eJournals Schmierstoff + Schmierung7/1

Schmierstoff + Schmierung
sus
2699-3244
expert verlag Tübingen
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DIN 51502 – Die „Mutter“ der Schmierstoffnormen: Brandneu und komplett überarbeitet

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2026
Rüdiger Krethe
Dem Betreiber einer Maschine fehlen in der Regel sowohl die Sachkenntnis auf dem Gebiet der Schmierung als auch die notwendigen Detailinformationen (z. B. Belastung, Drehzahlbereich, Lagertemperatur, …), um anhand der auf einem technischen Datenblatt angegebenen Kennwerte wie Viskosität, Pourpoint, Verschleißschutzverhalten, der Alterungsstabilität etc. den richtigen Schmierstoff auszuwählen.
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FacHartikEl DIN 51502 - Die „Mutter“ der Schmierstoffnormen: Brandneu und komplett überarbeitet Rüdiger Krethe, OilDoc GmbH Dem Betreiber einer Maschine fehlen in der Regel sowohl die Sachkenntnis auf dem Gebiet der Schmierung als auch die notwendigen Detailinformationen (z. B. Belastung, Drehzahlbereich, Lagertemperatur, …), um anhand der auf einem technischen Datenblatt angegebenen Kennwerte wie Viskosität, Pourpoint, Verschleißschutzverhalten, der Alterungsstabilität etc. den richtigen Schmierstoff auszuwählen. Maschinen- und Schmierstoffhersteller geben die zur Schmierstoffauswahl notwendigen Informationen deshalb in vereinfachter Form heraus, beispielsweise anhand von Schmierstoffeinsatztabellen, standardisierten Schmierstoffklassifizierungen oder namentlichen Freigaben. Eine zentrale Rolle bei der Klassifikation von Schmierstoffen spielt die DIN 51502. Schmierstoff beratern und vielen Anwendern sind die auf der DIN 51502 basierenden Buchstaben- und Zahlenkombinationen gegenwärtig und vertraut, beispielsweise „HLP 46“ oder „CLP 320“. Diese Klassifizierung ist hilfreich bei der Auswahl des zu verwendenden Schmierstoffs, aber auch bei der sinnvollen Reduzierung der im Lager vorzuhaltenden Schmierstoffsorten. Rüdiger Krethe Rüdiger Krethe ist Geschäftsführer der OilDoc GmbH, der Akademie für Weiterbildung rund um Schmierstoffanwendung, Ölanalysen und proaktive Instandhaltung. Nach seinem Studium des Maschinenbaus und der Tribotechnik war er im Produktmanagement für Industrieöle einer Mineralölgesellschaft tätig. Anschließend leitete er 15 Jahre das Diagnose-Team von OELCHECK. Seit mehr als 30 Jahren gibt Rüdiger Krethe als IHK-zertifizierter Trainer in Seminaren sein Know-how zu Tribologie, Schmierstoffen und Ölanalysen erfolgreich weiter. Außerdem ist er seit der ersten Ausgabe aktives Mitglied des Redaktionsteams der Schmierstoff+Schmierung. 15 Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 16 Fachartikel | DIN 51502 - Die „Mutter“ der Schmierstoffnormen DIN-Normen (nicht nur) für Industrieschmierstoffe Die DIN 51502 teilt Schmierstoffe in typische Hauptgruppen und Anwendungsklassen ein. Gleichzeitig verweist die Norm, falls vorhanden, auf Anforderungsnormen. Die 2026 neu herausgegebene Norm wurde grundlegend überarbeitet. Es war das Ziel, eine einheitliche, logisch gegliederte Bezeichnungsstruktur für Schmierstoffe zu schaffen, die soweit möglich auf den etablierten Bezeichnungen basiert, und diese, wo notwendig, mit