PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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UVK Verlag Tübingen
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GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.Auf ein Wort mit … Jutta Jakobi
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Martina Peuser
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Zur Person | Jutta Jakobi ist Director im Account Development bei PwC. Sie verantwortet den Aufbau und die Skalierung nachhaltiger Kundenbeziehungen im Mittelstand und verbindet Business Development, strategisches Denken und konsequentes Stakeholder Management. Ihr Fokus liegt auf Wirkung, Vertrauen und langfristigem Mehrwert. 68 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 37. Jahrgang · 03/ 2026 DOI 10.24053/ PM-37-0054 Martina Peuser Wie sind Sie zum Projektmanagement gekommen? Ich komme nicht aus dem klassischen Projektmanagement, sondern bin im B2B Sales und Business Development. Dennoch arbeitete ich in meiner bisherigen Laufbahn überwiegend projektähnlich: in Marketing bei Launch-Kampagnen, im Messeumfeld bei Veranstaltungen, beim Aufbau neuer Accounts, beim Markteintritt in neue Regionen oder beim Skalieren eines Teams. Diese Vorhaben sind zeitlich begrenzt, zielorientiert, Stakeholder intensiv- - und damit im Kern Projektarbeit, nur mit starkem Markt- und Kundenfokus. Falls Sie keine Projektmanagerin geworden wären-- was stattdessen? „Eigentlich“ Pharmazeutin. Heute ist es aber leicht zu beantworten: genau das, was ich heute tue. Menschen, Themen und Organisationen miteinander zu verbinden und daraus Mehrwert zu erzeugen. Welches Projekt hat Sie besonders geprägt? Oh, das liegt eine Weile zurück und war das 100-jährige Firmenjubiläum der IBM, inkl. Besuch des Global CEOs zur CEBIT Eröffnung. An Komplexität und Aufregung kaum zu überbieten. An welchem Projekt arbeiten Sie gerade? Aktuell arbeite ich an der Skalierung einer systematischen Akquise und Account Management Logik im Mittelstand, inklusive Team Coaching, klarer Priorisierung und enger Verzahnung mit unseren PWC Plattformen und Service-Einheiten. Gelten in Ihrem Bereich bestimmte Standards und Methoden? Ja-- auch wenn sie nicht klassisch, als PM-Framework bezeichnet sind. Wir arbeiten mit klarer Zieldefinition, strukturierter Priorisierung, kontinuierlichem Reporting und festen Feedback Schleifen. Entscheidend ist für mich weniger die Methode als ihre konsequente Anwendung. Welche historischen Projekte bewundern Sie am meisten? Projekte, die langfristige Wirkung entfaltet haben- - etwa der Aufbau nachhaltiger Netzwerke oder Institutionen. Sie zeigen, dass Geduld, Vertrauen und klare Vision oft wichtiger sind als Geschwindigkeit. Was wäre Ihr Traumprojekt? Expo 2025 und Olympia 2026, beides im freien Berlin Was zeichnet Sie als Projektmanager besonders aus? Meine Stärke liegt im Beziehungs- und Stakeholder Management: zuhören, Muster erkennen, Prioritäten setzen und Menschen mitnehmen-- auch über längere Strecken. Was motiviert Sie, in Projekten zu arbeiten und Projekte zu leiten? Wirkung: Wenn aus einer Idee ein tragfähiges Geschäft, aus Kontakten Vertrauen und aus Einzelaktivitäten ein funktionierendes System wird. Welche Tipps haben Sie für den Projektmanagement-Nachwuchs? Nicht nur Methoden lernen, sondern Menschen lesen lernen. Projekte scheitern selten an Plänen-- sondern an Kommunikation, Priorisierung oder fehlendem Vertrauen. Was ist für Sie als Projektmanager das größte Glück? Wenn unterschiedliche Interessen am Ende in eine gemeinsame Richtung zeigen. Was ist für Sie als Projektmanager das größte Unglück? Aktivität ohne Zielklarheit-- viel Bewegung, aber keine Wirkung. Welche Trends sehen Sie im Projektmanagement? Mehr Interdisziplinarität, weniger starre Phasenmodelle und ein stärkerer Fokus auf Wertbeitrag statt Output. Was geben Sie den Lesern mit auf den Weg? Projektmanagement ist überall dort relevant, wo Menschen gemeinsam etwas bewegen wollen- - unabhängig von Titel oder Rolle. Auf ein Wort mit-… Jutta Jakobi Prof. Dr. Martina Peuser ist Professorin für Projektmanagement und Organisation. In ihrer Kolumne interviewt sie Praktiker aus dem Projektumfeld zu ihren Erfahrungen und Perspektiven.
