eJournals Transforming Cities10/4

Transforming Cities
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expert verlag Tübingen
10.24053/TC-2025-0072
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Umfassend (zukunfts-) sicher

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Björn Ebert
Rebekka Freitag-Li
Britta Fuchs
Constanze Leemhuis
Felix Rudroff
Peter Wüstnienhaus
Claudio Zettel
Digitale Transformation in Städten sollte auf Cybersicherheit und einem handlungsfähigen Staat aufbauen. Urbane Sicherheit umfasst jedoch viel mehr: Ziel der Smart City Charta ist es, Chancen der Digitalisierung für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen lebenswerte – d.h. resiliente und sichere – Städte für Menschen. An sechs Projektbeispielen wird die Bedeutung langfristiger, an (Daseins-) Vorsorge orientierter Konzepte für urbane Sicherheit aufgezeigt. Dabei verdeutlichen interdisziplinäre Perspektiven wie Smarte Städte bedarfsgerecht entstehen.
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Umfassend (zukunfts-) sicher Smarte Städte nutzen neue Technologien, um urbane Sicherheit bedarfsgerecht und nachhaltig zu organisieren Daseinsvorsorge, Zukunftsfähigkeit, integrierte Stadtentwicklung, lebenswerte Stadt, Versorgungssicherheit, Teilhabe Björn Ebert, Rebekka Freitag-Li, Britta Fuchs, Constanze Leemhuis, Felix Rudroff, Peter Wüstnienhaus, Claudio Zettel Digitale Transformation in Städten sollte auf Cybersicherheit und einem handlungsfähigen Staat aufbauen. Urbane Sicherheit umfasst jedoch viel mehr: Ziel der Smart City Charta ist es, Chancen der Digitalisierung für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen lebenswerte - d.h. resiliente und sichere - Städte für Menschen. An sechs Projektbeispielen wird die Bedeutung langfristiger, an (Daseins-) Vorsorge orientierter Konzepte für urbane Sicherheit aufgezeigt. Dabei verdeutlichen interdisziplinäre Perspektiven wie Smarte Städte bedarfsgerecht entstehen. Aufbruch zu sicheren Smarten Städten? Bereits frühe Siedlungsstrukturen zeigen, dass lokale Gemeinschaften ihre Sicherheit gemeinsam organisierten. Baulich wird dies in Deutschland bis in die Gegenwart in mittelalterlich geprägten Ortskernen mit Ringmauern und Wehranlagen deutlich. Allerdings stellte die hohe Siedlungsdichte die Städte schnell vor neue Herausforderungen. Denn sicher in einem umfassenden Sinne waren sie nicht. Entsorgungs- und Versorgungskrisen in Verbindung mit unzureichender Bereitstellung und Zugang zu öffentlicher Infrastruktur prägten diese Städte. Technische Neuerungen und soziale Innovationen ermöglichten insbesondere ab dem 19. Jahrhundert einen Wandel hin zu übersichtlicheren, sauberen und funktional geplanten Städten. Ausdruck dafür sind sowohl städtebauliche Leitbilder wie Gartenstädte, als auch autogerechte Städte oder Großwohnsiedlungen. Die Bearbeitung eigentlich integriert und interdisziplinär anzugehender Her- 24 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 THEMA Digitalisierung und Sicherheit Familie sehen, also ob die Bedürfnissicherung auch zukünftig erwartbar ist. Die Beurteilung der Zukunftssicherheit bezieht sich dabei z. B. auf die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung, die vorhandenen Bildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen, aber auch den Hochwasserschutz oder die Luftverschmutzung. Dies alles sind zentrale Voraussetzungen von Resilienz, die im Mittelpunkt der Smart City Charta oder dem Memorandum Urbane Resilienz (beides 2021) steht. Letztere definiert urbane Resilienz als „die Fähigkeit eines städtischen Systems und seiner Bevölkerung, bei Krisen oder Kaausforderungen - wie urbaner Sicherheit - geriet durch funktionale Trennung zunehmend aus dem Fokus der Stadt- und Raumplanung. Diese Trennung ging mit technischen Neuerungen wie der Etablierung neuer Infrastrukturen einher. Seit dem 20. Jahrhundert transformieren zunehmend digitale Technologien den Alltag in unseren Städten. Davon ausgehend stellt sich die Frage, wie es gelingt, Chancen der Digitalisierung für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung im Allgemeinen und für urbane