sein Projekt brennt, aber mit kühlem Kopf führt. Aristoteles (384 v. Chr. - 322 v. Chr.). <?page no="39"?> 365 Impulse 39 Kommunikation Umsetzungsstärke Zielfokussierung Führung Teamumgang Erfolg 67 „Der Standpunkt macht es nicht, sondern die Art, wie man ihn vertritt.“ Gegenteiliger Auffassung und Meinung zu sein, ist völlig legitim. Wichtig ist, dass man diese angemessen begründen, erläutern und darlegen kann. Vertreten Sie Ihren Standpunkt professionell und untermauern Sie diesen mit Argumenten. Hören Sie allerdings auch die Argumente und Beweggründe der Gegenseite an. Theodor Fontane (1819 - 1898). 68 „Wer etwas will anfangen, der mag es beizeiten tun.“ Große Fantasien und anspruchsvolle Absichten haben viele, doch sterben diese bei den meisten Menschen an der Schwelle zwischen den Gedanken und der Ausführung. Wenn Sie etwas umsetzen wollen, dann beginnen Sie damit. Lass Sie sich nicht von der Komplexität des Gesamten abhalten, sondern konzentrieren Sie sich zunächst auf die ersten Schritte. Martin Luther (1483 - 1546). 69 „Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft und in der Gemeinschaft lebet der Einzelseele Kraft.“ Kein Projekt kann von einem Einzelnen, und sei er noch so gut, bewältigt werden. Aber ohne jeden Einzelnen ist das Team nichts. Es braucht das Wechselspiel zwischen den Einzelnen und dem Team als Ganzem. Achten Sie darauf, dass jedes Ihrer Teammitglieder seinen Beitrag einbringen kann und dass gleichzeitig das Team in Gemeinschaft wirkt und die Aufgaben bewältigt. Rudolf Steiner (1861 - 1925). . <?page no="40"?> 40 365 Impulse Selbstkompetenz Menschenkenntnis Führung Werte Teamumgang Wissen Situationseinschätzung Kommunikation 70 „Arbeite an deinem Innern. Da ist die Quelle des Guten, eine unversiegbare Quelle, wenn du nur immer nachgräbst.“ In der heutigen Welt ist man getrieben von den Dingen im Äußeren, wo ein jeder Mensch die größten Schätze doch eher in seinem eigenen Innern entdecken kann. Befassen Sie sich mit Ihrem eigenen Seelenleben. Nicht ständig und andauernd, aber immer mal wieder. Marc Aurel (121 - 180). a. 71 „An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.“ Anerkennung findet ein Teamleiter durch das, was er darstellt, durch Charakter und Persönlichkeit. Und so ist auch der Begriff der Führungspersönlichkeit dem der Führungskraft vorzuziehen. Wirken Sie nicht kraft Ihres Amtes, sondern durch Ihre Persönlichkeit. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 72 „Wie selbst ein Messer aus härtestem Stahl des Schleifsteins bedarf, so braucht auch der Klügste manchmal Rat.“ Rat einzuholen, schärft die eigene Sicht auf die Dinge, verbessert die eigenen Fähigkeiten zur Entscheidungsfindung. Als Manager sollten Sie ein gutes Überblickswissen haben, aber Sie wissen nicht alles. Holen Sie sich Rat ein, wo immer Sie ihn brauchen. Die Umsetzungsentscheidung bleibt trotzdem bei Ihnen. Zoroaster / Zarathustra (7./ 6. Jhdt. v. Chr.). <?page no="41"?> 365 Impulse 41 Kommunikation Teamumgang Kundenumgang Situationseinschätzung Projektkontext Fähigkeiten Wissen Umsetzungsstärke 73 „Das schönste Haus ist das, welches jedermann offen steht.“ Projektmanager sind der Kopf und der Ruhepol des Projektgeschehens. Eine offene Tür und ein offenes Ohr für alle sind wichtig. Heißen Sie alle willkommen, die zu Ihnen kommen, und pflegen Sie den Kontakt. Tausendundeine Nacht (~ 8. - 10. Jh.). 74 „Die Macht der Gewohnheit ist wahrlich stark.“ Arbeitsprozesse stabil zu halten, kann in einem Unternehmen durchaus Vorteile haben. Müssen diese dann aber geändert werden, erfordert es einen Kraftaufwand. Gerade in organisatorischen Veränderungsprojekten ist dies spürbar. Als Projektmanager in Change-Situationen haben Sie es nicht nur mit Sachfragen zu tun. Setzen Sie sich mit der Psyche des Menschen auseinander, nur so können Sie mit Widerständen umgehen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). 75 „Das Entscheidende am Wissen ist, daß man es beherzigt und anwendet.“ Wissen nur anzuhäufen, ohne es anzuwenden nutzt meist nicht viel. Sie müssen nicht alles wissen, aber das, was Sie sicher wissen, sollten Sie auch mit Gewinn für die Sache einsetzen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) zugeschrieben. <?page no="42"?> 42 365 Impulse Planung Rationalität Situationseinschätzung Entscheidungsstärke Zielfokussierung Selbstkompetenz Rationalität 76 „Nicht die Größe der Aufgabe entscheidet, sondern das Wie, mit dem wir die kleinste zu lösen verstehen.“ Egal wie groß die Aufgabe ist, die es zu lösen gilt, entscheidend sind die Schritte, die zur Lösung führen und letztendlich auch gegangen werden. Zerlegen Sie die Gesamtaufgabe in ihre Bestandteile bzw. Erfordernisse. Analysieren Sie diese und definieren Sie die ersten Schritte. Theodor Fontane (1819 - 1898). 77 „Schade, schade, zu spät! “ Mitunter ergeben sich in Projekten Möglichkeiten, Chancen und Gelegenheiten, welche es kurzfristig zu ergreifen gilt, bevor sich die Umstände wieder ändern. Erkennen Sie günstige Umstände, Chancen und Gelegenheiten in Ihren Projekten. Seien Sie bereit, auch kurzfristig zu entscheiden und einen bis dato ungeplanten Gleiswechsel vorzunehmen. Erkennen Sie, wenn Sie an einer Weiche stehen, die eine Richtung offeriert, welche Sie schneller zum Ziel bringt. Ludwig van Beethoven (1770 - 1827). 78 „Kein Mensch dreht die Zeit zurück …“ Die Vergangenheit gilt es zu akzeptieren und aus ihr zu lernen. Der Weise investiert allerdings seine eigene Kraft der Gegenwart in die Erbauung einer besseren Zukunft! Sinnen Sie nicht dem Vergangenen hinterher, sondern gestalten Sie durch Ihr Tun in der Gegenwart die Zukunft. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). a. <?page no="43"?> 365 Impulse 43 Zielfokussierung Umsetzungsstärke Zielfokussierung Teamumgang Führung 79 „Kümmere dich nicht um ungelegte Eier! “ Im Projektalltag gilt es, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und die vorhandenen Ressourcen so zielgerichtet wie möglich einzusetzen. Eventualitäten gilt es zwar grundsätzlich, gerade im Zuge des Risikomanagements, zu berücksichtigen, aber prioritär ist die Erfüllung des Leistungsfortschritts. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Ihr Fixstern ist die Erfüllung des Projektziels. Martin Luther (1483 - 1546). 80 „Nützen muß man den Augenblick, der einmal nur sich bietet.“ Wer den Augenblick verstreichen lässt, an dem zieht das Leben vorbei. Denn unser Leben besteht aus kumulierten Augenblicken. Legen Sie los. Erkennen Sie günstige Gelegenheiten und vergegenwärtigen Sie sich den Wert des Augenblicks. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). c. 81 „Der Weg ist das Ziel.“ Im Projekt steht das zu erreichende Ziel scheinbar über allem. Aber ist das richtig? Tatsächlich geht es immer auch darum, das Umfeld, das Team und letztendlich auch sich selbst auf dem Weg zum Ziel zu verändern und zu prägen. Als Projektmanager sind Sie für die Ereignisse auf dem Weg zum Ziel verantwortlich. Behalten Sie das Ziel im Auge, aber nutzen Sie auf dem Weg dorthin alle Möglichkeiten, Gutes zu bewirken. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="44"?> 44 365 Impulse Situationseinschätzung Selbstkompetenz Planung Rationalität Selbstkompetenz Situationseinschätzung Projektkontext 82 „Eine schlechte Handlung quält uns nicht in dem Augenblick, wo wir sie begehen, sondern viel später, wenn wir uns ihrer erinnern.“ Viele Entscheidungen erscheinen in dem Moment, zu dem man sie trifft, vollständig begründet und sinnvoll. Erst später erkennt man im Rückblick die Problematik der eigenen Entscheidungen. Versuchen Sie, bevor Sie Ihre Entscheidung finalisieren, die späteren Konsequenzen zu antizipieren, aber seien Sie sich auch bewusst, dass dies immer nur bedingt gelingen kann. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 83 „Notwendigerweise sind die kleinsten Dinge die Anfänge der größten.“ Ein Haus baut man von unten nach oben, das Projektziel erreicht man Stück für Stück. Und so wie der Grundstein des Hauses sehr klein ist im Vergleich zu diesem, so sind auch die ersten Planungen im Projekt klein im Vergleich zum Endergebnis. Versuchen Sie nicht, den fünften Schritt vor dem ersten zu ma-chen. Eine ordentliche Fundierung gehört zu jedem Projektanfang. Und diese sicherzustellen gehört auch zu Ihren Aufgaben. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). b. 84 „Glücklich ist derjenige, dessen Lebensumstände seinem Temperament angepasst sind; höher noch aber steht der, welcher sein Temperament allen Lebensumständen anzupassen vermag.“ Gerade im Projektmanagement ist man immer wieder mit völlig neuen Situationen konfrontiert. Dabei gilt es, einerseits die bisherige Erfahrung einzubringen, und andererseits sich auf das Abenteuer einzulassen und immer neue Wege zu finden. Wieviel Erfahrung Sie auch haben mögen, bleiben Sie flexibel, offen für neue Ideen und anpassungsfähig an die immer neuen Umstände. David Hume (1711 - 1776). a. <?page no="45"?> 365 Impulse 45 Kommuniktion Kundenumgang Teamumgang Moral Situationseinschätzung Kundenumgang Teamumgang 85 „Manche Leute verstehen unter Verschwiegenheit, daß sie die ihnen anvertrauten Geheimnisse nur hinter vorgehaltener Hand weitererzählen.“ Verschwiegenheit ist die Basis eines Vertrauensverhältnisses. Kann man sich auf die tatsächliche Verschwiegenheit eines Menschen nicht verlassen, so sind keine enge Beziehung und kein intensiver Austausch über kritische Themen möglich. Zeigen Sie ein offenes Ohr im Umgang mit den Angelegenheiten Ihrer Kunden, Ihrer Kollegen und Ihrer Mitarbeiter, aber behalten Sie die Ihnen vertraulich mitgeteilten Informationen unbedingt für sich. Marc Aurel (121 - 180). 86 „Die Würde muss es sich gefallen lassen, dass sie manchmal am Bart gezupft wird.“ Sprechen wir von Würde, so sind zwei Perspektiven zu unterscheiden. Zum einen die selbstempfundene Würde eines Menschen und zum anderen die grundsätzlich jedem Menschen inne liegende Würde. Mitunter kommt es vor, dass andere Menschen uns - und wenn nur subjektiv empfunden nicht mit der Wertschätzung entgegentreten, die wir glauben dass uns zusteht. Sehen Sie über kleine Kränkungen innerhalb der ersten Perspektive hinweg, aber bestrafen Sie jede andere Grenzüberschreitung hart. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ai. 87 „Es ist ein schweres Unterfangen, jeden zufrieden zu stellen.“ Die Interessen aller Beteiligten zu erkennen und zufrieden zu stellen ist in allen Projekten ein hehres Ziel, das letztendlich immer nur unvollständig erreicht werden kann. Berücksichtigen Sie die Interessenslage aller Stakeholder, aber seien Sie sich auch der Grenzen der Möglichkeiten bewusst. Stakeholdermanagement bedeutet nicht, alle Wünsche zu erfüllen, sondern alle Interessengruppen klug zu managen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="46"?> 46 365 Impulse Menschenkenntnis Führung Zielfokussierung Umsetzungsstärke Fähigkeiten Zielfokusierung 88 „Aber man hat sich selbst, und wenige Einzelne, und es ist auch schön, in sich selbst und wenigen Einzelnen eine Welt zu finden.“ Innerhalb der Welt eines Projekts arbeiten ebenfalls wenige Personen auf das gleiche Ziel hin. Diese tiefgründige Interaktion von Wenigen, über einen längeren Zeitraum, lässt mitunter eine wohltuende Gemeinschaft entstehen, welche in ihrem eigenen Kosmos operiert. Lernen Sie die Einzelnen in Ihrem Projekt kennen, lassen Sie es zu, dass tiefgründige Beziehungen entstehen, und genießen Sie es, gemeinsam eine eigene Projektwelt zu gestalten. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). a. 89 „Wer eine Stunde versäumet, der versäumet wohl auch den ganzen Tag.“ Zeit ist zweifelsohne die kostbarste Ressource unseres Lebens. Gerade innerhalb von Projekten ist die Leistung entscheidend. Bekannterweise ist Leistung gleich Arbeit pro Zeit. Schaffen Sie ein Projektumfeld, dass eine hohe Leistung zulässt, und formen Sie ein Projektteam, welches eine hohe Leistung erbringt. Denken Sie dabei nicht kurzfristig, sondern optimieren Sie die Leistungserbringung über die gesamte Projektdauer. Martin Luther (1483 - 1546). 90 „Jede Gabe ist eine Aufgabe.“ Gaben sind Geschenke. Wer seine Gaben nicht auspackt und nutzt, verleugnet zuerst sich selbst und vernachlässigt danach die anderen, da er seine Fähigkeiten nicht zum Wohle der Gemeinschaft nutzt. Entdecken Sie die Gaben innerhalb Ihrer Projektgemeinschaft, ermutigen Sie zum Einsatz dieser individuellen Fähigkeiten und lösen Sie gemeinsam die Aufgaben auf dem Weg zum Ziel. Käthe Kollwitz (1867 - 1945). <?page no="47"?> 365 Impulse 47 Projektkontext Teamumgang Situationseinschätzung Moral Umsetzungsstärke Kommunikation Situationseinschätzung 91 „Personen, die nicht da waren, wissen immer alles am besten.“ Zur Projektbesprechung war zum wiederholten Male einer der Linienmanager nicht anwesend. Eine Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise wurde dennoch im Team erarbeitet und getroffen. Dieser Linienmanager reklamiert diese Entscheidung im Nachgang ohne Nennung relevanter inhaltlicher Argumente. Schaffen Sie transparente Beteiligungs- und Entscheidungsabläufe. Schützen Sie Ihr Projekt vor Störungen abseits dieser Abläufe. Theodor Fontane (1819 - 1898). 92 „Gebt den Leuten mehr Schlaf - und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind.“ Innerhalb von Projekten, die in der Regel eine nicht unerhebliche Laufzeit haben, gilt es den Krafteinsatz zu steuern, Ruhephasen bewusst zu nutzen, Ruhe zu gewähren und selbst Ruhe zu wahren. Ermöglichen Sie Ruhephasen für sich und Ihr Team. Die Leistungsfähigkeit eines erholten Projektteams wird Sie überraschen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ah. 93 „Was man sagen muß, darf man auch zweimal sagen.“ Es ist wichtig, klar zu kommunizieren. Dabei gilt es auch unbequeme Nachrichten oder Forderungen klar auszusprechen. Weiterhin ist auf die Häufigkeit der Botschaften und die Neuerungsfrequenz derselbigen zu achten. Verschleppen Sie keine Informationen, aber verwirren Sie Ihr Team auch nicht mit „ungelegten Eiern“, d.h. mit Informationen, die noch nicht spruchreif sind! Empedokles von Akragas (490 - 430 v. Chr.). a. <?page no="48"?> 48 365 Impulse Zielfokussierung Führung Erfolg Teamumgang Moral Eomotionen 94 „Falsche und heuchlerische Gesellen sind die, welche alles mit dem Mund und in Wirklichkeit nichts tun.“ Die Fleißigen bleiben dann fleißig, wenn sie einerseits erkennen, dass die Faulheit der Faulen nicht toleriert und anderseits die Strebsamkeit der Strebsamen nicht unentdeckt bleibt. Seien Sie achtsam, belohnen Sie Leistung und fordern Sie, wenn nötig, Leistung auch konsequent ein! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 95 „Der Ruf großer Männer beruht nicht allein auf großen Taten.“ (Teil-)Erfolge müssen erkannt und auch als solche kommuniziert werden. Mitunter gilt es, Projekterfolge sowohl intern beim Management als auch extern beim Kunden zu „verkaufen“. Heben Sie dabei die Teamleistung und nicht Ihre eigene Leistung hervor! Der Erfolg Ihres Teams fällt automatisch auf Sie zurück. Ludwig XIV (1638 - 1715). 96 „Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.“ Hoffnung treibt uns Menschen voran. Die Hoffnung auf das Bessere in der Zukunft gibt uns immer wieder die Kraft, in der Gegenwart Dinge zu tun, welche uns nicht (immer) erfüllen. Als Projektleiter ist es Teil Ihrer Position, Hoffnung zu haben, Hoffnung auszustrahlen, Hoffnung zu geben und Hoffnung zu schüren! Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.). <?page no="49"?> 365 Impulse 49 Menschenkenntnis Kommunikation Führung Situationseinschätzung Projektkontext Planung Führung Entscheidungsstärke Planung 97 „Man hat eher darauf zu achten, mit wem man esse und trinke, als was man esse und trinke.“ In Leitungsfunktionen gehört die Teilnahme an Geschäftsessen meistens mit zum Aufgabenspektrum. Obwohl das Essen selbst hierbei durchaus sehr gut sein kann, stellt es nicht den Grund für das abendliche Treffen dar. Seien Sie sich bewusst, dass bei einem Geschäftsessen jedes Wort zählt und Ihr persönliches Auftreten beobachtet wird. Verhalten Sie sich professionell und gehen Sie klug mit der Mischung aus Ernst und Lockerheit um. Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.). 98 „Cui bono - Wem nützt es? “ Überraschende Ereignisse und unvorhergesehene Richtungsänderungen im Geschehen haben meist eine Ursache. Auf der Suche nach dem Verursacher lohnt es sich, der Frage nachzugehen, wem die neue Richtung nützt. Schauen Sie sich das Geschehen um Sie herum gut an. Nur wenn Sie verstehen, wer an welchen Fäden zieht, können Sie Ihre eigenen Schritte erfolgreich planen. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 99 „Verzögerung birgt immer ein Risiko. Wenn du ein großes Projekt aufschiebst, wirst du es meistens zerstören.“ Projekte haben das Ziel, eine Änderung des Ist-Zustandes herbeizuführen. Lässt man die Zeit verstreichen, ohne das Projekt zu starten, passt mitunter nach einiger Zeit das angedachte Projekt nicht mehr. Wenn Sie als Manager die Entscheidung für ein Projekt getroffen haben, dann initiieren Sie es sofort, benennen Sie einen Projektmanager und schaffen Sie die Rand- und Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Vorgehen. Miguel de Cervantes Saavedra (1547 - 1616). <?page no="50"?> 50 365 Impulse Selbstkompetenz Menschenkenntnis Erfolg Führung Teamumgang Situationseinschätzung Planung Zielfokussierung 100 „Nichts blüht ewig.“ Glückliche Zeiten kommen und gehen, gute Kollegen kommen und gehen, Erfolge kommen und gehen. Genießen Sie die guten Zeiten, solange sie dauern. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 101 „Der wahre rechtschaffene Mann will, daß das Gute geschehe, durch wen es geschehe, das ist ihm gleichgültig, wenn es nur geschieht.“ Es geht um den Projekterfolg, nicht um die Profilierung Einzelner. Wenn das Projekt ein Erfolg ist, werden alle Beteiligten vom Glanz des Erfolges profitieren. Versuchen Sie nicht, sich durch Einzelaktionen persönlich zu beweisen, es reicht, wenn Sie durch Ihr Handeln das Projekt diskret zum Erfolg führen. Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814). a. 102 „Man muß es so einrichten, daß einem das Ziel entgegen kommt.“ Mitunter ergeben sich in Projekten Möglichkeiten, das Ziel schneller zu erreichen als gedacht. Seien Sie flexibel, Ihre Planung und Vorgehensweise schnell an veränderte Bedingungen anzupassen, und das Ziel kommt in greifbare Nähe. Theodor Fontane (1819 - 1898). <?page no="51"?> 365 Impulse 51 Kommunikation Situationseinschätzung Führung Teamumgang Kundenumgang Erfolg Moral 103 „Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die dummes Zeug reden.“ Wird im Umfeld Ihres Projekts manchmal dummes Zeug geredet? Ganz sicherlich gibt es das. Aber wie kann man erkennen, was dummes Zeug ist? Es könnte ja auch die eigene Einschätzung falsch sein? Manchmal klären sich die Dinge erst mit der Zeit. Deshalb nehmen Sie jeden Beitrag ernst und lassen Sie sich das Gesagte in aller Ruhe durch den Kopf gehen, Platon (427 - um 348 v. Chr.). a. 104 „Denn mit dem Stil ist das wie mit so vielen Dingen: man hat ihn, oder man hat ihn nicht.“ Der Stil eines Projektleiters liegt in seiner Persönlichkeit, seinem Selbstbewusstsein und seinem Charisma. Diesen Stil hat man oder man hat ihn eben nicht. Führen Sie Ihr Projekt mit Stil. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). q. 105 „O hätt' ich doch nie gehandelt! Um wie manche Hoffnung wär ich reicher! “ Wenn wir handeln, kann es sein, dass sich unsere Hoffnungen nicht erfüllen. Wenn wir nicht handeln, sind unsere Hoffnungen unerfüllbar. Handeln Sie in der Hoffnung auf Erfolg. Erfüllt sich eine Hoffnung nicht, so ist an ihre Stelle bereits die nächste getreten. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). f. <?page no="52"?> 52 365 Impulse Führung Situationseinschätzung Entscheidungsstärke Planung Konflikt Führung Situationseinschätzung Umsetzungsstärke 106 „Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muß.“ Natürlich gilt es, den gegenwärtigen Ist-Stand zu kennen, dieser ist ja zwangläufig das Ergebnis der bis dahin erbrachten Leistung. Wichtig ist jedoch, auf diesem aufbauend die weiteren Schritte zu definieren und voranzuschreiten. Als Führungskraft wird von Ihnen der Blick nach vorn verlangt. Analysieren Sie, was getan werden muss, und ergreifen Sie die Initiative, dass es getan wird. Marie Curie (1867 - 1934). 107 „Idealzustände können nicht länger dauern als 3 mal 24 Stunden.“ Der Idealzustand als solcher liegt grundsätzlich im Auge des Betrachters. Fakt ist, dass Idealzustände selten erreicht werden und nie von Dauer sind. Akzeptieren Sie, dass ein Projekt nicht durchgängig nach Plan läuft und immer wieder nachjustiert werden muss. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb es Projektmanager braucht. Theodor Fontane (1819 - 1898). 108 „Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen.