Transforming Cities
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expert verlag Tübingen
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Smart durch die Krise
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Anja Bobe
Simone Nakaten
Sebastian Sterl
Dennis Wengenroth
Lea Smidt
Lars Gerhold
Im Projekt SMARTKRIS werden zusammen mit der Technischen Universität Braunschweig am Beispiel der Smart City Solingen die Nutzungspotentiale der Risiko- und Krisenkommunikation von Smart City-Technologien (SCT) untersucht, sowie die Auswirkungen diverser Gefahrenszenarien und deren Kaskadeneffekte in der Stadtverwaltung. In diesem Beitrag stehen die Fragen im Vordergrund, (1) welche SCT die Stadt Solingen für ein effektives und effizientes Krisenmanagement entwickelt, (2) wie die Stadtgesellschaft SCT wahrnimmt und (3) welche Auswirkungen sich aus verschiedenen Gefahrenszenarien für die Stadtverwaltung ergeben. Gemeinsames Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dafür zu gewinnen, wie durch SCT die kommunale Krisenkommunikation für die Solinger Bürger:innen verbessert werden kann, welche spezifischen Herausforderungen dabei auftreten und wie die Verwaltung als Kritische Infrastruktur (KRITIS) vor Gefahrenauswirkungen und Ausfall essenzieller Verwaltungsleistungen geschützt werden kann.
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Smart durch die Krise Die Untersuchung von Smart City-Technologien, neuer Krisenkommunikation und Auswirkungen möglicher Krisen in der Smart City Solingen Smart City, Smart City-Technologie, Krisenkommunikation, Katastrophenschutz, Warnung, All-Gefahren-Ansatz, Verwaltung, Kritische Infrastruktur Anja Bobe, Sebastian Sterl, Dennis Wengenroth, Lea Smidt, Lars Gerhold, Simone Nakaten Im Projekt SMARTKRIS werden zusammen mit der Technischen Universität Braunschweig am Beispiel der Smart City Solingen die Nutzungspotentiale der Risiko- und Krisenkommunikation von Smart City-Technologien (SCT) untersucht, sowie die Auswirkungen diverser Gefahrenszenarien und deren Kaskadeneffekte in der Stadtverwaltung. In diesem Beitrag stehen die Fragen im Vordergrund, (1) welche SCT die Stadt Solingen für ein effektives und effizientes Krisenmanagement entwickelt, (2) wie die Stadtgesellschaft SCT wahrnimmt und (3) welche Auswirkungen sich aus verschiedenen Gefahrenszenarien für die Stadtverwaltung ergeben. Gemeinsames Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dafür zu gewinnen, wie durch SCT die kommunale Krisenkommunikation für die Solinger Bürger: innen verbessert werden kann, welche spezifischen Herausforderungen dabei auftreten und wie die Verwaltung als Kritische Infrastruktur (KRI- TIS) vor Gefahrenauswirkungen und Ausfall essenzieller Verwaltungsleistungen geschützt werden kann. Vorwort Zunehmende Krisen, Urbanisierung und Digitalisierung erhöhen Abhängigkeiten und Verwundbarkeiten. Systeme müssen daher resilienter werden. Verlässliche Krisenkommunikation und Gefahrenanalyse sind zentral für Sicherheit und Vertrauen. Im Forschungsprojekt SMARTKRIS untersucht der Verbund, wie Smart City-Technologien (SCT) die Krisenkommunikation und Information der Bevölkerung verbessern und wie sich Gefahren auf die Verwaltung und zentrale Stakeholder auswirken können. Ziel ist, digitale Kommunikation und kommunale Resilienz zu stärken. 