eJournals Kolloquium Parkbauten12/1

Kolloquium Parkbauten
kpb
2510-7763
expert verlag Tübingen
kpb121/kpb121.pdf0224
2026
121 Technische Akademie Esslingen

Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München

0224
2026
Georg Schäfer
Schon bei der Erstellung der Baugrube für die Tiefgarage mit vollautomatischem Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum auf dem Areal der historischen Arnulfpost in München hatten sich die Projektverantwortlichen den ersten abdichtungstechnischen Herausforderungen zu stellen: Aus undichten Bohrpfahlfugen drang trotz Grundwasserabsenkung und zahlreichen Verpressversuchen so viel Wasser in die Baugrube ein, dass die geplante WU-Sohle nicht eingebaut werden konnte. Zeitgleich wurden Probleme in der Planung des FBV-Systems festgestellt, die nicht behoben werden konnten und die geplante Ausführung unmöglich machten. Innerhalb weniger Wochen musste das WU-Konzept umgestellt werden. Das FBV-System wurde durch eine Planung nach WU-Richtlinie [1, 2, 3] mit einem Abdichtungsmittel zur nachträglichen Rissabdichtung als betontechnologische Maßnahme ersetzt. Der Artikel zeigt die wesentlichen Schritte der Planung und Ausführung von den undichten Bohrpfahlfugen über das WU-Konzept bis hin zur nachträglichen Abdichtung von unplanmäßigen Trennrissen und undichten Anschlussfugen in der fertiggestellten WU-Konstruktion, sowie die nachträgliche Abdichtung der Untergeschosse in den Bestandsgebäuden mit Textilbeton.
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12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 145 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google- Entwicklungszentrum in München Von undichten Bohrpfahlfugen bis zur nachträglichen Trennrissabdichtung Dipl.-Ing. Georg Schäfer Betontechnologe und Sachverständiger VDB für wasserundurchlässige Betonbauteile Geschäftsführer BAWAX GmbH, Celle Zusammenfassung Schon bei der Erstellung der Baugrube für die Tiefgarage mit vollautomatischem Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum auf dem Areal der historischen Arnulfpost in München hatten sich die Projektverantwortlichen den ersten abdichtungstechnischen Herausforderungen zu stellen: Aus undichten Bohrpfahlfugen drang trotz Grundwasserabsenkung und zahlreichen Verpressversuchen so viel Wasser in die Baugrube ein, dass die geplante WU-Sohle nicht eingebaut werden konnte. Zeitgleich wurden Probleme in der Planung des FBV-Systems festgestellt, die nicht behoben werden konnten und die geplante Ausführung unmöglich machten. Innerhalb weniger Wochen musste das WU-Konzept umgestellt werden. Das FBV-System wurde durch eine Planung nach WU-Richtlinie [1, 2, 3] mit einem Abdichtungsmittel zur nachträglichen Rissabdichtung als betontechnologische Maßnahme ersetzt. Der Artikel zeigt die wesentlichen Schritte der Planung und Ausführung von den undichten Bohrpfahlfugen über das WU-Konzept bis hin zur nachträglichen Abdichtung von unplanmäßigen Trennrissen und undichten Anschlussfugen in der fertiggestellten WU-Konstruktion, sowie die nachträgliche Abdichtung der Untergeschosse in den Bestandsgebäuden mit Textilbeton. Abb. 1: Visualisierung © Google 2025 1. Ausgangssituation und Umnutzung Das in den 1920er-Jahren unter dem Einfluss der architektonischen Strömung der bayerischen „Postbauschule“ erbaute Gebäudeensemble der Arnulfpost wurde über viele Jahrzehnte bis Mitte der 2000er-Jahre von der Deutschen Post als Paketverteilzentrum genutzt. Zentrales Bauwerk der Anlage ist die nach Plänen von Robert Vorhoelzer und Walther Schmidt errichtete Rotunde, eine Paketverteilhalle mit 52 Metern Durchmesser und 58 Ladetoren für die 58 Postautos der damaligen Münchener Paketzustellbezirke. Abb. 2: Rotunde mit Postautos 1952 © Toni Schneiders Estate/ Stiftung F.C. Gundlach Eingerahmt wurde das Ensemble von einer ebenfalls unter Denkmahlschutz stehenden, geschlossenen Blockrandbebauung, den sogenannten Gürtelbauten. Im Zuge der Umnutzungsplanung zur Erweiterung des Google-Standorts München wurden im Innenhof angrenzend zur Rotunde weitere Büroflächen und ein mehrere Stockwerke tiefer Keller mit Serverräumen, haustechnischen Anlagen und einer Tiefgarage mit automatisiertem Parksystem vorgesehen. 