eJournals Transforming Cities 10/Sonderausgabe

Transforming Cities
tc
2366-7281
2366-3723
expert verlag Tübingen
10.24053/TC-2025-0015
0616
2025
10Sonderausgabe

Urbane Transformation in der Metropolregion Stuttgart

0616
2025
Uta Bronner
Volker Coors
Holger Hass
Werner Steiner
Dieter Uckelmann
Interview mit Holger Haas (Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH), Werner Steiner (Facility Manager der Robert Bosch GmbH Standort Schwieberdingen), Professor Volker Coors (Prorektor Forschung an der Hochschule für Technik Stuttgart und Projektleiter der iCity Forschungspartnerschaft) sowie Professor Dieter Uckelmann (Direktor des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) an der HFT Stuttgart). Das Interview wurde von Professorin Uta Bronner (Professorin im Studiengang Wirtschaftspsychologie der HFT Stuttgart) geführt.
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Urbane Transformation in der Metropolregion Stuttgart Herausforderungen für Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Mobilitätskonzepte, Energiesysteme, Vernetzung, Digitalisierung, Resilienz Interview mit Holger Haas (Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH), Werner Steiner (Facility Manager der Robert Bosch GmbH Standort Schwieberdingen), Professor Volker Coors (Prorektor Forschung an der Hochschule für Technik Stuttgart und Projektleiter der iCity Forschungspartnerschaft) sowie Professor Dieter Uckelmann (Direktor des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) an der HFT Stuttgart). Das Interview wurde von Professorin Uta Bronner (Professorin im Studiengang Wirtschaftspsychologie der HFT Stuttgart) geführt. Uta Bronner: Der Begriff der urbanen Transformation beschreibt eine tiefgreifende strukturelle Veränderung in Städten und auch in urbanen Räumen, die auf ökonomische, soziale, technologische und ökologische Prozesse wirken, die dadurch vorangetrieben werden. Herr Haas, welche besonderen Herausforderungen sehen Sie in der urbanen Transformation für und in Stuttgart? Holger Haas: Ich denke nicht, dass sich die Region Stuttgart besonders von anderen Ballungszentren unterscheidet. Ich bin der Meinung, die Herausforderungen sind sehr ähnlich. Was in der Region Stuttgart eine Besonderheit darstellt, ist die polyzentrische Struktur. Stuttgart besitzt nicht das eine Zentrum und drum herum ist viel Land, sondern es gibt die Stadt Stuttgart und sehr viele Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern inklusive großem ländlichen Raum drum herum. Diese Tatsache ist übrigens gerade mit Blick auf nachhaltige Mobilität nicht gerade hilfreich. Die gute Nachricht ist: Schaffen wir hier Lösungen, schaffen wir auch Lösungen für die vielen Ballungsräume, die es weltweit gibt. Es steckt großes Potenzial darin, das gewonnene Know-how, die Leistungen, Dienstleistungen und Produkte zu verkaufen. Wichtig ist lediglich, dass man das, was man kann, auch zeigt und demonstriert. Nur zu sagen, dass man etwas kann, aber gemacht wird es woanders, das wird nicht funktionieren. Wir stehen vor einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die alle betrifft. Im Kern geht es hier um die Frage: Wie leben wir morgen, wie arbeiten wir, wie wohnen wir und wie sieht auch die Welt aus, in der wir leben wollen? Dann liegen die Themen auf der Hand, wie beispielsweise die Transformation der Wirtschaft, der Industrie. Transformation ist in Zeiten der Globalisierung viel tiefgreifender als Strukturwandel. Die Fragen sind, was produzieren wir morgen? Wie kommen wir in Richtung Kreislaufwirtschaft? Wie produzieren wir möglichst wenige Abfälle? Wer sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 