54 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077 (NRW) ausgewählt (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen [BMWSB], 2024) und ist Initiator und Mitgründer der Entwicklungspartnerschaft Open Smart City-App. Weiter wurde bis 2021 die Smart City-Infrastruktur der Stadt Solingen (Soligen.digital, 2025) vollständig auf Open- Source-Technologien umgestellt. Das Konzept der Smart City kann im Krisenfall durch technologische Vernetzung eine schnelle und koordinierte Kommunikation ermöglichen und damit viele Menschen erreichen (Zhu et al., 2020). Die bestehenden Warn-Apps informieren bislang nur über Beginn und Ende einer Krisensituation, lassen jedoch viele ortsbezogene Fragen offen. Diese Lücken sollen durch vertrauenswürdige Informationen, Hotlines und lokale Ansprechpartner: innen geschlossen werden, um gezielt Unterstützung bereitzustellen, wo sie benötigt wird. Dazu wird in Solingen die schon vorhandene Smart City-Infrastruktur nutzbar gemacht. Bestreben ist, in Zukunft mit der Stadtgesellschaft über diverse vorhandene Endgeräte wie die stadteigene Solingen-App, den im Stadtgebiet aufgestellten digitalen Informationsstelen, der Website der Stadt Solingen und über andere öffentliche Wege interagieren zu können. Auf diesem Wege erhalten sie verlässliche Informationen, auf die sie vertrauen können. Jedoch ist es wichtig zu erforschen, wie die Stadtgesellschaft SCT wahrnimmt. Weiterhin trägt die Verwaltung als Teil der KRITIS mit ihren essenziellen Leistungen für die Stadtgesellschaft zu Wohlbefinden, Vertrauen und Sicherheit bei ( Jameel et al., 2019). Folglich ist es ebenfalls wichtig, diese vor Störung oder Ausfall aufgrund verschiedener Gefahren zu schützen und Maßnahmen zur Resilienzerhöhung zu entwickeln. Das Projekt SMARTKRIS Das Pilotprojekt „Kritikalität und Krisenkommunikation am Beispiel der Smart City Solingen“ (SMART- KRIS) ist ein Verbundprojekt zwischen der Klingenstadt Solingen und der Technischen Universität Braunschweig ( TUBS) welches vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ gefördert wird (Soligen.digital, 2025; Technische Universität Braunschweig, 2025). Zielsetzung ist es, SCT für das Krisenmanagement weiterzuentwickeln (Solingen) und zu untersuchen, wie die Stadtgesellschaft Technologien wahrnimmt und welche Auswirkungen und Kaskadeneffekte verschiedene Gefahren auf die KRITIS Verwaltung und die Stadtgesellschaft haben (TUBS). So sollen Resilienz und Reaktionsfähigkeit der Verwaltung sowie die Einbindung der Stadtgesellschaft gestärkt werden. Ausgangslage Krisen und Katastrophen - egal ob durch Naturereignisse, Menschen oder Technik verursacht - werden immer komplexer, vielfältiger, stärker miteinander verknüpft und überschreiten zunehmend Grenzen (Boin, 2019). Durch Digitalisierung und Urbanisierung nehmen zugleich Smart Cities, Informations- und Kommunikationstechnologien (IK T) und digitale Verwaltungen als Teil Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) an Bedeutung zu (Cañavera-Herrera et al., 2022; Zhu et al., 2020). Fällt eine dieser Strukturen aus oder wird gestört, kann das besonders vulnerable Gruppen gefährden. 1 Dies beeinflusst sowohl die Anforderungen an die technologische Entwicklung von Schutzmaßnahmen der Stadt als auch die Wahrnehmung und Bereitschaft der Bevölkerung, solche Technologien zu nutzen. Zunehmende Krisen: Solingen im Fokus In den letzten Jahren war das Stadtgebiet von Solingen von extremen Starkregenereignissen mit einhergehenden Hochwassersituationen betroffen (Lemmer, 2024). Das Hochwasser 2021 zeigte der Stadt auf, welchen unterschiedlichen analogen und digitalen Gefahren eine Stadtverwaltung ausgesetzt sein kann und welche strukturellen Vulnerabilitäten dabei zum Vorschein kommen. Aufgrund der Vernetztheit der Systeme kann es in einer Smart City und KRITIS zu Anfälligkeiten für kaskadierende Effekte kommen (Alexander & Pescaroli, 2019; Cañavera-Herrera et al., 2022). Neben Starkregenereignissen können auch andere Ereignisse Krisen und Katastrophen auslösen. Bisher wurden die Bürger: innen durch Warn-Apps wie NINA, Katwarn und MoWaS-Systeme gewarnt (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe [BBK], 2025). Hier plant die Stadt Solingen den Einsatz ihrer SCT um einen Schritt weiterzugehen. Zunehmende Digitalisierung und Urbanisierung: Solingen als Smart City Was macht eine Stadt eigentlich zu einer Smarten City? Der Begriff „Smart City “ bezeichnet ganzheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte lebenswerter, effizienter, technologisch fortschrittlicher, ökologischer und sozial inklusiver zu gestalten. 