Sicherheit im Speziellen nutzbar zu machen. In Zentrum der Analyse steht hierbei das Konzept der Smart City, die im DLR Projektträger wie folgt definiert ist: Unter Smart City verstehen wir einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess, in dem mithilfe von digitalen und sozialen Innovationen und unter Mitwirkung aller Akteure die Resilienz und Zukunftsfähigkeit von Städten und Regionen nachhaltig erhöht wird. Lebenswerte und bedarfsgerechte Städte Smarte, d.h. gemeinwohlorienierte und lebenswerte Städte sind für Menschen gemacht (siehe Gehl 2015). Sie orientieren sich an den Bedürfnissen ihrer Einwohner: innen. Welche Bedürfnisse dies grundsätzlich sind, beschreibt Maslow bereits 1943 in seiner Bedürfnispyraminde. Diese strukturiert Bedürfnisse von grundlegend bis individuell: Grund- und Existenzbedürfnisse, Sicherheitsbedürfnis, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse, kognitive Bedürfnisse, ästhetische Bedürfnisse, Selbstverwirklichung und Transzendenz. Diese lassen sich auf urbane Räume übertragen (vgl. Tabelle 1). Das Sicherheitsbedürfnis stellt ein umfangreiches Bedürfnis dar und tangiert alle Bereiche des städtischen Lebens. Sicherheit bildet die Grundlage für eine Vielzahl weiterer, nicht minder wichtiger Bedürfnisse, die durch kommunale Angebote allein nicht erfüllt werden können. Gleichzeitig wird deutlich, dass Sicherheit im engen Sinne nicht ausreichend und nicht vollständig objektiv abbildbar ist. So ist das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen bspw. stark alters- oder milieuabhängig (vgl. Voss et al. 2018: 8-9). Das Empfinden von Sicherheit korreliert dabei mit dem sozialen Kapital. Dieses zahlt vor allem auf die mentale Sicherheit ein und adressiert dabei sowohl das Individuum als auch seine unmittelbare lokale Umgebung. Neben nachbarschaftlichem Zusammenhalt und Miteinander werden zentrale gesellschaftliche Kräfte wie (empfundene) Gerechtigkeit, Teilhabe und Selbstwirksamkeit durch soziales Kapital bedingt. Ein weiterer, wichtiger Faktor ist die Frage, ob Menschen vor Ort eine Zukunft für sich und ihre Tabelle 1: Bedürfnisse, kommunale Aufgaben und informelle Angebote im Kontext urbaner Sicherheit THEMA Digitalisierung und Sicherheit 25 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 dürfnisse ii als auch jene immateriellen und häufig informellen Grundlagen für die Organisation von Sicherheit in Form von aktiven Gemeinschaften und ehrenamtlichem Engagement. Gegenstand der im Folgenden betrachteten Beispiele sind deshalb zweitens jene durch digitale Technologien gestärkte Erfahrungen kollektiver Wirksamkeit. Smarte Städte wirken damit der häufig mit Digitalisierung einhergehenden Entfremdung entgegen. Drittens entsteht urbane Sicherheit räumlich auf Basis der Alltagserfahrungen im Nahraum des Wohnumfeldes (z. B. durch die bauliche Beschaffenheit des Stadtraumes oder von Angsträumen). Wichtig ist viertens, dass urbane Sicherheit nicht allein durch die Erfüllung der Pflichtaufgaben bspw. im Bereich der Ordnungsbehörden erzielt werden kann (vgl. Abt/ Floeting 2017: 164 ff.). Aktivitäten Smarter Städte bieten fünftens das Potenzial, freiwillige Aufgaben wieder in zufriedenstellendem Umfang leisten zu können und damit vorsorgend statt nachsorgend zu handeln. Sechstens legen Smarte Städte mit Datenplattformen, Sensornetzen und erweiterten Szenarienbetrachtungs- und Visualisierungsmöglichkeiten wichtige Grundlagen für zukunftssichere Entscheidungen. Im Sinne digitaler Daseinsvorsorge erscheint es siebtens zielführend, die im Diskurs um urbane Sicherheit verbreitete „Broken-Windows-Theorie“ (vgl. Wilson/ Kelling: 1982) auch auf den digitalen Raum anzuwenden. Es gilt zu vermeiden, dass Quartiere oder ganze Städte in der digitalen Transformation den Anschluss verpassen. Zukunftssicherheit im digitalen Raum bedeutet den Zugang zum Code der digitalen Entwicklungen zu ermöglichen (Open-Source) und dessen Weiterentwicklung partnerschaftlich voranzutreiben. Solche Entwicklungspartnerschaften bieten als Community die Sicherheit, mittelbis langfristig Software nutzen zu können und tragen unmittelbar zu einer