Kolloquium Parkbauten
kpb
2510-7763
expert verlag Tübingen
kpb121/kpb121.pdf0224
2026
121
Technische Akademie EsslingenUntergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund – Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis
0224
2026
Florian Schadhauser
Die Untergrundvorbereitung von Betonoberflächen stellt einen maßgebenden Faktor für den adhäsiven Verbund mit den Folgeschichten und somit für die Dauerhaftigkeit des Bauwerks dar. Die Technische Regel „Instandhaltung von Betonbauwerken“ des DIBt definiert in der aktuellen Fassung (Mindest-)Rautiefenklassen bei reinem Adhäsionsverbund. Es hat sich gezeigt, dass die Einhaltung der geforderten Rautiefenklassen in den meisten Fällen nur mit geeigneten Strahlverfahren zuverlässig zu erreichen ist. Für die Applikation von Oberflächenschutzsystemen (Rautiefenklasse RT0,3) hat sich das Kugel- bzw. Feststoffstrahlen bewährt, für die Querschnittsergänzung mit Mörtelsystemen (Rautiefenklasse RT1,0) das HDW-Strahlen. Schleifverfahren sind nur bedingt geeignet. Bei gefügeschädigenderen Verfahren wie Fräsen sollte immer eine zusätzliche Untergrundvorbereitung durch Feststoffstrahlen erfolgen. Zudem ist es empfehlenswert zu Beginn der Arbeiten Musterflächen anzulegen, um ein verlässliches Ergebnis zu gewährleisten.
kpb1210073
12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 73 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis Florian Schadhauser, M. Sc. Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH, München Zusammenfassung Die Untergrundvorbereitung von Betonoberflächen stellt einen maßgebenden Faktor für den adhäsiven Verbund mit den Folgeschichten und somit für die Dauerhaftigkeit des Bauwerks dar. Die Technische Regel „Instandhaltung von Betonbauwerken“ des DIBt definiert in der aktuellen Fassung (Mindest-)Rautiefenklassen bei reinem Adhäsionsverbund. Es hat sich gezeigt, dass die Einhaltung der geforderten Rautiefenklassen in den meisten Fällen nur mit geeigneten Strahlverfahren zuverlässig zu erreichen ist. Für die Applikation von Oberflächenschutzsystemen (Rautiefenklasse RT0,3) hat sich das Kugelbzw. Feststoffstrahlen bewährt, für die Querschnittsergänzung mit Mörtelsystemen (Rautiefenklasse RT1,0) das HDW-Strahlen. Schleifverfahren sind nur bedingt geeignet. Bei gefügeschädigenderen Verfahren wie Fräsen sollte immer eine zusätzliche Untergrundvorbereitung durch Feststoffstrahlen erfolgen. Zudem ist es empfehlenswert zu Beginn der Arbeiten Musterflächen anzulegen, um ein verlässliches Ergebnis zu gewährleisten. 1. Einführung und Motivation Die Verbundwirkung zwischen einzelnen Schichten wird üblicherweise mittels Kohäsion (Zusammenhalt innerhalb einer Schicht) und Adhäsion (Haftung zwischen benachbarten Schichten) beschrieben. Im Stahlbetonbau wird der Verbund zwischen einzelnen Schichten i. d. R. über Verankerungen (Bewehrung, Schubverbinder, Dübel etc.) oder reine Adhäsion sichergestellt und nachgewiesen. Die bauaufsichtlich eingeführte Technische Regel „Instandhaltung von Betonbauwerken“ (TR IH) des DIBt [1] enthält neben Vorgaben für die Verbundsicherung bei flächiger Instandsetzung für beide Vorgehen (Verankerung und Adhäsion) auch Anforderungen an den Betonuntergrund für reinen Adhäsionsverbund, u. a. an die Rauheit. Dabei werden einzelnen Baustoffsystemen verschiedene Mindestrautiefenklassen zugeordnet. In der Vergangenheit ist es häufig, v. a. auch innerhalb des jeweiligen Gewährleistungszeitraums, zu Schäden gekommen, die auf eine unzureichende Untergrundvorbereitung zurückzuführen waren. Dies ist in den meisten Fällen auf Unwissenheit der Beteiligten, Gewohnheiten, die Einhaltung von immer knapperen Bauzeiten und Baukosten, pauschalen Annahmen zum Untergrund und unzureichender Eigen- und Bauüberwachung entstanden. Die Zuordnung der daraus resultierenden Kosten ist oft schwer durchführbar und endet nicht selten in juristischen Auseinandersetzungen. Der vorliegende Artikel bezieht sich auf Instandhaltungsmaßnahmen, die auf Grundlage von [1] durchgeführt werden. Ein Übertrag auf weitere Regelwerke, z. B. ZTV-ING [2], ist inhaltlich möglich. Die Vorgaben und Randbedingungen hierfür sind jedoch immer zu prüfen und festzulegen. 