2 Die Stadt Solingen hat bereits 2016 die zentrale IT- Steuerung zur Verwaltungsdigitalisierung eingeführt. Seit 2018 verfolgt sie eine Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategie (Soligen.digital, 2018). Im Jahr 2020 wurde Solingen als Modellprojekt Smart Cities für die digitale Modellregion Nordrhein-Westfalen THEMA Digitalisierung und Sicherheit 55 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077 munales Krisenmanagement-Dashboard konzipiert, welches als zentrale Plattform für Sicherheit, Koordination und Bürger: innenkommunikation dienen soll (siehe Bild 2). Im Fokus steht dabei ein hierarchisches Informationsmodell zur schnellen, abgestuften Information aller Solinger Bürger: innen. Je nach Lageeinschätzung sollen verantwortliche Fachbereiche/ Krisenstäbe über ein konfigurierbares Dashboard Warnmeldungen generieren und über die städtischen Smart City- Kanäle verbreiten können. In diesem Dashboard, welches derzeit webbasiert arbeitet und per Schnittstelle eine eigenständige Anwendung des OSCH wird, stehen verschiedene Features bereit, um eine Warnmeldung zu erzeugen und zu verbreiten. Die Software ermöglicht eine lokationsbasierte Steuerung und Verteilung von Ereignismeldungen. Über eine visuelle Lagekarte kann der Ort einer Lage präzise bestimmt werden. Weiter bietet das System die Möglichkeit, den Adressatenkreis der Meldung flexibel festzulegen. So kann definiert werden, ob eine Information an alle verfügbaren Medienkanäle oder gezielt an ausgewählte Medien ausgespielt wird. Darüber hinaus erlaubt das Dashboard eine räumliche Eingrenzung der Lage. Es kann festgelegt werden, ob die Warnmeldung auf einen bestimmten Ort, Radius, einzelne Stadtteile oder das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt wird. Um die Dringlichkeit und Priorität klar und intuitiv zu kommunizieren, unterstützt die Software eine gestufte Darstellung. Jede Eskalationsstufe wird durch eine spezifische Farbzuordnung und Größe visualisiert, sodass Nutzer: innen auf einen Blick den Schweregrad oder die Dringlichkeit erkennen können. Ergänzend werden kontextspezifische Icons automatisch der Lage zugeordnet. Diese vermitteln die Art des Ereignisses, beispielsweise Wetter, Feuer oder Sicherheit, und ergänzen dabei die Farbcodierung, wodurch eine schnelle und klare Informationsaufnahme gewährleistet werden soll. Die Kombination aus Farb- und Icon basierten Indikatoren ermöglicht eine schnelle Situationsbewertung und unterstützt gezielte Reaktionsentscheidungen, sowohl auf Seiten des Krisenstabes als auch bei den Bürger: innen. Ebenso unterstützt diese Funktion eine zielgerichtete Informationssteuerung und reduziert die Verbreitung irrelevanter Meldungen. Gleichzeitig wird der Stadtgesellschaft, die über die stadteigene App verfügt, ermöglicht, aktiv an der Informationsverteilung teilzunehmen. Sollten sich Bürger: innen im Radius einer Lage befinden, besteht die Möglichkeit über ihre mobilen Endgeräte Live-Lagebilder hochzuladen und die aktuelle Situation vor Ort direkt zu beschreiben. Welche Smart City-Technologien hat und entwickelt die Stadt Solingen für ein effektives und effizientes Krisenmanagement? Das Herzstück: Open Smart City HUB (OSCH) Das Herzstück der bestehenden SCT bildet der Open Smart City HUB, kurz OSCH (siehe Bild 1; Smart City Dialog, 2025). Der OSCH ist ein System von Anwendungen, die zusammenarbeiten, um die Funktion einer urbanen Datenplattform zu ermöglichen. Über Schnittstellen werden Verwaltungsdaten, Geodaten und Daten aus Sensorsystemen mit Statistik- und Serviceportalen verbunden und durch externe Datenquellen