kollektiven Wirksamkeitserfahrung bei. Nicht zuletzt hängt urbane Sicherheit von einem geteilten Verständnis einer partizipativen lernenden Stadt ab. Vorbedingung dafür ist neben der Orientierung an den Bedarfen vor Ort das Vermitteln gemeinsamer Werte. Bedarfe und subjektive Sicherheitswahrnehmungen in relevanten räumlichen Konstellationen sollten in lokalen Apps oder Plattformen erhoben werden iii . Ziel sollte sein, Alltagserfahrungen und lokales Wissen mit den Perspektiven der Expert: innen urbaner Sicherheit vor Ort in Bezug setzen zu können. Projektbeispiele Die Aktivitäten Smarter Städte, die urbane Sicherheit umfassend im Blick haben, erstrecken sich auf vielschichtige Handlungsfelder (vgl. Bild: Smart City Handlungsfehler). Mit Projektförderung unterstüttastrophen widerstandsfähig zu reagieren, und sich dabei zugleich anzupassen und sich hinsichtlich einer nachhaltigen Stadtentwicklung umzugestalten.“ Der Dreiklang aus Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und nachhaltiger Entwicklung ist zentral für die Zukunftsfähigkeit von Städten. Die empfundene Sicherheit ist dabei sowohl Fundament als auch Ergebnis von Resilienz i . Smarte Städte sind eines der wichtigsten Instrumente dieses gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozesses: Datenbasierte Entscheidungen ermöglichen die nachhaltige und resiliente Gestaltung der Infrastrukturen und können zu einer gerechteren Verteilung öffentlicher Güter beitragen; zukunftssichere Teilhabe und Mitwirkung zur bedarfsgerechten Ausgestaltung des öffentlichen und kulturellen Lebens in Quartieren erfordert Ansätze im digitalen Raum mit Visualisierungs- und Feedbackfunktionen; digitale Vernetzung und die Förderung persönlicher Begegnungen befähigen Menschen und sorgen für Handlungsfähigkeit und Resilienz in der analog-digitalen Welt (vgl. Projektbeispiele unten). Kurzum, die digitale Transformation hat das Potenzial, neben (infra-) strukturellen Verbesserungen und nachhaltigerer Ressourcennutzung auch das soziale Kapital und die gesellschaftliche Kohäsion in der Stadt zu erhöhen. Dazu muss die Stadt in vielen Handlungsfeldern gleichzeitig tätig werden, die einander wechselseitig bedingen: Mobilität, Energieversorgung, grüne und blaue Infrastruktur, Wirtschaftsförderung, Luftreinhaltung, Gesundheit, Sozialarbeit, Bildung, Stadtplanung , Klimaanpassung , Katastrophenschutz, u.v.m. Damit die einzelnen Maßnahmen im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung optimal ineinandergreifen, gilt es, Visionen vom zukünftigen Stadtleben in ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK ) zu übersetzen und in Einklang mit einer Daten-Governance-Strategie zu bringen. Verstehen Städte urbane Sicherheit als ein umfassendes Zielbild ihrer Strategie, können sie Maßnahmen darauf ausrichten, Unterziele definieren und Aktivitäten ausarbeiten, sowie beabsichtigte und nicht beabsichtigte Entwicklungen anhand definierter Indikatoren bewerten. Im Folgenden werden acht strategisch relevante Dimensionen des Zielbilds aufgezeigt. Dimensionen urbaner Sicherheit in Smarten Städten Für das Zielbild einer umfassenden urbanen Sicherheit leitend ist erstens das Verständnis, dass Sicherheit nur als kollektives Gut organisiert werden kann (vgl. Schubert 2008). Dies umfasst sowohl materielle Versorgungssicherheit im Bereich der Grundbe- 26 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 THEMA Digitalisierung und Sicherheit rend der Projektphase kostenfrei. Die Erkenntnisse fließen in einen Leitfaden für die kommunale Praxis. Bildung ƒ Grund- und Existenzbedürfnisse ƒ Sicherheitsbedürfnisse, u. a. Familie, soziale Lage, Wohnraum, materielle Freiheit ƒ Soziale Bedürfnisse, u. a. soziale Teilhabe ƒ Individualbedürfnisse, u. a. Unabhängigkeit, Freiheit, Selbstverwirklichung und -wirksamkeit Kommunen im vom BMBFSFJ geförderten Programm Bildungskommunen (E SF - Plus) nut zen Bildungs- und Sozialindikatoren, um kohärentes Handeln der Akteure von Bildungs- und Teilhabemaßnahmen im Hinblick auf bedarfsorientierte Investitionen in Bildungsinfrastruktur zum lebensbegleitenden Lernen zu verbessern. Räume werden