Tribologie und Schmierungstechnik
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Nachrichten 64 Tribologie + Schmierungstechnik · 66. Jahrgang · 6/ 2019 Auch 2019 lud die Gesellschaft für Tribologie e.V. (GfT) wieder zur jährlichen Tribologie-Fachtagung nach Göttingen ein und konnte gleich ein doppeltes Jubiläum feiern: am 17. November 2019 jährte sich die Gründung der Gesellschaft für Schmiertechnik (GST), Vorläufer der GfT, zum 60sten Mal. Da von Beginn an regelmäßig Jahrestagungen abgehalten wurden, war auch die diesjährige Veranstaltung vom 23. bis 25. September 2019 die 60ste ihrer Art. Obwohl sich die Fragestellungen im Laufe der Jahre gewandelt haben, mangelte es der 60sten Tagung nicht an Themen, was durch über 100 Vorträge aus allen Bereichen der Tribologie deutlich wurde. Sondersessions Ein immer wichtigerer Teil des Programms sind spezielle Sessions, wie beispielsweise zum DFG-Schwerpunktprogramm „Fluidfreie Schmiersysteme mit hoher mechanischer Belastung“. Allein diese Session am 24. September umfasste 11 Vorträge rund um Festschmierstoffe wie MoS 2 und Graphit, aber auch Kunststoffe wie PTFE und PEEK in reiner Form oder als Basis für Komposite. Dabei wurden einerseits Grundlagenuntersuchungen wie zum Transferfilmaufbau vorgestellt, andererseits ging es auch um Anwendungen z.B. in Wälzlagern oder Verzahnungen. Besonders interessant dürfte auch der Themenbereich „Datenbanken und Datenanalyse“ gewesen sein, in dessen Rahmen erstmalig das Horizon-2020-Vorhaben „i-Tribomat“ einem breiteren Publikum vorgestellt wurde. In diesem Vorhaben haben sich mehrere führende europäische Institute und Unternehmen das Ziel gesetzt, gemeinsam eine umfangreiche tribologische Datenbank aufzubauen und den entsprechenden Service für Nutzer zur Verfügung zu stellen. Die zunehmende Internationalisierung der Fachtagung wurde an dieser Session deutlich, die durchgehend in englischer Sprache gehalten wurde. Welcher Stellenwert der Tribologie dabei inzwischen auch durch die Politik zugemessen wird, zeigte sich durch das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im letzten Jahr initiierte Forschungsfeld „Tribologie“. Auf der Fachtagung gab es eine eigene Session mit 10 Vorträgen aus diesem Forschungsfeld mit den Einzelprojekten PEGASUS II, CHEOPS 3, POSEI- DON II. Bei diesen Projekten geht es schwerpunktmäßig um reibungsarme, verschleißbeständige Beschichtungen, wie z.B. ta-C, oder Oberflächenbehandlungen wie Plasmanitrieren, auch in Verbindung mit neuartigen Schmierstoffen. Durch die Einrichtung derartiger Spezialsessions verspricht sich die GfT, die Aktualität der Tagung und deren Charakter als „Arbeitstreffen“ führender Fachleute auf dem Gebiet der Tribologie zu stärken. GfT-Studie: Tribologie in Deutschland - Querschnittstechnologie zur Minderung von CO 2 -Emissionen und zur Ressourcenschonung Rechtzeitig zur Tagung wurde eine von der GfT durchgeführte Studie zur Situation der Tribologie in Deutschland fertiggestellt. Darin schildern führende Experten aus Industrie und Forschungseinrichtungen die gegenwärtige Situation des Fachgebiets aus ihrer Sicht und geben einen Ausblick auf die Zukunft. Wegen der großen Bedeutung der Kraftfahrzeugbranche und den sich dort abzeichnenden technologischen Umbrüchen, wurde schwerpunktmäßig dieser Industriezweig betrachtet und unter anderem dargelegt, dass sich allein durch Ausschöpfung der technisch verfügbaren Möglichkeiten zur Reibungsminderung im Straßenverkehr bis zu 22 Millionen Tonnen CO 2 pro Jahr einsparen lassen. Bereits für 2020 ist eine Ergänzung