Transforming cities
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expert verlag Tübingen
10.24053/TC-2022-0065
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Qualifiziertes Urbanes Grün
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Theresa Edelmann
Wassermangel, extreme Trockenheit wie auch Starkregen und Überflutung erfordern neue Ansätze in der Planung- und Ausführungspraxis von Freianlagen. Während Wissenschaft und Forschung Lösungskonzepte anbieten und Informationen leicht wie nie ausgetauscht werden können, stellen sich zwei Kernfragen: Wie schaffen wir es, inmitten der Informationsflut auch die einfachen Lösungen zu sehen und welche Verwaltungsstrukturen können hierzu beitragen?
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72 3 · 2022 TR ANSFORMING CITIES THEMA Luft, Boden, Wasser Vier Jahre sind vergangen seit der letzten „GaLaBau“ in Nürnberg. Damals, 2018, lag der Jahresumsatz der Verbandsbetriebe im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau bei 8,41 Milliarden Euro und damit rund doppelt so hoch wie noch 2005. Für das laufende Geschäftsjahr ist die 10-Milliarden-Umsatz-Marke greifbar. Erhebungen, welche bau- und vegetationstechnischen Leistungen hinter dieser Steigerung stehen, gibt es nicht. Es gilt jedoch weiterhin der Grundsatz, dass an „weichen“ Leistungen wie Pflanzungen und Ansaaten eher weniger verdient wird als an „harten“ Belägen, Mauern und Einfriedungen. Selten kann ein öffentlicher Auftragnehmer auf Grundlage seiner Angebotspreise für den vegetationstechnischen Teil eine Ausschreibung für sich entscheiden; das Auftragsvolumen dieser Leistungen ist in der Regel zu gering. Auch im Privatgartenbereich ist dieser Mechanismus wirksam; auch dort wird zuerst an der Begrünung gespart, weil diese ja vermeintlich jederzeit nachgebessert werden kann. Diese Gewichtung wird im Gespräch mit rund 90- jungen Landschaftsgärtnern ebenfalls deutlich, Qualifiziertes Urbanes Grün Wege aus dem Verwaltungsvakuum Stadtgrün, Stadtökologie, blaugrüne Infrastruktur, Grünverwaltung, Public Management, Projektmanagement Theresa Edelmann Wassermangel, extreme Trockenheit wie auch Starkregen und Überflutung erfordern neue Ansätze in der Planung- und Ausführungspraxis von Freianlagen. Während Wissenschaft und Forschung Lösungskonzepte anbieten und Informationen leicht wie nie ausgetauscht werden können, stellen sich zwei Kernfragen: Wie schaffen wir es, inmitten der Informationsflut auch die einfachen Lösungen zu sehen und welche Verwaltungsstrukturen können hierzu beitragen? Bild 1: Farbenfroher Sommerflor ziert noch häufig historische Park- und Platzanlagen, auch in Städten mit chronischem Trockenstress. Treffen wir noch rechtzeitig die Entscheidung, den Wasserstrahl umzuschwenken? © Edelmann 73 3 · 2022 TR ANSFORMING CITIES THEMA Luft, Boden, Wasser die sich jährlich an der Staatlichen Meister- und Technikerschule in Veitshöchheim weiterqualifizieren: Themen wie Baumartenauswahl und -pflanzung, Wiesenansaaten oder auch Gebäudegrün werden von vielen Studierenden als interessanter, allerdings nicht „kriegsentscheidender“ Teil des Leistungsspektrums wahrgenommen. Auch haben Wenige Erfahrungen mit der förmlichen Abnahme der erbrachten Bauleistungen. Insbesondere die Bedeutung einer Teilabnahme der offenen fertig vorbereiteten (Straßen-)Baumgrube ist auch auftraggeberseitig längst nicht Routine: Es fehlt in vielen Kommunen dafür an eingewiesenem Personal. Nichtsichtbares visualisieren Dringliche Maßnahmen zur Klimaanpassung erfordern verstärkt Investitionen in nichtsichtbare Bauleistungen, insbesondere Bodenarbeiten und Infrastrukturmaßnahmen für Bäume und auch Pflanzflächen. Eine Schlüsselstellung nimmt dabei eine verlässliche Wasserversorgung während Trockenperioden ein, um die benötigten Ökosystemleistungen sicherzustellen. Unser visuell veranlagtes Wettbewerbswesen in den Planungsdisziplinen