zusätzlichen, wichtigen Informationen zu erweitern. Die Norm DIN 51502, Ausgabe 2026-03 besteht aus 8 Teilen (die vorangegangene Ausgabe von 1990 nur aus einem 8-seitigen Dokument). Ein kurzer Vorgeschmack: > Die „neue“ DIN-Bezeichnung wurde in mehrere, durch ein Leerzeichen getrennte Blöcke aufgeteilt, um Verwechslungen zu vermeiden und die Lesbarkeit zu erhöhen. > Die Kennzeichnung typischer Grundöle wurde harmonisiert und in die DIN-Bezeichnung integriert. > In einzelnen Bereichen gibt es sinnvollerweise Ausnahmen, z. B. im Bereich der schwerentflammbaren Hydraulikflüssigkeiten. > Für Schmierfette sind der Verdickertyp und die Grundölviskosität Bestandteil der DIN-Klassifizierung. > Im Teil 8 werden Regelungen für Schmierstoffeinsatztabellen gegeben, um die Einheitlichkeit und damit Anwenderfreundlichkeit zu erhöhen und Missverständnisse zu vermeiden. Nachfolgend werden die wichtigsten Neuerungen des 1. Teils erläutert und anschließend das Prinzip ihrer Anwendung anhand einer Auswahl der anderen Normteile demonstriert. DIN 51502, Teil 1 Der 1. Teil der Norm trägt den Titel: „Schmierstoffe und verwandte Stoffe - Klassifizierung von Schmierstoffen - Teil 1: Allgemeine Angaben“. Die offizielle und vollständige Kurzbezeichnung ist DIN 51202-01: 2026-03, wobei der letzte Teil das Datum der Veröffentlichung ist. Die Norm teilt den Bereich der Schmierstoffe und artverwandten Produkte in 6 Hauptgruppen ein, die dazugehörigen Festlegungen sind in den Teilen 2 bis 7 der DIN 51502 beschrieben. Im 8. Teil sind die normativen Festlegungen für Schmierstoffeinsatztabellen geregelt: > DIN 51502-01: Allgemeine Angaben > DIN 51502-02: Schmierstoffe für den Industriebereich > DIN 51502-03: Schmierstoffe für den Automobilbereich > DIN 51502-04: Schmierfette und Pasten > DIN 51502-05: Bearbeitungsmedien > DIN 51502-06: Druckflüssigkeiten > DIN 51502-07: Sonstige Medien > DIN 51502-08: Inhalt und Auf bau einer Schmierstoffeinsatztabelle Des Weiteren sind in Teil 1 folgende allgemeinen Festlegungen getroffen: > Die Bezeichnung nach DIN 51502 besteht aus mehreren, höchstens 3 Blöcken: ■ Block A Art und Anwendung des Schmierstoffs (hauptgruppenspezifisch), bei Fetten zusätzlich der Verdickertyp ■ Block B Angaben zu den enthaltenen Wirkstoffen (Additive), bei Fetten zusätzlich die Konsistenzklasse nach NLGI sowie die obere und untere Gebrauchstemperatur, auf Angaben zur Wasserbeständigkeit wurde an dieser Stelle verzichtet ■ Block C Angaben zum Hauptbestandteil des Schmieröles, inklusive der ISO-Viskositätsklasse, bei Fetten beziehen sich diese Angaben auf den Hauptbestandteil des Grundöles und die ISO VG des Grundöles > Welche Bausteine und Codes in den einzelnen Blöcken verwendet werden, regelt die Norm der jeweiligen Hauptgruppe (DIN 51502-02 bis -07) > Zwischen den einzelnen Bezeichnungsblöcken ist zwingend ein Leerzeichen vorzusehen > Innerhalb eines jeden Kennzeichnungsblockes darf kein Leer- oder Trennzeichen stehen > Wird einer Bezeichnung in den entsprechenden Teilen 2-7 der Norm eine Anforderungsnorm zugeordnet, so sind die darin enthaltenen Grenzwerte mit den darin angegebenen Prüfmethoden zu messen Welche weiteren Angaben in den einzelnen Kennzeichnungsblöcken notwendig und zulässig sind, ist in den Normteilen der entsprechenden Hauptgruppe geklärt. Kennbuchstaben für Grundöle Die je nach Hauptgruppe zu verwendende Codierung der Grundflüssigkeiten ist, soweit möglich und sinnvoll, normübergreifend harmonisiert worden. Einen informativen Überblick dazu gibt Tabelle 1. Es ist zu beachten, dass nicht jeder der darin aufgeführten Grundöltypen in jeder Hauptgruppe Anwendung findet. Im Zweifelsfall sind die Details der jeweiligen Norm heranzuziehen. 