“ Dass etwas schon immer so gemacht wurde, ist kein Argument. Besonders in der Projektwirtschaft gilt es, auch vermeintlich etablierte Vorgehensweisen auf den Prüfstand zu stellen. Hinterfragen Sie auch vermeintlich etablierte Wege in den Projektabläufen. Oft finden sich auch in diesen Vorgehensweisen Fehler, die es auszumerzen, oder Optimierungen, die es einzupflegen gilt. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ab. <?page no="53"?> 365 Impulse 53 Erfolg Situationseinschätzung Moral Führung Umsetzungsstärke Situationseinschätzung Projektkontext Fähigkeiten 109 „Wo Treue und Glauben aufhören, da muß das Regiment auch ein Ende haben.“ Projekte scheitern immer wieder, und auch dies gilt es anzuerkennen. Auch ein treues Team erkennt die Sackgasse. Ein Projektleiter muss auch in diesem Fall in der Lage sein, einen Schlussstrich zu ziehen. Erkennen Sie das Scheitern eines Projekts an und tragen Sie die Konsequenzen dessen. Ein guter Manager weiß, wann es an der Zeit ist, ein Schlussstrich zu ziehen anstatt sein Team in einem weiteren sinnlosen Kampf zu verbrennen! Martin Luther (1483 - 1546). 110 „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ In einer Führungsposition geht es darum, einen funktionierenden Mikrokosmos im Unternehmen zu schmieden. Manager sollten die Art und Weise der Zusammenarbeit, die sie sich wünschen, gezielt vorleben und als Erste vorangehen. Gestalten Sie Ihr Umfeld aktiv. Regen Sie Veränderung zum Besseren an und setzen Sie eigene Akzente. Mahatma Gandhi (1869-1948). 111 „Unser erkennender Geist spannt sich, indem er etwas erkennt, ins Unendliche aus.“ Erkenntnis spielt auch im Management immer eine entscheidende Rolle. Nur wer in einer Situation die komplexen Gesamtzusammenhänge wirklich erkennt, kann die wahrscheinlichen Auswirkungen seines nächsten Schrittes abschätzen. Greifen Sie in Ihren Analysen nicht zu kurz. Die Dinge sind meist umfassender, als es auf den ersten Blick erscheint. Schauen Sie sich die Zusammenhänge gesamtheitlich an. Sie werden es spüren, wenn Sie das große Bild erfasst haben. Thomas von Aquin (1224 - 1274). <?page no="54"?> 54 365 Impulse Planung Zielfokussierung Erfolg Fähigkeiten Rationalität Situationseinschätzung Projektkontext Situationseinschätzung Emotionen 112 „Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.“ Ob Projekte erfolgreich sind oder scheitern, entscheidet sich an ihrem Beginn. Meist sieht man die Qualität des Projektstarts jedoch erst am Ende. Sorgen Sie zu Beginn des Projekts für einen guten Aufschlag. Nur wenn die Ziele klar, die Struktur durchdacht, das Team fähig, die Stakeholder bekannt und die Organisation unterstützend sind, kann das Projekt erfolgreich laufen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 113 „Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als daß man verurteile.“ Ein Projektmanager hat es ständig mit neuen Zusammenhängen zu tun. Bevor er urteilt und handelt, sollte er diese verstehen. Das gilt für technische und organisatorische Aspekte genauso wie für menschliche und soziale Interaktionen. Urteilen und handeln Sie niemals spontan. Reflektieren Sie, ob Sie die Situation vollumfänglich überschauen. Niemand kann Sie zwingen, zu etwas sofort Stellung zu beziehen. Rudolf Steiner (1861 - 1925). 114 „Das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein.“ Ein Projektmanager setzt sich mit aller Kraft für sein Projekt ein. Das ist nicht nur sein Recht, es ist seine Pflicht. Doch gibt es manchmal auch übergeordnete Entscheidungen im Gesamtinteresse der Organisation, die es zu akzeptieren gilt. Als Projektmanager ist Ihnen Ihr Projekt das Wichtigste. Verstehen Sie jedoch auch den Gesamtkontext. Akzeptieren Sie, dass übergeordnete Entscheidungen getroffen werden können, die zum Nachteil Ihres Projekts sind. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). <?page no="55"?> 365 Impulse 55 Entscheidungsstärke Umsetzungsstärke Teamumgang Selbstkompetenz Moral Planung Teamumgang Zielfokussierung 115 „Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.“ Nur zu warten, dass jemand etwas tut, reicht meistens nicht. Viele Missstände können durch die Initiative Einzelner behoben oder zumindest reduziert werden. Als Manager sind Sie es gewohnt, die Initiative zu ergreifen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Team nicht immer nur auf Sie wartet. Fördern Sie die Eigeninitiative Ihrer Mitarbeiter. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 116 „Der Wille macht noch kein Gewitter. Gehirn! Gehirn gehört dazu.“ Etwas zu wollen reicht in der Regel nicht, um das, was man will, auch zu bekommen. Man muss also ins Tun kommen, um das Bedürfnis zu befriedigen. Bevor man jedoch etwas tut, lohnt es sich meist darüber nachzudenken, wie man es am besten tut. Setzen Sie Ihre geistigen Fähigkeiten bewusst ein. Eruieren Sie zuerst gedanklich, wie Sie etwas, das Sie bewerkstelligen wollen, am besten angehen und umsetzen. In der Regel erreichen Sie dadurch effizienter das Ziel, als wenn Sie direkt und unbedacht loslaufen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). b. 117 „Der Aufschub ist das der Eile entgegengesetzte Laster.“ Im Kontext von Projekten empfiehlt es sich nicht, Entscheidungen vorschnell zu treffen und übereilten Aktionismus an den Tag zu legen. Genauso wenig ist es empfehlenswert, erforderliche Aufgaben oder Probleme aufzuschieben und nicht zu bearbeiten. Gehen Sie Aufgaben und Probleme im Projekt mit Ruhe und Sorgfalt an und setzen Sie sie dann - zusammen mit Ihrem Team - konsequent und zielstrebig um. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="56"?> 56 365 Impulse Projektkontext Selbstkompetenz Situationseinschätzung Rationalität Erfolg Entscheidungsstärke Wissen 118 „Verteidige dein Recht zu denken. Denken und sich zu irren ist besser, als nicht zu denken.“ Gerade frei zu denken ist innerhalb des Projektgeschäftes nicht immer einfach. Oftmals ist innerhalb der Unternehmensstrukturen und der Projektumgebung vieles starr geregelt und strukturiert. Zudem lässt das Tagesgeschäft kaum Zeit für andere Aktivitäten und Gedankenspiele. Verlassen Sie in Ihren Gedanken dennoch diesen geschlossenen Raum, streifen Sie die Bandagen ab und betrachte das Projektgeschehen von außen! Entdecken Sie Unzulänglichkeiten, prüfen Sie Stellschrauben und mögliche Auswirkungen! Hypatia (um 355 - 415). 119 „Die Menschen erinnern sich mehr an das Verfehlte als an das Gelungene.“ Erfolge, auch Teilerfolge, gilt es im Team anzusprechen, sich bewusst zu machen, zu feiern und diese vor allem auch zukünftig nicht zu vergessen. Pflegen Sie innerhalb der kontinuierlich mitlaufenden Lessons- Learned-Liste, neben den aufgetretenen Fehlern und dem zukünftigen Verbesserungsbedarf, auch „Well done! “-Punkte. Lernen Sie aus dem Gelungenen und aus dem Verfehlten gleichermaßen! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 120 „Die kürzesten Wörter, nämlich „ja“ und „nein“, erfordern das meiste Nachdenken.“ Der Job eines Projektleiters ist es, sich zu positionieren. Erfahrene Projektleiter positionieren sich erst, wenn die wesentlichen Expertenmeinungen gehört, sich ein eigenes Bild der Lage verschafft und in Ruhe darüber nachgedacht wurde. Entscheiden Sie erst dann mit „Ja“ oder „Nein“! Seien Sie aber auch in der Lage, auf Basis neuerer Informationen neu zu entscheiden! Pythagoras von Samos (570 - 500 v. Chr.). <?page no="57"?> 365 Impulse 57 Werte Führung Teamumgang Führung Kommunikation Situationseinschätzung 121 „Geben Sie Gedankenfreiheit! “ Freiheit ist eines der - wenn auch sehr individuell empfundenen - Grundbedürfnisse von Menschen. Als Mitarbeiter frei denken und frei handeln zu können motiviert und zeigt gleichfalls die Wertschätzung und das Vertrauen des Managements in dessen Arbeit. Schaffen Sie ein Umfeld, in dem frei gedacht, kreativ gearbeitet und eigenständig umgesetzt werden kann. Etablieren Sie eine positive Fehlerkultur. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). c. 122 „Die Gleichgültigkeit so vieler Menschen beruht auf ihrem Mangel an Phantasie.“ Gleichgültigkeit entsteht oft als Folge vermeintlicher Machtlosigkeit, Veränderungen anzustoßen oder umzusetzen. Gleichgültigkeit bedeutet demnach die eigene Kapitulation vor dem Ist-Zustand. Seien Sie nicht gleichgültig Ihrem Projekt oder Ihren Mitmenschen gegenüber. Suchen Sie vielmehr nach kreativen, fantasievollen neuen Wegen, um Fortschritt und Entwicklung zu ermöglichen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). af. 123 „Bitte, rufet, schreiet, suchet, klopfet, poltert! Und das muß man für und für treiben ohne Aufhören.“ Mitunter hilft es, auf sein Projekt aufmerksam zu machen. Gerade wenn zusätzliche Mitarbeiter oder andere Ressourcen benötigt werden oder es Probleme zu lösen gilt, die über die Einflussmöglichkeiten des Projektteams hinausgehen. Machen Sie, wenn nötig, auf Ihr Projekt aufmerksam. Doch Vorsicht, aus Aufmerksamkeit kann auch Einflussnahme des übergeordneten Managements erwachsen, und dies führt in der Regel zu deutlichem Machtverlust des Projektleiters. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="58"?> 58 365 Impulse Emotionen Teamumgang Projektkontext Planung Umsetzungsstärke Kommunikation 124 „Gelobt werden ist immer gut, aber den Ausschlag gibt das »wie«.“ Lob ist die Anerkennung des Lobenden bezüglich. der Leistung des Gelobten. Ein Lob ohne Leistung ist demnach genauso falsch wie ein Lob, das in Wirklichkeit als Verbesserungsvorschlag formuliert ist. Anerkennen Sie als Projektleiter erbrachte Leistung durch Lob. Loben Sie entweder aufrichtig oder verzichten Sie darauf. Theodor Fontane (1819 - 1898). 125 „Denn wer schwimmen will, muß zu den Flüssen gehen.“ Grundsätzlich gilt es, sich die geeignete Umgebung für geplante Aktivitäten zu suchen oder zu schaffen. Ungeeignete Rahmenbedingungen können zu starken Ineffizienzen oder gar zum Scheitern führen. Schaffen Sie die geeigneten Rahmenbedingungen für jeden Teil der Leistungserbringung. Isaac Newton (1643 - 1727). 126 „Ein vernünftiges Wort zur rechten Stunde hilft fast immer, und man kann sich weit mehr mit seinen Gegnern aussprechen, als man gemeinhin denkt.“ Mitunter neigen wir dazu, unsere Gegner negativer zu interpretieren als diese gemeinhin sind. Oft hilft ein gemeinsamer Austausch, um einen Blick hinter die Fassade des Gegenübers zu erhalten. Suchen Sie auch mit denen den Dialog, welche Sie als vermeintliche Gegner ausgemacht haben. Tauschen Sie Ihre Standpunkte vernünftig aus und suchen Sie gemeinsam nach einem Konsens. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). i. <?page no="59"?> 365 Impulse 59 Situationseinschätzung Projektkontext Rationalität Konflikt Emotionen Planung Selbstkompetenz Projektkontext 127 „Prüfe alles; räume der Vernunft die erste Stelle ein.“ Prüfe alles bedeutet nicht, alles zu kontrollieren. Zu prüfen sind Vorgehensweisen, Informationen vor einer Entscheidung, die Zusammenarbeit generell und auch die Art und Weise der Kommunikation im Speziellen. Kurzum, verlassen Sie mitunter die Projektperspektive zugunsten einer generischen Betrachtung von außen und analysieren Sie das Gesamtgeschehen objektiv, nüchtern und vernünftig! Pythagoras von Samos (570 - 500 v. Chr.). a. 128 „Und was du tust, tue es nie in der Hitze. Überdenke kalt! und führe mit Feuer aus! “ Offensichtlicher Verrat, Betrug, Lügen, falsche Unterstellungen, üble Nachreden, all diese Verhaltensweisen können einem Projektleiter entgegenschlagen und bei diesem u.a. Reaktionen wie Wut, Vergeltung, Rache und Verachtung hervorrufen. Lassen Sie diese Reaktionen zu, verzichten Sie aber in dieser Gemütslage auf Konfrontation oder Klärung. Überdenken Sie die Situation mit klarem Blick, planen Sie Ihre weitere Vorgehensweise und führen Sie erst dann mit Feuer aus. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). b. 129 „Bitte nicht um eine leichte Bürde - bitte um einen starken Rücken.“ Die Anforderungen in einem Projekt sind praktisch immer herausfordernd. Fordern Sie als Projektmanager keine besseren Rahmenbedingungen für Ihr Projekt, sondern stellen Sie sich den Herausforderungen, die das Projekt mit sich bringt. Denken Sie daran: Wenn es einfach wäre, könnte es jeder! Theodore Roosevelt (1858 - 1919). <?page no="60"?> 60 365 Impulse Führung Kommunikation Zielfokussierung Selbstkompetenz Erfolg 130 „Jeder Fortschritt ist durch gründliche Kritik bedingt.“ Feedback und Kritik sind in jeder Arbeitsumgebung notwendige Mittel für Verbesserung. Verschließen Sie sich nicht der Kritik aus Ihrem Umfeld, nehmen Sie diese als Hinweise, dass Ihr Vorgehen noch nicht perfekt ist, und wachsen Sie daran! Rudolf Eucken (1846 - 1926). 131 „Und nichts ist schlimmer, als ein Buch anzufangen und es dann nicht mehr zu Ende lesen zu können.“ Der Weg zum Abschluss eines Projekts ist oft steinig und immer wieder mit Anstrengung, Fleiß und Schweiß verbunden. Doch im Moment des Zieleinlaufs sind alle Qualen des Marathons vergessen. Treten Sie ein Projekt als Projektleiter immer mit dem Anspruch an, dieses Projekt auch erfolgreich zu Ende führen zu wollen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). j. 132 „Das Tagtägliche erschöpft mich! “ Leider geht es in der Praxis sehr vielen Projektleitern genauso. Doch wenn das Tagesgeschäft einen Projektleiter bereits vollständig auslastet, wird dieser seinen generischen und strategischen Aufgaben eines Führenden nicht gerecht. Lassen Sie nicht zu, dass das Tagesgeschäft Ihnen all Ihre Kapazitäten raubt. Delegieren Sie Aufgaben, priorisieren Sie und konzentrieren Sie sich bewusst auf die Aufgaben, welche Sie in der Funktion des Projektleiters zwingend zu erledigen haben. Ludwig van Beethoven (1770 - 1827). <?page no="61"?> 365 Impulse 61 Planung Umsetzungsstärke Werte Moral Planung Situationseinschätzung Teamumgang 133 „Große Dinge ereignen sich nicht mittags um zwölf Uhr zehn. Sie wachsen langsam.“ Erfolg ist das Ende eines Marathons mit vielen kleinen Schritten auf dem Weg zum Ziel. Erfolg ist in der Regel kein Resultat übermäßiger Genialität, sondern vor allem das Ergebnis von beharrlicher Ausdauer und Zielstrebigkeit. Setzen Sie auch im Projekt einen Fuß vor den anderen. Behalten Sie das Ziel im Auge und lösen Sie die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen nacheinander. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). v. 134 „Wenn das Herz gesund ist, ist der Kopf nie ganz schlecht.“ Das Herz eines Menschen ist entweder der Ausgangspunkt oder die Prüfinstanz seiner erdachten Vorgehensweisen. Erarbeiten Sie Ihre Pläne und Vorgehensweisen auf Basis Ihrer Wertevorstellungen und Ihres Empfindens. Überprüfen Sie diese Pläne nach deren Erstellungen nochmals auf die Passfähigkeit zu diesen. Theodor Fontane (1819 - 1898). d. 135 „Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“ Die Umsetzung eines Projekts beinhaltet nicht nur die großen Würfe, sondern auch eine Unmenge an kleinen Notwendigkeiten, die ebenfalls die Aufmerksamkeit und Sorgfalt des Projektteams erfordern. Nehmen Sie auch die kleinen Aufgaben im Projekt ernst und geben Sie sich und Ihrem Team die notwendige Zeit, diese sorgfältig zu erledigen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="62"?> 62 365 Impulse Situationseinschätzung Kommunikation Menschenkenntnis Teamumgang Führung Kommunikation Fähigkeiten Situationseinschätzung 136 „Die Verleumdung ist schnell und die Wahrheit langsam.“ Schlechtes Gerede verbreitet sich in Organisationen immer viel schneller als positive Aussagen. In der Gemengelage der Meinungen gilt es, die Wahrheit zu suchen. Seien Sie vorsichtig in der Beurteilung dessen, was der Flurfunk von sich gibt. Voltaire (1694 - 1778). 137 „Bisher habe ich viele Masken gesehen; wann werde ich menschliche Gesichter sehen? “ Im Arbeitsumfeld spielt jeder seine Rolle und verbirgt dabei üblicherweise sein wahres Wesen. Den Menschen hinter der Rolle des Kollegen zu erkennen ist oft nicht so einfach. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen und Mitarbeitern auch ab und zu auf rein menschlicher Ebene. Sie werden erstaunt sein, welche menschlichen Schätze Sie dabei entdecken können. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 138 „Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.“ Menschen reden häufig um des Redens Willen. Dies hält die soziale Struktur zusammen. Jedoch hilft es in der Sache oft nicht weiter. Achten Sie darauf, was die Menschen wirklich zu sagen haben, und trennen Sie die tatsächlichen Informationen von dem Rauschpegel. William Shakespeare (1564 - 1616). <?page no="63"?> 365 Impulse 63 Wissen Fähigkeiten Projektkontext Entscheidungsstärke Teamumgang Kundenumgang Kommunikation Wissen 139 „Wer ständig glücklich sein möchte, muß sich oft verändern.“ Die Welt ist in ständiger Veränderung. Dies hat auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt und auf die Art, wie in einem Unternehmen Projekte durchgeführt werden. Halten Sie sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden, lernen Sie dazu und überdenken Sie Ihre Vorgehensweise. Wo dies sinnvoll ist, passen Sie Ihre Methoden den immer neuen Gegebenheiten an. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 140 „Wäre das Nein nicht, so wäre das Ja ohne Kraft.“ Ein Manager hat Entscheidungen zu treffen. Dabei kann nicht immer allem zugestimmt werden, viele Anliegen sind auch negativ zu bescheiden. Scheuen Sie das Nein so wenig wie das Ja, beide haben ihren Platz im Zusammenspiel der Meinungen und Interessen. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775 - 1854). d. 141 „Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen. Jeder muß wieder von vorn anfangen.“ Dieses Zitat ist kritisch zu hinterfragen. Natürlich macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Ratsam ist es aber, ganz gezielt auf Erfahrungen anderer zurückzugreifen und im Idealfall aus deren Fehlern zu lernen, bevor man diesen Fehler selbst ebenso begeht. Tauschen Sie sich als Projektleiter mit anderen in Ihrer Position aus, lernen Sie aus den Erfahrungen anderer und ziehen Sie für sich die richtigen Schlüsse daraus. Scheuen Sie sich allerdings gleichfalls nicht, auch eigene - mitunter bittere - Erfahrungen selbst sammeln zu müssen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). t. <?page no="64"?> 64 365 Impulse Kundenumgang Zielfokussierung Moral Werte Situationseinschätzung Teamumgang Umsetzungsstärke 142 „Wer etwas haben will, muß auch etwas geben.“ Im privaten wie auch im beruflichen Umfeld haben Menschen ein feines Gespür für Fairness. Etwas wird als fair empfunden, wenn eine Leistung angemessen im Vergleich zur Gegenleistung ist. Unterstützen Sie als Projektleiter Ihre Kunden von Projektbeginn an, wo immer es angemessen ist. Sehen Sie Ihre Unterstützung als Investition an, denn die Gegenleistungen benötigen Sie meist zu Projektende, denn dann gilt es, Konzessionen zu erringen. Martin Luther (1483 - 1546). 143 „Überschreitet man das richtige Maß, so kann das Angenehmste zum Unangenehmsten werden.“ Gerade in der persönlichen Interaktion muss die Balance zwischen Nähe und Distanz gehalten werden. Innerhalb eines Teams oder bei der Zusammenarbeit mit dem Kunden ist Professionalität wichtig, und zwar in jeder Hinsicht. Seien Sie integer, loyal und diskret! Definieren und halten Sie Ihre Trennlinie zwischen Berufswelt und Privatumfeld ein! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 144 „Wer ein Ziel will, darf den Weg nicht scheuen, er sei glatt oder rauh.“ Der Weg zum Projektziel ist mitunter von Glatteis und Stolpersteinen durchzogen. Genau diese Herausforderungen innerhalb der Leistungserstellung machen Projekte besonders. Entwickeln Sie im Team immer wieder neue Bewältigungsstrategien und passen Sie Ihre Art und Weise der Leistungserstellung immer wieder den Herausforderungen an. Theodor Fontane (1819 - 1898). <?page no="65"?> 365 Impulse 65 Moral Teamumgang Führung Fähigkeiten Erfolg Entscheidungsstärke Umsetzungsstärke 145 „Denn jedes Privileg ist in erster Linie eine Erniedrigung der anderen.“ Das Nutzen von Privilegien schafft automatisch eine Distanz zum Team, die nur schwer durch das tatsächliche Tun und Verhalten im Projekt wieder geschlossen werden kann. Überlegen Sie als Projektleiter, ganz bewusst auf das bessere Hotelzimmer, auf den größeren Firmenwagen und das bessere Flugticket zu verzichten. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). y. 146 „Jedes Werkzeug erhält nämlich dadurch seine Vollendung, daß es nicht mehreren, sondern nur einem Zwecke dient.“ Kenntnis der Stärken und Schwächen der Teammitglieder ist wichtig, um Aufgaben adäquat zu bearbeiten und auf Situationen angemessen zu reagieren. Entwickeln Sie die Stärken Ihrer Teammitglieder weiter und nutzen Sie deren Potenziale durch adäquate Aufgabenübernahme! Diese Empfehlung gilt uneingeschränkt ebenso für Sie! Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). d. 147 „Am Mute hängt der Erfolg.“ Ein Projekt ist ein - mitunter kalkulierbares - Wagnis. Ein Wagnis einzugehen erfordert allerdings immer Mut. Gehen Sie Ihr Projekt mutig, aber besonnen an. Achtung, trennen Sie Mut von übermütigem und tollkühnem Handeln. Theodor Fontane (1819 - 1898). h. <?page no="66"?