Schmierstoff + Schmierung
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expert verlag Tübingen
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Neues aus der Branche
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37 Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 neues Aus der BrAnche 35 Jahre OELCHECK - Schmierstoffanalytik im Dienst von Effizienz und Nachhaltigkeit Jubiläum eines spezialisierten Analyselabors Im Jahr 2026 blickt das süddeutsche Unternehmen OEL- CHECK auf 35 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1991 durch Peter und Barbara Weismann hat sich das auf Schmier- und Betriebsstoffanalysen spezialisierte Labor zu einem etablierten Anbieter in Europa entwickelt. Ziel des Unternehmens ist es, mithilfe analytischer Untersuchungen und tribologischer Bewertungen den Zustand von Schmierstoffen sowie der von ihnen geschmierten Maschinenkomponenten zuverlässig zu beurteilen. Nachhaltigkeit durch Zustandsüberwachung Während Nachhaltigkeit heute ein zentrales Thema in Industrie und Wirtschaft darstellt, gehörte der ressourcenschonende Einsatz von Schmierstoffen bereits früh zu den grundlegenden Ansätzen des Unternehmens. Durch regelmäßige Analysen lassen sich Ölwechselintervalle stärker am tatsächlichen Zustand des Schmierstoffs ausrichten und Verschleißprozesse frühzeitig erkennen. Dadurch können Betriebsstoffe länger genutzt sowie Wartungsmaßnahmen gezielter geplant werden - mit positiven Effekten für Kosten, Anlagenverfügbarkeit und CO 2 -Emissionen. Analytik und tribologische Bewertung Im Mittelpunkt der Dienstleistungen stehen Analysensets, mit denen Anwender Proben aus Maschinen, Motoren oder Anlagen untersuchen lassen können. Die ermittelten Laborwerte werden von Tribologen bewertet und mit Grenz- und Warnwerten verglichen, die auf umfangreichen Erfahrungsdaten basieren. Neben der Analyse einzelner Proben spielen auch Trendanalysen eine wichtige Rolle. Werden Schmierstoffe aus einer Anwendung regelmäßig untersucht, lassen sich Veränderungen über längere Zeiträume verfolgen und mögliche Abweichungen frühzeitig erkennen. Datenbasis aus Millionen Proben Die Grundlage der Bewertungen bildet eine umfangreiche Datenbasis aus mehreren Millionen untersuchten Proben. Daraus wurden Grenz- und Warnwerte für eine große Zahl unterschiedlicher Anlagentypen abgeleitet. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen werden in Berichten zusammengefasst, die neben den Messwerten auch Hinweise zum Zustand des Schmierstoffs enthalten und gegebenenfalls Empfehlungen für Wartungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen geben. Unabhängiges Familienunternehmen OELCHECK arbeitet als unabhängiges Labor für Schmier- und Betriebsstoffanalysen und ist nicht an einen Schmierstoffhersteller gebunden. Das Unternehmen mit Sitz in Süddeutschland wird als Familienunternehmen inzwischen in der zweiten Generation von Paul Weismann und Petra Bots geführt. Viele Kunden sind international tätig und nutzen die Laborleistungen unabhängig vom Einsatzort ihrer Anlagen. Die Proben werden zur Analyse nach Deutschland geschickt und dort zentral ausgewertet, wodurch eine einheitliche Analyse und Beurteilung gewährleistet wird. Beitrag zur Ressourcenschonung Schmierstoffe stehen selten im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion über Nachhaltigkeit. Dennoch tragen sie wesentlich zur Effizienz technischer Systeme bei: Sie reduzieren Reibung, schützen vor Verschleiß und Korrosion und ermöglichen längere Einsatzzeiten von Maschinen und Anlagen. Eine gezielte Zustandsüberwachung kann daher einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. neues Aus der BrAnche MEDIENTIPP Werner Gooss Turbinenöle im Kraftwerksbetrieb Tribologie - Schmierung, Reibung, Verschleiß 1. Auflage 2025, 192 Seiten ISBN print 978-3-8169-3542-1 ISBN eBook 978-3-8169-8542-6 DOI 10.24053/ 9783816985426 Ladenpreis print €[D] 149,00 Ladenpreis eBook €[D] 119,99 + umfasst die Turbinenöle in ihrer Komplexität + will Denkanstöße zu Klimaschutz und weiteren Forschungsansätzen geben Dieses Buch bietet einen Überblick über das Thema Mineralöle und speziell über Qualität und Einsatz von Turbinenölen. Die Turbinenöle werden in ihrer Komplexität erfasst - von den Herstellungsverfahren, Qualitätsanforderungen, analytischen Untersuchungsmethoden bis hin zu den physikalisch-chemischen Eigenschaften, den wichtigsten Bewertungskriterien, Grenzwerten im Betrieb und der Altölentsorgung. Die Öloxidation wird ausführlich behandelt. Verknüpft wird das Thema mit einer Darstellung der alternativen Möglichkeiten der Stromerzeugung und Anstößen zum Klimaschutz. Das Buch soll als Anregung zu Forschungsprojekten bezüglich neuer, rapider Methoden zur Qualitätsbewertung der Turbinenöle, Erstellung neuer Korrelationsmethoden und möglichen Verlängerungen der Öleinsatzzeiten im Betrieb dienen und somit einerseits zur Wirtschaftlichkeitserhöhung beitragen und andererseits zu einem nachhaltigen Einsatz der Öl-Ressourcen anregen. expert verlag - Ein Unternehmen der Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG Dischingerweg 5 \ 72070 Tübingen \ Germany \ Tel. +49 (0)7071 97 97 0 \ info@narr.de \ www.narr.de 39 Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 Neues aus der Branche Gut aufgestellt für die Zukunft Nach 35 Jahren Unternehmensgeschichte sieht sich OEL- CHECK gut für die kommenden Herausforderungen positioniert. Die Nachfrage nach präzisen Analysen, fundierten tribologischen Bewertungen und verlässlichen Zustandsdiagnosen wächst weiter - nicht zuletzt im Zusammenhang mit steigenden Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Anlagenverfügbarkeit. Heute betreut das Unternehmen mehr als 30.000 Kunden aus unterschiedlichen Industriebereichen. Mit der zweiten Unternehmergeneration an der Spitze setzt OEL- CHECK auf Kontinuität und Weiterentwicklung gleichermaßen. Investitionen in moderne Analytik, digitale Auswertungsverfahren und den Ausbau der Datenbasis sollen dazu beitragen, auch künftig professionelle, hochwertige und verlässliche Analysen bereitzustellen und Anwender weltweit bei einem effizienten und nachhaltigen Betrieb ihrer Anlagen zu unterstützen. Neue Wege für mehr Leistung in der Windkraftindustrie Windkraft gilt als ein Schlüsselelement für die widerstandsfähige Zukunft. Die Entwicklung effizienzsteigernder Schmierstoffe kann die Windkraftindustrie auf diesem Weg unterstützen. Wie das funktioniert, zeigt Shell mit seinem Getriebeöl Shell Omala S5 Wind 320. Das synthetische Shell Omala S5 Wind 320 Getriebeöl konnte im Feldeinsatz in Umgebungstemperaturbereichen von +40°C bis -30°C bestehen und durch seine niedrige Kälteviskosität das Anfahren der Turbine bei kalten Umgebungstemperaturen erleichtern. Über die Einsatzzeit zeichnet sich Shell Omala S5 Wind 320 mit geringer Schaumbildung und geringen Verschleiß in Lagern und Getriebeteilen aus. Über den durchschnittlichen Lebenszyklus einer Windturbine von 25 Jahren sind mit solchen Schmierstoffen nur noch zwei Ölwechsel statt wie bisher drei bis fünf nötig. Das Shell Omala S5 Wind 320 Getriebeöl bietet zudem eine hervorragende Filtrierbarkeit 1 und einen ausgezeichneten Korrosionsschutz 2 , insbesondere gegen Buntmetallkorrosion bei Lagerkäfigen und Gleitlagern 3 . Schmierstoffe spielen eine zentrale Rolle, um die Leistungsfähigkeit von Anlagen zu steigern und damit verbundene Kosten zu senken. Laut Untersuchungen erleiden rund 40 Prozent der Anlagen Schäden oder Ausfallzeiten aufgrund von mangelhafter Schmierung 4 . Aus diesem Grund hat die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Schmierstoffen, wie dem Shell Omala S5 Wind 320 Getriebeöl, in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, wobei sich deren Entwicklung neben Leistungs- und Effizienzsteige- 1 Das Shell Omala S5 Wind 320 Getriebeöl wurde in einem Hydac Multi-Pass-Prüfstand mit 3 μm Filtermaterial 50.000 Zyklen lang getestet und behielt seine Antischaumleistung bei, länger als jedes andere Konkurrenzöl, die alle nach 5.000 Zyklen versagten. 