10, 20 Jahren? Die Themen Klimaschutz, Klimaneutralität, auch die Anpassung an den Klimawandel, gerade in den Städten, werden immer wichtiger. Es wird vermutlich keine vernetzten Wohngebiete inklusive Fabriken, in welchen Autos produziert werden, geben. Aber es lassen sich sicherlich Arbeiten, die bisher separiert und getrennt verrichtet wurden, auch dort durchführen, wo Menschen wohnen und umgekehrt. Bisher ist das baurechtlich sehr schwierig, in der Schweiz funktioniert es bereits zum Teil. Ich könnte weitere Beispiele nennen, aber ich denke, die größte Herausforderung in Bezug auf die Transformation ist es, die Menschen mitzunehmen. Die technischen 4 Sonderausgabe · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0015 INTERVIEW Urbane Transformation Volker Coors: Aus Hochschulsicht, aber auch aus iCity-Projektsicht: Die Hochschule für Technik Stuttgart zeichnet sich durch langjährige Forschungserfahrung aus. Wir haben eine lange Tradition in den Bereichen Stadtplanung, Architektur und baubezogenes Ingenieurswesen. Hinzu kommt die Informatik und Vermessung mit Software-Entwicklung, Digitalisierung und Geodatenmanagement. Dies sind alles Themen, die man zur Gestaltung der urbanen Transformation benötigt und die wir in interdisziplinären Teams angehen. Mit dem Bereich „Wirtschaftspsychologie“ haben wir die Akzeptanzforschung mit an Bord. Nicht zuletzt betrachten wir über die Forschung zu sustainable Finance auch die Finanzierung der urbanen Transformation. Auch ich stimme zu: Wir müssen die Menschen mitnehmen, es nützt die schönste Technik nichts, wenn keine Offenheit dafür da ist. Was wir ganz konkret machen können, ist Methoden zu entwickeln, die wir an Fallstudien aus der Realität, also nicht nur im Labor, evaluieren können. Das ist eine klare Stärke der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Wir haben in iCity viele Beispiele, beispielsweise im Bereich der Partizipation, bei der wir Mixed Reality-Technologien einsetzen um die Mobilitätswende mit reduziertem Autoverkehr zu untersuchen und die Akzeptanz dahingehend. Das wurde sehr kontrovers diskutiert. Denn nicht jeder sagt: „Super, keine Autos mehr! “ Es gibt auch Menschen, die wollen Autos im Quartier. Mit Visualisierungstechniken, Analysen und Methodenentwicklung können wir dazu beitragen, diese Diskussion zu objektivieren. Das ist neben der starken Technikentwicklung ein entscheidender Punkt. Ich nenne mal als Beispiel unsere Forschung zu urbanen digitalen Zwillingen. Hier haben wir das räumliche Abbild eines Stadtquartiers geschaffen und dann mit Hilfe von Simulationen „Was wäre, wenn …? “-Szenarien durchgespielt. Dadurch werden die Aspekte „Wohnen“ und dessen Auswirkungen auf die Mobilität beleuchtet. Dies kann über digitale Modelle und Simulationen sehr schön betrachtet, prognostiziert, visualisiert und diskutiert werden. Uta Bronner: Herr Uckelmann, als Leiter des Instituts für Angewandte Forschung (IAF): Welche Forschungsschwerpunkte oder auch Kompetenzen gibt es am IAF, die zu der Bewältigung von den Herausforderungen der urbanen Transformation beitragen? Dieter Uckelmann: Wir besitzen zwei anerkannte Forschungsschwerpunkte im IAF. Das sind die For- Fragestellungen sind schwer zu bewerkstelligen, man bekommt sie jedoch immer irgendwie hin. In einer Zeit jedoch, in der viele sagen „Jetzt reicht es aber mit diesen Veränderungen! “ ist die Komponente Mensch mitunter der schwierigste Punkt. Uta Bronner: Für Städte und ihre Industriestandorte spielen die Transformation der Energiesysteme und das Vernetzen der Mobilitätskonzepte eine zentrale Rolle. Herr Steiner, welche konkreten Herausforderungen sehen Sie als Leiter des Facility