> 66 365 Impulse Moral Situationseinschätzung Selbstkompetenz Emotionen Umsetzungsstärke Kommunikation 148 „Blicke in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt über das Müssende.“ In der Natur zu sein oder diese auch nur zu betrachten, wirkt in der Regel entspannend. Was macht die Natur so friedlich? Ist es die Ziellosigkeit ihres Seins oder ist ihre bloße Existenz ihr eigentliches Ziel? Nutzen Sie den Blick aus dem Bürofenster oder die Pause auf der Dienstreise, um Kraft in der Natur zu schöpfen. Nehmen Sie für diese Dauer metaphorisch den Fuß vom Gas und atmen Sie durch. Ludwig van Beethoven (1770 - 1827). 149 „Jede Art Berufung ist bedeutsam und nötig, damit das Gewissen gewiß sei.“ Projektmanager ist ein Beruf. Hat man die erforderlichen Fähigkeiten für eine Projektleiterposition; so kann man berufen werden. Die Besten ihres Faches sind jedoch jene; die ihre Rolle als ihre Berufung empfinden, denn jede Art der Berufung ist eben mehr als ein Beruf. Hören Sie auf Ihre innere Stimme. Wofür brennen Sie? Wozu fühlen Sie sich berufen? Martin Luther (1483 - 1546). 150 „Erst handeln und dann reden! “ Dies gilt besonders für Erfolge in Projekten. Es ist darauf zu achten, den Erfolg nicht zu verkünden, bevor dieser auch tatsächlich realisiert ist. Zeigen Sie zuerst, was Sie können, und kommunizieren Sie erst danach das Erreichte. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). d. <?page no="67"?> 365 Impulse 67 Wissen Situationseinschätzung Fähigkeiten Selbstkompetenz Zielfokussierung Emotionen Rationalität 151 „Viel wissen und wenig sagen, nicht antworten auf alle Fragen.“ Ein kluger Mensch überlegt sich genau, wann er was sagt. Nur Schwätzer reden mehr, als es ihre Wissensbasis zulässt. Denn niemand hat auf jede Frage die passende Antwort. Streben Sie nach Wissen, ohne damit zu prahlen. Wägen Sie ab, welche Fragen Sie tatsächlich beantworten können und welche dieser Fragen Ihrer Antwort bedürfen. Martin Luther (1483 - 1546). 152 „Mehr Leute werden durch Übung tüchtig als durch Anlage.“ Ganz ehrlich, nicht jeder Mensch hat die Anlage zum Projektleiter. Genauso wie eben nicht jeder Mensch das Potenzial zum Leistungssportler hat. Weltmeister wird allerdings im Regelfall jener, welcher Talent und Training bestmöglich vereint. Trainieren Sie Ihre Projektleiterfähigkeiten, seien Sie diszipliniert und tüchtig! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 153 „Da wo die Nüchternheit dich verläßt, da ist die Grenze deiner Begeisterung.“ Für den einen beginnt die eigentliche Begeisterung dort, wo die rationale Logik endet. Für den anderen begrenzt das nüchterne Denken mitunter die Begeisterung und Leidenschaft. Denken Sie als Projektleiter rational, aber erkennen Sie, dass auch innerhalb nüchterner Vorgehensweisen Begeisterung möglich ist. Manchmal ist es allerdings ratsam, die Grenzen der eigenen rationalen Logik zu überschreiten, um wirklich Inspirierendes zu erleben. Mitunter verschiebt dies die Grenze Ihrer Rationalität. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). h. <?page no="68"?> 68 365 Impulse Moral Situationseinschätzung Fähigkeiten Umsetzungsstärke Situationseinschätzung Projektkontext Kommunikation 154 „Abwechslung ist von allem das Süßeste, wie der Dichter sagt.“ Ein Projektleiter agiert in einem sehr komplexen und dynamischen Umfeld. Die Anforderungen an interdisziplinäre Interaktion und an das interdisziplinäre Verständnis eines Projektleiters sind hoch. Erkennen Sie trotz Alltagsstress die Schönheit der Projektleiterposition! Besinnen Sie sich auf den Reiz der täglichen Abwechslung. Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). b. 155 „Dürfen darf man alles - man muß es nur können.“ Ein Projektleiter muss sich die Freiheit seiner Handlungen erarbeiten, einfordern und an der ein oder anderen Stelle auch einfach aktiv nehmen. Wichtig ist allerdings, dass auch die Fähigkeiten für das Tun vorhanden sind. Entwickeln Sie kontinuierlich Ihre Fähigkeiten, Ihre Expertise und Ihre Qualitäten weiter. Nehmen Sie sich ganz bewusst die Freiheit, Dinge, die Sie können, auch umzusetzen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). h. 156 „Man muß nicht alles glauben, was man hört.“ Wenn Gerüchte die Runde machen, ist es immer wieder verlockend, diese sofort zu glauben und sein Handeln danach auszurichten. Eine Prüfung der Gerüchte könnte jedoch ergeben, dass die Aussagen gar nicht stimmen. Prüfen Sie die Ihnen zugetragenen Informationen immer anhand von mehr als einer Quelle und erarbeiten Sie sich ein Gefühl für die Wahrheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). <?page no="69"?> 365 Impulse 69 Menschenkenntnis Führung Teamumgang Fähigkeiten Wissen Selbstkompetenz Moral Werte 157 „O Himmel, was doch manche Leute tun! Indessen andere das Tun versäumen.“ Menschen sind verschieden. Einige tun Dinge, zu denen sie nicht berufen sind, und schaffen auf diese Art Unmut und Ärgernis. Andere tun die Dinge, zu denen man sie beruft, nicht und schaffen dadurch ebenfalls Unmut und Ärgernis. Lernen Sie die verschiedenen Persönlichkeiten in Ihrem Team frühzeitig kennen. Nur dann können Sie individuell auf die einzelnen Menschen eingehen und die Arbeit vorausschauend steuern. William Shakespeare (1564 - 1616). 158 „Reden lernt man durch reden.“ Aus Büchern kann man immer nur ein begrenztes Wissen erwerben. Erst durch das eigene Tun werden die Zusammenhänge greifbar und die eigenen Fähigkeiten entwickeln sich. Stellen Sie sich neuen Herausforderungen, um zu lernen. Ihr erster Vortrag, Ihr erstes Mitarbeitergespräch, Ihre erste Verhandlung mit dem Kunden, all das wird nicht perfekt laufen. Aber nur durch das Tun können Sie es lernen. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 159 „Der Phantast verleugnet die Wahrheit vor sich, der Lügner nur vor anderen.“ Manchmal lassen sich im Geschäftsleben kleinere Unwahrheiten nicht vermeiden. Ist man aber unwahr zu sich selbst, erkennt man die Dinge nicht mehr, wie sie sind, und trifft falsche Entscheidungen. Bleiben Sie bei der Wahrheit, wo immer es geht. Geht es einmal nicht, so seien Sie trotzdem wahrhaftig sich selbst gegenüber. Friedrich Nietzsche (1844 - 1900). c. <?page no="70"?> 70 365 Impulse Fähigkeiten Wissen Selbstkompetenz Führung Teamumgang Kommunikation Situationseinschätzung Rationalität Entscheidungsstärke 160 „Niemand weiß, was er kann, bevor er es versucht.“ Manche Menschen überschätzen sich, andere unterschätzen sich. Erstere werden entweder dazulernen oder in ihrem Vorhaben scheitern. Zweitere aber werden ewig auf der Stelle stehenbleiben, an ihnen ziehen die Chancen vorbei. Schätzen Sie sich realistisch ein, aber seien Sie immer auch mutig, Neues zu versuchen und sich auf das Parkett zu wagen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). 161 „Man wird immer finden, dass diejenigen, die wirklich wissen, die bescheidensten Menschen sind.“ Stille Wasser sind tief, so sagt es ein Sprichwort. Manches Mal gibt es im Teamgeschehen stillere Kollegen. Es kann lohnend sein, diese zu Wort kommen zu lassen. Als Teamleiter sind Sie auch Moderator. Lenken Sie die Gespräche so, dass Sie auch an die verborgenen Weisheiten der zurückhaltenden Kollegen herankommen. Rudolf Steiner (1861 - 1925). 162 „Erzähle mir die Vergangenheit und ich werde die Zukunft erkennen.“ Alles hat eine Vorgeschichte. Diese zu kennen ist essenziell für das Verständnis der aktuellen Situation und der sich daraus ergebenden Optionen für die Zukunft. Hinterfragen Sie die Hintergründe so lange, bis Sie das gesamte Bild der komplexen Ereignisse und Zusammenhänge vor Augen sehen. Nur so stehen Sie in Ihren Entscheidungen auf sicherem Grund. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="71"?> 365 Impulse 71 Fähigkeiten Situationseinschätzung Erfolg Kommunikation Menschenkenntnis Selbstkompetenz Führung Teamumgang 163 „Den guten Steuermann lernt man erst im Sturm kennen, den guten Soldaten erst in der Schlacht.“ Schönwetterkapitäne gibt es viele, wie aber bringt man das Schiff durch den Sturm? Projekte laufen nicht selten in regelrechte Orkangebiete hinein. Es braucht klare Gedanken, Mut, Erfahrung, Kraft und Energie, um das Ziel zu erreichen. Als Projektmanager müssen Sie im Sturm, oft sogar im Orkan navigieren. Das braucht Übung und Erfahrung. Suchen Sie sich frühzeitig kleinere Projekte, machen Sie Ihre ersten Erfahrungen in Binnengewässern, bevor Sie auf hohe See gehen. Seneca (4 v. Chr. - 65 n. Chr.). 164 „Dein Geist gleicht einer Mauer, an der wechselnde Wolken vorüberziehen.“ In einem Projekt geht es immer auf und ab, die Meinungen kommen und gehen, Lob und Kritik wechseln sich ab, jeder hat etwas zum Projektfortschritt zu sagen. Eine echte Kakophonie herrscht um Sie herum, aber bleiben Sie ganz ruhig. Das Wichtigste, was Ihr Projekt nun braucht, ist ein Ruhepol an der Spitze. Hildegard von Bingen (1098 - 1179). 165 „Eine Arbeit, die uns Vergnügen macht, heilt ihre Müh'.“ Projekte durchzuführen sollte nicht nur eine Last, sondern auch eine Freude sein. Geradezu ein Vergnügen kann es bereiten, sich das Endergebnis zu visualisieren und die schrittweise Realisierung bewusst zu erleben. Nehmen Sie sich - für sich und Ihr Team - das Recht heraus, mit Vergnügen Ihrer Arbeit nachzugehen! William Shakespeare (1564 - 1616). d. <?page no="72"?> 72 365 Impulse Wissen Kommunikation Selbstkompetenz Teamumgang Emotionen Moral Planung 166 „Es ist so leicht, unwillkommene und unliebsame Gedanken zurückzuweisen, und schon hat man seine Ruhe wieder.“ Ein Manager macht sich ein Bild von der ihn umgebenden Welt. In diesem Bild kann er navigieren, da kennt er sich aus. Wehe nun, es kommen Gedanken auf, die diesem fixen Weltbild widersprechen. Dies anzunehmen ist nicht leicht. Schotten Sie sich und Ihr Weltbild nicht ab. Bleiben Sie offen für die andere Sichten und gleichen Sie Ihr inneres Weltbild immer wieder mit den neu hereinkommenden Gedanken ab. Marc Aurel (121 - 180). 167 „Feste pflegen sich lange zu halten - ihre Motive weniger.“ Feiern gehört auch zu einem Projekt, und zwar nicht nur an dessen Ende. Dabei ist langfristig der Grund des Festes zweitrangig, die Projektbeteiligten werden sich aber daran erinnern, dass gefeiert wurde. Natürlich sollten Feste im Projektablauf einen Grund haben, doch legen Sie die Messlatte nicht zu hoch. Ein ungezwungener Abend kann die Zusammenarbeit befeuern, wie glühende Kohle eine Dampfmaschine. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). z. 168 „Opfere nie dein Gewissen der Klugheit auf. Aber sei klug.“ Klugheit ist eine Gabe. Eine Gabe nicht zu nutzen ist törichte Verschwendung. Jeglicher Einsatz unserer Gaben sollte allerdings im Einklang mit unserem seelisch-moralischem Kompass, unserem Gewissen stehen. Nutzen Sie Ihre Klugheit, um kluge Vorgehensweisen innerhalb von Projekten zu erarbeiten. Prüfen Sie diese klugen Wege vor der Umsetzung. Ihr Gewissen dient hierbei als Richtschnur. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). b. <?page no="73"?> 365 Impulse 73 Führung Emotionen Teamumgang Kommunikation Moral Werte 169 „Ist auch dein Kreis unscheinbar, eng und klein, erfülle ihn mit deinem ganzen Wesen, bestrebe dich, ein guter Mensch zu sein.“ Gerade am Anfang der Projektleiterlaufbahn sind Projekt- und Teamgröße oft eher klein. Mitunter ist auch die Ausgestaltung der Projektleiterposition in diesen Konstellationen mit vielen Restriktionen verbunden. Macht nichts! Gehen Sie als Projektleiter voran, seien Sie Vorbild, erarbeiten Sie sich Macht durch Autorität und Integrität, durch Expertise, durch Kommunikation, durch Netzwerk und durch Charisma! Homer (etwa 8. Jh. v. Chr.). 170 „Die Sprache ist eine Waffe, haltet sie scharf! “ Worte können verfangen, verletzen, überzeugen, zerstören und aufbauen. Die Sprache kann, muss also nicht als Waffe eingesetzt werden. Es gilt allerdings zu beachten, dass oft mehr verstanden als gesagt wird, denn Interpretation gehört ebenso zum Charakter von sprachlicher Konversation. Erkennen Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten, Sprache einzusetzen, und bedenken Sie bei dem, was Sie sagen, die mögliche Wirkung und Interpretation des Gesagten. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). x. 171 „Anmaßung ist der Kopf der Schlange.“ Sich etwas anmaßen, bedeutet sich selbst etwas anzugedeihen, was de facto nicht vorhanden ist. Anmaßung heißt somit, sich selbst größer zu machen als man ist, ja im Endeffekt sich selbst zu belügen. Seien Sie kein widerwärtiger, abgehobener, eingebildeter und einfältiger Ekel, der sich über andere stellt und sich für etwas Besseres hält. Sie sind wie Sie sind genug, solange Sie aufrichtig sind. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="74"?> 74 365 Impulse Selbstkompetenz Fähigkeiten Umsetzungsstärke Rationalität Planung Kommunikation Menschenkenntnis 172 „Bedacht ist schon, was zu bedenken ist.“ Dem Denken an sich und dem bewussten Durchdenken von verschiedenen Optionen und Eventualitäten wird in der beruflichen Praxis und auch im Privaten oft viel zu wenig Raum eingeräumt. Nehmen Sie sich bewusste „Denkzeiten“. Schaffen Sie sich Freiräume, um in Ruhe zu denken und zu bedenken. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). f. 173 „Das einzige Mittel, mit Sicherheit zu handeln, ist, wenn man seine Rechnung auf das Schlimmere macht.“ Innerhalb von Projekten ist auf ein gutes und kontinuierliches Risiko- und Chancenmanagement zu achten. Wer allerdings die Sicherheit für seine Handlungen sucht, der ist im Projektmanagement fehl am Platz. Entscheidungen unter Unsicherheit sind das Tagesgeschäft des Projektleiters. Als Projektleiter sollten Sie ein Realist in der Planung und ein Optimist in der Umsetzung sein! Ludwig XIV. (1638 - 1715). 174 „Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hin deutet, daß wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten.“ Ein guter Projektleiter hört. Ein besserer Projektleiter ist vor Ort und hört zu. Die besten Projektleiter hören zu, erkennen die Zwischentöne und verstehen. Verinnerlichen Sie dieses Credo und entwickeln Sie sich zu einem der Besten Ihres Fachs. Zenon von Kition (333 - 264 v. Chr.). <?page no="75"?> 365 Impulse 75 Umsetzungsstärke Fähigkeiten Rationalität Selbstkompetenz Situationseinschätzung Moral 175 „Man tut niemals etwas Großes, Schönes, Außerordentliches, wenn man nicht mehr und besser als alle anderen darüber nachgedacht hat.“ Wer tut ohne zu denken ist ein Schwachkopf. Wer denkt ohne zu tun ist ein Taugenichts. Wer denkt und tut ist gut. Wer tiefsinnig denkt und dann beherzt umsetzt ist besonders. Seien Sie besonders! Ludwig XIV. (1638 - 1715). 176 „Meine Gedanken haben mir weher getan, denn all meine Arbeit.“ Gedanken können quälend oder heilend sein. Die Richtung der Gedanken gibt - zumindest zum Teil - der Denkende vor. Schlimmer als negativ zu denken ist nur, gar nicht zu denken. Strangulieren Sie sich nicht selbst durch negative Gedanken und das Durchspielen von Höllenszenarien. Denken Sie realistisch und optimistisch und Sie werden ebenso auftreten und handeln. Martin Luther (1483 - 1546). 177 „In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.“ Innezuhalten, zuzuhören, zu lauschen und mit dem Hier und Jetzt zu verschmelzen ist nicht spirituell, sondern ein ratsames, menschliches Verhalten. Schaffen Sie sich Momente der Stille. Halten Sie inne, hören Sie zu und lauschen Sie dem Hier und Jetzt. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ag. <?page no="76"?> 76 365 Impulse Planung Teamumgang Zielfokussierung Moral Führung Teamumgang Selbstkompetenz Fähigkeiten Erfolg 178 „Es ist nicht von Bedeutung, wie langsam du gehst, solange du nicht stehenbleibst.“ Manchmal gehen die Dinge schneller, manchmal langsamer voran. Aber auch vermeintlich ruhigere Zeiten sollten wie Zwischenstopps zur Orientierung und zur Regeneration genutzt werden. Planen und steuern Sie nicht nur das Vorankommen im Projekt, sondern planen und steuern Sie auch die Orientierungs- und Regenerationsphasen bewusst und nutzbringend ein. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 179 „Aus dem Gewissen allein stammt die Wahrheit.“ Menschen vertrauen ihren Führungskräften, tragen Entscheidungen mit und sind tolerant gegenüber Fehlentscheidungen. Jedoch verzeihen sie keine persönlichen Angriffe und unfairen Entscheidungen. Befragen Sie Ihr Gewissen und nehmen Sie Ihre Verantwortung den Teammitgliedern gegenüber wahr! Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814). d. 180 „Viele erhalten Rat, aber wenige profitieren davon.“ Ob man von dem Ratschlag eines anderen profitieren kann, hat man letztendlich selbst in der Hand. Wenn Sie einen Rat von jemandem erhalten, denken Sie darüber nach und entscheiden Sie, was davon Sie umsetzen wollen. Und ob Sie den Rat nun annehmen oder nicht, in jedem Fall sollten Sie ihn als ein wertvolles Geschenk ansehen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="77"?> 365 Impulse 77 Kommunikation Teamumgang Umsetzungsstärke Führung Werte 181 „Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage? “ Das Denken, so scheint es, kommt aus der Mode. Schaut man sich ältere Diskussionsrunden an, so sieht man immer wieder Denkpausen im Gespräch. Diese sind nicht störend, sie geben auch dem Zuhörer einen Moment zum Nachdenken. Sorgen Sie in Ihren Teamberatungen für eine Entschleunigung im Gespräch, es wird die Qualität der Äußerungen erhöhen. Franca Parianen (2017). 182 „Ich sehe, was notwendig ist, und weil ich es sehe, so soll es auch werden.“ Notwendigkeiten zu erkennen ist wichtig, aber ohne Handlung ist es ohne Wert. Wer glaubt, dass sich Dinge von selbst zum Besseren entwickeln, wird in der Regel enttäuscht. Wenn Sie erkennen. was getan werden muss, dann tun Sie es auch. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). g. 183 „Mit Halbheiten wird nichts Ganzes gewonnen; der höchste Preis darf den höchsten Einsatz fordern.“ Große Aufgaben erfordern volle Fokussierung und einen sehr hohen Einsatz. Nicht jeder ist in der Lage oder willens, diesen Preis zu bezahlen. Wenn Sie ein Projekt übernehmen und führen, dann auch mit dem Einsatz und Fokus, den dieses Projekt erfordert. Fragen Sie sich vorher, ob Sie dazu bereit sind. Theodor Fontane (1819 - 1898). c. <?page no="78"?> 78 365 Impulse Zielfokussierung Moral Entscheidungsstärke Umsetzungsstärke Planung Situationseinschätzung Selbstkompetenz 184 „Der Mensch besitzt nichts Edleres und Kostbareres als die Zeit.“ Zeit ist für alles und jeden die härteste Währung. Während wir unsere Lebenszeit möglichst effektiv nutzen sollten, gilt es innerhalb eines Projekts zuerst die Effektivität sicherzustellen, um sich dann der Effizienz zu widmen. Nutzen Sie die Zeit, die Ihnen im Projekt zur Verfügung steht, möglichst effizient. Zuerst gilt es jedoch, die Effektivität in Bezug auf das Ziel zu gewährleisten. Bedenken Sie dabei, dass Ihre Projektzeit Teil Ihrer Lebenszeit ist. Ludwig van Beethoven (1770 - 1827). 185 „Jedermann schneidet gern die Bretter da, wo sie am dünnsten sind. Man bohrt nicht gern durch dicke Bretter.“ Im Projektalltag gilt es, Ressourcen effizient einzusetzen. Das ist so lange auch legitim, wie es der effizienten Erfüllung des Leistungsgegenstandes dienlich ist. Das Brett an der dünnsten Stelle zu schneiden macht eben nur dann Sinn, wenn damit auch das erforderliche Maß des Brettes erreicht wird. Suchen Sie nach dem besten und nicht nach dem leichtesten Weg. Mitunter ist allerdings der leichteste auch der beste. Martin Luther (1483 - 1546). 186 „Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.“ Die Welt als Ganzes und deren kleinste Teile sind zweifelsohne sehenswert. Viele große Entdeckungen, Entwicklungen und Neuerungen sind von der Natur inspiriert. Im Management werden Sie ebenfalls viele Orte besuchen. Vermeiden Sie dabei jedoch die Perspektive eines Touristen, sondern nehmen Sie die Sichtweise eines Entdeckers ein. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). n. <?page no="79"?> 365 Impulse 79 Kundenumgang Projektkontext Teamumgang Führung Selbstkompetenz Teamumgang Führung Zielfokussierung 187 „Jeder Kunde kann seinen Wagen beliebig anstreichen lassen, wenn der Wagen nur schwarz ist.“ Der Kunde ist König und kann sich alles wünschen, was er möchte. Jedoch sind die Realisierungsmöglichkeiten in einem Projekt begrenzt, nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden. Seien Sie ehrlich mit dem Kunden, besprechen Sie offen Ihre Möglichkeiten und Grenzen und finden Sie mit dem Kunden zusammen eine passende Lösung. Henry Ford (1863 - 1947). a. 188 „An der Grenze der Geduld beginnen die Konflikte.“ Während der Zeitdauer des Projekts ist es für alle Beteiligte manchmal nicht leicht, die abweichenden Meinungen der anderen ruhig zu akzeptieren. Konflikte scheinen vorprogrammiert. Durch gute Moderation und Mediation kann das Team auch durch Phasen komplett unterschiedlicher Meinungen heil hindurchkommen. Lernen Sie diese Techniken und machen Sie sich mit Konfliktmanagement vertraut, Sie werden es brauchen! Oscar Wilde (1854 - 1900). 