146 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Abb. 3: Die Baukörper Rotunde, Gürtelbauten und Büroneubau Visualisierung © Google 2025 Nach dem Projektstart 2019 wurden zunächst die Bestandsgebäude entkernt und die Baugrube ausgehoben. Dabei zeigten sich trotz intensiver Wasserhaltung bereits zahlreiche wasserführende Fugen in den Bohrpfahlwänden. Abb. 4: Wasserführende Fugen in den Bohrpfahlwänden (Westseite) © BAWAX 2020 Verschiedene Verfahren zur nachträglichen Abdichtung mit Injektionsverfahren und Vorsatzschalen aus WU-Beton führten nicht zum gewünschten Erfolg. Der Starttermin für den Einbau der WU-Betonsohle stand unmittelbar bevor und noch immer drang so viel Wasser in die Baugrube ein, dass kein fachgerechter Betoneinbau möglich gewesen wäre. Abb. 5: Wasserführende Bohrpfahlfugen und Risse in den Vorsatzschalen © BAWAX 2020 Abb. 6 und 7: Erfolglose Abdichtungsversuche durch Verpressen © BAWAX 2020 Abb. 8: Wasserführende Fugen an der Ostseite (ca. 100 Stück bis zu 5 m hoch) © BAWAX 2020 Warum sowohl die Vorsatzschalen, als auch die Injektionen bei der Abdichtung der Bohrpfahlfugen erfolglos blieben ist auf folgende Zusammenhänge zurückzuführen: Der Wasseraustritt konnte auch zum Betonieren der Schalen nicht temporär gestoppt werden. Wasser trat somit kontinuierlich hinter der Vorsatzschale aus, schuf sich im frischen Beton Wege und verteilte sich darüber. Zudem entstanden durch die Geometrie der Bohrpfähle in der Schale systematische Dickenunterschiede, die zu Rissbildungen führten. Dass auch durch die verschiedenen Verpressversuche keine für die Sohlen-Betonage ausreichende Abdichtung erreicht werden konnte, erklärt sich bei genauerer Betrachtung des Regelwerks für diese Verfahren: Der Anwendungsbereich der zu injizierenden Rissfüllstoffe war bisher im Teil 2 der RiLi-SIB [4] in den Tabellen 6.3 und 6.4 geregelt, die nun durch die Tabellen 13 und 14 im Teil 1 der Technischen Regel „Instandhaltung von Betonbauwerken“ [5] des DIBt ersetzt wurden. Danach ist zum Abdichten von Rissen im Beton bei Einwirkung von fließendem Wasser nur ein „dehnbares Füllen“ mit einem reaktiven Polymerbindemittel wie Polyurethan als Rissfüllstoff zulässig. Als „Verwendungsbedingungen“ für „dehnbares Füllen“ werden in Tabelle 14 eine Mindestrissweite von 0,3 mm und eine maximale Rissweitenänderung (Δw) von 10 % genannt. 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 147 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Nicht geregelt ist die Abdichtung demnach für: • wasserführende Trennrisse < 0,3 mm, • diffusen Wasseraustritt in der Fläche, • Undichtigkeiten an Einbauteilen, • undichte Schalungsankerlöcher und eben für undichte Bohrpfahlfugen! Das Regelwerk bildet also die technischen Anwendungsgrenzen der Rissinjektion sehr gut ab, entsprechend nachvollziehbar ist das Scheitern dieser Verfahren. 2. Finale Abdichtung der Bohrpfahlfugen Eine Alternative für die Abdichtung wasserführender Risse und anderer Fehlstellen beliebiger Größe ist der Einbau einer sogenannten Trockenpackung auf Basis mikrokristallbildender Mörtel. Seit Mitte der 1980er-Jahre werden mikrokristallbildende Katalysatoren in Deutschland in verschiedenen Bereichen der Betonabdichtung eingesetzt. Mit den Jahren hat sich der Anwendungsbereich auf eine Verwendung als Betonzusatzmittel erweitert. In Deutschland erteilte das DIBt im Juli 2005 die erste allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für den Einsatz mikrokristallbildender Katalysatoren in einer neuen Zusatzmittelgruppe „Abdichtungsmittel“ für alle Betone nach DIN EN 206-1 mit DIN 1045-2, die mittlerweile in eine ETA übertragen wurde [6, 7, 8,]. Wesentlicher Unterschied der Technologie mikrokristallbildendender Katalysatoren zu allen anderen Abdichtungsmethoden ist die katalytisch gestartete Kristallbildung durch aktive Anlagerung von im Wasser gelösten Feststoffanteilen, zum Beispiel Kalzium. Dadurch werden unabhängig von der Zementhydratation zusätzliche, nadelförmige Kristalle im Betongefüge gebildet, die Hohlräume verschließen und so die Dichtigkeit des Betons auch gegen Druckwasser erhöhen. Die Abbildungen 9 - 11 zeigen den Verlauf der XYPEX-Kristallbildung: Die REM-Aufnahmen entstanden im zentralen Forschungslabor von Nikki Shoji in Japan. Die Prüfkörper wurden auf einer Seite mit XY- PEX CONCENTRATE behandelt, 10 Tage im Wassernebel feucht gehalten, anschließend mit den unbeschichteten Seiten 14 Tage lang ins Wasser gelegt und danach 50 mm unter der Beschichtung aufgespalten, um das Vordringen und Wachsen der Kristalle nachzuweisen. Abb. 9 zeigt die Schnittfläche einer unbehandelten Kontrollprobe unter einem Rasterelektronenmikroskop. Abb. 10 zeigt die Schnittfläche 7 Tage nach der Beschichtung. Die Bildung der nadelförmigen Kristalle ist bereits erkennbar. Abb. 11 entstand nach 26 Tagen. Das intensive Wachstum der XYPEX-Kristalle ist deutlich sichtbar. © XYPEX 2025 Die gebildeten Kristalle sind unauflöslich und stellen eine dauerhafte Abdichtung sicher, da sie integrierter Bestandteil des Betons werden. Einzigartig ist ihre Eigenschaft, im Kontakt mit Wasser immer weiter gelöste Bestandteile an das Kristallgefüge anzulagern und somit zu wachsen, auch in carbonatisierten Randzonen und noch viele Jahrzehnte nach ihrem Einbau. Solange Feuchtigkeit vorhanden ist und die Temperaturen über 5 °C liegen, wächst die Abdichtung weiter. Diese dauerhafte Selbstabdichtung und die großen Eindringtiefen in Bestandsbetone sind die wesentlichen Gründe für die hohe Wirksamkeit dieser nachträglichen Abdichtungsart [vgl. auch 9]. Für die nachträgliche Abdichtung von Betonbauteilen werden Mörtelprodukte mit hohen Konzentrationen an mikrokristallbildenden Katalysatoren entweder als Schlämme auf abzudichtende Flächen aufgetragen oder als Trockenpackung zur Riss-/ Fugen-/ Fehlstellenabdichtung eingebaut. Vor der Abdichtung mit einer Trockenpackung aus mikrokristallbildenden Mörteln ist nach dem Aufstemmen von Rissen, Fugen und Fehlstellen zunächst das fließende Wasser mit einem schnell abbindenden Mörtel zu stop- 148 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München pen. Dieser Mörtel sollte ebenfalls mikrokristallbildende Katalysatoren enthalten, um ein vollständig wasserundurchlässiges Gefüge ausbilden zu können. Vertikale Risse oder Fugen werden von oben nach unten abgedichtet, damit das Wasser nicht über bereits abgedichtete Bereiche laufen kann. Bei starkem Wasserdruck erleichtert das Setzen von Entlastungsschläuchen das Stoppen des fließenden Wassers und den späteren Einbau der Trockenpackung. Nach dem Stoppen des fließenden Wassers wird eine Schlämme mit einer hohen Konzentration an Kristallbildungskatalysatoren in der aufgestemmten Fuge und im Anschlussbereich ca. 25 cm breit auf den Beton aufgetragen. Aus dieser Trägerschicht ziehen mikrokristallbildende Katalysatoren in den Bestandsbeton ein und starten dort die abdichtende Kristallbildung. Somit entsteht eine durchgehende, übergangslose Abdichtung vom neu eingebrachten Abdichtungsmörtel im Riss bis tief in den Bestandsbeton hinein. Anschließend wird der aufgestemmte Fehlstellenbereich mit einer aus dem gleichen Material, jedoch mit deutlich reduzierter Wassermenge hergestellten Mörtelmischung gefüllt. Mit dieser als Trockenpackung bezeichneten Rissfüllung wird nicht nur die Dichtigkeit an dieser Stelle sichergestellt, sondern auch ein großes Reservoir an Katalysatoren