17 Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 Fachartikel-|-DIN 51502 - Die „Mutter“ der Schmierstoffnormen Kennbuchstaben für Wirkstoffe (Additive) Die in Schmierstoffen und verwandten Stoffen verwendeten Typen von Wirkstoffen (Additive) variieren je nach Hauptgruppe und Anwendungsbereich sehr stark. Dem folgend, sind die den verwendeten Wirkstoffen zugeordneten Codes je Hauptgruppe spezifisch geregelt. Tabelle 2 gibt auszugsweise die Codes der wichtigsten Wirkstoff-Typen wieder. Beispiele Es würde den Umfang dieses Artikels sprengen, alle Teile der DIN 51502 gebührend zu berücksichtigen. In der geplanten Fortsetzung dieses Artikels wird dann auf ausgewählte Hauptgruppen, d. h. Teile der DIN 51502 näher eingegangen. An dieser Stelle sollen Beispiele für die neuen Kurzbezeichnungen genügen (Tabelle 3). Die sich aus der Überarbeitung der DIN 51502 ergebenden Änderungen der zitierten Anforderungsnormen werden in nächster Zeit umgesetzt und veröffentlicht. Klassifikationen für Automotive- Schmierstoffe In diesem Bereich kommen z. B. für Motoren- und Getriebeöle auch andere Klassifikationssysteme, z. B. gemäß ACEA oder API zur Anwendung, die hier aus Platzgründen nicht detailliert aufgeführt sind. Die Klassifizierung von Automotiv-Schmierstoffen nach DIN 51502 ist möglich und beispielsweise in Schmierstoffeinsatztabellen sinnvoll, da Verbrennungsmotoren und Fahrzeuggetriebe auch im industriellen Bereich zum Einsatz kommen. Des Weiteren kommen Schmierstoffe aus dem Automotiv-Bereich auch in anderen industriellen Anwendungen zum Einsatz. Daher besteht auch die Notwendigkeit, deren Klassifizierung in die DIN 51502 zu integrieren. Schmierstoffeinsatztabellen Eine Schmierstoffeinsatztabelle dient zur schmierstellenbezogenen Dokumentation der Mindestanforderungen an die einzusetzenden Schmierstoffe, um die Maschine störungsfrei zu betreiben und die prognostizierte Lebensdauer der geschmierten Kompo- Kennbuchstaben Grundöltyp (Hauptbestandteil) M Mineralöle PR Polyalphaolefine und verwandte Kohlenwasserstoffe PG Polyglykole TG Triglyceride (natürliche Ester) ES Synthetische Ester SI Silikonöle PE Phosphorsäureester FK Perfluor-Flüssigkeiten Y Sonstige Tabelle 1: Kennbuchstaben für Grundöltypen in verschiedenen Teilen der DIN 51502, Ausgabe 2026-03 kennbuchstaben* Additiv-Typ (Kurzbeschreibung) V Wirkstoff zur Verbesserung des Viskosität-Temperatur-Verhaltens L Wirkstoff zur Erhöhung des Korrosionsschutzes und/ oder der Alterungsbeständigkeit P Wirkstoff zur Herabsetzung der Reibung und des Verschleißes im Mischreibungsgebiet und/ oder zur Erhöhung der Belastbarkeit X Wirkstoff mit zusätzlichen Eigenschaften zur verstärkten Herabsetzung der Reibung und des Verschleißes (Graufleckentragfähigkeit) und zur erhöhten Alterungsbeständigkeit D Wirkstoff