2. Rautiefe am Betonuntergrund 2.1 Anforderungen an den Untergrund Vor dem Auf bringen neuer Schichten auf den vorbereiteten Betonuntergrund sind verschiedene Parameter am Bauwerk nachzuweisen. Hierzu zählen üblicherweise die Untergrundfeuchte, die Oberflächenzugfestigkeit, die Rautiefe, die Sauberkeit/ Reinheit sowie die klimatischen Randbedingungen (v. a. Taupunkt und Verarbeitungstemperatur). In Abhängigkeit des Instandsetzungssystems und der stofflichen Eigenschaften werden verschiedene Parameter maßgebend oder von untergeordneter Bedeutung. Die Rautiefe wird dabei über verschiedene Verfahren, die in eigenen Arbeitsschritten durchgeführt werden, hergestellt. 2.2 Messung der Rautiefe An horizontalen oder schwach geneigten Flächen wird die Rautiefe gemäß [1] mit dem Sandverfahren nach Teil-3 der Instandsetzungsrichtlinie [3] (hier: „Sandflächenverfahren“) bestimmt. Dabei wird ein definiertes Sandvolumen mit der Körnung 0,1 bis 0,3-mm auf die Oberfläche geschüttet und mit einer Hartholzscheibe zu einem Kreis verrieben. Über den Durchmesser des Kreises kann auf eine mittlere Rautiefe R t rückgeschlossen werden, vgl. Abb. 1. 74 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis Abb. 1: Rautiefenbestimmung mittels Sandfleckverfahren Das Verfahren ist baupraktisch gesehen zielführend, da keine spezielle Messtechnik vorgehalten werden muss und die Messung kurzfristig mit direkt sichtbarem Ergebnis durchgeführt werden kann. Nachteilig ist, dass die Messung stark personenabhängig ist, in den meisten Fällen kein gleichmäßiger Kreis erstellt wird und so auch keine Aussagen zur Gleichmäßigkeit des Untergrunds im Messfeld getätigt werden kann, vgl. Abb. 2. Abb. 2: Kein ausreichendes Verteilen des Sandes, Überschätzung der Rautiefe An stark geneigten Flächen und über Kopf kann die Rautiefe über (berührungslose) Profilmessverfahren bestimmt werden [1], vgl. Abb. 3. Dabei wird das Messgerät auf die zu messende Oberfläche aufgesetzt und die Profilbzw. Rautiefe mittels Lasertriangulation ermittelt. Eine Software berechnet darauf die Werte MPD („mean profile depth“) sowie ETD („estimated texture depth“), die direkt am Gerät abgelesen werden können, vgl. Abb. 4. Abb. 3: Lasertriangulationsmessgerät (ELAtextur 3.0, Quelle: IWS Messtechnik GmbH) Abb. 4: Display an Lasertriangulationsmessgerät (ELAtextur 3.0) Über eine Kalibrierung und eine normierte Umrechnungsfunktion kann auf die mittlere Rautiefe geschlossen werden, vgl. Abb. 5. Abb. 5: Vergleich von Messungen mittels Lastertriangulation und Sandfleckverfahren (Prof. Sodeikat) 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 75 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis 2.3 Vorgaben der TR IH In der TR IH [1] werden Rautiefenklassen definiert, die durch jeweils eine Ober- und Untergrenze der mittleren Rautiefe eingegrenzt sind. Tab. 1: Rautiefenklassen aus [1] Rautiefenklasse Mittlere Rautiefe Rt RT0,3 0,3 mm ≤ Rt < 0,5 mm RT0,5 0,5 mm ≤ Rt < 1,0 mm RT1,0 1,0 mm ≤ Rt < 1,5 mm RT1,5 1,5 mm ≤ Rt < 3,0 mm RT3,0 Rt ≥ 3,0 mm Bezogen auf DIN EN 1992-1-1/ NA [4] entspricht die Rautiefenklasse RT1,5 einer rauen Fuge und die Rautiefenklasse RT3,0 einer verzahnten Fuge. Einen wichtigen Hinweis enthält die Fußnote 1) der Tabelle zu den Rautiefenklassen in [1]. In dieser wird klargestellt, dass „im Zuge der Untergrundvorbereitung […] die Rautiefe nicht mehr als unvermeidlich erhöht werden“ darf. Dies bedeutet, dass vermeidbar zu hohe Rautiefen infolge unsachgemäßer bzw. zu intensiver Untergrundvorbereitung nicht zu Lasten des Bauherrn, z. B. durch zusätzliche Kosten für Spachtelarbeiten, gehen. Abb. 6: Zu intensiv bearbeiteter Untergrund (Ziel: Rautiefenklasse RT0,3) Es wird empfohlen zu Beginn der Untergrundvorbereitung mit allen Beteiligten Musterflächen anzulegen, um das Vorgehen zum Erreichen des gewünschten Solls gemeinsam festzulegen. 