als Sicherheit direkt im Rissverlauf platziert. Die verbleibende Vertiefung wird oberflächenbündig reprofiliert, die zweite Trägerschicht auf die egalisierten Flächen aufgetragen und nachbehandelt. Abb. 12 und 13: Aufstemmen und Reinigen der undichten Fugen, danach Stoppen von fließendem Wasser, Auftrag der XYPEX-Schlämme und Einbau der XY- PEX-Trockenpackung © BAWAX 2025 Abb. 14: Geöffnete und gereinigte Risse/ Fugen der Bohrpfahlwand mit Wasseraustritt © BAWAX 2025 Abb. 15: Vollständig und dauerhaft abgedichtete Bohrpfahlwand © BAWAX 2025 Insgesamt wurden in der Baugrube der Arnulfpost über 300 Bohrpfahlfugen zum Teil bis zu 5 m hoch abgedichtet, bevor mit dem Einbau der WU-Betonsohle begonnen werden konnte. 3. Neues WU-Konzept ohne FBV-System für die gesamte WU-Konstruktion Mit dem Stoppen des aus dem Erdreich in die Baugrube eindringenden Wassers war zwar die erste Hürde für den geplanten Einbau eines Frischbetonverbundfoliensystems zur behelfsmäßigen Abdichtung der WU-Betonkonstruktion genommen, es blieben aber weitere erhebliche Bedenken zur Ausführung eines solchen dünnschichtigen Systems nicht nur in Bezug auf die Dauerhaftigkeit bestehen. Die Verbundwirkung der FBV-Folie zum Beton kann durch zahlreiche Einflüsse gestört werden. Schon leichte Verschmutzungen, Regenwasser oder zu hohe Feuchte im Flies der Folie können den Verbund stören. Auch das intensive Verdichten ist bei großen Flächen und 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 149 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Bauteildicken unter Praxisbedingungen kaum sicherzustellen. Der Einbau einer FBV hat zudem erhebliche Auswirkungen auf die Bauzeit. Im konkreten Projekt kamen weitere Schwierigkeiten durch Anschlusspunkte/ Durchdringungen hinzu. Neben den grundsätzlichen Problemen von FBV-Systemen in Bezug auf Einbau und Schutz vor Verschmutzung oder Witterungseinflüssen, waren es bei diesem Projekt die Rückverankerungen der Bohrpfahlwand, die nach der Herstellung der Weißen Wanne mit entsprechender Auflast durch Obergeschosse noch gelöst werden mussten. Dadurch gab es in der Wanne planmäßig mehrere hundert Öffnungen, die nachträglich druckwasserdicht ausbetoniert werden mussten. Eine Aufgabe, für die keine Lösung mit einem FBV-System gefunden werden konnte. Aufgrund dieser Risiken und der ungelösten Probleme in der Planung entschied sich der Bauherr kein FBV-System auszuführen und stattdessen einen Beton mit Abdichtungsmittel auf Basis mikrokristallbildender Katalysatoren zu verwenden. Die Zugabe eines Abdichtungsmittels zum Frischbeton ist ebenso wie der Einbau einer Frischbetonverbundfolie eine „ergänzende“, also zusätzlichen Maßnahme zur gemäß Richtlinie [1] geplanten WU-Konstruktion, hat aber keine vergleichbaren Risiken und auch keine negativen Auswirkungen auf den Bauablauf und die Detailplanung. Eventuell entstehende, feine Fehlstellen dichten sich im Beton selbständig ab, größere Risse können noch in der Rohbauphase abgedichtet werden. Die Sohlplatte war in diesem Fall bereits für das FBV-System nach EGS c, jedoch mit einer maximalen Rissweite von 0,2 mm geplant worden, was auch für den Einsatz eines Abdichtungsmittels vorteilhaft war. Im Gegensatz zum Einbau von Frischbetonverbundfolien liegt für die Verwendung von Abdichtungsmitteln seit 2005 eine DIBt-Zulassung und seit 2019 zusätzlich auch eine auf der deutschen Zulassung basierende ETA vor. Vergleichbares ist für FBV-Systeme noch nicht der Fall. Abdichtungsmittel auf Basis mikrokristallbildender Katalysatoren werden zudem weltweit seit Mitte der 80er Jahre eingesetzt und verfügen damit im Gegensatz zu FBV-Systemen über langjährige Anwendungserfahrung. Die Umstellung der WU-Planung von einem FBV-System zur Verwendung eines Betons mit Abdichtungsmittel war auch in diesem Fall äußerst einfach, da nur die Betonrezeptur ergänzt wurde und alle Positionen