Städtebau, Hochbau und Landschaftsarchitektur steht damit vor einem kaum lösbaren Problem: Wie können die nichtsichtbaren Erfolgsfaktoren, wie zum Beispiel auskömmliche Baumgrubengrößen und bedarfsorientierte Bewässerungstechnik, bereits im Entwurf beurteilbar gemacht werden? Welche Medien und Darstellungsformen benötigt ein Preisgericht, um die funktionale Qualität der Wettbewerbsbeiträge beurteilen zu können? Genügen hierfür die in Mode gekommenen Schnittansichten und -perspektiven, um überbaute und überplante Funktionselemente wie Baumrigolen und Versickerungsmulden ins Auge und damit ins Bewusstsein der Betrachter zu bekommen? In öffentlichen Gemeinde- und Stadtratssitzungen bildet der landschaftsarchitektonische Entwurf die Grundlage für eine Beschlussfassung. Diskutierte Varianten unterscheiden sich häufig nur in der Oberflächengestaltung, wie beispielsweise der Wahl von Belagsart und -muster, Ausstattungselementen und Baumarten. Entscheidungshilfen zu Fragen wie: 1. In welchem Kostenverhältnis stehen nichtsichtbare und sichtbare Funktionselemente? 2. Welche Massen und Mengen der Bestandssituation müssen bewegt werden? 3. Wieviele Bäume in überbauten Flächen wollen bzw. müssen wir uns als Kommune leisten? werden oft nicht beantwortet, auftraggeberseitig häufig aber auch nicht abgefragt. Ein Beispiel zu Frage 1: Dicke und Zusammensetzung der Vegetationstragschichten werden kaum sichtbar, obwohl sie den Begrünungserfolg beeinflussen und damit das Klimaresilienzpotenzial der Grünfläche modulieren. Zu Frage 2: Platz- und Straßenraum-Sanierungsprojekte fokussieren in Abhängigkeit von der Verkehrslast auf standardisierte Regelbauweisen mit definiertem Schichtenaufbau. Bestandsbäume oder Grünflächen auf gewachsenem bzw. gereiftem Boden sind aber oft unvereinbar mit dieser neuen Höhenplanung. Baumneupflanzungen, die dann auf die neue „richtige“ Höhe gebracht werden, müssen mindestens die ersten sieben Standjahre lang gegossen werden. Da die Höhenplanung die Basis für Bodenschutz und blaugrüne Infrastrukturen darstellt, sollte sie von interdisziplinären Planerteams gemeinsam entwickelt werden. Zu Frage 3: Neue Baumstandorte außerhalb von Parks und Gärten werden auf beengtem Raum in überbaubarem Substrat angelegt. Die Plandarstellung zeigt aber meist einen Kronendurchmesser nach über 20 Jahren unter Bedingungen am naturnahen Standort. Der vom öffentlichen Bauherrn eingekaufte Schatten bleibt Illusion. Die Diskrepanz zwischen geplantem/ visualisiertem Raumeindruck und gebauter Realsituation der Bäume ist offenkundig. Luft kommt vor Wasser kommt vor Nährstoffen. Die (Einbau) qualität urbaner Böden und Substrate ist ein Erfolgsfaktor, der auftraggeberseitig noch stärker wahrzunehmen ist. Überverdichtung („Abrütteln“) und Verschlämmung durch langes „Offen Liegenlassen“ sind auszuschließen. Bestandsbaum kommt vor Höhenplanung kommt vor Neupflanzung. Jeder vitale/ revitalisierbare Bestandsbaum ist eine Fixhöhe wert, nicht nur am Stammfuß, sondern normgerecht im gesamten Kronentraufbereich zuzüglich 1,50 Meter umlaufend. Wie im Hochbau - Abbruch gelb, Neubau rot. Zu fällende und neu zu pflanzende Bäume werden simultan im Entwurf dargestellt. Ein Fällungs-/ Rodungsplan ist unangenehm und genau deswegen obligatorisch für Projekte mit öffentlicher Beschlussfassung bzw. Städtebauförderung. Kronendurchmesser ist Schattenwurf ist Pflegebudget. Eine langfristig orientierte Entwurfsplanung/ Visualisierung differenziert worst-case/ best-case zwischen minimalem und optimalem Pflegeaufwand und den resultierenden Zuwachsraten in überbauten Flächen. Baumstandort kommt vor Ausstattung kommt vor Befahrbarkeit. Werden Baumstandorte ausreichend möbliert, entstehen nicht befahrbare geschützte Bereiche. Dort braucht es durchwurzelbares Bodenvolumen, um den thermischen Komfort durch Schattenwurf zu erzielen - ja, auf Kosten der Schleppkurven. GEMEINSAME