mit detergierender Wirkung F Festschmierstoff (z. B. Graphit, Molybdändisulfid) ZF Wirkstoff oder Wirkstoffkombination ist zinkfrei Tabelle 2: Kennbuchstaben für Wirkstofftypen (Auszug) Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 18 Fachartikel | DIN 51502 - Die „Mutter“ der Schmierstoffnormen Bezeichnung Alt Bezeichnung Neu Beschreibung / Anmerkung Anmerkung HLP 46 H LP 46 Hydraulikflüssigkeit mit Antioxidantien, Korrosionsschutz- und Verschleißschutz-Additiven Grundöl: Mineralöl Gemäß DIN 51502-01: 2026-06 kann der Grundöltyp angegeben werden, für Mineralöle erfolgt keine Angabe des Grundöltyps. Die DIN 51524 gilt nur für Mineralöle. HLP 46 H LP 46 ZF Hydraulikflüssigkeit mit Antioxidantien, Korrosionsschutz- und Verschleißschutz-Additiven Grundöl: Mineralöl, Wirkstoffe zinkfrei Gemäß DIN 51502-01: 2026-06 kann der Grundöltyp angegeben werden, für Mineralöle erfolgt keine Angabe des Grundöltyps. Die DIN 51524 gilt nur für Mineralöle. HFC 46 HFC 46 Schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeit, wässrige Polymerlösung, Wassergehalt >35 %, ISO VG 46 Aus historischen Gründen bleibt die Bezeichnung im Block A unverändert (HFA, HFB, HFC, HFD). Wenn notwendig, wird die Grundölart explizit angegeben. HFDU 46 HFD ES46 Schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeit, wasserfrei, Grundöl synthetische Ester, ISO VG 46 CLP 220 C LP 220 Inhibiertes Umlaufgetriebeöl mit Antioxidantien, Korrosionsschutz- und Verschleißschutz-Additiven. Grundöl: Mineralöl Gemäß DIN 51502-01: 2026-03 kann der Grundöltyp angegeben werden. In der Vergangenheit waren teilweise andere Codes dafür üblich, z. B. „HC“ für ein PAO, heute „PR“. CLP PG 460 C LP PG460 Inhibiertes Umlaufgetriebeöl mit Antioxidantien, Korrosionsschutz- und Verschleißschutz-Additiven, Grundöl: Polyglykol, ISO VG 460 CLP HC 320 C LP PR320 Inhibiertes Umlaufgetriebeöl mit Antioxidantien, Korrosionsschutz- und Verschleißschutz-Additiven, Grundöl: Poly-Alpha-Olefin, ISO VG 320 HFC 46 HFC 46 Schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeit, wässrige Polymerlösung, Wassergehalt >35 %, ISO VG 46 Aus historischen Gründen bleibt die Bezeichnung im Block A unverändert (HFA, HFB, HFC, HFD). Wenn notwendig, wird die Grundölart explizit angegeben. HFDU 46 HFD ES46 Schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeit, wasserfrei, Grundöl synthetische Ester, ISO VG 46 KP 2 K-20 KL P2- 20+120 M220 Lithiumverseiftes EP-Fett für Wälz-, Gleitlager und Gleitflächen, NLGI 2, Grundöl Mineralöl, ISO VG 220 Temperatureinsatzbereich von -20°C bis +120 °C In der bisherigen Bezeichnung für Schmierfette waren weder Verdicker noch Grundölviskosität angegeben. Die obere Temperatur-Einsatzgrenze wurde bisher durch Buchstaben kodiert, jetzt durch die entsprechende Celsius-Temperatur ersetzt. Angaben zur Wasserbeständigkeit sind nicht mehr enthalten. KP 1 R-30 KU P1- 30+190 PR220 Polyharnstoff-verdicktes EP- Schmierfett für Wälz-, Gleitlager und Gleitflächen, NLGI 1, Grundöl PAO, ISO VG 220, Temperatureinsatzbereich von -30 °C bis +190 °C Tabelle 3: Beispiele zur Bezeichnung gemäß DIN 51502, im Vergleich „bisher - neu“ 19 Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 Fachartikel-|-DIN 51502 - Die „Mutter“ der Schmierstoffnormen