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Tübinger Platonismus

Die gemeinsamen philosophischen Anfangsgründe von Hölderlin, Schelling und Hegel

0523
2012
978-3-7720-5448-8
978-3-7720-8448-5
A. Francke Verlag 
Michael Franz
10.24053/9783772054488

Das Buch stellt eine Alternative zur gängigen Sicht der Entstehungsgeschichte des Deutschen Idealismus vor, indem eine spezielle Rezeption des Platonismus, wie sie in Tübingen am Ende des 18. Jahrhunderts möglich war, als Ausgangspunkt der prinzipiellen Überlegungen der Tübinger Freunde nachgewiesen wird. Im Gegensatz zu den bewußtseins- und wissenschaftstheoretischen Rekonstruktionen der System-Sukzessionen (von Kant über Reinhold und Fichte zu Schelling und Hegel) wird hier der philosophische Ansatz der drei Tübinger aus dem Versuch erklärt, die platonische Prinzipienlehre (in ihrer neuplatonisch überarbeiteten Form) unter den Bedingungen der transzendentalen Wende Kants zu reformulieren.

9783772054488/9783772054488.pdf
<?page no="0"?> Michael Franz Tübinger Platonismus Die gemeinsamen philosophischen Anfangsgründe von Hölderlin, Schelling und Hegel <?page no="2"?> Michael Franz Tübinger Platonismus Die gemeinsamen philosophischen Anfangsgründe von Hölderlin, Schelling und Hegel <?page no="3"?> Umschlagabbildung: Detail (drei Finger des zählenden Sokrates) aus Giorgio Ghisis Kupferstich „Predigt Pauli in Athen“ (1550) nach Raffaels „Schule von Athen“ (1511) Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http: / / dnb.dnb.de abrufbar. © 2012 · Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG Dischingerweg 5 · D-72070 Tübingen Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem und säurefreiem Werkdruckpapier. Internet: www.francke.de E-Mail: info@francke.de Satz und Layout: Gregor Julien Straube, lektorat.straube@web.de Printed in Germany ISBN 978-3-7720-8448-5 <?page no="4"?> Inhalt Einleitung: „Vereinigungsphilosophie“ - die Entstehung eines Forschungsartefakts I Vorgeschichte 1. Tübinger Humanismus und protestantische Theologie 2. Der Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jahrhunderts 3. Patristische Philosophie in Tübingen um 1790. Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus II Hölderlin 4. „Platons frommer Garten“. Hölderlins frühe Platonlektüre 5. Hölderlins Platonismus. Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden 6. Schelling und Hölderlin. Ihre schwierige Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position um 1796 III Schelling und Hegel 7. Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie. Bemerkungen zu Schellings Philosophie und Religion (1804) 8. Schellings Trinitätslehre. Platonismus und Christentum in der 9. Die Geschichte des Absoluten. Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus Quellen- und Abbildungsnachweise, Danksagungen Personenregister 9 21 45 61 75 95 125 157 175 203 233 235 <?page no="5"?> Abkürzungen Aristoteles und Platon werden nur nach den Stephanus-, bzw. Bekker-Seiten zitiert. ! " # $ % & ' *+/ ; < TWA Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Werke. Auf der Grundlage der Werke von 1832-1841 neu edierte Ausgabe. Redaktion Eva Moldenhauer und Karl = = = *+>* < $ ! $ $ ! $ < $ *+/ * < GW Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Gesammelte Werke. In Verbindung mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft hrsg. von der Rheinisch- ? $ *+/ @ < % $L %? O% X $ ! Y % *+Z[ < $ $L %? O $L & X $ ! \ ] % = *+>/ < MA Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke und Briefe. Hrsg. von Michael Knaupp, München 1992 f. KAA Immanuel Kant: Gesammelte Schriften. Hrsg. von der Preussischen *+^; < SW Friedrich Wilhelm Joseph von Schellings sämmtliche Werke. Hrsg. von _ % % ` *@q/ < SchHKA Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: Historisch-kritische Ausgabe. Im % &_ Wissenschaften hrsg. von Hans Michael Baumgartner, Wilhelm G. Jacobs, $ _ $ y % & ' *+>/ < { % # | $ ! ! # { # }~ *@/ + < <?page no="6"?> Vorwort Die folgenden Kapitel sind unabhängig voneinander aufgeschrie- ~ L< ? !  - ] ~ <€ \  Überschneidungen und Wiederholungen auf, die sie aber auch ? ! %  $ ~ } ] | €  - \ ~ } ! ! ~ < } }  $ } _ ‚ ƒ „ ‚  \ <   - ~ ! † O X O } ? € † ! ? X   O% $L *@^* ‡ = ! † ! ? { ‡ ~ ˆ  ‡ % ‰  X \ { ~ } ~ -   € ! ? † < ! ƒ „  } Š€ { ? ! €  in  als  } ~ - ? ƒ „  ? ~ ? Š { & L _ ! <? { & ~ } } _ } ~ { ~  Y - ! Š€ $L % ] ƒ „ ! ? lich als das Schöpferische _ L ‹ gesegneten formativen Einbildungsvermögens  € L} ‹ ! L ! € L ~ ? ‡ { O{ } <?page no="7"?> Vorwort 8 \ | } ! y ‹ X verlieren das Bewusstsein Š ! %  Ž   %   !   ~ ’ “  ?   y ƒ „ L † ! €  ƒ L „ } - }  % ƒ „ $ ‡ ‚  ‡ y Phänomenologie des Geistes deutlich machen - auf ’Š “ ~ ! ’% ? ? “ & % < Š€ ] ; ^** <?page no="8"?> Einleitung „Vereinigungsphilosophie“ - die Entstehung eines Forschungsartefakts \ ] ] \ | & ~ ; ^  ? ‹ L< \ $ ! $ - } ~€ _ &" ~ } Š€ % ! ƒ_ ”„ ' | Diez bezogen 1 ? ’% & } } € O*>+; `[X“ ; % • " – — %  € " ! ƒ } € ] „ [ † Y € $L Y- " ! $ ~ } ~ ’ O X O $ X  ~ % € “ 4 | Š Y } | ! $ die zuvor gängige Genealogie des deutschen Idealismus, nach der { } _ ~ € _ O € " ~ % $ X \ } - }  ] ƒ } } „ * \ $ #  € $ ] \ ~ $ } | $ &% [ *+/ q % [+&>>  #  \L ' | \ ~ € % | $ &% [ *+/ q % ; >/ &; @> \ [; }? | ' \ ~  _ % € Š€ ‚ O*>+^‚*>+; X $ ! \ $ † =  ! € } = ? ! # \L _ { % = % ‹ % *++> ; \ $ $ ‹ ‡ ! $ % | $ & _ — = *+>* % Z*&>;  ZZ !  ] ? % q[ [ \ $ } € ] = *+/ > Z \ $ $L € † % ] % ~ ] & | | $L & *Z *+/ q`/ / Š€ *+/ > % >[&+/  +/ <?page no="9"?> Einleitung 10 ƒ‹  „ ƒ‹ \ & | „ ’ %}? } } % “ ~ chen sei q $ ? - y  † ~ ~ \ € –€ ?   ‰ }? ’ “  ] Ž ‡ € - ~ ~ ? | ~ } ~ ˜ ~ | € L / |  - %  !  ] } ? } } &  ~ \ $ *+>^ % ? | $ &‹ € ’] ~ ]  $ “ } ? - < { ~ Š † ~ ?  $L ’ { } “  ! ’‰ L O X ˆ $ } ~ “ ’] - ‰ “ $  ’ } ™ – Y ‹ } } “ ’$L { # O X \ “ 7 \ ’# } “ 8 Hölderlins $ ’ ? ‡ - Y Š ~ š›œ L # % ~ “ 9 \ %  ’# % “ $ ‡ $ q ‹ % ~ \ ‹ \ | %}? } & } % % *+qq { ; *+>q / ‹ ~ ‡  _ \ ~ = } ] ] &  ‹ } } € $ O & }  ; qX =€ ; ^^^ . > $ $ $L | $ _ — = *+>* % +&Z^ *; | q – ’= ‰  ~ ‰ – “ ; ^*^ % +&Z^ *; @ ] % */ + ] <?page no="10"?> „Vereinigungsphilosophie“ - die Entstehung eines Forschungsartefakts 11 ’‰ ~ $ $ € ‹ “   # ‚  $ ‚ ‹ % &$ ! -  L  # ’ Grund alles Genusses, unser eigenes Bewußtseyn € Y uns selbst ! “ € 10 Durch Herders Widerspruch gegen das † } $ • # < ’ ‹ } } } ~ ˆ ~ { “  ’! $L - ? ?  “ 11 \ ’{ “ ’ - ‡ # ~ “ O ? Š ~ ~ ‹ Š ~ ~ X ~ ! ~ ’~ ! “ ~  ? ‡ € % OŠ } X  erst Hölderlin habe die Lösung darin gefunden, die eine der bei- # ~ ~ ~ ’= } ~ }“ ~ ? - ’‹ “ ! ’# ~ “ ’ ] “ *; = $ ! %  $L € Hyperion&‹ ’# } “ L ‹ ! ‹ ‡ *[ \ #L ’ – “ L  ~ \ € ~ " L ’" # y “ 14 dar- ~ # \ ƒ# „ ' < € ’#L “ ’# } “ !  " ’~ - _ y  ? ‡ ~ %  ~ { ~ } ! “ *q 10 $ y ? *>@q % [^+&[Z/  [[> 11 $ š >œ % *Z *; $ % *> *[ \ $ Systemfragment von 1800 ’ €Y € # ‹ ‹ ‰ ! “ ? ‹ < - ?  $ ~ y } ! y Systemfragments von 1800 ! % *qZ 14 $ *q ] <?page no="11"?> Einleitung *; %  \ € L ] ! $L ~ ] \ Idealismus */ € ‡ $ *+>^ ! -  ~ ? !  % ]  - ‹ ~ {  ~ ‰ } - } " } } { das sich eng mit der Position Hölderlins in der Diskussion mit sei- $ ! | $ _ ~ – \ ! *+>q €- ’‰ ! " ~ } $L # } %} ‹ } } { ] # = # ? “ 17 = ’ # “  € ~ { = ! y ] } $L Š € ‹ " ~  Š ƒ‹ } } „  Š — Platon und bei Hölderlin verliehen, die sich bei Henrich zunächst noch auf eine Phaidros&% 18 ? _ ~ $ % } } € ’Š ‹ } } *@ “ % ’‹ L ‹ ! % ‹ “ ’_ ‹ L “ ~ €  19 Der < ƒ‹ „  {  _ € ~ y Š ~ ? ƒ% „ ‹ ~ - */ $ ~? $L & & ‡ ! *+/ > š Zœ % >/ ] ' L _ $ $ < ] =€ 17 _ ~ = ‹ y ‹ ? ! { " – & — " ! $L % *+>q % *@ 18 $ š >œ % *+ } ; ^ 19 ‹ _ ~ š *>œ % *> $ š >œ % *@ <?page no="12"?> „Vereinigungsphilosophie“ - die Entstehung eines Forschungsartefakts *[ {  $ _ ~ ! < ’{ { } “ ? ’Unio und Synthesis“ ’! -  “ ’  } Š _ \ “ ~ ; ^ ]  ! $L muss ; * , die Philosophie Kants mit den Grundgedanken platonisti- % ~ ! Ž ‹ ˆ   - % } ‹ ! # % { ~ } ‹ ‡ < ~ \ O ˜  X -  } #L ! \ ‹ { ~ } Ÿ {   _ ! Š ! -   ‰ ! { —  ein ontologisches ~ O % - { } X Y logische O ] *@  _  - ? ‡ | ? } X Š€ { - ? ~ { { ~ } Š ~ & } } _ { ? }ˆ } - } ’ !  “ ] ~ < - | ] ~ ] } ] } $ & - ‹ ~ } ƒŠ ‹ } } „ } } } ? ‡ Š }    ? - % • { dem angeblichen Kantischen Dualismus unter das so entstan- _ \ ‡  - ! ~ – ~ $? % ~ ~ } }? ¡ ? ; ^ $ š >œ % ; * ; * | % \ % [[ < +/  ; ^[ ?  <?page no="13"?> Einleitung 14 % ? ; ; Die " ! ! {  _ ƒ\ ] \ „ \ ! } ’ ]  ! $L % $ *@^; “  † ; [ \  ~ { } !   Š€ { ! ~ {   - { ~ }   _ ’‹ “ ’ }} \ “ O ? ! ’ ‰ “ ! ’‹ % “X } Š€ %  % { ? !  ; Z , von ei- ’‹ philosophie“ ’{ ? \ € $L *>+q‚*>++“  ; q Š — ƒ† % „ ; / ~ ‡ \ $L • ƒ‹ } } „ ! $L % ’ *>++‚*@^; “ € -  ; > Hegel habe sie dann erst in Jena ! % € ] ' } ! \ ; @ € !  _ ! % $ ‹ < ~ | } { ‡ ‚ ~ ˜ $ " ; + - als ; ; ‹ ~ {  _ \ ¡ ? " ~ " & % *+@* ; [ {  _ \ ] \ ] ] &  ! $L % $ *@^; % *+>+ ; Z ] % Zq ; q ] % ** ; / % |‹ ; */  \  ƒ% † = & ? „ O= || Z+ ~ ; > _ š ; [œ % ** ; @ ‰ ! " $ ‹ < -  ~ }- ? ‡  ! ] € € " # $ Š * % ; [+&; qZ ; + ‹ $ ~ $ _ ¢ ! % *+>+ y ‰ Y ‰ \ Y & <?page no="14"?> „Vereinigungsphilosophie“ - die Entstehung eines Forschungsartefakts *q = ~ ƒ\ & „ ~ €  \ ! < % ? ‹ ~ } &}  < \ ! ' } % $  - ] – ‡ ~ ! % ’ “ ’ ! $L & ! $ } ? ‹ & } } *>+@`++ _ “ [^ , aus $  $L y ? $L ƒ‹ } } „ ’} \ “ O+[X ‡ ~ \ ˜  ƒ_ \ „ O>q *@^ L X ’ ] %  Y “ O@ZX ‡  ‚ ! € ~ - ‚ Š — Urtheil und Seyn ~ ’ & } & % “ ] | ! ! $ $ ’~ % ~ € Urtheil und Seyn ‹ } } “ O@*X ! ’ “ Y ’ - “  L  ‡ ! $ ’ { ~ “ ’ ]  “ O[q/ X ~ ’ - \ “ O[Z@X  $L - \ ’ ‹ } } “ O[Z+X $ ‹ | $ ! $L % ~ $ $L $ ! ' } Ž {L O\ | { } ™ %  ZX % *+@* % ; Zq&; / / $ - } ~ ˜ ~ = ] | } ? ~ \ } ! | ] "” ” | y ‰ ] " = ? ~ } ! \ $ ? ! \ $ ' } O$ & % ; @X *+@/ % >>&+/ [^ ' } ’] “ \ } } ~ & $L $ *>+>‚*@^^ O$ &%  ; [X *+@[ % *;  % _ Š — <?page no="15"?> Einleitung */ % < ~ € € $L Y ’~ \ %}?  “ OZ^+X ! { ] ˆ \  € $ ! ~  & ’ “ O; ; / X ’ } “ ‹ & } } ! ’ “ ‹ } } = — } } ? \  < ~ \ ] = } } \ % [* ? \ ‡ }& !  %  {  _ !  \ ’ } “ [;  ‚ ~ ‚ } } ‡ $L  $ ’ % “ ‰ } } ! ] ~ < ’ % } € ] ‚ %} ‚ ! š›œ Š€ $ ! “ O>qX  % %  ’$ š œ }?  “ O[Z@X [[ , an einer anderen %  ‚ $ [Z - die ’=L ! “ ’{ ~ } † } \ “ O[; [X ] ! $  _  " ~ } ‰ }  $ <  $ • _ ~ } ’ € ‹ & [* ] = $ O{ £X € > ++ ]†"Ž % € ’$ $L | =€ ; ^^; “ ~ ! _ } ˜ ? ’$L ‹ & } } = Ältesten Systemprogramms“ O  ~ € *; ++ ¤X [; _ š / œ  } \ *++[ Š ! # ! ~ [[ Unter Berufung auf die Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie II | $ Š *+ % Z/ + L [Z † ~ $ ‰ O$ X $ Š€ & *+^> % ; @; <?page no="16"?> „Vereinigungsphilosophie“ - die Entstehung eines Forschungsartefakts 17 } } $L “ [q \ ƒ‹ & } } „ { ‡  ~ * \ ! ~ auch ohne ein solches Konstrukt möglich ist, den besonderen Weg ~ ! Š€ { ‰L ˜ € -  { Š OŠ |X ‹ -  { & } !  Y _ } OŠ ||X ] Konzeptionen der beiden Dioskuren des Deutschen Idealismus bie- ‡ _ } OŠ |||X [q $  %}? { $ \  | $ & % [[ *++@ % @q&*[* +^ ! \ " ~ } ‰ } $ ‰ ™ { } ! | = $ #  &# O$ X $ \  y O & }  ; [X =€ *+++ % *^q&*; q <?page no="18"?> I Vorgeschichte <?page no="19"?> <?page no="20"?> Tübinger Humanismus und protestantische Theologie Tübinger Theologie „Als die Ausbreitung der Kantischen Philosophie Tübingen erreichte und die Besten der Studenten sich Kant zuwandten, suchten die Tübinger Theologen diese neue Philosophie in ihren Dienst zu stellen.“ 1 < ~  - Ž {L *++^ ‹ ? zu Anfang der Neunziger Jahre im Tübinger Stift darstellen, im Glauben, keinen Beleg für seine Behauptung schuldig zu sein. Er  Y !  % } Š€ Š % ~ - ? & — Š _ } ? \  % ~ " Y den „Kompromissen, die die [sc. Tübinger] Theologen, den Geist der Kantischen Philosophie verunstaltend, mit Kant geschlossen“ ? 2 Die bekannten Invektiven Schellings und Hegels in ihren *>+q  ! % ~ \   † % $ ‚ ! ‡  % ~ ‚ O X =€ € ? ‡ ~  ~ ] † — ungerecht. Dann hat man die Wahl: entweder beziehen sich die % ? % $ % O % € ? %€Y X Š€ Theologen, seien es Professoren oder Studenten; oder wir müssen % $ # O  Š " ? X * Ž {L $ } } ? | ' } $ % O$ X \ ~ % = ~  $ = *++^ % / @&*** +[ ; ] +Z <?page no="21"?> ! " # # 22 verkannt und sich eine Art von Pappkameraden zurechtgemacht haben. Ich neige mit Gründen zu der ersten Antwort [ , aber biswei- ‹ L  " \ ~ L €  ~ ƒ% • % „ ƒ% } „ L ! & ? ! ~ } € y & rückschrecken der Philosophiehistoriker vor Storr und seinen Schülern. Eine Theologie, die diese Bezeichnung dulden musste, ~  ƒ „ L ƒ ¡ ? „ " ~ ? } \ $ $L Schelling nach allgemeinem Dafürhalten ganz sicher auf der Seite ¡ ? % ƒ% } „ ~ ƒ „ ~? ~ ~ % !   \ € ? ? % € \ ’_ } ¡ ? “ ~ ! = Z = ‚  = ‚ ~ < Š missverstanden werden und also auch nicht als angeblicher historischer Hintergrund zur Darstellung der Storr’schen Schule dienen. % ~ ~ } ‹ ‹? € %   auch orthodoxe befunden haben, aber er war im Grunde weder ein Orthodoxer, noch ein Pietist. Seine Grundeinstellung ist viel- ~ ! " " ? Š — ! ? % ! anderen biblischer Exeget und die Schuldogmatik, die er geschrie- ƒ [ € € = ~ ’Š€ Ž — “ ]  % $ | % < \ ‡ O$ X ‹ ] } } \ = ' {« - ! Š % ~ @q ; ^^/ % *Z*&*/ ^ Z ‹ } _ } $ { ? ‰ ! $ & $ ' = ] ! } O{ }  Z*ZX $ *+@@ % [q>&[>@ <?page no="22"?> ! ; [ Theologie‘. q D.h. das Gewicht der Storr’schen Dogmatik liegt auf der Darstellung der biblischen Beleg- und Beweisstellen, der sogenannten ‚dicta probantia‘. ]  % y ‚ex instituto‘ gewissermaßen, die orthodoxe Dogmatik vertreten hat mit allen ihren in Jahrhunderten angesammelten Scheußlichkeiten. \ $ ! ! - € ? # ! ƒ ! „ — L Š ' % ? / Diese Lehre mit ihrem Insistieren auf einem bestenfalls ‚archaisch‘ zu nennenden Bluthandel zu verteidigen und den Glauben an sie für heilsnotwendig zu deklarieren, das ist nun eine theologische Haltung, die nicht nur den ‚Kantischen enragé‘ Diez, sondern sicher auch $L $ % }L % ‹ % !   } ‡ ? Š $ . Darin geht es Storr darum, alle ? ‡ ~  } weise in der rationalistisch-deistischen ebenso wie in der pietistischen Theologie wieder aufgekommen waren, als hermeneutisch ~ ? ~  ‹ ]! ! Jesus berichteten, er sei über das Wasser gegangen, dann ist dieses ‚Wunder‘ weder wegzuallegorisieren noch durch einen auf Seiten der Evangelisten angenommenen bewussten Akt der Akkomodation ]  y  ~ ? ' € % • % & < < ! ! ~ L \ scheint die Berechtigung dafür zu liegen, sie ‚Supranaturalismus‘ zu ! † q ‹ %} " L ? £ \ ’ “ \ ! ' % O*>+[X | = ~ O$ X ’› Š “£ $L $ % Š † ! ? Š€ O= ~ $ ! $L $ %  [ ~ % $L & &  ; [`[X Š€ ; ^^> % / >&*^[ / ‹ \ $ { } & { Š€ % ~ % ~ $ $L % | $L & ; q *+@/ & *+@> % / ^&+; % / @ < <?page no="23"?> ! " # # ; Z ? ‹ O! # $ X ?  < ! % { ‡ € ! } ~ }  ? - ‰  ƒ € „ †  \  < - ‰ & € O~ ˜ & € X ~ men. Wir stoßen so direkt auf das Problem, das in der berühmten ~ L \ sich um solche Dinge, die „non contra, sed supra rationem“ seien. \ $  ~ 7 , stammt von % ~~  € " { */ Š - ƒ% ~ „ *@ wurde. In Tübingen war dieser Sozinianismus zu Anfang der neun- ~ < \ ! - _ " } } % ~ @ Andererseits wurde der ‚supranaturalistischen‘ Tübinger Schule  ‹  Š % ~ + \ — & ! % € ~ sten Leser Kants und er hat seine kritischen Anfragen an Kant € L< # % ! $ €} $ % } ~ O! $ % " # ! & ' ( ) # * # + & , *^ X ~ > $ € % | $ ! ‰ % € | * % *Zq \ Š —  ! $ *>+Z @ € % { } Š ‹ ? ~ } ‹ | ? ~ - \ = ~ Š€ *>+; % **>& *q;  ~ ‡ % % q *^ */ + ‹ ~ ' \ % • % | _ _ €} † ! ? Š€ Š€ *@Z+ % ; Z[ = — # Š€ % ? | " }? € } Š [ – ; ^ % *q> ! Kontext der Anm. 7 zitierten Äußerung Hegels. *^ *>@> <?page no="24"?> ! ; q _ • € ‡ _ ? - — †  ! !  ‡ _ ? ~ - ? =L Theologie im Blickpunkt war. 11 ]  - } ! ‰  € =L Theologie zu führen, - obwohl er auch das, soweit es seiner Ansicht L } & tet 12 -, als vielmehr darum zu zeigen, dass es in Kants Aussagen zu _ ? ‡ } auf, den Hume’schen Skeptizismus berücksichtigt zu haben, noch † ~ ? } € *[ - } { den Jahres einen zweiten Aspekt der Kantischen Theologie, und zwar } !  † - ‡ $ _ _ ? } scher sein soll: - ! # . * ! / 2 - 3 . *Z \ ~ ] _ € } } ]— ~ besser bestellt sein kann als mit den von Kant geprüften und verworfenen theoretisch-kausalistischen Beweisgründen: „Denn es } ‹ } ! € ~ † } ~   = -  ' ‹ “ *q So 11 ? ~ \ < ‡ ' ? ~ € Š ~ _ { } # }~ *>@@ *>+[ _ ~ ! = ~ } } & ‡ _ | O$ X š qœ % *@+&; ; ; 12 Im Schlusskapitel der 4 # 5 6 7 , : 7 2 & ! % *>>&*+^ *[ \ ‰  ? ~ ! - # ' , **^ *+^ % 9 $ . % 9 - 2 # & ,: š **œ % [Z&*Zq *Z € ] " € } - ~ _ { } Š€ *>@+ *q š *Zœ % *[ <?page no="25"?> ! " # # ; / betrachtet bleibe nur das Ergebnis, „daß die Kantische Philosophie auf einen skeptischen Atheismus hinauslaufe, oder, was im Grunde dasselbe ist, Nichts als einen ganz blinden Glauben in Hinsicht auf " € “ */ Das ist eine Kritik, die im ersten Teil das • ‡  ’ ? “ wolle, der müsse „auf ungereimte Dinge kommen“. 17 _ ~ Š % ‡  sie einen „ganz blinden Glauben“ als Konsequenz aus Kant beschreibt. In der Annahme, ein solcher „ganz blinder Glaube“ sei „im “  ’ } “ ~ " \ Š € -  ‹ ? € $ _ _ & ; O*@^; X ~ ] ‡ & - }   ~ ~ ? ~  ’Š€ “ L von denen Schelling in seinem ersten Brief an Hegel schreibt: „Alle L \ ~ { } ‹ }  &  - ~ } O € X ‹ den Knoten.“ *@ %} < nicht gemeint gewesen sein. Im Gegenteil: indem Schelling nicht }  ‡ sondern ausdrücklich „theoretisch-historische“ sagt, kennzeichnet { &_ % & • { ]  ? € %  € \ € - ! ~ ‡ !  & */ ] % *^@  ! % Z 17 ‹ $ † # %} ~ $ = = ‰ ! *>@+ % Z* $L }  ! *Z *>+* = } ’ Y  } € < - , der . , ! $ ~ ! ‹ O %} ~ X | # =, > # # . , > “ O= || Z/ @ ‡ $ ! ! = X *@ % $ / *>+q | { | % >; <?page no="26"?> $ 3 2 27 se verstanden wissen wollten. *+ \ { ! $L & derlin einmal in einem Predigtentwurf. ; ^ † _ ƒ „ }?  | im # .  ] ~ ~ } ’] ` “ 21 Der Kanzler # O*>[; ‚*@^>X € % } ~ % ? und Dolmetscher des Herzogs Karl Eugen für dessen ausgedehnte | *>>q ~    ? \ } Y "€ | ~ _ *>@; ~ _ ~ $ _ *>@/ ~ } } ? ~ ~ _ ~ † ! ? Š€  22 # ! ~ ]—} % *>q[ $ - } \ ‹ ! ! } – ] ! = _ _ }? { } ' -|‹  { } *>>[ &Ž ¯ #  _ ‹ ? # ‹ ? { }? } genauestens darzustellen ; [ , sondern daran anschließend und neben *+ ‹ # . ! / ? & @ / ## 9 2 % # $ 7 & | ? ~ \ = ~ Š€ *>+; % *&q> ; ^ $ *> % *; q 21 $ *[ % @[> 22 ‹ = # _ ~ † ! ? Š€ ] # ¡ ? ~ | # % & ~ € € % *@+; % */ @&*>[ ; [ # % € % ¯ & < Z % € O† X *>>[&*>>Z <?page no="27"?> ! " # # ; @ ! *^ ? & % ) ! , / , ' A - ~ ! L< O*>>@‚*>@>X ] = ! L man sagen. ] L ~ ] ; Z  ~ $ ‹ ” $ ~ $L =  ~ % und dran war, sich mit Elise, der Tochter Le Brets zu verloben. ; q $L   L # der ihn als Schwiegersohn anzunehmen gewillt war ; / , wohl auch ~ ~ #  = ! - $ † ! ? Ž ' ! # $L Ž L   27 }– € ƒ] „ - ƒ‹ „ ~ ! }– % sam zu wahren. ˜ # ‹ ? Y ~  % } % &% _ ’# š›œ !   - #  ~  } } ? ~ den angesehensten unter den Studenten selbst den Hof zu machen. Dieß that er Schelling.“ ; @ ‰ € ‹ ~ mindest im Prüfungsfach ‚Polemik‘, das Le Bret neben seinem ei- | _ y ~ Š L  } € _ — % abgeschlossen wurde. ; + ƒ{ „ Y  ; Z !   ! ¡ ? % Ludwig Wekhrlin, der ihn in seinem C # * + * O% ~ # }~ *>>@X ’{ ‰ “ O ? ‰ X ’ ! $ “ O‰ =€ *+@@ % / >X ; q ‹ ~  ‡ { $ &" ’%} = “ { $ # } $L † OŠ€ ~ #  *> ~ % $L &  ; / X Ž ˆ & ; ^** % ; Z*&; / @ ; / ‹ $L % ‹|| [ % *[[ y */ &*+ % ‹| ; % / @^ y */ &; ; 27 ‹ ! ! 3 2 Š€ *>+/ % *  ˜ = ~ $L Ž Ž ! # O*>; ^‚ *>/ *X | $L & [/ ; ^^@&; ^^+ % ; >*&; @^ ; @ { || % q; ; + ‹ ~ $ $L { % ‹|| * % Z/ q <?page no="28"?> $ 3 2 ; + Disziplin, die wir heute ‚Kontroverstheologie‘ nennen und in der †   -  ~ L & ! # } \ < ~ ~ lutherischen und der calvinistischen Dogmatik. Im Berliner Nachlass Schellings liegt eine Nachschrift einer { &‹ &% *>+; `+[ ‹ # ˆ~ [^ Dieses Dokument zeigt, ! # < " ?   " ! = hat ihn seinerzeit, bei Gelegenheit seiner Darstellung des Tübinger % ~ $L y } }? gische Maxime charakterisiert, die auch Le Brets absolutistischem $ = $ ~ _ ] ? ? - ’ € € %  sein Wille in der Jugend gebrochen werde“. [* | ‹ sich Le Bret dagegen ausgesprochen liberal und aufgeschlossen. |  ~ ‹ ! - ]  Š # ƒ & „  } €  % \ ˜ ’= % '  - € L Š # ' € L Ž< $ - L ! ~€ • ‹ ' Ž< Y ihm aber noch mehrere, die nur nicht auf dem nehmlichen Weg zu derselben Behauptung gekommen sind. Alle nehmlich die anneh- Y ' ? - Y | y quemt habe.“ [; Ž< ~ !  $ " [^ ‹ = ~ % Š€ &{ &% O‰ % ~ { & }  **X L *++/ % **@ <  ‰? € ‰ = ~ # { &‹ ! % | O$ X š qœ % *; [&*Z; [* = $L Š€ % *>@@‚*>+[ | $L & *@ *+>[`*+>Z % ; + [; % % [^ | Š ! & % @Z <?page no="29"?> ! " # # [^ ƒ „ † & ! < der bei der Auslegung des Neuen Testaments zu berücksichtigen ~ ]! L  ‹ ? L y } ’ “ O’ ¢ “X habe. Diese Akkomodationen waren freilich als zeitbedingte ƒ] „ ? ! ~ Insofern führte die Akkomodationsthese konsequenterweise dazu, ’Š # ' € L Ž< “ gehalten werden konnte. \ € ‹ *@ & derts war der eben verstorbene berühmte Hallische Theologe Jo- % % O*>; q‚*>+*X  [[ ‹ % } # Ž Y " } [Z , auch wenn durch den y { &‹   _ % € LY- ! ~ € ? ? \ sen sich sogleich deutlich machen: wenn Jesus, oder auch nur seine € ! ~ ? Y ‹ € | ? ¢  $  ‹ ‚  ~ L y ‚ Eben dies ist natürlich der Kern der Le Bret’schen Argumentation % < ~ [q und macht in y ~ ? ~ # &_ ~ ~ # " • <  L ’ Y - % Y“ ? L ' ! € ! € ’ ˜ ~ ! Ž< L “ [/ . Aus dieser  % Ž< - €  ˜ ~ - [[ ‹ ' $ % \ † } = <  Š€ *+q; % ; ; < [Z # š ; >œ % / [q ˆ y ~ €  O’š °°œ“X ‰ $ [^ š [; œ % +Z [/ ] % +/ <?page no="30"?> $ 3 2 [* $ 3 . L y ? y Y dass sich Schelling in dieser Hinsicht nicht allzu vorsichtig geben  { # =L - € €  ~ -  Ž< ~ ] ¢ " ~ \ # ? [> wird noch deutlicher in ~ { &‹ # ? -  O € X \ ƒ% „ Lehre geht, also doch um die Lehre der extremen, weil anti-trinitarischen Heterodoxie. Le Bret schildert das Leben und die theolo- % ~~  ƒ# <„ % } ~ ] Š ? ‚ % ~ ‚ # ? } & | } der Sozinianischen Lehre hervor: „D ! 2 / = 9 ? % / / ' . . J # + \ † Y - ! ± — < ]   < | ‹ } =   ‹ ]— ! einen kann vollkommen berechtigt sie anzunehmen.“ [@  ‹ Š€ _ ~ Š € _ € " ! ~ von Lehrunterschieden das ‚praktische Moment‘ ist, also die hand- ! _   # \ { ~ } & — % O }  ~ & X die gleiche Bevorzugung fand. An diesem Punkt der Betonung des ƒ} = „  # <   ! ] { - [> ‹ # € ! € ? Y  ~ $ { }} _ $ O$ X ‰L O$ X [@ $ [^ š [; œ % */ @ ! % ! <?page no="31"?> ! " # # [;  ! y " \ " ! ƒ} = „ ? % den Ausschlag zu geben habe, scheint aber zu Beginn der Neunziger Š€ ? ˆ { ~ \ auch in der - zwar nur als Manuskript erhaltenen - ‚Polemik‘ [+  y ] L Š ? ~ # ~ ƒ} = „ † Hegel fasst diese theologische Tendenz, in dem oben schon einmal ~ = } ~ ’ y € !  # praktische Moment auszubilden und aufzusuchen“. Z^ | € L # ~  _ & &† }  € % $  *>+q % % }? #  ˆ~ ‰ | € _  % € " Z* gewesen sei. % * = *>+/ ‹ ’ š Nicolai] unterrichtet hat, ist kein anderer als Kanzler Le Bret, der mir in’s Gesicht, so lange er mich brauchte, schmeichelte, nachher ! ? “ Z; ‹ $L getan, nicht der Schwiegersohn dieses Mannes zu werden. [+ | Š ' # ' C ? % $ ' . K ! K & > . K # L> . @ K - K # C # $ † ! ? Tübingen erhalten ist und von der zwar nicht bekannt ist, wann sie geschrieben   ! # ? O *>+; X Z^ $ š >œ % *Zq Z* " \ %  ~ *>@* ‰ € | " % ] % *>+/ % **@&*; @ Z; { | % **/  € ] ~ ! # \ ~ ! ~ š [^œ % **@ / / <?page no="32"?> "A [[ Hölderlin und die Platonische Tradition † *>+^  Š€ % ! { † $ $L _ - ? Y ˆ # € ~ { erster Stelle, vor Kant und Jacobi. Z[ $L ‰ < *>+* %  } }? ! $L Š€ $ *>+^‚*>+[ ’ ! ' “ ’ ! š œ ! ? rigen Streben, abstracte Ideen, besonders von Platon und Kant, ins Gewand der Dichtkunst zu hüllen“. ZZ Dass auch Schelling sich schon *>+; *>+[ ! { ? - ? { &y = aus einigen Entwürfen über Platonische Themen in seinem Jugend- Nachlass hervor. Zq Schelling hat allerdings - nach eigenen Angaben Z/ ‚ { &% ! L ? ! # € $ $L % ~ - $L } # -Kommentar Z> *>+Z $ $L % ! ] ! { &" % geben, zu Beginn der Neunziger Jahre. Aber wie wurde Platon ! £ ~ ? } $L  Schelling, ist das Anknüpfen an dem Motiv der Begeisterung, des ] = !  { Š % - Z[ ‹ _ " ~ $ # *@ZZ % Z^ ZZ #  ‰ < ‰ ! $L | y € *@; + ‰ *>; O[ % } *@; +X %} *[>* ~ $L $ ; % [[ Zq ‹ ] € D $ / / $ / # / ' % / A > . - J ! und 4 # ! L<  % & š [^œ % ; @Z&[; ^ Z/ ‹ € $L &$ ' } %  % ‹|| [ % Zq[ ’‹ # € { ~ y  Y % ] } € } ] – Y % { “ Z> % ’Š “ O*>+ZX $ ! $ = ! $ _ = ‚ y ’Š “& $ € % ‰ } } O%  ZX % & ' *++Z <?page no="33"?> ! " # # [Z }  " }   { { } ? £ Die Dialoge Platons wurden, wie gesagt, gelesen von den Stiftlern,   £ \ ‡  die sogenannte y € Z@ $L saß sie, wie wir aus der Nürtinger Bücherliste wissen, die nach seinem Tod angefertigt wurde. Z+ Aber auch Schelling zitierte nicht nur <  € ! L< ! ~ ! q^ | ‰ < ! % *>+[ $L % L} ~ { # # ~ ? $L Š — !  $  $L  _ &Š ?  { & ~ ?  _ ! ! { q* Diese Praxis, von ~ } ˆ $L }? beibehalten. %  $L { &" ~ }  ‰ < ! *>+[ € O X ? -  % ! lehrten Kommentierung großer Textpassagen des Platonischen Z@ Platonis Philosophi Quae Exstant Graece Ad Editionem Henrici Stephani Accurate ]—} ' = | } { # ||| # \ ‹ ] \ { ' ‰ # ‹ # % % } ** *>@*&*>@> % ? # und den # ? ' M # # \ ˜ ‡   % terhalb des griechischen Texts abgedruckt. Als 12. Band dieser Ausgabe kam hin- ~ O ‡ $L % X \ Š \ { ]—} | y € *>@/ | \ ¡ ? _ nicht spart. Z+ $ *> % ; @ q^ % \ ‹ ~ ! % Y $ ! &# =€ & =  ! { y O%  *+X % & ' ; ^^> % ; ; @ ‰ @+q q* ‹ † $L ] ] € Š€ *++[ % [+<   _ } Z q <?page no="34"?> "A [q # versuchte. q;  ‡ - < { }  ? y & gangsweisen der beiden Tübinger Studenten. Beide bedienen sich einer Interpretationsmethode, die man gut und gerne allegorisch $L { # ge- ‹ Ž L } < ! %  ‚ ‰ < & ! *>+[ € "7 &‹ ‚   % &  ƒ % „ { & tonischen _ L ‹ ! L | } allegorische Interpretationsweise dazu, die Platonische Theorie ‡ ! ‹  \ ~  ƒ\ „  _ " ~  ! ‹ ? €  ! \ ~ % – ‡ ausdrücklich, wenn er ihm die Begründung hinzufügt, eine sol- | }  { "   ! ‹ ?  ! = } € _ ‹ y ~ ? - ~ { Š \ " %  ! Ž  ! ! ~ q[ † { Š ] ~ €  !  ! ‹ ? O~ - € &X€ ‡ % ~ Š kompatibel ist mit den Kantischen Erkenntnissen. Eben dies aber $ } ! ‡ € $L ? % ~   € }? ' ! $L Š€ $ ‰ < O X q; ‹ % ’Š “ O*>+ZX $ ! $ = - ! $ _ = ‚ y ’Š “&$ € % ‰ } } O%  ZX % & & ' *++Z q[ ‹ % š q; œ % [* ~ ~ % Š€ { &% & š [^œ % ; Z[&; Z@ <?page no="35"?> ! " # # [/ { $L ! ~ - Y  ƒ } % „ qZ ? ] ? = } über die & A 3! & und zitiert O’ “X Š€ "7# & & . qq \ } $  & \ $ { ~ -  $L ? Quellen q/ L} O € } X $ { $? Der andere Weg führt überraschenderweise in die Mathematik und zu des Proklos Kommentar über die # des Euklid. q> Der Š€ = ' } {– = = { } €   ] &_ *@ Jahrhunderts. q@ % ? ] # schloss ! } Š — € Textkommentierung ein q+ , wozu nun der Proklos-Kommentar seit  | - { € \ ˆ Beweise in Euklids Werk, sodass die Prinzipien antiker Mathematik, ‡ { zurückgehen, der eigentliche Dreh- und Angelpunkt seiner Ana- \ Š€ %  qZ ‹ ~  ‡ = ~ \ } $ | % \ = ~ ‹ ” #  O$ X Ž } % }} € L Š€ ] ; ^** % @*&+^ qq = || % *; % **@ q/ }   &]—~ } %} ~ š *qœ ! ’ ‹ ! _ &  ` ~ “ O% ; / [`/ ZX ’Ž } š ‹ œ “ O% ; / ZX q> ‹ € _ } q q@ ˜ ! ] ' } ! {– { ‰ _ € ‰ Š€ ‹ ! *@^Z $ ] ! ! { y % & ' *++Z % +&[q q+ % y š q@œ % *@ ’% ? = &  ‚ {– ~ ~ ‚ $ ~ Historisch-Philologischen auf“. <?page no="36"?> "A [> {– { € OŠ | X {– € = = ~ ~ }– Y ] • ] / ^ †  ? ˆ { &_ ~ " ~ {– Y ˜ ~ ! ] & € ] { } O % *q[[X _ { -  \ % {– ‡ / * und mussten es wohl auch tun, denn in den mathemati- | {– ! - ] &€ ‡ & Gebrauch. Wer als Student prüfungshalber diese Thesen verteidi- ‚ ~ ? ‚ Š — zu lesen bekommen haben. Nach alledem kann man ausschließen, {– %  ] { ! ? ˜ *>+* % - – C #,= N % ' 7 / % - - = # O ! Q - # -! & # / + % ) # ' / ! 4  ‹  / ; In diesem Büchlein  ˆ ! ƒ_ ~ „ € philosophischen Parteien, Sekten und Schulen ein gemeinsames † € _ { } !  ] € LY ? - / ^ ‹ ! { y ‰ Š = ~ O$ X ’› " % T # “ $L $ % { } † ! ? Š€ O= ~ $ ! $L $ %  ;  ~ - % $L &  ; [`; X Š€ ; ^^q % [*/ &[/ / / * ‹ # ] } = ' } ! {– O*>[/ ‚*@; *X ]  † ! ? & Š€ | ~ Š€ † ! ? [ Š€ *+@> % / @ / ; Dieses Büchlein C #,= N % 7 +++ O # }~ *>+*X  - ~ " ‡ ! ~ ~ š [^œ % *[[&*[@ <?page no="37"?> ! " # # [@ sten gemeinsamen Nenners gelingen kann. An einer Stelle die- \ ˆ ” =  % { ~ ‹ ’ { ‰ } $ } ! † } | “ / [ Diese Position des Platonismus zu den { ~ }  y ‚ ‚ ˜ ‡ ] & Kommentars des Proklos. / Z Ž<  Š€ kannt, die Platonische Prinzipienlehre aus dem Proklos-Kommentar zu den # zu rekonstruieren. / q ˆ $L &]—~ } ! ? | _ ? < † $ ² / / † }? ~  ‹ € ] = † O }? X = } = ? † ~ der ‚bestimmten‘ und der ‚unbestimmten Linie‘ in der < zur < : 4 des "7 \ † aus der Platonischen Grundlagentheorie der Geometrie, die Proklos im ersten Buch seines Kommentars entwirft. Der Hintergrund der † ~ # ƒ „ ƒ ~ „ sind, d.h. die in sich zurückkehren und dadurch ein ‚Schema‘ bilden, einerseits, und auf der andern Seite solchen Linien, die ‚unbe- „ ƒ ~ „ ! ?   ~ € ?   ~ - { { ~ } \ $L } ~ - / [ š / ; œ % >*&>Z / Z Š { } = ' Ž {  % { • % Ž Š Ž ] • ] $ # = Š Š { \ { \ | ³ Š Š ‹ | # *>@@ % qZ < \ ~ *>@+ # ? € ˜ ‡ € " 7 - * - 7 7 ? ˜ ‡ # - 7 des Proclus. / q \ ]— } ? ˜ ‡ РЀ † ! ? ˆ O% ' @ZZq ZX ‡ Š€ = {–  % Š€ ~ - ?  # š / *œ  / / \  Š —  $ *> % *^@ & ten wird. <?page no="38"?> "A [+ } ' € ! Linien sehr wohl erkannt hat, scheint mir auf der Hand zu liegen. / > | ‹ Š€ $ ' & "LY % *>+^ € { & } ‚ $ $L L ~ $L ‚   "  ! %  Philosophiegeschichte, der " Q von Jakob Brucker. Dass Schelling sich aus diesem Lehrbuch Exzerpte machte, ist in seinen nachgelassenen Berliner Studienheften bezeugt. Bedauerlicherweise aber ist eine Exzerptsammlung aus den Neupla- *>+; *>+[ $ hat und auf die er an einer Stelle verweist, nicht erhalten. / @ $L &  L %  % & ling, aber im Brucker hat er sich ganz gewiss auch informiert. { & < ? _ } ? her eingehen werde, beruht in der Hauptsache auf solchen Quellen,  ƒ } „ ' } Alcinous und Plutarch. Brucker trennt diese in seinen Augen ge- ‹ { # ~ ! ‰ } ! L !  - ƒ% „ / + % ‹ ‰ } L | }  { { } ~ am Ende, ohne es zu wollen und posthum, eine Generation zu Ende des von ihm beherrschten Jahrhunderts auch wieder neugierig gemacht auf diese Neuplatoniker. Aber selbst noch das Platon-Bild ~  Š€ L ? y€ € } Š - ] ~ ] ? _ ~ } ƒ| „ % L} des # hergeleitet wird und die selbst im # -Kommentar % " } / > ‹ € \ _ } q / @ ‹ ~ š [^œ % *; > / + ‹ € \ _ } ; <?page no="39"?> ! " # # Z^ Platonismus der Kirchenväter | *>+^ *>+; ~ – - ˜ ‡ ƒ{ _ ! ? „ ~ € ! } < ! # 3 %, + 9 ! W = - $ 7 . @ € ‡ ! ' #L² >^ Der ‹ Ž 71  ~L { ¢ % ! */ @;  ƒ „ O € ? ‹ ƒ% ~ „X seiner Pfarre im Poitou enthoben worden und nach England ge- –   } € X# Y X betitelte Werk " *>^^ O _L  X } hum erschien. 72 ] ] - † ~L _ \” { O{ ! X < ? { ! - € Y ] – ] Š ? % ! _ ¢ ~ ~ Š ? aus der christlichen Glaubenslehre auszuscheiden sei. Darüber hat- ] *>^^ ~ ] } \ >[ % € - % ! Š !  ] *@ Jahrhunderts war in der deutschen protestantischen Theologie diese \ Š \ € chen dogmen-kritischen Positionen, wie sie der mutige Semler und € " ! >^ € % & š [^œ % ; @&Z[ 71 # { \ ! ” Ž ] Š ‹ { \ ! ” — { O*>^^X ] = } ! ‰ & Ž } ‰ ~ ! % ! = € ~- ¢ % ! # { \”! O' } ´ ! { } µ X Ž ; ^^Z 72 \ — € ‹ % ! = ‰ š >*œ % / >[ ‹ ~ = =  = † " € & ? \ */ @^‚*>; ^ $ ; ^^; % ; / *&[^@ <?page no="40"?> # 3 %, Z* | Š€  \ € \ } ?  nicht nur daran sieht, dass Schelling in seinen Studienheften in den *>+; *>+[  % ! ? >Z % ! #L² • ˜ ‡ ? Š€ $ "LY \ ] " ! \ ‡ - € \ schrieb, wovon die wichtigste auch auf Deutsch wieder abgedruckt  "LY . 3 %, ? € ‡ Š — \ "LY • . 3 %,   € ausgeliehene Buch der Stiftsbibliothek. >q "LY ] ~ \ }? { } \ ! ! $L ‰ !  >/ Es geht darin um die an- % ?  { } % # { # ~ € "LY ˆ ~ € " ! % O~ ‡ ! X !  -   ' - ' ?  ‰ !  "LY !  ] – Philosophie des Ammonius Saccas und seines Schülers Plotin auf Š ? ] $  Wie Jens Halfwassen eindrucksvoll gezeigt hat 77 , hat die Lektüre _ ! ? % des >Z \  L ‡ zu Schellings Marcion- \ } O% $_ | ; % ; ^[&; ^ZX € ~ $  ! $ $ ~ O\ | { } % =€ *+>> % *+&/ [X -  € L >q ‹ ‡ L $L %  Š€ % $ *+; ; % Z* >/ ‹ _ } [ 77 $  \ }? { € $ \ &  | $ &% [[ *++@ % @q&*[* \ " ~ } ‰ } $ ‚ ‰ ™ { } ! | = ` $ #  &# O$ X $ \  y O & }  ; [X =€ *+++ % *^q&*; q $ }? ‰ } <?page no="41"?> ! " # # Z; ]  $ ! = € ? \ % ! _ = & ‰ } } ˆ \ % % ‚ - ~ &% ‹ der theologischen Dissertation über Marcion dienten - voll von _ ! ? &y € # € Ž — ‚ ˜ ‡ "LY ‚ >@ ] ? -  $L ? - ? < Š€ Š haben. Bei ihm sind die Auswirkungen solcher Lektüren freilich nicht direkt fassbar, bzw. nur sehr schwer rekonstruierbar. | ~? ! _ — $ $L & derlin und Schelling Platon-Interpretationen der unterschiedlichsten Art begegnet sind, nicht abbrechen, ohne auf die Interessen Š€ " } ' } ' { }} ' ~ ~  \ O &X} % Š # Ž ? >+ Der andere, ' ~  € . > , in dem er natürlich auch die } } ‹ ~ Š behandelt. @^ ? % } ' ~ † ~ = } ] ‰ $ } ! \ O$ &%  Z^X *+++ >@ ‹ ! ? ˆ ]  & & ' # in meinem Artikel: Die Bedeutung antiker Philosophie für Schellings } } ? | $ L % € O$ X % O% = ‡  [**X % *++@ % q^&/ q q>&/ ^ >+ ' % Ž ! # ~ | ]} ! ~€ { } < L ] š ~ œ Š ]} | ! ! % % { Ž Š ? $ *>@@ % *[*&*Z/   % Š ? ! # % € | % *Z>&*/ ;  Ž Š ? | % */ [&*+@ Y ˜ ‡ Š ? # ! | ! € O$ X ? ~ { } ||| ‰ % € O # }~ X *>+@ % *&[q ! € #  % [/ &q> ‹ der Š ? O% Zq&q>X @^ % %  } ! ‹L ! y _L *>+* <?page no="42"?> # 3 %, Z[ " ƒ} „ { ~ } \ # ¶  \  ! O { X = \ " ' ~ { ~ } ’ “ interpretiert, aus denen die ‚Weltseele‘, und, als Teil von ihr, auch % ~ ‡  \ _ ƒ} „ # ' ~ ~ ’‰ ‹ \ =  Y - % % Y † € %  † } ~ #? “ @* $   - ƒ{ „&{ { ~ }  - < % @; }? % € $ } #  Es gibt also genügend Gelegenheiten und Kontexte, in denen $L { { ~ } ~ - ? ‹ ! % L} % % † % { ~ } Oƒ ? ‡ „X { } " • y } ‡ _ { ein Bedürfnis geworden war, sollte er die Platonischen Prinzipien £ y } ? ‹ ‡ "7 &" €  ! Š€  L  ˆ % \ ! † } – "€ $L { { ~ } ! ] ] ‡ ‹ ! ] ] ‡ y - † %    - ? ~ y ]  $ € $L " – — € 7 / 9 / J , O! 9 7 X { ~ } } = $L $ ! $L @* ' ~ š @^œ % [> @; ] ?  ˆ = & ~  ! ‡ $ < -! . & . > -! & | _ = O$ X $ ; ^^[ % @+&*^^ <?page no="43"?> J # Q ## - / <?page no="44"?> Der Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jahrhunderts Ich möchte in diesem Kapitel drei Stationen auf dem Weg der Rezeptionsgeschichte des Neuplatonismus in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts etwas näher betrachten. Und zwar zunächst die < { Jakob Brucker gegen Ende der er- $?  L { } Christoph Meiners ~ _ ‰ } % heimlich positive Darstellung des Neuplatonismus bei Georg Gustav Fülleborn 1793. Brucker ˜ }   ’ “ \ { } 1 für die zweite Hälfte des 18. ~ ] } Y  ~ - ‡ ? } } der Diderot’schen Encyclopédie ~ • Darstellung bedienten. 2 Insbesondere in der Behandlung der an- { } { } ! Š Š ‡ ~ ! L<  ~ ! ? gig. 3 \ € \ { { } { }? { < * | š œ $ ' { } = | ‰ † ¢ \ |&|‹ ; # }~ *>Z; &*>ZZ O;  – |&|‹ ‹| # }~ *>/ / &*>/ >X ; ‹ " ƒ] }” „ | % & Š % O$ X O*/ +/ ‚*>>^X { } $ }? ¡ ? O' ¢ >X *++@ % ; [Z&; q/ [ \ Š } ! { } / = *>+*& *>+> Š { } ** # }~ 1798-1819. <?page no="45"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 46 der bis zur triumphalen Erhebung des romantischen Platon durch Schleiermacher kanonisch geblieben war. ˆ ! ~ ~ Platonischen Philosophie und der Philosophie, die in Alexandria y \ ‡ } sächlich die Philosophie der „eklektischen Sekte“, aber auch die ’€ “ ’ “ { O{ ! recentiores). 4 \ ’ { “  ~ ! originären Platonismus gebrandmarkt, aber das heißt nur, dass er ? { Die doktrinäre Unterscheidung zwischen beiden Philosophien legt Brucker dahingehend fest, dass der authentische Platonismus als ‚dualistisches System‘, der Neuplatonismus hingegen als ‚Emana- „ ~ = { ‰ \ % < ! - ? ‰ } = ‡ ƒ – „ L ! ? } € - { ƒy & &Š „ Neuplatonismus durch einen rigiden Monismus gekennzeichnet. Diesen Monismus sieht Brucker jedoch stets als Vorläufermodell für das in seinen Augen atheistische System des Spinoza. Zwar kann Brucker den harten Dualismus des Platonismus, so wie er selbst ihn darstellt, auch nicht für wahr halten; doch dieser ‚Irrtum‘ erscheint ! ~ ‡ ‰ } Man muss nun freilich sagen, dass Brucker diese Urteile nicht nur en passant fällte, sondern sie durch eine ausführliche systematische Darstellung der Platonischen Philosophie einerseits, des Neuplatonismus (unter dem Namen der ‚secta eclectica‘) andererseits, begründete. Diese systematische Darstellungsweise ist keineswegs bloß habitueller Stil des Schulmeisters Brucker, son-  ! – ‡ - ! } \  ? { } O  ! $ % 5 ); sie wird 4 Brucker [Anm. 1], Bd. II, S. 189-462. q $ O X $ } } } ¢ - ! } } # */ qq Š % Š $ { } ' # ! Ž} \ { } ]! % Z # */ qq&*/ / ;  ~ ! # = Š $ { } <?page no="46"?> Brucker Z> — ~ }? = ! ? O$ X  { } <• \ ¶ /    ˆ  ! ‹ # & ~ € { } { % darstellen. 7 ‰ \ & € ‰ } } ~ - € % ~ \ { } O ] ! & ’% “X ! €} }} _ & } ~  ! { } } % ! ‚ € $ • } 8 be-  Historischen Wörterbuch der Philosophie ungeprüft übernommen worden ist 9 ‚  } im Prooemium \ # ’ € ~ “ % ’ “ *^ ‰ & platonismus bezogen worden. 11 † !  } } % } $ ~ ’ ] = L “ = — } { O’{ € “X Y 12 So unterschied man schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ] #  ' | = $ { } O ! % X \ # *++[ * % */ *&[>^ / $ ‹ € { } * | Š *@ % / * ! ~ = ~ % Š€ { &% L *++/ % / Z / * > ‹ # ~ " $ ! ** *>*q | ' O$ X \ } } % ! # ~ *@@> O‰ *+>@X ||| % / [> ’% ¢ { ! “ @ $ ‹ € { } [ | Š *+ % Z[; + $ L { } ! " _ € * ! ƒ] ~ „ O ‰ X *^ \ # ‹ } } | } ; * 11 %  ! _ %}? | ' =”   ] ! = ] ] < $  { } & & % & ' *++Z % >q *Z^ 12 ‹ ~ š **œ. <?page no="47"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 48 zwischen dem Philosophietyp einer ‚philosophia sectaria‘ und dem einer ‚philosophia eclectica‘. Dabei wurde fast allgemein dem Typ der ‚eklektischen Philosophie‘ der Vorzug gegeben, gegen Ende des 17. Jahrhunderts war ‚eklektische Philosophie‘ geradezu zu einem Modetitel geworden, den man sich (siehe Thomasius und seine Schüler) gern anheftete. 13 Zugleich war der ‚Eklektizismus‘ auch noch von einer anderen Seite her zum positiven Merkmal erwählt worden. Dem - positiv bewerteten - Eklektizismus wurde nun } ? ~ ! ] ƒ Philosophie‘. Während die eklektische Philosophie mit Sinn und Verstand das Beste aus allen philosophischen Entwürfen wählt, vermengt die synkretistische Philosophie wahl- und kriterienlos die  } ? ‡ \ ƒ „ sich her aus gewissen innerprotestantischen Kontroversen der er- $? *> ! nen anathematischen Charakter behalten. 14 Auch die Verquickung des systematischen, philosophietypischen ƒ] „& < O ! } ƒ% & mus‘) mit der historischen Darstellung des als laertianische ‚ek- % „ ˆ~ ‰ }  ! Brucker in der Abhandlung des Leipziger Philosophiehistorikers Ž ! ~  15 Bruckers Verhängnis war eben, dass er sich von diesen vorgegebenen Schemata nicht trennen konnte. Denn bei ihm wird nun die Widersprüchlichkeit dieser Kombination systematischer mit historischen Kategorien ganz < ƒ % „ { } ‰ } ~ dass sie gerade nicht eklektisch ist, sondern synkretistisch. Diese ‹ • \ ‰ } ein Bewertungsschema, das aus der widersprüchlichen Kombina- 13 Vgl. z.B. die Institutiones philosophiae eclecticae des Thomasius-Schülers Johann ~ O*>^[X ~ = — \ { } † ! ? ‹ *+[; % / q < 14  ƒ% „ _ ‡ € Š ! ‡ Š ~ - ] */ } ? † ! ? # }~ $ ? }  15 Ž \ } } | Š % $ { & } O $ { } ! Ž X # }~ *>** ; % 1205-1222. <?page no="48"?> Brucker Z+ ~ _ } ~  ]  € \ } { } !  y ~ -  _ !  - | \ ƒ_ ~ „  _ % -  y ~ ~ ~ € |  ~ ? _ } € { # */ \ $ } ¢ € # { 17 \  - { ~ L † L ~ L ?  Y _ _ L \ ! ~ | " ? Y _ } ! _ - Š — † Š —  # { ~ ˆ ~  $ € = } }  ' Akademische Fragen. 18 \ ' */ š *œ | % / ; >&>; @ 17 ‹ š *œ | % / / + ’ } {  ¢ } - ¢  ! —} — } - ˆ “ ’ { \  "€  L   ?  } - ? y % ? Y ‡ € # ˆ  “ 18 ‹ ~ š *œ | % / / + ’" } ¢ ¢ — ! ¢ } } { - ¢ } { ! | ¢ ! '|']"މ| } ¢ ¢ } { ¢ } ! $ {†#]|†= ¢ #'|‰Ž†= ¢ } — ¢ } } { — ¢ } { } } - } ¢ } - —  ¢ ›“ ’   € ! !  { %  % { # { € † € { ‡ '|']"Ž † _ } # ? ‡ {   " \ <?page no="49"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 50 Zeuge für die „Platonis decreta, qualia in Academia docebantur,“ welche allerdings für Cicero bekanntlich in der Hauptsache skeptische Lehren waren. „Von allen am besten“ aber hat nach Brucker das Lehrbuch (der Didaskalikos) des Alcinous „auf die Ordnung und den Zusammenhang der Platonischen Philosophie geachtet“. Und deshalb wird dieses Lehrbuch, so fährt Brucker fort, „uns Führer sein auf dem Weg, durch welchen wir die Lehren des Platon selbst, der in seinen Schriften keiner Ordnung seiner Philosophie, keinem System gefolgt ist, sondern alles mit Grund in Dialogen zerstreut erzählt hat, aus seinen Gesprächen eruieren werden.“ Um es deutlich hervorzuheben: zwar ist der Primärtext ausschließlich das Corpus der Platonischen Dialoge. Diese Dialoge aber werden ausgelegt auf dem Hintergrund der systematischen Darstellung der Platonischen Lehre durch das Lehrbuch des Alcinous (und die kleine Schrift des Apuleius über die Lehre Platons). Tatsächlich greift Brucker dann bei der Darstellung der drei Teile des Platonischen Systems (Dialectica, Physica und Ethica) im-  } ? ~ € der Dialectica 19 ebenso wie in der theoretischen Philosophie 20 und ]  ‡ % denselben Worten wie zu Beginn der doktrinalen Darstellung die hermeneutische Funktion von Apuleius, Alcinous und Cicero als Systematisierungshelfern hervorhebt. 21 Schaut man im Übrigen an den Stellen des Brucker’schen Gesamtwerks einmal nach, an denen die „Philosophi Platonici“ der hellenistisch-frühkaiserzeitlichen Periode dargestellt werden, so fällt auf, dass hier in der bekann- " = } { } - € € { ‡ 22 , in dem aber über dessen Lehren nicht das Geringste gesagt wird; verständlich, nachdem das fügen wir verdientermaßen hinzu den Apuleius und den Alcinous, der, insofern er von allen am besten auf die Ordnung und den Zusammenhang der Platonischen Philosophie geachtet hat, uns Führer sein wird auf dem Wege, durch welchen wir die Lehren des Platon selbst, der in seinen Schriften keiner Ordnung seiner Philosophie, keinem System gefolgt ist, sondern alles mit Grund in Dialogen zerstreut erzählt hat, aus seinen Gesprächen eruieren werden.“ 19 Ebd. S. 672. 20 Ebd. S. 677. 21 Brucker [Anm. 1] Bd. I, S. 720. 22 Brucker [Anm. 1] Bd. II, S. 165 f. <?page no="50"?> Meiners q* # € # {  Y ’ “   \ † { & }  ! $  23 ~ }  }? - $ ~ ] – ] ]} - # € % ˆ Y ‰  $   ™ € $ } ? - ] { } ~ \ ? ‡ = ~€ - $ }? Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie zur Schau stellt ; Z %  $ !  † -  \ ‰ } ! ! < { € O X # { } % ~ ˆ ‹ < € ~ } ~ { }  $ { &]—~ } ] Meiners $ $L    *>@+`+^ ‹ Š€ $ Christian Friedrich Rößler € { } L ; q ‰  "LY ! ! 23 $  $ }? ‰ } † ~ = } ] ‰ $ } ! \ O$ &% Z^X *+++ ; Z ‹ / @ ; q ‹ ~ ‹ ! ~ † ! ? Š€ ‰ ! L< $ |‹ Š * \ = ~ } ! ‰ $ *+>> % ; Z *>@+`+^ ’' " š œ privatim fata et opiniones praecipuo- { } “ ˜ "LY ! _ } [ <?page no="51"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 52 hervorgeht, hat er sich in Fragen der Philosophiegeschichte an seinen erklärten Lehrmeister Christoph Meiners L \  ? = philosophiehistorischen Vorlesungen sich stets das einschlägige # ! = ~ 26 Das Meiners’sche Compendium trug den Titel Grundriß der Geschichte der Weltweisheit 27 _ ~ ~  = & † ‡ ~ *@ ~ zitierten Abhandlungen in Sachen Neuplatonismus gehörte: Beytrag zur Geschichte der Denkart der ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt, in einigen Betrachtungen über die Neu-Platonische Philosophie O*>@; X Ich werde hauptsächlich aus dieser Abhandlung zitieren ; @ , weil sie die neuplatonischen Fragen ausführlicher behandelt; zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Abhandlung von Meiners auch unter den Tübinger Stiftlern damals Standard-Lektüre war, was sich ~ € % ? 29 Spuren ihrer Lektüre $ ˆ ~ L Meiners nimmt die strenge Trennung zwischen einerseits Platon samt seinen ‚Nachfolgern‘ bis ins zweite nachchristli- ‰ } - ! € Š € { genüber noch wesentlich unfreundlicher als Brucker; und insofern rücken die Neuplatoniker und Platon bei ihm wieder etwas en- ‰ } ’] € “ < ’# ! L = ! % L} “ = Š ~ ’Š ? € ! " L \? “ Oq; X \ † die es zwischen Platon und den Neuplatonikern gibt, beziehen 26 ‹ | ' \ ~  _ % € & Š€ ‚ O*>+^‚*>+; X ! \ $ =  ! € } % *++> % [+/ >* 27 # *>>/ ; – # *>@+ ; @ | _ ‡ y !  ! = 29 ‹ ~ š / œ % *; > <?page no="52"?> Meiners q[ ~ Š = } }  € { ’! “ Oq[X \ # ‰ } = ~ ’† L O ‰ &{ X -  { ‰  ! { ‹ ? ~ = ! L ! - ? € %  †  † ! ? € - ‹ ] L $ $ ™ L ~  ] ] %  - } \ ! ? L ~ ? $L ! “ Oq[X ™ € { } = Y { OEnneaden |||š @œ ‹| + š£œX { Theologia Platonica O % */ *@ ! { X und aus den Sententiae ad intelligibilia ducentes { } _ } - --‹|| \ Š ' } ‰ }  = ~ - | ƒ% L} „ ’\ } € ] š œ =L % † ! ? ~ ] Y ~ – ~ ? O¹º»¼º½X L ! ? O¹º»¾º½X O X ! ? L % % _L } ! & “ OqZX € ! % ! ] = Y { &% Y ’! {  Y š œ % L} - ! % < “ Oqq ¿X { ? }? ‰ } <?page no="53"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 54 Seinen Hauptkritikpunkt an der Lehre der „falschen Platoniker“ des 3. und 4. Jahrhunderts fasst Meiners so zusammen: „Ein jeder machte neue Entdeckungen in der Geisterwelt, und erweiterte das % ! ‹ L  ‹? # € - “ O/ ^X | ] ~ † ’{  šO Xœ L €  Y L  L š œ % % € { } € ? L< % ~ ] & †   L  -  ! ! ? ! \ ! L ‹ ? À Á ! _L ! y ~ Y ? # & L % ‰  ˆ - L ‹ ?   ] ! Š ! ! \ % ! ? L “ O/ *&/ [X ]  ƒ ‹ „ L } = € } { } } \ ‹ = € L &| – ! }€ ?  ~ ’˜ L \? ! ? - % ! €  ? € { & `  € <  š { } œ“ O>>`>@X [^ \ %} ? L % † ~ ? ] € } L Š€ $ "LY - % } \ € { _ ] $ ~ *>@/ ! " Š Ueber die Aehnlichkeit der Verirrungen des menschlichen Verstandes in zwey verschiedenen Zeit- [^ \ Š } ’ ? “ - ! ' \ \ ! ; } *; + = " ¢ } ; * } */ } *@ <?page no="54"?> Meiners 55 altern. Gemeint sind die Verstandesverirrungen zu den Zeiten des spätantiken Neuplatonismus und diejenigen des gegenwärtigen }? ‡ \ € Š ! = ‹ ’\ les wegwerfende Unglaube und der alles annehmende Aberglaube unserer Zeit haben ihr ähnlichstes Gegenbild, jener in dem epikureischen, dieser in dem neuplatonischen Systeme, in welche beiden % \ ‰ ! | ]} ? € wenigstens zweifelhaft lächelte, wenn er auch nicht, ganz sie zu ? = Y ‰ } Š ! L  “ 31 $ L   " \ € L   Š Š Gymnasium der Geburtstagsrede des Professors Schmidlin beiwohn- \ € "  € ‰ } € ! ! € 32 ;  % Š " \ €  # ~ {  Geschichte des Gnosticismus '  ? Š = • € ˆ 33 ]  $ & ! = " \ €  _  ~ # \ € | $ % ‰ } ? ! | !  ’ 31 " € ‹ ‹ zwey verschiedenen Zeitaltern. An dem neun und funfzigsten Geburtstage des " $ $ ~ ~ \ $ ' & ! \ € { % 1786, S. 12. 32 Neuplatonische Philosophie | Beyträge[n] zur Geschichte der Philosophi \ & % € O*>+[X % @* 33 ‹ % % ; @ | Š ! & % #---- !  ~ ]  % ! \ { } € % } } ? | $ L % € O$ X % O% = ‡  [**X % *++@ % q/ &/ ^ <?page no="55"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 56 Zaubereien einen Theil davon als Geschenk zurückzuerhalten“ 34 , ähnelt der ironischen Bemerkung Drücks: „Ein Jamblich, ein Maxi- } —  # L Geister noch gute Worte geben mußten.“ 35 Dennoch lassen sich die Positionen von Meiners und Drück auch wieder etwas auseinanderrücken. Denn nach allem, was wir an- ! = • } } ‡}  ? sich sein Kritikpunkt klar erkennen als Ausdruck der empiristischen Methode, mit Hilfe von Occam’s Rasiermesser Platons Bart ~ ‡ % \ € ! L & = ! y ? %} € Š ’ L Y “ &} %} ‡ ! = % } € Fülleborn \ ! ‰ } % entdecken will, stammt aus der Feder des allzu früh gestorbenen Georg Gustav Fülleborn (1769-1803). In seine Beyträge zur Geschichte der Philosophie, eine Zeitschrift, in der ansonsten auch Reinhold, Niethammer, Forberg, Carus und später Garve mitgearbeitet ha- *>+[ ‡ € Š Neuplatonische Philosophie. 36 Er beginnt mit einer gewissermaßen }– ? Y y ! % } € ‰ } † ƒ% ? „ bei noch das mindeste, was den Neuplatonikern vorzuwerfen ist. Freilich ist „die Neigung zu schwärmen“ nach Fülleborn so etwas wie der „schwarze Punct“, den „zwar nicht alle, aber doch die meisten Menschen [...] in ihrem Kopfe mit sich herumtragen“ (72). Aus diesem Grund, so gesteht der Autor, sei er oft „dem Unsinne und Š ? “ (73). Nach diesen Erfahrungen sieht sich der Autor nun in der Lage, 34 G.W.F. Hegel: Unterschied zwischen Griechischer Phantasie- und christlicher posi- ! " | * % [>; 35 \ € š [*œ % *[ 36 € š [; œ % ~ Š — ~ & ‡ <?page no="56"?> Fülleborn q> ’ } Š š~ œ “ $     ] € ! L ] } L †  € Š — ? { den ersonnenen Traum zu schildern. ’= ~ ~ € ~ † % y  \ ! † ~  Š ~ \  ! ? | < =L  L ` ‹  % } \ = } # ¢ ! ] †  Y €     !   # ! % ]   ] ! ] † Š †  ‹ ? ! – Y  € ¯L # “ O>ZX In dieser Art fährt die Beschreibung der Emanationen aus dem L € Ž ! - € y € ~ | ˆ $ }  ] } Ž  ! ] ~ { ~ ! %  ! ? \ \ ‰ }  ~ } £ Zunächst einmal scheint mir diese neue Darstellungsweise eine | ˆ # ] ~ L \ } #  { } ! } ? - !  # O  X  \  € ‚ *@ ‚ \ - " %}? ~ ! ~  | L< ƒ%  ! „ } # y ~ | <?page no="57"?> Neuplatonismus in den philosophiegeschichtlichen Arbeiten des 18. Jhs. 58 Darüber hinaus halte ich es für nicht ganz ausgeschlossen, dass ƒ  ! „ ¶ } Š & & ‚  } € & ‚ ] Š ! L ¹ºÂÃ&# { ! ? ƒŠ „ % = } %  ! ? fehlen mir für eine solche immerhin schwerwiegende Einsicht bei € ‹ & Y ~ ~ ‡ ˆ  € } }? ‡ Ueber einige seltne Schriften des Jordano Bruno 37 geschrieben, der sichtlich €} L $  | ~ { 38 Dennoch ist hier kaum ! | _ ~ }€ y € ~ € } Š |  & se ist die ‚subjektivierte‘ Darstellungsform natürlich direkt dem %} } ƒŠ ~? „ ] ~? Š ? ’= ? “ ’= ~ “ \  \ ƒŠ ~? „ ! ƒ  ! „ '  | Darstellungsform das, was darzustellen war, auch inhaltlich ge& } ? | Š ~?  } € ƒ  ! „ % } | y ~ & ken, dass alles, was objektiv genannt zu werden verdient, nicht an&  ! ~ & € ƒ€ „ ‰ }  Y ƒ ' „ € \ Š | } ~ ? \ ? ’%  Š † |  š œ ] ˆ Y 37 | € Beyträge zur Geschichte der Philosophie % % € y€ *>+/ % [>&*^[ 38 ‹ $ † # %} ~ $ = = ‰ ! *>@+ | ~ ! ‰ ‹ † { ~ } ] % ; / *&[^/ <?page no="58"?> Fülleborn q+ \ ? €}} { froher Genuß für das Herz, überall Wärme und Leben.“ O@^ $ ! ! X ‰ | ‰ }  ’$ š œ ~ %} “ ~  ~ Š 39 %  | ~ " % L $ ~ | € } | ’ Y € $ ~“ ~ } Š — ! ? ~ - L \ | € $ ~ y ? ] }ˆ  ! - ~  ? ~ " ƒ‹ „ \ ~  L € \ ultimative Ziel ist natürlich auch ihm die Versöhnung zwischen $ ~ ‹ Y ‡ ’ Y { }  €  ‹ $ ~ ? ! †  ~ “ O@qX 39 Š š [œ ||| % Z[[ O*>+[X <?page no="59"?> Portrait Georg Gustav Fülleborn <?page no="60"?> Patristische Philosophie in Tübingen um 1790 Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus ‹ ‹ L< % • Timaeus&_ 1 ] *++Z = %  *@^Z  _ } { }   = € 2 %   L  *+? - = % { Timaios   € ~ ! ?  ] ? { L} ! ƒÅÆÇȺà ¹º»¼ÆÃ„ ~ - < ~ { ! ~ } }} = & ‰ } ! { { L †  - € % O ! y ~ _ X ! ? ! - ‡ < | L ‰ = } { # \ ~ % y } - ! ‰ } ?  -   legitimen { ! ? ‰ } % # { ~ # ? Š € % | } Timaios " } ? ƒÅÆÇȺà ¹º»¼ÆÃ„ | = } ! ] * % ’Š “ O*>+ZX $ ! $ = ! $ _ = ‚ y ’Š “& $ € % ‰ } } O%  ZX % & ' *++Z ; { | O{ }  Z^X = *+>; % *^^ < | ? \ < ~ O{ }  Z+X = *+@^ % ; ^Z < <?page no="61"?> Patristische Philosophie in Tübingen um 1790 62 *@ € € { #  \  } } } ~ - " % ~ L { € ‹ ? € { | € Schellings Tübinger Platon-Studien ! -  L  ~  _ } } ? y " ! % } } $ &  ] | ! ? ! ! \ ~ € } } !  nur -  direkt # } } † ? Ž   ! ! ~  % }  $ *>@+`+^ Š€ ‹ € { } L ! $ ' "LY  3 # ? ‹ ~ }? { } { } Š€ {  ~ ~  $ % \  $ & % & "LY ? ?  % & } % ~ ? ‡ € "LY ] Y ? L ' "L € - =  ~ [ ‹ _ } ; ; q | -~ \ Š€ † ! ?   "LY ‰ ‚  # ’Y“ ‚ ’" “   €  ‹ L< - %} "LY  ’Y“   - ‹ Š ? ? 3 Jahrhunderten: zu Prüfung einiger neueren Versuche und Streitigkeiten in der Dogmatik und deren Geschichte = *>>q . 3 O<, in Uebersezung und Auszügen aus ihren fürnehmsten besonders dogmatischen Schriften sammt dem Original der Hauptstellen und nöthigen Anmerkungen *^ # }~ *>>/ &*>@/ <?page no="62"?> Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus 63  € ? Y ’ ˆ ~ ? %} ‡ € ± ~ Š ~   %  † ! ~  LY ]  - ]  ~ ? € - † ~ ] ? ~  Y “ "L †  € L $  ~ ~ } % }– € % Š y L  ~ | $  Y %  € ! % € - ~?  \ Y ] ˆ Z ] $ "LY < % ~ € Š€ {  € | $L & ‡ L *+; ; ! ‡ € Hölderlins Studienjahre im Tübinger Stift < " ™ ~  } ! ! "LY ~ \ % ? ‡ - ‹ "L } Y ? \ ! < ‡ ‹ ~ \ ~? ~ Y ’ ] L “ ‹ { ~ } ~  ! Y Š q | ‡ ? -  % "LY  ’! Y “ ? ’‹ & { ~ } ~ “  % # ! ! - = ~ }? Z { | % ; @ q $ *+; ; % Z; <?page no="63"?> Patristische Philosophie in Tübingen um 1790 / Z \ % "LY ƒ! Y „ ? ! \ % &  }  }– "LY € "   ! ? ' "LY  *>>> Š€ # € *>>[ - ‰ = } € ? - † ‡ 3 drei ersten Jahrhunderten 6 ] ‹ - \ ! ~? _ L ~ \ _ ~ = }   *>>/ ~ ? ] *^ ? - ! ? ? der . 3 O<, Š — - ˜ € } #  ~€ % _ ! ? \ € ‡  ? ƒ$ } „   % Ž O X  - ] ? Y €‡ | € Š ‡ L ? . 3 O<, *>+^ % -  > ˜ ; ^^ % Ž ~ ˆ Š € ‡ ! De principiis %}  **^ % | ! "LY . 3 O<, O - *>@*X ˆ Zugabe von dem Verfasser ? - ˜ ‡ ! "LY Š€ - ! \ De originibus philosophiae ecclesiasticae  ‡ Š 9 , 3 \ \ ~ } - € "LY ? } { } / % Ž } Š "LY ’"L “  \ Š ~ \ š [œ ! % ‰ > ‡ L š >œ % Z* <?page no="64"?> Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus / q ]  ’ ! Y  ~ € - } { } _   -  % { ~  L ~  } ? % € _ } }  “ @ \ } ? - % € } { } \ *>@; Philosophia Veteris Ecclesiae de Deo *>@[ Philosophia Veteris Ecclesiae de spiritu Philosophia Veteris Ecclesiae de mundo ! ! *>@* ~ ˜ ?  " { _ ! ? "LY } } y ? ~ € - Historia critica Philosophiae € ' ‚ ! } } ‹? } | = ‚ { } ?   { }  ’ “ ? ’ { ? ‡ ‹? ! - £“  "LY = ’_ ! “ + † Š ~ L "LY € _ ! { _ ! ? Š ? ~ € ~ % & % | ~ € ~ ] ! \ "LY • \ ~ \ Y ~ { _  ‹ % &  Š !  š~œ { !  & \ ] ! & % ~ ' ‹ &} ' & @ š [œ / % Z^/ + ] % Z*q <?page no="65"?> Patristische Philosophie in Tübingen um 1790 66  Yˆ ! { ‹?  ! ! % ! _ { O# { ”! ” ! { ! ” — { ' *>^^ @ X # ! \ % { ! ?    ' ]} $ } $ -  ‰ - % O\ š œ % { ” { { *>** Z X Y ? ˆ _ ~ ! Y ~ ‹ { !  %  € - ~ ~ L % € % † %  =  y \ % • { } ! Ž # € ~ ! † ~ ? \ € ] % † = ! - ~ ~ ~ $ ? *>; q €  ! ‹  _ { O } { X  – Y % ! { }  _ } ! ] ! { } _ ! ? ‹ ! ] ! ] }? *^ Y  \ =? Y _ Š ] { }  - ~L % = ~  % O - ¢ •] ! — { *>/ / *; ; Š X 11 Ž % # *^ ] ~ }? !  ~ _ ! ! \ • Encyclopédie q@ ? ~ *>>^ *>@^ ! " \ ? ~ ? \ ‹ ! \ ] } !  £ *++[ % [^ 11 \ ‹  ” = ! O ! † % X <?page no="66"?> Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus / > Y }  ‰ ! ?  ! ~ € $ { = ! – € } { } O L = ~ * [ % X Y Y ‹ € ]   $ } Š ! ] { } ~ { } _ ! ? € †  ˆ ? ‹ ~€  ! { } _  12 |  % & { _ ! ? ! €} } - } { ' ‰ } }  "LY % ~~ } }  ‰ } *@ ~  †  ] *@ • %  ? = ~ { } • # - 13 } { } ! % ~ { ~ { \ ‰ ƒ % „ ! ‹ { ƒ{ „ ~ - L ' } = Š *Z  ‰ Oƒ] % „X - _ ~ < } % Š —  { } — ‰ ƒ‰ } „ - ! = ~ { } ‰ } ! ]} ƒ] & „    }? — ] = ~ ! ? ˆ - "LY } }? Š€ \ & 12 š [œ / % Z^Z * 13 \ \ Š } ! { } ‹ [ = *>+[ % *@+ < *Z †  = } Š Beytrag zur Geschichte der Denkart [der] ersten Jahrhunderte nach Christi & / ! N O # }~ *>@; <?page no="67"?> Patristische Philosophie in Tübingen um 1790 / @  < ! { }} | ‰ $L }? $ % !  De commentitiis Ammonianae Philosophiae fraudibus et noxis Š€ *>@/ \  - € € = & • Š ! € } % ~ ‹ ƒ % „  { } ! = & • Š ! ' } } ! ƒ „ { } -  _ ™ = €‡ ! "LY ~  ~ € Š %   €  = "LY € L \ = & • $ } { % € ~ € \ { _ ! ?  "LY ~ - ! ! = - €   ‰ "LY < ? ~ ] % { ! % % € { - ~ ‹ ? ~  € }  "LY ] \ ~ ‰ { ~ † - ‰ }  } - } $L– } ¡ ? = € ’† “ *q ‰ } - ’ “ € € € - ! ~ ! ¢ ˆ~ "LY € } & Š € } % ~ _ ¢ ~ \ • ] € _ ! ? & ! ~ ¢ *q = Ž % ; * <?page no="68"?> Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus / + { ? ! ] – Š ? % # \ "LY } } ƒ „ - ! ~ "€ ! { ! ~ € 16 = \ "LY ~ \ & { } € ƒ ¡ ? „ y "LY $ } } ƒ ¡ ? „ = †  } ! # ? ~ € € $ ~ ~ }}  ‹ ? € € ~ ~ \ ~  "LY ! ‰ } % ! ! ‹ } - ~ € & % ? " ! ’ — “ { } _  \ ƒ% ? „ - ˜ ! L ! € ‰ ]  %  ! = ]   ] O’ “X | % € € #   ?   { ™ \ _ ! ? ‚ } ‚ { %} } ! ~   ’ Y #  - Y ˆ €   Y =? š { œ ? L “ † "LY ? ~ } 16 % Y ‡ % ! Š ~ € < ‹ & ‰ ‰ ] – Y { ~ \ ! - ! % ’\ \ y “ | € = % *+>q % Z*q&Z*> <?page no="69"?> Patristische Philosophie in Tübingen um 1790 >^ # ! š~œ  % £ { ! - € Y ! \ £ { %  L  - Y \ ~ ~ ~  ? ‹ L £ % { ! € - % £ \ š _ ! ? œ ! { ]  =? { }     - Y !  *> \ % % "LY • & ~  ~ # € ? }} " {  Geschichte des Gnosticismus € -  *@ \ # € ~  "LY € ~ L y "LY Bibliothek 3 O<, \ ] ÉX ? ~ { en %} ! en % en % — ʹËÇÌà ‚ ‰ } ‚ ' —andria ' ! —andria O‚ € er =?  X ‚ ‚ ~ Š Ž % ! € en { ismus der Kirchen! ? ! #L– \ % { ” { { *>** Z = \ } } { ismum ia $ ii *>; q } Š ||| $ ¢ •] ! — { *>/ / *; L = ~ * [ % € *> š [œ / % Z; * *@ \ } ] € ‹  Orientalische Philosophie ’Lichter in der Nacht“ Die Bedeutung . -! C -, | $ L % € O$ X % . O% = ‡  [**X % Í *++@ % q/ &/ ^ <?page no="70"?> Christian Friedrich Rößler und seine Bewertung des Neuplatonismus >* = € \ er * — iche underte " Y Ž us } ophiae Î *>@* *+ \ ]  "€ ? - ‡ \ ? *X ‰ } ! — } ; ^ # ]—~ } — ] *>+[ ‚ ] € ~ Geschichte des Gnosticismus ‚ | % & ‰ }   - ? ™ \ | ‰ } ‡ ~ ?  - $ } % ~ &% *>+[ %  ~ ? } ~ ˆ~ ~ ’ Y  ! %Ï en nd € ! " en { }hien ~ - ‡ \ € en  “ 21 % Z^ }?  ~ † ~ € *+ % % ; @ | Š | ! & Geschichte des Gnosticismus % ; @+ O ? y? Y # X \ %  ? ˆ ~ ! ? ! L ‡ ~ % De Marcione ~ ? O | ; % ; ^* ; ^ZX ! ?  Ž Š — ! L € ~ % _ ! ! ; ^ ] % ; +^ 21 ] % */ q <?page no="72"?> II Hölderlin <?page no="73"?> Plato mit seinen Schülern auf dem Vorgebirge Sunium (Barthelemy, Bd. V, S. 47) <?page no="74"?> „Platons frommer Garten“ Hölderlins frühe Platonlektüre ’š œ L  % ‰ { | ~ €  % € { $  †   - Š Š ]  % # ! { ‰  L _ ? ~ € Y _  ! % - €  # €Y " % ? }  ~ = L %  # ‚ $ ~ ! ~ €Y €Y ?   - $ } L ~ = ~   • # “ 1 | $ { ~ ] ? " Hyperion ? } $L \ { } Phaidros { † | } Timaios ~ \ { ! ƒ% „ " , Y Symposion  " ~ € ] Y " % }  # { } \ ! € |  ! $L # € \ ! ~ ? * $L ‰ < ] *>+[ O= || % Z++X <?page no="75"?> „Platons frommer Garten“ >/  L \ ~ $ }  { $L ~ y } % ‰ < % *>+[ ~ = \ { ? ] } € $L *>+^ € { ] ? }  = } ! $ *>+^ 2  % O  X y € Allgemeinen Theorie der schönen Künste ! % ~ [ ~ | & { } † ‹ € { Š€ $ !  y { ! ? ] } ? %} ? ˜   = ! „ { €} \ = ! &% -  y ? y€ ! $L { & Š — ~ ! $L & } ! ’ L  % ‰ { | ~ € &  % € { $ š œ“ $ € $L { & ‹ ~  ? { € | % } € † ~ %  { |  ~ ? ~ ~  Š { \ % { ! Š % < ~ %} ~ ~ | €  Y { † € \ } ?  ! € \ { ? †  % # } ? ! L Ž |  2 Geschichte der schönen Künste unter den Griechen O $ *> / ;  = || % ; ZX [ ‹ % † ~ $L { &" ~ } =€ *+@; % [+ <?page no="76"?> Hölderlins frühe Platonlektüre >> % !  ? ? -  Y - %} \ < ] – Š &  \ Š \ ? ‹ " € ] \ ! € " # ~ Š ‰ &‹ ‹ \ " ? % ? € - < ~ ~ ] # ! \ " ? % ! € $ } ! - !  Ž "  %  ~ € % \ - € \  % ~ € ¢ % ?  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X %  ~ ‰ ’' } “ ’| “ Y " $ + % ’ ? } } | “ *^ - ? %   % Y $L ] } € { - { ’ €Y ` \ $ % `   “ 11 Y € ’ } } ~ L  “ ? ’‚ €Y €  _ ! “ 12 ’_ ! “ < ! { | |  "? L € = ? % ~ - $L } † ! - !  \ Anacharsis *[ ‚ ˆ - y   € " €  !  ‚ = } € Geschichte der schönen Künste unter den Griechen ‡ *Z  - ?   ? ! - + $L # Ž— *+>q % Zq *^ % ||| % Z@* 11 % |‹ % *[[ 12 % |‹ % [/ > *[ " € ! ! L y ~L $ ” ‰ ~ Ž € ‡ ! $ # *>+^ $ ~ ~ – ˜ ‡ ‰  *>+[ *Z $ *> % q; q> <?page no="79"?> „Platons frommer Garten“ @^ ! !  *q % ~ € € Ž ~ _ -  */ € Hyperion $L € Š } } ~ L ] " ! ' ' & - ~ L ˜ - ‡ *> %} ~ € - † ! % ‰ " ! € Antiquities of Athens ~ " ~ ™ $ " !  *@ ’~ “ $ } " ! } ? *+ ? -  = % " ! ‚ € ~ ‚ ’ Vermessung — \ " ! \ “ ; ^ % *q \ $L  _ }  % &" Hyperion  ! — } " ’ ‹ % € %} ~ % € y ! € ~ š œ “ O$ } | *q* = | % / @@X ‹ € } %~ % € Platon mit seinen Schülern auf dem Vorgebirge Sunium O~ % Z^ % Z* ! % >ZX \ %~  Š — ] ~? O% [>&Z^X - " ?  ! { %    { ! ’\ L “ ’  ' “ ’† } “ O% [+X # ! ~   | Timaios Š # L} O\ $  % ! = _ }} X */ % % *; [ *> ‹ Y ˜ % ||| % Z[Z *@ Š ¢ = % š œ ‰ " ! } ‹ ˆ # *>/ ; O " } ‰   *+/ @ { ; ^^@X *+ = | % / +* ; ^ ’y € ] “ ‚ % " ! $L Hyperion | { € † $ ! ! #L < š œ Š€ *+@; % Z*@‚Z; q <?page no="80"?> Hölderlins frühe Platonlektüre @* ! Š % }  | Š Š } ~ Š _ { !  21 \ y ! LY ! ˜ | - € ! % " ! ? - ~ ™ € Š } ! ]  _ = 22 $ } Metrischen Fassung _ {  } L‡ ? &! =  Š  O! ; ^; ‚; *>X $  ! % " ! < ; [ _ ~ ~ " ! € ‚ ~? ‚ $L Š } & }  ˜ €  $L ] ! % " ! !  O% Z; [X  - $L Š€ % } *>@> ‚ $ " % ‚ " ' ‹ Travels in Asia Minor, and Greece " ! ~ { Antiquities of Athens ‡  ' – _ } ~ *>@@ | ! ' š œ ! %  \ _ { < š œ ]Y *@q^ % *[‚*Z ‹ ~ $L €  ' " ! % " !  21 ‹ % +Z | ! % &' — š Zœ % *>+ ˆ ’y % ! O{ { } *; *^X %€ &L % Š } ' }  | Y = &`  O{ * *+X ! ™ $  ! – Y \ Š } ?  _ ! { O%} ‹ Š ; } ; *^X  ~ = O% } ~ ÐʾÑX “ 22 ‹ % " ! š *@œ % > ] = ] ] = { ‰ *+/ * % ; Z^ ; [ † = ! ? ! ~  $L & _ { %~ Metrischen Fassung O Š —    $ } ? X _ O ? € ~ < X ? % } ‡ € " <?page no="81"?> „Platons frommer Garten“ @; } _ # ! € ~  \ ‰  % ' } | %€  $L  ‹ Ž ~ ? £ ‹  | L £ Ž< L $L { # } ? | !  " | } - } # {  = L $L { | € =  ~ € - | \ } } y Gesang des Deutschen ’{ “ L - $L  ‚ ? Š€ ‚ ~ - † ~ Phaidros- %~ = } € # { \ Š $L Ž - ! !  <  - Ž ! ! € ‡  L ! Y } ~ Y € ‡ Ž %~ € ‹ ? ? }  %  { &| } ! $L } ! € " &{ = O*Z[[‚*Z++X { # € ‡ ˜ ‡  ~ $L y ! $ ~ % { % Kommentare { \ ?  € } ? { Š — - ? L € | } - | Kommentar ~ { Phaidros ˆ  | } { ~ \ Y ’| ˆ } <?page no="82"?> Hölderlins frühe Platonlektüre @[ { { ' { % š œ“ ; Z ’\ ~ L - ! Ž { { { # _ % š œ“ $ ˆ  \ | &{ = } € ‹ € $L " ! ’{ “ ! ~ L ’ “ € ‡  ’ “  -  \ $L Š€ ! " &{ – Y   ! ; q $ Phaidros&| } ? ~ = % = ! $L Kommentare \  { & ]— ~ !  - | } € $L y } - & ~ }  $L ? { Š€ ! !  { &| }  $L { &\ *>+^ € !  ? | { &# € ! } ‰ ~ - ~ { % ; / \ ‡ ? - % € ! € € $L = Y ? ; Z = Ž} *q>/ O" } Š *+/ ; X || *[/ [ ; q ‰ ‹ ~ ~ % €‡ \ ! $L &   † ! $L ] ] € Š€ *++[ ! % ! Ò } } } Ò ; / y € % &Š — ! $ % Š€& { &% L *++/ ] \  Š — Š  _ % % { } O%  *qX % & ' ; ^^; <?page no="83"?> „Platons frommer Garten“ @Z { € $L ! = { ~ }? ! & L<   { ! ? % & ! ~ % % & { \ ! ƒ # „ {  *+  ; > € $L { # Y € † O! † ’ “ % € X \ € # {  { } Š \   \ ™ € # { - !   _ % € ! € ‰ { &_ Metaphysik # { ! # ! ƒ „  ~ ˜ ‡ - ƒ „ O{ X O X ƒ{ ~ }„ € } ! ƒ{ { ~ } „ \ { ~ }  ? ™ ‡  Y — - ~ { ~ } ! ] OmonasX y Oahoristos dyasX ~ ~ ‡ ] ~ € { € - ‹ ? ‡ { ~ } ! }€ Y - ] Timaios ! ! ! ‹ † O X Š O € X ! L} < } ? ƒ† „ € & ; > ‹ Š — %~ ~Ó { % { } | & } ~ € \ ‰   *+@q <?page no="84"?> Hölderlins frühe Platonlektüre @q € ƒ „ ] } ƒŠ „ ƒ y „ ; @ | L _ } - !  € }€  ‹ $L  !  }? y } € < { { ~ } ! }– = - ~ € € Š { { ~ }  $L € ‹ & ~ Hyperion&" % = & ! ] Š ! ] { ~ - ! \ \ { &  ! $ } ‰ } ! { { % & Š  y€  – Y % } ' ~  ? ; + € ! ' ~ ! y Museum der griechischen A# ? } $L ] % *>+Z ’ ~ € ? | “ |  ‡ _ -  ! % <   \ _ ! Phaidros ~ % Phaidros ~ % ! ] ? {  ‰ < ! *^ Ž *>+Z ! [^ \ ; @ \ ² Timaios $L ‡  Das lyrische dem Schein nach idealische Gedicht…  ! = || % *^; &*^> ; + ‹ ' } ]} ! ~€ { } < L $ *>@@ % [Z  Z+&q/  *^^&**^ **; &**> ' { }} ' ~ % %  } ! - ‹L ! y _L *>+* % [Z‚q;  - ! Š€ O_ &X$ ' "LY \ $ \ ' { } ] ‰ — Š€ *>@/ O! { }} | ‰ ~ = ! X Ueber die Philosophie der ältesten christlichen Kirche - } € \ "LY Bibliothek der Kirchenväter / # }~ *>@* % Z^[&Z; / [^ ‹ = || % qq^ <?page no="85"?> „Platons frommer Garten“ @/ ! ‡  y  ‹ € ! $L ~ y $L Phaidros €  ! ! { % L < ? } &  - _ % €  _ & % | - € = ? $L  Phaidros&% O; q^ X !  L % L ‚ ‡ ~ | & ‚ ~ ! ' „ - † ! & _  € Y ! ~ € ~ & } ? ~ $L { &{ ] } ! ’ $ š { °œ  †  “ ? ’  Š Š - ]  % # ! { ‰  L - _ ? ~ € Y _ š œ“ \ { &%~ $L % ~~ { \ Timaios ! ’ “ ’Š Š “ ? L } € \ ! " ~? ~  }? } $L ? \ \ ? % & ~? ‚ ~ [* ‚ ! ‹ $ _ } ! " € % ’  “ ?  " % ~ L ‰  % - " ~ \ Y [* | " < Schule von Athen ~ % y?  ! % ; ^; <?page no="86"?> Hölderlins frühe Platonlektüre @> _ Š $ † ~ _ " ! | ? = ]  ? Š " " \ ] < ] " $ % }? '  ˜ & ‡ Timaios O € % ]  X  _ } Timaios \ { _ &= € - \ ‡ Timaios   \ < ! % ~ ~ { ~ % \ Hermokrates ] " ~ ~ < ~€ ‡- % {  $L % *>+q O! ! ‰€ X Š — ! &~ L } } ? ˜ Hermokrates an Cephalus  ‚ }? ‚ ] } ‰ ƒ$ „ ƒ_ „ ! ‰ $L ! ? { ! ~ Timaios  ‚  { &" € ‰ ~ ‚ ~ ƒ Ž< „  "? < € ‰  ~ € ~ Š — ‰ < & \ ’ $ “   ~ ? - ’ †  “ ’Š Š “  ! ’% “ "  ~ ? ~ ’ “ \ ’ †  “ \ < †  „ - ] *@ †  - ‚ ! $ ‚ ~ #  ]} [; \  } ~ [; ‹ $ \ ? % € †  | y ? Z *>+; O$ %? ! % } */ *+@> % q; X <?page no="87"?> „Platons frommer Garten“ @@ \ †  „ !  { } } = ~ ~ €  € ! - ] ~? \ †  „  ? = ]!  ‰ ! % – ‚  - = ~? - { { ! €  \ ‰ ! \ ! – †  „ % < ] ~? ! = - % *>+[ ! L< ‡ Über Mythen $L  Y ’]  € ] die dunkle Periode der Urwelt {  ! ? “ [[ $L { ’ †  “ - ? ~ = ! | _ Timaios&\ ~? ! Š " € ] < \ | ! +^^^ ‚ € y ‚  Š ! ] } Y Y } - \   Š Timaios ! _ ~~ ‚ ! ‚ \ Kritias ! €  \ ~  - ‰ % ~ ’ †  “ $L – { ’Š Š “ \ " Š ~ " Timaios&\ | "  ] <  ~ !  " € }  - L ’ “ ‰ Š \ „ O L} X ~ < \ \ ‡ ~ _L } ] ] # [[ % $_ | * % ; *^ O$ ! ! = X <?page no="88"?> Hölderlins frühe Platonlektüre @+ | \ < = % „ OousiaX ’~ “ \ { %  _L } -  ? ]  - ’ Y ~ ? € ! = ~ † – ! Y Y š œ _ ! “ OŠ [/  ˜ % X \ ’‹ “  Š \ ’ } “ ~ ’  ] “ O[> X % Š =  _ ! #  Y { %  - }} | " Š ]  L  $L ‰ < & € ’% “ ] ~ ~ { \ € L } € ‰ $L L ’ “ ’ - { ‰ “ ’_ “ "€  ! { ’ ? “  _L } ~ ! Y ]  $L { Š —  - & € Š — _ — € ! ’  “ [Z ~ L _ — = L $L ]— { Š — } € \ $L } ‹ ~ ] „ ~ |  L ~ L y € [Z y Š ’  “ O }} X ! $ & & = Š€ *+/ ^ % ; +^ < <?page no="89"?> „Platons frommer Garten“ +^ #  { LY " } }? ‰ } { - € $L " [q \ ‹ ! ’‹ “ # ’ L- “ _ ? ’ { “ ‰ L € & „ = {  ‰  }? *@ ! ] ~ Symposion&y ‰ & & ~  L - € $L } _ — ! ’ ] “ \  -  } ? " ‹ & ~ } ? - † ? $L }? ~ ? ? ~ ] ! ’  ~ % ! “ $L Y  ’ % “ ? ’| { ~ } " ~ ~ _ € { ~ } ~ - š œ Y° ‰ °  !  ~ ! ! = “ [/  † € ! ’ ] “ ! ’ & “ " [> † { ! { } \ ‹ ~ $L & Š? ! ? { ’ “ ? O " X [@ } } ]   { " - [q ‹ š ; qœ % >/ *[>&*q* *>; &*>@ [/ $L ‰ < ‰ ! *>+Z O= || % qq[X [> \ % } ! ’ “ ‚ } ~ & | — ~ % ‚  $L - ! [@ ‹  _ } / % <?page no="90"?> Hölderlins frühe Platonlektüre 91 sen Kennzeichen die Frage nach den „Prinzipien“ ist. Und deshalb kann Hölderlin hier Fichte gewissermaßen als Weltseele von Jena darstellen, - zwölf Jahre bevor Hegel sich denselben Vergleich mit Bezug auf Napoleon einfallen ließ. 39 _  ~ ‡ Š { ‰ < & Brief, der das Platonische Symposion < \ { Š ] „ € $L ‚ Š€ $ ‚ ~ € & liegen Platonischer Philosophie gewesen. Und darin hat ihn auch  ! ~ ‡ # € ! Symposion- Kommentar (De amoreX ? \  € $L { { # „  sein müsste. # „ $L { ‹ Schönheit. Sie ist so etwas wie der „Schönheitssinn“, von dem Hölderlin gelegentlich spricht 40 ! # „ in den _ — { % L & $ &‹ $ „ ‹ ? ! ? ‡ † ! ? € $L  } { # \ ] Platons, so sehr auch er eine - selbst noch die Physik beherrschen& de - kosmische Macht ist, darf nicht verwechselt werden mit dem Stoischen Konzept der ,Sympathie‘, die zwischen strukturell ähn& lichen Wesen in der Welt herrschen sollte. ,Sympatheia‘ ist eine ! \ ] ! { } ~ wesentlich ein Verhältnis zwischen Ungleichen. O\  homosexuelle Variante auch nur in der Form der Päderastie, also zwischen zwei wenigstens durch ihr Alter hinreichend unterschie& denen männlichen Wesen, akzeptiert. Zwischen Altersgleichen € {  ‰ # 41 ) Es lässt sich ja nicht verheimlichen, dass Mann und Frau nicht gleich ! % } ~ ˆ „ verschieden innerhalb einer Art, hier: der menschlichen Species, durch irgendein Merkmal unterschieden, sondern sie sind gerade& 39 Vgl. Hegel an Niethammer, 13.10.1806 (HB Bd. I, S. 120). 40 $L ‰ < */ ^; *>+> O= || % / Z+X ~ % 41 ‹ _ \ ! $ — ? =€ *+@[ S. 138. <?page no="91"?> „Platons frommer Garten“ +; ~ ? ‡ \ ‡ O % „X ~ # ~ =   !  }   Y ‹ ? ? ‡ # ‰  { # ? ‹ ? ~ † ‹  € ] % ~ † † \ = L ~  Y $L ! O ! X ~  ! ] ‹ ? ~ † ’ ~ “ " } Symposion ? ‡ ' =? ? €  ‡ ‰ < & } ! ] # ~ ~ ? ‡ ! Hyperion&" - Metrischen Fassung "7 @ . | ‹ $L  = ! ]  % Symposion = \ ~ ~?  \ = ! { { O € = X y & € } ] ~ # € € \ ˆ { ] ‹ ? ~ † \ ] —  ? ‡ ]  ‹ ? ~ † ˆ £ $L }? ‡ € ~ } - ' " # C - ,: ! - _ ~ } ! ‹ ~ ? ‡ ~  { { { ~ }  ~ ! <?page no="92"?> Hölderlins frühe Platonlektüre +[ = ‹ - Z; Z; € ‹ \ ’? Y ] “ ! ] ‡ ’ “ ‹ ? & ~ ‡ ’ ‹ “ ! Y ] € "€ ‹ L $ € y L O*>+qX $ ! $ *+>q % **‚*[ <?page no="93"?> # # ) † * % < + )/ Q + ))/ + )‡ <?page no="94"?> Hölderlins Platonismus Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden Die Rolle, die Hölderlin in der Entstehungsgeschichte des deutschen Idealismus gespielt hat, wird seit geraumer Zeit dahingehend beschrieben, er habe seinen Stiftsfreunden Schelling und Hegel das Ästhetische ans Herz gelegt, bzw. die Schönheit als Vollkommenheitsideal näher gebracht. 1 Diese Deutung ist allzu naheliegend: was anders sollte ein Dichter seinen philosophieren- ! ƒ? „ ] £ ‹ wird die Entrüstung verständlich, mit der jeder Versuch, Hölderlins philosophische Ambitionen und Interessen anderswo als in einer Ästhetik zu suchen, zu Protest geht. Entsprechend wurde unlängst Dieter Henrichs Versuch, Hölderlins philosophische Kompetenz auf  } } Š — Urtheil und Seyn 2 zu ? Š ~ €  - ! $ } Š — ~ Zeiten der „klassischen“ Interpreten noch nicht bekannt gewesen war, eine „fragwürdige Reliquie“ genannt. 3 ‰  € $L } - } \ < ƒ% L „ } % L „ ! - " muß, kaum mehr als eine Äquivokation zum durch und durch me- } O X < % L „  ihn Hölderlin (im Anschluß an Platon) gebraucht. 4 Das vermeint- * % \ $L & ‡ Das Erlebnis und die Dichtung. Lessing, Goethe, Novalis, Hölderlin. L *+^/  ! ? $ <& $L { } # }~ *+Z; ! ¢ ? Ž {L ~ % € ; \ Š Y ~ ‡  sachgemäß ist, habe ich zu zeigen versucht: Hölderlins Logik Zum Grundriß von Seyn Urtheil Möglichkeit | $L & ; q *+@/ &> % +[&*; Z 3 Vgl. Friedrich Strack: Das Ärgernis des Schönen. Anmerkungen zu Dieter Henrichs Hölderlindeutung. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und / @ *++Z % *qq&*/ + % */ + Z \  $ <  _ ¢ ~ ~ ? ! $ < š *œ % *q> <?page no="95"?> Hölderlins Platonismus +/ ƒ? „ | $L } }} ~€ - % L < | Grundlagen der Welt und unseres Daseins in ihr. Hölderlins philosophische Interessen galten ganz eindeutig den Grundlagenfragen. Die „Aesthetik“ zählt seiner Ansicht nach zwar zu den „cacumina rerum“, q aber eben darum gerade nicht zu den Fundamenten der Philosophie. Deshalb ist der Versuch Henrichs le- Š ? € | } Š } | $L  Š — ~ Ž $L se Fundamente allerdings in der Bewusstseinstheorie gesucht hat, wie Henrich und seine Schüler plausibel machen möchten, bleibt mir immer noch zweifelhaft. |  € Š aufstellen, daß Hölderlins grundlegende philosophische Gedanken, d.h. jene Gedanken, die ein Fundament noch unter dem Kantischen gründen lassen wollten, durch die ontologisch-mathematische { ~ } { ‹ ƒ{ & $L „ ' } /   sollen die folgenden Interpretationen aufweisen, die sich mit den } } ! Š } ‹ & den des Hyperion-Romans beschäftigen, dabei freilich weit ausholen müssen. 1 Der Hyperion&" ~ *>+; *>+>`++ | ~ Š schiedlichen Fassungen geht es um die Darstellung des Lebenswegs eines jungen Griechen namens „Hyperion“, der im griechischen Be- } ! *>>^ telbar Politischen zurückzieht auf die Weisheit eines Lehrers seiner y \ #  $ }  *>+Z q ‹ $L =? ~ *>+/ = || % / *> / ] ' $L | O*+*+`; ^X druckt in: Alfred Kelletat (Hrsg.): Hölderlin. Beiträge zu seinem Verständnis in Š€ *+/ * % >+&**@ ~ % @Z <?page no="96"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden +> der Vorrede zum Fragment von Hyperion ’ —~ “ genannt und eben diese Bezeichnung gebraucht Hölderlin nach O*>+Z`+qX  ? sogenannten < : 4 O] *>+qX € " — } Y > In der Vorrede zur € \ O*>+>X Š — " ! } Bild. @ \ = ! ƒ —~ „ ! ~ € Š " ˜ Was sagen die beiden frühen Hyperion&‹ € ƒ —- ~ „£ \ ƒ —~ „ ‚ < : Fassung ‚ ~ ’ š œ ! _ ~ ‹ “ Sie schreibt also bahnend den Weg vor zwischen zwei Zuständen. Sie  ’ “ — } € $ } ’! Puncte“ zu einem anderen, wie es die Fragment-Vorrede ausdrückt, wobei diese „Puncte“ graphische Zeichen sind für die genannten „Zustände“. Der Zustand der „Kindheit“ wird in der früheren Vorrede ein „Zustand der höchsten Einfalt“ genannt, der Zustand der „Vollendung“ erscheint in der früheren Version als ein „Zustand der höchsten Bildung“. + Wir können somit davon ausgehen, dass ƒ —~ „ Vorreden miteinander übereinstimmen, und dass sich also in der > \ ‹ ~  ˆ = | % Z@+ = | % qq>&qq+ \ Hyperion O= | % / *[&>/ ^X zitiere ich nur nach der Originalpaginierung, die in beiden historisch-kritischen = @ \ } = ! Lebensbahn in der Druckfassung (Hyperion I q* >*  || Z^X !   %  ƒ —~ „ $ " ~ Äußerungen Hyperions oder Alabandas gedeutet, naturgemäß mit unterschiedlichen Ergebnissen, die allesamt geometrisch nicht nachvollziehbar sind: vgl. z.B. #  " $L $ } „ ]—~ \ % *+/ q % *Z % - $L | ! % L % € ~ Š€ *+>/ % *>+&; ; ^ † $L ] ] € Š€ ` *++[ % */ @ *+Z + ’ “ _ — ’] ~ “ bedeutet „Entwicklung“. <?page no="97"?> Hölderlins Platonismus +@ ~ y ? _ ~ } ƒ —~ „ *^ ‰ € ? _ — ~ - Y † Y ƒ —~ „ ~ den bezeichneten Zuständen nicht hin und her verläuft, sondern in " \ < ƒ „ } ~ gebahnte " ‡ ~ < ƒ „ ] " Oƒ! ? „ ƒ € ? „X \ - ‚ ~ " ‚  ! { ausgegangen ist, auch bei dem andern anlangen. Sie soll Anfang und Ende haben und muß daher in einem Sinn gerichtet sein. Diese Bahn, die Hyperion zu durchlaufen hat, soll nun zugleich € #  ’ = ] ~ “  viduellen Lebensgeschichte, verfolgt. Sowohl für die lebenszeitliche Entwicklung eines Individuums als auch für den Verlauf der menschlichen Geschichte im Weltganzen gibt es ein und dasselbe = ‹ \ € "  - } } ‹ ‡ ~ einmal eigens in den Vorreden zur Sprache gebracht werden muß. Hölderlin nennt dieses Verlaufsmodell der menschlichen Geschichte ƒ —~ „ ] € ƒ —~ „ $L _ } { y ~ ‚ prominentester Zeuge dafür ist Kant 11 ‚ ~ $L y ƒ —~ „  \ € diese Benennung liegt darin, daß die Planetenbahnen, wie Kepler feststellen und berechnen konnte, eben keine Kreisbahnen, son- }  ] } O € € _ ! X ! _ *^ ‹ = $L %} ~ &" ~ } & € _ ~ } $ } „ Š€ *++^ % +Z ’ ]—~ “ y ~ ‰€ ‹ & rede seinen „Stellenwert“ geändert habe. was immer das heißen mag. 11 Vgl. Kants Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht. KAA VIII, % *@ ’% š ‰ œ _ } ! {  ‡  š œ“ % !  % š @œ % *@+ š @œ % *+Z <?page no="98"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden ++ ]—~ ~ ? † Y y zwei aus dem Zentrum € }  } ƒ —~ „ - ~ = einzelnen wie im allgemeinen zu durchlaufen hat, eine elliptische sein soll, das ist mir aus den bisherigen Deutungen des Ausdrucks _ } • {  den, ganz abgesehen davon, daß das menschliche Leben doch wohl % ƒ} „    Naturlauf der Planeten. Die einzigen beiden anderen zeitgenössischen Belege für eine auf das menschliche Leben bezogene Verwendung des Ausdrucks ƒ —~ „ ‰? ~ ‹ - } } † Š ~ ’ } ? “ ' } Š 7 . N / 4 # ; > *>+Z % ! L< 12 , legt der jüngere der beiden Dialogteilnehmer, Sophylus, dem älteren namens Echekrates eine _ € #  € ! ’ L ‰ “ O*ZX € ~ ’‹ “ ’% } “ O*qX ’ “ Y ’ # “ O*+X ! ‚ ~ " ] # ’ } € “ O*+ X - Y ] ~? ’ • L ~  š  ] œ } ~ Y harrliche Entschlossenheit in Befolgung geprüfter Grundsäze auch für deine exzentrische Bahn "€  < ein Verstand, der seine Rechte nicht nur weiß, sondern mit anhaltender Strenge geltend macht, könnte wieder Regelmäßigkeit in diese Wildniß, Reize in die Aussenwelt, in dein Daseyn Sinn und ~ € “ O; * $ ! = X Ž< ƒ —~ „ ! " ? Y abweicht und nun „herausgewunden aus den Fugen der Natur“ O; ^X † ? ~ " ? Y  - ~ € ˆ 12 Stellengaben im Folgenden in Klammern. <?page no="99"?> Hölderlins Platonismus *^^ \ ~ ˆ % $ ! \ L *>+q % ’ Y = erscheint, u. einen neuen meteorischen Gang, weit über die Köpfe =  ! ?  wird es da dem großen Haufen der gemäßigten, wohlgeregelten = = Y   ‰ %  Y ~ ƒ — - „ ¢ = Y = • u. Ruhe einträchtig mit andern Parteien wandeln kann“. 13 = „meteorischen“ Gang ist, dem damaligen Sprachgebrauch nach, jedenfalls keine Planetenbahn gemeint, sondern unregelmäßig am Himmel auftretende Phänomene wie die unterschiedlich benann- { & ‰ \ ‡ ’ % “ 14 \ ‹ }  ˜ Regelmäßigen. Von Kepler also auch hier keine Spur. *q Ich werde ! _ } • ~ € ] einer Alternative, selbst auch bemüht habe, */ ganz absehen und eine neue Deutung des Bildes entwickeln. Deren Berechtigung wird sich im Lauf meiner Argumentation, die auch eine neue semantische ] ? L Š ƒ —~ „ wird, herausstellen. ˜ ‹  Hyperion-Vor- —} ~ { ! = ~ ] y ~ ~ ! ] ~ \ ƒ —~ - „ ’ = “ ! ? y ‚ " & 13 % $_ ||| * % */ O$ ! ! = X | ! $ < ! $  O$ X  y Š — Y ~ & macht wäre. 14 Vgl. @ & ; ? 5 6 “+ C W 2> . # }~ *>>q O‰\ $ *+/ @X ! ƒ# ‡ „ *q % L %} ! % } = } _ { }} = ‡ ~ € } % ’ L “ ’ — “ € ~ % š @œ % *@+ */ Vgl. Friedrich Hölderlin: Hiperión. Versiones previas. Edición de Anacleto Ferrer. { Ô = ~ = *+@+ % + <?page no="100"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden *^* ‚ = O ~ ~ - = X €  O } ƒ „X ƒ% „ hier einen Zusammenhang, der die pränatalen und postmortalen y ? % = \ ƒ† % „ $L  y  ƒ% „ liche Schicksal des menschlichen Körpers nicht teilt, sondern ihn und seine Lebenszeit transzendiert. Die Weltgeschichte im Ganzen, } ! ‚  { ‚ } ? — *> und unsterblichen Seele, wird entsprechend kon- % ! y ? ƒ —~ „  ’ = Einzelnen“ durchlaufen muss, versinnbildlicht wird. Dieses Drei- Zustände-Schema ist aber wohlgemerkt schon in der Fragment-Vor- ¶  _ ~ } ƒ —~ „ % ! ‡ 2 Aus der Betrachtung dieses Drei-Zustände-Schemas, wie es dann vor allem die Vorrede zur < : 4 des Hyperion entwickelt, ergibt sich das folgende Bild: die Abfolge von Anfang, = ]  O X Gang ist einerseits bestimmt durch die Zeitmodi Vergangenheit, Ge-  y   *> \ # ! ƒ{ ? — ~ % „ { *> *@ # O[Z ' Z&/ X  = Y ? \ € - —   # ‡ ! ’ — “ ! stoßen mußte. Gleichwohl liebäugelten die christlichen Platoniker von Ficino bis '  # $L € ~  er seinen Roman-Protagonisten in Ich schlummerte, mein Kallias… O*>+; X lässt: „Holde Dämmerung lag über meinem Geiste, wie über den Seelen in Platons ‹ “ \ ƒ‹ „ €  ! ' { }} ' ~ Schicksalen der Seelenwanderungshypothese O_L *>+*X } ? € Ž % } ? — ! % L} } ! ‹ L } ˆ € Fassung des Romans gehört die Vision, „wie Hyperions Geist im Vorelysium mit \ } “ ~ € ’" ~ “ O| *; qX <?page no="101"?> Hölderlins Platonismus *^; y ? ! ] ] ‡ wiedergewonnener Einheit. Die „seelige Einigkeit“, das „Seyn, im ~ % “ € O € = X ! ‹ ! ? €  - ? ] ‡ ! ’ zwischen unserem Selbst und der Welt“ bewirkt (mit allen seinen  X ’% “ =  Widerstreit zu „endigen“. *@ Die zukünftige Wiedervereinigung ? Y \ ˜ ! ~ ~ % = lichen Wissens oder Handelns. An dieser Stelle ist Hölderlin aus- € ˜ ! ~ ~ % Geschichte, und wir werden später noch einmal darauf zurückkommen. Er argumentiert hier nämlich dafür, dass weder das menschliche Wissen, noch das menschliche Handeln aus sich heraus jemals ~ ‹ ˜  ] & zweiung möglich machte. Es gibt keine menschliche Leistung, die ˜ ? L " ? ‡ ¯ % L = ˜ ! ~  Schönheit ist ja „vorhanden“, bzw. das Reich der Schönheit „wartet“ schon auf uns. *+ Die glückliche Zukunft liegt schon beschlossen im Schoß der Gegenwart. Natürlich haben auf diese Hölderlinschen Denkbilder auch Vor- ]  ‚ ! # & } } ~ ‚ ' & ! " & chen, dem des Vaters, dem gegenwärtigen des Sohns, und dem nahe !  € }  —- } ~ ˜ < ƒ" „ ’" % L “ } " = ? &} ] € apokalyptische Geschichtsbild von Bengel bis Oetinger, das Hölder- ‰€ Š€ \ be ich, daß der charakteristische Zug dieses Geschichtsschemas die ontologisch-mathematische Kennzeichnung der drei Zustände un- *@ Vorrede zur < : 4 des Hyperion = | % qq@ *+ = | % qq@ <?page no="102"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden *^[ } ! ] y ? ‡ ! ] ] ‡ y ist. Dieses ontologisch-mathematische Drei-Zustände-Schema geht aber auf die Philosophie des Platonismus, wie sie sich aus der innerakademischen Lehre Platons und seines Schülerkreises im Lauf der  ~ € \ Y $L } ? ] der Vorrede zur < : # 4 den „heiligen Platon“ anzurufen O X { ‚  ! L< \ als vielmehr in seinem mündlichen Unterricht in der Akademie, der hauptsächlich von seinen Schülern der Nachwelt überliefert wurde ‚ # ! ~ { ~ } ƒ] „ OÈÆ¹ÑÃX ƒ y „ OÕÆ¾ÌǼºÃ Ö×ÑÃX ; ^ Obwohl die Pointe der Aufstellung dieser Prinzipien hauptsächlich darin bestand, zwei einander gänzlich ausschließende Wei- % ~ $  (z. B. im # und im Philebos) darauf gegeben, dass auch eine ‹ ~ !  Y ~ ƒ% „ { _ scheidende Rolle spielte, aus diesen beiden prinzipiell entgegenge- ‡ %  ’ “ 21 Da die menschliche Seele an ƒ „ = ] y ˆ Š ? ? € &# -  { ƒ% „ ¢ ‹ & ! } € ] % ! dem Fall der menschlichen Seele in die Welt des Sichtbaren und % ! < ~ ! ] ] ‡ ‹ & ; ^ Vgl. Konrad Gaiser: Platons ungeschriebene Lehre. Studien zur systematischen und geschichtlichen Begründung der Wissenschaften in der Platonischen % % *+/ [ $ _ ? ˜ y ! { ~ } \ { | { **^ *+/ / % [q&>^ Zum neuen Platon-Bild. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissen- qq *+@* % *&*@ _ { y & menschau der mathematischen Wissenschaften. In: Antike und Abendland 32, *+@/ % @+&*; Z 21 ‹ Š ; + ] & [> ' <?page no="103"?> Hölderlins Platonismus *^Z ? ‡ %}? { ƒ } „ % € ? ‡ { # ! { ~ } %   ƒ% & „ # ! $ } ƒy ? „ (intelligiblen) Seins zu entwickeln. Am systematischsten ausge- ˆ # { $  ? y % ’Ⱥ¹Ø“ O| & & X ~ ’پƺֺÓ O & & ! X ’ÚÙÌǼ¾ºÛؓ O| & &~ € X 22 Bei Plotin und { } ˆ { dieses Hypostasenschema in seiner das „triadische Schema“. 23 ] ƒ % „ $L < welt- und seelengeschichtlichen Spekulationen zugrunde gelegt. † _ ! < ƒ - % „ ‰ } ? Y aus dem Inhalt sowohl seiner obligatorischen Universitätslektüre als ? ‡ ! ~ " } Š€ belegen. In den historischen und theologischen Vorlesungen der Š€ {  $L !  der theologie- und dogmengeschichtlichen Streitfrage, ob die alt- Š ? } ~ } Š   nicht theologisch illegitim sei. 24 In diesen Zusammenhängen war ! ƒ } „ " ! - Š ? \ &$ } &% & 22 ‹  { ~€ = } = *+/ q _ } ’Š “ ’_ “ 23 { Š { |‹ [> 24 Vgl. dazu Heinrich von Stein: Der Streit über den angeblichen Platonismus der _ ! ? | y € Š [* *@/ * % [*+&Z*@ = ? ~ Š€ $ ' "LY  ‡ Ueber die Philosophie der ältesten christlichen Kirche (in seiner Bibliothek der Kirchenväter / # }~ *>@* % Z^[&Z; / % Z^Z *X Š€ \ ! $L { }} | ‰ ~ = & um verteidigt wurde: De commentitiis Philosophiae Ammonianae fraudibus et noxis, Š€ *>@/ <?page no="104"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden *^q ma der Neuplatoniker einerseits und der mythischen Weltseelenlehre des # andererseits zusammengestellt worden war. ; q Allein schon durch seine obligatorischen dogmengeschichtlichen und kon- ! % Y $L ƒ % „ ‰ }  ; / Er konnte sich bei seinem triadischen Geschichtsschema freilich = { \ Politikos berufen, in dem ein solches dreiteiliges Verlaufsmodell der Weltgeschichte dargelegt worden war, wenn auch nicht durch die eben hervorgehobene ontologisch-mathematische Kennzeichnung der drei Zustände, sondern $ = ! ƒ „ €}fenden Bild. Die gegenwärtige Welt unter der Herrschaft des Zeus bewege sich, lässt Platon seinen Sokrates sagen, in umgekehrter Richtung als die vorhergegangene, die dem Kronos untertan gewesen sei. Das sei, fährt Sokrates fort, dahingehend deutbar, dass der Weltenbeweger, der den Kosmos zur Zeit des Kronos in die richtige Richtung gedreht habe, die Welt dann aber gewissermaßen losge-  % %  ] wärtigen Zeit werde er aber wieder in das Weltgeschehen eingreifen und das Steuerrad in die alte Richtung zurückzwingen. ; > \ = ! $L { Eschatologie verstanden werden, und das Schema seiner Weltalter ; q \ Š — ~ { Š ? " } '  Š Š | % Ž Š † ! š œ # */ >@ ? ! '   ˜ ‡ ! # ~ = ~ ? ‡ " ! } ? - ~ '  Š ! hielt: Radulphi Cudworthii [...] Systema Intellectuale Hujus Universi [...] 1 *>[[ Leiden 2 *>>[ O~ ? X = _ '  • { ist zusammengefaßt in der beigegebenen Dissertation De turbata per recentiores Platonicos ecclesia O*>>[ * % >Z>&@^@X \ } € š ¢ % ! œ # { ”- ! ” Ž ! { _L š œ *>^^ € ‡  ! ' #L² ‹ € { _ ! ? Ž † € ] – Y { { } \ y€ *>@; 2 *>+; \ ‡ % % ? ˜ ‡ *>+/ ! % ] ; ^q *>+/ O% $_ ||| * % / @X ; / ‹ Š | O # ' ! # ”•–—) meiner Habilitations- Schrift über ! ' L *++/ % +&*Z+ ; > { { ; >; & ; >[ ] <?page no="105"?> Hölderlins Platonismus *^/  % ‚ } ‚ % $L ? = Hyperion unter dem besonderen Gesichtspunkt ‡ % % { " ! ’ & tern und Verjüngen“. ; @ Wenn Hölderlin dieses mythische Bild mit ‹ ! ƒ —~ „  ƒ —~ „ † ~ & ] ~ ‡ " |  ƒ —~ „ ? rende Bewegung mitbestimmt ist, werden wir später sehen. 3 y ! L ‹ ! ~ ! <  der konzeptionelle Rahmen ausgesehen haben mag, in dem sich die = € $L \  ƒ —- ~ „ ~  ƒ —- ~ „ ƒ „  ~ ] < ~ den Hintergrund von Hölderlins Bildern abgeben. ‰ ƒ —~ „ ~ Š & $L } } Š — ‡ mathematischen Vokabular stammt. Die Betrachtung eines zweiten Beispiels wird uns daher näher über den Rahmen orientieren, in den sich Hölderlins mathematische Ansichten einpassen und von dem " ’ —~ “ L sein wird. In der Vorrede zur < : 4 ‡ $L € Aufweis der Unmöglichkeit von vollendetem Wissen oder vollendetem Handeln einen mathematischen Vergleich, der aus den Anfängen der Elementarmathematik genommen, und deshalb eigentlich nicht sehr schwer verständlich ist. Hölderlin schreibt: „Aber weder unser Wissen noch unser Handeln gelangt in irgend einer { \  ¯L  ]  # ! nur in unendlicher Annäherung.“ ; + ; @ Hyperion | Z/ ; + = | % qq@ <?page no="106"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden *^> Ein Zustand der Vollendung kann bei menschlichem Wissen und Handeln nicht erreicht werden, und zur Illustration dieser }  % ! !  ~ < sichtlich der Geometrie entnommen ist, auch wenn die Bedeutung der Ausdrücke „bestimmte“ und „unbestimmte Linie“ noch nicht klar ist. Eine Stelle aus einem Brief an Schiller vom 4. September *>+q  € ? %} { } formuliert und ebenso durch ein mathematisches Bild bekräftigt: ’š œ ~ ~ Y ? Y jedes System gemacht werden muß, die Vereinigung des Subjects Ž  ‚ |   ‚ zwar ästhetisch, in der intellectualen Anschauung, theoretisch aber nur durch eine unendliche Annäherung möglich ist, wie die Annäherung des Quadrats zum Zirkel, und daß, um ein System des Denkens zu realisiren, eine Unsterblichkeit eben so nothwendig ist, als sie es ist für ein System des Handelns.“ [^ % \ O Š X  % $ O { — X ! unvollkommen erwiesen, dass es sein Ziel, die Einheit von „Subject und Object“, nur „in unendlicher Annäherung“ erreichen kann. ] ’ ? “ } ~ Š — unzureichend erklärt. Die „unnachläßliche Forderung, die an je- %  Y“ Y }} — mativ erreicht werden, sondern sie muss ganz und gar erfüllt wer- ‚ €  \ Paradigma dafür ist hier im Schiller-Brief die Quadratur des Kreises. Dieses Beispiel hat die gleiche Funktion wie die noch zu klärende Rede von der „bestimmten“ und der „unbestimmten Linie“ in der Vorrede zur < : 4 des Hyperion. Eine Bemerkung ist allerdings nötig zur Quadratur des Kreises. An diesem Beispiel lässt sich nämlich ein prinzipieller Unterschied ~ = _ }  = seit Leibniz und Newton andererseits aufzeigen. Zwar hat die } ? ~ }} — € y Ù - }  L  $ [^ = | % q+q <?page no="107"?> Hölderlins Platonismus *^@ O $ } { X =  }} —  € nisch-praktische Zwecke erlaubt. Die Quadratur des Kreises ist in = prinzipiell unlösbare Aufgabe. Eben in dieser Hinsicht unterscheidet sich die neuzeitlich-abend- ? = | ˆ € ! \ \ < ~ & | € ‡ < _ durch kommensurabel, was prinzipiell von anderer Seinsweise ist. Das ist dem Leibniz-Newtonschen Kalkül dann auch tatsächlich *@ !  ! = { ~ } = preisgeben wollten. 31 $L }} — ! #L = ˆ~ { ? - = 32 Das wird noch deutlicher bei der Betrachtung des mathematischen Beispiels „bestimmte und unbestimmte Linie“. Eine solche terminologische Unterscheidung gibt es in der modernen analytischen Geometrie, die von Descartes begründet wurde, Š ? ˆ \ ~ schen „bestimmter“ und „unbestimmter“ Linie nirgendwo anders als in dem vielgerühmten Kompendium antiker Geometrie, das uns in den Kommentaren des Proklos zum ersten Buch des Euklid erhalten ist. Diese Kommentare des Proklos enthalten ausführliche Darlegungen über die mathematische Grundlagentheorie des Platonismus, denen es vor allem um die ontologische Fundierung der mathematischen Gegenstände zu tun ist. 33 31 ] !   ! % € = { ] € ‡ ! = *+@q $L † ! ? = ' } {– | ˆ € y prinzipiellen Erwägungen (s.u.). 