LEITSÄTZE ALLER BAUBETEILIGTEN ZUR FOKUSSIERUNG AUF KLIMAANPASSUNG IM GRÜNFLÄCHENBAU 74 3 · 2022 TR ANSFORMING CITIES THEMA Luft, Boden, Wasser Wasser verfügbar machen Qualifiziertes Grün ist kein Selbstläufer. Wie eine Umfrage unter Bayerns Städten und Gemeinden ergab, ist eine Schädigung der Gehölzbestände durch Trockenheit und Hitze selbst in vermeintlich niederschlagsreichen Regionen ab 700 mm Niederschlag durchaus ein Problem [1]. Fehlende Standrohranschlüsse ans öffentliche Trinkwassernetz sind häufig limitierender Faktor bei der Ausschreibung von Gießdienstleistungen im (Straßenbegleit-)Grün. Für qualifiziertes urbanes Grün sollten die Spartenauskünfte daher auch Lage und Leistungsfähigkeit der Unterflurhydranten auf öffentlichem Grund umfassen. Zunehmend steht die Herkunft des Gießwassers im Fokus: Die Sammlung und Verwertung von Regenwasser ist heute obligatorisch. Auch Brunnenwasser, Gebäudedrainagewasser, recyceltes Grauwasser oder sauberes Prozesswasser (zum Beispiel Kühlwasser) oder sogenanntes Nutzwasser sind gefragt. All diesen Quellen ist gemeinsam, dass eine Trinkwassernachspeisung dennoch erforderlich ist, um qualifiziertes urbanes Grün zu entwickeln. Zulässig ist der Anschluss einer Bewässerungsanlage an vorhandene Trinkwasserarmaturen der Hausinstallation nach DIN EN 1717 nur dann, wenn eine Systemtrennung zwischen Trinkwassernetz und dem Betriebswasser der Bewässerungsanlage eingebaut ist. Als unstrittig sollte daher für Architekten und Ingenieure, die zukünftig Öffentlichen Hochbau auf Auftraggeber- oder Auftragnehmerseite planen oder fördern, gelten: Klimaangepasste technische Gebäudeausrüstung (TGA) umfasst nicht nur alle Einrichtungen, die der funktionsgerechten Nutzung des Gebäudes dienen, sondern auch die zur Funktionssicherung der Außenanlagen. Höchste (Förder-)Priorität hat die (nachträgliche) Installation von Außenwasseranschlüssen, sobald in eine Außenanlage investiert wird. Hohe (Förder-)Priorität hat die Planung und Ausführung von technischen Einrichtungen zur Trinkwassernachspeisung von Bewässerungsanlagen. Die nachträgliche Installation von Außenwasser und -strom verursacht aufgrund der aktuell beliebten komplexen Fassadenbauweisen hohe Kosten. Deshalb sind Lösungen zu bevorzugen, die eine rechtzeitige Vergabe von Landschaftsarchitektenleistungen für die Verortung der Außenwasserversorgung sicherstellen und damit auch die erforderlichen Schnittstellen zur Gebäudeinfrastruktur des Hochbaus definieren. Bild 5: Öffentliche Neubauten müssen gemäß Bayerischer Bauordnung seit 2019 „angemessen begrünt“ werden. Nachträglich gesetzte Kletterpflanzen in Containern - bodengebundene Fassadenbegrünung war konstruktiv hier nicht mehr möglich. © Edelmann Bild 2: Bei der Bauwerksbegrünung wie bei dieser Stützwand ist viel Luft nach oben: Die Reichweite der Kletterpflanzen an Stahlseilen liegt bei über 12 Metern - warum hat man sich an die Mauergeometrie gehalten? © Edelmann Bild 3: Asphaltbetonte Straßen-/ Platzgestaltung 2022 in Unterfranken, einer der heißesten Regionen Deutschlands. Die normativen Anforderungen an den Wurzelschutz des Bestandsbaums werden um mehr als 50 % unterschritten. © Edelmann Bild 4: Das Konzept „Gebäudegrün“ en miniature: Hauswurz und Sedum auf Mauerpfeilern beweisen: Es gibt für jeden Begrünungszweck geeignete Pflanzen. Der aktuelle Grundsatz „Hauptsache heimisch“ greift zu kurz. © Edelmann 75 3 · 2022 TR ANSFORMING CITIES THEMA Luft, Boden, Wasser Verwaltungswege bahnen Der breite, kaum vermittelbare Anspruch an die sogenannte Landespflege, der Nachfolgerbegriff der Landesverschönerung zu Zeiten der ersten Landschaftsarchitekten, führte ab den späten 1980er Jahren zur Umbenennung und Diversifizierung der Studiengänge in Naturschutz und Landschaftspflege, Landschaftsplanung, Umweltplanung sowie Garten- und Landschaftsarchitektur - letztere mit starkem Bezug zu Hochbau