2.4 Verfahren zur Untergrundvorbereitung Im Weiteren werden übliche Verfahren zur Untergrundvorbereitung inklusive Vorteile (+) und Nachteile (-) aufgelistet. Für Details zur Ausführung wird auf bestehende Fachliteratur verwiesen. Bei den Strahlverfahren wird zwischen Kugelstrahlen, Feststoff-/ Standstrahlen und HDW-Strahlen unterschieden. Schleifen + wenig Aufwand, wirtschaftlich + flächiges Entfernen trennender Stoffe + in Randbereichen möglich + Übergänge begradigen - keine großen Rautiefen - Schleifstaub (auch in Poren), zusätzliches Absaugen notwendig Fräsen + Entfernen von Schichten + Frästiefe variabel - ggf. unebene Fläche (Rillen) - mechanische Beschädigung des Untergrunds möglich - i. d. R. zusätzliche Vorbereitung im Anschluss - Körperschallübertragung Kugelstrahlen + einfaches Verfahren, wirtschaftlich + wenig Abtrag, mehrere Strahlvorgänge möglich - große Streuung der Rautiefe, je nach Vortriebsgeschwindigkeit und Betongüte Feststoff-/ Sandstrahlen + wenig Abtrag + lokal umfangreichere Bearbeitung möglich - Schutz- und Reinigungsmaßnahmen HDW-Strahlen + große Rautiefen möglich + i. d. R. keine mechanische Beschädigung - hoher Aufwand zur Einrichtung und bei Schutzmaßnahmen - Einschränkungen für etwaige Folgearbeiten durch Wasser-/ Feuchteeintrag 2.5 Kombination einzelner Verfahren An einzelnen Flächen, v. a. bestehende, ältere Bauteile ohne vorangegangene Instandsetzungsarbeiten, werden mitunter mehrere Arbeitsschritte mit verschiedenen Verfahren notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Wahl des Verfahrens bzw. der Verfahren ist immer anwendungsspezifisch zu treffen. Das Heft 638 „Anwendungshilfe zur Technischen Regel Instandhaltung von Betonbauwerken des DIBt (TR IH) in Verbindung mit der DAfStb-Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (RL SIB)“ des Deutschen Ausschusses für Stahlbetonbau [5] enthält im Teil-1 die Tabelle AH-1 für Verfahren zur Vorbereitung des Betonuntergrundes sowie deren Eignung. In der Tabelle werden auch Verfahren aufgeführt, die im vorliegenden Artikel nicht weiter beschrieben werden, da sie in der Praxis eine untergeordnete Rolle zum Erreichen einer vorgegebenen Rautiefenklasse spielen. Zu beachten ist dabei auch der Umfang der Nachbearbeitung. Neben allgemeinen Säuberungsarbeiten wird z. B. auch empfohlen, dass nach Fräsarbeiten ein zusätzliches Strahlen des Untergrundes vorgenommen wird. Dies 76 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis entspricht auch den Erfahrungen der eigenen Untersuchungen aus den letzten Jahren, die im nächsten Kapitel aufgezeigt werden. Den in o. g. Tabelle aufgeführten Empfehlungen sollte gefolgt werden. In welcher Form und in welchem Umfang die Nachbearbeitung von bearbeiteten Flächen ausfällt, sollte vorab, vorzugsweise bereits im Zuge der Planung, vorgegeben und anhand von planungsbzw. baubegleitenden Musterflächen festgelegt werden, um Aufwand und Vergütungsansprüche zu einem möglichst frühen Projektzeitpunkt klären zu können. 