ergänzt. Neben der Datenerhebung, -speicherung und Datenauswertung umfasst der OSCH auch die Bereitstellung der Informationen über verschiedene Kanäle wie die Solingen-App, digitale Stellen und die städtischen Websites. Dabei fungiert der OSCH als zentraler Netzwerkknoten, als eine urbane Datenplattform, und ist somit das Herz und Gehirn der Smart City-Infrastruktur. Das System ermöglicht die Bereitstellung und Nutzung von Daten aus unterschiedlichsten Quellen für eine Vielzahl von Anwendungen. Die Darstellung der Inhalte erfolgt geräteunabhängig, ohne dass ein eigenes Frontend erforderlich ist. Dies wird durch den Einsatz flexibler, standardisierter Application Programming Interfaces (API) gewährleistet, die eine nahtlose Integration in bestehende Systeme und Plattformen ermöglichen. Zudem können das Bergische Service Center - als zentraler Ansprechpartner der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal - als auch private Haushalte über bestehende Smart- Home-Systeme relevante Daten nutzen. Smartes Krisenmanagement: das Krisenmanagement-Dashboard Um diese Wege für eine smarte Krisenkommunikation effektiv nutzen zu können, wird derzeit ein kom- Bild 1: Open Smart City HUB (OSCH, solingen.digital) THEMA Digitalisierung und Sicherheit 56 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077 motivieren zur Vorsorge und fördern Schutzverhalten (Wessel et al., 2021). Akzeptanz und Befolgung hängen von Systemgestaltung, früheren Erfahrungen und situativen Gegebenheiten ab (Laughery, 2006, zitiert in Yli-Kauhaluoma et al., 2023). Herausforderungen betreffen die Robustheit von Systemen, die auch Stromausfällen, Netzwerkstörungen oder Naturbedingten Katastrophen trotzen müssen, weshalb hybride und autarke Lösungen empfohlen werden (Ghaffari et al., 2024). Gleichzeitig bestehen Risiken durch Cyberangriffe oder Manipulation von Sensoren, die Vertrauen und Wirksamkeit gefährden können (Ma, 2021). Inklusion, etwa für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, ist essenziell (Chang et al., 2022). Da nicht alle Bevölkerungsgruppen den gleichen Zugang zu digitalen Medien haben, bleiben analoge und communitybasierte Warnmodule unverzichtbar (Gultom, 2016; Hasmira, 2021). Wahrnehmung von SCT durch die Solinger Bürger: innen Insgesamt wurden drei Fokusgruppendiskussionen mit insgesamt 16 Teilnehmenden in Solingen durchgeführt. Die digitalisierte Krisenkommunikation Solingens sollte laut den interviewten Bewohner: innen klare orts- und situationsbezogene Informationen weiterleiten, wie z. B. Hinweise auf Schutzmaßnahmen, Infrastruktur und Stärke der Bedrohung. Auch über Vor- und Nachsorge sowie Anlaufstellen sollte informiert werden. Das Bereitstellen von niedrigschwelligen, verlässlichen Kanälen wurde als besonders wertvoll bewertet. Das Vertrauen selbst wird laut den Befragten durch Aktualität, Konsistenz und institutionelle Legitimität geprägt. Smartphones werden als primäres Warnmittel wahrgenommen, da sie breit verfügbar sind und Diese Eingaben werden in Echtzeit in das System eingespeist und kann die Einschätzung und Reaktionsplanung des Krisenstabes unterstützen. Durch die Integration der Rückmeldungen der Bürger: innen entsteht ein bidirektionaler Informationsfluss, der nicht nur die Transparenz erhöht, sondern auch die Qualität und Aktualität der Lageereignisse verbessert. Wie nimmt die Stadtgesellschaft Krisenkommunikation durch Smart City-Technologien in Solingen wahr? Im Rahmen des Projekts wurde die Wahrnehmung der Stadtgesellschaft Solingens zur Krisenkommunikation untersucht, mit spezifischem Blick auf die digitalen Möglichkeiten der SCT. Wissenschaftlicher Stand zur digitalisierten Krisenkommunikation In Solingen wird primär über die Warn-App NINA oder traditionelle Krisenkommunikationsmittel gewarnt. Durch eine Literaturrecherche wurde