der Verbundfolie entfallen konnten. Die eigentliche WU-Planung nach EGS c mit Fugenbändern, Sollrisselementen, etc. blieb unverändert bestehen. Somit wurden auch bei Verwendung eines Betons mit Abdichtungsmittel alle Vorgaben der WU-Richtlinie des DAfStb [1] eingehalten. Abb. 16: Einbau von Beton mit dem Abdichtungsmittel XYPEX ADMIX C-1000 NF für die Tiefgaragensohle © BAWAX 2025 Für die WU-Bauteile der Sohle, der Außenwände und der PKW-Aufzugsschächte wurden von der Firma Heidelberger Materials Beton DE GmbH München knapp 5.000 m³ Beton mit dem in Deutschland zugelassenen Abdichtungsmittel XYPEX ADMIX C-1000 NF [8] geliefert und von der ARGE Arnulfstr. „Postpalast“ München (Zechbau und Wayss & Freytag Ingenieurbau AG) eingebaut. 4. Nachträgliche Riss- und Fehlstellenabdichtung in der Tiefgarage Nach ESG c müssen alle potentiell wasserführenden Risse nachträglich immer planmäßig verschlossen werden. Wie diese Risse beim Einbau einer FBV-Folie identifiziert werden sollen, ist unklar. Das Verschließen wird in der Praxis dann häufig einfach unterlassen. Durch das nach dem Abschalten der Grundwasserhaltung mit vollem Wasserdruck anstehende Grundwasser konnte die WU-Konstruktion der Tiefgarage Arnulfpost dagegen ohne FBV-System beim Konzept mit Abdichtungsmittel noch in der Rohbauphase gemäß EGS c auf wasserführende Risse/ Fehlstellen überprüft und vollständig abgedichtet werden. Die WU-Richtlinie [1] unterscheidet zwei Arten von Undichtigkeiten: „Feuchtstellen“ und „flüssigen Wasserdurchtritt“. In Bezug auf die Nutzungsklassen werden 150 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Undichtigkeiten noch differenzierter betrachtet: Während bei der Nutzungsklasse A keine Art von Undichtigkeit zulässig ist, wird bei Nutzungsklasse B flüssiger Wasserdurchtritt akzeptiert, solange dieser nicht ablaufend oder pfützenbildend ist. Da sich die Funktion der Untergeschosse hier aber nicht auf eine normale Tiefgaragennutzung beschränkte, sondern auch Serverräume sowie der Einbau eines vollautomatischen Parksystems mit Aufzügen und Schienensystem geplant waren, wurden an alle Bauteile erhöhte Anforderungen nach Nutzungsklasse A gestellt. Undichtigkeiten an WU-Bauteilen entstehen am häufigsten durch Trennrisse. Natürlich können auch Entmischungen, Kiesnester, undichte Einbauteile und Gefügedefekte zu Undichtigkeiten führen, im Gegensatz zu Rissen entstehen solche Einbaufehler jedoch unplanmäßig. Bei einem WU-Betonbauwerk muss daher immer damit gerechnet werden, dass Undichtigkeiten entstehen und zwar sowohl Geplante als auch Ungeplante. Deren nachträgliche Abdichtung ist also stets ein zu planender Teil der Ausführung. Der Planer hat daher ein Konzept zur nachträglichen Abdichtung von Trennrissen auch bei den Entwurfsgrundsätzen vorzulegen, bei denen diese eigentlich gar nicht entstehen (EGS a) oder sich selbst heilen sollten (ESG b) [1, 2, 3]. Bestenfalls löst sich das Problem eines wasserführenden Trennrisses von selbst: Durch Selbstheilung. Diese setzt zuerst an den engsten Stellen ein, die zufällig über den Rissquerschnitt verteilt sind. Durch Karbonatisierung an der Raumluft und Verdunsten von Wasser können auf der Innenseite des Betonbauteils zusätzliche Feststoffablagerungen entstehen. Diese Prozesse sind jedoch an Bedingungen geknüpft und daher in der Praxis relativ unzuverlässig. Oft reduziert sich nur der Durchfluss, eine vollständige Abdichtung bleibt aus. Dies war auch an einem Deckenabschnitt des Kellerbauwerks vor der Rotunde zu sehen, der ohne Abdichtungsmittel betoniert worden war. Abb. 17: Wasserführende Risse in Betondecke ohne Abdichtungsmittel © BAWAX 2023 Trotz einer sehr geringen Druckhöhe (Wasserbeaufschlagung nur durch oberseitig aufstauendes Regenwasser) waren hier zahlreiche wasserführende Trennrisse zu sehen. An der Stalaktitenbildung ist abzulesen, dass die Undichtigkeiten bereits seit