PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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UVK Verlag Tübingen
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GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.Auf ein Wort mit ... Bennet Hensen
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Martina Peuser
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75 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 36. Jahrgang · 05/ 2025 DOI 10.24053/ PM-2025-0104 Martina Peuser Wie sind Sie zum Projektmanagement gekommen? Projektmanagement gibt mir Struktur, um Ziele klar zu erreichen. In Klinik und Forschung habe ich erlebt, wie Organisation und Kommunikation Stress vermeiden und Fortschritt erst möglich machen. Falls Sie kein Projektmanager geworden wären-- was stattdessen? Wahrscheinlich Entwickler. Mich fasziniert es, Probleme zu zerlegen, Lösungen zu entwerfen und praktisch umzusetzen. Welches Projekt hat Sie besonders geprägt? Die Entwicklung eines Dashboards für die Computertomographie. Es zeigte mir, wie visuelle Darstellungen Prozesse vereinfachen und Teams abholen- - ein Grundgedanke von mediMESH. An welchem Projekt arbeiten Sie gerade? Wir entwickeln mediMESH zu workMESH weiter- - eine Plattform, die Wissen branchenübergreifend dokumentiert und teilt. Prozesse werden in visuelle Lerninhalte übersetzt, aus denen Schulungen und SOPs entstehen. mediMESH kümmert sich dann um den medizinischen Sektor, wobei workMESH als Variante für die Industrie bereitsteht. Gelten in Ihrem Bereich bestimmte Standards und Methoden? Ja. In der Klinik nach Leitlinien und SOPs, im Unternehmen nach agilen Methoden. Wir verbinden feste Strukturen mit flexiblen Ansätzen wie Kanban und iterativem Feedback. Was wäre Ihr Traumprojekt? Ein Krankenhaus, das zentral über eine durchgehende Prozessaufnahme gesteuert wird. Patienten würden sicherer und zufriedener behandelt, Mitarbeitende könnten sich auf verlässliche Abläufe verlassen. Was zeichnet Sie als Projektmanager besonders aus? Hartnäckigkeit, Klarheit im Planen und Freude daran, komplexe Themen verständlich zu machen. Was motiviert Sie, in Projekten zu arbeiten und Projekte zu leiten? Projekte entfalten Wirkung für Patienten, Teams und ganze Branchen. Dieses „Es lohnt sich“ treibt mich an. Welche Tipps haben Sie für den Projektmanagement-Nachwuchs? Früh Verantwortung übernehmen, ausprobieren, Rückschläge akzeptieren und nie den Kern des Projekts aus den Augen verlieren. Welche Eigenschaften schätzen Sie an Projektmanagern am meisten? Verlässlichkeit und Klarheit. Was ist für Sie das größte Glück als Projektmanager? Wenn sichtbar wird: Wir haben gemeinsam etwas geschaffen, das bleibt. Und das größte Unglück? Wenn Projekte trotz Einsatz im Stillstand enden. Was geben Sie den Lesern mit auf den Weg? Projektmanagement ist kein Selbstzweck. Es geht darum, Probleme zu lösen, Strukturen zu schaffen und Menschen mitzunehmen. Wenn man das ernst nimmt, können Projekte weit mehr leisten, als man anfangs denkt. Prof. Dr. Martina Peuser ist Professorin für Projektmanagement und Organisation sowie Beraterin für Effizienz in Führung, Strukturen und abteilungsübergreifender Zusammenarbeit. In ihrer Kolumne gibt sie Einblicke in die Erfahrungen von Menschen im Projektumfeld. Auf ein Wort mit-… Bennet Hensen Zur Person | Geschäftsführer und Mitgründer von mediMESH, bald auch workMESH, und habilitierter Facharzt für Radiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.