durch eine weitere Studie „Verschleißschutz und Nachhaltigkeit“ geplant. Plenarvorträge Passend zur Jubiläumsveranstaltung eröffneten Plenarvorträge zum 60sten Bestehen der GfT, zu der bisherigen und zukünftigen Entwicklung des Fachgebiets, Grußbotschaften aus den USA, Japan und den Niederlanden die Tagung. Nachdem Christoph Wincierz, der Vorsitzende des GfT-Vorstands, die Teilnehmer begrüßt hatte, gab er einen Überblick über die Entwicklung der Gesellschaft für Tribologie in den 60 Jahren ihres Bestehens. Der zweite Plenarvortrag „Tribology, Tribometry and Tribodata“ wurde von Horst Czichos, dem ehemaligen Mitteilungen der GfT Jubiläumsveranstaltung 2019: 60ste Tribologie-Fachtagung in Göttingen Session zum DFG-Schwerpunktprogramm 2074 TuS_6_2019.qxp_T+S_2018 28.11.19 14: 54 Seite 64 Nachrichten 65 Tribologie + Schmierungstechnik · 66. Jahrgang · 6/ 2019 Präsidenten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin, gehalten. Er gab einen Überblick über die Herangehensweise an tribologische Fragestellungen, die Vielfalt tribologischer Systeme, die Prinzipien, Methoden und Techniken zur Erfassung tribologischer Daten und deren Aufbereitung in geeigneten Darstellungen. Am Nachmittag des ersten Tags wurde die Plenarveranstaltung fortgesetzt. Am Anfang stand der Vortrag von Steffen Bots „Challenges for the Future: Emerging Trends in Tribology and Lubricants“ verbunden mit Glückwünschen der Society of Tribologists and Lubrication Engineers STLE, USA. Glückwünsche der Japanese Society of Tribologists JAST überbrachte deren Vizepräsident Joichi Sugimura. Er hielt ebenfalls einen Plenarvortrag mit dem Titel „Tribology Researches in Japan and JAST“. Weiter ging es mit Harry van Leeuwen, Universität Eindhoven, und seiner humorvollen Darstellung der Geschichte der Tribologie in den Niederlanden. Beendet wurde das Nachmittagsprogramm von Valentin Popov, TU Berlin, der seinen Beitrag mit einem Video begann, in dem Passanten befragt wurden, ob sie sich unter „Tribologie“ etwas vorstellen können. Unter den Befragten konnte nur ein einziger tatsächlich den Begriff erklären. Allerdings war diese Szene gestellt und der Befragte ein Mitarbeiter des Instituts von Prof. Popov. Trotz dieses etwas entmutigenden Beginns war der folgende Vortrag „Die Zukunft der Tribologie: beste Aussichten durch Fortschritte bei theoretischen und experimentellen Methoden“ durchaus optimistisch. Grund für diesen Optimismus sind expandierende Anwendungsfelder in der Mikro- und Nanotechnologie, Biologie und Medizin sowie sich parallel dazu entwickelnde experimentelle Methoden, theoretische Konzepte und numerische Werkzeuge, die für die kommenden Jahre ein „Goldenes Zeitalter der Tribologie“ versprechen. Tribotalk Das Thema des Tribotalks passte zwar auch zu einer Jubiläumsveranstaltung, war aber kein Rückblick, sondern stand unter dem Motto „Die Zukunft der Tribologie: Herausforderungen und Chancen“. Das Podium war mit Christoph Wincierz, Evonik Resource Efficiency sowie Vorsitzender des GfT-Vorstands, Jens Beck, SKF, Markus Hartinger, Imperial College London und Ocado Engineering, Tim Hosenfeldt, Schaeffler Technologies, Axel Kunz, Fa. John Deere, und Bernd Sauer, Uni Kaiserslautern, hochkarätig besetzt. In Anknüpfung an die Prof. Poll (Moderation) und Prof. Sugimura (Kyushu University, Fukuoka) Tribotalk Prof. Harry van Leeuwen (TU Eindhoven) Plenarveranstaltung TuS_6_2019.qxp_T+S_2018 28.11.19 14: 54 Seite 65 Nachrichten 66 Tribologie + Schmierungstechnik · 66. Jahrgang · 6/ 2019 Diskussion der vorangegangenen Fachtagung, bei