dabei als Sozialräume mit ihren spezifischen sozialen Lagen betrachtet. Die Landeshauptstadt München nimmt sich den Herausforderungen für Bildungs- und Aufstiegschancen durch ein umfassendes Bildungsmonitoring an. Dabei betrachtet sie die gesamte Bildungslandschaft und setzt neben Datenbasierung auf Bildungslokale als Ankerorte in Quartieren. Dort kommen alle Bildungsakteure vor Ort zusammen und bieten auf den Sozialraum zugeschnittene kostenlose Beratungs-, Informations- und Vermittlungsangebote an. Auf den digitalen Kompetenzaufbau spezialisiert ist das Kreativlabor MINT. MEDIEN.MAKING in Freiham. Die materiellen Voraussetzungen - etwa die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum - stellt Großstädte wie München dabei ebenso vor Herausforderungen wie die Anonymität der Großstadt. Im ländlichen Raum trägt Datenbasiezen der Bund, die Länder und die EU Kommunen dabei, Chancen des technischen Fortschritts für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung nutzbar zu machen. Der DLR Projektträger begleitet mehrere dieser Förderinitiativen fachlich, strategisch und administrativ. Erkenntnisse in den verschiedenen Dimensionen urbaner Sicherheit und Smarter Städte werden dabei in einem strategisch-interdisziplinären Austausch zusammengeführt. Projektbeispiele in den Handlungsfeldern Mobilität, Bildung, Klimaschutz- und Klimaanpassung, Innenstadtmanagement, Katastrophenschutz sowie Barrierefreiheit und Inklusion zeichnen die Transformation urbaner Sicherheit in Smarten Städten nach. Mobilität ƒ Grund- und Existenzbedürfnisse, u. a. Erreichbarkeit Nahversorgung ƒ Sicherheitsbedürfnisse, u. a. Erreichbarkeit Arbeit, Wohnung, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ƒ Soziale Bedürfnisse, u. a. soziale Teilhabe ƒ Individualbedürfnisse, u. a. Unabhängigkeit, Freiheit Im Projekt SafeStream wird erstmals autonomes Fahren im ÖPNV ohne physisch anwesenden Sicherheitsbegleiter (Level-4-Betrieb) im Straßenverkehr der Stadt Monheim am Rhein und des Landkreises Kehlheim, nahe München, erprobt. Die elektrisch betriebenen Fahrzeuge werden aus Leitstellen fernüberwacht, was die Betriebskosten deutlich reduziert. Dies ermöglicht ein ergänzendes ÖPNV- Angebot für bislang wirtschaftlich nicht erschließbare Gebiete. Damit gewinnen selbst Kommunen, die nicht über ausreichend Fahrpersonal oder Sicherheitsbegleiter verfügen, Versorgungssicherheit für eine alternde Bevölkerung, die einen wohnortnahen ÖPNV benötigt. Das autonome Fahren wird mittelbis langfristig deutlich zur Verminderung menschengemachter Unfälle beitragen. Der Einsatz der elektrischen Fahrzeugflotte verringert zudem den CO 2 -Ausstoß - insbesondere im Vergleich zu wenig genutzten Linienverkehren mit Verbrennungsmotor. Im Förderzeitraum 2022 bis 2025 konnten in diesem vom BMWE geförderten Projekt Linien- und On-Demand-Betrieb betrachtet werden. Der Reallaboransatz umfasste Anwendungsfälle zur Verbesserung der Erreichbarkeit von Nahversorgung, das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Wohnung sowie die Erreichbarkeit von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Autonomes Fahren im ÖPNV ohne Sicherheitsbegleiter trägt zu verbesserter Alltags- und Freizeitmobilität und damit zu mehr sozialer Teilhabe, Unabhängigkeit und individueller Freiheit bei. Die Nutzung der SafeStream-Fahrzeuge war wäh- Smart City: Handlungsfelder THEMA Digitalisierung und Sicherheit 27 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 Klimaschutz und Klimaanpassung ƒ Grund- und Existenzbedürfnisse, u. a. Atmung ƒ Sicherheitsbedürfnisse, u. a. Unversehrtheit, Wohnung, Arbeit, Gesundheit, Mobilität, Ordnung ƒ Soziale Bedürfnisse, u. a. Partizipation, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit / Unsicherheitsverteilung ƒ Individualbedürfnisse, u. a. Selbstwirksamkeit Urbane Sicherheit endet nicht an den Stadtgrenzen. Fragen der Arbeitsplatzanbindung, der Naherholung, der Klimaanpassung und des Hochwasserschutzes oder auch der wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven - sie alle sind eng mit der Region verbunden. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen ihre Maßnahmen abstimmen und den Ansatz der integrierten Stadtplanung auf die Region erweitern (vgl. Bild: Projektgebiet EKLIPS3plus1 Bergisches Dreieck). Wie das funktionieren kann, soll das Reallabor EKLIPS3plus1 Effizient und klimaresilient Planen mit 3 städtischen digitalen Zwillingen in 1 Region zeigen. Hier gehen die drei bergischen Großstädte Remscheid, Solingen und Wuppertal - im Projektverbund mit dem Wupperverband, DFKI, KISTERS AG, HafenCity University, TU Dortmund, FU Berlin und Universität Potsdam - die Herausforderung an, Anpassungen an den Klimawandel durch eine schnellere Umsetzung in der kommunalen Bauleit- und Landschaftsplanung voranzutreiben. Indem planerische Fachanwendungen für raumwirksame Planungen und Projekte unter Einbeziehung aktueller Klima-, Geo- und Satellitenfernerkundungsdaten integriert werden, entsteht eine fundierte Grundlage für datengestützte Entscheidungen. Dabei werden die räumlich-funktionalen Beziehungen in Urbanen Digitalen Zwillingen (UDZ) visualisiert und analysiert. Ziel ist eine sich kontinuierlich weiterentwickelnde, automatisierte und interkommunale Planungsplattform. Die Anwendungen sollen die Kommunikation mit Einwohner: innen erleichtern und Hürden für Partizipation abbauen. Das BMFTR fördert in einer vierjährigen FuE-Phase insgesamt sechs Reallabore sowie ein Begleitforschungs- und Koordinierungsprojekt. Für Transfer und Skalierung werden Schulungskonzepte konzipiert und verbreitet. Katastrophenschutz ƒ Grund- und Existenzbedürfnisse: Atmung ƒ Sicherheitsbedürfnisse: körperliche & seelische Unversehrtheit ƒ Soziale Bedürfnisse: Kommunikation aufrecht erhalten/ soziale Interaktion im Krisenfall ƒ Individualbedürfnisse Technischer Fortschritt hat häufig Folgewirkungen in mehreren Bedarfs- und Handlungsfeldern. rung dazu bei, Angebote möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Chancengerechte Bildungsangebote vermitteln jene Werte, die für die Herausbildung von sozialen Bedürfnissen und Individualbedürfnissen maßgeblich sind. Bildung kommt deshalb eine vorsorgende Schlüsselrolle zu. Kommunen sind die steuernden Akteure der Bildungslandschaften. Innenstadt- und Leerstandsmanagement ƒ Grund- und Existenzbedürfnisse, u. a. Nahversorgung ƒ Sicherheitsbedürfnisse, u. a. Arbeit und Wertschöpfung vor Ort ƒ Soziale Bedürfnisse, u. a. attraktiver Stadtraum, nachhaltige Raumnutzung von Bestandsflächen/ Bestandsgebäuden ƒ Individualbedürfnisse Die Funktion der Stadt als Markt- und Handelsplatz gerät durch den Onlinehandel - verstärkt durch die Coronapandemie und den Angriffskrieg in der Ukraine - zunehmend unter Druck. Die Frequentierung der Innenstädte ist rückläufig und erfolgt reziprok zur Zunahme von Leerstand im Bereich der Gewerbeimmobilien. Insbesondere die subjektive Sicherheitswahrnehmung leidet unter Leerstand und Missständen im Innenstadtbereich (Broken-Windows-Theorie). Als Reaktion auf den drohenden Verlust von Innenstadtfunktionen richtete das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr im Rahmen der Europäischen Strukturförderung (EFRE REACT-EU) einen Fonds zur Unterstützung der Innenstadtbereiche ein. Im Förderzeitraum 2022-2023 nutzte u.a. die Stadt Grafing bei München diesen Fonds zur Etablierung eines digitalen Leerstandsmanagements und entwickelte temporäre Nutzungskonzepte sowie einen digitalen Zwilling. Interessierte können mit Hilfe des neuen Tools Umgebungen leerstehender Gebäude virtuell erkunden, digital vermessen, Plangebiete polygonal einzeichnen sowie Sichtachsen oder Verschattungen simulieren. Bestandsgebäude konnten auf dieser Grundlage schnell und nachhaltig umgenutzt werden. Der Druck auf Flächen außerhalb der Innenstädte verringerte sich und Naturräume konnten erhalten werden. Aktives Innenstadt- und Leerstandsmanagement in Verbindung mit Angeboten im digitalen Raum sichert dabei das Grund- und Existenzbedürfnis der Nahversorgung, schafft materielle Absicherung durch Arbeit und Wertschöpfung vor Ort, steigert die Aufenthaltsqualität und beugt dem Funktionsverlust der Innenstadt vor. Übergangsnutzungen bspw. für Ausstellungen, Beratungsangebote, Gründende, Initiativen und Vereine schaffen Raum für neue Identifikationspunkte. 