189 „Wer andre hilft erlösen, hilft auch sich selbst vom Bösen.“ In keinem Projekt läuft alles glatt, und manchmal gehen die Dinge sogar fürchterlich schief. Die Suche nach einem Schuldigen hilft niemandem und dient auch der Sache nicht. Helfen Sie mit, die Fehler der anderen auszubügeln. Nur in Gemeinschaft mit dem gesamten Team kann es gelingen, schwierige Situationen zu meistern. Hartmann von Aue (um 1170 - um 1215). <?page no="80"?> 80 365 Impulse Projektkontext Situationseinschätzung Menschenkenntnis Zielfokussierung Planung Fähigkeiten Selbstkompetenz 190 „Wer am falschen Faden arbeitet, zerstört das ganze Gewebe.“ Die Strukturen innerhalb einer Organisation sind wie ein großes Gewebe, das es zu verstehen und richtig zu handhaben gilt. Lernen Sie nicht nur die formalen organisatorischen Strukturen Ihrer Organisation kennen, sondern investieren Sie auch Zeit, die informellen Verbindungen zwischen allen Beteiligten zu durchschauen und Ihr Handeln entsprechend auszurichten. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 191 „Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.“ So wie im Projekt jeder Aspekt angegangen und jeder Augenblick genutzt wird, so wird auch das Projektergebnis ausfallen. Nutzen Sie die verfügbare Zeit sorgsam und sorgen Sie dafür, dass jeder Schritt die Sache selbst, die Erkenntnisse und das Team weiterbringt. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832). b. 192 „Überschätzt zu werden, zumal von einem Wesen, das einen liebt, kann in manchem einen edlen Eifer entzünden, jene geglaubte Höhe wirklich zu erreichen.“ Mit jeder Position, die man übernimmt, erhält man von seinem Umfeld sozusagen Vorschusslorbeeren. Nun gilt es, den Erwartungen gerecht zu werden. Seien Sie sich bewusst, dass Sie sich in Ihre neue Aufgabe einfinden müssen. Arbeiten Sie an Ihren Fähigkeiten und zeigen Sie sukzessive, wie richtig es war, dass Sie diese Rolle übernommen haben! Christian Morgenstern (1871 - 1914). a. <?page no="81"?> 365 Impulse 81 Emotionen Rationalität Selbstkompetenz Zielfokussierung Erfolg Projektkontext Teamumgang Kundenumgang Menschenkenntnis 193 „Es ist wertvoller, stets den Respekt der Menschen, als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben.“ Ein Manager ist kein Superstar, der die Bewunderung der Massen benötigt. Jedoch sollte er danach streben, sich durch sein Handeln den Respekt von Kollegen und Mitarbeitern zu verdienen. Stilisieren Sie sich nicht als der Große, sondern handeln Sie nüchtern und zum Wohle aller, dann erwerben Sie sich den Respekt Ihrer Umgebung. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 194 „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.“ Das Ziel ist der wichtigste Kompass während der Projektdurchführung. Das Ziel gilt es zu erreichen, der Weg dorthin ist nicht unbedingt festgelegt. Vermeiden Sie ein dogmatisches Vorgehen nach einem vorgegebenen Muster. Bleiben Sie in Ihrer Vorgehensweise flexibel. Friedrich Nietzsche (1844 - 1900). a. 195 „Es gibt ein Wort, das jedem als praktische Lebensregel dienen könnte: Gegenseitigkeit.“ Gerade in einem Projekt kommt es auf eine gute Zusammenarbeit an. Diese kann nur auf Gegenseitigkeit aufbauen. Einseitige Handlungsweisen führen immer zu Ärger und behindern das Vorankommen. Was können Sie Ihren Partnern Gutes tun? Denken Sie regelmäßig darüber nach! Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="82"?> 82 365 Impulse Planung Rationalität Wissen Fähigkeiten Umsetzungsstärke Entscheidungsstärke Führung Rationalität 196 „Voraussagen soll man unbedingt vermeiden, besonders solche über die Zukunft.“ Manager müssen ständig Prognosen abgeben über die Finalisierung der Meilensteine, die Fertigstellung des Projekts, die Kostenentwicklung, die Ergebnisentwicklung und den erwarteten Umsatz, die spätere Kundenzufriedenheit und vieles mehr. Voraussagen über die Zukunft können Sie nicht vermeiden, aber Sie können deren Genauigkeitslevel einschätzen und dies in Ihrer Prognose begründet mit übermitteln. Mark Twain (1835 - 1910). 197 „Lernen und nicht denken ist unnütz. Denken und nicht lernen ist zwecklos.“ Trotz aller Erfahrung lernt man ständig dazu. Dabei bringt das abstrakte Lernen ohne Nachdenken über die Realität nicht voran. Ohne Lernen über die Realität nachzudenken führt jedoch zu einem eigensinnigen Weg und meist zum Scheitern. Verbinden Sie in Ihrem Projekt die Theorie mit dem Realitätsbezug und finden Sie einen Weg, wie sich beide gegenseitig befruchten können. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 198 „Die Entscheidung mag das Ergebnis der Überlegung sein, aber sie beendet gleichzeitig die Überlegung, sie schließt die Überlegung aus.“ Bei wichtigen Fragen sind inhaltliche Klärungs- und Erkenntnisprozesse notwendig. Diese dürfen sich jedoch nicht in die Ewigkeit ziehen, es muss eine Entscheidung getroffen werden. Ihr Team wartet auf Ihre Richtungsweisung. Dabei ist eine Entscheidung besser als keine Entscheidung. Sollten sich nach der Entscheidung andere Erkenntnisse ergeben, können Sie immer noch umsteuern. Werner Heisenberg (1901 - 1976). <?page no="83"?> 365 Impulse 83 Kommunikation Fähigkeiten Führung Planung Konflikt Kommunikation 199 „Denn auch dessen rühme ich mich ja, daß niemand dasselbe kürzer sagen kann als ich.“ Die Kommunikation ist ein wiederkehrendes Thema im Projektgeschehen. Als Projektmanager sind Sie darauf angewiesen, verstanden zu werden. Häufig gelten dabei die alten Weisheiten „keep it simple“ und „weniger ist mehr“. Drücken Sie sich kurz und prägnant aus, und pflegen Sie eine zwar genaue, aber einfache Ausdrucksweise. Platon (427 -348 c. Chr.). b. 200 „Pflege das Leben, wo du es triffst.“ Projekte laufen nicht immer nach Plan. Es gibt Änderungen durch den Auftraggeber, Änderungen durch eingeschränkte Möglichkeiten der Realisierung, Änderungen durch sachliche und personelle Umstände. So ist das Leben. Egal ob Sie Ihr Projekt mit klassischen oder mit agilen Methoden durchführen, Änderungen im Projektverlauf gehören dazu. Begrüßen Sie jede Gelegenheit des Umsteuerns oder gar des Neuaufsatzes, es macht das Ergebnis besser. Hildegard von Bingen (1098 - 1179). 201 „Jeder ernstliche Kampf findet seine Versöhnung. Nur die Lüge, die innere Unwahrheit, ist zur ewigen Qual verdammt.“ Wo Menschen zusammenwirken, kann es zu Reibereien kommen. Eine ehrliche und offene Auseinandersetzung in der Sache schadet dabei weder der Sachnoch der Beziehungsebene. Bleiben Sie in Ihren Argumenten immer offen, ehrlich und authentisch. Nur so gewinnen Sie den Respekt und das Vertrauen Ihrer Partner und können sich einer langfristig guten Beziehung erfreuen. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775 - 1854). b. <?page no="84"?> 84 365 Impulse Wissen Fähigkeiten Selbstkompetenz Zielfokussierung Führung Teamumgang Entscheidungsstärke Umsetzungsstärke Erfolg 202 „Nur die Allerweisesten und die Allerdümmsten ändern sich nie.“ Mit jeder neuen Erfahrung wird man weiser und sollte diese neue Weisheit auch in sein Denken und Handeln integrieren. Wenn Ihre Umgebung feststellt, dass Sie ein ganz anderer sind als früher, so nehmen Sie dies als ein positives Zeichen, dass Sie sich entwickelt und dazugelernt haben. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 203 „Erschaffe so viele komplexe Projekte, wie du willst. Aber die Anordnungen, die du für ihre Umsetzung gibst, sollten einfach und klar sein.“ Manager haben ständig viele komplexe Zusammenhänge zu bedenken, sie jonglieren täglich hunderte von Themen. Ihre Expertise ist es, den Überblick zu behalten, Zusammenhänge zu erkennen und strategische Entscheidungen zu treffen. Erwarten Sie als Manager nicht, dass die Projektteams die gleiche übergeordnete Sichtweise haben. Brechen Sie die Aufgaben so herunter, dass das Team fokussiert an einem klaren Ziel arbeiten kann. Napoleon I. Bonaparte (1769 - 1821). 204 „Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.“ Unsicherheit über den Erfolg einer Handlung gehört zum Tagesgeschäft des Projektmanagements. Zweifel haben dabei ihre gute Seite, sie gemahnen zur Vorsicht. Zweifel, die zu viel Zaudern auslösen, können aber den Erfolg verhindern. Nachdem Sie alle Optionen geprüft haben, treffen Sie Ihre Entscheidung und gehen Sie beherzt an die Tat. William Shakespeare (1564 - 1616). <?page no="85"?> 365 Impulse 85 Menschenkenntnis Werte Situationseinschätzung Wissen Fähigkeiten Planung Teamumgang Menschenkenntnis Situationseinschätzung 205 „Laute Freunde sind oft leise Feinde.“ Um ein Thema voranzubringen, braucht es nicht nur Fachwissen, es braucht auch Unterstützung. Nun gibt es aber nicht nur Unterstützer, es gibt auch Neutrale, offene Gegner und verdeckte Gegner. Diese gilt es alle voneinander zu unterscheiden. Lernen Sie, hinter die Fassaden zu blicken und echte Unterstützer von wortgewandten, aber nur scheinbaren Unterstützern zu unterscheiden. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 206 „Wissen ist gut als Unterstützung, Förderung und Aufklärung im Praktischen; wenn es aber die Praxis ersetzen soll, ist es keinen Schuß Pulver wert.“ Wissen ist ein Werkzeug in den Händen eines Ausführenden. Der Praktiker kombiniert zur Erfüllung der Aufgabe seine verfügbaren Werkzeuge mit seinen operationalen Fertig- und Fähigkeiten. Stellen Sie sicher, dass erforderliches Wissen in Ihrem Projekt verfüg- oder zumindest abrufbar ist. Bedenken Sie jedoch, dass zur Lösung der Projektaufgabe viele Werkzeuge, Methoden und Fähigkeiten in Kombination eingesetzt werden müssen. Theodor Fontane (1819 - 1898). 207 „Das Wesen des Meeres ist aus dem Tropfen nicht ersichtlich.“ Das Wesen einer Gruppe, eines Teams oder einer Organisation ist kaum aus dem Wesen einzelner Mitglieder dieser ableitbar. Mitunter entstehen aus den Einzelpositionen Dynamiken, auf die es angepasst zu reagieren gilt. Seien Sie wachsam und schließen Sie nicht vom Verhalten des Einzelnen auf das Teamverhalten. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). p. <?page no="86"?> 86 365 Impulse Moral Emotionen Wissen Teamumgang Fähigkeiten Situationseinschätzung Emotionen 208 „Lustige Abendgesellschaften machen traurige Morgen ...“ Und dennoch sollten Sie und Ihr Team auch ab und an feiern. Ein geselliger und lustiger Abend auf Dienstreise hat noch kaum geschadet. Auch als Projektleiter sind Sie ein Mensch. Also genießen Sie auch mal einen geselligen Abend. Zwei Dinge gilt es dabei jedoch zu beachten: Erstens ist die geplante Projektaufgabe des Folgetages zu gewährleisten und zweitens sollten alle Beteiligten sich im Anschluss noch in die Augen schauen können. Martin Luther (1483 - 1546). 209 „Trau nicht allen, sondern den Bewährten. Denn jenes ist einfältig, dies verständig.“ Erfahrene Projektleiter haben meist auch ein Netzwerk von High-Performance-Mitarbeitern. Diese Mitarbeiter sind ein Rückhalt und ermöglichen die zielführende Integration neuer Teammitglieder ins Projekt. Bilden Sie ein Projektteam auf der Basis erfahrener und zuverlässiger Weggefährten! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 210 „Eine Arbeit, die uns Befriedigung gewährt, ist gewiß das beste und solideste Glück.“ Die Freiheit, das zu tun, was uns befriedigt, ist ein Luxus, ja ein Segen, der nur einem sehr kleinen Teil der Menschheit vergönnt ist. Fragen Sie sich, ob Sie Befriedigung in dem, was Sie tun, erfahren. Theodor Storm (1817 - 1888). <?page no="87"?> 365 Impulse 87 Führung Teamumgang Selbstkompetenz Emotionen Fähigkeiten Wissen 211 „Das »Menschliche« ist das, was sich anderswo von selbst versteht. Bei uns wird es umtrommelt, und zitiert, hervorgehoben und angemalt …“ Nicht immer ist das, was selbstverständlich erscheint, auch wirklich selbstverständlich. Menschlichkeit sollte allerdings ein Selbstverständnis sein. Sich damit zu rühmen und hervorzuheben menschlich zu sein ist der erste Schritt zur Unmenschlichkeit. Als Führungskraft sind Sie ein Mensch wie jeder andere auch. Seien Sie Mensch und verhalten Sie sich menschlich Ihren Mitmenschen gegenüber. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). f. 212 „Gedanken schaden nicht dem Kopf, sondern dem Herzen.“ Jeder kennt es, wenn aus einem ersten schmerzenden Gedanken ein quälendes und selbstgeißelndes Gedankengerüst entsteht. Diese Art Gedanken verursachen Stiche im Herzen, und auch wenn die Gedanken realitätsfern sind, bleiben doch deren Wunden. Erkennen Sie die Macht Ihrer Gedanken und verhindern Sie, Opfer Ihrer eigenen Gedanken zu werden! Martin Luther (1483 - 1546). 213 „Gebt mir einen Hebel, der lang genug, und einen Angelpunkt, der stark genug ist, dann kann ich die Welt mit einer Hand bewegen.“ Ein Projektmanager ist Meister seines Handwerks. Als Handwerksmeister kann er auf seine Werkzeuge: die Rahmenkonzepte (Projektmanagementmethoden), die Prozesskonzepte und natürlich seine individuellen Fähigkeiten zählen. Kennen Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden Werkzeuge und wissen Sie diese adäquat einzusetzen! Archimedes (287 - 212 v. Chr.). <?page no="88"?> 88 365 Impulse Erfolg Zielfokussierung Fähigkeiten Emotionen Teamumgang Erfolg 214 „Denn wir müssen per gradus emporsteigen, auf einer Treppe zu andern Stufen; keiner wird auf einen Hieb der Erste.“ Erfolg im Projekt, Anerkennung vom Team, Vertrauen vom Kunden etc., all das muss man sich Schritt für Schritt erarbeiten. Erfolgreiches Projektmanagement ist nicht von Anfang an da, es muss aufgebaut und kontinuierlich entwickelt werden. Erarbeiten Sie sich Erfolg, Anerkennung und Vertrauen. Gehen Sie dabei behutsam, aber zielstrebig Schritt für Schritt. Martin Luther (1483 - 1546). 215 „Man muß an seine Berufung glauben und alles daransetzen, sein Ziel zu erreichen.“ An seine Berufung zu glauben bedeutet auch - trotz Momenten des Zweifels - aus einer inneren Überzeugung heraus die erforderlichen Weichen zur Zielerreichung zu stellen. Glauben Sie an Ihre Berufung und nutzen Sie Ihre Gaben, um Ihre Ziele zu erreichen. Marie Curie (1867 - 1934). 216 „Ein anderer Mann erfreut sich anderer Werke.“ Im Projekt gilt es (Teil-)Erfolge sichtbar zu machen und diese zu honorieren. Ein Team, welches sich über erreichte Erfolge gemeinsam freut, schöpft Kraft und Motivation für die anstehenden Aufgaben. Beteiligen Sie Ihr Team an vollbrachten Leistungen und agieren Sie wertschätzend! Gewährte Teilhabe aller am Erfolg sichert Ihnen Unterstützung im Notfall. Homer (etwa 8. Jh. v. Chr.). <?page no="89"?> 365 Impulse 89 Wissen Teamumgang Führung Konflikt Erfolg Werte Selbstkompetenz Fähigkeiten 217 „Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt; das verstehe ich.“ Die Zusammenhänge theoretisch kennenzulernen reicht nicht aus. Wahres Verständnis einer Sache kann nur durch eigenes Tun erworben werden. Befassen Sie sich mit dem Thema Ihres Projekts nicht nur vom Schreibtisch aus. Gehen Sie zum Geschehen hin: Nehmen Sie die Teile in der Werkstatt in die Hand, klettern Sie auf der Baustelle herum, testen Sie den neu geschriebenen Code selbst aus! Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 218 „Dem Lorbeer verdanke ich nichts an Wissen, wohl aber viel an Neid und Anfeindung.“ Als Projektmanager hat man nicht nur Freunde um sich. Und so kann man sich bei Misserfolg im Sturme von Vorwürfen und bei Erfolg in den Niederungen des Neides wiederfinden. Machen Sie Ihren Job nicht um des Lobes willen. Stellen Sie Ihre Verantwortung der Aufgabe gegenüber in den Vordergrund und nehmen Sie für sich vor allem die Erfahrung mit. Francesco Petrarca (1304 - 1374). 219 „Wenn man alt ist, denkt man über die weltlichen Dinge anders, als da man jung war.“ Mit dem Alter wächst die Lebenserfahrung, mit den Berufsjahren wächst die Berufserfahrung, mit den Jahren in Projekten wächst die Projekterfahrung. Schätzen Sie Ihr Erfahrungslevel richtig ein und suchen Sie sich Aufgaben, die Sie erstens stemmen können und die Ihnen zweitens weitere Erfahrung bescheren. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832). e. <?page no="90"?> 90 365 Impulse Situationseinschätzung Menschenkenntnis Erfolg Führung Teamumgang Menschenkenntnis Kommunikation 220 „Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit, als Lügen.“ Die Lüge eines anderen kann man erkennen und aufdecken. Jedoch kann man nur schwer gegen die Überzeugung eines anderen ankommen. Suchen Sie sich Partner, mit denen Sie im freien Austausch nach dem besten Weg suchen können, und meiden Sie die ideologisch Überzeugten. Friedrich Nietzsche (1844 - 1900). a. 221 „Was der Mensch mit großer Arbeit erstreiten muß, das wird ihm eine Herzensfreude.“ Die erfolgreiche Beendigung einer schwierigen Aufgabe ist meist sehr befriedigend. Arbeiten Sie hart, um das Ziel zu erreichen. Und wenn es erreicht ist, erfreuen Sie sich gemeinsam mit allen Beteiligten an dem Rückblick auf die vollbrachte Leistung. Meister Eckhart (1260 - 1327). 222 „Dem Klugen wird auch ein Gesicht zur Sprache.“ Die Mimik ist manches Mal aufschlussreicher als das gesprochene Wort. Schauen Sie Ihr Gegenüber an, wenn Sie mit ihm sprechen, und lernen Sie, in Gesichtern zu lesen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="91"?> 365 Impulse 91 Werte Selbstkompetenz Fähigkeiten Führung Teamumgang Planung Wissen Fähigkeiten 223 „Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen.“ In einen Wettkampf mit anderen einzusteigen ergibt keinen Sinn. An sich selbst sollte man jedoch arbeiten und seine Kenntnisse und Fähigkeiten immer weiter ausbauen. Erkennen Sie, wo Ihre Talente liegen, und streben Sie gerade in diesen Gebieten nach immer weiterer Exzellenz. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 224 „Warum suchst du die Ruhe, da du zur Arbeit geboren bist? “ Das Leben besteht aus einer Abfolge von Arbeitsphasen und Ruhephasen. Zu viel Ruhe ist dabei genauso schädlich wie zu viel Arbeit. Nach einer Phase intensiver Arbeit suchen Sie den Ausgleich für sich selbst und Ihr Team. Aber meiden Sie den Schlendrian, denn die Ruhephase ist dafür da, danach wieder mit Energie an die Arbeit gehen zu können. Thomas von Kempen (1380 - 1471). 225 „Wer den, der sich einbildet Verstand zu haben, zu Verstand bringen will, vergeudet seine Zeit.“ Im Projektalltag wird es immer wieder Personen geben, welche schlaue Vorschläge präsentieren und auf jede Frage die vermeintlich richtige Antwort haben. Platz für Diskussion und inhaltlichen Austausch gibt es bei ihnen nicht, denn der Lösungsweg ist ja schon sonnenklar. Verschwenden Sie keine Zeit mit Wichtigtuern und Blendern, sondern suchen Sie Rat bei Experten. Machen Sie sich den Verstand anderer zunutze und entwickeln Sie auf dieser Basis Ihr eigenes Verständnis. Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. <?page no="92"?> 92 365 Impulse Werte Kommunikation Emotionen Führung Umsetzungsstärke 226 „Die Natürlichkeit ist nicht nur das Beste, sondern auch das Vornehmste.“ Natürlich zu sein, heißt nichts anderes als so zu sein, wie man ist. Natürlichkeit zu zeigen, bedeutet authentisch, ehrlich und aufrichtig zu agieren. Seien Sie nahbar und authentisch. Verstecken Sie sich nicht hinter einer inszenierten Maskerade, sondern reduzieren Sie die Unsicherheit Ihres Gegenübers durch Aufrichtigkeit. Theodor Fontane (1819 - 1898). g. 227 „Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat.“ Erfahrene Kränkungen brennen sich oft in das Gedächtnis von Menschen ein. Auch wenn eine Wohltat mitunter schnell vergessen wird, so hat eine aufgebaute Reputation der Aufrichtigkeit Bestand. Vermeiden Sie zwingend Angriffe auf der persönlichen Ebene, sondern argumentieren Sie stets sachlich. Martin Luther (1483 - 1546). 228 „Ja! sanft zu sein, zu rechter Zeit, das ist wohl schön, doch sanft zu sein, zur Unzeit, das ist häßlich, denn es ist feig! “ In Projekten gibt es Zeiten, die erfordern eine harte Hand. Fehler bleiben Fehler und diese müssen auch als solche angesprochen werden. Wer nur Laissez-faire führt und nicht in der Lage ist, seinen Führungsstil auch an die Situation anzupassen, wird im Projektmanagement nur schwer bestehen. Passen Sie die Art und Weise Ihrer Führung situativ an. Erkennen Sie, wenn die Situation einer klaren und eindeutigen Reaktion bedarf, und dann agieren Sie klar und eindeutig. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). g. <?page no="93"?> 365 Impulse 93 Werte Erfolg Emotionen Teamumgang Menschenkenntnis Zielfokussierung Fähigkeiten Wissen Projektkontext 229 „Wir sind stark, wenn wir zusammenhalten: die Starken und Schwachen, die Jungen und Alten.