Managements am Bosch-Standort Schwieberdingen? Werner Steiner: Die Herausforderungen sind uns seit der Energiekrise durchaus bewusst. Vor allem die Frage, wie wir es schaffen können, zuverlässig Energie bereitzustellen, denn dies bedeutet Resilienz für jedes Industrieunternehmen. Der Preis mag in diesem Moment gar nicht die größte Rolle spielen, denn in dem Moment, in dem ein System abbricht, welches mit Energie versorgt wird, ist der Schaden wesentlich höher, als es ein Energiepreis verursachen könnte. So ist das Ziel, durch Versorgungssicherheit zum einen unterbrechungsfrei eine Resilienz zu erzeugen und auf der anderen Seite auch einen Preis zu haben, der international konkurrenzfähig ist. Diese Konkurrenzfähigkeit gleichwohl, um welche Energieart es sich dabei handelt, ist ausschlaggebend, um kontinuierlich am Ball zu bleiben. Nur durch Kontinuität habe ich die Chance, schnell im Markt zu agieren. Hier stimme ich Ihnen zu, Herr Haas, hier muss man die Menschen mitnehmen, denn wir haben aktuell unendlich viele Veränderungen und das wird von den Menschen auch erkannt. Daher schulen wir uns einerseits selbst als Trainer für Resilienzen, aber kaufen diese auch von außen ein und versuchen die Menschen dadurch alle mitzunehmen. Unsere ausgebildeten Bauingenieure, Techniker oder Architekten, die die neue Stadt der Zukunft bauen, müssen sich um ihr Fachthema kümmern. Wir benötigen speziell ausgebildete Menschen, die im Umgang mit Menschen geschult sind, um die Veränderung tatsächlich voranzubringen. Das ist meiner Ansicht nach die größte Herausforderung. Uta Bronner: Herr Coors, wenn Sie als Prorektor Forschung an die HFT Stuttgart denken, was kann die Hochschule zur urbanen Transformation beitragen und welche der Herausforderungen können durch ein Projekt wie iCity gelöst oder behandelt werden? 5 Sonderausgabe · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0015 INTERVIEW Urbane Transformation wie für das normale Leben auch. Darf ich daran erinnern: Als Google eingeführt wurde, wurden Informationen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit verteilt. Aktuell sind wir mehr oder weniger in der zweiten Zündstufe. Die Ersten, die das beherrschen, haben meiner Ansicht nach riesengroße Vorteile. Dazu gehören das Erlernen von KI ebenso wie der Umgang mit Sensorik und Aktorik. Das ist die technische Grundlage, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Holger Haas: Es geht dabei ums Tun. Werner Steiner: Richtig! Und dazu gehört das passende Mindset - weniger „Vollkasko-Mentalität “, mehr ausprobieren. Holger Haas: Mir kommen da direkt die mit Sensoren ausgestatteten Mülleimer in Herrenberg in den Sinn. Diese senden über LoRaWAN ein Signal, sobald sie voll sind. Diese Technik macht auf einem Rathausplatz vermutlich wenig Sinn, aber für die Mülleimer auf dem Land, für deren Leerung weite Strecken in Kauf genommen werden müssen, bedeutet diese Entwicklung ein echter Vorteil. Von diesen praktischen Beispielen gibt es mittlerweile ganz schön viele. Es muss einfach nur gemacht werden. Es stimmt, wir müssen die Menschen mitnehmen. Und die gewinnen wir mit den Themen, die jeder versteht. Volker Coors: Um noch einmal auf die unternehmenskritischen Anwendungen zurückzukommen: Je stärker wir digitalisieren, desto mehr müssen wir auch auf die Datensicherheit wert legen und achten, jedoch stets in Abhängigkeit zu möglichen Schäden, die entstehen können. Als Beispiel: Wenn ein Mülleimer fälschlicherweise meldet, er sei voll, obwohl er nicht voll ist, ist das nicht schlimm. Dann ist das Team umsonst rausgefahren. Oder er läuft über, weil er voll ist, und dies nicht meldet. Auch das kriegt man irgendwie