der es um die Zukunft des Verbrennungsmotors ging, wurden diesmal Fragen nach veränderten Anforderungen an Schmierstoffe, Gleit- und Wälzlager durch neue Antriebskonzepte behandelt. Aber auch die Veränderungen, die Digitalisierung, Methoden wie Machine Learning und verbesserte Simulationsmethoden kamen zur Sprache, wobei deren Bedeutung für die Zukunft des Fachgebiets durchaus kontrovers diskutiert wurde. GfT-Förderpreise Die GfT-Förderpreise werden jeweils für die besten nominierten Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten verliehen. Den Förderpreis in der Kategorie 3 erhielt Heiko Mues, RWTH Aachen, für seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Einfluss der Überrollfrequenz auf die Schmierfilmausbildung in fettgeschmierten EHD-Kontakten“. Bei den Masterarbeiten hatte sich das Auswahlkomitee für die Arbeit von Herrn Jaakob Vorgerd, Ruhr-Uni Bochum, mit dem Titel „Grübchenschäden auf Zahnradflanken - Literaturrecherche, experimentelle Untersuchungen und simulative Ansätze“ entschieden. Für seine Dissertation über „Ausbildung tragfähigkeitssteigernder Grenzschichten in der Zahnradfertigung“ wurde Herr Dr. René Greschert, RWTH Aachen, mit dem Förderpreis der Kategorie 1 ausgezeichnet. Die drei mit Förderpreisen ausgezeichneten Arbeiten wurden zu Beginn der Session „Tribologische Systeme“ am 25.09. vorgestellt. Kurzfassungen der Arbeiten sind in Heft 4/ 5 von Tribologie und Schmierungstechnik abgedruckt. Georg-Vogelpohl-Ehrenzeichen Mit dem Georg-Vogelpohl-Ehrenzeichen, der höchsten deutschen Auszeichnung auf dem Gebiet der Tribologie, wurde in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Ludger Deters, Ottovon-Guericke Universität Magdeburg, ausgezeichnet. Die von Prof. Bartel gehaltene Laudatio finden Sie am Anfang der vorliegenden Ausgabe. Göttinger Kreis 12 Mitglieder des Göttinger Kreises, dem alle Träger des Vogelpohl-Ehrenzeichens angehören, waren der Einladung von Dr. Dornhöfer, dem letztjährigen Preisträger, gefolgt. Als neues Mitglied nahm auch Prof. Deters an der Sitzung teil. Thema der Sitzung war der Beitrag des Göttinger Kreises zur Jahrestagung, insbesondere zur Festschrift „60 Jahre GfT“. Die nächste Aufgabe wird die Neuauflage des Büchleins „Die Entwicklung der Tribologie in Göttinger Kreis Zwei Vogelpohl-Preisträger: Prof. Franek und Prof. Czichos Verleihung des Vogelpohl-Ehrenzeichens (links: Dr. Wincierz, rechts Prof. Deters) TuS_6_2019.qxp_T+S_2018 28.11.19 14: 54 Seite 66 Nachrichten 67 Tribologie + Schmierungstechnik · 66. Jahrgang · 6/ 2019 Deutschland“ sein, die für 2020 vorgesehen ist und von Herrn Laukotka redaktionell betreut wird. Im Anschluss an die Sitzung des Göttinger Kreises fand wieder ein Treffen mit dem Arbeitskreis „Junge Tribologen“ statt. Als Themen standen Elektromobilität aus tribologischer Sicht und neue Schmierstoffkonzepte wie Hydrolubricants auf der Tagesordnung. Abendveranstaltung Zur Abendveranstaltung, einem Essen in festlichem Rahmen am 24.9. wurden Grußworte von Hans-Otto Arnold, dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden der Stadt Göttingen, an die Teilnehmer gerichtet, Prof. Friedrich Franek gratulierte in einer Rede im Namen der Österreichischen Gesellschaft für Tribologie ÖTG und Prof. Poll überbrachte Grüße des International Tribology Council ITC. Fachvorträge Das Tagungsprogramm war mit über 100 Vorträgen in 6 Parallelsitzungen nochmals umfangreicher als im Vorjahr. Eingeplant waren auch eineinhalb Stunden für den Besuch von Poster- und Fachausstellung. Mit 16 Vorträgen war das Thema „Maschinenelemente und Antriebstechnik“ am stärksten vertreten. Dies lag unter anderem auch daran, dass sich viele Beiträge zu numerischen Simulationen auf konkrete Maschinenelemente wie Kegelradpaarungen, Wälz- und Gleitlager oder Hydraulikpumpen bezogen und deshalb in dieser Session vertreten waren. In den Vorjahren fanden sich Vorträge zu Simulationsrechnungen häufig in der Session „Tribologische Systeme“ wieder, in der in diesem Jahr nur 4 Vorträge gehalten wurden. Mit 10 Vorträgen waren auch die „Schmierstoffe und Schmierungstechnik“ stark vertreten. Viele Vorträge drehten sich um Degradation und Abbau von Schmierstoffen, wobei ein Vortrag insbesondere biologische Abbautests kritisch hinterfragte. Dass die aufkommende Elektrifizierung des Antriebsstrangs auch vor der Schmierstoffbranche nicht Halt macht, zeigte sich in Beiträgen, die sich mit den elektrischen Eigenschaften von Schmierfetten beschäftigten. Auch die Biotribologie war mit drei Vorträgen vertreten. Bemerkenswert war, dass in allen dreien haptische bzw. taktile Oberflächeneigenschaften eine Rolle spielten. Das zunehmende Interesse an dieser Schnittstelle zwischen Menschen und technischen Oberflächen nimmt die GfT zum Anlass, diesen Themenbereich in kommenden Fachtagungen als Schwerpunkt aufzunehmen. Abschlussveranstaltung: Verleihung des Preises „Tribologie ist Überall“ Die Abschlussveranstaltung am Mittwoch begann mit der inzwischen auch schon traditionellen Verleihung des Preises „Tribologie ist überall“, der in diesem Jahr an Thomas Falke, TU Bergakademie Freiberg, für seine Arbeit über „Partikelkontakte im Alltag und der Technik“ ging. In seinem Vortrag ging Herr Falke auch auf ein originelles Phänomen, die sog. „Silomusik“, ein. Dabei handelt es sich um die Anregung von Schwingungen durch Schüttgüter, z. B. in Getreidesilos. In dem anschließenden Beitrag führte Werner Stehr, diesmal gemeinsam mit Klaus Dobler, wie immer sehr anschaulich „Tribologie mit dem Kaffeelöffel“ vor. Am Stand der Jungen Tribologen Gratulation zum Preis „Tribologie ist überall“ (v.l.n.r.: C. Wincierz, T. Falke, W. Stehr) Die Jubiläumsveranstaltung zog ca. 300 Teilnehmer nach Göttingen, was wiederum eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren war. Das Schlusswort des GfT-Vorsitzenden beendete die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die 61ste Tribologie-Fachtagung, die vom 28.-30. September 2020 wieder in Göttingen stattfinden wird. Wie bei vielen ähnlichen Veranstaltungen inzwischen üblich, verzichtet die GfT auf die Herausgabe von gedruckten Tagungsbänden. Alle Beiträge werden jedoch als pdf-Download zur Verfügung gestellt, der für interessierte Nichtteilnehmer bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft für Tribologie e. V. (Adolf-Fischer-Str. 34, 52428 Jülich, Tel.: +49 (0)2461 340 79 38, E-Mail: tribologie@gft-ev.de, Internet: www.gft-ev.de) erhältlich ist. Thomas Gradt TuS_6_2019.qxp_T+S_2018 28.11.19 14: 54 Seite 67 Nachrichten 68 Tribologie + Schmierungstechnik · 66. Jahrgang · 6/ 2019 Die „Forschungstochter“ der ÖTG, das Kompetenzzentrum für Tribologie in Wiener Neustadt (AC2T research GmbH), ist die Trägerorganisation für das seit April 2010 laufende Projekt „XTribology“. Die im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt (tfz) ansässige Institution hat sich damit als K2-Zentrum (Exzellenzzentrum für Tribologie) im Rahmen des österreichischen COMET-Programms etabliert. Im Herbst 2018 wurde auf Basis von mehr als 100 Unterstützungserklärungen von Unternehmenssowie Wissenschaftspartnern der Förderantrag „COMET K2 Tribology Intelligence - Customized Tribology for Industrial Innovations“ (Akronym: InTribology 1 ) ausgearbeitet und bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG eingereicht. Die Begutachtungsphase wurde mit einem Hearing vor einer mit internationalen Experten besetzten Jury am 28.05.2019 abgeschlossen. Die AC2T research GmbH konnte ihren Projektvorschlag vor der Jury mit einem aus 5 Personen bestehenden Team vertreten und erläutern. Dieses bestand aus den AC2T-Angehörigen Prof. Dr. Andreas P AUSCHITZ (Geschäftsführer), Dr. Nicole D ÖRR (Leitende Wissenschafterin) und Priv.-Doz. Dr. András V ERNES (Forschungsbereichs-Koordinator, Numerische & experimentelle Simulation), verstärkt durch Repräsentanten aus Industrie und Wissenschaft - Dr. Gerald K ILLMANN (Vice President, Toyota Motor Europe, Belgien) bzw. Univ.-Prof. Dr. Carsten G ACHOT (Professor für Tribologie, TU Wien). Projektantrag und Hearing konnten die Entscheidungsträger überzeugen, „InTribology“ einstimmig zur Förderung zu empfehlen. Dementsprechend erfolgte auch bereits Anfang Juni 2019 die Förderzusage, „InTribology“ mit einem Budgetrahmen von ca. 43 Mio. EUR für den Zeitraum April 2020 bis März 2024 (mit der Option einer Verlängerung bis 2028) zu fördern. Der monetäre Beitrag der öffentlichen Hand wurde mit 50 % definiert. Dieser Beitrag wird zu zwei Dritteln von der Republik Österreich (im Wege der FFG) zur Verfügung gestellt, die Länder Niederösterreich und Vorarlberg finanzieren das restliche Drittel. Voraussetzung für die Freigabe der Finanzmittel ist allerdings, dass Betriebe aus der Wirtschaft, aber auch Institutionen aus dem Forschungbereich (z. B. Universitäten) einen entsprechenden Anteil (in Bar- und Sachmitteln) an den einzelnen Forschungsprojekten finanzieren. Eine Reihe von Projekten ist mit Partnern bereits vordefiniert. Insbesondere betrifft dies längerfristige Vorhaben im Bereich der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung sowie damit zusammenhängender grundlagennaher Themen. Die vorgesehenen Hauptthemen (Forschungsbereiche) betreffen: Friction Optimized Devices, Wear Reduction Strategies for Industry, Sustainable Lubrication sowie Synaptic Tribology (also die umfassende Anwendung und Methodenentwicklung der Digitalisierung in der Tribologie). Zusätzliche Projektpartner sind willkommen. Eine Beteiligung aus Wirtschaft und Wissenschaft ist unabhängig von der Organisationsgröße, der Branchenzugehörigkeit, aber auch des geografischen Standortes möglich. Somit können auch internationale Projektpartner anteilig am Forschungsprogramm mitwirken und nach Maßgabe der verfügbaren Budgetgrenzen anteilig von den Förderkonditionen profitieren. Die Detailplanung auf Grundlage eines einheitlichen Vertragsrahmens („Agreements“) ist mittlerweile abgeschlossen. Bei Interesse an einer Projektzusammenarbeit wenden Sie sich bitte an die AC2T-Geschäftsführung (Dr. Andreas P AUSCHITZ , andreas.pauschitz@ac2t.at ). Prof. Dr. Andreas P AUSCHITZ / Prof. Dr. Friedrich F RANEK 12.07.2019 Mitteilungen der ÖTG Tribologie bleibt Exzellenzthema - „InTribology“-Projekt im COMET-Programm 2020-2024 verankert 1 https: / / www.ffg.at/ compentence-centers-excellent-technologies-k2-centers Factsheet: Title: Tribology Intelligence - Customized Tribology for Industrial Innovations Acronym: InTribology1 Type of Project: COMET K2 Duration: 04/ 2020 - 03/ 2024 Budget Frame: € 43.000.000 Funding Rate: 50% Operator: AC2T research GmbH Contact: office@ac2t.at; www.ac2t.at TuS_6_2019.qxp_T+S_2018 28.11.19 14: 54 Seite 68