“ Ein Projektteam ist eine Art eigene Mikrogesellschaft. Auch hier gibt es unterschiedliche Stärken, Schwächen und Bedürfnisse. Dabei ist aber jedes Teammitglied wertvoll und liefert mit seinen individuellen Fähigkeiten einen Beitrag zum Erfolg der Gemeinschaft. Entwickeln Sie Ihr Projektteam zu einer Gemeinschaft, in der es sowohl selbstverständlich ist, andere zu unterstützen, als auch, dass jeder bestrebt ist, seinen bestmöglichen eigenen Beitrag zum Gemeinschaftserfolg beizutragen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). e. 230 „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Ein Projektleiter, der es versteht, aus dem ihm zur Verfügung stehenden einzelnen Projektmitarbeitern ein Team zu formen, wird Synergien erhalten, welche die Effizienz der Projektarbeit massiv erhöhen. Bilden Sie ein zwischenmenschlich und fachlich funktionierendes Team, und die Teamleistung wird höher sein als die Summe der Einzelleistungen! Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). e. 231 „Dies ist ein weites Feld.“ Nur jemand, der tiefes Wissen besitzt, erkennt die unendliche Weite des Feldes. Das Projektmanagement für sich ist ein weites Feld, welches durch seine Dynamik immer wieder aufs Neue beackert werden muss. Bauen Sie Ihr Wissen, Ihre Erfahrungen, Ihre Fähigkeiten im weiten Feld des Projektmanagements kontinuierlich aus. Beachten Sie die Dynamik innerhalb der Projektlandschaft. Theodor Fontane (1819 - 1898). f. <?page no="94"?> 94 365 Impulse Moral Emotionen Zielfokussierung Erfolg Situationseinschätzung Führung Kommunikation Projektkontext 232 „Ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe.“ Sowohl ein freudiges als auch ein trübseliges Wesen entwickelt sich entweder passiv oder aktiv. Ein freudiges Herz gilt es sich also zu erarbeiten und dieses zu nähren. Überlegen Sie sich täglich, wofür Sie dankbar sind. Dankbarkeit schafft Zufriedenheit und ein freudiges Herz. Martin Luther (1483 - 1546). a. 233 „Wer das Ziel kennt, kann entscheiden - wer entscheidet, findet Ruhe - wer Ruhe findet, ist sicher - wer sicher ist, kann überlegen - wer überlegt, kann verbessern.“ Ein klares Ziel vor Augen zu haben ist die Grundlage für alles Denken und Handeln. Nur mit der Zielklarheit kehrt die notwendige Ruhe ein, um letztendlich über den optimalen Weg nachdenken zu können. Stellen Sie sicher, dass Ihr Vorhaben auf gesunden Zielvorstellungen beruht. Auch wenn Details des Endergebnisses noch nicht klar sind, das grobe Ziel muss fundiert sein. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 234 „Übe dich selbst, indem du liesest, und tu dazu etwas Nützliches, indem du schreibst.“ Eine Führungskraft muss sich immer umfassend informieren und die Informationen in geeigneter Weise verteilen. Sehen Sie sich als Informationsknotenpunkt. Sammeln Sie Informationen ein und verteilen Sie sie weiter, nur so können Sie das Getriebe des Projekts am Laufen halten. Hrabanus Maurus (783 - 856). <?page no="95"?> 365 Impulse 95 Führung Teamumgang Moral Selbstkompetenz Entscheidungsstärke Umsetzungsstärke 235 „Mancher glänzt an zweiter Stelle, dessen Licht an der ersten erlischt.“ Nicht selten werden Mitarbeiter über das Level ihrer Fähigkeiten hinaus befördert. Wo sie in ihrer alten Position brilliert haben, scheitern sie dann auf ihrer neuen Position. Das hilft niemandem. Achten Sie beim Einsatz Ihrer Mitarbeiter darauf, dass Sie niemanden auf einer Stufe einsetzen, die er nicht zu stemmen vermag. Voltaire (1694 - 1778). 236 „Es schadet nichts, wenn einem Unrecht geschieht. Man muß es nur vergessen können.“ Die Welt ist nicht gerecht, schon gar nicht die Arbeitswelt. Wer es nicht schafft, dies nüchtern und neutral zu akzeptieren und für sich zu verarbeiten, der wird leiden. Halten Sie sich nicht an dem Ihnen widerfahrenen Unrecht auf. Analysieren Sie die Geschehnisse und Ihre Rolle darin, dann lassen Sie es hinter sich und schreiten Sie weiter in die Zukunft. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 237 „Wer keine große Angst erkennen läßt, dem begegnet auch kein großes Mitleid.“ Egal vor welchen Widrigkeiten man steht, es gilt die Herausforderung anzunehmen und eine Lösung zu entwickeln. Respekt vor der Sache ist angebracht, Angst jedoch lähmt ein zielgerichtetes Vorgehen. Es ist nicht das Mitleid anderer, welches es zu erringen gilt. Haben Sie Respekt vor der Aufgabe, aber auch den Mut zur Lösung derselbigen. Dschingis Khan (um 1160 - 1227). <?page no="96"?> 96 365 Impulse Führung Wissen Situationseinschätzung Kommunikation Zielfokussierung Entscheidungsstärke 238 „Gar gut bei allem ist Ordnung.“ Ordnung in der Wertschöpfung, in den Abläufen, in der Kommunikation, im Controlling, in den Verantwortlichkeiten etc. reduziert Redundanzen und die Fehleranfälligkeit. Geben Sie als Projektleiter Struktur, Organisation, Regeln und Ordnungsrahmen Ihres Projekts vor! Fordern Sie Ordnung konsequent ein! Homer (etwa 8. Jh. v. Chr.). a. 239 „Lehre und lerne das Bessere.“ Ein Projektleiter baut über die Jahre seinen Erfahrungsschatz auf. Getreu dem Motto „aus Fehlern lernt man“ versuchen Projektmanager, einmal gemachte Fehler nicht zu wiederholen. Wer nur so agiert, lernt zweifelsohne dazu, doch er beraubt sich einer weiteren Entwicklungsquelle. Prüfen Sie deshalb auch die Dinge, die im Projekt gut gelaufen sind, auf das Potenzial hin, wie diese noch besser laufen können! Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.). 240 „Es gehört dazu ein trefflicher Mann, der ein Löwenherz habe, unerschrocken die Wahrheit zu schreiben.“ Die Wahrheit zu schreiben beziehungsweise auszusprechen erfordert mitunter viel Mut. Oft sind es im Projekt die unangenehmen Wahrheiten, die eines Sprachrohrs bedürfen. Kommunizieren Sie unerschrocken und klar auch existierende Probleme und Schwierigkeiten. Wichtig ist allerdings, dass Sie nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch Maßnahmen zur Problemlösung eruieren. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="97"?> 365 Impulse 97 Emotionen Menschenkenntnis Führung Teamumgang Wissen Fähigkeiten Menschenkenntnis 241 „Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der Freude der anderen. Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.“ Nichts ist herzlicher und erfüllender als sich über die Freude eines lieben Menschen selbst zu freuen. Erfreuen Sie sich an den Momenten des Glücks Ihrer Mitmenschen. Wer diese Freude kennt, der weiß um die heilsame Kraft ebendieser. Theodor Fontane (1819 - 1898). 242 „Wer Menschen beurteilt, hüte sich vor billigem Tadel und billigem Lob.“ Manager und Führungskräfte haben auch zu loben und zu kritisieren. Es ist wichtig zu verstehen, dass Lob ein genauso scharfes Schwert sein kann wie die Kritik. Mit Lob stellt man sich genauso wie mit Kritik über den anderen. Bleiben Sie bei Ihrem Feedback auf die Sache bezogen, seien Sie ernsthaft und ehrlich, und wenden Sie Lob und Kritik grundlegend nur da an, wo Sie legitimerweise in der Funktion dazu sind. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 243 „Wer von weit herkommt, hat leicht lügen.“ Lügen anderer sind immer dann schwer zu erkennen, wenn man sich selbst in dem Themengebiet nicht auskennt. Glauben Sie nicht alles, nur weil Sie es nicht selbst einschätzen können. Holen Sie sich Rat von Menschen, die mit dem Thema vertraut sind. Voltaire (1694 - 1778). <?page no="98"?> 98 365 Impulse Führung Entscheidungsstärke Selbstkompetenz Kommunikation Zielfokussierung Projektkontext Kundenumgang 244 „Ein Mann mit einer Überzeugung ist stärker als 99 Leute mit Interessen.“ Erst die volle Überzeugung von der Richtigkeit des eigenen Handelns führt zum Erfolg. Machen Sie keine halben Sachen. Als Manager sollten Sie immer voll hinter dem stehen, was Sie vertreten und tun. John Stuart Mill (1806 - 1873). 245 „In der Kürze liegt die Würze.“ Viele Worte sind nicht immer zielführend. Gerade eine kurze, prägnante Ausdrucksweise hilft, Ziele, Pläne und Gedanken auf den Punkt zu bringen. Formulieren Sie Zielstellungen kurz und prägnant. Fassen Sie komplexere Gedankengänge kompakt zusammen. William Shakespeare (1564 - 1616). c. 246 „Günstige Winde kann nur der nutzen, der weiß, wohin er will.“ Zur Steuerung eines Projekts benötigt man die Sicht auf das Zielgebiet und einen sinnvollen Weg dorthin. Auf dem Weg liegen Widrigkeiten und unterstützende Einflüsse. Es gilt, letztere zu erkennen und nutzbar zu machen. Suchen Sie nach den unterstützenden Einflüssen für Ihr Vorhaben, erkennen Sie günstige Gelegenheiten und machen Sie sich hilfreiche Strömungen in Ihrer Umgebung zunutze. Oscar Wilde (1854 - 1900). <?page no="99"?> 365 Impulse 99 Erfolg Fähigkeiten Führung Umsetzungsstärke Moral Werte 247 „Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.“ Manche Vorhaben scheitern, und das oft nicht an den großen Zielen, sondern an diversen Details. Denn oft sind es die Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben. Achten Sie in Ihrem Projekt darauf, all die kleinen Aspekte mit zu berücksichtigen. Denn nur die Liebe zum Detail sichert Ihnen den wahren Erfolg. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 248 „O Mensch, hilf dir selbst! “ Projektleiter sind zur Realisierung des Projektfortschritts kontinuierlich auf die Unterstützung anderer angewiesen. Dennoch, es gibt immer wieder Situationen, denen sich Projektmanager allein stellen und die sie allein meistern müssen. Treiben Sie als Projektleiter selbst- und eigenständig Dinge voran, um Veränderungen und Fortschritt zu bewirken. Scheuen Sie sich nicht, auch selbst Scherben aufzukehren und Aufgaben zu übernehmen, die nicht Ihrer Jobbeschreibung entsprechen. Ludwig van Beethoven (1770 - 1827). 249 „Die Gerechtigkeit erfüllen, bedeutet: tun, was man muß; Ungerechtigkeit aber: nicht tun, was man muß, sondern sich davon drücken.“ In Projekten geht es oft nicht gerecht zu; so kommt es beispielsweise vor, dass zugesagte Ressourcen nicht bereitgestellt, Genehmigungen nicht erteilt und Kundenzusagen nicht eingehalten werden. Als Projektleiter können Sie nicht jede Ungerechtigkeit verhindern, Ihre Aufgabe ist es aber, auf Ungerechtigkeit hinzuweisen und Gerechtigkeit einzufordern! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. <?page no="100"?> 100 365 Impulse Führung Teamumgang Moral Fähigkeiten Führung 250 „Die Gewohnheit macht dem Menschen die erworbene Weisheit zum Eigentum und gibt ihm Beständigkeit.“ Gewohnheit schafft Struktur und Effizienz. Das kann u.a. der Fertigungsrundgang am Montagvormittag, genauso wie das morgendliche Daily im Team, als auch die Kundenabstimmungsrunde am Donnerstagnachmittag sein. Etablieren Sie Gewohnheiten in Ihrem Projektmanagementablauf. Schaffen Sie Rituale für sich und Ihr Team! Pythagoras von Samos (570 - 500 v. Chr.). 251 „Man hört nie auf entwicklungsbedürftig zu sein; ich gehe noch jetzt in die Schule und lerne von Leuten, die meine Enkel sein könnten.“ Solange wir leben, können wir uns weiterentwickeln und lernen. Dabei hat ein jeder Fähigkeiten, Wissen, Gedanken, Verhaltensweisen etc., welche seinem Gegenüber Weiterentwicklung ermöglichen. Schätzen Sie niemanden geringer als sich, sondern erkennen Sie, was Ihr Gegenüber Sie lehren kann. Theodor Fontane (1819 - 1898). 252 „Es ist keine Tugend, edel geboren werden, sondern sich edel machen.“ Eine gute Führungskraft ist man nicht aufgrund seiner Position oder der hierarchischen Stellung, sondern man wird es durch seine Taten, sein Wissen, seine Erfahrungen und angemessenes Verhalten. Entwickeln Sie sich zu einer exzellenten Führungskraft, stellen Sie Ihr Ego hinten an und nutzen Sie Ihre Potenziale! Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="101"?> 365 Impulse 101 Werte Planung Situationseinschätzung Selbstkompetenz Emotionen Rationalität 253 „Zwischen Ungezogenheiten und würdeloser Kriecherei gibt es einen dritten Weg. Den der Menschlichkeit.“ Eine Führungskraft sollte weder ein arroganter Schnösel noch ein „Arschkriecher“ sein, sondern eine Persönlichkeit. Maß statt Anmaßung, Aufrichtigkeit statt Kriecherei und vor allem Menschlichkeit sollten Grundpfeiler Ihres Wertegerüstes sein! Kurt Tucholsky (1890 - 1935). o. 254 „Kein Vorgang ist grundlos, sondern alles Geschehen hat seine Ursache und ist notwendig.“ Alles passiert aus einem Grund. Wichtig ist allerdings nicht die drakonische Aufarbeitung, sondern rein die Kenntnis der Ursache. Zielführend ist nicht die Retrospektive, sondern wichtig sind die Lessons-Learned-Punkte und deren Berücksichtigung für zukünftige Projekte. Erkennen Sie also Ursache-Wirkungs-Beziehungen und leiten Sie daraus Verbesserungen für die Zukunft ab! Leukipp (5. Jhdt. v. Chr.). a. 255 „Wir opfern die eignen Gefühle so gern, wenn uns ein großes Ziel vor Augen steht.“ Das eigene Empfinden, die eigenen Gefühle kurzfristig zu unterdrücken, kann ratsam sein. Langfristig führt es zweifelsohne in den Abgrund. Achten Sie auch als Führungskraft auf Ihre Gefühle und Bedürfnisse. Manchmal müssen Sie kurzfristige Bedürfnisse zugunsten des Ziels opfern, opfern Sie jedoch niemals Ihre Gefühle langfristig, denn dann opfern Sie sich selbst. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). g. <?page no="102"?> 102 365 Impulse Führung Teamumgang Kundenumgang Menschenkenntnis Führung Werte Emotionen Menschenkenntnis Führung 256 „Man wird nur dadurch dem Menschen gerecht, daß man in jedem einzelnen einen neuen Menschen sieht.“ Jeder Mensch ist einzigartig. Als Manager tut man gut daran, alle seine Mitarbeiter, Kollegen und Partner in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit zu erkennen, zu respektieren und zu schätzen. Schauen Sie auf jeden Menschen unvoreingenommen und nehmen Sie sich Zeit, die Vorzüge des anderen kennenzulernen. Rudolf Steiner (1861 - 1925). 257 „Was ist Weisheit? Die Menschen kennen. Was ist Menschenkenntnis? Die Menschen lieben.“ Ein guter Manager muss die Menschen kennen, um die Sachthemen steuern zu können. In der Menschenführung aber muss man die Menschen lieben, um zu wissen, wie zum Wohle aller verfahren werden kann. Befassen Sie sich mit den einzelnen Menschen in Ihrem Team, mit deren Wünschen, Sehnsüchten und Ängsten. Nur so werden Sie wahrhaft gut in der Teamführung. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 258 „Was Macht hat, mich zu verletzen, ist nicht halb so stark wie mein Gefühl, verletzt werden zu können.“ Ängste gehören zum menschlichen Dasein dazu. Die Angst, verletzt werden zu können, kann zu Blockaden im Handeln führen. Erkennt man jedoch die gefühlte Bedrohung als das, was sie ist, erweist sie sich oft als harmloser als befürchtet. Seien Sie sich Ihrer eigenen Ängste bewusst und achten Sie auf die Gefühle anderer. Nur der bewusste Umgang mit Ängsten und Gefühlen und eine realistische Einschätzung der gefühlten Bedrohung kann zu einer Auflösung der Blockade führen. William Shakespeare (1564 - 1616). <?page no="103"?> 365 Impulse 103 Fähigkeiten Erfolg Rationalität Situationseinschätzung Projektkontext Selbstkompetenz Fähigkeiten 259 „Das Reisen mit der Eisenbahn bei hohen Geschwindigkeiten ist nicht möglich, da Passagiere nicht in der Lage wären zu atmen und erstickten.“ Viele Menschen im Umfeld werden der Meinung sein, das geplante Vorhaben klappe doch nie. Lassen Sie sich davon anspornen und beweisen Sie das Gegenteil. Dionysys Lardner (1793 - 1859). 260 „Tausend Wege führen zum Irrtum, ein einziger zur Wahrheit.“ Wenn die Lösung noch unklar ist, tun sich viele mögliche Wege auf. Und wenn auch mehrere davon zum Ziel führen mögen, so gilt es doch, den erfolgversprechendsten und effizientesten daraus auszuwählen. Betrachten Sie die möglichen Lösungswege zusammen mit Ihrem Team. Spielen Sie die Wege gedanklich durch und analysieren Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungsvarianten. Erst dann treffen Sie Ihre Entscheidung. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 261 „Mit Wut beginnt, mit Reue schließt der Zorn.“ Zorn ist eine normale menschliche Reaktion. Der Zorn äußert sich leicht in lautstarker Wut. Das mag verständlich sein, hilfreich ist es jedoch nicht. Gelassenheit ist ein weit besserer Berater als Wut. Versuchen Sie zu lernen, Ihre Wut zu beherrschen, bevor Sie sie bereuen müssen. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). <?page no="104"?> 104 365 Impulse Werte Erfolg Projektkontext Selbstkompetenz Moral Umsetzungsstärke Teamumgang Führung Erfolg 262 „Einen Edelstein kann man nicht blank machen, ohne ihn zu reiben.“ Um das Bestmögliche aus den Gegebenheiten herauszuholen, reicht es nicht, die Dinge nur grob zu regeln. Es gehört immer auch die Feinarbeit dazu. Geben Sie sich nicht mit dem Mindestmaß als Resultat zufrieden, bringen Sie Ihr Projektergebnis zum Glänzen! Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 263 „Der Mensch weiß wohl um das Gute, auch wenn er es nicht tut.“ Es gibt Momente, in denen man sich den Meinungen anderer anschließt, obwohl die eigene Überzeugung in eine andere Richtung zeigt. Meist bereut man später, nicht der eigenen Stimme gefolgt zu sein. Seien Sie standhaft und folgen Sie Ihrem eigenen Verstand und Empfinden! Hildegard von Bingen (1098 - 1179). 264 „Wer Worte macht, tut wenig.“ Ein Team sollte sich aus verschiedenen Persönlichkeiten zusammensetzen. Dabei werden die Redner genauso gebraucht wie die Schaffer. Ihr Geschick als Manager muss es sein, Ihre Teammitglieder einschätzen zu können. Jeder hat seinen eigenen Wert, aber erst durch Ihre geschickte Kombination der Charaktere wird ein Hochleistungsteam daraus. William Shakespeare (1564 - 1616). <?page no="105"?> 365 Impulse 105 Emotionen Kommunikation Moral Projektkontext Planung Teamumgang Führung 265 „Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen.“ Nicht immer läuft die Kommunikation zwischen Menschen nur fein und höflich ab. Es kann zu ruppigen oder gar beleidigenden Bemerkungen kommen. Gerade wenn Sie sich beleidigt fühlen, sollten Sie versuchen, das Anliegen des anderen, das sich hinter seinen Worten verbirgt, zu ergründen. Nur so kommen Sie von der emotionalen wieder auf die sachliche Ebene. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 266 „Ein unbekannter Freund ist auch ein Freund.“ Manchmal gehen stockende Dinge voran, ohne dass das Projektteam so recht weiß, warum eigentlich. Verborgen Kräfte scheinen zu wirken. Manchmal kann ein Projekt auch von nicht offen auftretenden Stakeholdern unterstützt werden. Stellen Sie - sofern möglich - Ihr Projektvorhaben in Ihrem Umfeld großzügig vor. Menschen sind daran interessiert, was Sie und Ihr Team tun. Und wer Ihre Ziele kennt und verstanden hat, hilft eines Tages vielleicht mit, die Weichen richtig zu stellen. Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781). a. 267 „Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung. Und sie gedeiht mit der Freude am Leben.“ Nicht nur Einzelne, sondern auch Teams können gesund oder krank sein. Und so ist ein Team um so gesünder, je mehr in ihm eine grundlegende Freude an der gemeinsamen Arbeit vorherrscht. Achten Sie auf die Gesundheit Ihres Teams, sorgen Sie für Gemeinschaft und Freude an der Zusammenarbeit. Thomas von Aquin (1224 - 1274). <?page no="106"?> 106 365 Impulse Kommunikation Menschenkenntnis Fähigkeiten Moral Führung Emotionen 268 „Es hört doch nur jeder, was er versteht.“ Manager und Projektmanager sind Vermittler von Informationen. Die Botschaften sind nach unten, seitlich und nach oben gerichtet. Aber kommen sie auch an? Versetzen Sie sich in den Empfänger Ihrer Botschaft, welche Informationen sind ihm wichtig, was kann und will er aufnehmen? Sprechen Sie empfängerorientiert! Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832). a. 269 „Das ist ein weiser Mann, der sich an eines andern Unfall bessern kann.“ Aus dem eigenen Fehler zu lernen ist klug. Aus dem Fehler eines anderen zu lernen ist klüger. Im privaten wie auch im beruflichen Umfeld bietet die Beobachtung anderer eine Vielzahl von Implikationen für die Adaption des eigenen Verhaltens. Beobachten Sie und lernen Sie auch aus dem Scheitern Ihrer Mitmenschen. Martin Luther (1483 - 1546). 270 „Wer lobt, wird selten nach seiner Aktivlegitimation gefragt.“ Lob empfangen Menschen in der Regel gerne. Fakt ist jedoch, jemanden zu loben bedeutet dieselbe Machtausübung wie jemanden zu tadeln, nur ist diese Art und Weise des Machtgebrauchs wesentlich subtiler. Loben Sie, loben Sie, loben Sie aber niemals des Lobes, sondern der erbrachten Leistung wegen. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ab. <?page no="107"?> 365 Impulse 107 Teamumgang Kundenumgang Werte Emotionen Fähigkeiten Menschenkenntnis Rationalität Teamumgang 271 „Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.“ Auch eine negative Botschaft kann besser als Schweigen sein, denn eine offene Ansprache von Problemen verhindert mitunter schwerwiegendere Folgen in der Zukunft. Botschaften sollten grundsätzlich einem Zweck dienen. Eine Botschaft, welche die Projektziele konterkariert, sollte lieber unausgesprochen bleiben. Generieren Sie eine Umgebung, die von Wertschätzung, Offenheit und Respekt geprägt ist! Solch ein Umfeld führt auch zu einer professionellen und zielführenden Kommunikationslandschaft. Pythagoras von Samos (570 - 500 v. Chr.). 272 „Ein feines Gefühl läßt sich so wenig lernen wie ein echtes. Man hat es - oder man hat es nicht.