im Griff. Aber es gibt natürlich gerade im industriellen Umfeld auch ganz kritische Prozesse, deren Störung hohe Schäden verursachen kann. Werner Steiner: Bedarfsgerechte Bereitstellungen sämtlicher Ressourcen! Ob es Energien sind oder andere … Volker Coors: Wir haben in iCity das Projekt Data Security4iCity, was dafür sorgt, dass wir eben auch in Zukunft Datensicherheit gewährleisten können und müssen. In dem Projekt gehen wir davon aus, dass über Quantencomputer die Rechenleistung exponentiell steigen wird und damit bisherige Sicherheitsschungsschwerpunkte „Zukunftsgerechtes Planen, Bauen und Wirtschaften“ und „Smarte Technologien, Prozesse und Methoden.“ Damit decken wir ein sehr breites Spektrum ab. In den Forschungsschwerpunkten haben wir insgesamt elf Kompetenzzentren, welche weiter einzelne Themenschwerpunkte adressieren. Damit erforschen wir die urbane Transformation aus unterschiedlichen Richtungen, sei es von der bauplanerischen Seite, der stadtplanerischen Seite oder von der Seite der digitalen Transformationen. Zudem haben wir entsprechende Querschnittsthemen, wie die eben genannte Akzeptanzforschung, oder auch ethische Themen, die den Menschen in den Mittelpunkt rücken. Uta Bronner: Vermutlich wird die Transformation ohne die Digitalisierung nicht gelingen. Welche Digitalisierungstechnologien werden Ihrer Ansicht nach für die urbane Transformation eine Rolle spielen? Dieter Uckelmann: Ein wichtiger Punkt ist der Umgang mit Daten. Das beschäftigt uns schon seit Jahren. Wir haben verschiedenste Datenquellen, die sich aus unterschiedlichen Systemen speisen, teils über Sensorik, teils über andere Systeme. Die Frage ist weiterhin: Wie gehen wir mit diesen Daten um, denn wir haben nicht nur einen Standard, wir haben Tausende von Standards, aus denen man wählen kann. Bei dem Datenaustausch kommen immer wieder neue Themen auf, wie Interoperabilität, digitale Zwillinge, Data Lakes oder Data Spaces. Ganz häufig geht es einfach nur darum, Daten zusammenzuführen und nutzbar zu machen. Das gelingt beispielsweise durch eine einheitliche Syntax und Semantik, über Dashboards und mit Hilfe von KI. Bisher fokussieren wir Themen wie das Internet der Dinge, Industrie 4.0, Smart Building, Smart City - jetzt ist ein neues Thema aufgekommen, das „Cityverse“ oder „Cityversum“. Hier werden verschiedenste Systeme zu einem zusammenfasst. Beispielsweise ein Metaversum für die Stadt, in dem die Daten zusammenfließen, in dem Stakeholder auf ihre Daten zugreifen können und in denen die Daten nutzergerecht zur Verfügung gestellt werden. Ich denke, das wird ein Thema für die nächsten Jahre sein. Werner Steiner: Meiner Ansicht nach ist der Umgang mit diesen Themen, beispielsweise KI, genau der Richtige. Ich denke, je schneller eine Gesellschaft den Umgang mit dieser Art der Datenaufbereitung und die Möglichkeit, Informationen zu gewinnen, lernt, umso schneller ist sie auch gegenüber allen anderen. Das gilt für die digitalen Zwillinge genauso 6 Sonderausgabe · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0015 INTERVIEW Urbane Transformation #DVGWKON25 JETZT ANMELDEN! l www.dvgw-kongress.de/ 2025 Der DVGW Kongress 2025 in der Bundesstadt Bonn 24. - 25. September 2025 23. September 2025 DVGW-Mitgliederversammlung ein großes Projekt gestartet, ein 3D-Modell inklusive aller Gebäude historisiert für Planungszwecke zur Verfügung zu stellen und zu untersuchen. Hier wird geforscht, nach welchen Kriterien eine Stadt in der Breite wächst und wie man es schaffen kann, dies zu verhindern. In Deutschland haben wir ähnliche Herausforderungen. Uta Bronner: Jetzt gibt es immer mehr junge Menschen, die sich an diesen Themen