2 Basierend auf Korrosionstests nach Industriestandard. 3 Based on ASTM D2893 testing 4 Die verwendeten Statistiken basieren auf einer von Shell Lubricants in Auftrag gegebenen und vom Marktforschungsunternehmen Edelman Intelligence durchgeführten Umfrage, die von März bis April 2018 in sieben Ländern (USA, China, Indien, Deutschland, Russland, Indonesien und Großbritannien) auf der Grundlage von 350 Interviews mit Mitarbeitern des Energiesektors durchgeführt wurde, die im Rahmen ihrer Arbeit Schmierstoffe/ Fette kaufen, den Kauf beeinflussen oder verwenden. rungen zunehmend auch auf die Dekarbonisierung fokussiert. Der Entwicklungsprozess der innovativen Schmierstoffe findet im Shell Technology Centre Hamburg (STCHa) unter Einhaltung strenger Qualitätsstandards statt. Das STCHa kooperiert mit Shell Forschungszentren in den Niederlanden, USA, China, Indien, UK und Japan. Als Teil dieser Gemeinschaft von mehr als 3.000 Wissenschaftlern, Forschern und Ingenieuren konzentriert sich das Energieunternehmen auf die Entwicklung und Differenzierung von Produkten für die Mobilitäts- und Industriekundenanforderungen. In vielschichtigen Testverfahren werden hier die Schmierstoffe im Hinblick auf verschiedene Eigenschaften wie die Einsatzdauer kontinuierlich optimiert und dadurch eine bestmögliche Performance sichergestellt. Erst wenn diese Verfahren abgeschlossen sind, wird das Produkt unter realen Bedingungen im regulären Betrieb getestet. Am Ende entstehen von allen Herstellern freigegebene, High-Performance Schmierstoffe, wie das Shell Omala S5 Wind 320 Getriebeöl. So investiert die Branche bereits seit geraumer Zeit intensiv in Forschung und Entwicklung, um die Leistung ihrer Produkte kontinuierlich zu verbessern. Bei Shell, dem weltweit führenden Schmierstofflieferanten (Quelle: Kline, 2024), liegt das Augenmerk dabei auf der Entwicklung von High Performance Schmierstoffen und der Optimierung der Produktionsprozesse. Parallel werden durch enge Zusammenarbeit mit der Industrie maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, um die Lebensdauer von Windkraftanlagen zu verlängern. Mithilfe gezielter Maßnahmen wie längerer Ölwechselintervalle und der Verwendung hochwertiger Bauteile können im Ergebnis die Gesamtbetriebskosten gesenkt und die Umweltbelastung verringert werden. Trotz solch beeindruckender Fortschritte ist die Forschung noch lange nicht am Ende angelangt. Je mehr Erfahrungen mit neuartigen Schmierstoffen aus dem laufenden Betrieb über die kommenden Jahre an die Hersteller zurücklaufen, desto weiter können die Formulierungen künftig noch verbessert werden. Experten sind sich einig, dass über Schmierstoffe bei Windkraftanlagen perspektivisch so zusätzliche Optimierungen hinsichtlich Lebensdauer und Verschleiß möglich sind. Zeller+Gmelin präsentiert neues Schmierstoffkonzept für E-Achsen Electronic Transmission Fluid deckt die komplexen Anforderungen moderner elektrischer Antriebe ab Die Elektrifizierung von Fahrzeugantrieben gewinnt weiter an Tempo. Damit steigen auch die Anforderungen an die eingesetzten Schmierstoffe. Klassische Getriebeöle, die für konventionelle Antriebe entwickelt wurden, stoßen bei hochintegrierten E-Achsen an ihre Grenzen. Zeller+Gmelin aus Eislingen hat mit Divinol Synthogear ETF ein Electronic Transmission Fluid entwickelt, das speziell auf die Betriebsbedingungen moderner E-Mobilitätsplattformen zugeschnitten ist. E-Achsen vereinen Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einem kompakten Bauteil. In trockenen Systemen sorgt das Fluid ausschließlich für die Schmierung des Getriebes. Hier zählen niedrige Reibung, zuverlässiger Verschleißschutz und