“ Menschen unterscheiden sich in ihrem Empfinden und in ihrem individuellen empathischen Gespür sehr stark. Als Führungskraft sollten Sie ein feines Gespür für das Empfinden und die Gefühle anderer haben. Empathie ist ein - leider oft unterschätzter - Schlüsselfaktor für erfolgreiche Projektführung. Theodor Fontane (1819 - 1898). b. 273 „Mit unserer Macht ist nichts getan.“ Ein Projektleiter allein bringt kein Projekt zu Ende. Es braucht die Macht, die Fähigkeiten und die Leistung eines Teams, um ein Projekt erfolgreich zu realisieren. Überschätzen Sie Ihre Macht nicht. Erst Ihr Team verleiht Ihnen Macht, nicht umgekehrt. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="108"?> 108 365 Impulse Kommunikation Zielfokussierung Selbstkompetenz Situationseinschätzung Menschenkenntnis Führung Teamumgang Selbstkompetenz 274 „Es ist äußerst schwierig zu reden, ohne zuviel zu sagen.“ Gerade Kunden gegenüber ist es wichtig, kommunikativ zu sein, ohne alles auszuplaudern. Grundsätzlich tut ein Projektleiter gut daran, kein Schwätzer zu sein. Die Knappheit eines Gutes bemisst seinen Wert. Schweigen Sie so lange, wie es besser ist als reden! Wenn Sie sprechen. müssen Ihre Worte Wert und Gewicht haben sowie einem Zweck dienen. Ludwig XIV. (1638 - 1715). 275 „Wenn man einen Menschen richtig beurteilen will, so frage man sich immer: „Möchtest du den zum Vorgesetzten haben? “ Die Fähigkeit, andere Menschen schnell richtig einschätzen zu können, fußt in der Regel auf einem hohen - nicht immer sichtbaren - Empathievermögen. Beurteilen Sie als Projektmanager nicht nur die Menschen in Ihrer Umgebung, sondern versuchen Sie auch sich selbst durch die Augen der anderen zu sehen. Was erkennen Sie? Kurt Tucholsky (1890 - 1935). aa. 276 „Wer seine Unwissenheit zugibt, zeigt sie einmal; wer sie zu verbergen sucht, zeigt sie viele Male.“ Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wenn ein anderer innerlich unsicher ist. Und so merken sie auch sofort, wenn ein Manager seine Unwissenheit zu verbergen sucht. Sprechen Sie offen darüber, wenn Sie etwas nicht wissen. Das ist authentisch und Sie können Ihre Wissenslücke schließen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="109"?> 365 Impulse 109 Menschenkenntnis Kommunikation Werte Fähigkeiten Rationalität Planung Menschenkenntnis Kommunikation Teamumgang 277 „Jetzt - gerade jetzt, ist nicht die rechte Zeit, sich Feinde zu schaffen.“ Im Projektmanagement ist eigentlich nie die richtige Zeit, sich Feinde zu machen, auch wenn es trotzdem manchmal passiert. Stehen Sie für Ihre Sache ein, aber respektieren Sie auch die Interessen anderer. Seien Sie somit bemüht, sich keine Feinde zu machen. Voltaire (1694 - 1778). 278 „Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn.“ Projektmanagement hat viel mit Planung und geordneter Umsetzung zu tun, es basiert auf Vernunft. Aber welche Aspekte müssen alle geplant werden? Welche Planungsgranularität ist die richtige? Dies hat ein guter Projektmanager im Gefühl. Gehen Sie mit Vernunft und mit Gefühl an Ihre Aufgabe heran, nur die Kombination wird Sie zum Ziel bringen. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 279 „Verstand und Genie rufen Achtung und Hochschätzung hervor; Witz und Humor erwecken Liebe und Zuneigung.“ Der Umgang mit anderen Menschen ist nicht immer leicht. Vorschläge oder Handlungsanweisungen, die einem noch so logisch erscheinen, werden von anderen vielleicht aufgrund der Art abgelehnt, in der sie vorgebracht wurden. Geben Sie sich nicht nur nüchtern und rational, das wirkt technokratisch. Zeigen Sie sich immer auch von Ihrer menschlichen Seite, das wirkt sympathisch. David Hume (1711 - 1776). a. <?page no="110"?> 110 365 Impulse Wissen Fähigkeiten Selbstkompetenz Teamumgang Menschenkenntnis Führung Umsetzungsstärke Rationalität 280 „Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag.“ Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung findet nicht nur in Kursen und Seminaren statt. Auch wenn man in letzteren ein gutes Fundament aufbauen kann, so ist es doch das reale Leben, in dem man am meisten lernt. Fragen Sie sich immer wieder, was Sie aus all den Erlebnissen des Tagesgeschehens lernen können, und in welche Richtung Sie sich ändern wollen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) zugeschrieben. 281 „Lasst jedermann das tun, was er am besten versteht.“ Verschiedene Menschen haben verschiedene Talente. Es ist das im positiven Sinne Spannende in einem Projektteam, dass die Mitglieder sich mit ihren Talenten gegenseitig ergänzen können. Ihre Aufgabe ist es, die Teammitglieder in ihren Stärken und Schwächen zu kennen, die anstehenden Aufgaben ideal im Team zu verteilen und für größere Aufgaben auch geeignete Paarungen und Untergruppen zusammenzubringen. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 282 „Penibilität tötet zuletzt Sinn und Auge für das Allgemeine.“ Perfektionismus ist im Projektkontext insofern vertretbar, wie es der Erfüllung des Projektziels dient. Schnell kann sich jedoch im Detail verloren werden oder es wird an Pseudoverbesserungen getüftelt, welche den Kundennutzen nicht erhöhen. Achten Sie auf Effizienz bei der Leistungserstellung und unterbinden Sie Ressourcenverschwendung durch übertriebene Penibilität. Theodor Fontane (1819 - 1898). <?page no="111"?> 365 Impulse 111 Planung Situationseinschätzung Umsetzungsstärke Erfolg Zielfokussierung Umsetzungsstärke Selbstkompetenz Erfolg 283 „Wo kein Wagnis, da kein Gewinn.“ Ein Projekt zu realisieren bedeutet immer auch ein Wagnis einzugehen. Dabei gilt das Gesetz der Rendite; je höher das Risiko, desto höher der mögliche Gewinn, auch für Projekte. Projekte sind zwar ein Wagnis, die Risiken sind allerdings meist erkennbar. Erkennen Sie potenzielle Risiken, bewerten Sie deren Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit und berücksichtigen Sie dann den Gesamtrisikoerwartungswert in Ihrer Projektkalkulation. Martin Luther (1483 - 1546). 284 „Hektor: Überall wo Großartigkeit herrscht, schleicht der Verfall.“ Wer sich auf dem Erreichten ausruht, der wird in der Zukunft auch nicht mehr in der Lage sein, Größeres zu erreichen. Vielmehr noch, er verliert auch die Fähigkeiten, vergangene Erfolge zu wiederholen. Wir brauchen neue Herausforderungen, um uns weiterzuentwickeln und als Persönlichkeit wachsen zu können. Rühmen Sie sich nicht vergangener Erfolge, sondern arbeiten Sie konzentriert und fokussiert auf den zukünftigen Erfolg Ihres Projekts hin. Homer (etwa 8. Jhdt. v. Chr.). 285 „Das Glück ist hinter dem Pfluge.“ Oft wirkt es, als haben bestimmte Personen mehr Glück als andere. Mitunter ist diese Perspektive allerdings nur eine eigens konstruierte Illusion, die verhindert, sich selbst einzugestehen, dass diese Person einfach härter arbeitet und zielstrebiger ist als man selbst. Stellen Sie sich als Projektleiter hinter den Pflug und beackern Sie den mitunter steinigen Boden Ihres Projekts. Damit legen Sie die Basis für das Wachsen und Gedeihen Ihres Projektpflänzchens. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). d. <?page no="112"?> 112 365 Impulse Fähigkeiten Selbstkompetenz Wissen Situationseinschätzung Werte Menschenkenntnis Emotionen Moral 286 „Alles, was man regelmäßig und berufsmäßig tut, versteinert.“ Im Projektalltag gilt es, neue Impulse zu suchen und diese bewusst aufzunehmen. Der Routine ist die Gefahr des Stillstands und das zum Erliegen Kommen der Weiterentwicklung immanent. Suchen Sie neben den Impulsen aus Ihren Projekten auch bewusst nach weiteren Anregungen, die Ihren Horizont erweitern und Ihnen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung geben. Bilden Sie sich weiter. Investition in Bildung ist die Investition mit der höchsten Rendite. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). ac. 287 „Was nicht verboten ist, ist erlaubt.“ Projekten ist immanent, dass nicht für jede Problemstellung etablierte und geregelte Lösungen bereitstehen. Ab und an gilt es „Graubereiche“ zu nutzen, um dem Ziel näher und im Projekt voranzukommen. Loten Sie die Grenzen des Erlaubten aus, übertreten Sie diese aber nicht! Bleiben Sie integer. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). f. 288 „Es ist kein Mensch so böse, daß nicht etwas an ihm zu loben wäre.“ Gerade im Bereich des Stakeholdermanagements gilt es, mit Fingerspitzengefühl auf die individuellen Interessen und Bedürfnisse einzugehen. Ist ein Stakeholder auch ein Projektgegner, so gilt es dennoch, den wohlwollenden Austausch mit ihm zu suchen. Schreiben Sie niemanden von vornherein ab. Versetzen Sie sich in die Perspektive des anderen und versuchen Sie dessen Beweggründe zu verstehen. Suchen Sie das Gute im Gegenüber und beginnen Sie darauf aufbauend den Austausch. Martin Luther (1483 - 1546). <?page no="113"?> 365 Impulse 113 Führung Teamumgang Situationseinschätzung Kommunikation Werte Führung Teamumgang 289 „Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Die gemeinsame Projektarbeit wird von den Teammitgliedern nicht selten als eine schöne Zeit der intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit erlebt. Am Ende des Projekts heißt es Abschied nehmen und neue Aufgaben übernehmen. Bereiten Sie sich und Ihr Team auf das Ende der gemeinsamen Projektzeit vor. Feiern Sie den anstehenden Wandel gemeinsam und sorgen Sie dafür, dass es jedem gut geht bei dem Gedanken an die neuen Aufgaben nach dem Projektende. Hermann Hesse (1877 - 1962). 290 „Wer sich in seinen Worten nicht bescheidet, wird kaum erfüllen, was er versprach.“ Durch den allseitigen Druck auf ein Projekt kommt der Projektmanager leicht in Versuchung, viele Versprechungen zu machen, die sich dann aber in Summe nicht einhalten lassen. Behalten Sie das Gesamtbild im Auge und bleiben Sie realistisch in Ihren Abschätzungen. Nicht eingehaltene Versprechen führen zu Verärgerung auf Seiten Ihrer Partner. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) zugeschrieben. 291 „Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.“ Konkurrenzkampf ist auch innerhalb der besten Teams nicht unbekannt. Hilfreich ist er innerhalb des Teams jedoch nicht und nach außen hin auch nur selten. Wandeln Sie den Konkurrenzkampf im Team in einen Sportsgeist um, so kann jeder davon profitieren. Achten Sie aber darauf, dass die schwächeren Teammitglieder nicht auf der Strecke bleiben. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). g. <?page no="114"?> 114 365 Impulse Selbstkompetenz Fähigkeiten Erfolg Selbstkompetenz Moral Planung Kommunikation 292 „Zufriedenheit mit seiner Lage ist der größte und sicherste Reichtum.“ Berufliche Ambitionen sind etwas durchaus Positives. Aber nicht jedes persönliche Ziel lässt sich zeitnah erfüllen, manche Wünsche bleiben dauerhaft Wunschträume. Man sollte auf jeden Fall das, was man erreicht hat, positiv sehen. Planen Sie Ihre Karriere nicht krampfhaft und verbissen, sondern seien Sie sich der Vorzüge Ihrer momentanen Position bewusst. Für ein Weiterkommen werden sich zu geeigneter Zeit passende Gelegenheiten auftun. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.). 293 „Wir nennen dasjenige barbarisch, was stark von unserem eigenen Geschmack und Ansichten abweicht.“ Jeder Mensch ist gefangen in seinen eigenen Ansichten und beurteilt die Welt aus seiner ganz eigenen Sicht heraus. Versuchen Sie, sich aus dem engen Blickwinkel Ihrer Gewohnheiten zu lösen und die Welt ab und zu auch mit den Augen der anderen wahrzunehmen. David Hume (1711 - 1776). 294 „Mit der Logik kann man alles beweisen.“ Ein Projektleiter muss immer wieder unterschiedliche Stakeholder seines Projekts überzeugen. Hierfür gilt es, ein besonderes Augenmerk auf die Logik und Nachvollziehbarkeit der eigenen Argumentation zu legen. Verknüpfen Sie geschickt verschiedene Aussagen und Fakten zu einer Abfolge von logischen Schlussfolgerungen und bauen Sie so eine stringente Argumentationskette auf. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). r. <?page no="115"?> 365 Impulse 115 Emotionen Situationseinschätzung Moral Teamumgang Führung Emotionen 295 „Was man verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht.“ Furcht haben wir in der Regel vor dem Unbekannten. Das Unbekannte zu verstehen, reduziert Unsicherheit und führt zum Abbau von Furcht. Im Projektmanagement sind weder Unwissenheit noch Furcht gute Berater. Bemühen Sie sich also, die Menschen, die Sachverhalte und die Erfordernisse Ihres Projekts zu verstehen. Bedenken Sie jedoch, ein gewisses Maß an Unsicherheit liegt innerhalb von Projekten in der Natur der Sache. Marie Curie (1867 - 1934). 296 „Gegen das Gewissen zu handeln, ist unsicher und gefährlich.“ Unser Gewissen ist unsere individuelle Richtschnur für das Richtige und das Falsche. Gegen sein Gewissen zu handeln, heißt, sein eigenes Wertegerüst verraten. Handeln Sie guten Gewissens. Ihr Gewissen ist Ihr moralischer Kompass, auf den Sie sich bei nebligen Gesamtumständen verlassen können. Martin Luther (1483 - 1546). 297 „Im gemeinsamen Fisch sind keine Gräten.“ Projektmanagement ist eine Mannschaftssportart. Natürlich gibt es den Kapitän der Mannschaft, aber dieser ist eben auch Mitspieler. Man gewinnt und man verliert zusammen. Entwickeln Sie eine Projektgemeinschaft, welche sich als Einheit versteht, und Sie erhalten eine schlagkräftige Projekttruppe! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. <?page no="116"?> 116 365 Impulse Werte Umsetzungsstärke Zielfokussierung Situationseinschätzung Moral Erfolg Menschenkenntnis Führung Teamumgang 298 „Die Hauptsache ist der Fleiß; denn dieser gibt nicht nur die Mittel des Lebens, sondern er gibt ihm auch seinen alleinigen Wert.“ Fleiß ist kein Talent, sondern eine Tugend. Fleißig wird man demnach nicht geboren, sondern fleißig wird man durch Struktur und Routine. Verwechseln Sie Fleiß nicht mit ungerichtetem Eifer. Seien Sie hingegen fleißig in der Sache und arbeiten Sie strukturiert auf das Ziel hin. Friedrich von Schiller (1759 - 1805). b. 299 „Nichts wird so respektiert wie der Erfolg.“ Erfolg ruft in der Regel zwei grundsätzliche Reaktionen hervor. Die positive Reaktion ist die mit Respekt und Anerkennung. Die negative Reaktion ist die des Neides und der Missgunst. Es spricht nichts dagegen, dass Sie sich mit (Projekt-)Erfolg auch Respekt erarbeiten. Die Art und Weise, wie Sie dann jedoch mit diesem Erfolg umgehen, ist entscheidend dafür, ob Ihnen mehrheitlich Respekt oder Missgunst entgegenschlägt. Kurt Tucholsky (1890 - 1935). k. 300 „In jedem Anfang liegt schon das Ende.“ Ein Projekt hat einen Anfang und ein Ende, dies kann als Basisdefinition des Begriffs Projekt gelten. Die absehbar begrenzte Zeit der gemeinsamen Projektarbeit hat dabei sowohl Vorals auch Nachteile für jeden Einzelnen. Beobachten Sie die Entwicklungsphasen Ihres Teams und seien Sie sich jeder Phase des Kennenlernens, der Reibung, des Zusammenwachsens und des Erfolgs bewusst. Lassen Sie die Entwicklung zu und bereiten Sie gegen Ende die Trennungsphase vor. Zoroaster / Zarathustra (7./ 6. Jhdt. v. Chr.). <?page no="117"?> 365 Impulse 117 Planung Zielfokussierung Selbstkompetenz Emotionen Situationseinschätzung Selbstkompetenz Werte Situationseinschätzung Kommunikation 301 „Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.“ Nicht nur die spannenden und erfrischenden, sondern auch die langweiligen und unangenehmen Tätigkeiten gehören zur Arbeit dazu. Und eine Aufgabe immer wieder vor sich herzuschieben kann - wie jeder weiß - zermürbend sein. Gerade für die banalen Tätigkeiten am Rande der großen Planungs- und Steuerungsthemen gilt: Schaffen Sie die Arbeit einfach mal weg, dann ist der Kopf frei für die wichtigen Dinge. Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916). 302 „Das Paradies ist da, wo ich bin.“ Die äußeren Umstände sind nirgendwo perfekt. Nur das, was man selbst in die Situation einbringt, kann eine innere Befriedigung bringen. Machen Sie sich klar, was und wie Sie sich im Arbeitsleben einbringen wollen, suchen Sie Ihre Gelegenheit, aber nicht die perfekte Umgebung, diese gibt es nicht und schon gar nicht dauerhaft. Nur Ihr eigenes Handeln kann Sie zufriedenstellen. Voltaire (1694 - 1778). 303 „Gut gebrüllt, Löwe! “ Auch wenn es Zeiten gibt, in denen Zurückhaltung angesagt ist, so gibt es doch auch Zeiten, in denen man seine Stimme erheben muss. Wägen Sie die Situation ab. Aber wenn es notwendig ist, dann scheuen Sie sich nicht, Klartext zu reden. William Shakespeare (1564 - 1616). b.. <?page no="118"?> 118 365 Impulse Erfolg Fähigkeiten Selbstkompetenz Wissen Fähigkeiten Teamumgang Werte Teamumgang Kundenumgang 304 „Ruhm liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedesmal wieder aufzustehen, wenn wir gescheitert sind.“ Im Projektmanagement geht man neue Wege. Dabei biegt man manches Mal auch falsch ab. Aber das ist nicht das Ende. Es gilt, wieder neuen Mut und neue Kraft zum Weitermachen zu finden. Haben Sie keine Angst zu fallen, ohne Versuch und Irrtum kommen Sie nirgends hin. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 305 „Wer die Erkenntnis der Sache nicht hat, dem wird die Erkenntnis der Worte nicht helfen.“ Im Projektmanagement sind fachliche Kenntnis und interdisziplinäres, fachliches Verständnis zwingend erforderlich. Oft sind es die Notwendigkeiten der technischen Zusammenhänge, die den weiteren Weg im Projekt determinieren. Entwickeln Sie Ihre fachlichen Fähigkeiten und Ihr technisches Verständnis in Bezug auf den Projektgegenstand kontinuierlich weiter. Sie haben Ihre fachlichen Mentoren im eigenen Team, partizipieren Sie von ihnen. Martin Luther (1483 - 1546). 306 „Verrat trennt alle Bande.“ Fehler können verziehen, Unstimmigkeiten können ausgeräumt und Probleme gelöst werden. Verrat jedoch zerstört das Vertrauensverhältnis unwiderruflich. Verraten oder hintergehen Sie niemals Ihre Werte, Ihre Prinzipien, Ihr Team oder Ihren Kunden! Friedrich von Schiller (1759 - 1805). f. <?page no="119"?> 365 Impulse 119 Emotionen Kommunikation Situationseinschätzung Zielfokussierung Entscheidungsstärke 307 „Heiterkeit zieht an, Heiterkeit ist wie ein Magnet.“ Menschen suchen Orte der Begegnung. Grundsätzlich werden dabei heitere den melancholischen Umgebungen gegenüber präferiert. Heiterkeit lässt sich nicht erzwingen, sie kommt von innen und entsteht im Spiel zwischen Individuen im geschützten Raum. Ermöglichen und fördern Sie die Entstehung und Entfaltung dieser Räume. Theodor Fontane (1819 - 1898). e. 308 „Die ganze Kunst der Politik besteht darin, sich der Zeitumstände richtig zu bedienen.“ Nicht immer sind die Umstände günstig. Je nach Windrichtung gilt es die Segel möglichst sauber auszurichten, um das Projekt voranzutreiben. Es gilt, günstige und ungünstige Zeitumstände zu erkennen und darauf angepasst zu handeln. Stellen Sie sich vor, Sie verkünden zur Statusvorstellung die Verbesserung der kommerzielle Projektvorschau um 10%, aber Sie benötigen gegenwärtig auch zusätzliche Mitarbeiter. Fragen Sie nach diesem Personal innerhalb dieses Termins! Ludwig XIV. (1638 - 1715). 309 „Immer zaudern läßt die Taten nicht zur Vollendung kommen.“ Informationssammlung, Meinungserhebung, Interpretation, Überlegung und Abwägung sind zweifelsohne Aufgaben innerhalb von Projekten. Den Projektleiter erkennt man daran, dass er anschließend eine Entscheidung trifft. Haben Sie den Mut zu entscheiden und entscheiden Sie auch auf Basis von Ungewissheit, denn Ungewissheit ist immanenter Bestandteil von Projekten! Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. <?page no="120"?> 120 365 Impulse Fähigkeiten Planung Umsetzungsstärke Führung Teamumgang Entscheidungsstärke Umsetzungsstärke Zielfokussierung 310 „Vollbringe, was du denkst! “ Gedanken sind mehr als ein Output aus der Interaktion unseres Gehirns mit der Umgebung. Gedanken sind die Planungsphasen der Umsetzung. Nutzen Sie die Fähigkeit zu denken und planen Sie die Schritte der Umsetzung - und dann - setzen Sie um. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). i. 311 „Man muß jeden nach seinen Werken entlohnen.“ Jeder Arbeitgeber sollte um Gehaltsgerechtigkeit bemüht sein. Mitarbeiter, die sich im Vergleich zu anderen als unterbezahlt empfinden, gehen leicht in die innere Kündigung. Ihre Projektmitarbeiter werden mit vielen anspruchsvollen Themen betraut und erwerben so in relativ kurzer Zeit viel Erfahrung. Halten Sie Kontakt mit der Personalabteilung und melden Sie rechtzeitig realistische Einstufungsansprüche an. Voltaire (1694 - 1778). 312 „Der weise Chi-wen-tse überlegte immer dreimal, bevor er handelte. Als der Meister das hörte, sagte er: Zweimal wäre genug.“ Es ist gut, Dinge überlegt anzugehen. Nicht gut ist es jedoch, sich in zu viel Überlegung zu verlieren. Es ist besser, etwas zu tun und später zu korrigieren, als es erst gar nicht zu versuchen. Handeln Sie mit Bedacht, aber handeln Sie. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="121"?> 365 Impulse 121 Führung Teamumgang Zielfokussierung Kommunikation Fähigkeiten Führung Teamumgang Selbstkompetenz 313 „Spiel ist notwendig zur Führung eines menschlichen Lebens.