nenten sicherzustellen. Deshalb ist es zu begrüßen, dass auch die Mindestanforderungen an den Auf bau einer Schmierstoffeinsatz-Tabelle selbst genormt ist, um Missverständnisse oder Fehler zu vermeiden. Auf Schmierstoffe spezialisierte Mineralölunternehmen, Fachverbände und Dienstleister unterstützen die Maschinenhersteller sowohl bei der Beschreibung der Mindestanforderungen als auch bei der schmierstellenspezifischen Auswahl der zur Anwendung vorgesehenen Schmierstoffe und Funktionsflüssigkeiten. Ausgangspunkt der Beschreibung von Schmierstofftypen ist dabei oftmals die DIN 51502. Daher ist es logisch, dass die Norm zu den Mindestanforderungen an Schmierstoffeinsatztabellen ebenso Bestandteil der DIN 51502 ist. In Teil 8 der DIN 51502 sind die dafür mindestens erforderlichen Angaben geregelt: > Anwendungsbereich der Schmierstoffeinsatztabelle wie beispielsweise Maschinentyp, -hersteller und ggf. Einsatzbereich > Angaben zur Schmierstelle, z. B. den zu schmierenden Komponenten oder Baugruppen und die Kennzeichnung des empfohlenen Schmierstoffs nach dem entsprechenden Teil der DIN 50502 > Temperatureinsatzbereich Sinnvoll ist die Ergänzung von Angaben zur Ölwechselbzw. Nachschmierfrist, Regelungen zu besonderen Einsatzbedingungen oder zusätzlich zur DIN-Bezeichnung notwendigen Prüfungen oder Kennzahlen. In der Praxis wird die Tabelle in der Regel durch die Angabe der empfohlenen Schmierstoffsorten verschiedener Schmierstoffunternehmen erweitert. Die in der Tabelle einer Schmierstelle zugeordneten Schmierstoffe verschiedener Hersteller sollten mindestens miteinander mischbar oder besser grundsätzlich miteinander verträglich sein. Andernfalls sollte dies als Bestandteil der Schmierstoffeinsatztabelle dokumentiert und darin Hinweise zur Umstellung bzw. Durchführung des Ölwechsels gegeben sein. Schmierstoffe gleicher DIN-Bezeichnung - wirklich gleich? Laien sind nicht selten der Meinung, dass zwei Schmierstoffe „gleich“ sind, weil z. B. deren dem Technischen Datenblatt entnommene DIN-Bezeichnung gleich ist. Das ist unzutreffend, weil > Anforderungsnormen Mindest anforderungen definieren, die von verschiedenen Schmierstoffen mehr oder weniger deutlich übertroffen werden, und zwar von jedem Schmierstoff möglicherweise in anderen Bereichen (ob Alterungsstabilität, Verschleißschutz, eingesetzte Additiv-Technologie, …). > nicht für jede DIN-Bezeichnung eine Anforderungsnorm existiert. Und nicht nur das: Selbst wenn die beiden betrachteten Schmierstoffe in derselben Schmierstoffeinsatztabelle für dieselbe Komponenten empfohlen sind, erfüllen beide die dafür definierten Mindestanforderungen, können jedoch in ihrer Performance sehr wohl unterschiedlich sein. Schlussendlich sei den an dem gut gelungenen „Mammut-Projekt“ der Überarbeitung dieser Norm Beteiligten an dieser Stelle ein „Dankeschön“ spendiert, da diese Aktivitäten allermeist zusätzlich zu dem alltäglichen Arbeitspensum erledigt werden müssen. Zugleich soll es dazu dienen, Fachkräfte aus den verschiedenen Anwendungsbereichen zu motivieren, sich an der Aktualisierung der in Zusammenhang mit den einzelnen Teilen der DIN 51502 stehenden Anforderungsnormen aktiv zu beteiligen. »« Eingangsabbildung: © Alexander Limbach - stock.adobe.com