32 ‹ € % % ! ; ^ / *>+>  Y ’ & L •   $  %  L = unendliche Verkleinerung das Unendliche dem Beschränkten gleich u. ähnlich ma- “ O= || % / q/ X 33 { \ | { ] ] # ' — - # }~ *@>[ O‰\ $ *+/ >X <?page no="108"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden *^+ An zwei Stellen dieses Werks stellt Proklos verschiedene Arten von Linien einander gegenüber. Einmal bei der Betrachtung der \ ˆ < ƒ# „ € < = \ Y ’{ stellt zwei Arten der Linie als die einfachsten und ursprünglichsten auf: Die Gerade und die Kreislinie, und leitet alle anderen durch = \ } L š œ ! _ ! _L } š _ & œ “ 34 Die fundamentale Unterscheidung zwischen der kreisförmigen und der geraden Linie beruht, wie Proklos wenig später ausführt, auf der ebenso fundamentalen Gegenüberstellung der Platonischen { ~ } ! ÙݾÑà ÞÙà̾º¹ O ~ † ~ X } ~ } ‡ ] und des Unbestimmten, nämlich der Zweiheit, formuliert werden. Die kreisförmige Linie folgt dem ontologischen Prinzip des ÙݾÑà ~  ~ - €  # dem ontologischen Prinzip des ÞÙà̾º¹ † ~ ~ y sie lässt sich immer weiter verlängern. Der Unterschied zwischen ’ } € “ OÕ¾áºàÌÖÝǼѼÑX #  aus der Platonischen Prinzipienlehre begründet. Alle anderen Lini- O $ } %} _ & ven) sind aus diesen beiden prinzipiellen Grundlinien „gemischt“, bzw. abgeleitet. Noch an einer zweiten Stelle seines Euklid-Kommentars kommt Proklos auf die prinzipiellen Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Linien zu sprechen. Es handelt sich um die Besprechung \ ˆ { ] $ referiert Proklos zwar eine Unterteilung, die auf den späteren stoischen Philosophen Geminos zurückgeht, aber er arbeitet sie doch in { Š ] ] ~ ] ’š œ ! # einen bestimmt Oâ¾ÌÇÈݹÑÌX %  _ 34 { \ _ ~ ! ] ] „ \ € — versehen von P. Leander Schönberger. Eingeleitet, mit Kommentaren und biblio- } ‰  ! ! = — % $ O% X *+Zq % ; [@ ± | { ] š [[œ % *^[ <?page no="109"?> Hölderlins Platonismus **^ # ] } ' !  die anderen aber sind unbestimmt OÕº¾ÌǼº½X † ~ OÞÙà̾º¹X   -  }  _ _ “ [q Der Unterschied dieser beiden Unterteilungen der Linien bei Proklos beruht darauf, daß in der auf Platon zurückgehenden praktisch alle Linien, außer den „ursprünglichsten“ Kreis und Gerade, dem gemischten Genus zugeordnet werden, während bei Geminos ] ‡ Y _ ! wie die nach Platons Zeiten erst eigentlich entdeckten Spezialkurven ' _ } ~ } ! werden müssen. Durchgängig bestehen lässt Proklos aber die ƒ „ ƒ # „ Linien, die, wie er erläutert, in sich zurückkehren und dadurch ein ƒ% „ # ~ ! ? werden können, ohne dass sie jemals in sich zurückkehrten und dadurch ein Schema bildeten. Und dies ist nun die prinzipielle Unterscheidung, die Hölderlin im Auge hat, wenn er sich in der späteren Hyperion-Vorrede auf die „bestimmte“ und die „unbestimmte # “ ~ } ~ } ! ' und sich deshalb nicht „vereinigen“, d.h. die mit einander inkompatibel, bzw. inkommensurabel sind. [/ { $ } } € ƒ „ ƒ # „ Y _ wird nun deutlich, dass der mathematische Vergleich in dem zitierten Brief an Schiller eben die selbe Pointe beinhaltete wie die " ! † L ‹ ! ƒ „ ƒ # „ ‹ ~ < : 4 : die Inkompatibilität zwischen den prinzipiell unterschiedenen geometrischen Gegenständen wird im einen Fall an den eindimensiona- [q ] &_ % ; @@ ± | { ] % *>/ &*>> $ ! = [/ Der Hölderlinsche Ausdruck „sich vereinigen“ in der oben zitierten Stelle, wie auch am Ende des Fragments Hermokrates an Cephalus („laß mich doch fragen, ob  $ } } ! “ = || % q*X -  = ! ? ! ’! “ ’ ! - “ ~ € } ~ # O ƒ - „ ƒ „ # ~ $ } } X  { ~ } ƒ{ „ _ Š „ ~ L ? <?page no="110"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden 111 len Linien, Kreis und Gerade, im andern Fall an den entsprechenden zwei ? _ –? ™ & — } ˆ~ \ _ ? } ~ } € & ‡ \ & ? O{ # ? _L } X ' & { = $L < bar gut eingeführt war. Was ist dann aber die Pointe dieses mathematischen Vergleichs, sowohl im Brief an Schiller, als auch in der Vorrede zur < : Fassung des Hyperion£ ] ‹ in der theoretischen wie in der praktischen Philosophie, in Wissen oder Handeln zur Vollendung (zu systematischer Vollständigkeit) zu gelangen, prinzipiell zum Scheitern verurteilt sind. Also nicht nur etwa aufgrund der zufälligen Unzulänglichkeiten der gegenwärtigen Philosophie (etwa Kants oder Fichtes oder Schellings), sondern aus Gründen, die in den fundamentalen Prinzipien des Seins beschlossen sind. Die verschiedenen Arten des „sterblichen Strebens“ [> nach systematischer Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit in einem „System“ des Wissens oder Handelns scheitern aufgrund { ~ }  † L ‚  geometrischen Elementarlehre eine prinzipielle Unvereinbarkeit ! ƒ „ ƒ # „ O } } - ? _L } X ‡ € hinzufügen, dass der Aufweis dieser prinzipiellen Unmöglichkeit in der Vorrede zur < : 4 des Hyperion ebenso wie im % & ‹ ~ ƒ? „ ‹ ƒ „ } ¯ - y ƒ% L „  $  Š { — ƒ‹ „ ’! ‚ % L “ [@ [> So benennt Hölderlin auch in Hermokrates an Cephalus O$ *>+qX ‹ & che, das „Ideal“ des Wissens wie auch dasjenige des Handelns „in irgend einem % “ ~ = || % q^ [@ Š Y $L ƒ „ sonsten parallelen Äußerung Niethammer gegenüber „theoretisch“ nennt (Brief ‰ ; Z ^; *>+/ = || % / *qX ~ ƒ & „  } ? } ! _ — ƒ| „ € $L # ] &% % L ! ] ƒ% „  -  ƒ „ <?page no="111"?> Hölderlins Platonismus 112 Soweit wäre damit ein Nachweis erbracht, dass Hölderlins grundlegendes Philosophem bei der Konzeption des Hyperion sich ‚ - } } ƒ „ - ‚ { { ~ } ‚  auch philologisch-historisch erhärten ließe, daß Hölderlin diese Š — ~ _ { ~ Euklid, gekannt hat. Das ist freilich nicht so schwierig zu belegen, wie es auf den ersten Blick erscheint. 4 | Š€ ' } {– - ] &_ *@ [+ Seine Beschäftigung mit Euklids Elementen schloss vornehmlich auch philologische Š — € Š — Z^ wozu nun der Proklos-Kommentar seit jeher die beste Grundlage lieferte, und erstreckte sich inhaltlich auf die Fragen der Prüfung der De- ˆ  ] { ~ } & = ‡ Platons Akademie zurückgehen, der eigentliche Dreh- und Angelpunkt seiner Analysen sein mussten. \ Š€ %  {– & { € OŠ | X {– € = = ~ - ~ }– Y ] • ] y *>@; *>+;  - ~ = { € < | ˆ € - | }  {–  = ] ’| ˆ } ! notionibus š œ ¢ ¢ = [+ ˜ !  ‡ ] ' } ! {– { ‰ _ € ‰ Š€ ‹ ! *@^Z $ ] ! ! { y % & ' *++Z % +&[q Z^ % y ] {– š [+œ % *@ ’% ? =  ‚ {– ~ ~ - ‚ $ ~ $ &{ “ <?page no="112"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden 113 } ! } — & tria autem elementari termini ipsi sunt proscribendi.“ 41 {– Y ˜ ~ ! ] & der sich auch die berühmte Basler Editio Princeps (ed. Simon Gry- *q[[X _ { ~ # und zum Staat beigegeben waren. Die Studenten konnten diese {– ‡ 42 und mussten es wohl auch tun, | {– ! ] & &˜ ‡ -Kommentaren reichen Gebrauch. Wer als Student prüfungshalber Š ! ‚ ~ ? ‚ Š — ~ ? †  {– † ? ˆ %} ? { } =  € Y ]—~ } Š — $L *>+^ Zu Jakobis Briefen über die Lehre des Spinoza überschrieben hat. Dort erläutert Hölderlin an einer Stelle ! † L & " ! < ƒ† & „ ‹  ˆ _ & ~ !  † ‚ - ‚  € 41 Š | { = &{ ™ š œ { ' {– š œ { š œ ' # % Š€ *>@Z Š -‹||| O’\ < Y _ ! ~€ L =  ~ verwirren: aus der Elementargeometrie sind selbst die Ausdrücke zu verbannen“). \ ? *>@; *>+; { € ]— } † Š€ ~  ! = \ \ ‰ } } *@  † Š€ y Quellen von Schellings Naturphilosophie. In: Archiv für Geschichte der Philosophie >[ *++* % @@&+q  y ] {– š [+œ % @ Z L {– | ! *>+^‚*>+; € ‡ - O! { y X = ~ O$ X ’› " Wissens cavalieremente“£ $L $ % { } † ! ? Š€ O% $L & ; [`; X Š€ ] ; ^^q % [*/ &Z^Z 42 ‹ # ] } = ' } ! {– & O*>[/ ‚*@; *X ]  † ! ? & Š€ | ~ Š€ † ! ? [ Š€ *+@> % / @ <?page no="113"?> Hölderlins Platonismus 114 † ’ ˆ “ † & lichkeit, die „indeterminabilis“ sei. 43 Hölderlins Erläuterung basiert † ~ ƒ ˆ „ ƒ ˆ „ _ } Zusammenhang in der Kritik der reinen Vernunft O q[+& qZ[X ‰ | ˆ  † & ? ~ | ˆ Y =L ‹ ? \ Š $L & | ˆ € ƒ ˆ „ sondern „indeterminabilis“. Dieser Ausdruck ist nun allerdings — &L ˜ ‡ ‹  ! ’Õº¾ÌǼÆÃ“ { ‚  ? ˆ ‚ ~ { { ~ } ~ ƒ y „ & ƒ # „ & ! ? = $L ] ? • gerecht wird, ihn etwa tatsächlich klarer zu machen in der Lage ?  ! ? ] ? ‚ Lektüre der Kritik der reinen Vernunft ‚ ˜ € O Proklos überlieferte) mathematische Version der Platonischen Prin- ~ } ˜ % = — {– ! L €‡ gewesen sein muss. 5 Ich glaube, durch die gegebene Erläuterung der bislang unkom- < ’ “ ’ # “ ~ ~  = | & reitstellt für das grundlegende Platonische Gedankengefüge Hölderlins. Auf der Basis einer solchen Orientierung in Sachen der Gegenstände des mathematischen Raums kann nun die Frage nach der ƒ —~ „ " & men beantwortet werden. \ ƒ —~ „ ~ € ’! nem Puncte zu einem anderen“ genannt wird, trägt sie also einerseits 43 ‹ = || % Z^ ! € % |‹ % ; ^> <?page no="114"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden **q _ ~ ƒ y „ } ? #   ! ’‹ “ ~ ! ? Y = ’ “ L O ~ ~ € X # ~ ˆ - ] Y ‚ { ‚ ’ ten“ oder „abgeleiteten“ Linien handeln. Somit scheiden Kreis und ] ‚ { { ‚ _ %} € ~ ! _ & ! ? Y ] } 44 da sie dem Kreis darin ähnelt, daß ihr Weg in sich zurückführt, also nicht „von einem Puncte zu einem anderen“. Aber auch Parabel und Hyperbel kommen nicht in Betracht, wenn wir berücksichtigen, daß -  Y ‡ keinen Verlauf von einem Anfangspunkt zum Endpunkt erlauben. Demnach bleiben also nur die Spiralen übrig. Von der Spirale sagt nun Proklos im Rahmen seiner Kommentierung von Platons # , dass sie „das Gerade und das Kreisförmige umfaßt“ und insofern auch geeignet ist, eine symbolische Figur für die Zeit ~ ƒ „ einbeschrieben ist. Zq \ { € ] < ƒ „ \ { #  OŠ [/ &'X % ƒ „ ? = & ƒ| ? „ ƒ\ ! ? „ ƒ] „ ƒy „ ƒ „ ƒ† „ _ L und Geradem. Deshalb lässt sich die Zeit, die die Dauer ihres Lebens darstellt, durch die Form einer Spirale versinnbildlichen, stellt Proklos fest. Z/ 44 † ] } ’ —~ “ _ } Planetenmodells, von denen auch Kant gelegentlich (s.o. Anm. 11) spricht. Deshalb !  ~ ‡ ! š @œ % *^[ $  _ &% ! $L ƒ —~ „ _ } • Š Hyperion-Vorreden gemeinten Sachverhalt. Auch die Bahn der Ellipse kehrt zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Seit der von Edmond $ *>^q ! _ *>q@`q+ ~ Y _ ‡ — ]—~ } ! } Zq ‹  š ; ; œ % ; [[ ; ^> +q Z/ Vgl. { \ | { Š ' ] ] \ # }~ *+^/ ||| % ; * ’ } L š ’Š “ { œ š y œ ‹ L sowohl dasjenige, was gemäß der Geraden, als auch dasjenige, was durch einen <?page no="115"?> Hölderlins Platonismus **/ Kommen wir zu Hölderlin zurück, so müssen wir uns freilich noch einmal daran erinnern, daß die beiden Punkte, zwischen de- ƒ —~ „  y daß also diese beiden Punkte A und Z Vollkommenheitszustände bezeichnen. Das kann im mathematischen Sinne nur bedeuten, dass sie solche Punkte sind, die jeweils Punkte eines Kreises sind. Denn _ L { ~ } ƒ ~ ] „ gend, versinnbildlicht Vollkommenheit. Z> Wenn die beiden jeweils eine Vollkommenheit ausmachenden Kreise nun aber den glei- ƒ† } „ ‚   y ? % % ‚ Y = } ~ \ ƒ —~ - „ € ~ { } ~ zentrischer Kreise verlaufen, der Punkt A läge auf der Peripherie des ersten, der Punkt Z auf der Peripherie des zweiten konzentrischen Kreises. Wir könnten freilich auch annehmen, daß der erste Punkt (A) insofern zu einem Kreis gehört, als er in dessen Zentrum | € ƒ —~ „ ? y Oƒ —&~ „X ~ { } _  gen. Es würde sich also um eine Spirale „erster Umdrehung“ handeln, die gänzlich einem Kreis einbeschrieben ist. Im zuvor genannten Fall der zwei konzentrischen Kreise hingegen um eine Spirale zweiter, oder allgemein ausgedrückt, (n+1)ter Umdrehung. Z@ Wenn Kreis bewegt werde, zu messen in der Lage sei, wie die Spirale auf eine und diesel- _ L “ O ˜ ‡ X Z> ‹ ~ { | { ] š [[œX % *Z/ ± { ] & _ š [Zœ % ; / @ ’\ ! _ “ % ; >* ’  _ ~ ‡ Zuteilungen, und nichts ließ er ohne seine Zuteilung, Schönheit, Ähnlichkeit, ‹ ? “ O± { | { ] % *q^X Der locus classicus ist natürlich Platon, # 33 B: „Das Kreisförmige ist von allen Figuren das vollkommenste und am meisten sich selbst gleiche“. Z@ \ Š %} ! auf ihn geht auch die Unterscheidung von Spiralen „erster“ und „zweiter“ Umdre- ~ € = ’% “ Y { ! $L { ' ' } " ~ ?  Š O! X = &%} ˜™š ›™œ ™ž Ÿ-¡Ÿ¢œ£ ) wohl diese Forderung der Vernunft in der Philosophie oder des Archimedes in der Statik schwerer zu erfüllen? ‚ _ $ _ ! $L $ % O! $ | % ; q ; @ X  }? ~ % € ‡ Archimeds zwey <?page no="116"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden **> ' %} das den Vergleichspunkt abgeben soll für die gemeinte Bahn, dann werden erst beide Fälle des Spiralartigen zusammen das gewünschte Bild ergeben. Natürlich kann man eine Spirale, insofern sie eben auch das prinzipielle Wesen der Geraden, die Zweiheit oder unendliche Verlängerbarkeit, in sich einbegreift, unendlich verlängern. Aber dies ist hier in unserem Bild nicht die gefragte Eigenschaft, denn die Spiralbahn soll ja ein Ende haben, d.h. beim Punkt Z ankommen, der dann wieder Punkt eines Kreises sein wird, in den die Spiralbahn einschwenkt. Konstitutiv für eine Spirale ist es nun, dass sie aus zwei Bewegungen konstruiert wird: man erhält ihre Figur nämlich dadurch, dass man einen Punkt auf dem Radius eines Kreises vom Zentrum aus in Richtung auf die Peripherie wandern läßt, während sich der Radius gleichzeitig um das Zentrum dreht, und zwar so, daß der wandernde Punkt mit dem Abschluß der ersten (oder jeder weiteren) Umdrehung des Radius auf der Peripherie des (jeweiligen) Kreises angelangt ist. $ € {  Š ƒ —~ - „  %  \ & chische Sprache hat kein einzelnes Wort für den (der lateini- %} X < ƒ" „ ~ sich bloß auf die Länge der entsprechenden Strecke, so sagt man „der halbe Durchmesser“. (Für die größte Sehne des Kreises, den ’\ “ — ’å ÖÌæÈ༾ºÃ“ X } # ~  ƒ" „ - # ’å ÚÅ ¼ºÂ Åݹ¼¾ºç ʾæÈÈ»“ ’ y O ~ X # “ Z+ Die # %} ’ÚÅ ¼ºÂ Åݹ¼¾ºç ! ! 3 Q7 3 # + 9 : / # C # . ' gen [...] begleitet von K.F Hauber Š€ *>+@ Z+ ‹ ~ % { | { ] % *; y ; * % *qZ y * ~ ‰ ~ { [ * ] ! Š # $ ’Š Greeks had no word corresponding to radius —} ƒO X  „ OÑè ÚÅ ¼ºÂ Åݹ¼¾ºç ] ||| \ * { } ; /  Metereologica || q [/ ; * } Ñè ÚÅ ¼ºÂ Åݹ¼¾ºç ÕÊÆÈà¹ÑÌ Ê¾æÈÈÑÌX “ OŠ Š ] • ] Š — $  | ' % Š # $ ; ‰   *+q/ ‹ * % */ [X <?page no="117"?> Hölderlins Platonismus **@ ʾæÈÈ»“ ~  ’ —&~ “ Linie oder Bahn genannt werden. =   %} &  # ! ~ ? ‡ Š = Hyperion aus- € €  ’Š ~  “ ’Š “ ~ ~  ! - Y ’ ‡ † “ q^ Nun verstehen wir Š $L   den Hintergrund von Platonischer Prinzipienlehre berücksichtigen, $L • % y ! \ y &Š &# ~ Š in Fichtes erster Wissenschaftslehre und wurde von Schiller bei der Abfassung seiner Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen < O *; X %  - Š y & y } ! - ~ } = } q* Bei $L = } ! - ? Y } ’Š “ - Š ~  { Radiusstrahl, deren Resultante die Spiralbahn ist: aus dem Zentrum führend, aber durch die Rotation auch wieder auf das Zentrum zurückbezogen. | ˜ % ! ~ & ? ‡  ~ { & { ˆ ‚ ? ~ & } \ ˆ ƒ# „ ] &_ im Anklang an die oben zitierte Beschreibung der Zeit-Bewegung im # &_ ‚ $  Y ’ % und das Runde wesensmäßig in ihr selbst vorausgesagt hat, auf dass sie alles in der Welt unter dem Prinzip des Unbegrenzten Zusammengehörige und alles zur Natur des Begrenzten Gehörige ausrichte, und so durch das Gerade $ OپƺֺÃX das Kreisförmige † OêٺǼ¾ºÛØX ? “ q; q^ Prosaentwurf der Metrischen Fassung = | % q*Z } Hyperions Jugend = | % q*+ q* ‹ | ; % Z^/ q; { | { ] % *^> ˜ ‡ $ ! = <?page no="118"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden **+ $ ‚  ‚ ! } $ } y \ ! $ ! پƺֺà " ! † êٺǼ¾ºÛØ  ? € ~ ÚÙÌǼ¾ºÛØ } \ möglich, den Zusammenhang zwischen dem triadischen Schema einerseits und der Konzeption der durch zwei prinzipiell verschiedene Bewegungen sich und die Welt am Leben haltenden Platonischen ƒ% „  ~ € ƒ —- ~ „ $L Y \ - % y & te des Seins. \ ƒ —~ „ ~ Spirale zu konstruieren, die sich einerseits (als Spirale erster Um- X ! y O —&~ X benen Kreis einbeschreiben läßt, die andererseits (als Spirale zweiter Umdrehung) von einem Punkt auf der Peripherie eines gegebenen Kreises sich auf die Peripherie eines größeren konzentrischen Kreises heraufschrauben kann. Dieses geometrische Bild, ebenso  ] LY % y ? { =  Proklos beschrieben wird, konstruiert. Um die vollständige und charakteristische Erscheinungsform der Spirale zu erreichen, muß sie also erstens einem Kreis einbeschrieben, und zweitens eben diesem Kreis umschrieben (und damit einem zweiten Kreis einbeschrieben) sein. Die Frage ist nur, ob es ‚ € $L y ‚ † } _  ƒ —~ „ ~ Umdrehungen bei der Vollendung angelangt ist, die ihr vorausgesagt worden war. Vieles spricht dafür, daß Hölderlin der durch einige berühmte Pindarverse q[ bestimmten, schon antiken Vorstellung gefolgt ist, q[ ‹ { y Ž } Ž ! ! / @&>> ' ~ ‹ " seiner Darstellung der Pythagoreischen Seelenwanderungslehre herangezogen € ‡ ’ } € !  & – % ?  } ~ % ? Ž~ #€ | % “ O' ~ š *>œ % [[ Anm.). Die Stelle und ihre Deutung als pythagoreisches Seelenwanderungsmotiv $L  = &%} € die Geschichte der schönen Künste von Pindar sagt: „Pythagoras war sein Lieb- <?page no="119"?> Hölderlins Platonismus *; ^ nach der es eines dreifachen (untadeligen) Umlaufs durch das Körperlich-Irdische bedürfe, bevor die Seele zur Vollendung, zu „der Seeligen Insel“ qZ , zur „ewigen Seligkeit“ gelange. Wenn Höl- = } - ƒ —~ „ ! } € ] ~ endgültigen Vollendung verläuft, drei Umdrehungen, obwohl die ' } ~ † € ? L < lassen, weil der Roman Hyperion ja ohnehin nicht den vollständigen #  $ } ~ Š ] Vollendung, schildert. "€  ‡ $L von der Geschichte der Welt und der Geschichte der Seele in ihr, auf einer Aneignung der Platonischen Weltseelenlehre beruht, die ihrerseits ein mythischer Ausdruck der ontologisch-mathematischen Prinzipienlehre Platons ist. Dieses Weltbild ist der Rahmen, in den die Handlung des Romans Hyperion vom Leser übertragen werden  qq darum weist der Herausgeber in den Vorreden darauf hin. 6 \ ƒ —~ „  Y Figur den Roman Hyperion. Sie taucht in der philosophischen Prosa } } “ O= || % ; Z X \ Y $L C # A 3! ! % ~ ~ { &‹ Ž— { & ! */ +> O " " X ~ € < %  O† ~ $L { &" ~ } =€ *+@; % Z* < X  Y Hölderlin diese Quellen ignorant abgeschrieben habe. qZ ‹ $L }? ˜ ‡ ’ < ` ‹ % ` \ ! † ~ ` \ % & ` } _ `  % ` | ` #€ “ O= || % *+^ X $L €  ' ~ ˜ ‡ O ! X LY " & ! Š — ~ qq Dass die vielbewunderte Erzählstruktur des Romans mit ihren einander gegenüberliegenden Ebenen der Erinnerung und der Gegenwart als eine doppelte Spi-  = _ }} ‚ - { ƒ —~ „ ~ ‚ ~ ! Die raum-zeitliche Struktur des Hyperion | # { ! $ ‰ @ *+@@ % *q <?page no="120"?> Das Weltbild der ‚exzentrischen Bahn‘ in den Hyperion-Vorreden 121 Hölderlins, soweit diese jedenfalls erhalten ist, q/ nicht auf. Das on- \  ƒ —~ „ - }   ? } } Š — y  ˆ † ~ Š — Urtheil und Seyn, resp. Seyn, Urtheil, Modalität, den ich mir erlaube, anders zu lesen als Henrich und seine Gegner. q> \ Š —  } wandfrei nachweisen läßt. q@ Liest man sie in der von mir (und zuvor auch schon von Henrich q+ ) für richtig erkannten Reihenfolge, dann \ ˆ ! ƒ% „ ] ? \ ˆ ! ƒ† „ ] ? & O X { ? ~ = < \ $L O _ X < ƒ „ ~ = & < ~ ~? ‡ O _ _ X Š =  % Š ! Seyn, Urtheil, Modalität (alias Urtheil und Seyn) angeht, unschwer die Abfolge er- ] O% X ‚ y O† X ‚ \ O= & kategorien). q/ Es kann nicht oft genug betont werden, daß wir eben nur einen Bruchteil dessen !  $L { }  vgl. detaillierter meine Einleitung in Hölderlins - | _ ~ O$ X $L &$ # ‚ ‚ % % ; ^** % ; ; Z q> ‹ ! ? Š = || % Z+ ||| % [@Z < q@ Das Farbfaksimile, das Henrich in seinem Buch Der Grund im Bewußtsein. 9 2 "A $ . †”•–“(”•–¥‡ % *++; , % @qZ @qq  ~ % † „&\ ˆ beginnt, ursprünglich durch eine Leerzeile und ein betontes Einrücken der Zeile = ? ~ ! ‡ $?  ! ? y ‡ ’ Urtheilung, denn in der praktischen Urtheilung sezt es sich dem Nichtich, nicht sich selbst entge- “ { ‡ #€ } !   ¯  ! Š — $ *> % *qq \ † % % „&\ ˆ bar schwächer: hier fehlt die Leerzeile und der Zeileneinzug. Insofern sind die } # }} { " | ` $ & mut Holzhey (Hrsg.): Früher Idealismus und Frühromantik. Der Streit um die - O*>+q‚*@^qX $ *++^ % *^; Z@ ~ Š — q+ ‹ ‡ Hölderlin über Urteil und Sein. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte des Idealismus | $L & *Z *+/ q`/ / % >+ *@ % @Z <?page no="121"?> Hölderlins Platonismus 122 Was immer der spezielle Zweck dieser Notiz gewesen sein mag, $L ~ { } te, das Grundschema der Ontologie des Platonismus liegt ihrer Gliederung zugrunde. Darin ist ein Hinweis darauf enthalten, wie ? \ ˆ € $L   \ ˆ ~ nämlich dass sie geeignet ist, eine Dynamik vorstellig zu machen, die sich aus sich selbst ergibt und die dennoch „synthetisch“ ist, wie die Folge der Prinzipienzahlen des Platonismus, / ^ in Seyn, Urtheil, Modalität gar nicht in Anspruch genommen zu werden scheint. Oder £ %}?  $L —} ! davon gesprochen, daß „das Obective, als solches, so auch das sub-  ! š œ y † } € š œ ˆ  € %  ˆ L weil die Art der Vereinigung in ihm nicht immer dieselbe bleiben dürfe“. / * Ž \ ? %  ‡ Darum wird man sie auch in Urtheil und Seyn, resp. Seyn, Urtheil, Modalität, zwischen den Zeilen lesen müssen. / ^ | \ { ƒ‹ „ ƒ‹ „ ! ] y O[±*ë; X / * = || % *^Z <?page no="122"?> C. # # & †C / + ))/ + ”¦¦‡ <?page no="124"?> Schelling und Hölderlin Ihre schwierige Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position um 1796 Es gibt ein immer noch nicht sehr bekanntes Zeugnis des 72jährigen Schelling, in dem der greise Philosoph sich weniger vorsichtig-zurückhaltend über Hölderlin äußert, als in den seit langem bekannten Reminiszenzen 1 , die er den beiden Schwabs, den ersten Herausgebern von Hölderlins Werken, hat zuteilwerden lassen. Der ~L % & - ! Š Š € des Schelling-Schülers und -Verehrers Melchior Meyr ausgewertet, der 1830 als zwanzigjähriger Student in München den Philosophen altrigen Schelling-Sohn Zugang in die Familie Schelling gefun- ƒ „  ~ nennen beginnt, bis zu dessen Tod treu verbunden blieb. 2 Durch Meyr lernen wir einen Schelling im Negligé seines biedermeierli-  ’% } ² “  Š < 3 Meyr, der sich zum Dichter berufen fühl-  musste, war wohl durch die erste Werkausgabe Hölderlins, die von Christoph Theodor Schwab besorgten Sämmtlichen Werke von 1846, auf den Jugendfreund seines Meisters aufmerksam geworden und } €  *@Z> € \ $L =  *> *@Z> sein Tagebuch: * € š œ O % X  ‰ ~ € $L Š ~ • ~ ] zur gnädigen Frau; obwohl ich bei ihm mich melden liess. Er vermeidet also hartnäckig, mit mir allein zu sein ! Ich lasse mir die Heiterkeit nicht y Š & * % ‹|| ; % ; q;  ‹|| [ % Zq[ 2 Schelling im Spiegel seiner Zeitgenossen. Ergänzungsband: Melchior Meyr über % $ ! - ! Š Š *+@* ] [ ] % [^+ <?page no="125"?> Schelling und Hölderlin 126  € ’% ?  ‡ $L ‰ £“ Ich: ja; wünschte sehr, zu wissen, was s. Freunde über ihn geurtheilt, ob € L % ’   & gen konnte. Ich war s. Mitschüler in Nürtingen, kam fünf Jahre jünger in die Klasse; er der erste, nahm sich meiner an, lehrte mich die lat. Worte, die ich auswendig wusste, richtig schreiben, vertheidigte mich gegen die ande- % = ~ ~?    Juwel betrachtet. In Tübingen traf ich ihn wieder, voller Schönheit und { • sollte nichts gelten, als die Griechen, mit dem Volksleben knüpfte er nicht O   ’ “X % ] – gehabt. Ich : aber Höld. war’s ernst mit den Griechen. Schell.: gewiss! % y € ! — •  von Nürtingen zu meinen Eltern, in sehr kurzer Zeit, war querfeldein ge-  ‡ |  ~ einen Wächter, aber es war nicht nöthig. er war ganz liebenswürdig, an ihn hab ich gedacht, als ich in der Rede über das Verhältnis der bildenden _ € ˜ $ } viel abgewinnen. 4 | ? = = < } Zeitungsartikel über Hölderlin zu Papier gebracht, die er am 7. } % † + ‚*^ } ! ’ % “ } ? % $L ~ } ’% ? ‡ € $L ~ nicht recht lesen können, es war mir eine schmerzliche Erinnerung an die Zeit in Tübingen, wo ich 3 Jahre mit ihm war, wo er mir seine Poesien ~  € “ ! ² = L    \ O ! % ’ y  Š “°X “ ! ~ € % ~ ? %  _ < _ <  % ] €  < 4 Ebd. S. 437. <?page no="126"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 127 der gänzliche Mangel an Popularität; dazu glaubte er zu hoch zu ste- “ ~ L *;  %  muss in der Stimmung für sie sein, wenn sie Eindruck machen sollen; ein Gedicht hat er mir in Tübingen vorgelesen, das er an seine Geliebte in Maulbronn gedichtet, das ist schön; ich weiss nicht, ob Sie’s ausgezeich- ] ? • } ! ƒ „ • ! ° ‚ q Ž  % L  ~ ~ ‡ ? C ‚  Š€ *>+@ Maulbronner Jugendliebe Louise Nast und kann Schelling daher %  *>+^ !  ‚ brauchen wir die übrigen Erinnerungen Schellings keineswegs historisch in Zweifel zu ziehen. Im Gegenteil, sie bieten einige neue, bisher nicht bekannt gewesene biographische Details, die durchaus einen authentischen Eindruck machen. So etwa die schulische Nachhilfe Hölderlins für Schelling in Nürtingen, die Verzärtelung ‹ L $L = ? - % € $L % % *>+q ? ! Schellings 1803 beim ungeladenen Hochzeitsbesuch Hölderlins des nachts vor dessen Zimmer postierten. Daneben bringen diese Notizen Meyrs aber zum ersten mal etwas von Schellings persönlichem Verhältnis zu Hölderlin zur Sprache, sie lassen etwas ahnen von den Gefühlen, die Schelling Hölderlin gegenüber hegte. Diese €  ‚ ~ ‚ } ! Nun muss man sich allerdings fragen, ob diese umstands- und ! ? ? ‡ $L ! %  trägliche Entstellung von Schellings Verhältnis zu Hölderlin ist, die dann eine Folge von Hölderlins Entstellung durch die Verrücktheit wäre. Es lässt sich, glaube ich, zeigen, dass dem nicht so ist. Die ~ ~ % $L  früh angespannt und in gewisser Weise verstimmt. Das zeigt sich schon beim Weggang Hölderlins und Hegels von Tübingen. q ] % Z[+ <?page no="127"?> Schelling und Hölderlin 128 1 Hegel, Hölderlin und Schelling waren als Tübinger Studenten zwar   - ? _  % andern verbunden und in gleicher Nähe zu den anderen gehalten ist. Vielmehr lässt sich aus manchem erschließen, dass zwar Hegel ‹ ? ~ $L  ~ % aber das Verhältnis zwischen Hölderlin und Schelling nicht ohne Spannungen war. Die drei Tübinger Freunde haben ihren freund- ‹ % $L ! Š€ *>+[ $ „ # ƒ" „ 6  $ „ % # ƒ‹ „ 7 Diese beiden Losungen werden uns gleich noch näher beschäftigen. Zuerst ?  ƒ „ ~ $L % \ ~ € die zwischen diesen beiden herrschende Spannung, die vermutlich zurückzuführen ist auf eine latente Rivalität zwischen ihnen. Vermutlich hat Hölderlin den fünf Jahre jüngeren Schelling wie schon auf der Nürtinger Lateinschule so auch wieder im Stift ein we- % ‡ ? ! liche Mündel bald selbstbewusst den früheren Tutor hinter sich gelassen zu haben wähnen konnte: im ganzen also ein persönliches Verhältnis, das nicht harmonisch genug war, um auch die Ebene von rituellen Freundschaftsbezeigungen und Stammbucheinträgen einzuschließen. Darüber hinaus charakterisieren aber auch die vereinbarten # € ~ $ $L seits, zwischen Hegel und Schelling andererseits, die unterschiedlichen gemeinsamen Interessen der beiden Paare. Zwar kann das ƒ" „ ‹ ?  Š $L $ !  / $L $ *^ ^> *>+Z O= || % qZ^X > % ] *>+q O$ | % *@X % % ‡ ] Ideen zu einer Philosophie der Natur # }~ *>+> % [ O X <?page no="128"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *; + die irdischen Dinge haben, es bleibt aber dennoch das Symbol einer ~ $ < %  # ƒ‹ „ $ % O! ] *>+qX ~ ’‹ } “ ? ’ _ “ Y L ‹ ~  % ? ~  *>+> seinen Ideen zu einer Philosophie der Natur durch den bemerkens-  y ‡ = ’ ‹ ~ - “ ’ ? Y $ € = “ ’€  “ ƒ‹ „ ! L ? - | ~ % ˆ ‚ ‡ ~ ? ƒ" „ ‚ ! L ? ƒ‹ „ ~ !  % ˜ ~  _ ? = ‹ ƒ" „ $ L ’ $? €Y % Y “  % 8 In der Gemeinsamkeit mit Hölderlin lässt Hegel gelten, dass es Dinge gibt, die nicht in unserer Macht stehen; mit Schelling dagegen weiß er sich bezüglich dessen einig, was man glaubt, fordern zu können. \ † ~ $L % ~ schon bald nach Hölderlins Weggang aus Tübingen. Nachdem $ *>+Z ‚  ! Š€ ‚  % % L< " ~ dem Primus von seinem und Hölderlins Magisterjahrgang erkun-  % ’\ \ £ ! \ ! - Y ˜ } ~ nen. Renz ist in unsrer Nähe; wir sehen u. hören nichts von ihm, ‚ $L ‚ ! • # Y “ + Ž< % $L = & ‹ ? ˆ ? \ } ! ‡ % ~ ] } $  ] *>+q ’$L ~     - @ $ + % $_ ||| * % *q <?page no="129"?> Schelling und Hölderlin 130 gen Deiner Vorwürfe machen. Er hört Fichte’n und spricht mit ! Š € = kämpfe und dessen Wirkungskreis gewiß nicht innerhalb der Wän-  \ Y \ darfst Du nicht auf Kälte der Freundschaft schließen, denn diese hat bei ihm gewiß nicht abgenommen, und sein Interesse für weltbür- |  • ~ “ 10 \ ’‹ € “ $ %  ~ $ $L Periode, der sich nicht erhalten hat, verloren gegangen. Sie haben aber jedenfalls nicht gefruchtet, denn Hölderlin hat Schelling aus Jena nicht geschrieben, und das, obwohl er wissen musste, wie neu- € ’Š “  ? $L *>+q € ~ € € ~ ? _ % % }? ; * *>+q  % $ ’$L  L ~ - € $  ! “ 11 Das ist insofern erstaunlich, als beide zur künftigen Mitarbeit an einem neuen philosophischen Journal angeworben worden waren, { }} | ‰ O*>/ / ‚*@Z@X ] *>+Z € 12 Das Philosophische Journal einer Gesellschaft Teutscher Gelehrten sollte laut dem Vorbericht über Zweck und Einrichtung des Journals ~ ’ –L des Problems, die Philosophie als Wissenschaft ~ “ ! ~ treiben. 13 \ = — $ ‚  ‚ ‹ ’ 10 $ 11 % $_ ||| * % ; + 12 ] } ! ‰ \ ! ~ $ % | ‰ O*>/ / ‚*@Z@X O ~ L Š  *; ^X L ; ^^@ } } - Š ‰ \ ‡ ! = % ’= ˜ ~ ] L ~ ‡ ›“ Ein Konstellationsportrait um Friedrich Immanuel Niethammers Philosophisches Journal einer Gesellschaft Teutscher Gelehrten " =€ ƒ & {  „  ! L< 13 { } Š ] ‰ & % ‡ *>+q { O} ||| y ‹ Š — _ y  X <?page no="130"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 131 { } ~ € “ ’~  š { } œ ‡ ! # ? ~ “ O} ||X \ die von Reinhold in Gang gebrachte und von dem Fichte des Jahres *>+Z ‡ € ’ ‡“&{ } - ? ~  ’  ~ “ } } ‡ _ { } ‰ ’ “   € { } € ’ = Ganzen durch Wissenschaft y ? ~ “ € ’ % LY } < LY % š~ œ “ O} ‹||X ‰ Š€ ' | \ ~ *>+q % € L = } ! / *>+q ‰ ’% nicht in Deinem Namen < #  ~ “ 14 Schellings zurückhaltende    Vom Ich *q motiviert gewesen sein, dessen Vorrede am ; + =? ~ *>+q ~  \ ’ # “  \ ~ ~ € %} ‡ Schelling enthält, spricht für einen gewissen Dünkel Schellings, der  ] ! ‰ } L < Zur gleichen Zeit intensiviert sich in Jena die Freundschaft zwischen Niethammer 16 und Hölderlin, die sich ja schon aus Tübingen kennen. 