einiger Zeit bestehen. Die Selbstheilungsfähigkeiten des Betons allein sind augenscheinlich selbst bei diesem geringen Wasserdruck nicht ausreichend um eine Rissabdichtung herzustellen. Auch an Bauteilen in der Tiefgarage, die ohne Abdichtungsmittel hergestellt wurden, weil dort nicht von einer Wasserbeaufschlagung ausgegangen wurde bzw. im Bauverlauf dort noch außenliegende Abdichtungen ergänzt werden sollten, waren in mehreren Bereichen Durchfeuchtungen an Deckenrissen erkennbar. Abb. 18: Innenliegende Deckenbereiche der Tiefgarage gemäß Planung ohne Abdichtungsmittel © BAWAX 2023 Da die durchfeuchteten Deckenbereiche zum Teil auch mittig in der Tiefgaragendecke lagen, wo keine Wasserbeaufschlagung von außen/ oben vorlag, war davon auszugehen, dass Wasser über die Außenwände in die Decke eindringt und sich dort über systematische Fehlstellen wie z. B. nicht vollständig einbetonierte Doppelstäbe bis in die Deckenmitte drückt. Während sich ein großer Teil der nach der Abschaltung der Grundwasserhaltung in der Tiefgarage aufgetretenen wasserführenden Risse an Bauteilen ohne Abdichtungsmittel zeigte, gab es auch Undichtigkeiten an Betonbauteilen mit Abdichtungsmittel. Hierbei handelte es sich jedoch neben lokalen Fehlstellen mit größeren Hohlräumen in der Tiefe ausschließlich um wasserführende Arbeits-/ Betonieranschluss- und Sollrissfugen. In diesen Anschluss- und Sollrissbereichen wird die Dichtigkeit der WU-Konstruktion nicht durch den Beton, sondern durch das an dieser Schnittstelle einzuplanende Fugenabdichtungssystem übernommen, da der Beton ja genau an diesen Stellen planmäßig undicht ist. Diese Undichtigkeiten stehen also nicht im Zusammenhang mit dem Beton oder dem darin verwendeten Abdichtungsmittel, sondern mit der Funktion und dem Einbau des Fugenabdichtungssystems. 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 151 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Abb. 19: Wassereintritt durch partiell undichte Boden- Wand-Anschlussfuge © BAWAX 2023 Abb. 20: Erfolgloser Verpressversuch an undichter Decken-Wand-Fuge © BAWAX 2023 Abb. 21 und 22: Nachträgliche Abdichtung mit der XY- PEX Trockenpackung: Vertikale Sollriss- und Decken- Wandanschlussfugen (rechts) und einer Sollrissfuge nach vorangegangenen Verpressversuchen (links) © BAWAX 2023 Weitere Undichtigkeiten traten durch größere Hohlräume im Betonquerschnitt auf, die an der Oberfläche zunächst nur als diffuser Wasseraustritt, in Teilbereichen aber auch mit feinem Wasserstrahl auftraten. Abb. 23: Austritt in feinen Wasserstrahlen © BAWAX 2023 Nach dem Öffnen des Bereichs zeigte sich die eigentliche Ursache: Das Wasser kam hier über einen Hohlraum ungehindert durch einen Großteil des Betonquerschnitts und nutzt dann die Struktur der nicht vollständig einzubetonierenden Doppelstäbe als Transportstruktur/ Verteilebene wenige Zentimeter unter der Innenoberfläche. Abb. 24: Hohlräume im Betonquerschnitt und Doppelstäbe als Ursache für Wasseraustritt mit feinem Wasserstrahl © BAWAX 2023 152 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Insgesamt konnten alle Undichtigkeiten und auch alle erfolglos verpressten Bereiche nachträglich trotz stark drückendem Wasser mit einer XYPEX-Trockenpackung dauerhaft abgedichtet und anschließend mit dem Einbau des automatischen Parksystems begonnen werden. Abb. 25: Einbau des automatischen Parksystems in der Weißen Wanne mit Abdichtungsmittel © BAWAX 2023 5. Nachträgliche Abdichtung der Rotunde und der Gürtelbauten mit Textilbeton In den Untergeschossen der Rotunde sowie der Gürtelbauten waren nach umfangreichen Fundamentunterfangungen zur Tieferlegung der Sohle und weiteren Umbaumaßnahmen alle Bestandsaußenwände von innen gegen zeitweise aufstauendes Sickerwasser abzudichten. Abb. 26: Tieferlegung der Sohle im Untergeschoss der Gürtelbauten © BAWAX 2025 Herausfordernd waren dabei nicht nur die