und Objektplanung [2]. Landespflege als Fachrichtung der öffentlichen Verwaltung blieb jedoch bis heute erhalten. Seit 1948 betreut das Kuratorium des Oberprüfungsamtes die insgesamt 13 Fachrichtungen des Technischen Referendariats in Deutschland, unterstützt vom Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Landkreistag. Bayern und Baden-Württemberg gehören allerdings nicht dem Kuratorium an. Die Ausbildung in der Fachrichtung Landespflege umfasst zwei Jahre an folgenden Einsatzorten: untere Verwaltungsbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege (mindestens 16 Wochen) Fachverwaltungen der Nachbargebiete der Landespflege (Zitat: „Landesfachdienststelle für Naturschutz / Landschaftspflege / Umwelt, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft / Flurbereinigung, Forstwirtschaft, Straßenbau“) und bei wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes und des Bundes (16 Wochen) Kommunalverwaltung, insbesondere Grünflächenämter (mindestens 8 Wochen) Planungs-, Kommunal- oder Regionalverband Landesmittelbehörde und/ oder Landesoberbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege Der nach umfangreichen Abschlussprüfungen erworbene Titel Assessor*in der Landespflege bietet „innerhalb der staatlichen Verwaltung für Naturschutz und Landschaftspflege vielfältige berufliche Möglichkeiten“ [3]. Die Webseite der Landepflege- Referendare [4] illustriert aktuell gängige Verwaltungslaufbahnen. Das Referendariat Fachrichtung Landespflege ebnet jedoch nicht den Weg in eine fachübergreifende Zusammenarbeit in der Objektplanung, wie sie jetzt notwendig wäre für qualifiziertes biodiversitätsförderndes urbanes Grün [5]. Dazu müsste ein baubezogenes Referendariat Landschaftsarchitektur eingeführt werden. Die notwendige Verknüpfung mit den Planungsdisziplinen Hochbau, Straßenbau und Wasserwirtschaft zur Realisierung blaugrüner Infrastruktur und insbesondere von Gebäudegrün in den Landes- und Kreisverwaltungen könnte somit nachhaltig bewältigt werden. In den letzten beiden Jahren 2020 / 2021 legten 510- Referendar*innen die Große Staatsprüfung ab, 60- weitere bestanden die Prüfung (endgültig) nicht. Die Fachrichtung Landespflege ist dabei mit 19- Assessor*innen vertreten, Architektur und Straßenbau mit je rund 40, Umwelttechnik mit 45, Städtebau und Stadtbauwesen mit 95; 14 Referendare absolvierten die Fachrichtung Wasserwesen. Eine 14. Fachrichtung Landschaftsarchitektur würde entsprechend geschulte Landschaftsarchitekten mit Objektplanungs- und Quartiersbezug für den höheren Dienst qualifizieren und den Dreischritt Planung, Bau und Unterhalt einer Grünen Stadt sicherstellen. Urbanes Grün ansprechen Wo werden außerdem grundsätzliche umweltschutzrelevante Fachinformationen für die gärtnerischen Bauauftragnehmer generiert und vermittelt? Anwendungsorientierte Forschungsergebnisse liefern neben den Hochschulen die Lehr- und Versuchsanstalten für Gartenbau. Durch den fehlenden Kontakt zum (staatlichen) Bauwesen werden Empfehlungen aus der anwendungsorientierten Forschung jedoch kaum ins Projektmanagement implementiert [6]. Die Zugehörigkeit dieser Landesanstalten für Gartenbau zur Landwirtschaftsverwaltung erschwert den gegenseitigen Bezug zum Planungs-, Ausschreibungs- und Bauprozess: Das entsprechende Forschungsinformationssystem Agrar und Ernährung (FISA), ein Informationsportal des Bundes und der Länder, kennt kein Urbanes Grün, der „Gartenbau“ ist lediglich Teil des „Fachgebiets Pflanzenproduktion“. So gelangen dringend benötigte Informationen, beispielsweise zur Standortvorbereitung, Pflanzenauswahl und Bewässerung urbanen Grüns, nur über Umwege in die Praxis. Bedarfsorientierte Einsatzorte während eines baubezogenen Referendariats Fachrichtung Landschaftsarchitektur: Landesmittel- und / oder Landesoberbehörden: Organisationseinheiten (OE) für Städtebau wie auch Ländlicher Raum, Bauwesen, Wasserwirtschaft, Geoinformation