“ Der menschliche Verstand kann vieles theoretisch erfassen, aber für eine Simulation der Realität braucht es das Spiel. Ein Durchspielen der Möglichkeiten zeigt mögliche Szenarien in all ihrer Komplexität auf, Gefahren und Potenziale werden erkannt. Scheuen Sie sich nicht vor dem spielerischen Ansatz, führen Sie mit Ihrem Team Workshops durch, gehen Sie in die Bewegung und arbeiten Sie gemeinschaftlich mit spielerischen Mitteln, dann lassen Sie sich von der Flut an neuen Ideen überraschen. Thomas von Aquin (1224 - 1274). 314 „Der Mensch erkennt nur, was er zu erkennen Trieb hat; es ist vergebliche Arbeit, Menschen etwas verständlich zu machen, was zu verstehen sie gar keinen Drang haben.“ Als Manager kommt man manches Mal in die Situation, Menschen etwas erklären zu müssen, das sie gar nicht hören wollen. Es hilft, die Gedankenwelt des anderen zu verstehen, um die richtigen Worte zu finden. Drücken Sie sich empfängerorientiert aus. Sprechen Sie nicht in Ihren Worten, sondern in den Worten und Denkkonzepten Ihres Gegenübers. Nur so können Sie zu Ihrem Gesprächspartner durchdringen. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775 - 1854). a. 315 „Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang.“ Es gibt keine dummen Fragen. Nicht zu fragen kann jedoch dumm sein. Das gilt für Sie genauso wie für Ihre Teammitglieder. Initiieren Sie in Ihrem Team eine Kultur des Fragens und des hilfreichen Antwortens. Nur so ist Klärung möglich. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="122"?> 122 365 Impulse Werte Teamumgang Emotionen Situationseinschätzung Planung 316 „Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, daß man Vertrauen zu ihm habe.“ Jemandem zu vertrauen, bedeutet sein eigenes Wohlergehen in die Hände eines anderen zu legen. Vertrauen ist demnach die höchste Stufe der Wertschätzung der Verlässlichkeit seines Gegenübers. Seien Sie jemand, auf den man sich verlassen kann. Mit der Verlässlichkeit einer Person wächst das Vertrauen in die selbige. Martin Luther (1483 - 1546). 317 „Das Undankbarste, weil Unklügste, was es gibt, ist Dank erwarten oder verlangen.“ Einen Dank für das Geleistete nimmt sicher jeder gerne entgegen. Zu erwarten, dass einem alles gedankt wird, führt früher oder später zu Enttäuschung. Erfreuen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Team über das, was Sie erreicht haben. Machen Sie die Freude über das Erreichte aber nicht vom Dank anderer abhängig. Theodor Fontane (1819 - 1898). 318 „Nichts ist so stark wie die Notlage, weil alle ihr sich unterwerfen.“ Natürlich möchte kein Projektleiter sein Projekt in Notlage sehen, aber erfahrungsgemäß kommt diese Situation in nahezu jedem Projekt ein- oder mehrmals vor. Sehen Sie Notlagen nicht negativ, denn mitunter lassen sich durch diese Situationen Weichen stellen, Ressourcen erhalten etc., welche vorher undenkbar gewesen wären. Nutzen Sie das Momentum der Notlage also bewusst! Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.). <?page no="123"?> 365 Impulse 123 Umsetzungsstärke Führung Fähigkeiten Teamumgang Umsetzungsstärke Zielfokussierung 319 „Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen, sondern daran zu wachsen.“ Problemen im Projekt kann man nicht ständig ausweichen, ohne irgendwann vor einer Mauer zu stehen. Ein kleines ungelöstes Problem zu Projektbeginn kann ungelöst zum zukünftigen Show-Stopper werden. Gehen Sie Probleme aktiv an, suchen Sie gewissenhaft nach der besten Lösung, aber LÖSEN Sie! Anaximander (etwa 615 - 545 v. Chr.). 320 „Der wahrhaft Edle predigt nicht, was er tut, bevor er nicht getan hat, was er predigt.“ Ein Manager, der durch eigene Erfahrung und eigenes Erleben die Stufen bis zu seiner jetzigen Position erklommen hat, kann sich in die Situation seiner Mitarbeiter eindenken und praxisnahe Anweisungen und Hilfestellungen geben. Machen Sie sich selbst kundig in all dem, was Sie Ihren Mitarbeitern abverlangen. Nur dann sprechen Sie deren Sprache und können an schwierigen Stellen geeignet unterstützen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 321 „Unablässige Arbeit, die Arbeit im Schweiße des Angesichts, besiegt alles.“ Zielstrebigkeit, Fleiß und Ausdauer im Tun - trotz oder gerade wegen der Mühen des Tuns an sich - ist das Fundament, auf dem Erfolg gebaut ist. Arbeiten Sie hart, fleißig, zielstrebig und ausdauernd. Das Ergebnis dessen wird lange Zeit kaum sichtbar, aber irgendwann unübersehbar sein. Theodor Fontane (1819 - 1898). <?page no="124"?> 124 365 Impulse Werte Emotionen Kommunikation Fähigkeiten Situationseinschätzung Entscheidungsstärke 322 „Kein Leiden oder Gedränge und Tod kann überwunden werden mit Ungeduld, Flucht und Trost suchen, sondern allein damit, daß man fest stillsteht und ausharrt.“ Ungeduld führt in der Regel zu überhastetem Vorgehen. Flucht verdrängt, aber löst kein Problem, und reiner Trost unterstützt nur die eigene Verzweiflung. Probleme und Herausforderungen lösen sich mit allen diesen drei Verhaltensweisen wohl kaum. Seien Sie vielmehr geduldig und standhaft, im Gemüt und in der Sache. Martin Luther (1483 - 1546). 323 „Bist du doch der wenigen einer, die das Talent des Zuhörens haben, doppelt selten bei denen, die selber zu sprechen verstehen.“ Aktives Zuhören ist mehr als zu hören, was jemand anderes sagt. Vielmehr ist es eine kommunikative Fähigkeit, sich in die Gedankengänge eines anderen hineinversetzen, diese verstehen und nachvollziehen zu können. Lernen Sie als Projektleiter, Ihr eigenes Mitteilungsbewusstsein auf das Erforderliche zu beschränken. Hören Sie vielmehr aktiv zu und Sie werden mehr Informationen erhalten, als Sie zu erfragen im Stande wären. Theodor Fontane (1819 - 1898). i. 324 „Jede Bewegung verläuft in der Zeit und hat ein Ziel.“ Jede Tätigkeit „kostet“ Zeit und sollte deshalb auf ihren Nutzen für das Projektziel hin geprüft werden. Dieser Nutzen muss nicht zwingend wertschöpfender Natur sein, auch Maßnahmen zur Gestaltung des Projektumfelds können ihre Zeit wert sein, auch wenn deren Wirkung nicht unmittelbar messbar ist. Wägen Sie ab, ob und wie etwas zu tun ist! Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). c. <?page no="125"?> 365 Impulse 125 Projektkontext Zielfokussierung Situationseinschätzung Teamumgang Selbstkompetenz Fähigkeiten Teamumgang Umsetzungsstärke 325 „Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“ Jedes Projekt hat ein Ziel. Aber es gibt auch Nebenziele, wie zum Beispiel eine gewünschte Außenwirkung des Unternehmens, oder auch Lerneffekte und ein Erfahrungsaufbau der Teammitglieder. Bei aller Zielorientierung sollten Sie immer auch auf solche Nebenaspekte des Projektgeschehens achten. Johann Wolfgang von Goethe (1479 - 1832). d. 326 „So strömet Freud und Leid, wie Zeiten wandeln.“ So wie das Leben, so ist auch das Projektgeschehen ein ständiges Auf und Ab. Auf Freude folgt Leid, und nach Leiden folgt Freude, dies gilt es zu akzeptieren. Lassen Sie sich und Ihr Team nicht durch Rückschläge entmutigen. Gehen Sie weiterhin mit Energie ans Werk, es folgen auch wieder bessere Zeiten! William Shakespeare (1564 - 1616). 327 „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Ein Projekt ist einmalig. Anders als im Tagesgeschäft gilt es, Neuland zu betreten und nach Wegen und Möglichkeiten zu suchen. Niemand hat Ihnen ausgetretene Pfade hinterlassen. Praktizieren Sie mit Ihrem Team das sogenannte „thinking-out-of-thebox“ und formen Sie mit Phantasie neue Wege im und durch den Dschungel. Albert Einstein (1879 - 1955). <?page no="126"?> 126 365 Impulse Kundenumgang Zielfokussierung Projektkontext Kommunikation Menschenkenntnis Selbstkompetenz Situationseinschätzung Fähigkeiten 328 „Ein Unternehmen lebt nicht von dem, was es produziert, sondern von dem, was es verkauft.“ Egal, was das Magische Dreieck Ihnen sagen mag, Ihr Projekt ist tatsächlich nur dann erfolgreich, wenn Ihr Kunde es als erfolgreich empfindet. Streben Sie den höchsten Kundenutzen an. Beurteilen Sie dazu Ihre Ergebnisse immer mit den Augen Ihres Kunden. Management-Weisheit (20. Jh.). 329 „Schenke nicht Glauben den Worten, ohne sie geprüft zu haben, und nimm erst Partei, nachdem du wohl überlegt hast.“ Die Leute reden viel, wenn der Tag lang ist. Und so ist ein Manager den ganzen Tag einer Kakophonie von Meinungen, Anschuldigungen, Verdrehungen ausgesetzt. Nicht zu allem müssen Sie sich äußern. Wenn Sie es aber tun, so prüfen Sie die Zusammenhänge genau, bevor Sie Stellung beziehen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 330 „Es zeichnet einen gebildeten Geist aus, sich mit jenem Grad an Genauigkeit zufrieden zu geben, den die Natur der Dinge zuläßt, und nicht dort Exaktheit zu suchen, wo nur Annäherung möglich ist.“ Zielerreichung ist wichtig, aber Überperformance des Leistungsgegenstands wird in der Regel nicht bezahlt. Die Rationalität des Homo Oeconomicus ist Teil des Selbstverständnisses eines Projektleiters, wenn auch nur ein Teil. Stellen Sie Aufwand und Nutzen jeder Maßnahme gegenüber, irgendwann wird dies zum unbewussten Automatismus! Schützen Sie Ihr Projektteam vor nicht oder kaum erfüllbaren Anforderungen! Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). a. <?page no="127"?> 365 Impulse 127 Werte Teamumgang Führung Emotionen Konflikt Selbstkompetenz Zielfokussierung Fähigkeiten 331 „Hätt' ich ein Reich zu errichten, und Mut und Kraft in mir, der Menschen Köpfe und Herzen zu lenken, so wäre das eines meiner ersten Gesetze - Jeder sei, wie er wirklich ist. Keiner rede, handle anders, als er denkt und ihm's um's Herz ist.“ Ehrlichkeit, Authentizität, Offenheit, Aufrichtigkeit und Freiheit, das zu sagen und zu tun, was man denkt und für was sein Herz schlägt, das ist eine Umgebung, in welcher Vertrauen, Verlässlichkeit und Zufriedenheit entstehen kann. Schaffen Sie als Projektleiter eine Projektumgebung, die von diesen Werten gekennzeichnet ist. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). e. 332 „Vergiß nicht, wenn du wütend bist, nichts zu tun, bevor du dir das Alphabet aufgesagt hast.“ Auch Manager sind Menschen. Und nur durch unser menschliches Handeln können wir Gutes bewirken. Aber menschliche Gefühle umfassen auch die Wut. Die Kunst ist es, angemessen damit umzugehen. Wenn Sie wütend werden, reagieren Sie nicht sofort. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, „das Alphabet aufzusagen“, bevor Sie reagieren. Voltaire (1694 - 1778). 333 „Courage ist gut, Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.“ Couragiert an eine Aufgabe heranzugehen, zeigt die initiale Bereitschaft zur Lösung. Die Aufgabe allerdings ausdauernd zu bearbeiten, führt letztendlich zur Lösung. Treten Sie Ihre Projekte couragiert an und führen Sie diese mit Ausdauer zum Ziel. Sehen Sie Courage und Ausdauer nicht als Gegenspieler, sondern kombinieren Sie beide Fähigkeiten zielführend. Theodor Fontane (1819 - 1898). d. <?page no="128"?> 128 365 Impulse Moral Emotionen Selbstkompetenz Situationseinschätzung Führung Teamumgang Erfolg 334 „Kleine Wohltaten zur richtigen Zeit sind für die Empfänger die wertvollsten.“ Stellen Sie sich vor, ein Montage-Team hat einen Wochenendeinsatz aufgrund der Inbetriebnahme der neuen Kundenanlage. Der Projektleiter ist anwesend und bringt für jeden Boulette und Brötchen mit. Auch wenn er an diesem Tag inhaltlich nicht benötigt wird, zeigt dieses Verhalten Wertschätzung und Respekt. Schätzen Sie Wert! Oft sind es die kleinen Aufmerksamkeiten, die Ihnen die Loyalität Ihres Teams oder den Respekt Ihres Kunden einbringen. Demokrit (460 - 370 v. Chr.). a. 335 „Zeige dich, wie du bist, oder sei, wie du dich zeigst.“ Menschen bemerken es, wenn man ihnen etwas vorspielt. Und die wenigsten reagieren positiv darauf. Das streut Sand in das Getriebe der Zusammenarbeit. Seien Sie - in all Ihren Interaktionen - immer authentisch. Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 - 1273). a. 336 „Es ist erforderlich für die Entspannung des Geistes, daß wir von Zeit zu Zeit spielerische Aktionen und Scherze setzen.“ Der immer nur ernste Ansatz ist für Menschen belastend. Gerade auch in angespannten Zeiten brauchen Menschen Auflockerung. Bauen Sie spielerische Elemente in Ihren Umgang mit Ihrem Team ein. Gerade in Gemeinschaftsveranstaltungen wie Workshops hilft dies, dass das Team zusammenwächst und gemeinsam auf neue Ideen und Lösungsansätze kommt. Thomas von Aquin (1224 - 1274). <?page no="129"?> 365 Impulse 129 Erfolg Entscheidungsstärke Selbstkompetenz Projektkontext Zielfokussierung Umsetzungsstärke Führung Teamumgang 337 „Drei Schritte tue nach innen, dann den nach außen.“ Ohne eine tiefgehende Beschäftigung mit der eigenen Einschätzung einer Situation ist es leichtfertig, Handlungen zu initiieren. Handeln Sie nicht vorschnell, gehen Sie zunächst in sich und fühlen Sie sich in die Situation hinein. Rudolf Steiner (1861 - 1925). 338 „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ Es ist immer zu unterscheiden, was die äußeren Randbedingungen sind und was man aus ihnen machen kann. Ein guter Segler kann auch gegen den Wind segeln. Beachten Sie immer, woher die Winde wehen, aber behalten Sie unbedingt Ihr Ziel im Auge und agieren Sie im Interesse Ihres Projekts! Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). 339 „Der Herrscher muß ein Herrscher, der Minister ein Minister, der Vater ein Vater und der Sohn ein Sohn sein.“ Im Projektteam hat jeder Beteiligte eine bestimmte Rolle. Diese Rolle kann außerhalb der Projektarbeit eine völlig andere sein. Im Projekt aber erfüllt ein jeder seinen Part in der angedachten Weise. Nehmen Sie die Rolle eines jeden Teammitglieds ernst. Auch wenn Sie den einen oder anderen aus einem anderen Kontext kennen, sollten Sie sich deren zugedachter Verantwortlichkeiten im momentanen Kontext immer voll bewusst sein. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="130"?> 130 365 Impulse Werte Moral Selbstkompetenz Zielfokussierung Entscheidungsstärke Selbstkompetenz Umsetzungsstärke Fähigkeiten Teamumgang 340 „Vergiß Kränkungen, aber nie Freundlichkeiten.“ Ein gutes Gedächtnis zu haben ist gut, nachtragend zu sein jedoch nicht. Akzeptieren Sie menschliche Schwächen als Teil unseres Lebens, denn ohne eine gewisse Toleranz den Schwächen anderer gegenüber geht es nicht. Schöpfen Sie Kraft aus den Freundlichkeiten, die Sie erfahren. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 341 „Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.“ Projekte bringen ihre Tücken mit sich. Projektmanager, Projektteam und vielleicht auch der Auftraggeber selbst können da schon mal ins Zweifeln ob der Sinnhaftigkeit des Vorhabens kommen. Überprüfen Sie regelmäßig die Sinnhaftigkeit dessen, was Sie tun. Aber kapitulieren Sie nicht leichtfertig. Gerade für wirklich lohnende Ziele braucht man manchmal einen langen Atem. Henry Ford (1863 - 1947). 342 „Das wahre Genie arbeitet gleich einem reißenden Strome sich selbst seinen Weg durch die größten Hindernisse.“ Projektmanagement erfordert es häufig, sich Wege durch ein Dickicht von Widrigkeiten zu bahnen. Lassen Sie sich von vermeintlich unüberwindlichen Hürden nicht entmutigen, gemeinsam mit Ihrem Team finden Sie einen Weg! Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781). b. <?page no="131"?> 365 Impulse 131 Werte Moral Selbstkompetenz Planung Situationseinschätzung Fähigkeiten Führung Selbstkompetenz 343 „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Nur das, in was man sein Herzblut reinsteckt, das gelingt auch. Wenn Sie sich entschieden haben, das Management eines Projekts zu übernehmen, dann tun Sie es mit ganzer Kraft und Überzeugung. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 344 „Es ist ein schlechter Plan, der keine Änderung erlaubt.“ Egal ob in kontinuierlichen Arbeitsprozessen oder in dezidierten Projekten, Pläne sind immer Bestandteil des Managements. Aber die Umstände ändern sich, und so müssen auch die Pläne geändert werden. Dies ist „einzuplanen“. Erwarten Sie nicht, dass Ihr einmal aufgeschriebener Plan bis zum Projektende bestehen bleibt. Antizipieren Sie Planänderungen, und zwar egal, mit welchem Vorgehensmodell Sie arbeiten. Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). a. 345 „Wenn du dich geirrt hast, so schäme dich nicht, es besser zu machen.“ Fehler gehören zum Handwerk. Das ist im Management nicht anders als in anderen Bereichen des Lebens. Auch als Projektmanager machen Sie nicht immer alles richtig. Wenn Sie Ihre Fehler erkennen, so stehen Sie dazu und korrigieren Sie für alle sichtbar Ihre Aussagen und Handlungen! Freidank (Vrîdanc, Vrîgedanc) (um 1170 - um 1233). <?page no="132"?> 132 365 Impulse Moral Zielfokussierung Selbstkompetenz Zielfokussierung Erfolg Führung Moral Umsetzungsstärke 346 „Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.“ Projektmanagement ist kein Heldentum. Ein guter Projektleiter versucht sein Projekt bewusst vor Zwangslagen und Ausnahmezuständen zu bewahren. Bewahren Sie Ihr Projekt so gut es geht vor Zwangslagen; ergeben sich diese dennoch, so reagieren Sie und Ihr Team auf diesen Ausnahmezustand der Sache und nicht des Heldenstatus wegen. Theodor Fontane (1819 - 1898). d. 347 „Ich habe gelernt, daß der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist.“ Fortschritt bedeutet Veränderung. Veränderung bedeutet Bewegung in der Sache. Bewegung erfordert Krafteinsatz und die - mitunter beschwerliche - Überwindung des Beharrungsvermögens. Seien Sie bereit, auf dem Weg zum Ziel auch Anstrengungen zu erdulden und ganz bewusst auch anzunehmen. Die Beschwerlichkeit des Weges zum Fortschritt ist der Grund, warum es nur wenigen gelingt, diesen voranzutreiben. Marie Curie (1867 - 1934). 348 „Laß die Welt ihren Gang gehen, wenn er nicht aufgehalten werden kann, wir gehn den unsern.“ Seine Kraft auf Dinge zu richten, die nicht zu beeinflussen sind, ist Verschwendung der selbigen. Es gilt zu eruieren, wo man selbst Akzente setzen und Wandel zum Besseren bewirken kann. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie durch Ihr Tun beeinflussen können, und gehen Sie Ihren eigenen Weg. Es gilt, sich mitunter die Freiheit zu nehmen, das zu tun, was man möchte. Friedrich Hölderlin (1770 - 1843). c. <?page no="133"?> 365 Impulse 133 Teamumgang Kundenumgang Kommunikation Selbstkompetenz Moral Zielfokussierung Erfolg 349 „Wie sollte man leben? In lebendiger Offenheit gegenüber allen.“ Projekte benötigen für ihren Erfolg die Zusammenarbeit mit den Kunden und Auftraggebern, mit Zulieferern und Business- Partnern, im Team und mit allen weiteren Stakeholdern. Pflegen Sie, soweit es geht und die Vertraulichkeit es zulässt, ein offenes Miteinander mit allen Beteiligten. Mechthild von Magdeburg (um 1210 - 1283). 350 „Wer einen Fehler gemacht hat und nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“ Niemand ist fehlerfrei. Und Fehler sind auch nicht schlimm, denn aus Fehlern kann man lernen. Die Frage ist also nicht, ob man Fehler macht, sondern wie man damit umgeht. Wenn Sie erkennen, dass Sie einen Fehler gemacht haben, dann stehen Sie dazu und führen Sie korrigierende Maßnahmen durch. Alles andere verschlimmert die Sachlage nur. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 351 „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.“ Lag der Autor falsch? Oder hat sich das Auto nur recht lange gehalten? Trends kommen und gehen. Und auch Ihr Projektergebnis wird nicht für ewig sein. Trotzdem, streben Sie immer das beste Projektergebnis an, das Sie und Ihr Team hier und heute auf die Beine stellen können. Kaiser Wilhelm der Zweite (1859 - 1941) zugeschrieben. <?page no="134"?> 134 365 Impulse Planung Projektkontext Wissen Führung Selbstkompetenz Projektkontext Kundenumgang Kommunikation 352 „Geld ist ein guter Soldat, mein Herr, und macht sich Bahn.“ Das beste Projekt kann nicht erfolgreich sein ohne den Einsatz von Ressourcen. Sorgen Sie von Anfang an dafür, dass Ihrem Projekt die notwendigen Ressourcen - in Form von Budget und Personal - zugeteilt werden. William Shakespeare (1564 - 1616). 353 „Klug sein besteht zur Hälfte darin, zu wissen, was man nicht weiß.“ Ein Manager muss nicht alles wissen. Er muss nur wissen, wo seine eigenen Grenzen sind und bei wem er weiteres Wissen finden kann. Seien Sie sich Ihrer eigenen Grenzen bewusst und halten Sie immer guten Kontakt zu denen, von denen Sie notwendiges Wissen für Ihre Entscheidungen abholen können. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). 354 „Da ich das ›Außer mir‹ nicht ändern konnte, so beschloss ich, das ›In mir‹ zu ändern.“ Ein Projektteam kann das Stakeholderumfeld nicht ändern, es kann nur den eigenen Zugang zu dem, was dort zu finden ist, ändern. Führen Sie eine Stakeholder-Analyse durch und planen Sie Inhalte, Mittel und Zeitpunkte der Kommunikation für jeden einzelnen Ihrer Stakeholder sehr sorgfältig. Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814). c. <?page no="135"?> 365 Impulse 135 Selbstkompetenz Entscheidungsstärke Moral Zielfokussierung Planung Selbstkompetenz Fähigkeiten Wissen 355 „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will.