zahlreichen wasserführenden Fehlstellen, sondern vor allem auch die sehr uneinheitliche Qualität des Stampf betons. Abb. 27: Entmischungen im Stampf beton der Außenwände im Untergeschoss der Gürtelbauten © BAWAX 2025 Der Bauherr entschied sich nach Ausführung einiger Testflächen gegen eine Abdichtung mit mineralischen Dichtschlämmen und für eine Textilbetonabdichtung mit mikrokristallbildenden Katalysatoren. Fehlten für innenseitige Abdichtungen bisher dünnschichtige, aber trotzdem robuste und bei Frost dauerhafte Systeme, die auch auf unterschiedlichen Untergründen wie Mauerwerk und Beton selbst bei Altbetonklassen A1 oder A2 durch Rückverankerung einsetzbar sind, so haben sich durch die Entwicklung von Textilbetonschalen zur nachträglichen Abdichtung gegen rückseitige Wasserbelastung in den letzten Jahren neue Möglichkeiten ergeben. Bei dieser Art der Abdichtung wird Mörtel/ Feinbeton mit textiler Mattenbewehrung und Rückverankerung in mehreren Lagen am tragenden Bauteil als nachträgliche Abdichtung eingebaut. Wesentliche Unterschiede zu Innenwannen aus Ortbeton sind die deutlich reduzierte Schichtdicke von nur ca. 3 cm, sowie der für WU-Betoninnenwannen untypische Auftrag im Spritzverfahren oder per Hand ohne Schalung direkt auf die Wand. Im Vergleich zur klassischen WU-Betoninnenwanne sind bei der Textilbetoninnenwanne deutliche Einsparungen in Bezug auf Materialaufwand und Ausführungskosten, sowie noch geringere Verluste bei Deckenhöhen und Grundflächen möglich. Die Wasserundurchlässigkeit wird auch beim Textilbeton allein durch die Gefügedichte des Querschnitts erreicht. Erste Forschungsergebnisse zum Thema Innenwannen aus Textilbeton veröffentlichten Prof. Wolfgang Brameshuber und Rebecca Mott 2009 im Band 89 der Reihe Bauforschung für die Praxis unter dem Titel „Nachträgliche Abdichtung von Wohngebäuden gegen drückendes Grundwasser unter Verwendung von textilbewehrtem Beton“ [10]. Damals wurden die Schalen aus sehr feinen Mörteln im Spritzbetonverfahren hergestellt, was eine hohe Gefügedichte, aber auch sehr hohe Festigkeiten lieferte. Über sieben Lagen feinmaschige, alkaliresistente Glasfaserbewehrung und Edelstahldübel mit zwei Quelldichtungen wurde die Schale an den Bestandsbauteilen rückverankert. Erste Paxistests zeigten eine grundsätzliche Eignung des Systems, allerdings auch noch einen Weiterentwicklungsbedarf. Parallel zu den Forschungen in Aachen waren durch die Firma BAWAX damals bereits Mörtel entwickelt worden, die insbesondere durch den Einsatz eines mikrokristallbildenden Abdichtungsmittels auch bei Handauftrag sehr hohe Gefügedichtigkeiten erreichten. Trotz Festigkeiten von „nur“ 40 N/ mm² zeigten diese Mörtel schon bei Schichtdicken < 3 cm Wasserundurchlässigkeit bis min. 5 bar und eröffneten somit im Vergleich zu herkömmlichen Spritzmörteln neue Möglichkeiten in Bezug auf Applikation und Bewehrungsaufwand. Der Einsatz von grobmaschiger Mattenbewehrung und Rückverankerungsdübeln aus Basaltfasern sowie der XYPEX-Trockenpackung für den druckwasserdichten Anschluss der Innenwannen an Bestandssohlen oder im Bereich von Arbeitsfugen, waren dann wesentliche Schritte in der Weiterentwicklung zu diesem mittlerweile patentierten und auch in der Praxis erprobten Schalensystem. Damit war erstmals ein 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 153 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München weiterentwickeltes System für Textilbetoninnenwannen am Markt verfügbar, das praxisgerecht zu verarbeiten ist, höchste Nutzungsanforderungen erfüllt, dessen Preisniveau aber mit dem von Innenabdichtungen auf Basis von Dichtschlämmen vergleichbar ist. Weiterentwickelt wurde das System in den letzten Jahren unter anderem in zwei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekten der BAWAX GmbH mit dem Institut für Baustoffforschung (ibac) der RWTH Aachen University, sowie