und Digitalisierung, inklusive Förderprogramme Lehr- und Versuchsanstalten für Gartenbau (länderübergreifend) Deutscher Städtetag, Landes-Gemeindetag Untere Verwaltungsbehörde: OE für Umwelt, Bauen (kreiseigener Bau, Baugenehmigungsbehörde), Mobilität und Energie, inklusive Fördervollzug, Kreisbauhof Kommunalverwaltung: entsprechende OE einschließlich Kommunalunternehmen für Abfall, Versorgung etc., Bauhof Interkommunale und regionale Zusammenschlüsse REFERENDARIAT FACHRICHTUNG LANDSCHAFTSARCHITEKTUR 76 3 · 2022 TR ANSFORMING CITIES THEMA Luft, Boden, Wasser Eine wichtige Rolle bei der Informationsvermittlung in die Praxis spielt die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL), die als Regelwerksgeber die Koordination landschaftsbaulich relevanter Versuche und Testläufe vieler staatlicher Einrichtungen im deutschsprachigen Raum übernimmt, derzeit noch unter dem Titel „Versuche in der Landespflege“. Ein klares Signal 2018 aus Bayern war die Umbenennung der Abteilung Landespflege in Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau an der dortigen Landesanstalt für Gartenbau. Qualifiziertes Urbanes Grün ist Teil des gesamtgesellschaftlichen Auftrags „Lebenswerte Stadt“. Klare professionsübergreifende Leitsätze und bedarfsangepasste Verwaltungsstrukturen effektivieren die Umsetzung der Maßnahmenpakete und Handlungsfelder wie bereits 2017 im Weißbuch „Stadtgrün“ beschrieben. LITERATUR [1] Kendzia, N.: Bewässerung im öffentlichen Grün. In: Neue Landschaft, Heft 5 (2021). https: / / neuelandschaft.de/ artikel/ bewaesserung-im-oeffentlichengruen-15975.html [2] Konold, W.: Landespflege. In: Kühne, O., Weber, F., Berr, K., Jenal, C. (Hrsg.) Handbuch Landschaft. RaumFragen: Stadt - Region - Landschaft. Springer VS, Wiesbaden, 2019. https: / / doi.org/ 10.1007/ 978-3-658- 25746-0_16 [3] BMVI (2013): Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat - APO - Empfehlung des Kuratoriums des Oberprüfungsamtes. https: / / www.bmvi.de/ SharedDocs/ DE/ Anlage/ Z/ OPA/ Blaues_Heft_okt_2013.pdf ? _ _blob=publicationFile [4] www.landespflege-referendariat.de/ die-referendare-innen [5] Edelmann, T. (2022): Biodiversität im GaLaBau: Vom Tun und Lassen für mehr Artenvielfalt. In: Neue Landschaft 2022, Heft 5. https: / / neuelandschaft.de/ artikel/ biodiversitaet-im-galabau-18118.html [6] Eppel, J. (2021): Forschung für Gebäudebegrünung: „Alles im grünen Bereich“ - nur (fast) keiner weiß etwas davon… Impulsreferat beim BuGG-Bundeskongress Gebäudebegrünung Berlin 2021. www.lwg. bayern.de/ landespflege/ gartendokumente/ fachartikel/ 298407 Dipl.-Ing. Theresa Edelmann Landschaftsarchitektin Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Kontakt: theresa.edelmann@lwg.bayern.de AUTORIN Wie Verkehrsmittel und Infrastrukturen besser genutzt werden können Multimodal und nachhaltig Heft 3 | September 2022 74. Jahrgang POLITIK ÖV-Preispolitik in Deutschland, Österreich und der Schweiz LOGISTIK Neue Wege gehen beim Modal Split MOBILITÄT 9-Euro-Ticket - Mobilitätswende jetzt-für alle? TECHNOLOGIE Mikroplastik im Straßenverkehr: Die-unsichtbare Gefahr INTERNATIONAL TRANSPORTATION Focus on rail freight transport and technology worldwide www.internationalesverkehrswesen.de Transport und Mobilität im Wandel: Das neue Unterwegs. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 3|2022 von Internationales Verkehrswesen: Das 9-Euro-Ticket - Ziele, Wirkung, Perspektiven ÖPNV-Preisgestaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz Gütertransporte per Straßenbahn: Mehr als ein Hype? Umbau des Bahnhofs Stuttgart-Vaihingen zur intermodalen Mobilitätsstation Neues Wohnen - neue Mobilität? Maßnahmen im Wohnbau Mikroplastik-Emissionen im öffentlichen urbanen Raum reduzieren … und vieles mehr … Erscheinungsdatum 1. September 2022. Jetzt kaufen und lesen: www.internationales-verkehrswesen.de/ einzelheft-bestellen