beteiligen wollen oder gar mitgestalten. Welche Studienangebote gibt es diesbezüglich an der HFT? Dieter Uckelmann: Da haben wir eine ganze Reihe an Angeboten, von den klassischen Studiengängen wie Architektur, Bauphysik, Bauingenieurwesen, Vermessung und Geoinformatik über die vielen neueren Studiengänge, die sich noch spezifischer einigen Themen zuwenden, wie beispielsweise dem Bereich der urbanen Transformation mit dem Studiengang Klimaengineering oder auch dem Masterstudiengang verfahren nicht mehr greifen, weil man sie durch erhöhte Rechenleistung einfacher knacken kann. Uta Bronner: Das ist ja ein Thema, das nicht nur Deutschland betrifft, sondern international wichtig ist. Die Forschung der HFT Stuttgart beschränkt sich deshalb auch nicht nur auf die Metropolregion, und es gibt einige internationale Projekte. Herr Coors, welche Schwerpunkte wollen Sie hier in Zukunft setzen? Volker Coors: Um ein Beispiel im Kontext der Urbanen Transformation zu nennen: Wir arbeiten in iCity mit der japanischen Regierung zusammen, welche vor ähnlichen Herausforderungen steht wie wir. Japan hat das Problem, dass viele Städte in die Breite wachsen und einige wenige sich verdichten. Japan ist zwar groß, jedoch trotzdem eine Insel. Die Entwicklung erfolgt daher auf Kosten der Agrarflächen, was ein großes Problem für die Lebensmittelversorgung darstellt. Die japanische Regierung hat daher Anzeige INTERVIEW Urbane Transformation die Studierenden). Das Engagement der Menschen dort ist enorm und das macht mich sehr zuversichtlich, dass wir auch in den nächsten Generationen immer wieder Menschen finden, die sagen, ich mache hier etwas für uns und mein näheres Umfeld. Und vielleicht auch ein bisschen mehr dazu. Ergänzen Sie das mit dem Wissen, welches wir haben, und wir können dadurch unwahrscheinlich viel für die Gesellschaft leisten. Chancen gibt es ohne Ende, man muss sie nur anpacken. Smart City Solutions. Das gilt auch für den Bereich Digitalisierung. Hier haben wir die Studiengänge Digitalisierung und Informationsmanagement oder auch Digitale Prozesse und Technologien. Volker Coors: Ich denke auch, dass es nicht ein Studiengebiet zur urbanen Transformation gibt und geben wird, sondern dass ich in jedem Studiengang mit meinem Wissen, das ich erlerne, einen Beitrag leisten kann und auch muss. Das Ganze lebt davon, die verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen. Uta Bronner: Wenn wir an Stuttgart Jahr 2035 denken - aus Industrie- und Förderperspektive der Region an Sie Herr Haas und Herr Steiner: Wie wird denn der Wirtschaftsstandort 2035 Stuttgart aussehen? Holger Haas: Ich hoffe, dass wir bei den Themen, die wir nun angesprochen haben, nennenswerte Schritte vorangekommen sind. Davon gehe ich jedoch aus und ich denke, dass die Region Stuttgart auch in zehn Jahren eine prosperierende Industrie haben wird. Ich rechne übrigens auch damit, dass dann noch Autos gebaut werden, jedoch mit Sicherheit nicht mehr so viele wie heute. Ich denke, insgesamt wird es vielfältiger. Es werden andere Themen dazukommen, aus den Bereichen Energiewirtschaft, Wasserstoffwirtschaft, Medizintechnik und und und. Es werden neue Felder kommen, in denen wir die Kompetenzen, die uns die Automobilindustrie gebracht hat, anwenden können. Werner Steiner: Dem kann ich mich nur anschließen. Die Herausforderungen sind enorm und das werden wir nur miteinander schaffen. Einzelne Firmen nicht, Firmen ohne die Region nicht, Regionen nicht ohne die Gemeinden, Kreise oder Energieerzeuger. Ich bin hier jedoch sehr zuversichtlich, denn die Regionen haben riesengroße Vorteile, wenn sie regional denken, denn dadurch verlieren sie Abhängigkeit und dadurch