3. Eigene Erfahrungen 3.1 Messungen am Untergrund Um eine erste Korrelation zwischen der Untergrundvorbereitung und den erzielten Ergebnissen zu ermitteln wurden von der Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH im Zuge von eigenen Forschungs-, Untersuchungs-, Beratungs- und Überwachungsprojekten verschiedene Bauwerke und Bauteile, deren Betonoberfläche mit unterschiedlichen Verfahren vorbereitet wurden, ausgewertet und verglichen. Dabei wurden Bauwerk, Bauteil, Betonart und -alter, Verfahren, Messart zur Rautiefenbestimmung, erreichte Rautiefe und Oberflächenzugfestigkeit dokumentiert. Folgende Bauwerke wurden einbezogen: - Tiefgaragen, Parkhäuser - Infrastrukturbauwerke - Kraftwerksbauten - Türme. Die Messungen wurden sowohl an horizontalen Bauteilen (Bodenplatten, Zwischendecken, sonstige Plattformen) als auch an geneigten Bauteilen (Rampen) und an vertikalen Bauteilen (Stützen, Wände) durchgeführt. Für eine vereinfachte Aussage, die auch auf die Praxis übertragbar ist, wird in der finalen Auswertung nicht nach Bauteilalter oder Betonsorte unterschieden. Aufgrund der guten Korrelation zwischen Sandflächenverfahren und Profilmessverfahren per Laser wird zwischen den beiden Messverfahren im vorliegenden Artikel auch nicht unterschieden. Die Messung der Oberflächenzugfestigkeit wurde jeweils ergänzend durchgeführt und wird für die vorliegende Fragestellung zur erreichten Rautiefe nicht weiter betrachtet. Grundlegend ist jedoch festzuhalten, dass der Untergrund intensiver, ggf. auch mit verschiedenen Verfahren, vorbereitet werden muss, je fester bzw. härter dieser vorliegt. Für die gängigen Anwendungsfälle in der Instandhaltung, egal ob im Neubau oder bei Instandsetzungsmaßnahmen, werden die Rautiefenklassen RT0,3 (Applikation von Oberflächenschutzsystemen) und RT1,0 (Querschnittsergänzung mit Mörtelsystemen, z. B. Betondeckungserhöhung oder auch Anodeneinbettung im Zuge von KKS-Maßnahmen) maßgebend. Diese Rautiefenklassen stehen daher besonders im Fokus und sind in nachfolgender Abbildung auch farblich gekennzeichnet. Vergleichbare Verfahren zur Untergrundvorbereitung (z. B. Sandstrahlen und Feuchtsandstrahlen als „Feststoffstrahlen“) wurden für die nachfolgende Darstellung zusammengefasst. Folgende Verfahren und Kombinationen wurden dabei ausgewertet: - Schleifen - Schleifen + Kugelstrahlen - Fräsen + Feststoff-/ Kugelstrahlen - Kugelstrahlen (ein bis drei Strahlgänge) - HDW-Strahlen - Feststoffstrahlen. In der Abb. 7 ist zu erkennen, dass eine ausreichende Rautiefe am Betonuntergrund durch alleiniges Schleifen nicht zuverlässig erreicht werden kann. Dies trifft sowohl allgemein auf alle Schleifverfahren als auch Schleifscheiben zu. Zwar kann vereinzelt durch intensives Schleifen und spezielle Scheiben (z. B. polykristalline Diamantwerkzeuge PKD) eine Rautiefenklasse RT0,3 erzielt werden, ein gesicherter Erfolg ist jedoch nicht gegeben. Durch nachträgliches Strahlen kann die Rautiefe nach dem Schleifen erhöht werden. Dies stellt jedoch einen zusätzlichen Arbeitsgang dar, der ohne Erwähnung vorab in der Regel nicht eingerechnet wird. Die Rautiefe bei Fräsverfahren mit anschließendem Strahlen ist maßgebend von der Frästiefe abhängig, wodurch die Streuung, auch innerhalb eines Bauteils, vergleichsweise hoch ist. Dabei sollte auch zwischen Mikro- und Makrorauigkeit unterschieden werden. Für den adhäsiven Verbund wird eine möglichst gleichmäßige Oberfläche und gleichbleibende Rauigkeit (ohne umfangreiche Fräsrillen) empfohlen. Für ein einheitliches Ergebnis müssen unter Umständen mehrere Strahlgänge eingeplant werden. Der Erfolg des Kugelstrahlens ist maßgebend von der Untergrundgüte sowie von der Vortriebsgeschwindigkeit abhängig. Zusätzliche Strahlgänge vergleichmäßigen und erhöhen in der Regel die Rauigkeit. Bei üblichen Untergründen ist ein Strahlen im Kreuzgang mit mittlerer Vortriebsgeschwindigkeit zum Erreichen der Rautiefenklassen RT0,3 (Applikation von Oberflächenschutzsystemen) zielführend. Eine Sicherstellung der Rautiefenklasse RT1,0 (Querschnittsergänzung mit Mörtelsystemen, z. B. Betondeckungserhöhung oder auch Anodeneinbettung im Zuge von KKS-Maßnahmen) ist in der Regel nur mit HDW- Strahlen möglich. 