aktuell auch mit der TU Dresden. Seitdem ist unter anderem die Anwendung von Textilbeton als Abdichtung unter Gewölbebrücken bei besonders hohen Beanspruchungen aus Bahnverkehr und Frost möglich [11]. Das im ersten Forschungsprojekt entwickelte Rückverankerungssystem XANEX VBA wurde sowohl in der Rotunde als auch in den Gürtelbauten in Kombination mit der Carbonbewehrungsmatte XANEX CBM eingebaut. Abb. 28: Nach der Egalisierung eingebautes Rückverankerungssystem XANEX VBA mit der Carbonbewehrungsmatte XANEX CBM © BAWAX 2025 Nach dem Einbau einer neuen WU-Betonsohle mit Aufkantung im Bereich der Unterfangung wurden dafür zunächst größere Unebenheiten im Stampf beton lagenweise egalisiert. Abb. 29: Egalisierung des Stampf betons in den Gürtelbauten © BAWAX 2025 Auf die letzte Lage der vollflächigen Ausgleichsschicht wurden dazu zunächst das Verankerungsraster angezeichnet und gebohrt, anschließend die Carbonbewehrungsmatte, sowie die erste Lage der Textilbetonschicht eingebaut. Da der verwendete XANEX XDM Abdichtungsmörtel als R3 Betoninstandsetzungsmörtel alle Anforderungen nach EN 1504 erfüllt, konnten Abdichtung und Betoninstandsetzung mit einem System ausgeführt werden. Abb. 30: Fertige, vollflächige Ausgleichsschicht in den Gürtelbauten © BAWAX 2025 154 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Abb. 31: Bohren und Einbau der Rückverankerung © BAWAX 2025 Abb. 32: Einbau der XANEX CBM Carbonbewehrungsmatte © BAWAX 2025 Abb. 33: Einbau der ersten Lage Textilbeton mit XA- NEX XDM Abdichtungsmörtel © BAWAX 2025 Abb. 34: Fertiggestellte erste Lage Textilbeton mit XA- NEX XDM © BAWAX 2025 Als Vorbereitung für spätere Rohr-/ Kabeldurchführungen wurden Kernbohrungen durch die Stampf betonwände geführt und darin Faserzementrohre mit XANEX XDM Abdichtungsmörtel eingesetzt. Innenseitig stellte eine XYPEX-Trockenpackung den druckwasserdichten Anschluss zum Textilbeton her. Abb. 35: Mit XANEX XDM Abdichtungsmörtel eingesetztes Faserzementrohr für spätere Rohr-/ Kabeldurchführungen © BAWAX 2025 12. Kolloquium Parkbauten - Februar 2026 155 Echte WU-Konstruktion ohne Frischbetonverbundsystem für das vollautomatische Parksystem im neuen Google-Entwicklungszentrum in München Abb. 36: Fertiggestellte Textilbetonabdichtung © BAWAX 2025 Insgesamt wurden beim Projekt Arnulfpost/ Google-Entwicklungszentrum in den Untergeschossen von Rotunde und Gürtelbauten über 3.000m² Textilbeton mit mikrokristallbildenden Katalysatoren zur Abdichtung eingebaut. Literatur [1] DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie)“. Berlin, 2019 [2] Erläuterungen zur DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie)“. DAfStb-Heft 555. Berlin, 2006 [3] Lohmeyer, G.; Ebeling, K.: Weiße Wannen - einfach und sicher - Konstruktion und Ausführung wasserundurchlässiger Bauwerke aus Beton. Verlag Bau und Technik: Düsseldorf, 2018 [4] DAfStb.-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ (RiLi-SIB), Berlin, Ausgabe 2014-09 [5] Technischen Regel „Instandhaltung von Betonbauwerken“ (TR Instandhaltung). Berlin, 2020 [6] DIBt. (Hrsg.): Prüfvorschrift für die Prüfung von Abdichtungsmitteln. Berlin, 2005 [7] ETA-18/ 1129 „Abdichtungsmittel für Beton“. Berlin, 2020 [8] Z-3.212-1888 Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Abdichtungsmittel. Produkt: „XYPEX ADMIX C-1000 NF“. Berlin, 2020 [9] Schäfer, G.: Prüfbericht der BAWAX GmbH. Vergleichende Untersuchung zur Veränderung des kapillaren Saugens an Estrichbeton mit und ohne Abdichtungsmittel und mikrokristallbildenden Mörteln bei Wasserbeaufschlagung“. Celle, 2014 [10] Brameshuber, W., Mott, R.: Nachträgliche Abdichtung von Wohngebäuden gegen drückendes Grundwasser unter Verwendung von textilbewehrtem Beton. Bauforschung für die Praxis, Band 89, 2009 [11] Schäfer, G., Mölter, T.: Abdichtung von Gewölbebrücken mit Textilbeton. Der Eisenbahningenieur, Dezember 2022