thermische Stabilität. In nassen Systemen arbeiten Motor und Getriebe im gemeinsamen Öl- Schmierstoff + Schmierung · 7. Jahrgang · 1/ 2026 40 Neues aus der Branche bad. Das Fluid übernimmt die elektrische Isolation, unterstützt die Wärmeabfuhr von Wicklungen und Inverter und bleibt dabei mit Materialien wie Kupfer, Elastomeren und Isolierlacken kompatibel. Auch die Getriebearchitektur beeinflusst die Anforderungen. Einstufige Übersetzungen sind vergleichsweise moderat belastet, während mehrstufige Systeme höhere Scherkräfte sowie unterschiedliche Druck- und Temperaturzonen erzeugen. Entwickler benötigen daher ein Fluid, das ein breites Eigenschaftsspektrum abdeckt und sich flexibel an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpasst. Leistungsprofil von Divinol Synthogear ETF Das neue E-Axle-Fluid basiert auf vollsynthetischen Grundölen. Die Kombination aus PAO- und Esterkomponenten und einer gezielt abgestimmten Additivtechnologie ermöglicht, die vielseitigen Anforderungen in trockenen und nassen Systemen gleichermaßen zu erfüllen. Divinol Synthogear ETF zeichnet sich durch hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit aus, die Wicklungen zuverlässig schützt. Verschleißschutz für Verzahnungen, Lager und Dichtflächen sowie thermische und oxidative Stabilität sichern den Einsatz auch bei Dauertemperaturen über 150 °C. Die niedrige Viskosität verbessert die Energieeffizienz des Systems und unterstützt ein zuverlässiges Kaltstartverhalten.Kontrolliertes Schaumverhalten und geringe Luftaufnahme sorgen dafür, dass Kühlleistung und Schmierung auch unter dynamischen Lastbedingungen stabil bleiben. Gleichzeitig ist das Fluid mit einer Vielzahl von Materialien verträglich, wodurch Dichtungsausfälle oder elektrische Kurzschlüsse reduziert werden. Nutzen für Hersteller und Entwickler Für OEMs und Systementwickler bietet Divinol Synthogear ETF klare Vorteile. Es schützt sämtliche Systemkomponenten, senkt Reibungsverluste und unterstützt die Wärmeabfuhr, wodurch Energieverbrauch und Reichweite optimiert werden. Die universelle Einsetzbarkeit in trockenen und nassen E-Motoren sowie in ein- und mehrstufigen Getrieben erleichtert die Modularisierung von Antriebskonzepten. Hohe Alterungsbeständigkeit verlängert Wechselintervalle und reduziert Wartungsaufwand. „Mit Divinol Synthogear ETF liefern wir ein Fluid, das die Anforderungen trockener und nasser Systeme gleichermaßen abdeckt“, erklärt Andreas Krapf, Produktmanager Automotive/ Kfz-Sonderprodukte bei Zeller+Gmelin. „Wir haben bei der Entwicklung besonderen Wert auf elektrische Eigenschaften und Materialverträglichkeit gelegt, da diese Faktoren für die Sicherheit und Lebensdauer moderner E-Achsen entscheidend sind.“ Breites Anwendungsspektrum Das Fluid eignet sich für diverse Plattformen und Bauformen elektrischer Antriebe. Dazu zählen trockene Getriebe mit separatem Elektromotor ebenso wie integrierte Achssysteme, bei denen Motor und Getriebe ein gemeinsames Ölbad nutzen. Es lässt sich in Fahrzeugen mit Hochvoltarchitekturen von 400 bis 800 Volt einsetzen, einschließlich Systemen mit direkter Ölkühlung des Elektromotors. Bereit für kommende Generationen Divinol Synthogear ETF erfüllt auch künftige Anforderungen. Es ist kompatibel mit Spannungen über 800 Volt, reduziert Lagerströme und Erosion durch gezielte Additivierung und bleibt stabil bei höheren Öltemperaturen, wie sie durch Downsizing und steigende Leistungsdichten entstehen. Die lange Lebensdauer und Energieeffizienz tragen zudem zur Reduktion des CO₂-Footprints bei. „Wir beobachten, dass OEMs zunehmend Fluide nachfragen, die nicht nur heutige, sondern auch zukünftige Anforderungen abdecken“, ergänzt Andreas Krapf. „Mit Divinol Synthogear ETF können wir diesen Bedarf bedienen und gleichzeitig die Entwicklungsarbeit unserer Kunden vereinfachen, da ein Fluid für verschiedene Achs- und Antriebskonzepte einsetzbar ist.“ »«