ermittelt, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für Risiko- und Krisenkommunikation in Kommunen bietet und welche Smart City Ansätze es in Verbindung hierzu bereits gibt. Die wissenschaftliche Datenlage ist hierbei bislang lückenhaft, da wenige konkrete Untersuchungen zu SCT in Bezug auf Krisenkommunikation existieren. Zusammenfassend lassen sich folgende Inhalte aus der Literaturarbeit hervorheben: Digitale Technologien bilden das Rückgrat moderner Krisen- und Warnkommunikation. Sie basieren auf leistungsfähigen Infrastrukturen wie Mobilfunk, Sensorik, Cloud- Plattformen, Edge Computing und Internet of Things (IoT) - Geräten (Hasan et al., 2022; Jung et al., 2020), ähnlich dem Solinger OSCH. Digitale Plattformen wie Warn-Apps, Webportale, Dashboards oder soziale Netzwerke verwenden diese Daten, und können Echtzeitinformationen übertragen, bidirektionale Kommunikation und partizipative Formate unterstützen (Hassankhani et al., 2021; Wessel et al., 2021). Personalisierte und datenschutzfreundliche Apps steigern dabei Vertrauen, ermöglichen nachbarschaftliche Netzwerke und verbessern die Resilienz der Bevölkerung (Wessel et al., 2021). Vertrauen und Akzeptanz hängen dabei von transparenter, konsistenter und datenschutzfreundlicher Kommunikation ab. Warnungen sollen klare, handlungsorientierte Informationen liefern und über verschiedene digitale Kanäle verbreitet werden, um Reichweite, Reaktionszeit und Zielgruppenspezifik zu erhöhen. Effektive Warnbotschaften sensibilisieren die Bevölkerung, Bild 2: Krisenkommunikations-Dashboard (solingen.digital) THEMA Digitalisierung und Sicherheit 57 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077 der Smart City und als Schnittstelle zur Stadtgesellschaft als Nutzende betrachtet. Als soziotechnisches System besteht die Verwaltung aus den sozialen Komponenten Ziel, Personal und Organisationskultur sowie aus den technischen Komponenten der Prozesse, Infrastruktur und Technologie (Challenger et al., 2010; Clegg et al., 2017; Davis et al., 2014). Bild 3 zeigt, wie die einzelnen Elemente miteinander verknüpft sind. Die Verwaltung wird dabei als Organisation betrachtet, welche das Ziel der Erbringung von Verwaltungsleistungen für die Stadtgesellschaft verfolgt und Mitarbeiter: innen als Personal mit z. B. bestimmten Personalressourcen enthält. Die Mitarbeiter: innen arbeiten in einer Organisationskultur (z. B. Sicherheitskultur und Umgang mit Gefahren), nutzen Prozesse (z. B. Kommunikation und Information) und arbeiten in einer Infrastruktur (z. B. Gebäude und Ausstattung). Um das Ziel der Erstellung verschiedener Verwaltungsleistungen zu erreichen, nutzen die Mitarbeiter: innen Technologie (z. B. Daten und SCT). Workshops mit den Stakeholdern Solingens Ausgehend der Betrachtung der Verwaltung als soziotechnisches System wurden verschiedene Fokusgruppendiskussionen mit insgesamt 10 bis 15 Vertreter: innen aus den Bereichen Verwaltung, Informationstechnik (IT) und Gefahrenabwehr der Stadt Solingen (Stakeholder) durchgeführt. Für die Durchführung wurden verschiedene Gefahrenszenarien, wie ein Cyberangriff (inklusive Social Engineering) auf die Stadtverwaltung oder eine Virusausbreitung in der Stadt Solingen systematisch aus bestehender Literatur 3 kriteriengeleitet erstellt, den Stakeholdern vorgestellt und mittels Leitfaden Fragen zu den Auswirkungen, Kaskadeneffekten, Eskalationspunkten 4 und Maßnahmen zum Schutz vor den Gefahren diskutiert. Die Fokusgruppendiskussionen wurden nach Einverständniserklärung der Teilnehmenden per Ton aufgezeichnet, transkribiert und systematisch nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) ausgewertet. Die in Bild 3 dargestellten sechs soziotechnischen Systemelemente dienten dabei als deduktives Kategorienschema und wurden induktiv mit zusätzlichen Kategorien erweitert. Auswirkungen verschiedener Gefahren