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 77 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis Abb. 7: Tabelle Rautiefe in Abhängigkeit des Untergrundvorbereitungsverfahrens 3.2 Praxisbeispiele Beispiel 1: Oberflächenschutzsystem OS 10 (PMMA) Bei einem neu errichteten Garagenbauwerk wurden nach zwei Jahren vom Bauherrn Ablösungen und Hohllagen am Beschichtungssystem, v. a. im Bereich der Außenrampe, festgestellt, vgl. Abb. 8 und Abb. 9. Auf der Rampe sowie im Einfahrtsbereich wurde ein Oberflächenschutzsystem OS 10 auf PMMA-Basis appliziert. Abb. 8: Ablösung im Randbereich Abb. 9: Hohllagen im Fahrbereich Da die Ursache nicht unmittelbar ersichtlich war und seitens des Bauherrn noch Gewährleistungsansprüche gegenüber der Baufirma und dem Planer vorlagen, wurde die Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH beauftragt, die vorliegenden Unterlagen zu sichten und mögliche Schritte zur Mangelbeseitigung zu formulieren. Das Gewerk der Beschichtung war separat und getrennt von den Rohbauarbeiten ausgeschrieben, wobei die Schnittstelle nicht detailliert beschrieben wurde. Bei der Beschreibung des zu beschichtenden Betonuntergrunds aus dem Rohbau fehlten z. B. wichtige Informationen, u. a. die Betonfestigkeit. Die Beschichtungsarbeiten wurden 2022 ausgeführt. Die Untergrundvorbereitung sollte mittels Kugelstrahlen erfolgen. Angaben zur Anzahl der Strahlgänge oder zur Vortriebsgeschwindigkeit waren nicht enthalten. Eine 78 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis zu erreichende Rautiefe nach dem Kugelstrahlen wurde nicht vorgegeben. In den Baustellenunterlagen konnten keine Dokumente zur Begutachtung oder Freigabe des vorbereiteten Untergrunds durch die Bauüberwachung gefunden werden. Die Eigenüberwachung des ausführenden Unternehmens war lückenhaft. Eine Dokumentation, z. B. über Bilder, zur Untergrundvorbereitung war nicht enthalten. Die Prüfprotokolle zur Rautiefe waren objektiv nicht nachvollziehbar. Nach mehreren Gesprächen hat sich das ausführende Unternehmen bereit erklärt, die kartierten Schadstellen im Zuge der Gewährleistung zu überarbeiten. Die Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH wurde beauftragt, die Arbeiten zu begleiten und zu dokumentieren sowie begleitende Messungen, z. B. Haftzugprüfungen auf der planmäßig verbleibenden Beschichtung, durchzuführen. Im Zuge der Entschichtungsarbeiten war auffällig, dass sich die Beschichtung außerhalb der eigentlichen Schadstellen, d. h. in Bereichen, die nicht unmittelbar hohl lagen, sehr einfach mit einem Stemmhammer lösen und abschälen ließen. Die nicht hohlliegenden Bereiche, die augenscheinlich keine Auffälligkeit aufwiesen, wurden anschließend vor Ort überprüft und konnten händisch von der Rampe gelöst werden, vgl. Abb. 10. Abb. 10: Händisches Abziehen des Oberflächenschutzsystems OS 10 im nicht holliegenden Bereich Darauf hin wurde auf Empfehlung der Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH die komplette Rampe sowie der Einfahrtsbereich der Tiefgarage sowohl im Fahrbereich als auch auf den Schrammborden flächig, i.-W. mittels Flachmeißel auf Stemmhämmern, entschichtet. Auf dem freigelegten Betonuntergrund konnte keine gleichmäßige Vorbereitung festgestellt werden. Die Oberfläche war vergleichsweise glatt, was nicht durch die Entschichtungsarbeiten versursacht wurde. Auf der Betonoberfläche war eine dünne, dunkelgraue Schicht vorhanden, die sich farblich deutlich vom sonstigen Beton abzeichnete. Um chemische Unverträglichkeiten zwischen dem Untergrund und dem applizierten PMMA (z. B. aufgrund von speziellen Nachbehandlungsmitteln oder Nacharbeiten im Rohbau) zu bewerten und um ein zielführendes Vorgehen zur Neubeschichtung vorgeben zu können, wurden Musterflächen