eJournals Vox Romanica 52/1

Vox Romanica
vox
0042-899X
2941-0916
Francke Verlag Tübingen
Es handelt sich um einen Open-Access-Artikel, der unter den Bedingungen der Lizenz CC by 4.0 veröffentlicht wurde.http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/121
1993
521 Kristol De Stefani

GRACIELA CHRIST, Arabismen im Argot. Ein Beitrag zur französischen Lexikographie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Frankfurt a. M./Bern/New York/Paris (Lang) 1991, 632 p. (Europäische Hochschulschriften, Reihe 13, Bd. 160)

121
1993
V. Noll
vox5210387
Besprechungen - Comptes rendus 387 auf ein «lat. mediev. rasitoria» zurück, sondern auf ein *rasitura (cf. FEW 10,92b); rasitoria liegt dagegen dem apr. rasdoira zugrunde, das als radoire französiert worden ist (s. dort). Fr. recipiendaire wird als «Der. sav. du lat. recipiendus 'qui doit etre re�u', gerondif de recipere . ..» erklärt; recipiendus ist aber kein gerondif (= Gerundium), sondern ein adjectif verbal auf -ndus (= Gerundivum), wie es im übrigen richtig s. reintegrande und reprimande heißt. Wenn retrograder mit «empr. au b. lat. retrogradere...» interpretiert wird, so trifft dies nicht zu; es ist nur ein spätlat. retrogradare (für klass. retrogradi) belegt. Die den jeweiligen Artikel beschließende Bibliographie (Bbg.) ist sicher eine nützliche Rubrik. Wenn es schon unmöglich ist, Vollständigkeit bei den bibliographischen Angaben anzustreben, so sollte doch zumindest die neueste Literatur genannt werden. So gesehen überrascht, daß s. ruche wohl W. BRINKMANNS Arbeit über den Bienenstock (1938) zitiert wird, nicht aber diejenige von E. LEGROS, Sur les types de ruches en Gaule romane et leurs noms (1969). Auch einige Druckfehler sollen an dieser Stelle erwähnt werden: s. quichenotte («Etymol. et Hist. » ) muß es kiso heißen; s. raine (ib.) port. rä sowie logoudorien (nicht -on-); s. ratisser (ib.) soit (nicht soi); s. requinquer (ib. Ende) passim (nicht parsim); s. rhinoceros (ib.) QLVOXEQW� (nicht QLWOXEQW�); s. -r(h)ynque fehlen die Klammern in -r(r)(h)ynque, -r(r)(h)inque; s. romanesque (Bbg.) Bedeutungsgeschichte (nicht -dent-). Trotz kleiner Mängel, die sich bei dem Umfang des Unternehmens nicht vermeiden lassen, stellt auch der Band XIV wieder eine überzeugende Kollektivleistung der TLF- Redaktion dar. O. Jänicke * GRACIELA CHRIST, Arabismen im Argot. Ein Beitrag zur französischen Lexikographie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Frankfurt a. M./ Bern/ New York/ Paris (Lang) 1991, 632 p. (Europäische Hochschulschriften, Reihe 13, Bd. 160) Die von H. Kröll betreute Mainzer Dissertation stellt die im Zuge der Kolonisierung Algeriens hauptsächlich über das Militär in den französischen Argot gelangten Arabismen zusammen. Die Initiative zu dieser Arbeit ist sehr zu begrüßen, da vor allem im Bereich des Argot sonst eher disparate Einzeluntersuchungen erscheinen und komplexere Veröffentlichungen die Ausnahme bilden. Zu den Entlehnungen im Argot gab es bis 1991, wenn auch zahlreiche, so doch weitgehend summarische Beiträge\ von denen keiner das Material auch nur einer Sprache erschöpfend darzustellen vermochte. Zudem werden «exotische Sprachen» wie das Arabische etymologisch oft nur approximativ behandelt, so daß eine sachkundige Bearbeitung hier wohltuend Abhilfe schafft. Christ gliedert ihre Arbeit in drei Hauptteile, 1. einen einleitenden und analytischen Teil mit Literaturverzeichnis, Definition des Argot, Vorstellung des Arabischen und anderer Islamsprachen, Lexeminventar und Diskussion der Ergebnisse (7-154), 2. ein Glossar (155-573) mit Belegen, Varianten, Bedeutungen und etymologischen Angaben zu den Lemmata und 3. einen Wortindex nach behandelten Sprachen (575-621). Die Begrenzung auf die Zeit ab der zweiten Hälfte des 19. Jh.s ist kaum einschränkend zu verstehen, denn Material aus der Epoche vor und zu Beginn der Kolonisierung Algeriens (1830) liegt nur in amiral 'cuillere' (1827), marabout 'protecteur äge, tente, aumönier' (1840) und sirop 'vin, cafe miserable, sang' (1750) vor 2 • Allerdings ist darauf hinzuweisen, daß sich die Vf. nur mit Direktentlehnungen aus dem Arabischen befaßt und 1 CF. V. NoLL, Die fremdsprachlichen Elemente im französischen Argot, Frankfurt a.M./ Bern/ New York/ Paris 1991: 37-43, 195-98. 