17 | } $L ’‰ & hammer hat mich auch gebeten, an seinem philosophischen Jour- 14 | ' \ ~  _ % € Š€ ‚ O*>+^‚*>+; X $ ! \ $ † =  ! € } % *++> % q[> *q % ‹ | { } { } € † Š€ *>+q 16 $L ‰ < *+ ^* *>+q ’›‰ ›“ O= || % q/ / X 17 ‹ $L % € ‰ ~ ! Š€ & ! $L *>+^ † ’\ C[andidat] $L “ O= || % +/ @X <?page no="131"?> Schelling und Hölderlin 132 ‡ ›“ 18 ] } € % | &% schienen *+ =  ?  sein. Es wäre äußerst seltsam, wenn sich Niethammer und Hölderlin nicht € % % ? 20 Zu dieser Zeit wartet Niethammer ungeduldig auf das verzögerte Erscheinen der ersten beiden Hefte seines Journals, das er schließlich am 4. Mai sei- ] 21 ! ? $L ‚  € ‚  € € ~ | Š€ % der Fertigstellung seiner theologischen Disputation über Marcion 22 , * *>+q Ž { ? Heinrich David Cleß, verschickt. 23 ; *  % $ ! */ } *>+q 18 $L *[ ^Z +q O= || % q>+X *+ \ } " ~ % Philosophischen Journal in Gesellschaft mit mehreren Gelehrten. Hrsg. von Johann Heinrich Abicht [ $ Z % ; [^&; [[ ! % $_ | ; % qq 20 \ $ \  Y † ~ $L \ O*>+Z‚*>+qX % *++; % *; + ’  Y $L ‰ % ~ - % š Vom Ichœ ~ } “ $ L ’ Y $L O% ‹| ; ^[X ‰ † € % ƒ % „ “ O **/ % >+[X \ { ? ’ ~  % Vom Ich…, wie auf die erste Lieferung der Briefe über Dogmatismus und Kritizismus “ { Š der Briefe vorliegt, deren zweite Lieferung zudem schon bei Niethammer ange-  O X  $L ~ y }  Interpretation eben jene Meinungsänderung Schellings zwischen Vom Ich und den Briefen, um die es Hölderlin im Gespräch mit Niethammer gerade geht. Darüber } ? ˆ  ‰ ! \ ~ *>+q ! ’% ˜ ~ “ } O= || % / ^qX € € LY { % ! ausgegangen war. 21 ‰ ] Z ^q *>+q ’  \ zugleich wenigstens das erste Heft des Journals mitschicken könnte, und das  ‡ ! ~L \ €  ; $ ~ = ;  “ O Immanuel Niethammer: Korrespondenz mit dem Klagenfurter Herbert-Kreis. Mit ] ? ~ ~ { ! $ = $ ! = ! † ' } { *++q % *; q X 22 \ = { ]} ] Š€ *>+q O% $_ | ; % ; *+&; qqX 23 % $_ ||| * % ; / <?page no="132"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 133 ’‰ € ~ }   £ $L ! ~ ! Y ~ “ 24 % ~ ? € $L ’ L š œ ~ € “ Š€ nicht habe blicken lassen. Dann geht er auf Hegels Frage nach dem ‰ • ’‰ • } ? ~ Š ! ~€ š œ š œ ‚ ] ? ‚ q % € ‚  \ & ‚  \ } } ˆ ! “ ; q Einen der Hauptgedanken der hier angekündigten Philosophischen Briefe über Dogmatismus und Kritcismus hat Schelling Hegel schon in ! ’\ † { } ~ Y  ! O Ž  X | ! Ž  ‰ & Ich ausgeht. Die leztere, in ihrer höchsten Konsequenz führt auf Spinoza’s System, die erstere aufs Kantische. Vom Unbedingten muß die Philosophie ausgehen. Nun fragt sich’s nur, worinn diß † | ‰ &| | schieden, so ist alles ‚ = L { } Philosophie das reine, absolute Ich, d.h. das Ich, in wiefern es bloßes Ich, noch gar nicht durch Objekte bedingt, sondern durch Freiheit ~ “ 26 Das ist im wesentlichen die Position, die Schelling auch in seiner Schrift Vom Ich vertreten hat, die zu diesem Zeitpunkt ja  \ ’ L { } { } “ ’| “  Š % € ] ? ~  hier nur der Gedanke, den die im Juli dann konzipierten Briefe aus- ? ~ ’ ¢ “ % das der kritischen Philosophie und das des Dogmatismus, für welches Spinoza steht. 27 24 % $_ ||| * % ; q ; q % $_ ||| * % ; + ] O{ $ X ’ - & “ ’ [ % € “ 26 % $_ ||| * % ; ; 27 Dem Dogmatismus, also dem Spinoza’sche System, stellt Schelling das Kantische, ~ € % ‡ \ <?page no="133"?> Schelling und Hölderlin 134 ] $L % Š€ ˜ } } } ?  € ' } %  $L & } ! *@Z/ € ~ %  ! % % *@/ + } ‹   %  € $L ’$ - – % Š€  % ~  š œ \ beiden Freunde gewann an Interesse durch die Erfahrungen, welche $L % € te, daß es ihm nicht möglich sey, auf dem Gebiete der Philosophie durchzudringen zur Klarheit, tröstete ihn Hölderlin mit der ‹ Y  “ 28 % % ]  ! € Š € š % œ Ž *>+q $L !  L ~ € Š€ $  ‰€ te ihn Schelling; sie sprachen von Philosophie und Schelling klagte, wie weit er noch darin zurück sei. Da tröstete ihn Hölderlin mit den Worten : ƒ% •   L „ ; + \ %  ~ ! ~ % ] *>+q ‚ ~ y } ~ ‹ L< ~ - } } \ ! ~ den gewiss nicht anspruchslosen Titel führte Vom Ich als Princip der Philosophie oder über das Unbedingte im menschlichen Wissen ‚ also Schelling zu diesem Zeitpunkt, da man in Jena bereits auf den neuen Parteigänger Fichtes aufmerksam zu werden beginnt und ihn zur Mitarbeit an dem die neue philosophische Richtung vertretenden Philosophischen Journal aufgefordert hat 30 ‚ ~ $ & ! *>+q ‚ ’| Y %} ~  “ ‚ bedeuten soll, ist völlig unklar. 28 % ‹|| ; % Z> ; + { | % >* 30 ‹ % \ ! $ *+/ ; | % [; <?page no="134"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *[q y } % ? Y ’ L { } ~ _ ~ “ % % ‚ ‹ & ~ \ – < ‚ { & %  ! ? !  ‹ € ’  ‚ { } ? ‚ ~ € “ \ } ? ! ? % &% } € † } € ! %  Das von Schellings Sohn empfundene Ärgernis lässt sich also in der zweifelnden Frage zusammenfassen: wer solche Titel anzumel- ’das Prinzip der { } “ <  # ’ { } ~ - ~ _ “£ | Š $? } €  y ~ ? %  • Geschichte. ‰ ' } %  } ‚ ‚ ~ ! ? ~ nen Spekulationen oder Histörchen neigender Forscher gewesen, y ! als erfunden zurückzuweisen. Wenn man daher also dennoch die ~ ? \ € € - % ‚ ~  $ ‚ ~ € ~ { } ’~ _ “ ~ ! L- $L  ’ L “ ]  die aber, recht besehen, impliziert, dass auch Fichte noch nicht zur Klarheit vorgedrungen ist. † ? ! % Š ! %} <  - Y $L & # ] ? ‡ { } *>+q ~ = ! % ~ ‚  ‚ $L ! † & teil über Fichtes theoretische Philosophie, das er schon im Oktober *>+Z ~ *>+q $ ! ! } & } ‡ } = *>+q  O ‰ < ! ‰ & ! *>+Z $ ! ; / *>+qX    <?page no="135"?> Schelling und Hölderlin 136 $L ! € Rechtsphilosophie Fichtes begeistern konnte 31 ’ Y & ~ š œ“ 32 , in Fragen der theoretischen Philosophie oder Metaphysik aber eben denselben Fichte des Dogmatismus ver- ? ‚ ‹ < ? tigt fand. 33 | $ *>+q ? $L ‚  %   ‚ % Y † € tische Philosophie im Stil Fichtes ihr Ziel verfehle oder jedenfalls nicht erreiche. |   $L & ‡ • { } \ ~ € $L & Š — € Urtheil und Seyn O Seyn, Urtheil, ModalitätX & angezogen werden, der aber wegen seiner Kürze umfangreiche ] L L € € { ‡ ˜ } ? $L % ! $L \ } ? ] ` \ ~ *>+q €  }? ~ ~ ‰ ~ $L Niethammer, denen jedoch keine Einzelheiten zu entnehmen sind, 31 % ? { ‰ < & ~ ! ’| entlegensten Gebieten des menschlichen Wissens die Prinzipien dieses Wissens, und mit ihnen die des Rechts ~ ~ š›œ Y ‰ °  !  ~ ! ! = “ O= || % qq[ $ ! ! = X $ ! O ] < X " } }  { ~ } " ’ “ aus denen der Moral ableitet, wie das seit jeher und _ €  ’ “ " der theoretischen { } \ ~ < ‡ ! ‹ # $L " ~ } ! Grundlage des Naturrechts | $L *>+Z‚*@^^ { ; ^^^ % ; [[&; @q 32 $ % */ ^Z *>+q O% $_ ||| * % ; qX ~  } ] – % darüber hinaus; vgl. die oben schon von Hegel zitierte Äußerung Hölderlins über ’ € = ? }  Y ?  “ O$ | % *@X 33 ~ ! ? Y ’‹ \ “ ~ % ‡ ’ ? “ ! % $L • $ ! ; / *>+q ‡  - O= || % q/ @ ~ q/ +X <?page no="136"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 137 was den Inhalt der Meinungsverschiedenheiten zwischen Hölderlin % < $L } ~ ! % ’˜ ~ “ ~ ’ “ 34 ’ “ [q }? = } } ! % ’= “ ~ ~ ! ’ } “ 36 \ ] ~  % } chen dafür, dass Hölderlin auch noch während seines Frankfurter % €  nicht gar überlegen fühlte. Eine ausgedehnte Diskussion 37 € L † $L € % ! *>+/ ‰ <  €} $L \ ~ *>+q € } } € $L } ? — ‡ = *>+q  \ %? ‡ ’% ! 𠉀 œ \ ‡ \ lehrte Welt eingeführt zu werden. Wir sprachen nicht immer accordirend miteinander, aber wir waren uns einig, daß neue Ideen am <  L ] ˜ ~  \   ren Weg gegangen, ehe er auf dem schlechteren ans Ziel gekom-  “ 38 34 ‰ ; ; *; *>+q O= || % / ^qX [q ‰ ; Z ^; *>+/ O= || % / *qX 36 = * ^+ *>+@ O= || % / +@X 37 ‰ ? \ ~ L #  % Y O Deutschen Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Z&q *+; / &; >X  ! %  \ % & programm und kein Ende. Zu Hölderlins philosophischer Entwicklung in den *>+q`+/ ~ % &_ ! | \ - % } & gramm. Studien zur Frühgeschichte des deutschen Idealismus. Hrsg. von Rüdiger O$ &%  +X *+>[ % *^>&*Z+ *[>&*Z^ ~ ‡ = ’† ? “ \ ? } } € = *++> % >[*&>[[ 38 = || % / *q <?page no="137"?> Schelling und Hölderlin 138 $  = ! < } { \” ~ —} ~ } <  ‰ \ < ~} O! ! } ? X } % % Vom Ich und die Philosophischen Briefe über Dogmatismus und Kriticismus, % _ ~ % ! % | ‚ ~ # % ; ; *>+/ ! ‡ † $L ‰ ‚  - % ‡ _ % ‡ ‰ grundloser & lutes im menschlichen Wissen behauptet. [+ Damit wird genau das Programm, das Vom Ich im Titel verkündet O’ † “ ~ ~ X  - ~ ’ “ ° †  ’ “ | &% | ~ % & & ‡  ! ’ “ $L € - ’ “   ’ $ š›œ { \ š œ  ¯L  ] “ 40 Diese Festlegung ergab sich von selbst für einen \ ’ “ ’% L ! “  } ! \ ~ ’} “ } € sich jede Philosophie der Subjektivität verstricken musste, lösen lassen wollte. Der Eindruck, den die Gespräche mit Hölderlin Ende des Jahres *>+q % ? - Š — ! % }? und den er seinen Ideen zu einer Philosophie der Natur vorangestellt \ }? ~ } ‡ L ~ [+ % $_ | [ % >/ 40 Vorrede zur < : 4 des Hyperion O= | % qq@X <?page no="138"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *[+ den biographischen Faden der beiden konkurrierenden Freunde zu Ende verfolgen. | } *>+/ % yL Reise nach Leipzig Hölderlin in Frankfurt. 41 ˜ } ? € ~ $L &{ % *>++ _ ~ den beiden gegeben haben. Nun sieht sich Hölderlin genötigt, für } } ~  % % # ! $L ]  € - ? ? Schelling unverändert dem Wortlaut des Entwurfes entsprach. In $ } ? $L } ƒ$ ? „ € - | ~ { ?  $L *>++  <?  O Y Š L - X { ~ ! / *>++ Ebel. 42 \ ~ $L % - < ] ~ zu werden. Schelling antwortet umgehend und außerordentlich freund- \ ~ Š " & gests überliefert. Jedenfalls sagt Schelling seine Teilnahme zu und überbringt Mitarbeitsversprechen von Friedrich Schlegel und % } = €  L ’ $ = Y $ ? ~ “  Wink bedeuten mag. Nach einem andeutenden Hinweis auf die } ’# % “ - † Y % $ < ’ ~ L “ ] ’| \ \ % “ 43 41 ‹ = || % @^[ 42 \  *++@ ! $ y $L & [* *++@&*+++ % >&[[ 43 % ‹|| * % *[/ <?page no="139"?> Schelling und Hölderlin 140 L † & biographische Erzählung hier beenden, es bleibt nur nachzutragen, dass sich Hölderlin und Schelling noch zweimal begegnet sind, bei- = $L "€ — =  schon erwähnt, bei Schellings Hochzeit mit Caroline Schlegel, und noch einmal ein Jahr später, nämlich 1804 in Würzburg, als Hölderlin % ~ ‡ $ 44 =  $L % ’ “    veränderten Hölderlin für Schelling unerfreulich war. Zq \ "€ } L ~ ~ $L % € bracht für die eingangs aufgestellte These von den nur schlecht verhohlenen Spannungen in diesem Verhältnis. Es ist eine gewisse Gereiztheit zwischen den beiden schon gleich nach der gemeinsamen Stiftszeit, eine Gereiztheit, die Hölderlin mehr ? ˜ % € - } ] }ˆ ~ Š \ $L } } ? ‡ < &# ! ~ $? *>+q $L Schelling seine abweichende Meinung bezüglich der philosophi- Š 2 |   ‡ ! † } } < $L % tisch darzustellen und gehe dabei davon aus, dass Hölderlins philosophisches Projekt mit dem philosophischen Projekt Schellings insofern konkurrierte, als beide den Versuch machen wollten, den _ ‡ ~ = } $ - 44 ‹ ] ? $L % $ % ‹|| ; % ; / * ; +/ Zq % $ ** ^> *@^[ ’%  € € ! - ? - Y ~ ] š›œ  müßte durchaus seinen Hofmeister machen und ihn von Grund aus wieder auf- $? € - Y ?  ~ # “ O% ‹|| ; % ; / ; X <?page no="140"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 141 ner transformierten Platonischen Prinzipienlehre fundamentieren zu können. Für Hölderlin ist durch das Zeugnis seines Freundes ‰ < ’ | ! { _  \ ~ € “ 46 € ! *>+; € ‚ ‰ < ! Y % *>+; 47 % } ‹ *>+Z  { % *>+; ? 48 ] ] *>+Z % ? & stalten, das Projekt einer die Ergebnisse der Kantischen Kritik fun- ] } } "€ < { { ~ } ~ ] ‚  - ‚   " ! _ _ ~ ! < ~  " ~ y O X ? ‡ ˆ  fundamentalen Tatsachen jeder bewussten Vorstellung entsprechen O\ ’% ‡  Y “ X \ ‡ O } ? ‡ X ~ ~  ! Vorstellungsarten, die sie fundamentieren sollten, die Kraft von —  ] %? ‡   ‹  - — ] Geometrie, empirisch aufweisbare Tatsachen beschreiben. Dieser Widerspruch ist nur einer der vielen Defekte, unter denen das Reinhold’sche Projekt einer Elementarphilosophie zusammenzubre- ‡ vom Gegenstandsbewusstsein, sondern vom Selbstbewusstsein, vom Ich, ausging, des Havaristen an, änderte aber zunächst noch nichts an dem Modell der Grundlegung der Metaphysik durch 46 #  ‰ < ‰ ! $L | y € *@; + ‰ *>; O[ % } *@; +X %} *[>* ~ $L & $ ; % [[ 47 % ‹|| * % Zq> 48 ‹ = ~ % Š€ { &% O‰ % ~ { & }  **X L *++/ % *+* ’\ ‡}  Über Dichter, Propheten, $ / # / % / A > . - J ' schen überhaupt - nach Platon hat Schelling der eigenhändigen Datierung zufolge im *>+; “ <?page no="141"?> Schelling und Hölderlin 142 ? ‡ % ! " ƒ% ‡  „ ] ! ? ‡ \ | ‡ ‡ ~ ‰ & | ~ Nicht-Ich. Noch die Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre, die *>+Z *>+q € ‹ ! ‡ | { }  ‡  O }? X *>+Z geworden. Z+ Zu ihnen gehörte der junge Schelling. Für Schelling schien klar zu sein: die Philosophie konnte nicht } † - \  ? ‡  † - ‹ % Y  _ -  € } † L £ _ ! ? ! † }  - < ~ experimentum crucis der Meta- } ?  † } L £ Dieser Kant’schen Frage hat Schelling eine neue Interpretation *>+q L ‡} } " & „ Š } ~ \ ~ ˆ \ - ‡ ~ % ~ í q Vom Ich als Princip der Philosophie oder über das Unbedingte im menschlichen Wissen. Hier kommt er auf Reinhold zu sprechen, dessen Verdienste er durchaus würdigt, freilich von dem Standpunkt { } ’ ! € “ ’" “ schreibt Schelling, war nicht dazu bestimmt, das eigentliche Problem der Philosophie zu L ~ ! ~  weiß nicht, welche große Wirkung eine solche bestimmte Vorstellung des eigentlichen Streitpunkts gerade in der Philosophie hervorbringen Z+ ‹ € ! = % ] " € \ ~ " ] } } | \ ~ š *Zœ % @+@&+*Z Vgl. neuerdings die Einleitung ! = _ # " † } } ] ? € Š ‹ ! L $ ! = Mitwirkung von Silvan Imhof. In: Karl Leonhard Reinhold: Gesammelte Schriften. _ $ ! = Z ; ^** ‹||&-'|| <?page no="142"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 143 Y  L € ‹ ~ L  ‹ _ ‹  Y lich den Streit der Philosophen nicht nur, sondern der Philosophie selbst zu schlichten, nichts eher zu thun, als den eigentlichen Streitpunkt, der ihm zu Grunde lag, in einer allesbefassenden Frage zu bestimmen, die er €  † } L £ ]  ‹ † ~ Y L !  das absolute Ich dazu, aus sich herauszugehen, und sich ein Nicht-Ich ~ ~ £ q^ | =L O! † } X ~ ] † umgedeutet wird, folgt Schelling noch durchaus der Kantischen Selbstinterpretation. Er fragt: Wie kann Erkenntnis entstehen, die ‰  O † X  !  " ‹  £  Erkenntnis, die mit Hilfe der Kategorien des Verstandes zustande £ \  %  ‡ ‹ < zu entwickelnde Philosophie gibt, hört sich noch etwas mythologisch | ‡ ‰ &| \ " ! ’$ “ soluten Ichs aus sich hat den Inhalt der ersten beiden Fichte’schen ? ‡  Y taphorische Rede transformiert zu einem Prozess, einem Vorgang. Diese Interpretation der Kantischen Frage und der Fichte’schen   ? € % sie in seiner nächsten Schrift, in den Philosophischen Briefen über Dogmatismus und Kriticismus wieder auf. Die Philosophie, sagt er ’ | ! “ ? $?  Y ~ ? % ! % ‰ Y  & soluten heraustreten, entsteht der Widerstreit gegen dasselbe, und nur durch diesen ursprünglichen Widerstreit im menschlichen Geiste selbst q^ % $_ | ; % ++ <?page no="143"?> Schelling und Hölderlin 144 % { } š ` œ ~ ~ den Streit der Philosophen zu schlichten, der muß gerade von dem Punkt ausgehen, von dem der Streit der Philosophie selbst, oder, was ebensoviel ist, der ursprüngliche Widerstreit im menschlichen Geiste, ausgieng. Dieser Punkt ist aber kein anderer, als das Heraustreten aus dem Absoluten; € €    %} ? ! Y  ?  ?  kein andres Gebiet zum Streiten. Die Kritik der reinen Vernunft begann auch wirklich ihren Kampf nur von jenem Punkte aus. Wie kommen wir überhaupt dazu, synthetisch zu urtheilen? _ seiner ganzen Philosophie zu Grunde, als ein Problem, das den eigentlichen gemeinschaftlichen Punkt aller { } < \ ausgedrückt lautet die Frage so: Wie komme ich überhaupt dazu, aus dem C / - : 2 £ q* Hier haben wir also wieder die gleiche Interpretation der Kantischen =L † } ’$ “ - ’$ “  ‡ ?  { ’ } € - “ \ ’$ “ y eine Zweiteilung des menschlichen Geistes. Der Vorgang gewinnt ? _ % }? Ž Philosophischen Briefe Schellings, steht nun der entscheidende Hinweis, der den Schlüssel für die Metaphorik Schellings enthält. Dort erwähnt % ’ ~L { } “ ‚ ' ‚ ’ %€ “ ? = ’ gehört, die Dinge an sich ~ “ q; Schelling kommentiert ’% } ! € gen Sinn haben, so mußte er Sündenfall im Platonischen Sinn, $ y “ \ ’$ y “ q* % $_ | [ % q+ q; ] % +q \ y O % $_ | [ % ; [qX ] ' & ‹ € † } ] Y # }~ *>@^ % *@ Die Frage, woher Schellings Kenntnis des französischen Philosophen stammt, ist bislang noch nicht gestellt worden. <?page no="144"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *Zq ! ’%€ “ ~ ’%€ { % “ % £ Nun, vermutlich hat Schelling hier ein Theorem der neuplatonischen Philosophie im Sinn, das zu seiner Zeit üblicherweise mit dem ‰ ƒ] „  \ ƒ] „ heißt so, weil nach ihr das Seiende insgesamt aus dem ursprüngli- ] ƒ ! – „ ƒ „ Š ? }  ‰ } Plotin an einer wichtigen Stelle q[ ; andere Metaphern, die er und seine Nachfolger gebraucht haben, sind aber durchaus besser geeignet, den gemeinten Sachverhalt des Hervorgehens des Vielen, oder mindestens der Zwei, aus dem Einen zu kennzeichnen. Denn es ist wichtig hinzuzufügen, dass die Quelle, aus der hier alles hervor- ! ‹ L † dies lässt sich tatsächlich besser ausdrücken durch die Metapher des Lichts, das an einem andern Licht angezündet wird, ohne dass dieses dadurch an Kraft verlöre. qZ Dieser Vorgang des Hervorströmens, der Emanation ist im Rahmen der neuplatonischen Theoriebildung freilich nur die eine Seite einer dynamischen Konzeption der intelligiblen Welt. Denn L $ !  Rückkehr zu einer neuen Einheit. So ist das Schema der neuplatonischen Konzeption des geistigen Seins insgesamt dreigliedrig; und als ’ % “ ! % der neuplatonischen Schule, Proklos, terminologisch festgelegt  { } ! ’$ } “ % ? von dem Einen als der Moné, dem In-sich-bleiben, sodann von der Pró-hodos, dem Herausgehen, und schließlich von der Epistrophé, der Rückkehr. qq q[ Plotin: Enneaden V 1, 6, Z. 7. qZ Plotin ebd., Z. 28-31 und schon Numenios, zitiert bei dem Kirchenvater Eusebius: { } ]! -| *@ *q&*+ O‰ ” Š — ” } î \ { % { *+>[ *Z X ‰ & $ €} ! _ } + % ; ^@ qq \ Š ƒ % „ ‡ { Theologia Platonica, |‹ [> ~ ” } Ô } } ” !  { Grundzüge seiner Metaphysik. Frankfurt am Main 2 *+>+ % **@ < ˜ ’{ } } “ € ! Š Š ~ Philosophical and Mathematical Commentaries <?page no="145"?> Schelling und Hölderlin 146 Ž< } % } % \ ! ~ ˜ ! ~ ~ - % ?  Y ƒ %€ „ †   ‹ $ ! % -  ? ~ ˜ Widerstreits im menschlichen Geist. \ Š ƒ ~ ˜ „  ? ‡ ’% { & } { } “ Vom Ich wich-  ~ ~ ! \ ! $ *>+; ? % | } ’{ } € † } ˜ “ ! % L}  ist. Es geht also um die Geschichte von Paradies, Sündenfall und ‹ { über Ereignisse einer fernen Vergangenheit, sondern als philoso- } € † } ƒ ˜ „ ! -  \ _ } } % ’ ~ Philosophem die Abweichung von der ursprünglichen Einfalt, der erste C - % # * N / D # denen Zeitalter und von daher die allerersten Ursprünge der menschlichen Übel  “ q/ | ! ’  ! - } € ] “ %  ~ € ˆ  werte Ähnlichkeit mit dem Hauptaspekt des Emanationsschemas der neuplatonischen Spekulationen, das hier allerdings in das mythologische Gewand der Hesiodischen Weltalterfolge gekleidet  ! Ž! Metamorphosen kennen. q> Insbesondere den anfänglichen Zustand beschreibt Schelling noch an einer anderen Stelle der Dissertation mit Worten, die an Of Proclus, und zwar innerhalb seiner umfangreichen History Of The Restoration Of The Platonic Theology, By The Later Platonists # *>@+ % ; / Z&; / / q/ % $_ | * % >@ y ; ^&; ; O ˜ ‡ X q> $ Š ! ! **/ < Ž! = } | ! ! * < <?page no="146"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position 147 = ! y €}  ’ “ in der Schilderung der Genesis, sagt Schelling an dieser zweiten % ’ Welt, die Eintracht des Menschen mit der gesamten Natur und den y " “ q@ Entsprechend beginnen dann mit dem } = ƒ˜ „ ] ‡ = ‰ ] der Dissertation gibt es dann schließlich als Rechtfertigung der not-  ˜ # spontanen, d.h. freien = ! Erkenntnis Y ~  † } ’ ‡ y = “ ] L ! ˜ ? ’ = ~ € ‹ “ q+ So  ~  % ’ } € - “ ’y “  durch das Werk unserer Vernunft und unserer Freiheit hineingera- €  ‡ Vernunft und Freiheit wiederhergestellten und garantierten Einheit. = € | ~ ˆ % dreigliedrige Schema der dynamisierten Platonischen Prinzipienlehre, wie es in der neuplatonischen Hypostasenspekulation aus-    † % *>+;  60 \ ƒ{ „ { } ? ’%€ } % “ erwähnt er es zum erstenmal in den Philosophischen Briefen über Dogmatismus und Kriticismus, deren erste Hälfte im November *>+q ~ } *>+/ 61 Inzwischen hat er } % ?  _ † } O X † O } X ~ ! - † } L    _ ? ‰ L £  \ q@ % $_ | * % +^ O ˜ ‡ X q+ Ebd. S. 147. 60 ‹ % & š Z@œ % ; / + < 61 \ ! { } % $_ I.3, S. 7. <?page no="147"?> Schelling und Hölderlin 148 ‰ &| ‡ \ solute Geist den Zustand seines Identisch-seins verlässt und in die \ < ~ ] \ ƒ%€ { % „ ] † a priori. Er ist gewissermaßen das Kennzeichen der Dynamik des % • _ ~ } ! { }  *>+q`+/ † ~ # ‹ } Hypostasenschemas geschlossen werden darf. | ~ Ideen zu einer Philosophie der Natur O*>+>X % % der drei Stadien der geistigen Welt noch einmal in Worten zusammengefasst, die zum Vergleich mit Hölderlins Thesen in der Vorrede zur < : 4 des Hyperion einladen. Schelling schreibt: Wie eine Welt außer uns, wie eine Natur und mit ihr Erfahrung möglich £ !  Philosophie, oder vielmehr mit dieser { } ‹ = O} - } X ‰ \  = sich selbst und der ihn umgebenden Welt. In dunkeln Rückerinnerungen schwebt dieser Zustand auch dem verirrtesten Denker noch vor; Viele verließen ihn niemals, und wären glücklich in sich selbst, wenn sie nicht } ! €   ? Y ‰ nen aus ihrer Vormundschaft, und es giebt keine gebohrnen Söhne der Freyheit. Die größten Philosophen waren immer, die Ersten, die dahin ~ € % O { ~? X ‰ %} ! € aufgehende Sonne an. Es wäre auch nicht zu begreifen, wie der Mensch   y ! ? €Y  Y Geist in sich hat, der, weil sein Element Freyheit ist, sich selbst frey zu machen strebt, sich den Fesseln der Natur und ihrer Vorsorge entwinden, und dem ungewissen Schicksal seiner eignen Kräfte überlassen mußte, um einst als Sieger und durch eignes Verdienst in jenen Zustand zurückzukehren, in welchem er unwissend über sich selbst die Kindheit seiner Vernunft verlebte. 62 62 % $_ | q % >^ <?page no="148"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *Z+ Die Ähnlichkeiten mit dem zweiten Teil der Vorrede zur < : Fassung des Hyperion }} ~ ? Š — ? { —~ möglich von der Kindheit zur Vollendung. Die seelige Einigkeit, das Seyn im einzigen Sinne des Worts, ist für uns verloren und wir mußten es verlieren, wenn wir es erstreben, erringen sollten. Wir reißen uns los vom friedlichen der Welt, um es herzustellen, durch uns Selbst. Wir sind zerfallen mit der Natur, und   ]    ‡ $ _  % š œ Jenen ewigen Widerstreit zwischen unserem Selbst und der Welt zu endigen, den Frieden alles Friedens, der höher ist, denn alle Vernunft, den wiederzubringen, uns mit der Natur zu vereinigen zu Einem unendli- ~ y • % š œ  $ { \  ¯L  ] ist; die bestimmte Linie vereiniget sich mit der unbestimmten nur in un- ? ? !  !  nem Seyn, im einzigen Sinne des Worts, wir strebten gar nicht, die Natur ~ !  ?  š œ  nicht dennoch jene unendliche Vereinigung, jenes Seyn, im einzigen % ! ? ] ! ‚ % L   š œ "  % L _L 63 \ ! \ ˜ ! } € ] ~ ! ] ‡ ’ “ $L € ! ? % & Y ! ’ ï¹ ÅÑÌ ðѹ ~ - % “ 64 % Y ’ = “ ’ y “ ] ’ - “ ! ’ ] Freyheit “ ’ ~ “ ‰ L ’ % ‹  y ~ € š›œ welchem er unwissend über sich selbst die Kindheit seiner Vernunft 63 $ *^ % ; >> 64 = | % qq@ <?page no="149"?> Schelling und Hölderlin *q^ ! “ $L } € y ’_ “ y ‡ ’ ‹ “ \ # Y ! ƒ „ ’ Geist in sich “ ’ “ die durch das tatsächliche Vorhandensein der Schönheit vermittelt wird. Nach Schelling ist es der Philosoph, der die ursprüngliche ’| ? ‹ “ / q ’ &   Y š œ  %  Ž  - ! “ 66 ’ ¯ “ € € } ‰ Y ~ ’‹ ? Y \ “ 67 — \ { } ’€ y \ “ 68  =  y } zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Vorstellung und Gegenstand auch wieder rückgängig gemacht wird. Der Geist, der sich ’ ‰ “ / + entwunden hat, ist der garantier- ’% “ ’ ‹  y “ 70 der ’| ? ! ‹ “  y ’   Y “  ’~ € ~ “ 71 ! \ ƒ‰ „ € %  | ? ! %  Ž  ƒ „  ~ Zwischen dem philosophischen Naturzustand und dem sich am Ende durch den Geist verwirklichenden Zustand der Freiheit  y ’ Y %} “ y ’ “ 72 , von der wir freilich genesen können. Wir haben in diesem Schema bei Schelling also ! y ? ? ƒ‰ „ Gleichgewicht von Subjekt und Objekt, den zwischenzeitlichen Zustand der Geisteskrankheit der Spekulation, und schließlich den / q Ebd. S. 72, Z. 34. 66 Ebd. Z. 27 f. 67 Ebd. S. 72/ 73. 68 Ebd. S. 74, Z. 17 f. / + Ebd. S. 70, Z.32. 70 Ebd. Z.34 f. 71 ] y [q 72 Ebd. S. 71, Z. 23. <?page no="150"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *q* ] ~   ]  ‰ ‡ nur zwei Darbietungsformen des einen Identischen. 73 Der Weg geht ! | ? € ’ “ ~ - | ? \ | ? ‚ \ < ~ ‚ | ? Oder, in den symbolischen Zahlen der Platonischen Prinzipienlehre € * ‚ ; ‚ * Insofern das Schelling’sche Schema sich als eines begreifen lässt, ! | ? \ < ~ | ? Störung, bzw. Wiederherstellung eines Gleichgewichts gedeutet   ! ? \ < ~ ~ ‰ und Geist angesichts ihrer überwiegenden Identität nur als eine y  \ | _ | ? \ ! - ! ? | ? ] ‡ ‚ $L ] dynamischen Schema eine vergangene, ja verlorene Welt, die sich $ ! ] ‡ < ~ %  Hölderlin und Schelling sich also einig, dass diese Platonische Figur, nach der die Einheit eine Zweiheit aus sich hervorgehen lässt, grund- € $L % die Einheit, kein bewusstes Sein, nicht das Selbstbewusstsein oder seine Identität. Das erste in Hölderlins Schema ist vor-bewusst. 74 Es ? ‰ ’% “  ’ ~ % “ ‹  € ]— ~ € € % ~ ~ \ ’ - ~ % “ ’% “ $L ! ? ] & ’] ~  “ >q € $L Y ’% “ Ž  & ] & ’  “ lebendig ’% “ ’# & “ ~ ’# & “  } % $L € ’% “ } - 73 ] % *^> ’\ ‰ ‰ “ 74 = y % ’} ? – - — ! “ ~ %  Y % ] ~ - { } %  ! ? % *++* % [*^ >q = | % / *Z <?page no="151"?> Schelling und Hölderlin *q;  € † ~ % LY | ? L %  $L ’% “ ’  & “ $L #L { ? ] ‡  % € $L ? ] ‡ ~  = € ? \ ˜ € ? ‡ steht nicht in der Macht der Menschen, weder in der Macht der Metaphysiker, noch in der Macht der Moralisten, auch nicht in der = Š _€ \ ] ‡ € -  ƒ% L „ _€ ‚  ~ Š — ‚ ’! “ % !  Y ’ “ ? y ! ’" “ ’ “ ’ % L _L “ ? ~ ‰ ƒ" „ L \ "  ! _€ \ € ’ “ 76 $L ƒ% L „ ’! “& O X ' ~ | % O X $L $ } " €  ’à à ò O ] “ ’ % L “ 77 \ ’] “ ] ! ~ } \ } € ] ’ “ ein an- O X sein unterschieden sein, also durch sein formales Gegenteil. Das heißt: das Eine wird unterschieden hinsichtlich des Eins- oder Einheit- ‰ &] & ~ † & % ? ’] “ ~ ] ! ] † % ‰ ’{ & ~ } ~ “  L ! ] 76 = | % qq@ 77 = | % / @q <?page no="152"?> Freundschaft und der Unterschied ihrer philosophischen Position *q[ †  * ; ] % \  O* ë ; X † [ ? % $L * ‚ ; ‚ O*ë; X ~ [ = $L L { ] ‡ ‹ ¯ "€ ? % } { ~ !  } ! ~ ~ ƒ „  ] ‡ % ! ƒ - „ ƒ „ % ! ƒ ¶  „ % %  % * ‚ ; ‚ *  * ‚ ; ‚ [ \ € $L y & ? _ ˆ } ~ } -  L € _ } — ? } _ ] }  $L | ! % L $ ? ‡ ~ ? ˆ ! & schen und trinitarischen Strukturen beherrscht, bzw. von Struktu- Š ! Š & € _ ƒ ŠL „ ƒ Š & „ | " } ? - _ ~ ‰ } ƒ\ „ die Einfalt des naiven Š ! ] ‡ } ? heroische Tonart und der idealische Š ! ‹ & einigung der anderen beiden Tonarten dar. \ $ ! _ \ ] ‡   sagt, integriert in den neuen Zusammenhang und nur so entsteht ja überhaupt die Notwendigkeit einer trinitarischen Struktur. Der Zwiespalt im menschlichen Geist wird bei Hölderlin also nicht monistisch reduziert, sondern in einen nicht beliebigen, sondern eben trinitarischen Pluralismus aufgehoben. Dieses Hölderlin’sche triadische Schema, das durch die trinitari- y } ~ O* ‚ ; ‚ [X von Hölderlins Freund Hegel, der noch als ziemlicher Schellingianer ! €  " < <?page no="153"?> Schelling und Hölderlin *qZ < ƒ] „ ~ ~ ! 78 In einem Š — $ ] - } ~ ! ] ˆ ? ’ €Y € # ‹ ‹ ‰ ! “ >+ Ein dreiviertel Jahr später legt er diese Formel in Jena seinem % ! ’\ | ? | ? ‰ ? “ 80 † ] $L % L < †  € Identitätsphilosophie von Hegel und Schelling liefern. 78 Systemfragment von 1800 | Š * % Z; ; >+ Ebd. S. 422. 80 $ 2 4 7 # O*@^*X | Š ; % +/ <?page no="154"?> III Schelling und Hegel <?page no="155"?> Lucifers Fall. Gustave Doré: Illustration zu Milton’s Paradise Lost, B. III, l. 739-742 <?page no="156"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie Bemerkungen zu Schellings Philosophie und Religion (1804) Schellings erstes Buch - 1795 erschienen - trug den nicht ganz anspruchslosen Titel Vom Ich als Prinzip der Philosophie oder über das Unbedingte im menschlichen Wissen. Mit diesem Titel und seiner Bezugnahme auf ein Prinzip war Schelling bereits auf dem Wege, den damals gerade neu inaugurierten Typus einer Philosophie, ! ? ‡ ~ ! Konstruktionsweise am philosophischen Systembau vorzubereiten. y " = ? ‡ { } € von gesprochen. seine Elementarphilosophie sei der Versuch, eine ’{ } { ~ }“ ~ € ’ { ~ } € “ Y ~ %? ‡ ~ = "  Š €  !  ! ~ y ~ # ! ‡ € ~ ? ‡ † meinen Verstandes (also des common sense) seien und deshalb ih- € € Die Problemlage war auch dadurch entstanden, dass sich seit den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts eine stille Begeisterung aufgetan € } ‰ ! %} ~ Ethik !  %} ~ philosophisches System g < ? einzigen Methode bediente, die als die ‚geometrische‘ bezeichnet wurde und die sich auf die axiomatische Systembauweise berief, die in Euklids Elementen der Mathematik zum erstenmal angewendet worden war. In diesem Lehrbuch der antiken Mathematik war der % # ? ‡ OŠ X y { ~ } !  # ? ‡ ~ weisen waren. Diese vorangestellten Prinzipien waren ihrerseits kei-  ? € %  ~ # ? ‡ \ System dieser euklidischen Mathematik hat sich bis heute als funk- <?page no="157"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 158 €   = € % ~ ! — ‡  ] *@  ! Š€ = ' } {– % € O _ ! $ $L % X   — ! ~  L % € € O X \ ‹ ~ = ~ — € Y *+ ~ ? ‡ ˜ € ! — ] {– ] ˆ " • ] *+ das mathematische Modell wurde, mit dessen Hilfe Einstein seine " ! ? Den Bewunderern der axiomatischen Methode der Euklidischen %} ~ • Ethik am Ende des 18. Jahrhun-   ? ‡ { ~ } €  = } ! ! LY & gemeinheit sein mussten als die Prinzipien von Teilgebieten der = % !  { ~ } % ‡ ! O~ ! - X } % ‡ ! # ~ } } = } \ Dumme an diesen Prinzipien war nur, dass sie so allgemein waren Y ! ¢ beschränkten, dass die Konstruktion. bzw. die Deduktion philoso- } # ? ‡ ! Y { ~ } -  | €  ! ~ & bern lassen? \ % { } ~ ‡ - ‡ € # O % ‡ ! } X und im ‡ ‡ € = } O % ‡ ! X ? ‡ ‰ ‡ ? | †   { & <?page no="158"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 159 ! ¢ - ~   Š % ‡ | | | { } < ! | ~ ! den negativen Bedingungen der Erkenntnis zu einem positiven Konstruieren der L \ | sein, insofern es den Horizont jeder Erkenntnis von Objekten bildete, und andererseits war dieses Ich als performativ zustande kom- | ~ ~ ! & & ‡ beginnen konnte, durch den die Geschöpfe einer Welt zustande kommen. \  % • | " & ~ ? ~  { ‹ ! ‰ } ? Š € \ € Schelling war es nun ‡ & ‡ ’ & & “ { } € { & zip fungieren sollte, sondern der in einem entsprechenden Grund- ‡ € % ! ‰ % ‡ | & { ~ } { } \  } ~ "€ ~ auf das Euklid-Spinoza-Modell von Wissenschaft aufgegeben. Die systematische Entwicklung einer wissenschaftlichen Philosophie war demnach nicht mehr auf axiomatischem Weg zu erwarten, sondern durch die Beschreibung der kategorialen Implikate eines absoluten Ichs. Die Deduktion der Kategorien - das Problem, das Kant auf die %} ! } ~ } ˜ - konnte nun in Schellings Vom Ich dadurch geleistet werden, dass sie - die Kategorien - als Denkmöglichkeiten einem absoluten Ich zugesprochen werden werden mussten. Die Kategorien des mensch- ‹ { ~ } ƒ L ‹ & des‘ erkannt werden, um auf diese Weise legitimiert werden zu L \   % } € { ] nur erklärlich, wenn man ihn von dem Platonischen Modell L ‰ ! |   " ? = { & tonischen Modell des mundus intelligibilis, der als Ensemble der   % & € % ~ Timaios bekannt geworden, die schon <?page no="159"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 160 ! ‰ Vom Ich, also vor 1794/ 95, ~   1 \ %   ‡ ?  *^ nach Vom Ich geschrieben worden. Ich brauche hier die einzelnen ~ % – Y g eines nach dem anderen in diesen 10 Jahren herausgebracht hat. Im wesentlichen war er ?  ‰ } } } | } _ • ˜   O die Kategorien) am besten dadurch herzuleiten waren, dass sie als { ~ } L ‹  konnte das auch auf dasjenige Gebiet des Gegenständlichen ange-   ‰ ƒ‰ „ %  - _ % ‰ # Subjekts zu beschreiben, welches seine Prinzipien gegenständlich  Y \ | ? } } % Y ‰ ˆ~  ‰ Transzendentalphilosophie dargelegt werden soll, sah sich dem {  ‰ ‚  Š ~ } } ‚ € ~ ˆ~ ‚  ‹ bracht wurde - noch in einer Sphäre anzunehmen sei, die jenseits €  ‰ und Intelligenz herausgearbeitet worden war. Mit dieser metasy- ‹ ? ~ ? } losophischen Ontologie und der traditionellen Theologie beschäftigt sich die Schrift * + In ihr greift Schelling ’‹ ~ €  ?  \ " ‰ } } sich zugeeignet haben, der Vernunft und der Philosophie zu vindiciren“. 1 * { } " | % ‹| % **&>^ ; ^ O % Š — _ X <?page no="160"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 161 % ! Einleitung zu dieser Schrift die These, " ~ L { } ~ † } ‹ ? } ! % & ? " ‹ & ben akkomodiert habe, sei es einzig die Philosophie gewesen, die } € ' ! =    Y { } \ { } € solche esoterische Philosophie ist Platon, der dennoch auch wegen ‹ = getadelt wird. Wenn nun freilich die Philosophie durchaus berechtigt ist, das Š &# € ~ # ! ! ~ ! ~ } } &" ~  { } ] Y { } ˆ  ]  % ~ ! Da nun aber die traditionelle Volksreligion sich im wesentlichen auf zwei Themen konzentriert, nämlich Schöpfung und Erlösung, so sind dies, Schöpfung und Erlösung, auch die beiden theologi- ‹ ~ % ! vorlegen möchte. Das Thema der ‚ersten Dinge‘ (also das dem Schöpfungsglauben zugrundeliegende Thema) behandelt Schelling in Š — ˜ tragen Idee des Absoluten und Abkunft der endlichen Dinge aus dem Absoluten und ihr Verhältniß zu ihm ˜ Š ƒ ‡ Dinge‘ (also das dem Erlösungsglauben zugrundeliegende Thema) ‡ unter den Titeln 4 / . . M Anfang der Geschichte sowie Unsterblichkeit der Seele. Da ich hier den ‹ L { ~ } Schelling zu verfolgen, möchte ich mich beschränken auf das Thema Š — ƒ \ „ |  daher zu zeigen versuchen, wie Schelling an die Stelle des volksreligiösen Bilds von der Schöpfung der Welt eine Prinzipienlehre installiert, die ihre wesentlichen Impulse dem Platonismus verdankt. <?page no="161"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 162 2 Die These, die Schelling vertretend erklären und erklärend vertre- L € ˜ ! Abkunft der endlichen Dinge aus dem Absoluten und ihr Verhältniß zu ihm O; @X \ Š ? € Dualismus oder gar eine Dichotomie in der Welt zwischen den (vie- X \ O X \ = ~ dem Schelling wie die meisten seiner Kollegen vom nachkantischen | ~ € = -   €‡  { } O! X \ O X ~ € ~ € ~ ~ L ’ “ ~ Dazu nun ist wiederum notwendig, einerseits, verschiedene = ’ “ ! ~ € ~ < ~ ~ ~ ! ~ €  $  ‚ " Identitätsphilosophie - nicht mehr so ohne weiteres vom ‚absoluten | „ " ! ƒ „ \  ~ ? ƒ | < ~„  ! €  " – — < ~ ‡ | ? \ < ~ " – — <  - ! | ? ` \ < ~ ! ƒ| < ~„ ~  Dabei kommt Schelling der Vorwand entgegen, dass der eige- % € ] #L Problems eingeklagt, bzw. auch schon eine Lösung dieses angeb- L { ! % nun dekonstruieren kann. Diese (angeblich von Eschenmayer %} X Š ˆ ‹ ? ~ { ~ } ƒ| < ~ „ Endlichen der vielen Dinge als ein „Hervorgehen“. Die vielen endli- <?page no="162"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 163 \ % L} ’ “ < & ten „hervor“ (29). Dazu muss zunächst bemerkt werden, dass diese Theorie des ’$ ! “ ] ~ vor von Schelling selbst propagiert worden war. Der Zusammenhang " € % • %  O_ } / % *Z[ <X % ! ’%€ { % “ } \ ? ~ ~ ~ $ €} = € ||| ? ! { ~ $ } ‡ "€ < } Mythen deutlicher. Ž< %  € = Sinn, den Platon im Phaidon erzählen lässt. Dem nach verlassen die Seelen (der Menschen), die zunächst - d.h. vor ihrer Geburt, ! ‹ L } ‚ ? } L sind 2 %} ? L sinnlichen Erscheinungen, wovon sie aber nach einer bestimmten, y  €  - nach den pythagoreischen Seelenwanderungsvorstellungen - eine ausreichende Zeit durch philosophische Beschäftigung sich gereinigt haben. 3 Diese Vorstellung steht jedenfalls hinter den seltsamen Beschreibungen der Verhältnisse im Phaidon und im Phaidros. 4 Es  ~ €  dieses Platonischen Seelendramas, wie ich sie kurz skizziert habe, ! }?  \ % O X %} ? " % L % ƒ%€ „ ! -  ‚  5 zitierten Stellen bele- ‚ ’%€ “  } $ & $ ! O! % *ZZX ‰ Bruno, der den damals neusten Stand seiner Philosophie 2 Phaidon 75 c - 77 a. 3 Ebd. 81 e - 84 b. 4 Phaidros 246 a - 250 c. 5 Im Kapitel 6, oben S. 143; 144; 148. <?page no="163"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 164 repräsentierte und den er in * immer wieder ~ ? ~ % ! ’$ ]  Y ! €} “ } 6 Erst hier in * korrigiert er diese Deutung. Die pro- ! ~ ƒ%€ „ ? ? Y OZ[X  ‡ } ‹ ~  ‡ ~ \ € ] ]  ’$ “ !  € } ] sein soll, als „ein sich-Theilen derselben […] verstanden“ (31). Diese ‹ ! Š O L ‹ ! ƒ† &Š „X €   } ! ’† &Š “ 7  ! % ? $L <  ‰ !  % ‹ & € ’= Y “ OZ[X  Sachverhalts. Der wird eher dadurch gekennzeichnet, sagt Schel- % ~ ner selbst macht, also ein „Gegenbild“ hervorbringt. \ { ~ % % & Š  ? ‹ & ¢ ? Š ~ L € € % }L € ’  Y  ? ! }– ~ £ % Š zum Subjekt, ein Theil, der sich zum Objekt macht? Derjenige, der ! ? €Y %? ‡ € \ # Y  Š £ | %  £ Y ~ | ? &| Ž  £ - ~ Ž theilt  € 6 SW IV, S. 257. > ‹ # • $ } | $L Š — ; \ „Jenaische Project“ \ *>+Z`+q ‹ ‰ $ ! $L & Š€ y \ % = O% $L &  ; ^X Š€ *++q % ; @* @/ <?page no="164"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 165 ‹ ? Y ~  Y " – — £ | Š ! ? Y nicht vielmehr keine vollkommenere Identität denken, als welche zwischen dem Gegenstand und seinem Bild ist, obgleich beide nie sich vermengen können? “ (33) Es wird also ein anderes geeigne- L € ‹ % ! Schelling wird an die Stelle der Vorstellung vom Ganzen und sei- Š ‹ ? ! † ‡ \ ! gleich mehr. Zuvor jedoch muss er noch eine zweite Deutung jenes Heraus-   % ! & } ? ‰ } &  ’]  –€ ? ] & ! † ¢ ` L ‹ ! ~ ‡ ] ‡ O = { ! X € “ O[q`[/ X % ] € % ’? L & testen widerholte“ der Versuche, „zwischen dem obersten Princip  ‰ % vorzubringen“. (35) Genau das aber ist der eigentliche Grundfehler ] ’% “ _ ?  ˆ ] Schelling unter (undeutlichem) Hinweis auf Platon, eine solche < ~ ’ % L ‹ “ O[/ X 3 ] < ! ’ \ “ % ! Š „ = ’]  Gegenstand / der geheimeren Lehre in den griechischen Mysterien,  { Y  † & sprung der Sinnenwelt nicht, wie in der Volksreligion, durch Schöpfung } ! $ ! - ! ! ~ “ O[@`[+X \ ’ “ ‚ Š ‚ Y ’ <?page no="165"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 166 “ ’ “ & } € - O! [^ u.ö.) sich „im Objekt ab- und ihm einbildet“ (39). \ { ~ % Y { ~ ‚ ‚ ~ ’‹ “ O’" – —“X ~ ’ “ € † % ~ - { ’‰ ! † ? Y { die Seele von ihrer ersten Seligkeit herabsinken und in das zeitliche † !  !  - “ O[@X \ = } ’ “ ~ ’%€ “ ˆ % % ! zu verdeutlichen. Denn das im Zuge der „Selbst-Objektivierung “ OZ^X ’ “ ‡ ƒ| ? „ † ’ anderes Absolutes“, und ’ š› œ !  zu trennen, oder von ihm abzufallen“ (40). Die einzige Möglich- Š ~ † & & nicht als Schöpfung, nicht als Teilung, nicht als ] – ~ \ ? | ? ~ ’ “ ’ “ ‹ ? ~ " ] !  -  %  ! ~ % ’| “ „ ‚  - ’%} “ O[@X \ ? ‚  ’| “ ’ meine Prinzip der Endlichkeit“ (42) darstellt. \ } } _ ~ } & \ ! Š ~ ken ist, kann sich also durchaus noch als Weiterentwicklung jener # ! % Vom Ich ~ € - ‰  – { ~ } { } { ~ } ] O ~ ‹ ‡ & soluten) zu konstruieren ist. Insofern ist es verständlich, dass Schelling gegen Ende dieses Ge-  ™ ~ ‡ ~ - L - ! "€ ~ | & <?page no="166"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 167 { } ~ ? ’\ { }  { } %€ L - }   Y ~ eignen Princip macht, kann, nach der vorhergehenden Vermischung | < ] \ Y  “ OZ[X Die ‚positive Philosophie‘, die nun also auf jene „negative“ { } { ~ } %€ € ~ % ~ }€ welche - im klassischen Verständ- ‚ } Š { } < ! ~ # ! ] L } „Versöhnung“ (43; 53) verstanden worden sind. Mit diesem ‚positiven‘ Teil seiner Philosophie hat sich Schelling erst in den nächstfol- ? ? ] ~ ‡ ~ }? Darstellung der reinrationalen Philosophie an jene eben zitierte Stelle aus unserer Schrift erinnert ] – ’‹ ? […] später an seiner Lehre vornahm“ 8 ’  “ - schreibt der Greis Schelling - „war wohl der  Y - L € { ~ } %€ { }   Y { ~ } ~ nug anzuschlagen sey“. 9 %  € ! y Zweiten Platonischen Brief aufgeworfe- Š ~ & £ ‰ Š ~ ‚ " ‚  ‡ ’‹  Endlichen“ (42) ist, die auf Seiten der Seele (also dem Gegenbild X ’% “ Oq; X ~ ? | % ~ ’\ š œ "  ~ ? ~ “ OZ^X ]— } } ~ ˆ~ % % ! ’\ =L š œ @ % -| % Z/ q + ] % Z/ / <?page no="167"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 168  Wirklichkeit ~ & fallenen selbst...“ (ebd.) \ ? ~ =L ‚ ~   ~ € =L ! & ! ? ‚ % € ‹ ? ~ ' _ ~ y ‡ \ _ ¢ ~ % ~ ~ % L ’  ‹ ? Y“ OZ;  q; X \ ’ “ ~ ! † Selbständigkeit gestiftet bekam (vgl. 39), ist doch nur ’ “ { ~ Y ’% &Ž  ! ~  ‹ ? Y ~ Nothwendigkeit. Es ist absolut-frei nur in ‰  “ OZ^X Gleichwohl folgt auf diese - ohnehin nicht einfach zu verdauen- ‚ ! " Grund der Möglichkeit, nicht aber der der Wirklichkeit des Endlichen \ ƒ‹ ? „ ’‹  “ % "mit dem Endlichen“ scheint mir noch nicht wirklich geklärt zu ~ ? ˆ " ! ’  š œ ‹ ? Y“  % ‡ %   - ? ’ O X erklärt  O X“ OZ; X \ “ dient der Erklärung der endlichen Dinge und kann deshalb nicht selbst „erklärt“ werden - nun doch wie ein Prinzip in einem axiomatischen System. In * gestalten sich die Versuche, das Ver- ? ~ ] ~ ? $ } % < = } ‚ ' < O’ | - ] |  ~ y \ < ~“ ZqX ˆ  ~ } ’$ “ ’$ – Y “ ’% &# Y “ O; +X $L • ‹ ~ < : 4 des Hyperion ’ “ O" X ’%} “ ’ & “ ] ! ’%€ “ <?page no="168"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 169 ~ ‡- ‹ % € ’ { } “ ˆ - ‹ < ! ƒ „ ƒ‰  „ } Philosophie und * , wie wir gesehen haben, mit einander kombiniert wurden. In den Philosophischen Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände (1809) diskutiert Schelling verschiedene Möglichkeiten, das „Dasein“ der „Welt ] ! “ ~ ? \ ] ’   € ! % \ ! %  y † ! Y † y Ž  € ! %  ˜ – Y !  €  ~ ‹ Ž  € - ! % \ # Y š°œ ! % $ erste Schuld eben schon selbst das Böse, und gewährt daher keine ] ? † } “ 10 \ =L O † L L † % = X  € } ! =L € ? - ’] “ < ! % L}  € O ’%€ “ { % X € \ ? lich die Lösung des Theodizee-Problems 11 zu sein, die Schelling in Sie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem verwegenen Gedanken, den Hölderlin (wenigstens in seinen erhaltenen Papieren) nur ein einziges Mal zu formulieren wagt. Er prägt nach einem langen 10 SW VII, S. 355. 11 € Š $ \ ‡ ] Vollendung und Scheitern des abendländischen Theodizeeprojektes in Schellings Philosophie. (Philosophische Theologie; 2) Wien 1994; ihm in der Hauptsache fol- ] ! Š % ˜ ~ ? ? Hrsg. von Thomas Buchheim. (Philosophische Bibliothek; 503) Hamburg 2 2011. <?page no="169"?> Das Prinzip des Sündenfalls als Prinzip der Philosophie 170 ~ ] ? –L ’ & “ ~ ’ } € ] “ & < ’  Willkür des Zevs“. Die Passage lautet in } \ ! ] ! = Y   - Š Š ˆ  ~ €  ~ = } ?  € ‹ ?  ‰ ! = } - š›œ † ˜ Y ] und seinem Streben nach Materialität […] in diesem Streben des theilba- † Š  y L ] Š in dieser nothwendigen Willkür des Zevs der wirklichen Trennung. 12 \ { ~ Š ’† } € “ 13 wird hier initiiert durch die freie und doch zugleich notwendige Handlung ! | ~ ‰ ’y ! “ ƒy „ ! ‰  $L dacht sein sollte, es scheint nur in einer individuellen Person instantiiert werden zu können. 14 \ ‹ Person (also nicht nur eine spinozistische allumfassende Substanz), aber warum dann „Zevs“? Gewiss, Zeus ist der „höchste“ der herr- } O’ “X L ‹ er wird hier wohl deshalb namhaft gemacht, weil er insofern die % ’ † “ ~ % ˆ { \ } L = _ O’% “X % y ! $ } ‡ ’ “ ! Y $L = sehr eingehend in seiner Ode Natur und Kunst oder Saturn und Jupiter 12 = || % *^/ 13 Ebd. S. 104. 14 Vgl. Buchheims Einleitung š **œ % -‹|| = % & ’ { } “ { } ƒ! ] „ | = &%~  O$ X \ { ] { & losophie Schellings. Wien und Berlin 2011, S. 315-332; 329. <?page no="170"?> # . 2 ª * « †”-—“‡ 171 ]  % ’ “ 15 , ’ “  " 16 $L & = ~ L ? % #L ’| \ “ O$ X ˆ - ~ ’ “ O$L ’ “X ’]— ~“ O$L ’ ‡“X trennt. Es zeigt sich auch hier einmal mehr, wie nahe die Denkwege der beiden Konkurrenten waren, ohne sich je zu kreuzen oder gar zu vereinigen. 15 ‹ $ q % >+; 16 Ebd. S. 793. <?page no="171"?> 3 - % & & / C - * / % C <?page no="173"?> Detail aus Ghisi, Predigt Pauli in Athen: $ ) - - * - # ! : M Paulus, in Athen von einigen Epikuräischen und Stoischen Philosophen auf den C -! / # - # J . / & C . C / ® > . & / > &A: 2 ! ./ # ¯ > 2 < 2 . ## , den Tag des allgemeinen Gerichts über die Toten durch den auferstandenen Christus. Apostelgeschichte 17. <?page no="174"?> Schellings Trinitätslehre Platonismus und Christentum in der Philosophie der \ # ! \  ' ! " ‚  | ‚ ~ % ~ € ‰ Š ˆ  € ƒŠ ¶ „ ] = ? ! \ } ' ~ € ’ ‹L ‰ ‹ % “ O= ; @ *+X % O’= ? # ‡ “X ‰ Š \ } { Y € - Y& %  ] ; _  Y ’\ $ ' # °“ O; _ *[ *[X | # ~  } ‰ Š * # ! Š ? - € _ ~ _ & ‰ O[; qX _ } O[@*X  ; \ - ‹ ? & < L Š ? & ? ‡ - % } * ‹ * _ *; Z&/  * { * ;  }? ] €  * q > ; \ ~ ? ‡ $ # \ || Š€ Z – *+^+ % ; @Z&[*Z <?page no="175"?> Schellings Trinitätslehre *>/ _  ! & ~ % ! ‰ _ } & ~ [ y ‹ ? L Y _ q ] ? # ! Š ? _ ~ ? ! ? % ~ Y Š  ] { ‹ % $ ] € ‹ ? L - L %} ! L  ! { " ’   ~  € “ Z \ $ %  Y */  y } y  ‹ ?  €  ] L " } € ] } ~ ? \  { ~ L ? $ */ ~ € € ‰  % ! % ~~ - \ % ¡ ? *> *@  Š ? das { ! -  ? ' %  Š € - \ }  ~ Š€ { [ ‹  Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Hrsg. im Gedenkjahr der Augsburgischen Konfession 1930 / – L *+/ > ‰ Z \ %  Y ‹ \ # < ‹ = % ‰ ~ ! ] € % *@qq Š | % > ’ } $ } L } š œ ~ _ š œ   Gleichheit der % ~ % C . A. # ## !  !  # < - ] € } ? “ O$ ! ! X Z \ ‹ + ‹|| Z ~ _ \ _ \ | * =€ *+[; % [>q <?page no="176"?> # Q # ª « *>> $ $L % $  Š ? ~ ?  ‚ ? ‚ ’ } = “ q † Y % ˜  ? " €  Š ? ’ - “  ’ - š›œ = ˆ %  Y “ / ] Anhang Glaubenslehre ~ \ ~  Y \ | O$ % X  Š ? ~ { ‡ % - } ! { } ] - ~ € ’ } <“  $ € > ~ ‰ ! ? ’ - “ ! ? ~ €   % { @ ? \ %  € %  ‚ !  ‚ - ’\ “ ’ { } - “ +  ’] \ y “ ‚ % % ‚ ’ Š ? ~ ‰  † < # ~ ] Š ]  # “ *^ q % € ~ { } Š _ ~ † ! ? Š€ # ! % - ‹ € { ! _ } * % [* / % \ ? ‡ ! - _ y ; " *@; @ % q@q Oí *@> *X > $ ‹ € { } " | Š *> % ; ^Z < @ \ ! % ‡ ‹  % " J7 Philosophi- J7 $ ' losophie % -| % ; q[&q>; + % š / œ % q@> Oí *@> [X *^ % † { } Ž< ! ] $ *++; Š * % ; ^^ O †{ Ž |X <?page no="177"?> Schellings Trinitätslehre *>@ \ ƒ „ ! % ~  % € † Š % *@[*  ‹ *@q@ ‚ ! Š ‚ ! % ! L< -  ] ‰ - ‹ *@[*`[; ! ! ] } ~  }? ! % ! L< ! ] } ~ ? ~ ! ²  & ~ ! |  & ~ 1 % ‹ ~ ~ & Š ‹ Š Philo- J7 €  ! ? ˜  Y ! & ? ! ƒ € „ { ~ Y ~ - ] % L} - < \ < ƒŽ< „ ? %  ] ] ƒ - % „ ' L -  ] € ’ { } Ž< ! ~€ ' “ ** Y y  L ~ { ~ Y #7 { ~ Y  christlichen L  † y ~ { } = { } Ž< ˆ % ? ~ - } ~ Š ? % ? ’ } ‹ € { } Ž< “ - ** % \ { } Ž< Š *q ‹ % -||| O { Ž |X % [*/ <?page no="178"?> # Q # ª « *>+ ’" – — “ ‹ ? ~ = Ž< *; \ " – — € ~ € " Š ? ; / ‹ O ] % X !  \ y ‹   y ~ Š { ~ Š - Ž< ‰ ~ } ‡ Y y ~ Š % L} Š ] L ' \ Y Š % L}   Š ƒ%€ „ † ~ Š - } ~ < ! \ ] y  ~ % L} Š ? ! Š — % ‹ L { ~ ~~ \  † " ! } ~ { \ ~ L  \ ƒ „ € y ~ % L} Š ? { & ]! \ " ! ƒ „ ƒ „ ’ “  ~  ’ \ “ O * [X \ ƒ „   ’ “ ? % L} † ƒ „ ƒ „  }? { { ]! ' † ƒ „ L} | ~ L Y | ? ' Š }- ' ƒ „ { ? — ~ ! \ ? = &{  { *; % \ { } Ž< ~ Š ; Z ‹ % -|‹ O { Ž ||X % [ < <?page no="179"?> Schellings Trinitätslehre *@^ ¶  ~ ~ LY _ € & ] Y ?   ƒ „  &{ ] ˆ ‹ &]!  % ˆ ! ~ L} € { } { ! —  ~ ; ^ ! q^ ' \ ƒ „ { ~ ? $ }  L ƒ „ % L} - < O * [ ’ sprach  #  # “X € { € | ˆ~ L  L ƒ\ „ { Timaios ~ ‡ *[ \ ] ~? { O € = X < { =L { _ Š ~ €} { %   ~ } Š _ - " _ !  { & } ! ˜ }   € % } & } {  \ _ \ Š }? *> ] } Y ~ _ ! ] € & € - ~L { *>^^  } ! Š ? # X% X+ % O’\ & € { Ž ‹ { # & “X $  Š ! Š & ? # ! ' ƒ - „ ˜ # { \ _ ¢ ~ ƒ] € „   { Š ? \  % ~ y *>@; *>+; *[ Š ; @ < <?page no="180"?> # Q # ª « *@* ~ – \ € ‡   O  } ~ X % & ~ *Z ~  ˜ ‡ ! Š } ! ~ " ! ƒ] € „ !   < ! # 3 %, + ! W = - $ 7 . @ +++ \ ˜ ‡ ~ – € $ 7 . ~  ! } Š { } *@ ] – Y { Š ?  € } ~ Y  - *q \ { € { { ? Š ? &} } %} ‡ˆ ~ \  ! *@ ~ *+ & ~ ~  ? ~ ] ? >^ @^ *@  { } ! ~  † ~ ‹ " { ] \ ~ } %  Š€ { & ' "LY $ $L %  { } & _ L *>@q \ ! Š - € ƒ ? ] – Y„ { - ‰ } \ _ ] ˆ $ \ \  € \ } ! = & _ ‰ ! }? ~ *Z ‹ % Š€ { &% L *++/ % ; @&Z[ | — ! % !  } O ! ‹ X ~ _ } * >* >; *q ' #L² O$ ˜ X ‹ € { _ & ! ? y š œ ! – y€ & *>+; <?page no="181"?> Schellings Trinitätslehre *@; € @ L = ! $L % $  & */ \ Š ~ & ‰ ! - Y † ~ { Š & Š ? *> \ { ~ # { ! Š ² Š ? & %  !   Š ~ Š Š < † ?   - % ~  | ? ? & y ~ { ' & *@ 2 * '  { & % # } ! { ~ } O X y    = O| X *+ ‹ { ~ } - ? ! ~  # { } € ƒ= } „ & € # ! Š ! ’$ } “ ; ^ */ ‹  š *Zœ % *; [&*; @ *> ‹  ' % { } ' ¢ ' *++Z *@ \ ˜ } ’} “  -  L Y  ~ _ } !   { ' O{ & }  >[X = *++@ ! Einleitung % >&; Z *+ y ! \ Š = { { @^ ' \ ; ; ^ # *+>> ; ^ \ ƒ$ } „ € { ! ' Š ' { — Ž— *@@/ % ; q; * O‰ $ ‰   *+@*X <?page no="182"?> # Q # ª « 183 ihrer aufeinander abgestimmten Dynamik das geistige Wesen der Welt zu erklären in der Lage sind. Im daran sich anschließenden Neuplatonismus, etwa bei Plotin, der diese Lehre ausgebaut hat, heißen diese ‚prinzipiellen Hypostasen‘ Hen (das Eins) - Nus (der Geist) - Psyche (die Seele). 21 Am Ende der Entwicklung der neuplatonischen Lehre, bei Proclus (gegen Ende des 5. Jahrhunderts ' X  $ } L Š nach ihren Instanzen, sondern nach ihren Leistungen genannt; nun ist die Rede von Moné, Próhodos und Epistrophé, also von ‚Beisich-bleiben‘, ‚Herausgehen‘ und ‚Rückkehr‘. Diese Lehre von den drei Prinzipien oder den drei Hypostasen, deren Entfaltung ich hier nur in einer groben Skizze habe schildern können, wird später dann, seit der neuzeitlichen Philosophiegeschichtschreibung, ƒ{ Š ? „ 22 Und aus dieser Benennung ergeben sich natürlich sofort zwei Fragestellungen. Einmal diejenige nach der Priorität: haben die Platoniker diesen Gedanken von den Š € { { } £ † ‡ - ~ < Š } ˜ Platonischen Philosophems sich theologisch rechtfertigen lasse. Das erste, das historische Problem rührt nun freilich daher, dass ]  Š ? wie anfangs schon erwähnt, von dem liturgischen Gebrauch trini- ‰ Š — y ! € ƒ{ Š ? „  Y \ { } = } ? ‡ - Š ˆ = !  wahrscheinlich um 60 nach Christus in Rom gelehrt. 23 Eine be- ! Š hat Numenius von Apamea (in Syrien) geliefert; er hat wohl um 21 ‹ % ! Š D . ! und Lehrweise ‹| ! { % ˜ ‡ ! " $ ‰ # — € ! " Š $ *+>* % *^+ 22 Vgl. mein Buch [Anm. 14], S. 13-43. 23 ‹ \ š *+œ % [ZZ <?page no="183"?> Schellings Trinitätslehre *@Z = ; ' ; Z \ $L } # { % ] [ ! ] } ~  Š ’ - ‹ ? “ ' \  - % * - % — _ ! ? ' O] ; X Ž O* $? [ X ! ]  _ } L _ ~ ' ‰ O[; qX _ } O[@*X | _ ! ~ Š ? ~? & } % - €  € { Š ?  < ‡ { { } € ? } ~ } ‹ % $  ƒ$ } „ \ _ ~ €  ‹ ? Š ? ‹ % $ $ } $ } \ ~ <  ‹ ? ‹ ~ % - ‹ ? ~ ~ { Š ? ƒ „ ƒ „ O X ] € — _ ~ ! ‰ Š - " } Š ƒ „ ~ ~ -  < % ! 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Š€ € ‰ ~ ˜  46 \ ! ’ $L “ ! $L = || % q@ y *^ 47 ‹ _ } q <?page no="195"?> Schellings Trinitätslehre *+/ € Š { } % _ ? ! } } - € *>? ~ ‡ ‹ >^? 5 | L ~ % Y ‹ ? ! { ' Š ? Philoso- | ] ? ~ % " & Š ?  ] – Y { % } } \  % % =  | } ‰ ~? ! ² - Š = & ‰ } \  ‰ \ % % Š }?  € ~ L % ’ y  - š œ ~ } “ ’| \ “ ’ Y ‰ } ' € “ ? ’\ Y ! L ‹ ] ˆ ~ ‰ } #  å ¼ ¹ ¼¾Ì ¹ ùà ¹ ÙѾæÖºÇÌà O † L X  ? L  ~ % O  | ~ X % % ]  £  £ _  ÅÆÇȺà $ ? ? ] ?  - } ‹ ! ! € &  # ~ “ Z@ Z@ { Ž | % [*[ <?page no="196"?> # Q # ª « *+> % !  } ] – } # Š ? ~ € € = Y  < L  ? ~ ? L L # ! } – Y  % € ! - ? ~ Y % L -  ’ - { } “ Z+ ] ~ € # ! L € } ? Š ? # Timaios&_ { - }? ‰ } % % % ~ L ˆ ‰ } { † # ! & } { } ‰ q^ \ ‰ } ; - ? { } % q* ‰ Š ? q; $?  # ! L ] ‚ ~L -  # ‰ & ~ ! q[ ‚ ? }? _ ! ]   ‰ &y ! ~ } - ! \ \ \ & L &# ‰ ~ y } ~ }  | Š Š ?   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Dies geschieht einerseits auf dem Wege einer Analyse der Konstitutionsleistungen von Bewusstsein und Selbstbewusstsein, und hier geht eine Entwicklungslinie von Reinhold und Fichte aus, an der sich auch Schelling und Hegel eine Weile beteiligt haben. Andererseits wird alternativ dazu und dennoch auch gleichzeitig damit der Versuch gemacht, die moderne Erkenntnistheorie Kants mit einer dynamisierten Prinzipientheorie zu verknüpfen, wie sie in der antiken Platonischen Tradition entwickelt worden war. Man kann also einerseits die Entwicklungsgeschichte des deutschen Idealismus als eine evolutionäre Linie zeichnen, die von Überbietungsversuchen geprägt wird (Kant, Reinhold, Fichte, Schelling, Hegel), man kann sie aber andererseits auch genau so gut, wenigstens bei den Tübinger Protagonisten, als ein gewissermaßen ‚dialektisches‘ Unternehmen verstehen, die Kantische ‚epistemische Revolution‘ durch einen "€ < { ! ~ Diese Kantische Revolution kann ja dadurch gekennzeichnet werden, dass sie den traditionellen Adäquationsgedanken aufgibt, bzw. „schenkt“ 1 , - und damit die Annahme einer ‚epistemologischen Schweiz‘, in der neutral festgestellt werden könnte, ob die Angleichung des Verstands an die Sache als solche gelungen sei ‚  Y ƒ " & lismus‘ 2 begründet, bei dem Erkenntnis oder wahres Wissen als eine interne Relation innerhalb der erkennenden Subjektivität akzeptiert  _ % ! < 1 „Die Namenerklärung der Wahrheit, daß sie nämlich die Übereinstimmung der ]  ! ‡ “ (Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft A 58 / B 82). 2 Der Terminus wurde von Hilary Putnam geprägt: Vernunft, Wahrheit und = *+@; % >q < <?page no="203"?> Die Geschichte des Absoluten 204 Eine solche interne Relation muss dann aber - in einem nicht-zeitlichen Sinn und nicht im Rahmen psychologischer Erwägungen - zustandekommen. Und für diese Entfaltung der cognitio in eine intellectio wird ein prinzipielles Schema gebraucht, das in der Bewegung des Gewusstwerdens auf prinzipielle Weise strukturiert \ < Einsicht in einen Gedankengang wird von den Tübinger Post-Kantianern - zwar auf historisch schwer durchschaubaren Wegen, aber dennoch unverkennbar - mit Hilfe (neu-) } \ } ! ‡ ! _ ] ƒ <„ ƒ „ der Analogie zu den Platonischen Prinzipien ‚Einheit‘ und ‚Vielheit‘ verstanden werden. Es fehlt daher auch von Anfang an in der philosophiehistori- " – — $  _ ! _ und Platon als zweier Gewährsmänner, auf die sich vor allem die aus Tübingen ausgehende Version des neuen Paradigmas berufen wollte. Für Hegel ist der früheste und deutlichste Hinweis dar- # — *@; Z Wahrscheinlichkeit nach auf Angaben von Hegel selbst beruht. Da heißt es über den Tübinger Stiftler Hegel: „Mit besonderm Drange widmete er sich den philosophischen Vorlesungen, fand aber in der Metaphysik, wie sie ihm damals vorgetragen wurde, den erwarteten Aufschluß des Innersten nicht. Dies trieb ihn, die Kantischen Schriften aufzusuchen, deren Studium ihn nun angelegentlich beschäftigte, ohne die des Plato beiseite zu legen.“ 3 Bestätigt wird dieser Hinweis durch den auf einen Kommilitonen Hegels zurückgehenden Bericht bei Karl Rosenkranz, dass Hegel, zusammen mit $L % vor allem Kant und Platon gelesen habe. 4 So taucht also Platon auch in der mit Dilthey 5 beginnenden philosophiehistorischen Forschung ~ ~  Zeit jedoch, ohne dass dieser Hinweis detaillierter ausgeführt worden wäre. 3 HB Bd. IV, Teil 1. Dokumente und Materialien zur Biographie. Hrsg. von Friedhelm Nicolin, (Philosophische Bibliothek; 238 a) Hamburg 1977, S. 127 f. 4 Karl Rosenkranz: Hegels Leben. Berlin 1844, S. 40. q \ \ $ ~ Geschichte des Deutschen Idealismus. (Gesammelte Schriften, IV. Band), 6. unver- ? – % L *++^ % *[ ZZ ++ L <?page no="204"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 205 Das lag unter anderem auch daran, dass in der nach-schleier- { & < Verfasser der Dialoge gesehen wurde, während die Platonische Tradition, die von der innerakademischen Prinzipienlehre ihren € ! schlossen wurde. Hegels Platon-Rezeption speiste sich jedoch, wie die seiner Mit-Stiftler Hölderlin und Schelling, auch aus indirekten Quellen der Platonischen Tradition, von denen zwar bekannt war, dass sie, vor allem durch Beimengungen gnostischer (damals gern ‚orientalisch‘ genannter) Elemente nicht mehr ‚ungetrübt‘ 6 waren, deren Deutung vor allem der späteren Platonischen Dialoge, darunter hauptsächlich des Parmenides, des Philebos und des Timaios, von & ¡ ?  ] genommen wurde. Es ist vor allem ein Grundgedanke aus der Platonischen Tradition, der hier in diesem Zusammenhang der Systemkonzeptionen des deutschen Idealismus zentral ist, nämlich die Konzeption ei- ƒ\ „ ! } € & & ] $ ! ] ‡ Y "€ ] ] ‡ ! ] \ Š ähnelt bekanntlich am meisten der Systematik des Proklos, sie ent-  ? = } & { ~ ˆ ] merkt worden, dass dieses dreigliedrige dynamische Schema sich € $L  ˆ %  _ \€ ! ! ! } - % ˆ  in „Hegels Dialektik“, sei aber „noch eher [i.S. von ‚früher‘] vergleichbar mit dem Denken Hölderlins und des jungen Hegel, die beide eine ursprüngliche Einheit, ein Herausgehen aus ihr in die ] ‡ "€ ~  6 So ist bei Hegel „Trübheit“ einerseits das Kennzeichen „dessen, was die Ekstase erzeugte,“ (womit er Plotin meint; Phänomenologie des Geistes. Neu hrsg. von Hans- Friedrich Wessels und Heinrich Clairmont. Mit einer Einleitung von Wolfgang Bonsiepen. (Philosophische Bibliothek; 414) Hamburg 1988, S. 52) und andererseits nennt er den „Mysticismus oder vielmehr die Orientalischen eben so sehr als die & L ‹ | ~ “ ’ € = ~ schen dem Gefühl und der Wissenschaft“ (Rosenkranz [Anm. 4], S. 182). <?page no="205"?> Die Geschichte des Absoluten 206 Lebens konzipieren“. 7 Es kann daher nicht überraschen, dass bei der Rekonstruktion der Berührungspunkte des jungen Hegel mit der { Š ! % Hölderlin mit in den Blick gerät. Ich möchte im folgenden zunächst noch einmal die Quellenfrage für Hegels Beschäftigung mit der Tradition des späteren Platonismus behandeln (1) und dann zeigen, dass schon in Frankfurt im Rahmen dessen, was man als Aufnahme Hölderlin’scher ‚Vereinigungsphilosophie‘ 8 verstanden zu haben glaubte, ein Erproben der dynamischen Triadik des Neuplatonismus sich vollzogen hat, und zwar dergestalt, dass der systematische Grundgedanke Hegels bereits am Ende der Frankfurter Zeit so weitgehend ausgebil-  % Vorlesungen anwenden konnte (2). Zum Schluss möchte ich dann %  ¯ " – — ? ‡ ~ O[X 1 \ % € $ ! & ewigten oder kritisierten Philosophen in die Nähe des Neuplatonismus zu rücken, Feuerbach nannte ihn bekanntlich den „deutschen Proclus“ in durchaus nicht freundlichem Sinn; und selbst ~ } ’\ ! Ⱥ¹Ø ‚ پԺֺà ‚ ÚÙÌǼ¾ºÛؓ } ! \ wurde bei dem Hegel-Herausgeber Michelet angedeutet. 9 Dennoch ¢ ˆ~ ‹ staunlicherweise nicht weitere und eingehendere Untersuchungen an. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass der die 7 Klaus Düsing: Hegel und die Geschichte der Philosophie: Ontologie und Dialektik in Antike und Neuzeit. (Erträge der Forschung; 206) Darmstadt 1983, S. 156; vgl. auch oben das Kapitel über Hölderlins Platonismus: S. 95-122. 8 Vgl. die Einleitung in diesem Band. 9 Vgl. Werner Beierwaltes: Proklos. Grundzüge seiner Metaphysik. (Philosophische Abhandlungen; 24) Frankfurt am Main 2 *+>+ % q € $  Hegel und der spätantike Neuplatonismus. Untersuchungen zur Metaphysik des Einen und des Nous in Hegels spekulativer und geschichtlicher Deutung. (Hegel- Studien Beiheft 40) Bonn 1999, S. 19. <?page no="206"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 207 } } *+ } ? de Historismus doch weitgehend protestantisch dominiert war und deshalb gegenüber dem Neuplatonismus sehr stark fremdelte. Allenfalls dann und dort, wo die entsprechenden Motive - wie bei Dilthey 10 und den ihm Folgenden - in den Thesaurus der sogenannten ‚Mystik‘ eingeordnet werden konnten, ließ sich etwas damit anfangen, da dieser Reliquienschrein nun immerhin auch der Vorgeschichte der Reformation zugeordnet werden konnte oder % < } | ? ließ. Hinzu kommt, dass die Geschichte des Platonismus und genauer: der Zusammenhang der nach-akademischen Platonismen mit den Themen der Akademie Platons noch ziemlich im Dunkel ! ‚ ~ $? ; ^ ‚ der Entdeckung der Relevanz der Platonischen Prinzipienlehre durch die sogenannte ‚Tübinger Schule‘ genauer erforscht wur- ‚ ! ! $ Krämer 11 - ein nicht mehr durch Depravationstheorien entstelltes, plausibles Bild der ‚Geistmetaphysik‘ „zwischen Platon und Plotin“ zeichnen ließ. Es dauerte nicht mehr lange, bis die Erforschung ’ - ? “ 12 zwischen ‚Platonismus und Idealismus‘ zu Ergebnissen kam, die vor allem Werner Beierwaltes in mehreren einschlägigen Publikationen vorlegen konnte. Auf { ¶  = } ! $  ! Thema ‚Hegel und der spätantike Neuplatonismus‘ auf umfassende Weise abgehandelt hat. Die Arbeit von Halfwassen zeichnet sich vor allem auch dadurch aus, dass er - anders als der hauptsächlich systematisch interessierte Beierwaltes - Untersuchungen zu den Quellen angestellt hat, die Hegel schon in verhältnismäßig frühen } ‚  auf indirektem Wege - bekannt gemacht haben. Halfwassen konn- 10 Vgl. Dilthey [Anm.5], S. 138-157. 11 ‹ ! $ _ ? \ † } } † zur Geschichte des Platonismus zwischen Platon und Plotin. Amsterdam 1964. 12 = <   zwischen Neuplatonismus und deutschen Idealismus, um die zu seiner Zeit noch  ? ] – < ~ L ! Beierwaltes [Anm. 9], S. 5, und ders.: Platonismus und Idealismus. (Philosophische Abhandlungen; 40) Frankfurt am Main 1972, S. 109, 172, 181 und f. <?page no="207"?> Die Geschichte des Absoluten 208 te z.B. zeigen, dass Hegel auch durch die Lektüre von patristischer # ‚  { &]—~ } ] Praeparatio evangelica - auf bestimmte gedankliche Motive gestoßen ist, die für die metaphorische Erläuterung seiner trinitarischen, resp. triadischen Dialektik wegweisend geworden sind. Vor allem die Lichtmetaphorik und das Leuchtergleichnis des = } ‰ ] $ ‡ ‹ ? ~ ~ { Š  Š — € Geist des Christentums in fast wörtlichem Zitat aufgreift. 13 Bei Numenios wird { } ! # } iert: „Alle Gaben, welche dem Gebenden verlorengehen, wenn sie den Empfangenden mitgeteilt werden - [...] all dies also ist sterblich  L ! was von ihm uns mitgeteilt wird, seinem Spender nicht verlorengeht [...] Es ist so, wie wenn du eine Fackel sehen würdest, die von ‡€ # ‡  # seiner Quelle nicht vermindert, sondern die von deren Feuer nur in % < ‡€  “ 14 Bei Hegel heißt es: „Denn in jedem Menschen selbst ist das Licht und Leben, er ist das Eigentum des Lichts; und er wird von einem Lichte nicht erleuchtet wie ein dunkler Körper, der nur fremden Glanz trägt, sondern sein eigener < ? “ 15 \ $ ‡ y % { ~ ~  Selbständigkeit gegenüber dem ersten einzuräumen und ihn dennoch so stark wie möglich an diesen ersten zu binden. Zu diesem Behuf beginnt nun die Bilderproduktion, das fragliche Verhältnis auf metaphorische, oder besser, allegorische Art und Weise anschaulich zu machen: Die hauptsächlich verwendete Allegorie ist die von Vater und Sohn, an der hier zitierten Stelle wird dieses ‹ ? O~ ‹ % X  - 13 Halfwassen [Anm.9], S. 53-54. 14 ‰ ” Š — ” } ] { % { 1973, Nr. 14 (Eusebius: Praeparatio evangelica XI 18, S. 15-19). 15 Hegel: Frühe Schriften. TWA 1, S. 382. <?page no="208"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 209 tere Metapher (gewissermaßen eine Meta-Metapher) erläutert, eben ! ] ‡€  # Einprägsam wird das Bild des Numenios für Hegel natürlich auch deshalb gewesen sein, - was nun Halfwassen allerdings nicht erwähnt - , weil es die Grundlage ist für die Formel des Bekenntnisses ! ‰ ' ’# ! # “ OÛ Ã ÚÅ Û˼ÆÃX und damit Plotins Zusammenfassung des Numenischen Bilds zitiert. 16 Wir dürfen annehmen, dass Hegel das Nicaenum auswendig wusste. Und wir können weiter auch annehmen, dass Hegel durch seine theologisch-dogmengeschichtlichen Untersuchungen, die bis in seine Studienzeit in Tübingen zurückreichen, wohl nach und nach aufgegangen ist, wie gerade in den beiden ältesten christologisch-trinitarischen Bekenntnissen der alten Kirche eine neuplatonische Terminologie immer wieder durchscheint. So etwa auch in den Stichworten, durch welche das Verhältnis der beiden Naturen Christi im Chalcedonense ˆ   Š ÕÇçÊá×¼Ëà O ! X ÕÖÌÑ̾ݼËà O ~ X auf Platonische Ursprünge verweisen. 17 Vielleicht ist es auch für das systematische Verständnis der Hegel’schen Rezeption des Platonismus wichtig, die Orte und y ? ~ ˆ stimmte Gedanken und Bilder gestoßen ist. Insofern liegt hier noch Arbeit vor uns, die uns immer wieder nach Tübingen zurückführen wird. Denn hier hat Hegel seine primäre Bildung erhalten, die immer auch bestimmend ist für die Wahl sekundärer und tertiärer Lektürestrategien. Mit der Platonischen Prinzipienlehre musste Hegel - wie sein Kommilitone Hölderlin - auch durch die Lektüre des Proklischen Kommentars zu Euklids Elementen in Berührung kommen, die für \ ]— Š€ = {–   | 16 Plotin: Enneaden IV, 3, 17, 13 f.; Symbolum Nicaenum, in: Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Hrsg. im Gedenkjahr der Augsburgischen _ *+[^ / – L *+/ > % ; / 17 Vgl. " $ 2 7# #/ ¯ # # - ¯ # #/ + ¦”+ " + % 3 * / +@+ Freiburg 1960, n. 148, S. 70 f.: ’Ú¹ Ö×Ë Û×ÇàÇ̹ ÕÇçÊá×¼Ëà ռ¾ÝÙ¼Ëà ÕÖÌÑ̾ݼËà Õá˾½Ç¼ËӐ ~ < 7 7 ° vgl. Beierwaltes [Anm. 9], S. 91; dihairesis ist seit den ‚Dihäresen‘ der Platonischen Dialoge Politikos und Sophistes ein terminus technicus. <?page no="209"?> Die Geschichte des Absoluten 210 ! ~ L 18 , dass Hölderlin im Zusammenhang von Erörterungen zum Prinzipienproblem der Philosophie ‹ ‡  ganz eindeutig der Terminologie bedienen, die Proklos zur prinzipiellen Gegenüberstellung der unterschiedlichen Genera geometrischer Figuren aus der Platonischen Prinzipienlehre entwickelt hat. 19 Die entsprechende Lektüre des Proklos-Kommentars und die daraus abzuleitenden Kenntnisse sind aber natürlich bei Hegel minde- ! ~ ‡ ] ~ } ˆ ~ dass und wie die Tübinger Studenten um 1790 mit der im allgemeinen immer noch für problematisch gehaltenen Platonischen Tradition in Kontakt kommen mussten. Ein schon seit längerem immer wieder einmal erwähnter Zusammenhang ist der Streit um den ‚Platonismus der Kirchenväter‘. 20 \ \  " des rationalistischen Protestantismus ausgelöst worden, vor allem, um die unliebsame Trinitätstheologie als dogmatisch dubios zu \ Š — ~  *>^^ - Š % ! mit dem Titel Le Platonisme dévoilé („Der enthüllte Platonismus _ ! ? “X *>@; *>+; ~ – ! Š #L² ˜ ‡ } bliziert wurde. 21 Aber selbst das seltene Original war in Tübingen in der Bibliothek 22 _ ~ # Bret, zu der Hölderlin als ins Auge gefasster zukünftiger Schwiegersohn und 18 Vgl. oben Kap. 5. 19 Kap. 5, S. 109-115. 20 Zuerst herangezogen von Harald Holz: Spekulation und Faktizität. Zum < }? % *+>^ % q[ \ Platonische Syndrom beim jungen Schelling. In: ders.: Die Idee der Philosophie bei Schelling. Metaphysische Motive in seiner Frühphilosophie. Freiburg / München 1977, S. 19-63. 21 Versuch über den Platonismus der Kirchenväter. Oder Untersuchung über den ] – Y { { } \ - ~L € ‡ ‹ ! ' #L² š›œ y mit einer Abhandlung, welche eine kurze Darstellung der Entstehungsart der \ ? ! – y€ *>+; 22 Verzeichniß der vorhandenen Bücher des kürzlich verstorbenen Canzlers D. Lebret š›œ  ~ { š›œ !  Š€ *@^> ‰ *; q* O#L² ‰ +/ ; X % † Š€ % _ --|‹ [@[ <?page no="210"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 211 Schelling als „guter Freund“ 23 _ ~ y vorhanden. Die Art und Weise, wie der führende Kirchenhistoriker # ~ = O L X € - { } y O X Vorwurf Souverains unter Abmilderung seiner auf die Trinitätslehre bezüglichen Folgerungen in der Geschichtsschreibung verankerten, verrät den traditionellen Widerwillen des Protestantismus gegen die Platonische Tradition. Mosheims berühmte Dissertation von der durch die neueren Platoniker verwirrten Kirche, die die- ˜ ‡ ‡ \ ? } der Platonismus-Freundlichkeit verdächtigen Werks von Ralph '   Y † Bruckers in dieser Angelegenheit bestimmt und damit die neuplatonische Philosophie auf lange Zeit desavouiert. 24 Es war der Tübinger Historiker Christian Friedrich Rößler, der als einer der ersten die- = & • % < < ~ Dissertation, die in ihrem Titel geradezu polemisch „von den erlogenen Täuschungen und Schädigungen [der Kirche] durch die neuplatonische Philosophie“ sprach. 25 Verteidigt hat diese Dissertation unter anderen Respondenten der Freund Hölderlins, Hegels und % { }} | ‰ *>@/ Es wäre wundersam, wenn das Thema dieser Abhandlung unter den Freunden nicht auch besprochen worden wäre. Rößler konnte nicht nur darlegen, dass die historischen Behauptungen Mosheims und Bruckers bezüglich der Ursprünge der neuplatonischen Schule auf fragwürdigen und einander widersprechenden Quellen beruhten, sondern dass auch weder bei den Neuplatonikern eine durchgreifende Absicht, die christliche Glaubenslehre zu bekämpfen, nachzuweisen war, noch dass die Kirchenväter speziell den Neuplatonikern gegenüber gravierende Anklagen erhoben ? | "LY ? ƒ‹? „ ! ' — ~ % ! ' eine besondere Nähe zum Neuplatonismus empfunden und ge- ~ ? "LY  € } ! 23 Vgl. Schelling, Brief an den Vater vom 27. Mai 1796. SchHKA III.1, S. 74. 24 Vgl. dazu im einzelnen das Kap. 5 in diesem Buch, S. 104 f. 25 ' "LY \ { } — \ Tübingen 1786 und oben Kap. 3. <?page no="211"?> Die Geschichte des Absoluten 212 % ‰ }  € ? Rehabilitierung dieser Philosophen, jedenfalls was ihren angeblich ? ] – Š _ < 26 ] ™ %  der Tradition der ‚Cambridge Platonists‘ anknüpft, indem sie die { Š € }ˆ ~ ? ge Werk von Thomas Taylor über die philosophischen und mathematischen Kommentare des Proklos. 27 Man würde nicht anzunehmen wagen, dass dieses Werk in Tübingen bekannt war, wenn es nicht ausführlich zitiert würde in jener zwar anonym erschienen, aber in Tübingen wie anderswo sicher für ein Werk des Tübinger { } dem satirischen Titel Actenmäßige Nachrichten von der neuesten philosophischen Synode, und von der auf derselben abgefaßten allgemeingültigen Concordienformel für die philosophischen Gemeinden. Hrsg. von Isonomiophilus, Bürger des philosophischen Freistaats. Frankfurt und # }~ *>+*  ! \ $ ! L< lichten Briefschaften des radikalen Kantianers Carl Immanuel Diez, € Š€  L -  \ ˆ ! ganzen Reihe „philosophischer Sekten“, die ein „friedliebender Regent, in Gesellschaft einiger ungemein aufgeklärten und nicht minder irenisch gesinnten Hofphilosophen und Hofdamen“ 28 angesichts der Kantisch-Reinholdischen Revolution in der Philosophie zusammenkommen lässt, um ihre Standpunkte ausführlich vorzustellen und zu diskutieren. Zwischen den referierten Vorträgen der Kantianer, Empiristen, Leibnizianer, Malebranchisten auf der einen und der Pyrrhonisten und „Synkretisten“ auf der anderen Seite € ’$ “ € % de lange Anmerkung ein, die den Mangel der Versammlung, dass nämlich „kein Vertheidiger der Platonischen und Neuplatonischen Hypothese von dem Ursprung der Ideen aufgetreten ist“, durch ein langes Zitat zu kompensieren versucht, das aus dem ersten Band 26 Vgl. dazu auch oben Kap. 3 dieses Buchs. 27 The Philosophical and Mathematical Commentaries of Proclus; surnamed, Plato’s successor, on the First book of Euclid’s Elements. And his Life by Marinus. Translated from the Greek. With a preliminary Dissertation on the Platonic Doctrine of Ideas, &c. By Thomas Taylor, Vol. I, London 1788, Vol. II, London 1789. 28 ? Y ‰ › % * <?page no="212"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 213 der Commentaries of Proclus - translated by Thomas Taylor (London 1788) genommen ist. Der Londoner Platonist Thomas Taylor O*>q@‚*@[qX ? ˜ ‡ ! { • ] & Kommentar ins Englische zwei längere eigene Abhandlungen beigegeben, in deren erster er die Platonische Ideenlehre gerade auch in ihren auf die Mathematik bezüglichen Grundzügen behandelte und in deren zweiter er eine „Geschichte der Erneuerung der Platonischen Theologie durch die späteren Platoniker“ vortrug. \ ‡ ? ‚ ] ? ~ - € ‡ Vita Procli des Marinus - die intellektuellen } ! { { } ~ ˜ ‡ Theologischen Elemente des { | ˜ ‡ wichtige Quelle nicht nur für die im Euklid-Kommentar dargelegte Platonische Prinzipienlehre, sondern auch für die Proklische dyna- Š \ $  % der Platon und die Neuplatoniker interessanterweise in die „Lüke“ 29 ~ } % } ‡ & te Hegel also schon früh auf die Proklische Elementatio verwiesen  ~ _ — € { Š & gie - anders als die Philosophiegeschichte der kontinentalen ¡ ? ‚ % } ! Š & lor’schen Werk ausgiebig zitierte, musste das Werk im Übrigen Š€ ¶ L % ! ] Š • - Š€ ! 30 $  ¡ ? _ ‰ } nicht wehrlos ausgeliefert und so ist es nicht völlig überraschend, dass die erste Erwähnung der Neuplatoniker in den erhaltenen Manuskripten Hegels beides enthält, Ablehnung und doch auch latente Anerkennung. Ich meine die Stelle in einem Berner Manuskript, ! " ’{ } š›œ ! - š›œ L " ] =  ~ ! 29 Ebd., S. 71, Anm. 30 | Š ˆ ? † ! ? Š€ ]— } Š • ‰ = & ' } {–   ! _ } * % [@ <?page no="213"?> Die Geschichte des Absoluten 214 Zaubereien einen Teil davon als Geschenk zurückzuerhalten. Außer € ‹ Š ¶ % ? ‡ die an den Himmel verschleudert worden sind, als Eigentum des =  Š ~ ! ~ ›“ 31 Was die Neuplatoniker an den Himmel „verschleuderten“, wa- ’% ? ‡ “  ’" “ lich „Eigentum der Menschen“ gewesen war. Es ist einigermaßen $ ¡ ? ‰ } & Schelte an die Triadenvermehrung denkt, die besonders bei Proklos kritisiert wurde. Wenn es sich dabei freilich um „Eigentum der Menschen“ handeln sollte, dann war die dynamische Triadik wohl schon als Prozess innerhalb der Struktur des Geistes gedacht, den Hegel in Bern allerdings noch vordergründig als menschlichen | ! † €Y % ? ‡  der Menschheit zugute kommen sollen. 2 Wer auf die Lektüre der Berner Fragmente Hegels die der Bruchstücke y ? entgehen, dass hier in den Frankfurter Hinterlassenschaften Hegels } ? Š Š } L‡- ~ < ! L € digen. Der Ton ist nicht mehr der grantelnde und grübelnde der Š — ? \ ? die ihm aufgegebene Thematik der geschichtlichen Depravation des christlichen Glaubens aus den bloß theologisch-politischen Zusammenhängen einer Kritik des Staatskirchentums herauslöst und auf den lebendigen Impuls christlichen Daseins in der Liebe € ’ ‡ ] € “ 32 ist: das überall nun auftauchende neue Stichwort heißt ‚Vereinigung‘ und scheint der Schlüssel zu sein, den Hegel nun wie einen passe-partout auf alle ihn bewegenden Probleme anwendet, wobei sich beim Probieren nach und nach herausstellen muss, auf welche Schlösser dieser Schlüssel 31 Hegel TWA 1, S. 209 32 Locus classicus: Röm 13,10. <?page no="214"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 215 passt. 33 Denn neben der christlichen Nächstenliebe entdeckt Hegel nun auch die erotische Liebe. Wächst die erstere Entdeckung gewissermaßen organisch aus den religionsphilosophischen und -geschichtlichen Beschäftigungen der Berner Zeit heraus, so scheint der zweite Aspekt sich durch das freizügigere Großstadtleben und die Problematik, in der Hegels Freund Hölderlin zu dieser Zeit lebte, aufgedrängt zu haben. y ? ~ " &Š ‹ < eingeführt wird. Die „Positivität“ der Religion (also jene Entartung von Religion, deren äußeres Zeichen das Staatskirchentum ist) kommt nun entweder durch „Furcht vor Vereinigung“ (241) oder dann zustande, „wenn Unvereinbares vereinigt wird“ (244). Oder wenn das Wesen von „Vereinigung“ verfehlt oder missverstanden wird: „Alle Vereinigung soll in der positiven Religion etwas Gegebenes sein; was gegeben wird, das hat man noch nicht, ehe man es empfängt; und nach dem Empfangen soll etwas Gegebenes teils bleiben können; allein etwas Gegebenes ist in sofern nicht ein ande- ] ‡ ? ‹  ] ‡ ~ !  ein Widerspruch ist.“ (252 f.) Die Alternative zu den Unterwerfungsformen oder den Herrschaftsmechanismen, in denen positive Religion besteht, heißt „Liebe“: „nur in der Liebe allein ist man eins mit dem Objekt, es beherrscht nicht und wird nicht beherrscht“ (242) Am nächsten kommt Hegel den Formulierungen, die Hölderlin während des *>+q } } Š — Seyn, Urtheil, Modalität und in } " – — ! ‡ Hyperion-Vorrede erarbeitet %? ‡ y O 1797): „Wo Subjekt und Objekt oder Freiheit und Natur so vereinigt gedacht wird, daß Natur Freiheit ist, daß Subjekt und Objekt nicht ~ L “ O; Z; X # wird die ‚Liebe‘, um die Hegels Gedanken kreisen, immer physi- \  _ ’{ ! ? “ ~ } ‡ ! ’| } ! " 33 |  L y $ € Š — * ' / * - , 5? * 6, 5$ ? 6 und 5& 6 im Š — _ ‡ % ~ Š * <?page no="215"?> Die Geschichte des Absoluten 216 das Seiende, die Vereinigung nur eine Vorstellung, ein Gedachtes - ich glaube, daß es ist, heißt, ich glaube an die Vorstellung“ (254). Dem gegenüber wird nun festgestellt: „Wahre Vereinigung, ei- # ˆ # “ O; ZqX Physische Moment solcher Vereinigung wird nun in zuvor kaum ]—} ~ ’\ ] ! der Berührung, in der Befühlung bis zur Bewußtlosigkeit“ (248). Die Liebe als physischer, oder besser: als lebendiger (d.h. biologischer) Vorgang („das Lebendige fühlt das Lebendige“: 246) gipfelt in einem Zustand der Erfüllung, der insofern der ursprünglichen Einheit gleicht, als auch er ohne Bewusstsein ist. Bei der ero- _ —  Y ƒ} - – — ! „ ’  Y “ ƒ} ? – — ! y & stand‘ entspricht. Zwar entsteht aus dieser erotischen Vereinigung dann auch das „Kind“, in dem „die Vereinigung selbst ungetrennt worden“ ist (249), aber nur, um dann selbst wieder ein ‚Getrenntes‘ zu werden, das die Vereinigung mit einem anderen Getrennten sucht. ‹ # ~ #  ¯ Š %  nes ontologischen Prozesses ausmacht, der die Dynamik des Seins strukturiert. Wie ich oben 34 gezeigt habe, geht die Anknüpfung am triadischen Schema des Neuplatonismus bei Hölderlin aller Wahrscheinlichkeit nach über die Aneignung der platonischen { ~ } ! % ! Lektüre des Proklischen Kommentars zum Euklid vertraut wurde, die er aber auch durch die in seinem Umkreis immer wieder zitierten Darstellungen der für pythagoreisch gehaltenen Prinzipienlehre { &{ \ # % — ] } nenlernen konnte. 35 Eben diese Lektüren teilte Hegel freilich mit _ | {– ~ ! = — y Platon-Lektüre der Tübinger gehörten aber wohl die Anspielungen auf das innerakademische Lehrgut der Prinzipienlehre in Platons 34 Kap. 5, S. 116-122. 35 Vgl. z.B. Carl Philipp Conz: Schicksale der Seelenwanderungshypothese unter verschiedenen Völkern und in verschiedenen Zeiten. Königsberg 1791, S. 36, wo Diogenes VIII, 23 und Pseudo-Plutarch: placita philosophorum I, 8 zitiert wird. <?page no="216"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 217 Philebus, mit denen sich Schelling so ausgiebig beschäftigte . 36 Und hier - wie in den geometrischen Zusammenhängen des Proklischen Euklid-Kommentars - ist vor allem bemerkenswert, dass jenes drit- { ~ } ‡ { ~ } ] der Zweiheit wieder vereint, mit dem Ausdruck ‚mikton‘ gekennzeichnet wird. Üblicherweise wird dieser Ausdruck im Deutschen durch ‚gemischt‘ wiedergegeben, was völlig absurde Assoziationen ¶ L  ! L | - ] ‡ ƒ „  £ $ eine andere Metaphorik zugrundeliegend, die derjenige, der seinen Homer gründlich genug gelesen hat, auch sofort durchschaut. Der € — ‹ ‚ $ ? ! ‚ ‹ ƒÈÌÊþ¹Ñ̄ O Ò X was wörtlich durch ‚sich mischen‘ wiedergegeben werden kann. 37 \ ƒ „  & — Die erotische Metaphorik (die im Übrigen auch in dem deutschen Ausdruck ‚sich vereinigen‘ gängig ist) verdeutlicht daher auf geschickte Weise, dass hier nicht zwei Substanzen (wie z.B. Wasser und Mehl) ‚gemischt‘ werden, sondern dass zwei Subjekte eins wer- O X ~ † Sinn als Erzeugtes ist das ‚mikton‘ der philebischen Prinzipienlehre oder der Proklischen Figurengenera in der Geometrie 38 das aus der Vereinigung des ersten und des zweiten hervorgeht. ‹ — & = } - ~ % ˆ ~ ] ? ] ‡  ¯   \ †  \ % ~ ? dieses gesamten Vorgangs deutlich. \ { ~ ‡ % O ‹ ! ] ] ‡ X ? - 36 Platon: Philebus 23 C-D; vgl. Schelling: „Timaeus.“ (1794). Hrsg. von Hartmut š›œ O%  ZX % & ' *++Z 37 ‹ &] # — ' } $ # " % " ! % $ %  sistance of Roderick McKenzie and with the cooperation of many scholars. With ! % }} *++/ Ž— *++/ ! Èà½Ê¹çÈÌ { ’Z | $ $ ¢ — have intercourse with, both of the man and the woman.“ (p. 1092) 38 Vgl. Procli In Primum Euclidis Elementorum Librum Commentarii (ed. Friedlein, Leipzig 1873; ND Hildesheim 1967), S. 103 f. und oben Kap. 5, S. 109, 115 u.ö. <?page no="217"?> Die Geschichte des Absoluten 218 ˆ $L € Š — in einem Homburger Fragment 39  *>++ ben wurde. Aber es wäre dem Dichter zu wenig Überblick und zu viel Schlafwandlerei zugetraut, wenn man annähme, er habe bei _ \ diesen Schlussstein gedacht, der seinem Gebäude erst Stabilität verleiht. 40 Zugleich ist damit klar, dass auch die Trennung des † } € ] ‡ ] ‡ dieser Teleologie folgt, die Hölderlin an der besagten Stelle so beschreibt, dass nämlich das „Ursprünglich einige[ ] aus ihm herausgehen müsse, des Stillstands wegen, der darum nicht in ihm ˆ L  ‹ € š›œ  Š ] in derselben näheren und entfernteren Beziehung bleiben dürfen, damit alles allem begegne, und jeden ihr ganzes Recht ihr ganzes Maas von Leben werde, und jeder Theil im Fortgang dem Ganzen gleich an Vollständigkeit sei, das Ganze hingegen im Fortgang den Theilen gleich werde an Bestimmtheit, jenes an Inhalt gewinne, diese an Innigkeit, jenes an Leben, diese an Lebhaftigkeit, jenes im Fortgange mehr sich fühle, diese im Fortgang sich mehr erfüllen“. 41 Die Bilder, die für jene ursprüngliche Teilung des Ganzen in ‡ ] ‡  L den beiden Hegel vorausgehenden Tübinger Platon-Interpreten verschieden sein. Schelling sprach 1796 von einem „Sündenfall im Platonischen Sinne“ 42 und blieb damit noch sehr in der Nähe der von ihm genauer studierten gnostischen Systeme, Hölderlin hier im zitierten Homburger Fragment dagegen von einer „nothwendigen Willkür des Zevs“. 43 In beiden Bildern ist mit enthalten, dass 39 ‹ < $ Š — Das lyrische, dem Schein nach idealische Gedicht… (MA II, S. 102-107). 40 Dieser „Schlussstein“ ist in Seyn, Urtheil, Modalität = ? - \ = <  $L _ nehmen konnte, als Wertbestimmungen der Kopula ‚sein‘ im Urteil zu betrachten, sie beziehen sich also einerseits zurück auf die vor der Ur-Teilung liegende „Verbindung des Subjects und Objects“, sie # ¯2 sie aber zugleich; vgl. dazu ‡ $L # y Y ! Seyn Urtheil Möglichkeit. In: $L & ; q *+@/ &*+@> % +[&*; Z 41 Ebd. S. 104 f. 42 % $_ | [ % +q ! % *ZZ % */ [ < 43 MA II, S. 106; vgl. auch oben Kap. 8. <?page no="218"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 219 y ‡ ¯  L "€ ? ] ‡ ˜  ƒ ¯ „ }? Hegel’schen Sinne, bedeutet. Wie oben schon angedeutet, ist der Übergang von jener Berner ! ˜ $ _ ! zu dem weltgewandten Betrachten der Phänomene, das sich bei ihm ¶ Š — erster Herausgeber schlicht Die Liebe genannt hat. 44 Möglicherweise hat die Wahl dieses Themas ja auch mit den Verstrickungen etwas zu tun, in die Hegels Freund Hölderlin im Hause des Bankiers Gontard und insbesondere bezüglich der Dame des Hauses gekommen war. Vor allem aber dürfte dafür ausschlaggebend gewesen sein die Art, wie Kant in seiner Moralphilosophie der Liebe - höchst missverständlich - einen „pathologischen“ Charakter beigemessen 45 Das konnte einer Generation nicht gefallen, die nicht nur die ƒ }ˆ „ # rein sinnlichen Freuden der Geschlechterbeziehung nicht nur größere Aufmerksamkeit zu schenken, die ja immer noch theoretisch ! ? ? L veren Genuss zuteilwerden ließ. Bedeutsam war für die Hegel’sche Behandlung dieser Thematik aber doch wohl die Entdeckung der Implikationen einiger Paulinischer Äußerungen im 13. Kapitel des Römerbriefs 46 \ { % ‡ ’% # ‡ ] € “ ~ $ _ & antikantianischen Diskussionen. 47 Daraus ergab sich für ihn die pa- 44 TWA 1, S. 244-250. 45 Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 148; vgl. Hegel, TWA 1, S. 323 und 325. 46 Ende 1795 muss Hegel Hölderlin schon von seiner „Idee“ einer „Paraphrase der Paulinischen Briefe“ geschrieben haben: vgl. Hölderlin, Brief an Hegel, 25. November 1795 (MA II, S. 600). 47 So hat er die Randbemerkung im Manuskript der sogenannten Positivitätsschrift, ! ’ } ‡ “ " OŠ * % *[+X ! lich erst in Frankfurt eingetragen, nachdem ihm anhand seiner Interpretation der Bergpredigt der wesentliche Kritikpunkt an der Kantischen Moral klarge-   | ! ’Ù ؾËÈÑ ‡ “ OŠ * S. 326) zusammenfasst. Diese Idee wird eingerahmt von Bezugnahmen auf die Hölderlin’schen Importe „Sein die Synthese des Subjekts und Objekts, in welcher %  Ž  ] ‡ ! “ ’‹ “ ! ’] ‡ “  ’‹ } “ { } <?page no="219"?> Die Geschichte des Absoluten 220 — ‚ ‚ % ] € ‡  ~  -  ‡ 48 erst Ereignis werden konnte. Liebe kann - wie Hegel die Bergpredigt paraphrasiert - schlechterdings nicht geboten werden 49 ‚ ‡ ƒ] € ‡ „ $ !  - _ $ ƒ ‡ „ € Betrachtungen zur erotischen und romantischen Liebe fruchtbar zu machen. Es sind also ganz unterschiedliche Motive, die in dem Hegel’schen Š — € Die Liebe zusammenwachsen und auf diese Weise konkret werden. Er fasst seine Erkenntnisse in systematischer Absicht zu-   ‡ $ } ! und alle Detailbestimmungen weglasse: ‹ # ˆ # š›œ ‹ š›œ ‹ š›œ € ~ €  š›œ ˆ # š›œ # !  ] _ ~ ! ]  š›œ | der Liebe ist das Getrennte noch, aber nicht mehr als Getrenntes, [sondern] als Einiges, und das Lebendige fühlt das Lebendige. 50 y ? < ƒ# „ $L ]—}  ner philosophisch-abstrakten Terminologie ‚Sein‘ heißt 51 , also jene  Š = ~ ˆ $L O % Z % } *>+q = || % q+q und an Niethammer, 24. Februar 1796, MA II, S. 614f.; vgl. auch die Vorrede zur < : 4 des Hyperion: „weder unser Wissen noch unser Handeln gelangt { \  ¯L “ O= I, S. 558). 48 Vgl. Der Geist des Christentums ’ € = ? š~ œ } š›œ ‹ ‡ ‡ ! ‡ ~ š œ € }  ~  € ‡ ¯ “ $ † } $ • ƒ ¯ „ 49 Vgl. TWA 1, S. 325; vgl. auch S. 363: „Es ist der Liebe eine Art von Unehre, wenn sie  ›“ 50 TWA 1, S. 246. 51 Vgl. Hölderlin: Hyperion | *^ ’] ~ # & heit, das ist der Himmel des Menschen. / Eines zu seyn mit Allem, was lebt, in see- <?page no="220"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 221 ursprüngliche Einheit, die quasi von selbst den Prozess ihrer Ent- ~ ‡ Y ~ €  ~ ner erneu(er)ten Einheit, die eben nicht Repristination ist, sondern ’ " š›œ  % L _L “ ‚ $L & derlins Vorrede zur < : 4 des Hyperion zu reden. 52 Hegel fasst diesen Prozess zusammen in den Worten, das Leben habe „von der unentwickelten Einigkeit aus, durch die Bildung den Kreis zu einer vollendeten Einigkeit durchlaufen“, wobei nur noch ~ < ƒ „ gemeint ist, der den Entwicklungsprozess (vom „unentwickelten“ Embryo zum ‚vollendeten‘ Wesen) bezeichnet. 53 Den entscheidenden Punkt hebt Hegel dabei noch einmal ausdrücklich hervor, wenn er zusammenfasst, dass in der Liebe das Getrennte noch ist, aber nicht mehr als Getrenntes. Also, wie gesagt, nicht Repristination, sondern Höherentwicklung. Wie klar ihm der gesamte triadische Prozeß vor Augen steht, zeigt Hegel in einer Anmerkung, die er zu < ’! ] “ ~ € ’\ ] ! #  " – — € geleistet ist; der unentwickelten Einigkeit stand die Möglichkeit der " – — Š €  š ƒ! endeten Einigkeit‘] ist die Einigkeit und Trennung vereinigt, ein # ‡   O ~ € X ] ‡ “ 54 „Einigkeit und Trennung vereinigt“, in dieser Formulierung kündigt sich schon die berühmt gewordene Rede von der „Verbindung der Verbindung und Nicht-Verbindung“ 55 , resp. von der „Identität der Identität und Nichtidentität“ 56 an, die Hegel später in seiner Y # ’ \ ˆ liger Selbstvergessenheit wiederzukehren in’s All der Natur, das ist der Gipfel der ›“ 52 MA I, S. 559. 53 ‹ ˜ y & ? L *>@* 54 \ Š — Š   $ $ _ in Berlin hrsg. von Herman Nohl. Tübingen 1907, S. 379 Anm. [b]. 55 Hegel: Systemfragment von 1800.TWA 1, S. 422. 56 $ \ < ~ % % { } (1801). TWA 2, S. 96. <?page no="221"?