auf die Verwaltung Tabelle 1 zeigt für die beiden Szenarien Cyberangriff bzw. Virusausbreitung die Ergebnisse der Gruppe Verwaltung (N=5 bzw. N=4 Teilnehmende) für die Auswirkungen auf exemplarisch ausgewählte soziotechnische Elemente innerhalb der Verwaltung. Die Frage dazu lautete „welche Auswirkungen […] das Geständig mitgeführt werden. Ergänzend spielen Sirenen und digitale Informationsstelen eine wichtige Rolle für Menschen ohne digitale Zugänge. Informationsstelen im Stadtraum Solingens bieten darüber hinaus Potenzial als Treff- und Evakuierungspunkte. Digitale Werbeflächen könnten als zusätzliche Anzeigekanäle dienen. Herausforderungen bestehen in der Navigation der technischen Anwendungen, Aktualität sowie Inklusion und Bedienbarkeit. Positiv bewertet wurden dagegen Mehrkanal-Alarmierung, klare Absenderkennzeichnung, konkrete Handlungsempfehlungen und regelmäßige Tests/ Übungen, die das Vertrauen und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung stärken. Räumliche Filter (Geofencing) wurden als Mittel zur gezielteren Zustellung von Informationen und zur Vermeidung von Alarmmüdigkeit vorgeschlagen. Welche Auswirkungen ergeben sich aus verschiedenen Gefahrenszenarien für die Stadtverwaltung? All-Gefahren-Ansatz und Verwaltung als soziotechnisches System Um die Auswirkungen verschiedener Gefahren auf die Verwaltung der Stadt Solingen zu untersuchen, wird vom All-Gefahren-Ansatz ausgegangen. Im Sinne dessen sollten keine Gefahren per se ausgeschlossen werden. Denkbare Gefahren sollten antizipiert (Nuclear Energy Agency, 2018); jedoch auch Ereignisse ohne Erfahrung oder jene mit hoher Schadenswirkung aber geringer Wahrscheinlichkeit (Prokopf, 2020) inkludiert werden. Ursachen können in Naturgefahren (z. B. Pandemien), menschlichem oder technischem Versagen (z. B. organisatorisches Versagen) oder beabsichtigt menschlichen Handlungen (z. B. Sabotage) liegen (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, 2009; Colle, 2024). Um die Frage der Auswirkungen verschiedener Gefahren zu diskutieren, wird die Verwaltung als soziotechnisches System eingebettet in die Struktur Bild 3: Aufbau der Verwaltung als soziotechnisches System THEMA Digitalisierung und Sicherheit 58 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077 Mit dem Open Smart City HUB als Herzstück verfügt Solingen somit über eine Schnittstelle, welche vielfältige Anwendungen verknüpft und diese gebündelt als Information über Endgeräte, wie die Solingen-App oder digitaler Stelen der Stadtgesellschaft zur Verfügung stellt. Bezogen auf ein smartes Krisenmanagement verbindet das hochinnovative Krisenmanagement-Dashboard als zentrale Plattform verschiedene Informationen bezüglich Krisen und Katastrophen in einem digitalen Echtzeit-Lagebild mit der Möglichkeit eines bidirektionalen Informationsflusses und der Betrachtung der Stadtgesellschaft als aktive Krisenmanager: innen. In Zukunft wird die SCT weiter ausgebaut und die Nutzbarkeit mit der Stadtgesellschaft partizipativ getestet, um die Zielgruppen, wie interne Krisenmanager: innen aber auch alle Bürger: innen in ein gemeinsame Krisenbewältigung integrieren zu können. Weiter verdeutlichen die Ergebnisse aus Literatur- und Fokusgruppendiskussionen in Solingen, dass eine wirksame Krisenkommunikation in Smart Cities auf der Verbindung technologischer Leistungsfähigkeit und sozialer Vertrauensbildung beruhen. Digitale Warnsysteme bieten ein hohes Potenzial für eine zielgerichtete und frühzeitige Informationsvermittlung, ihre Effektivität hängt jedoch von technischer Zuverlässigkeit und intuitiver Bedienbarkeit. Eine zukunftsfähige Krisenkommunikation muss daher digitale Effizienz mit menschlicher Nähe verbinden, um Akzeptanz, Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit langfristig zu sichern. Abschließend wurden unter dem All-Gefahren- Ansatz