kann eine Region extrem wachsen. Gerade im Zusammenhang mit der Digitalisierung können wir Chancen nutzen, indem wir Ressourcen teilen. Beispielsweise ein autonomes Fahrzeug, das vielleicht nicht nur mir alleine gehört, mir aber ständig und dann zur Verfügung steht, sobald ich es brauche. Dadurch benötigen wir weniger Ressourcen insgesamt, können jedoch wesentlich mehr mit ihnen erreichen. Städte werden entlastet und die Akzeptanz der Menschen wird gewonnen. Ich sehe da ganz große Möglichkeiten, positiv mitgestalten zu können. Nehmen wir mal die HFT mit ihrem Block 4 (Aufenthaltsort für AUTOR: INNEN Uta Bronner, Diplom-Psychologin und Volkswirtin, seit 2012 Professorin für Wirtschaftspsychologie an der HFT Stuttgart. uta.bronner@hft-stuttgart.de Volker Coors, seit 2002 Professor für Informatik und Geoinformatik und seit 2023 Prorektor für Forschung und Digitalisierung an der HFT Stuttgart. volker.coors@hft-stuttgart.de Holger Hass, Bereichsleiter Standortentwicklung in der Wirtschaftsförderung holger.haas@region-stuttgart.de(WRS) Werner Steiner, Leiter Facility Management am Standort Schwieberdingen der Robert Bosch GmbH, Partnerschaftssprecher der Industrie im Forschungsprojekt iCity. werner.steiner@de.bosch.com Dieter Uckelmann, Professor für Informationslogistik, seit 2023 wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Angewandte Forschung an der HFT Stuttgart. dieter.uckelmann@hft-stuttgart.de \ Gesundheit \ Romanistik \ Theologie \ Kulturwissenschaften \ Soziologie \ Theaterwissenschaft \ Geschichte \ Spracherwerb \ Philosophie \ Medien- und Kommunikationswissen schaft \ Linguistik \ Literaturgeschichte \ Anglistik \ Bauwesen \ Fremdsprachendidaktik \ DaF \ Germanistik \ Literaturwissenschaft \ Rechtswissenschaft \ Historische Sprachwissen schaft \ Slawistik \ Skandinavistik \ BWL \ Wirtschaft \ Tourismus \ VWL \ Maschinenbau \ Politikwissenschaft \ Elektrotechnik \ Mathematik & Statistik \ Management \ Altphilologie \ Sport \ Gesundheit \ Romanistik \ Theologie \ Kulturwissenschaften \ Soziologie \ Theaterwissenschaft \ Geschichte \ Spracherwerb \ Philosophie \ Medien- und Kommunikations wissenschaft \ Linguistik \ Literaturgeschichte \ Anglistik \ Bauwesen \ Fremdsprachendidaktik \ DaF \ Germanistik \ Literaturwissenschaft \ Rechtswissenschaft \ Historische Sprach wissenschaft \ Slawistik \ Skandinavistik \ BWL \ Wirtschaft \ Tourismus \ VWL \ Maschinenbau \ Politikwissenschaft \ Elektrotechnik \ Mathematik & Statistik \ Management \ Alt philologie \ Sport \ Gesundheit \ Romanistik \ Theologie \ Kulturwissenschaften \ Soziologie \ Theaterwissenschaft \ Linguistik \ Literaturgeschichte \ Anglistik \ Bauwesen \ Fremdsprachendidaktik \ DaF \ Germanistik \ Literaturwissenschaft \ Rechtswissenschaft \ Historische Sprachwissenschaft \ Slawistik \ Skandinavistik \ BWL \ Wirtschaft \ Tourismus \ VWL \ Maschinenbau \ Politikwissenschaft \ Elektrotechnik \ Mathematik & Statistik \ Management \ Altphilologie \ Sport \ Gesundheit \ Romanistik \ Theologie \ Kulturwissen schaften \ Soziologie \ Theaterwissenschaft \ Geschichte \ Spracherwerb \ Philosophie \ Medien- und Kommunikationswissenschaft \ Linguistik \ Literaturgeschichte \ Anglistik \ Bauwesen \ Fremdsprachendidaktik \ DaF \ Germanistik \ Literaturwissenschaft \ Rechtswissenschaft \ Historische Sprachwissenschaft \ Slawistik \ Skandinavistik \ BWL \ Wirtschaft Bauwesen \ Fremdsprachendidaktik \ DaF \ Germanistik \ Literaturwissenschaft \ Rechtswissenschaft \ Historische Sprachwissenschaft \ Slawistik \ Skandinavistik \ BWL \ Wirtschaft 8 Sonderausgabe · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0015 INTERVIEW Urbane Transformation