angelegt. Dabei wurden verschiedene Untergrundvorbereitungsverfahren und Grundierharze miteinander kombiniert, vgl. exemplarisch Abb. 11. An jeder Musterfläche wurde vor der Applikation die Rautiefe, die Oberflächenzugfestigkeit sowie die Bauteilfeuchte über CM-Messungen ermittelt und die klimatischen Bedingungen dokumentiert. Abb. 11: Musterfläche auf der Rampe (hier: Kugelstrahlen im Kreuzgang, im Hintergrund ist die unbearbeitete Fläche zu sehen) Anhand der Musterflächen konnte eine chemische Unverträglichkeit ausgeschlossen werden. Weiterhin wurde nachgewiesen, dass die dunkelgraue Schicht sowohl mittels Kugelstrahlen als auch Schleifen entfernt werden kann. Die erforderliche Rautiefe und Oberflächenzugfestigkeit an der Betonoberfläche konnten überall nachgewiesen werden. Im Zuge der Sichtung von weiteren Rohbauunterlagen wurde festgestellt, dass nicht der ursprünglich ausgeschriebene Beton (WU-Beton mit u. a. Expositionsklasse XF4) eingebaut wurde. Es wurde ein XF3-Beton verwendet, um die in der damaligen Planung geforderte Nachbehandlung mittels Flügelglätten durchführen zu können. Aufgrund der Rampenneigung wurde eine steifere Kon- 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 79 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis sistenz gewählt. Die nach der Entschichtung vorgefundene dunkelgraue Schicht kann entstehen, wenn frisch eingebauter Beton intensiv flügelgeglättet wird, wovon im vorliegenden Fall aufgrund der gewählten Betonrezeptur mit steiferer Konsistenz ausgegangen wird. Durch Flügelglätten wird das oberflächennahe Betongefüge verdichtet, was grundsätzlich zu einer höheren Dauerhaftigkeit führt. Bei Folgearbeiten an flügelgeglätteten Flächen, z. B. Aufrauen, ist jedoch von einem höheren Aufwand auszugehen. Dies hätte in der Planung und Ausführung auch berücksichtigt werden müssen. Durch eine fachgerechte Untergrundvorbereitung war im vorliegenden Fall sowohl auf der flügelgeglätteten Schicht (Kugelstrahlen) als auch auf dem Beton darunter (Wegschleifen der Schicht und Kugelstrahlen) eine ausreichende Rautiefe erreichbar. An den Musterflächen lagen die ermittelten Rautiefen zwischen 0,3 mm (Kugelstrahlen) und 1,0 mm (mehrfaches Schleifen und Kugelstrahlen). Es ist davon auszugehen, dass die Betonoberfläche vor der Applikation des OS 10 nicht oder zumindest nicht fachgerecht vorbereitet wurde. In den vorliegenden Überwachungsunterlagen konnten auch keine Hinweise auf eine Kontrolle oder Freigabe gefunden werden. Da an den angrenzenden Wandsockeln oberhalb der Sockelbeschichtung Schleifspuren auf einer glatten Betonoberfläche zu erkennen waren, siehe Abb. 12, wurden sowohl die frei zugänglichen Sockelbereiche in der Tiefgarage als auch die Bereiche hinterhalb der vertikalen Dämmung an der Rampenwand zusätzlich begutachtet. Abb. 12: Schleifspuren oberhalb Sockelbeschichtung Auch an den Sockelbereichen konnte die Beschichtung händisch abgezogen werden, siehe Abb. 13. Diese wurde durch das ausführende Unternehmen anschließend auf ganzer Länge entfernt. Abb. 13: Abziehen der Sockelbeschichtung Durch die Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH wurde dann ein ganzheitliches Beschichtungs- und Abdichtungskonzept inkl. entsprechender Detail- und Anschlussplanung erstellt. Dieses wurde im Weiteren im Zuge der Mängelbeseitigung umgesetzt. „Sowieso-Kosten“ für zusätzlich erforderliche und in der ursprünglichen Planung nicht enthaltenen Arbeiten konnten auch hier nur einen kleinen Teil der angefallen Kosten für die Mängelbeseitigung abdecken, wodurch das ausführende Unternehmen wirtschaftliche Einbußen hinnehmen musste. Das vorliegende Beispiel zeigt, dass bei unzureichender Beachtung des Untergrunds ein erhöhtes Schadenspotential für alle Beteiligten besteht. Auf Seiten des Generalplaners wurden