vorgestellt, inwieweit die hochaktuellen Gefahrenszenarien Cyberangriff (inklusive Social Engineering) und eine Virusausbreitung Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Stadtverwaltung als fahrenszenario [Cyberangriff bzw. Virusausbreitung] auf das Ziel der Erbringung von Verwaltungsleistungen/ Personal/ Technologie für die Stadtgesellschaft innerhalb Ihrer Organisation hat“. Bezogen auf den Bereich der Zielerreichung gibt es Gemeinsamkeiten in den Kategorien der Gefahrenabwehr bzw. der Leistungsverwaltung, während für den Cyberangriff zusätzlich noch die Betroffenheit der Eingriffsverwaltung und Einnahmengenerierung genannt wurde. Bezüglich des Personals kann es bei beiden Szenarien zum Ausfall durch Krankmeldungen und einer Verschiebung von Personalressourcen in andere Bereiche kommen. Durch die Infektionsüberwachung wurde bei der Virusausbreitung zusätzlich die Personalaufstockung, die private Situation oder der Abfluss relevanten Wissens genannt. Im Bereich Technologie sind bei einem Cyberangriff insbesondere Informationssysteme, SCT wie das Serviceportal oder interne Verwaltungssoftware betroffen. Bei einer Virusausbreitung nannten die Stakeholder unter anderem die Wichtigkeit der Stelen als SCT sowie Messengerdienste als Software insbesondere für die Kommunikation mit der Bevölkerung außerhalb der Verwaltung. Konklusion In diesem Beitrag wurde zuerst die Ausgangslage zunehmender Krisen, wachsender Digitalisierung und Urbanisierung beschrieben und daraus die Notwendigkeit des Projekts SMARTKRIS mit seinen Zielen und Partnern vorgestellt. Entlang der drei Leitfragen wurde diskutiert, (1) welche SCT Solingen für ein das Krisenmanagement entwickelt, (2) wie die Stadtgesellschaft diese wahrnimmt und (3) welche Auswirkungen verschiedene Gefahren für die Verwaltung haben. Tabelle 1: Auswirkungen der Gefahrenszenarien auf ausgewählte Bereiche der Verwaltung, Ergebnisse der Gruppe Verwaltung (N=5 Cyberangriff, N=4 Virusausbreitung) Welche Auswirkungen hat das Gefahrenszenario [Cyberangriff auf die Stadtverwaltung / Virusausbreitung in Solingen] auf die einzelnen Bereiche? Bereich Cyberangriff (Hauptkategorien und Beispiele) Virusausbreitung (Hauptkategorien und Beispiele) Ziele Eingriffsverwaltung: Ausfall Beitragsforderung Einnahmengenerierung: Einnahmeausfälle für Stadt Gefahrenabwehr: Schaden an Menschen Leistungsverwaltung: Bevölkerungsinformation Gefahrenabwehr: Infektionsschutz Leistungsverwaltung: Bevölkerungsinformation Personal Ausfall: Krankmeldung Schwierige Erreichbarkeit Psychosozial: Angst vor Situation Verschiebung: Verschiebung in wichtigere Bereiche Aufstockung: durch Nachtelefonieren der Infektionsketten Ausfall: durch Erkrankung Private Situation: Belastung durch Erkrankungen in Familie Psychosozial: Angst vor Entscheidungen Verschiebung: durch Quarantäne-Nachverfolgung Wissen: fehlendes Wissen durch Erkrankung Technologie Informationssysteme: Website Smart City: Serviceportal Software: für interne Verwaltung Smart City: Stelen Software: Messengerdienste THEMA Digitalisierung und Sicherheit 59 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077 Ashraf, B. N. (2020). Economic impact of government interventions during the COVID-19 pandemic: International evidence from financial markets. Journal of behavioral and experimental finance, 27, 100371. https: / / doi.org/ 10.1016/ j. jbef.2020.100371 Boin, A. (2019). The Transboundary Crisis: Why we are unprepared and the road ahead. Journal of Contingencies and Crisis Management, 27(1), 94-99. https: / / doi.org/ 10.1111/ 1468- 5973.12241 Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (2025). MoWaS. https: / / www.bbk.bund.de/ DE/ Warnung- Vorsorge/ Warnung-in-Deutschland/ MoWaS/ mowas_ node.html Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. (2009). Nationale Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Strategie). https: / / www.bmi.bund.de/ SharedDocs/ down-loads/ DE/ publikationen/ themen/ bevoelkerungsschutz/ kritis.html Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. (2024, 31. Oktober). Modellprojekte Smart Cities | Smart City Dialog. https: / / www.smart-city-dialog.de/ programme-und-projekte/ modellprojekte-smart-cities Cañavera-Herrera, J. S., Tang, J., Nochta, T. & Schooling, J. M. (2022). On the relation between ‘resilience’ and ‘smartness’: A critical review. International Journal of Disaster Risk Reduction, 75, 102970. Challenger, R [R.], Clegg, C. W [C. W.] & Robinson, M. A [M. A.]. (2010). Understanding Crowd Behaviours. Volume 1 Practical Guidance and Lessons Identified. Cabinet O ce. Chang, I., Castillo, J. & Montes, H. (2022). Technology-Based Social Innovation: Smart City Inclusive System for Hearing Impairment and Visual Disability Citizens. Sensors, 22(3), 848. https: / / doi.org/ 10.3390/ s22030848 Clegg, C. W [Chris W.], Robinson, M. A [Mark A.], Davis, M. C., Bolton, L. E., Pieniazek, R. L. & McKay, A. (2017). Applying organizational psychology as a design science: A method for predicting malfunctions in socio-technical systems (Pre- MiSTS). 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Als wichtig werden diese im Falle einer Virusausbreitung für die effektive Krisenkommunikation mit der Bevölkerung außerhalb der Verwaltung betrachtet. Aus den Erkenntnissen können effektive Maßnahmen zum Schutz besonders betroffener Bereiche abgeleitet werden. In weiteren Schritten werden dabei Kaskadeneffekte und soziale Auswirkungen bei Ausfall von Verwaltungsleistungen sowie Maßnahmen zum Schutz besonders vulnerable Bereiche abgeleitet. Zusammenfassend zeigen die hier vorgestellten Ergebnisse des SMARTKRIS-Projekts, inwieweit im Rahmen zunehmender Krisen, Digitalisierung und Urbanisierung ein integratives Krisenmanagement durch die Nutzung von SCT, die Einbindung der ganzen Stadtgesellschaft und der Betrachtung der Smart City als soziotechnisches System zur Erhöhung der Resilienz und Reaktionsfähigkeit beitragen kann. ENDNOTEN 1 Für Verwaltung/ e-Government siehe u.a. Alkhaldi, (2022); Rapeli & Mussalo-Rauhamaa, (2017). 2 Für eine Definition von Smart Cities siehe Anthopoulos (2017). 3 Cyberangriff z. B. Achuthan et al. (2025); Ahmadi-Assalemi et al. (2020), Virusausbreitung z. B. Ashraf (2020); Hiscott et al. (2020). 4 Zur Definition von Kaskadeneffekten und Eskalationspunkten siehe Alexander und Pescaroli (2019). LITERATUR Achuthan, K., Khobragade, S. & Kowalski, R. (2025). Cybercrime through the public lens: a longitudinal analysis. Humanities and Social Sciences Communications, 12(1). https: / / doi. org/ 10.1057/ s41599-025-04459-x Ahmadi-Assalemi, G., Al-Khateeb, H., Epiphaniou, G. & Maple, C. (2020). Cyber Resilience and Incident Response in Smart Cities: A Systematic Literature Review. Smart Cities, 3(3), 894-927. https: / / doi.org/ 10.3390/ smartcities3030046 Alexander, D. & Pescaroli, G. (2019). What are cascading disasters? UCL open. Environment, 1, e003. https: / / doi. org/ 10.14324/ 111.444/ ucloe.000003 Alkhaldi, A. N. (2022). 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AUTOR: INNEN Anja Bobe, Klingenstadt Solingen, solingen digital a.bobe@solingen.de Simone Nakaten, Klingenstadt Solingen, solingen digital Sebastian Sterl, Technische Universität Braunschweig, Abteilung Psychologie soziotechnischer Systeme Dennis Wengenroth, Technische Universität Braunschweig, Abteilung Psychologie soziotechnischer Systeme Lea Smidt, Technische Universität Braunschweig, Abteilung Psychologie soziotechnischer Systeme Lars Gerhold, Prof. Dr., Technische Universität Braunschweig, Abteilung Psychologie soziotechnischer Systeme THEMA Digitalisierung und Sicherheit 61 4 · 2025 TR ANSFORMING CITIES DOI: 10.24053/ TC-2025-0077