28 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 THEMA Digitalisierung und Sicherheit bedarf. Dieser wird gemeinsam mit dem Behindertenbeirat der Stadt entwickelt. Ziel der Maßnahme ist es, in einer Browserlösung und einer App kommunale Geo-Bestandsdaten, Wissen zur Barrierefreiheit öffentlicher Einrichtungen und wichtiger Alltagseinrichtungen, sowie für den Innenstadtbereich erhobene Daten zielgruppengerecht zugänglich zu machen. Kassel stellt damit die Weichen für gleichberechtigte Zugänge im öffentlichen und digitalen Raum, erkennt Handlungsbedarfe zur Verbesserung des sozialen Bedürfnisses auf Teilhabe und stärkt Individualbedürfnisse wie Selbstbestimmung und Unabhängigkeit vulnerabler Personengruppen. Die Maßnahme wirkt zusammen mit dem Smart Age Mobil. In einem barrierefreien Fahrzeug direkt im Quartier sollen ältere, mobilitätseingeschränkte Menschen befähigt werden, selbstbestimmt in gewohnter Umgebung zu leben. Ebenso wird in Kassel die Maßnahme „Vulnerable Road User Protection“ flankierend umgesetzt. Sie nutzt Handydaten und KI zur Verringerung der Unfallgefahren von Fußgängern und Radfahrern. Integrierte interdisziplinäre Perspektiven auf urbane Sicherheit Im R ahmen der Modellprojek te Smar t C ities werden integrierte Maßnahmen zur Nutzbarmachung neuer Technologien für die Stadtentwicklung erarbeitet und umgesetzt. Die geförderten Kommunen vergeben für ihre Maßnahmen im Rahmen eines Monitorings Schlagworte - darunter auch urbane Sicherheit. Von den insgesamt 667 berichteten Maßnahmen haben 85 Bezüge zu urbaner Sicherheit (vgl. Bild: Maßnahmen der Modellprojekte Smart City im Handlungsfeld urbane Sicherheit). So erfordert die heutige Kommunikationstechnik eine Versorgung mit Strom. Fällt dieser länger aus, können Menschen den Rettungsdienst oder die Stadtwerke nicht mehr erreichen. Der Informationsfluss für die Gefahrenabwehr wird erheblich erschwert. Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport entwickelte gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin und der Feuerwehr im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities (BMWSB) die KiezBox 2.0. Wie schon ihr Vorgänger nutzt sie einen Einplatinencomputer, dessen Energieversorgung mittels Sonnen- oder Windenergie in Verbindung mit einem Akku sichergestellt wird. Sie funktioniert in zwei unterschiedlichen Betriebsszenarien: Im Katastrophenfall u.a. bei Cyberattacken, Großschadensereignissen oder Sabotage wird die Kommunikation dezentral über einen Notfallhotspot aufrechterhalten. Im Regelbetrieb werden kleinräumliche Daten zu K lima, Luf tqualität und Geräuschpegel über ein LoRaWAN- Netz erhoben. Die Daten verbleiben jedoch nicht in der Stadtverwaltung, sondern werden als Open Data nut zbar gemacht. A ls Reallabor wurden über zwölf Standorte in Schöneberg umgesetzt. Mittelbis langfristig sollen sie an Bushaltestellen eingesetzt werden, um dort eine digitale Pinnwand für den Krisenfall zu schaffen. Gelingt eine stadtweite Skalierung, bestünde erstmals ein geobasiertes Echtzeitlagebild. Die KiezBox adressiert mit der Messung der Luftqualität Grund- und Existenzbedürfnisse. Im Krisenfall trägt sie dazu bei, dass körperliche und seelische Unversehrtheit besser gewährleistet werden kann. Mit den Daten aus dem Regelbetrieb können gemeinsam mit und durch die Menschen im Kiez Aktivitäten erarbeitet werden. Barrierefreiheit und Inklusion ƒ Grund- und Existenzbedürfnisse ƒ Sicherheitsbedürfnisse, u. a. Schutz vulnerabler Gruppen vor Barrieren / / körperliche & seelische Unversehrtheit ƒ Soziale Bedürfnisse, u. a. Teilhabe ƒ Individualbedürfnisse, u. a. Selbstbestimmung und Unabhängigkeit Menschen mit besonderen Bedarfen oder weniger digital affine Personen sehen sich sowohl im physischen als auch im digitalen Raum mit Barrieren konfrontiert. Kommerzielle Anbieter von Kartendiensten nehmen sich diesen häufig nicht hinreichend an. Das Modellprojekt Smart City (BMWSB) der Stadt Kassel adressiert diese Problemlage mit einem digitalen Wegweiser für Menschen mit Hilfe- Projektgebiet EKLIPS3plus1 Bergisches Dreieck: Nachmodellierung der Überflutungsflächen des Hochwasserereignisses von 2021 für den Fluss Wupper sowie zahlenmäßige Schwerpunkte der im Nachgang gemeldeten Schadensmeldungen. Quelle: Land NRW / Geobasis NRW und Wupperverband THEMA Digitalisierung und Sicherheit 29 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 gen zu urbaner Sicherheit im umfassenden Sinne ist die Entwicklungspartnerschaft Open Smart City App (OSCA) rund um das Modellprojekt Solingen. Regionale Nähe ist mithin eine wichtige Rahmendingung für eine Zusammenarbeit in Fragen urbaner Sicherheit im Speziellen und der gemeinsamen Umsetzung von Smart City Maßnahmen im Allgemeinen. Perspektiven für umfassend (zukunfts-) sichere Städte Aus den Projektbeispielen wird deutlich, dass viele engagierte Städte bedarfsorientiert und umfassend urbane Sicherheit und digitale Transformation im Sinne einer Smart City vorantreiben. Umfassende urbane Sicherheit, die von Einwohner: innen akzeptiert und aktiv unterstützt wird, geht über architektonisch-gestalterische Aspekte sowie Daten- und Cybersicherheit hinaus und greift alltagsrelevante sozialräumliche Aspekte auf. Die gewählten Ansätze stärken die Resilienz und die Selbstwirksamkeit vor Ort. Vorsorge, Zukunftsorientierung und sichere Versorgung in den Bedarfs- und Handlungsfeldern schaffen lebenswerte und (zukunfts-)sichere Räume. Einer der Erfolgsfaktoren ist ein integriertes inter- und transdisziplinäres Vorgehen. Reallabore können dabei Ko-Kreationsprozesse für das Zusammenwirken sozialer und technischer Innovationen anstoßen. Fehler der funktionalen Trennung in der Stadtplanung dürfen sich im Hinblick auf eine Trennung des physischen und des digitalen Raums nicht wiederholen. Vielmehr sollten Smarte Städte gemäß der hier zugrunde gelegten Definition digitale Technologien nutzen, um gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung zu fördern, diese in regionalen Entwicklungspartnerschaften voranzutreiben und das entstandene Wissen zu teilen. ENDNOTEN i Voss et al. (2018): So determinieren a) die Institutionalisierung von Sicherheit, b) die Verfügbarkeit über (ökonomisches, soziales, kulturelles und symbolisches) Kapital und c) die subjektive Wertung dieser Ressourcen und der eigenen sozialräumlichen Lebenssituation in Relation zu Mitbürger: innen die Verteilung von Sicherheit bzw. die Verortung von Menschen in sicheren/ unsicheren Räumen. ii Wurtzbacher (2018) unterstreicht, dass insbesondere in Zeiten sich verstärkender Segregation die Anforderungen an kommunale Daseinsvorsorge im Kontext der Versorgung der Grundbedürfnisse eher steigen. iii Wohnungsunternehmen haben Mieter: innen nach den Gründen für ein subjektives Unsicherheitsgefühl befragt: Häufig genannt wurden Angsträume, unklare Wegeführung, Verbuschung oder schlechte Beleuchtung (vgl. Abt/ Floeting 2017: 171). iv Daten entsprechend Maßnahmendatenbank der KTS; Mobilität (*) wurde aus den Handlungsfeldern Städtebau angenähert. Beiträge gemeinsamer Entwicklungen von Apps, Datenplattformen oder digitaler Zwillinge zu urbaner Sicherheit sind im Netzwerkdashboard der Koordinierungs- und Transferstelle Smart Cities (KTS) analysierbar. v Im Handlungsfeld „Sicherheit“ weist es 125 Netzwerkverbindungen auf. Darunter entfallen 26 Netzwerkverbindungen auf Entwicklungspartnerschaften und elf auf Übertragungen der Maßnahmen. Visuell sichtbar wird dabei das Südwestcluster, das die Landkreise Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Kusel und St. Wendel sowie Kaiserslautern und Linz am Rhein umfasst. Ein weiteres Beispiel für die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen mit Bezü- Maßnahmen der Modellprojekte Smart City im Handlungsfeld urbane Sicherheit Maßnahmen urbaner Sicherheit werden seitens der Modellprojekte Smart Cities häufig an der Schnittstelle zu Klimaschutz und Klimaanpassung sowie im Kontext der Wahrnehmung des Stadtraums bzw. der Aufenthaltsqualität verortet. Dass urbane Sicherheit in Smarten Städten stark mit Selbstwirksamkeit und Teilhabe einhergeht, wird insofern deutlich als Beteiligung und Bürgernähe auf dem dritten Platz folgen. Zusammen mit Kultur und