weder die Betoneigenschaften aus dem Rohbau übertragen noch genaue Vorgaben zur Oberflächenbearbeitung bzw. -beschaffenheit erstellt. Die Oberfläche wurde während der Beschichtungsarbeiten nicht ausreichend vorbereitet und vor Ort mit den Verantwortlichen weder begutachtet noch freigegeben. Die Dokumentation ist sowohl überwachungsals auch ausführungsseitig lückenhaft und in Teilen nicht aussagekräftig. Dies hat in Konsequenz auch zu einem Schaden für den Bauherrn in Form einer mehrmonatigen Sperrung der Tiefgarage, interner Kapazitätsbindung und Kosten für Ingenieur- und Anwaltskosten (mindestens als Auslagekosten) sowie einer juristischen Auseinandersetzung mit den sonstigen Beteiligten geführt. 80 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis Beispiel 2: Bauwerksabdichtung Im Außenbereich eines Kraftwerks sollte ein Oberflächenschutzsystem OS 14 sowie eine Bauwerksabdichtung appliziert werden. Im Zuge der Bietergespräche wurde vereinbart, die geforderte Rautiefenklasse RT0,3 mittels Strahlverfahren und nicht wie ursprünglich vom ausführenden Unternehmen angedacht mittels Schleifen zu gewährleisten. Um Bauzeit einzusparen, wurden während der Ausführung einzelne Flächen lediglich geschliffen und im direkten Anschluss abgedichtet. Die vereinbarte Kontrolle und Freigabe der Fläche durch die Bauüberwachung fanden nicht statt. Beim nächsten Baustellentermin wurde festgestellt, dass sich die Abdichtung händisch entfernen ließ, da der Untergrund nicht ausreichend aufgeraut wurde, siehe Abb. 14. Abb. 14: Entfernen der fertigen Abdichtung Die fertige Abdichtung musste in Großteilen entfernt, der Untergrund erneut vorbereitet und eine neue Abdichtung appliziert werden. Die Überarbeitung hätte durch eine fachgerechte Untergrundvorbereitung mit anschließender Freigabe vermieden werden können und der ausführenden Firma Kosten und Ausführungszeit erspart. Beispiel 3: Oberflächenschutzsystem OS 8 In einer Tiefagarage wurde im Zuge von Sanierungsmaßnahmen ein Oberflächenschutzsystem OS 8 geplant. Als Verfahren zur Untergrundvorbereitung wurde Kugelstrahlen im Kreuzgang ausgeschrieben. Tatsächlich wurde der Untergrund vor der Applikation des Oberflächenschutzsystems lediglich geschliffen. Dies wurde auch von der damaligen Bauüberwachung dokumentiert, vgl. Abb. 15. Eine Dokumentation der Untergrundprüfung liegt nicht vor. Die Maßnahme wurde „ohne Mängel“ auf Empfehlung der Bauüberwachung abgenommen. Abb. 15: „Diamantschleifen“ (aus vorliegender Baustellendokumentation) Innerhalb der ersten Jahre nach der Sanierungsmaßnahme löste sich das Oberflächenschutzsystem flächig. Die darunter liegende Betonoberfläche weist keine Rauigkeit auf, siehe Abb. 16. Abb. 16: Sich ablösende Beschichtung auf Betonuntergrund Die Eigentümer der Tiefgarage haben darauf hin Mängel angemeldet, die sowohl den Ausführer als auch die Bauüberwachung betreffen. Eine juristische Auseinandersetzung ist nicht auszuschließen. Beispiel 4: Einbettmörtel (guter Verbund) Im Zuge eine Betoninstandsetzung eines Parkhauses wurde ein KKS-System verbaut, das u. a. eingebettete Anodenbänder am Wandsockel beinhaltet. Für die Untergrundvorbereitung wurde planerisch eine Rautiefenklasse RT1,0 mittels HDW-Strahlen gefordert. Der Untergrund wurde vom ausführenden Unternehmen entsprechend vorbereitet und die erforderlichen Prüfungen an der fertigen Fläche durchgeführt. Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit der Bauüberwachung besprochen und die Flächen für die weiteren Arbeiten freigegeben. 