“ Von Mitarbeitern wird eine Leistung in einer bestimmten Rolle erwartet. Dieser Rolle hat der Mitarbeiter zugestimmt. Wenn er sie nicht mehr erfüllen will, so steht es ihm frei, diese, unter Wahrung der vereinbarten Fristen, niederzulegen. Als Projektmanager werden Sie nur die Freiheiten haben, die Ihnen mit der Rolle zugestanden werden. Wenn Sie diese Einschränkungen nicht mögen, so sind Sie frei in Ihrer Entscheidung, denn niemand kann Sie zwingen, die Rolle zu übernehmen. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). 356 „Hoffnung ist oft ein Jagdhund ohne Spur.“ Nach dem Prinzip Hoffnung ist noch kein Projekt erfolgreich gewesen. Um sein Ziel zu erreichen, braucht man konkrete Ziele, Zeit- und Kostenpläne, Ressourcen und eine stringente Projektsteuerung. Sorgen Sie dafür, dass Sie in Ihrem Projekt nicht im Kreis laufen, sondern einer klaren Spur folgen, die Sie zu Ihrem Ziel führt. William Shakespeare (1564 - 1616). a. 357 „Der Edle leidet an seinen Mängeln, nicht an mangelnder Anerkennung.“ Für seine persönliche Weiterentwicklung ist jeder selbst verantwortlich. Das Unternehmen kann die Wissens- und Persönlichkeitsentwicklung zwar unterstützen, tun muss es jedoch jeder selbst. Seien Sie selbstkritisch und erkennen Sie Ihre Defizite. Suchen Sie die Gelegenheiten, Ihr Wissen zu mehren und an Persönlichkeit zu wachsen. Konfuzius (551 - 479 v. Chr.). <?page no="136"?> 136 365 Impulse Führung Teamumgang Umsetzungsstärke Situationseinschätzung Menschenkenntnis Selbstkompetenz Kundenumgang Teamumgang Zielfokussierung 358 „Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“ Große Vorhaben bewegen sich nicht von allein, sie benötigen ständige Energie und Durchhaltevermögen seitens des gesamten Teams. Was Sie Ihrem Team abfordern wollen, fordern Sie zuerst sich selbst ab. Seien Sie allen ein Vorbild! Sokrates (470 - 399 v. Chr.). 359 „Die Lebenskunst hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein und unerschütterlich fest stehen muß.“ Das Berufsleben ist keine wohlchoreographierte Darbietung, sondern oft eher ein Gerangel unterschiedlicher Intensität. Darin seinen festen Stand zu finden ist wichtig, wenn auch nicht immer einfach. Bei allen guten Partnerschaften, die Sie rundum pflegen, seien Sie auf der Hut. Marc Aurel (121 - 180). a. 360 „Die Flinte ins Korn zu schmeißen, dazu ist immer noch Zeit.“ Aufzugeben ist eine Option, allerdings ist es die letzte Option. In Projekten gilt es, zuerst das Problem zu analysieren und dann nach Lösungen zu suchen. Arbeiten Sie konzentriert an der Sache und verzagen Sie nicht direkt beim Auftreten von Problemen, sondern suchen Sie gemeinsam mit Team und Kunden nach Lösungen. Theodor Fontane (1819 - 1898). a. <?page no="137"?> 365 Impulse 137 Selbstkompetenz Führung Moral Teamumgang Projektkontext Situationseinschätzung Rationalität 361 „Glück ist recht wie ein Ball; Wer steiget, soll fürchten den Fall.“ Erfolg kann von kurzer Dauer sein. Nicht selten drehen sich die Winde, und wer gestern noch als Held galt, kann heute schon abgeschrieben sein. Seien Sie sich Ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst, aber erwarten Sie nicht, dass diese immerwährend von allen gepriesen werden. Freidank (Vrîdanc, Vrîgedanc) (um 1170 - um 1233). a. 362 „Wer aufhört, Fehler zu machen, lernt nichts mehr dazu.“ Im Fehler der Gegenwart schlummert das Potenzial der Zukunft. Erkennen Sie den Wert von Fehlern. Schaffen Sie ein Umfeld, in welchem Fehler als wertvolle Erkenntnisschritte zum Heben von Potenzialen erkannt und wahrgenommen werden. Theodor Fontane (1819 - 1898). 363 „Der Mensch ist frei geboren und liegt doch überall in Ketten.“ Ein Projekt findet nicht im freien Raum statt. Auch wenn das Team gewisse Gestaltungsfreiheiten hat, so ist es doch auch an die Regularien der umgebenden Organisation und die Anforderungen des Kunden gebunden. Seien Sie sich der Freiheiten und der Schranken Ihres Verantwortungsbereichs bewusst und gehen Sie selbstbewusst damit um. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). a. <?page no="138"?> 138 365 Impulse Umsetzungsstärke Führung Selbstkompetenz Führung Selbstkompetenz 364 „Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.“ Was von außen gesehen genial erscheint, ist in Wirklichkeit harte Arbeit. Das gilt auch für eine vermeintlich mühelose Führung schwieriger Projekte. Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass Sie nicht mit der Projektaufgabe betraut wurden, um Ruhe zu haben, sondern um für Ruhe im Projekt zu sorgen! Thomas Alva Edison (1847 - 1931). 365 „Leben überhaupt heißt in Gefahr sein.“ Manche scheuen sich, Verantwortung zu übernehmen. Denn mit der Verantwortung ist es wie mit dem Leben selbst; sie bringt Gefahren mit sich. Übernimmt man aber keine Verantwortung, so ist man in allem von den Entscheidungen anderer abhängig. Als Manager übernehmen Sie Verantwortung: zuvorderst für sich selbst, dann für Ihre Aufgabe und schließlich für das Zusammenwirken Ihres Teams. Die damit verbundenen Gefahren sind Teil Ihres Jobs! Friedrich Nietzsche (1844 - 1900). b. <?page no="139"?> Nachwort Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit diesem Buch wollten wir vor allem eines - Sie zum Denken inspirieren. Allerdings nicht zu einem theoriegetriebenen Lernen, sondern vielmehr zu einem Sinnieren über Ihre individuelle Situation, über eigene Werte und über die Bedeutung und das persönliche Verständnis von Arbeit und Leben. Kurzum, über die Frage, was Ihnen wichtig ist. Wir wollten Ihnen aufzeigen, dass die eigene, mitunter philosophische Sicht auf Menschen, Beziehungen, Interaktionen und Leistungen unweigerlich von Ihrem individuellen Verständnis von Leben und Menschsein an sich abgeleitet ist. Dieses Grundverständnis und dieses Wertegerüst sind Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Demnach werden Sie im beruflichen Kontext nur authentisch und mit reinem Herzen agieren können, wenn Sie im Einklang mit genau diesen Grundüberzeugen agieren. Projektmanagement ist eine Disziplin, ein Beruf, eine Aufgabe und ein Erfolgsfaktor gleichermaßen. Entgegengesetzt zum gegenwärtig voranschreitenden Versuch der methodischen und theoretischen Formalisierung des Projektmanagements sind wir der Überzeugung, dass der Erfolg von Projekten in der Fähigkeit des Managers liegt, Zwischentöne zu erkennen und auf diese angepasst zu reagieren. Um genau diese Zwischentöne zu erkennen, sind Empathie, Authentizität, Menschlichkeit, Verständnis und emotionale Intelligenz von herausragender Bedeutung. Gepaart mit klassischen Führungsqualitäten wie Durchsetzungs-, Kommunikations- und Organisationsstärke, sowie einer konsequenten Ausrichtung auf das Ziel, werden wesentliche Eigenschaften eines Projektmanagers beleuchtet. Mit unseren Impulsen wollen wir Ihnen Optionen aufzeigen, in die eine oder andere Richtung zu denken und zu handeln. Diese Impulse sind jedoch nicht als Dogmen zu verstehen, sondern vielmehr müssen Sie selbst unter Berücksichtigung Ihres Grundverständnisses und Ihrer Überzeugung entscheiden, welche Maßnahme Sie in welcher Situation ergreifen. Generation um Generation brachte Menschen hervor, denen man besondere Weisheit nachsagt. Das Erschreckende und teilweise auch Bedrückende ist die Erkenntnis, dass die alten Weisheiten, selbst wenn diese in welcher Form auch immer für die nachfolgenden Generation festgehalten wurden, nichts an deren fortlaufender Nichtberücksichtigung geändert haben. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass die vorliegenden Impulse für Projektmanager, Projektbeteiligte und andere Interessierte den ein oder anderen positiven Anstoß geben können. Es grüßen Sie herzlich Ihre Autoren <?page no="140"?> Autorenvorstellung Prof. Dr. Martin Barth … hat seit 2021 die Professur für Projektmanagement im Fachgebiet Management an der IU Internationale Hochschule inne. Dr. Barth führte als Projektmanager bei der KUKA Systems GmbH nationale und internationale Werkzeugbauprojekte. Nach anschließend mehreren Jahren als Fachprojektleiter für den Porsche Werkzeugbau übernahm Dr. Barth im Jahr 2018 die Leitung des Bereichs Fachprojektmanagement bei der Porsche Werkzeugbau GmbH und führte diese Abteilung mehrere Jahre. Prof. Dr. Martin Barth beschäftigt sich in seinen Forschungsarbeiten mit den Dynamiken, Methoden, Konzepten, Vorgehensweisen und Nutzenpotenzialen des modernen Projektmanagements. Weiterhin untersucht er Transformations-, Reorganisations-, Restrukturierungsprojekte sowie Integrationsprojekte aus der Perspektive des professionellen Projektmanagements. Kontakt: martin-barth@mail.de Prof. Dr. Margit Sarstedt … hat ihre Promotion in der Angewandten Physik erworben und durch Zusatzstudien in Betriebswirtschaft mit den Themen Unternehmens- und Personalführung sowie Organisations- und Changemanagement abgerundet. Sie hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in der freien Wirtschaft, wo sie Funktionen im Projektmanagement und in der Unternehmensführung innehatte. Als Consultant und Interim Manager deckt sie derzeit die Bereiche Operations und Organisations-/ Prozessgestaltung, vorwiegend in der produzierenden Industrie, ab. Seit Anfang 2021 ist sie Professorin für Technologie- und Projektmanagement an der IU Internationale Hochschule. Neben ihrem Kernthema des Projektmanagements unterrichtet sie Management- und Führungsthemen. Mit ihrer umfassenden praktischen Erfahrung kombiniert mit fundierten systemischen Ansätzen bewegen sich ihre Arbeitsschwerpunkte in dem Management der Auswirkungen des derzeitigen technischen und gesellschaftlichen Wandels auf die operativen Bereiche von Unternehmen. Sie besitzt umfangreiche Auslandserfahrung in den USA, in Asien und in verschiedenen europäischen Ländern und wirkt sowohl im Consulting als auch in der Lehre im internationalen Umfeld. Kontakt: margit.sarstedt@verigon.de <?page no="141"?> Literaturverzeichnis Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). a. Nikomachische Ethik I, Kap.3, 25, 1094b. Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). b. Nikomachische Ethik VII, Kap. 15; nach Euripides, Orest 234. Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). c. Nikomachische Ethik X, Kap. 4, 19f, 1174a. Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). d. Politik I, 2. Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). e. verkürztes Zitat aus Metaphysik VII 17, 1041b. Aristoteles (384 - 322 v. Chr.). f. zitiert in: Thomas von Aquin, De Ente et Essentia. Über das Seiende und das Wesen. Lateinisch - Deutsch. Herder, 2007. ISBN 9783451286896. S. 42. Aurel, Marc (121 - 180). a. In: Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170 - 180 n. Chr. 7,59. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879. Demokrit (460 - 370 v. Chr.) a. In: Diels/ Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vor-Sokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., Berlin 1903 - 1910. Demokrit (460 - 370 v. Chr.) b. In: Schaible (Hg.), Geistige Waffen. Ein Aphorismen-Lexikon, 1901. Ebner-Eschenbach, Marie von (1830 - 1916). a. In: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880. Empedokles von Akragas (490 - 430 v. Chr.). a. In: Diels/ Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vor-Sokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., Berlin 1903 - 1910. 25. Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.). In: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 19. Brief. Übersetzt von Otto Apelt, 1924. Fichte, Johann Gottlieb (1762 - 1814). a. In: Fichte, Schlussvorlesung über die Bestimmung des Gelehrten, 1794. Fichte, Johann Gottlieb (1762 - 1814). b. In: Fichte, Der geschlossene Handelsstaat, 1800. Fichte, Johann Gottlieb (1762 - 1814). c. In: Fichte, J. G., Briefe. An Achelis in Bremen. Fichte, Johann Gottlieb (1762 - 1814). d. In: Fichte, Die Bestimmung des Menschen, 1800. Drittes Buch. <?page no="142"?> 142 Literaturverzeichnis Fontane, Theodor (1819 - 1898). a. Briefe. An seine Tochter Martha (Mete) am 19. April 1889. Fontane, Theodor (1819 - 1898). b. Cécile, 1886. Fontane, Theodor (1819 - 1898). c. Der Krieg gegen Frankreich 1870 - 1871, 4 Bde., 1873-76. Fontane, Theodor (1819 - 1898). d. Der Stechlin, 1895 - 97. Fontane, Theodor (1819 - 1898). e. Die Poggenpuhls. Roman, 1896. 4. Kapitel. Fontane, Theodor (1819 - 1898). f. Effi Briest, 1896. Fontane, Theodor (1819 - 1898). g. Frau Jenny Treibel, 1893. Fontane, Theodor (1819 - 1898). h. Stine. Berliner Sitten-Roman, 1890. Fontane, Theodor (1819 - 1898). i. Vor dem Sturm. Roman aus dem Winter 1812 auf 13, 4 Bde., 1878. Erster Band. Hohen-Vietz, siebzehntes Kapitel. Tubal an Lewin. Ford, Henry (1863 - 1947). a. Mein Leben und Werk. Deutsche Ausgabe von Curt und Marguerite Thesing. 18. Auflage, 1922. Paul List Verlag Leipzig. S. 83. Freidank (Vrîdanc, Vrîgedanc) (um 1170 - um 1233). a. In: Bescheidenheit, entstanden zwischen 1215 und 1230. Goethe, Johann Wolfgang von (1749 - 1832). a. In: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Goethe, Johann Wolfgang von (1749 - 1832). b. In: Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann P. Eckermann, 3. November 1823. Goethe, Johann Wolfgang von (1749 - 1832). c. In: Goethe, Die guten Weiber (Die guten Frauen als Gegenbilder der bösen Weiber, auf den Kupfern des dießjährigen Damenalmanachs), 1800. Goethe, Johann Wolfgang von (1479 - 1832). d. In: Goethe, J. W., Gespräche. Mit Caroline Herder, 4. bis 8. September 1788. Goethe, Johann Wolfgang von (1749 - 1832). e. In: Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 6. Dezember 1829. Hesse, Hermann (1877 - 1962). In: Hermann Hesse: Sämtliche Gedichte in einem Band, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1995. Hippokrates von Kos (460 - etwa 377 v. Chr.). a. In: Kapferer (Hg.), Die Werke des Hippokrates. Die hippokratische Schriftensammlung in neuer deutscher Übersetzung. 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Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797 - 99. Zweiter Band. Erstes Buch. Hyperion an Diotima. Hölderlin, Friedrich (1770 - 1843). h. Reflexion, entstanden wohl 1799. Hölderlin, Friedrich (1770 - 1843). i. Hyperions Jugend (Fragment), entstanden 1795, Erstdruck 1885 (posthum). Erster Teil. Erstes Kapitel. Kempen, Thomas von (1380 - 1471). Die Nachfolge Christi (De imitatione Christi), um 1418. Lessing, Gotthold Ephraim (1729 - 1781). a. In: Lessing, Emilia Galotti, 1772. 5. Akt, 7. Lessing, Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781). b. In: Lessing, G. E., Briefe, die Neueste Literatur betreffend, Erstdruck 1759 - 65. 332. Brief, 4. Juli 1765. Leukipp (5. Jhdt. v. Chr.). a. In: Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 1908 (2. Auflage 1922). 1. Luther, Martin (1483 - 1546). a. Tischreden oder Colloquia, 1566. 143 Literaturverzeichnis <?page no="144"?> 144 Literaturverzeichnis Morgenstern, Christian (1871 - 1914). a. 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Schnipsel, in: Die Weltbühne, 27.05.1930, Nr. 22 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ab. Schnipsel [2], in: Die Weltbühne, 08.03.1932, Nr. 10 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ac. Schnipsel [6], in: Die Weltbühne, 24.05.1932, Nr. 21 (Peter Panter). Literaturverzeichnis <?page no="146"?> 146 Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ad. Schnipsel [8], in: Die Weltbühne, 05.07.1932, Nr. 27 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ae. Schnipsel [2], in: Die Weltbühne, 15.09.1931, Nr. 37 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). af. Schloß Gripsholm, 1931, 4. Kapitel. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ag. Traktat über den Hund, sowie über Lerm und Geräusch, in: Die Weltbühne, 02.08.1927, Nr. 31 (Peter Panter), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ah. Warum, in: Die Weltbühne, 21.01.1930, Nr. 4 (Ignaz Wrobel), wieder in: Lerne lachen, ohne zu weinen, 1931. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). ai. Wie mache ich mich unbeliebt? In: Vossische Zeitung, 02.10.1924, Nr. 468 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). b. Aus: Löwenliebe, in: Die Weltbühne, 01.07.1920, Nr. 27 (Theobald Tiger). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). c. Aus: Professoren, in: Die Weltbühne, 15.08.1918, Nr. 33 (Theobald Tiger), wieder in: Fromme Gesänge. Aus großer Zeit, 1919. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). d. Briefe. Auswahl 1913-1935, Berlin 1983. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). e. Aus: Über den Dächern, in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931 (Kurt Tucholsky). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). f. Das »Menschliche«, in: Die Weltbühne, 29.06.1928, Nr. 22 (Ignaz Wrobel), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). g. Das Museum der Eitelkeiten, in: Vossische Zeitung, 09.09.1927 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). h. Der Bär tanzt, in: Die Weltbühne, 24.04. 1928, Nr. 17 (Peter Panter), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). i. Der Fall Mischewski Contra Pimbusch, in: Berliner Illustrirte Zeitung, 07.10.1928, Nr. 41 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). j. Der Grundakkord, in: Vossische Zeitung, 20.08.1931, Nr. 390 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). k. Der Untertan, in: Die Weltbühne, 20.03. 1919, Nr. 13 (Ignaz Wrobel). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). l. Deutsche Richter, Die Weltbühne, 12., 19. u. 26.04.1927, Nr. 15/ 16/ 17 (Ignaz Wrobel), Deutschland, Deutschland über Alles. Ein Bilderbuch, 1929. Originaltext. Literaturverzeichnis <?page no="147"?> 147 Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). m. Die hochtrabenden Fremdwörter, in: Die Weltbühne, 15.04.1930, Nr. 16 (Ignaz Wrobel). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). n. Die Kunst, falsch zu reisen, in: Uhu, 01.07.1929 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). o. Die Maulpatrioten, in: Berliner Volkszeitung, 22.10.1920 (Ignaz Wrobel). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). p. Ein Pyrenäenbuch, 1927. Lourdes. Der Sardellenkopf. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). q. Frühlingsvormittag, in: Die Weltbühne, 22.03.1923, Nr. 12 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). r. Führer? , in: Berliner Volkszeitung, 16.10. 1920 (Ignaz Wrobel). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). s. Für Carl von Ossietzky, in: Die Weltbühne, 17.05.1932, Nr. 20 (Kurt Tucholsky). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). t. Gebrauchsanweisung, in: Vossische Zeitung, 10.10.1930, Nr. 478 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). u. 'Kulissen', in: Die Weltbühne, 14.06.1932, Nr. 24 (Peter Panter). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). v. Leerlauf, in: Die Weltbühne, 30.09.1920, Nr. 40 (Ignaz Wrobel). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). w. Lied fürs Grammophon, in: Die Weltbühne, 01.01.1929, Nr. 1 (Theobald Tiger), wieder in: Lerne lachen, ohne zu weinen, 1931. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). x. Mir fehlt ein Wort! In: Die Weltbühne, 17.09.1929, Nr. 38 (Peter Panter), wieder in: Lerne lachen, ohne zu weinen, 1931. Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). y. Offiziere [2], in: Freiheit, 16.08.1921 (Ignaz Wrobel). Tucholsky, Kurt (1890 - 1935). z. Paris, den 14. Juli, in: Die Weltbühne, 11.08.1925, Nr. 32 (Ignaz Wrobel). Voltaire (1694 - 1778). a. In: Voltaire, Der Freimütige (Le Huron ou l'Ingénu), 1767. Literaturverzeichnis <?page no="148"?> ISBN 978-3-381-1197 1-4 Prof. Dr. Martin Barth hat seit 2021 die Professur für Projektmanagement im Fachgebiet Wirtschaft und Management an der IU Internationale Hochschule inne. Prof. Dr. Margit Sarstedt hat seit 2021 die Professur für Technologie- und Projektmanagement im Fachgebiet Wirtschaft und Management an der IU Internationale Hochschule inne. Dieses Buch bietet Ihnen in einer außergewöhnlich prägnanten Weise 365 Impulse für die Projektleitung, die Sie zum Denken, Nachdenken und Sinnieren über Ihr eigenes Führungsverständnis, Ihre individuellen Wertevorstellungen und Ihr persönliches Handlungsgeschick in komplexen Projektsituationen anregen sollen. In unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von einer Vielzahl disruptiver technologischer und wirtschaftlicher Veränderungen, stehen Projekte im Fokus der Aufmerksamkeit. Für die Projektbeteiligten ergeben sich dabei immer öfter immense Herausforderungen. Um diese zu lösen, sind methodische und technische Fähigkeiten notwendig, jedoch nicht hinreichend. Ergänzt werden müssen diese eher formalen Kompetenzen durch Wissen und Können in menschlichen und zwischenmenschlichen Belangen, sowie ethischen und moralischen Überlegungen. Diese Fähigkeiten sind und waren im sozialen Miteinander schon immer von herausragender Bedeutung. Insofern sind Weisheiten früherer Persönlichkeiten ein großer Schatz, den es für die Gegenwart zu interpretieren und zu heben gilt.