Freizeit sowie Bildung, Wissenschaft und Forschung wird die Bedeutung der sozialen Bedürfnisse und der Individualbedürfnisse deutlich. Urbane Sicherheit wird aus Sicht der kommunalen Praxis stark mit Katastrophenschutz und -vorsorge in Verbindung gebracht. Mit versorgungs- und verkehrssicheren Mobilitätskonzepten befassen sich eine Vielzahl der Maßnahmen zur urbanen Sicherheit. iv SICHERHEIT AUS SICHT VON KOMMUNEN 30 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0072 THEMA Digitalisierung und Sicherheit v Netzwerkaufbau und Wissenstransfer: https: / / www. smart-city-dialog.de/ netzwerk/ netzwerkaufbau-und-wissenstransfer (16.09.2025). LITERATUR Abt, Jan; Floeting, Holger (2017): Lückenschlüsse. In: SozProb 28 (2), S. 157-179. DOI: 10.1007/ s41059-017-0032-9. Gehl, Jan (2015): Städte für Menschen. Berlin: Jovis. Schubert, Herbert (2008): Raum und Architektur der Inneren Sicherheit. In: Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst soFid (Stadt- und Regionalforschung 2008/ 2), S. 9-19. Wilson, James Q.; Kelling, George L. (1982): Broken Windows. The Police and the Neighborhood Safety. In: The Atlantic Monthly (3). Online verfügbar unter https: / / www. theatlantic.com/ magazine/ archive/ 1982/ 03/ broken-windows/ 304465/ , zuletzt geprüft am 16.09.2025. Wurtzbacher, Jens (2018): Urbane Sicherheit(en) Thesen zur Verbindung von sozialer und innerer Sicherheit. 1. Auflage. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung Forum Berlin. Online verfügbar unter https: / / library.fes.de/ pdf-files/ dialog/ 14611. pdf, zuletzt geprüft am 16.09.2025. Voss, Martin et al. (2018): Abschlussbericht „Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt (VERSS)“, S. 12, Teilprojekt: Vulnerabilität und Sicherheit in der gerechten Stadt, FKZ: 13N3202 Voss, Martin et al. (2016): Zur Sicherheits- und Vulnerabilitätswahrnehmung der Bevölkerung. Working Paper VERSS (01) - Katastrophenforschungsstelle (KFS), S. 8-9; DOI: 10.17169/ FUDOCS_document_000000027709 Eingangsabbildung: © iStock.com/ klyaksun; © iStock.com/ DrAfter123 AUTOR: INNEN Björn Ebert, DLR Projektträger, Bereich Gesellschaft, Innovation, Technologie, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn bjoern.ebert@dlr.de Rebekka Freitag-Li, DLR Projektträger, Bereich Europäische und internationale Zusammenarbeit, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn rebekka.freitag-li@dlr.de Britta Fuchs, DLR Projektträger, Bereich Bildung, Gender, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn britta.fuchs@dlr.de Constanze Leemhuis, Dr., DLR Projektträger, Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn constanze.leemhuis@dlr.de Felix Rudroff, DLR Projektträger, Bereich Europäische und internationale Zusammenarbeit, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn felix.rudroff@dlr.de Peter Wüstnienhaus, DLR Projektträger, Bereich Gesellschaft, Innovation, Technologie, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn peter.wuestnienhaus@dlr.de Claudio Zettel, Dr., DLR Projektträger, Bereich Gesellschaft, Innovation, Technologie, Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn claudio.zettel@dlr.de UVK Verlag - Ein Unternehmen der Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG \ Dischingerweg 5 \ 72070 Tübingen \ Germany \ Tel. +49 (0)7071 97 97 0 \ info@narr.de \ www.narr.de Im Buch wird die Frage erörtert, wie sich die moderne, globale Gegenwartsgesellschaft und damit auch das Alltagsleben von Individuen sowie institutionalisierter Politik, Wirtschaft und Bildung bei zunehmender Entkopplung von Intelligenz und individuellem Bewusstsein verändert und weiter verändern wird. Dabei wird die sich beschleunigende technologische Entwicklung nicht einfach nur als Ursache gesehen, sondern es wird der Druck der multiplen Gegenwartskrisen auf soziale Systeme und ihre weitere Entwicklung berücksichtigt. Frank H. Witt Künstliche Intelligenz: Transformation und Krisen in Wirtschaft und Gesellschaft 1. Au age 2025, 222 Seiten €[D] 24,90 ISBN 978-3-381-13071-9 (print) ISBN 978-3-381-13072-6 (eBook) DOI 10.24053/ 9783381130726 Anzeige THEMA Digitalisierung und Sicherheit