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 81 Untergrundvorbereitung zum Adhäsionsverbund - Möglichkeiten, Regelwerke und Erfahrungen mit Beispielen und Schadensfällen aus der Praxis Dadurch wurde ein ausreichender, quasi-monolithischer Verbund zwischen Altbeton und Einbettmörtel erreicht. Durch eine unerwartete Bewegung im Bauwerk kam es zu einem Betonausbruch, jedoch nicht in der Verbundfuge, sondern im Altbeton, siehe Abb. 17. Das Beispiel soll zeigen, dass bei Einhaltung der Regelwerke, genauen planerischen Vorgaben sowie einer fachgerechten Ausführung und gemeinschaftlicher Arbeit auf der Baustelle das Bausoll in der Regel erreicht wird. Durch eine entsprechende Dokumentation kann dies auch im Nachhinein nachvollzogen werden. Abb. 17: Betonausbruch im Altbeton 4. Fazit und Empfehlungen Die Untergrundbeschaffenheit stellt einen maßgebenden Faktor für das Verbundverhalten dar, die durch geeignete Verfahren zur Untergrundvorbereitung beeinflusst und gesteuert werden kann. Der Erfolg der Maßnahme ist dabei vom individuellen Zusammenspiel aller Beteiligten abhängig. Während der Planung sollten die Eigenschaften des Betonuntergrunds bekannt sein bzw. ermittelt werden. Je nach Ziel und Anforderung ist das Verfahren zur Untergrundvorbereitung bauteilspezifisch zu ermitteln. Neben den bautechnischen Vorgaben sollte auf Erfahrungen zurückgegriffen und die Randbedingungen (z. B. Zugänglichkeit, Schutzmaßnahmen, Lärm, Versorgung mit Strom und Wasser) berücksichtigt werden. Das geplante Verfahren ist mit dem Bauherrn abzustimmen und gemeinsam festzulegen. Vor bzw. während der Ausführung sollten Musterflächen angelegt werden, die von allen Projektbeteiligten bewertet werden, um einen zielführenden Projektfahrplan erstellen zu können. Bedenken sind vor den weiteren Arbeiten zu äußern. Die Arbeiten sind lückenlos zu dokumentieren, fertige Flächen sind zu prüfen und von der Bauüberwachung bzw. dem Bauherrnvertreter für die weitere Bearbeitung schriftlich freizugeben. So wird im 4-Augen-Prinzip sichergestellt, dass der Untergrund für die weiteren Arbeiten geeignet ist. Die entsprechende Freigabe dient allen Seiten als Dokumentation und verringert das Risiko von nachträglichen Mängel- oder Mehrkostenanmeldungen erheblich. Zum Erreichen der Rautiefenklasse RT0,3 (z. B. für Beschichtungen) haben sich einfache Strahlverfahren (Sandstrahlen, Kugelstrahlen) bewährt. Für eine Rautiefenklasse RT1,0 (z. B. Betondeckungserhöhung) wird intensives Strahlen (HDW-Strahlen, mehrfaches und intensives Feststoffstrahlen) empfohlen. Das Erreichen einer ausreichenden Rauigkeit kann mit herkömmlichen Schleifverfahren i. d. R. nicht gewährleistet werden. Eine Pauschalaussage kann hier jedoch nicht getroffen werden, Einzelfälle sind immer separat zu betrachten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das Gelingen von Baumaßnahmen hängt von der Bereitschaft aller Beteiligten ab. Dies gilt auch für einzelne Teilschritte innerhalb des Projekts. Die genannten Beispiele sollen zeigen, dass es schnell zu umfangreichen Mängeln kommen kann, wenn sich einzelne oder mehrere Beteiligte ihrer Verantwortung entziehen. Literatur [1] Technische Regel Instandhaltung von Betonbauwerken (TR Instandhaltung), Mai 2020, Deutsches Institut für Bautechnik [2] Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten ZTV-ING, Februar 2025, Bundesministerium für Digitales und Verkehr [3] Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (Instandsetzungs-Richtlinie), Teil 3: Anforderungen an die Betriebe und Überwachung der Ausführung, Oktober 2001, Deutscher Ausschuss für Stahlbetonbau [4] DIN EN 1992-1-1/ NA/ A1 Nationaler Anhang - National festgelegte Parameter - Eurocode 2: Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken - Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau, 2015, Deutsche Institut für Normung e.V. [5] Anwendungshilfe zur Technischen Regel von Betonbauwerken des DIBt (TR IH) in Verbindung mit der DAfStb-Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (RL SIB), 2022, Deutscher Ausschuss für Stahlbeton, Heft 638