> Die Geschichte des Absoluten 222 Absoluten“ bezeichnet hat. 57 Und doch ist hier in der wahrscheinlich frühesten Fassung des Gedankens sein eigentlicher dynamischer Charakter stärker betont als in allen späteren. Es geht bei der triadischen Dialektik um einen dynamischen Pro- ~  } Ž < ƒ ” ‚ } Ô ‚ } } ”„  ~ € \ Prozess muss freilich nicht unbedingt ein temporaler sein, ob-  < ƒ „ € wenn man nicht berücksichtigte, dass es sich bei der biologischen ²  } \ ~ %} ? ƒ# „& <  ~ große Metapher, deren zugrundeliegende Bedeutung man sich im-  ] € ˆ = } ? _ ‡ der Geist es ist, der lebendig macht, während der Buchstabe tötet. 58 ƒ# „ ]—} € ƒ „ ~ 59 und der { ~ Š — $ wird, ist der Prozess des Zu-sich-kommens des Geistes, der eben metaphorisch als die ‚biologische Bildungsgeschichte‘ des Geistes <  ‚Liebe‘ ist die bewegende Kraft in diesem dynamischen Prozess des Geisteslebens: „Das Lebendige fühlt in der Liebe das Lebendige. In der Liebe also sind alle Aufgaben, die sich selbst zerstörende ] " – — ] ‡ des bewußtlosen, unentwickelten Einigen gelöst.“ 60 Die Liebe ist eben das Operative sowohl in dem Prozess, der das bewusstlose,  ] ] ‡ " – — übergehen lässt, als auch in der Umkehr, durch die sich die „zerstö- ] " – — “ 61 –L 57 Hegel: Wissenschaft der Logik. Hrsg. von Georg Lasson. Erster Teil. (Philosophische Bibliothek; 56) Hamburg 1971, S. 59. 58 Vgl. 2. Kor. 3,6. 59 ¶ y % $ über die „Vereinigung“ von „Geist“ und „Körper“ nachdenkt: „Ihre Vereinigung,  ] ‡ ¯L # “ OŠ 1, S. 414). 60 Nohl [Anm. 53], S. 379 Anm. [b]. 61 Ebd. <?page no="222"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 223 Nicht systematisch, aber immer wieder hie und da, arbeitet der Frankfurter Hegel in seinen Entwürfen an der Ausarbeitung sei- < ! ƒ } € ] „  _ ? ]  ƒ! ] „ € ‡- ~  < ƒ{ „  erwähnt, aus der Paulinischen Theologie stammt und den Hegel zur Auslegung der Botschaft der Bergpredigt gebraucht, der aber - und das war Hegel ganz sicher bekannt und für ihn interessant - auch in den gnostischen Systemen eine ausufernde Bedeutung erlangt hatte. 62 Der Grundgedanke in der Paulinischen Urbedeutung war für $ !  \ Y #  ‡ ‡ sich lässt und es doch erfüllt, freilich nicht im buchstäblichen Sinn, & \ ¯ ‡ ¯ ] ‡ }} % ¯L & lassen und als bewährendes Bewahren, das war genau das, was $  }? ƒ%} ! „ ? y €  < ƒ{ „ den gnostischen Systemen gekommen, also in jenen unendlichen Varianten eines Platonismus für Halbgebildete 63 , deren bunte Welt € $ — ƒˆ « „ *@ !   ‰ = ] &% < entwickelt 64 $  %  Briefwechsel zwischen den Freunden thematisiert worden war 65 , 62 ‹ ~ % ! `#L² š ; *œ € } " Terminologie des Neuplatonismus, z.B. in der Elementatio des Proklos (prop. 177), !  š +œ % [+ < 63 Š ’{ } “ O Seele im kaiserzeitlichen Denken. In: ders.: Forschungen zum Neuplatonismus. *+/ / % **[X ‡ } ! "   ! _ ? š **œ % ; ; [&; / Z Š = — €  ƒ – „ ter und von der politischen Partizipation ausgeschlossener Intellektueller hat Hans G. Kippenberg vorgelegt: Die vorderasiatischen Erlösungsreligionen in ih- y % $ = —& & Vorlesungen. Frankfurt a.M. 1988. 64 Vgl. Michael Franz: Die Verfügbarkeit der neuplatonischen Gedankenwelt für Goethe. In: Klaus Manger (Hrsg.): Goethe und die Weltkultur. Heidelberg 2003, S. 89-100. 65 Vgl. HB Bd. I, S. 27 f. <?page no="223"?> Die Geschichte des Absoluten 224 ] ƒ „ ! 66 , von der er aber ! ! ? — Š logischen Dissertation über Marcion 67 ~ ! L<  | _ ! | ? was die Ptolemäischen oder Valentinianischen Gnostiker über das { }  ~ ˜ ‡ chischen Worts „perfectio“ lautete, also ‚Vollendung‘. 68 Das Pleroma ‡ ¯ ] ‡  die ‚Vollendung‘ des dynamischen Prozesses des Geistes, bzw. das „vollendete Leben“. Wobei hinzuzufügen ist, dass diese Liebe ] ‡  ! Individualität bewahrt, ihrerseits wieder eine Vollendung in einem L y ? ’" L ٠ؾËÈÑ # O" – — # ! ! X “ 69 Bestätigt wird darin das Prinzipielle dieser Figur des Pleroma, der Vollendung, die eben in den verschiedenen Gestalten des Geistes, der Religion und der Dichtung oder Kunst, sich vollzieht. 3 Ein Problem scheint es bei der ersten Station des triadischen Prozesses zu geben, wobei es sich vielleicht eher um ein Problem der Hegel-Interpreten handelt als um eines der Frankfurter { } ’% “  ’ # “ sprochen werden muss 70 , ist nur, wie Hölderlin in Urtheil und Seyn ƒ „ ~ ? 71 Es 66 Der einschlägige Entwurf Schellings in seinen Tübinger Studienheften, Geschichte des Gnosticismus ! L< ! = ~ \ { } € % ? | $ L % € O$ X % % ` *++@ % q^&/ q Orientalische Philosophie und „Lichter in der Nacht“, S. 56-60. 67 Schelling: De Marcione Paullinarum Epistolarum Emendatore. SchHKA I.2, S. 177-295. 68 Vgl. z.B. Irenäus: Adversus Haereses / Gegen die Häresien. Griechisch-Lateinisch- Deutsch. (Fontes Christiani; 8) Band III (3, 15, 2). 69 TWA 1, S. 370. 70 TWA 1, S. 371. 71 Vgl. MA 2, S. 50. <?page no="224"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 225 !   } ? – — ! ’  los“, sondern es scheint auch gänzlich ‚unerkennbar‘ zu sein, da ƒ „  O~ ? ‡ X Erkenntnisvermögen ist. Entsprechend heißt es beim Frankfurter Hegel in seinen Überlegungen zu diesem Problem: „Reines Leben zu denken ist die Aufgabe, alle Taten, alles zu entfernen, was der Mensch war oder sein wird“. 72 Aber dieses „reine Leben“ ist das ’ L “ ~ ’ “ ’ “ „emaniert“, insofern es „Teil der unendlichen Teilung“ ist 73 , das ] ‡ ?   ~ %}  ’ € " – — š›œ vermieden werden“ 74 müssen. Daher heißt es dann, dass „über L “ ’ }  š œ“ 75 , bzw. dass über den „lebendigen Zusammenhang“ 76 ’ Welt“ „nur mystisch gesprochen werden kann“. 77 Und hier ist der {  – ‚ € ! ! & le - Richtung der Hegel-Interpretation das Urteil fällt: diese Theorie der „Unerkennbarkeit des Absoluten“, bzw. die Beschränkung auf eine „negative Theologie“, sei das Kennzeichen des sogenannten ‚Frühidealismus‘, der für Hölderlins Position charakteristisch gewe- $ " auf einen wahrhaft ‚spekulativen‘ Idealismus „überwunden habe“. 78 | L € ! < nicht ganz richtig ist. Zunächst für Hölderlin eine Belegstelle, die das Gegenteil dieser ‚Frühidealismus‘-These beinhaltet. Sie stammt aus dem selben — y € Š 72 TWA 1, S. 370. 73 TWA 1, S. 374, Z. 11 f. 74 TWA 1, S. 372 75 Ebd. 76 TWA 1, S. 375, Z. 27. 77 TWA 1, S. 375, Z. 28. 78 Vgl. Klaus Düsing: Das Problem der Subjektivität in Hegels Logik. Systematische und entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zum Prinzip des Idealismus und zur Dialektik. (Hegel-Studien; Beiheft 15) Bonn 1976, besonders S. 66-74; sowie: Schellings und Hegels erste absolute Metaphysik (1801-1802). Zusammenfassende ‹ ! | { ‹ Š — Interpretation versehen von Klaus Düsing. Köln 1988, bes. S. 101-120; und schließlich: Halfwassen [Anm. 9], S. 44-98. <?page no="225"?> Die Geschichte des Absoluten 226 € † L ’ € “ O zum „Platonischen Sündenfall“ bei Schelling) herangezogen wurde. Da heißt es von dem „tragischen Gedicht“, dass „allen Werken dieser Art Eine intellectuale Anschauung zum Grunde liegen [muß] welche keine andere seyn kann, als jene Einigkeit mit allem, was lebt, die zwar von dem beschränkteren Gemüthe nicht gefühlt, die in seinen höchsten Bestrebungen nur geahndet, aber vom Geiste erkannt werden kann“. 79 Die „Einigkeit mit allem, was lebt“, - Hölderlin knüpft in der Formulierung an die hymnische Ausdrucksweise zu Beginn des Hyperion 80 an - entspricht dem Hegel’schen „Reine[n] Leben“ und ist nur der „intellectuale[n] Anschauung“ zugänglich, wie es Urtheil und Seyn ‹ ’ “ bzw. der ihr zugrundeliegenden „Einigkeit mit allem, was lebt“,  ‚ ] _ < ‚ $ Š — ! ’ ? € “ - also dem menschlichen - nicht „gefühlt“ werde und in den „höchsten Bestrebungen“ dieses eingeschränkten Gemüts nur „geahndet“ werden könne. Dennoch aber kann sie - wie Hölderlin ausdrücklich klarmacht - erkannt werden, nur eben vom „Geist“, der sich darin als eine Größe erweist, die über das menschliche „Gemüt“ hinausgeht. Nun muss man wissen, dass „Geist“ für den reiferen Hölderlin stets % € ’ “ | $L auch hier der Tradition treu, nach der die „intellectuale“ eine privi- ’ L “ 81 Freilich ist dieser ‚Geist‘ auch im Menschen wirksam, dann und nur dann allerdings, wenn dieser ƒ & „  ! ‡ < \ ’]  “ ’ lute Sein“ oder „reine Leben“ ist also durchaus erkennbar, nur freilich ausschließlich im und durch den begeisterten Dichter. Auf diese Weise wäre hier also sehr wohl etwas anderes zu Wege gebracht Y ƒ ! Š „ $ ‡ ! Absoluten nur „in der Begeisterung gesprochen werden kann“, nur „mystisch gesprochen werden kann“, erweist sich somit als eine genaue Übernahme der Hölderlin’schen Dichtungstheorie, die dieser 79 MA II, S. 104. 80 Vgl. MA I, S. 614 f. 81 Vgl. Kant: Kritik der Urteilskraft, S. 351 f. (OP). <?page no="226"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 227 schon im ersten Band des Hyperion (1797) in die lapidare Äußerung $ } ~ ’| } = sind.“ 82 Wobei mit diesem grammatisch absoluten „sind“ natürlich ein metaphysisch ‚absolutes Seyn‘ evoziert ist. Im Vorbeigehen sei erwähnt, dass auch Schelling vermutlich einen ähnlichen Ausweg aus der Problematik der ‚intellectualen „ % ’_ “ ’ ~  Organon zugleich und Document der Philosophie“ 83 des „transzendentalen Idealismus“ nannte. Von „Unerkennbarkeit des Absoluten“, von bloß ‚negativer Theologie‘ kann also bei den ‚Frühidealisten‘ Hölderlin, Hegel und Schelling nicht so ohne weiteres gesprochen werden. Allerdings scheint die Lösung des Problems der ‚intellectualen Anschauung‘ € Ž % $ ~ zu haben. Insofern ist auch etwas Richtiges dran an dieser These und es soll hier gar nicht geleugnet werden, dass in den spekulati- ! Š % $ # *@^*  = ˆ ˆ~ Š greift - zumindest im Falle Hegels, der uns hier vor allem interessiert - auf Versuche zurück, die noch in Frankfurt, noch im paral- y $L • € | Š  ‚ \ wohl schon in Frankfurter Zusammenhänge einzupassenden - Hegelschen Versuchs, ein „Dreieck von Dreiecken“ zu konstruieren, die in einem triadischen Prozess sich „durcheinander hindurchbewegen“. 84 \ { ~ ! ’| “ € ’† ! “ 85 ~ ’"€ ! “ 86  ! die Dynamik des triadischen Schemas, das vom unentwickelten ] € ] ‡ ~ ! ] ! ? ~ } } = \ ] ‡ 82 Hyp. I 142 (MA I, 683). 83 % % ~ | = ] von Walter Schulz. Hrsg. von Ruth-Eva Schulz. (Philosophische Bibliothek; 254) Hamburg 1957, S. 297. 84 GW 5, S. 479. 85 Ebd. S. 481. 86 Ebd. S. 482. <?page no="227"?> Die Geschichte des Absoluten 228 ]   ¯ ‹ ~ ? nämlich das Missverständnis allzu naheliegend, der Prozess des Absoluten sei damit an ein Ende gelangt und das „absolute Wort“ ein für alle mal „ausgesprochen“. 87 ~ $L $ ? ‡ ~ { Š ! ’ŠL “ " ~ } ¶ _ ƒ_ € „ ~ ˆ ! wieder neue Variationen des „Wechsels der Töne“ möglich machte, die ihrerseits die drei Dichtungsarten (Epik, Tragik, Lyrik) in jeweils dreifachen Stilarten konstituierten. Hegel andererseits muss wohl am Ende zu der Konsequenz gekommen sein, dass die Theorie vom „begeisterten“, „mystischen“, kurzum dichterischen Aussprechen des Absoluten dieses in gewis- ˆ— € &" } † € <  ? \ € das dichterische Wort oder das künstlerische Bild, wenn es denn schon nicht zu negativ unendlich deutbar bleiben sollte, so dann doch Gefahr laufen würde, zu positiv, gewissermaßen kanonisch zu werden. In beiden Fällen wäre ein Rückfall in die so vehement ! Y ƒ" – — } } „ ! € \ des Absoluten im Geist muss also eine ‚Zukunft‘ gesichert werden, die der Kunst oder der Dichtung nicht unbedingt garantiert sein können. In solchen Überlegungen dürfte die Geburt des ‚absoluten Geistes‘ geschehen sein, der nicht mehr auf die positiven Formen von Kunst oder Religion festgelegt ist. | ˆ ƒy „ ~ € ‹ $ ! ’] in die früheste Systemkonzeption Hegels“ bietet, der zugleich, wie ! ’ _ ~ dieser Systemkonzeption, von der ersten Vorlesung Hegels bis zu 87 ‹ " ~ š Zœ % *+[ ’ $  ‡ š ƒ % *@^/ „ % *+; œ  ]—} = }  š % **/ œ ] < † ! } š›œ ~ “ ! % • ! ’% Y “ O% š @[œ % *>X ‹ ’] š _€ œ % š ‡ œ ‡ Y ~ } € ] ˆ “ O q % [>/ X <?page no="228"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 229 ‡ Š — š  œ“ 88 In ihm hat Hegel Gedanken auf-  # } L‡lich und jäh in einem enthusiasmierenden Raptus eingegeben haben € Š Š — ’| “ zwar „als speculative Idee, und dann als Universum dargestellt“, und sein Programm: „wir gehen nunmehr an das Erkennen derselben [sc. also der Idee des absoluten Wesens] in der Philosophie.“ 89 Dazu soll nun im „Auseinanderhalten erkannt werden“: „Wie das absolute Wesen sich selbst in der Idee sein Bild gleichsam entwirft, sich in der Natur realisirt, oder in ihr sich seinen entfalteten Leib < ~ € und sich selbst erkennt, und als diese Bewegung eben das absolute ›“ 90 Auch hier also wieder so deutlich wie irgend möglich ausgesprochen: die Bewegung von der Idee in den Ausgang ihrer Entfaltung in der Natur und dann die Rückkehr zum sich-nunmehr-selbst-er- { ~ ! ” } Ô und epistrophé. Und ausdrücklich der Hinweis darauf, dass nun diese ganze Bewegung insgesamt das „absolute Wesen“ ist. Aber eben auch dieses, dass „diese Bewegung [insgesamt] das absolute Wesen ist“, wird noch einmal be-rücksichtigt werden müssen, mit der Maßgabe, dass „wir in disem Aussereinander die Einheit nicht verlieren; aber in der Breite in die sie sich ausdehnt, immer in der Einheit erhalten, so daß je breiter die Erkenntniß, desto tiefer sie auch wird, und endlich ihre ganze Breite in ihrer Tiefe zusam- ~ ] Natur in der Einen Idee zusammenfassen, oder vielmehr nur die " – — ] Y ] Idee zusammengefaßt geblieben ist.“ 91 ] &– "€ wird, wird das sein, dass alles das, was sich in die Breite und in die Tiefe entwickelt hat, immer noch die eine und selbe Idee gewesen sein wird. Die absolute Idee, wenn sie denn durch die Medien der Natur und des Geistes hindurchgegangen sein wird, wird als Logos 88 $ &$ # ‚ ‚ % % ; ^^[ % *q^ 89 GW 5, S. 262. 90 GW 5, S. 262. 91 Ebd. <?page no="229"?> Die Geschichte des Absoluten 230 nun Epos geworden sein müssen, d.h. sie wird narrative Struktur bekommen haben. Das ist das Erbe der Platonischen Tradition von Ausfahrt und Rückkehr des Geistes. Die ‚Zukunft‘ des Geistes, die Hegel an die Stelle des ein für allemal gelungenen Worts und an % ‡ — || < schlecht-unendlichen, sondern begrenzten und darin vollendeten $ ~  ˆ L \ ] ‚Absoluten‘ kann sich ja nie und nimmer darauf beziehen, was es ist, das Absolute 92 , sonst wäre es zum bloßen Objekt herabgewürdigt, auch nicht darauf, was es zu werden verspricht, sonst wäre sie nur eine subjektive Ahnung, sondern einzig und allein darauf, was es gewesen sein wird. Und so ist es, wie sich ein moderner Hegel- Leser ausgedrückt hat, eine „grammatische List der Vernunft: Der Sinn, den sie gemeint haben wird, ist in Wahrheit das Futurum — “ 93 In dem Kapitel der Wissenschaft der Logik über das Absolute am Ende der ‚Wesenslogik‘, das Günter Kruck und Friedrike Schick 94 so wunderbar transparent gemacht haben, kommt Hegel noch ein- Š < € ! *@^* da nämlich, wo er davon spricht, dass „die Identität des Absoluten O›X % ‡ verschwundener Unterschied geworden ist“. 95 In dieser Verfugung von Verschwinden, bzw. Verschwundensein, und Werden, bzw. Geworden-sein, in diesem Werden des Verschwundenseins spricht sich der geschichtliche Charakter des Hegel’schen Absoluten aus. ‚Identität‘ hat oder ist das Absolute nur als ein „durchsichtiger 92 ‹ € } µ $ ‰ ~ ‰ / + ’]  Philosophie nicht so gut, einen : zu haben und sagen zu können: das ist oder ist nichts“ (GW 5, S. 502); Nr. 82: „Das absolute Erkennen der große Besen, der Alles wegfegt, Y - # “ (GW 5, 503). 93 ¢ \ { *+>Z } ; ; %} Š — ’ • une ruse grammaticale de la raison: le sens qu’elle aura voulu dire, c’est, en vérité, le futur antérieur.“ Vgl. auch ders.: Glas. Aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek und Markus Sedlaczek. München 2006, S. 20. 94 " – — ] _ ~ _ ’ Absolute“ in Hegels Wissenschaft der Logik. In: Theologie und Philosophie 69, 1994, S. 90-99. 95 Hegel: Wissenschaft der Logik. Hrsg. von Georg Lasson. Zweiter Teil. (Philosophische Bibliothek; 57) Hamburg 1969, S. 158 (Herv. von mir). <?page no="230"?> Der junge Hegel und die Tradition des Platonismus 231 Schein“, der wie ein Glas wirkt. Der erwähnte Hegel-Interpret, dem die Totenglocke schon geläutet worden ist, hat es jenen Alchemisten nachgemacht, die - wie es in einer alten Schwarte heißt - darauf ’ ›  € › spiritus familiares oder zauberische Glasgeister bekommen, so ? ‡  jenem unterrichten“. 96 Dieser - bereits verschwundene - moderne Chymiker hat gemeint, Hegels Familiengeister untersuchen zu müssen und ist dabei darauf gestoßen, dass die „enzyklopädische ‹ Y # O›X — ~? “ 97 , und gleich zu Beginn seines Buchs hat er darum bekannt, von wem er sich hat „unterrichten“ lassen: „wir werden das von ihm [sc. von Hegel] gelernt haben“. 98 96 C. Dieterich: Weisheit Salomonis, 1627; 2, 1032 (zit. nach: Deutsches Wörterbuch ! ! X 97 Derrida [Anm. 93], ebd.: „La version encyclopédique de la grande Logique O›X narre au futur antérieur“. 98 Ebd. 7: „nous l’aurons apris de lui“; dt. Übers. S. 5. <?page no="232"?> Quellen- und Abbildungsnachweise, Danksagungen Quellen 1. Überarbeiteter und erweiterter Vortrag, gehalten auf einem Symposium der Università degli Studi di Milano‚ ‚Friedrich Hölderlin Filosofo. Incursioni di un poeta nella »Terra Incognita« della Filo- ˆ „ ! *Z ‚*q *++q = O X ; ˜ =  Ž % O$ X { | \ } & Š { } =€ & # }~ O% X ; ^^[ % *+&[* [ ˜ " } ` L ‡ O$ X \ \ { } % % & ' O &$ ~ X ; ^^Z % / ^*&/ *Z Z ˜ $L & ; @ *++; `+[ % 111-127. q ˜ y € { & } ; ; *++> % */ >&*@> / % €  $L & & [* *++@&*+++ % >q&+@ > ]  " # €  | & tionalen Schelling-Gesellschaft zu Schellings Philosophie und Religion *q = *+++ O X @ ˜ ÿ< ‹ ] | & % & ; q *+++ ~ ; ; Z % " #   & [ ‰ ! *+++ " ' { } & | € { } &% &† ! & ? O X + ˜ ‹ ~ † Š€ & ; ^ \ ~ ; ^^/ O X <?page no="233"?> Abbildungen % ; ^ Š ! { { } ™ ]— › % % } OŽ ‡ } y € X % ZZ Š ! Š { } = ' & Ž { OŽ ‡ † ! ? & Š€ X % / ^ { ! € O% = & *@; > X OŽ ‡ †  &   { X % >Z { % € ‹ % O ‹ % Z>X OŽ ‡ † ! ? & Š€ X % +Z Š } | O % " ! ¢ ‹ | ' } || { | " } { { ‰   ; ^^@ X % *; [ { O & || % *[[X OŽ ‡ † ! ? & Š€ X % *q/ ! \ ” # | ~ = • { # ||| >[+&>Z; O ! \ ” \ } * =€ *+>q % / +; X % *>; &*>[ " < ` { { OŽ } & % _ | † & ! ? Š€ X % *>Z \ { { | % ; ^; \ { { % ~? Dank | ‹ _ % O=€ X & &$ ~ O% & ' X $ & &_ $L & € & _ } ; [ Z q / <?page no="234"?> Personenregister Nicht aufgeführt werden die ubiquitären Namen von Hegel, Hölderlin, Pla- %  ‰ ! \ ‹ " ˆ und mythologischen oder religiösen Personen. Abicht, Johann Heinrich 132 Albinos 39 Albrecht, Michael 47 Alcinous 39, 49, 50, 51 Adolphi, Rainer 184, 233 Alexander von Abonuteichos 56 Amelius 54 Ammianus Marcellinus 54 Ammonius Saccas 41, 61, 67-70, 81 Apollonius von Tyana 56 Apuleius 39, 49, 50, 78 Archimedes 116 Aristophanes 75, 78, 92 Aristoteles 6, 69, 84, 185 Arius 187 / + Athanasius 184, 189 Athenagoras 70 Augustinus 176 Baltus, Jean François 66, 70 ' } Z; @* 85, 99, 100 Barth, Karl 176 Barthelemy, Jean-Jacques 74, 79 Baum, Wilhelm 132 Baur, Ferdinand Christian 24 Beierwaltes, Werner 61, 104, 115, 145, 182, 206, 207, 209, 223 Beißner, Friedrich 6, 79, 80, 95 Bengel, Johann Albrecht 102 Berkeley, George 108 ‡ L Z* / [ / Z Beutler, Rudolf 183 Biester, Johann Erich 79 Bigg, Charles 182 Blumenbach, Johann Friedrich 221 Böhm(e), Jakob 205 Böhm, Wilhelm 12, 137 Böschenstein, Bernhard 36 Bonaparte, Napoleon 91 Bondeli, Martin 17, 41, 142 Bonsiepen, Wolfgang 22, 205 Brecht, Martin 29 Breidert, Wolfgang 108 Briegleb, Jochen 80 Brotinos 191 Brucker, Jakob 39-41, 45-52, 55, 65, 67-71, 211 Bruno, Giordano 36, 58, 163 Bubner, Rüdiger 137 Buchheim, Thomas 169, 170 Buchner, Hartmut 33, 35, 61, 217 Budde, Johann Franz 48 Carus, Carl Gustav 56 Casaubon, Isaac 47 Cassirer, Ernst 12, 96 Celsus 197 Chandler, Richard 80, 81 <?page no="235"?> 236 ' & - = & Gabriel-Florent-Auguste de 80 Cicero 39, 49, 50, 54, 87 Clairmont, Heinrich 22, 205 Clemens von Alexandria 70, 184, 211 Clericus, Ioannes 66 Cleß, Heinrich David 132 ' ] \ / q Condillac, Etienne de 144 Conz, Carl Philipp 42, 43, 85, 101, 119, 120, 216 Cudworth, Ralph 55, 101, 105, 211 Damascenus, Johannes 190, 191, 194 Damascius 67 Danz, Christian 184 Darnton, Robert 66 Denzinger, Heinrich 209 Derrida, Jacques 230, 231 Descartes, René 108 Des Places, Édouard 145, 197, 208 Diderot, Denis 45, 66, 67 Diehl, Ernst 115, 197 Dieterich, Conrad 231 \ ‡ % < ; ; Diez, Carl Immanuel 9, 23, 52, 131, 142, 212 Dillon, John 182-184, 191 Dilthey, Wilhelm 95, 204, 207 Diogenes Laertius 43, 47, 78, 216 Döderlein, Johann Ludwig 9 Dodds, Eric R. 191, Doering, Sabine 36 Dover, Kenneth J. 91 Drück, Friedrich Ferdinand 54-56 Durner, Manfred 113 Düsing, Klaus 205, 206, 225 ] *[+ Ehrhardt, Walther 177, 178 Erhard, Johann Benjamin 132 Eschenmayer, Karl August 162, 164 Euklid 36-38, 108- 110, 112, 113, 116-118, 141, 157- 159, 209, 213, 216, 217 Eusebius 42, 51, 145, 197, 208 Feuerbach, Ludwig 206, / + *^ *; 15, 29, 30-32, 90, 91, 93, 111, 118, 130, 131, 133-136, 141-143, 154, 158, 159, 164, 166, 167, 182, 203, 221 Ficino, Marsilio 34, 82, 83, 89, 91, 101 Ferrer, Anacleto 100 Fiore, Joachim von 102, 194, 195 ; * ; ; ; Z&; > 32, 37, 38, 212, 213 Forberg, Friedrich Karl 56 Frank, Manfred 137, 151 Franz, Michael 22, 23, 25, 26, 28, 29, 32, 35-37, 39, 47, 52, 88, 99, 100, 110, 113, 118, 136, 141, 198, 223, 224, #L < ! @^ Friedlein, Godofredus 108, 217 Frigo, Gian Franco 22 Fuhrmans, Horst 134 Fülleborn, Georg Gustav 42, 45, 55-60, 234 Gadamer, Hans-Georg 89, Gaier, Ulrich 34, 83, 90, 97, 98, 115 Gaiser, Konrad 103 Galland-Szymkowiak, Mildred 170 <?page no="236"?> Personenregister 237 Ganganelli, Giovanni V. A. 27 Garcia, Marcela 170 Garve, Christian 56 Geminos 109, 110 Gerhardt, Carl J. 47 Gloyna, Tanja 83 Gock, Johanna 126, 127, 137 Goethe, Johann Wolfgang 43, 95, 126, 127, 139, 223 Gondek, Hans-Dieter 230 Gontard, Jacob 219 % +* Grimm, Jacob 231 Grimm, Wilhelm 231 Gründer, Karlfried 47 Grynaeus, Simon 37, 113 Güder, Eduard 176 Halfwassen, Jens 16, 17, 41, 51, 206-209, 225 Halley, Edmond 115 Harder, Richard 183 Harnack, Adolf 175 Harrison, Robin 79 Hartlich, Christian 30 Hauber, Karl Friedrich 116, 117 Hayden-Roy, Priscilla 28 Heath, Thomas L. 117 Heiberg, Johan Ludvig 117 Henke, Heinrich Philipp Konrad 31 Henrich, Dieter 9-15, 23, 52, 95, 96, 121, 131, 132, 212 Henrich, Mareike 16 Hemsterhuis, Frans 11 Hermanni, Friedrich 169, 171 Herbert, Franz de Paula von 132 $ *^ ** 13, 87, 139 Hesiod 105,146 Hildebrandt, Kurt 12 $ < / *; +q 100 Holz, Harald 41, 210 Holzhey, Helmut 121 Homer 78, 217 Horaz 47 Horn, Georg 46 Hume, David 24, 25 Imhof, Silvan 142 Irenäus 224 Iustinus Martyr 65 Jaeschke, Walter 121, 228, 229 Jamblich 54, 56, 213 Jamme, Christoph 15, 16, 21 Jacobs, Wilhelm G. 6, 93 Jacobi, Friedrich Heinrich 24, 26, 33, 36, 38, 58, 113, 114, 204 ‡ L Z* >* *@Z ; [[ Jehl, Rainer 45 Jones, Henry Stuart 217 Jüngel, Eberhard 194 Justin (s. Iustinus Martyr) Kant, Immanuel 6, 9, 12, 13, 15, 21, 23-26, 32, 33, 35, 37, 43, 52, 61, 66, 85, 86, 96, 98, 111, 114, 115, 121, 131, 133, 134, 136, 140-144, 147, 159, 160, 162, 164, 203, 204, 212, 218, 219, 226 Karl Eugen, Herzog 27, 29 Kelletat, Alfred 96 Kepler, Johannes 98-100, 107, 115 Kippenberg, Hans G. 223 <?page no="237"?> 238 Klügel, Georg Simon 36, 112, Klüpfel, Karl 24 Knaupp, Michael 6, 80, 120 Koch, Anton F. 9 Kondylis, Panajotis 14 _ *+* Krämer, Hans Joachim 103, 207, 223 Kreuzer, Johann 121 Krings, Hermann 6, 33, 35, 61 Kruck, Günter 230 Kubo, Yoichi 10, 16 Kurz, Gerhard 12, 13 Lagler, Wilfried 37, 38, 113 Lasson, Georg 222, 230 Lawitschka, Valérie 36 Le Bret (auch Lebret), Johann Friedrich 27-32, 177, 210 Le Bret, Elise 28 # ~ Z> 107, 108, 152, 158, 212 # ~ ' >> # ]} +q 102, 195 Leutwein, Christian Philipp Friedrich 9 Liddell, Henry George 217 #  &# Helmut 17, 41 Locke, John 24 #L² ' 40, 41, 105, 181, 210, 223 # Ž ' ! 28 Lombardus, Petrus 191 Lypp, Bernhard 121 Lysias 77 Maisch, G 27 Malebranche, Nicolas 212 Malleville, Guillaume 66 Malusa, Luciano 46 Manger, Klaus 43, 223, Marcion 41, 42, 71, 132, 224 Marinus 38, 212, 213 = % ! Z^ Maximos von Tyros 56 McKenzie, Roderick 217 Meiners, Christoph 45, 51-56, 66- 69, 71 Ménage, Aegidius 47 Mendelssohn, Moses 26, 58 Mereau, Sophie 139 Meyr, Melchior 125-127 Michelet, Carl Ludwig 206 Moderatus von Gades 183, 192 = ‡ _ { }} *^^ Mosheim, Johann Lorenz 66, 68-70, 105, 211 Müller, Ernst 12 Müller-Bergen, Anna-Lena 34 Mulsow, Martin 40 Mylonas, George E. 81 Nast, Louise 127 Newton, Isaac 107, 108 Nicolai, Friedrich 32 Nicolin, Friedhelm 24, 51, 204 Nieke, Wolfgang 47 Niethammer, Friedrich Philipp Immanuel 7, 41, 56, 68, 85, 91, 104, 111, 130, 131-133, 136-138, 181, 182, 211, 220 ‰ < #  [[&[q >q >/ >@ 85, 87, 89-92, 131, 135, 136, 141 Nösselt, Johann August 31 Nohl, Herman 16, 221, 222 <?page no="238"?> Personenregister 239 Numenios, Numenius 145, 183, 192, 197, 198, 208, 209 Occam, Wilhelm von 56 Ocellus 42 Oetinger, Friedrich Christoph 102 Ž Z@ / / Origenes 64, 70, 184, 197 Orpheus 36 Ovid 146 Petau (Petavius), Denis 40, 65, 69 { < _ @* {– ' } 36-38, 108, 112-114, 158, 209, 213, 216 Philon von Alexandria 61, 180 Pieper, Annemarie 147, Pindar 76, 119, 120 Plutarch (Pseudo-Plutarch) 39, 53, 216 {L Ž *q ; * +q Porphyrios (Porphyrius) 53, 54, 104, 213 Portus, Aemilius 53 Potamon 68, 69 { ! # / ; / ; @ 32, 63, 133, 134, 198 Plotin 41, 49, 53, 54, 58, 59, 61, 67, 68, 85, 104, 145, 182, 183, 184, 193, 205, 207, 209, 213 Prainsack, Christoph 132 Proclus (Proklos) 38, 44, 53, 67, 104, 109, 115-118, 146, 183, 191, 193, 197, 206, 212, 213, 234 Ptolemaeus (Gnostiker) 224 Putnam, Hilary 203 Pythagoras 70, 119 Quine, Willard V. O. 186 Rahner, Karl 194, 209 Reimarus, Hermann Samuel 40 Reinhold, Karl Leonhard 9, 35, 37, 43, 56, 131, 141, 142, 157, 159, 203, 212 Remond, Nicolas-François 47 Renz, Carl Christoph 116, 129 " ! ‰ @^ @* +Z ; [Z Riemann, Bernhard 158 " Z> Rößler, Christian Friedrich 39, 41, 42, 51, 54, 61-71, 85, 104, 181, 211 Rosenkranz, Karl 33, 204, 205, 228 Ryan, Lawrence 97 Sabellius 31, 185, 187 Sachs, Walter 30 Sainte-Croix, Guillaume de 77, 81 Sandkühler, Jörg 42, 55, 70, 224 Santinello, Giovanni 47 Sappho 36 Sartre, Jean-Paul 151 Schelling, K.F.A. 62, 134, 135, 177, 178, 179 Schelling, Fr. v. (Pauline) 126 Schick, Friedrike 230 Schiller, Friedrich 7, 11-14, 84-86, 107, 108, 110, 118, 126, 127, 130, 164, 220 Schindler, Alfred 69 Schlegel, Caroline 140 Schlegel, Friedrich 139 Schleiermacher, Friedrich D. E. 46, 84, 177, 178, 205 Schmidlin, Johann Christoph 55 Schmidt, Martin 69 <?page no="239"?> 240 Sulzer, Johann Georg 76, 120 Suphan, Bernhard 87 Susemihl, Franz 89 %€Y ; * Syrianus 191 Szlezák, Thomas A. 84 Taylor, Thomas 38, 145, 212, 213 Š Zq Theiler, Willy 183, 223 Thomasius, Christian 48 Tiedemann, Dietrich 34, 45, 59, 67 Š - ! ; ; *; q Timaeus Locrus 34, 42, 80 Troxler, Ignaz 225 Valentinianus 224 ‹ # + *[/ */ Z Walch, Johann Georg 100 Weber, Max 223 Wegenast, Margarethe 98 Weiss, Herrmann F. 139 Wekhrlin, Wilhelm Ludwig 28 Welsted, R. 120 Wenz, Gunther 130 Wessels, Hans-Friedrich 22, 205 West, Richard 120 Weyenschops, Jürgen 9, 52, 131 *+* Wiegele, Ursula 132 Windischmann, Karl J. H. 198 < ' *[ Z> Wundt, Max 48 Ziche, Paul 34, 36, 37, 112, 113 Zwilling, Jakob 14, 15 Schmidt-Biggemann, Wilhelm 45 % { + Schneckenburger, Mathias 176 Schneider, Helmut 21 Schneider, Ulrich Johannes 66 Schönberger, Leander 109 Schüler, Gisela 24 Schulz, Ruth-Eva 227 Schulz, Walter 10, 227 Schwab, Christoph 33, 125, 134-136 Schwab, Gustav 125 % " ; *> Sedlaczek, Markus 230 Seifert, Albrecht 76, 120 Semler, Johann Salomo 30, 40 Servet, Michel 176 Sextus Empiricus 216 Shaftesbury, Anthony A.-C. 33 Sokrates 63, 70, 75-78, 83, 86, 92, 105, 148, 202, 234 Souverain, Jacques 40, 41, 66, 69, 70, 105, 181, 210, 211, 223 Sozzini, Fausto 24, 31, 176 Sparn, Walter 23 Spinoza, Baruch 26, 36, 46, 58, 98, 113, 133, 157-159 Stanley, Thomas 46, 48, 66 Stamm, Marcelo 9, 130, 142 Stammen, Theo 45 Stäudlin, Carl Friedrich 23 Stead, G. Christopher 182, 185, 186 Steck, Max 109 Stemmer, Peter 194 Stein, Heinrich von 104 Strack, Friedrich 95, 97, 98, 100, 137 Strauß, Ludwig 137 Stuart, James 80, 81, 94, 234 <?page no="240"?> ISBN 978-3-7720-8448-5 Das Buch stellt eine Alternative zur gängigen Sicht der Entstehungsgeschichte des Deutschen Idealismus vor, indem eine spezielle Rezeption des Platonismus, wie sie in Tübingen am Ende des 18. Jahrhunderts möglich war, als Ausgangspunkt der prinzipiellen Überlegungen der Tübinger Freunde Hölderlin, Schelling und Hegel nachgewiesen wird. Im Gegensatz zu den bewusstseins- und wissenschaftstheoretischen Rekonstruktionen der System- Sukzessionen (von Kant über Reinhold und Fichte zu Schelling und Hegel) wird hier der philosophische Ansatz der drei Tübinger aus dem Versuch erklärt, die platonische Prinzipienlehre (in ihrer neuplatonisch überarbeiteten Form) unter den Bedingungen der transzendentalen Wende Kants zu reformulieren.