2 CF. G. ESNAULT, Dictionnaire historique des argots fran1; ais, Paris 1965, s.v. 388 Besprechungen - Comptes rendus Arabismen, die wie in den genannten Beispielen zunächst in die fr. Gemeinsprache und in der Folge durch Registerverschiebung in den Argot gelangten, nicht berücksichtigt. Christ präsentiert in ihrer Arbeit keinen Forschungsbericht, sondern verweist in der Einleitung nur allgemein auf Titel des Literaturverzeichnisses. Unerwähnt bleiben somit erste direkte Hinweise auf Arabismen im Argot von FRANCISQUE-MicttEL 1856 3 und LAR- CHEY 1878 4. Eine Erwähnung verdiente auch die Arbeit ZIEBACHS 5, die sich bereits 1922 um eine korrektere Angabe von Etyma aus dem Arabischen (und den Balkansprachen) bemüht. Zudem wäre an dieser Stelle durchaus ein Hinweis auf das ausgezeichnete Werk von LANLY angebracht, der uns in Le franr; ais d'Afrique du Nord 6 eine sehr wertvolle Quelle für die Untersuchung von Arabismen im Argot schenkt. Es fällt auf, daß Christ in der Anlage ihrer Arbeit zwischen Romanistik und Arabistik eher dem arabistischen Blickwinkel zuneigt. Dies tritt im Literaturverzeichnis (13-44) sowie in einem ausführlichen Kapitel über das Arabische (67-90) zutage, während der Argot hingegen nur kurz behandelt wird. Vor allem die für das Französische relevante Diskussion der Ergebnisse (129-54) ist mit 25 von 632 Seiten sehr knapp gehalten. Hierbei behandelt die Vf. überwiegend die temporären Aspekte der Entlehnung von insgesamt 86 ermittelten Arabismen (Lemmaeinträge) in einer tabellarischen Übersicht mit Erstbelegen, Notierung in den Argotwörterbüchern, besonderer und heutiger Verwendung sowie einer diachronisch ermittelten Frequenztabelle des Lehngutes. Die Aussagen über die Frequenz in den insgesamt 41 von Christ konsultierten Argotwörterbüchern müssen allerdings dahingehend relativiert werden, daß durch die gängige Praxis des unkritischen Abschreibens bei der Verfassung der Werke gerade im 19.Jh. und ihre unterschiedliche Qualität häufiges Auftreten nicht unbedingt einen Beleg für die tatsächliche Geläufigkeit eines Wortes darstellt. Als Beispiel mag bled dienen, das als sehr bekannter Arabismus bei Christ den vergleichsweise niedrigen Satz von 29% erreicht, während das seltene macach(e) auf 53% kommt (143). Durch die weite diachrone Spanne von fast 150 Jahren können diese Zahlen nur theoretische Relevanz haben. Interessant ist die Feststellung Christs, daß ungefähr die Hälfte der Entlehnungen in französischen Reiseberichten erscheinen, bevor sie in die Argotwörterbücher aufgenommen werden (140). Mit einem Überblick über die semantischen Begriffsfelder des Lehngutes, bei dem das militärische und nordafrikanische Umfeld erwartungsgemäß in den Vordergrund treten, schließt Christ die Diskussion ihrer Ergebnisse. Weitere Aspekte der Entlehnungsproblematik werden nicht behandelt, obwohl das Material zur Auswertung vorliegt. So wäre hinsichtlich der Entlehnungsmechanismen gerade bei den Arabismen im Argot auf den besonderen Typ der «Frequenzentlehnung" 7 hinzuweisen. Es handelt sich dabei um Wörter und Wendungen, die im Arabischen Nordafrikas mit großer Häufigkeit gebraucht werden, so daß sie Außenstehenden zwangsläufig auffallen und somit von Frankophonen in bestimmten Kommunikationssituationen, auch auf neugierige Nachfrage hin, verstanden und übernommen wurden. Dazu gehören vom Arabischen aus gesehen Wörter quantitativer Bestimmung, die interjektiv gebraucht werden können, wie barca 'assez', bezef, 'beaucoup', class 'assez', choui"a 'un peu', fi s sa 'vite', ouallou, 'rien a faire'< mghr. ar. wqlq 'rien' und zab 'rien'< mghr. ar. z9bb 'membre viril'. Weiterhin trifft man auf Anreden wie labes alik? '9a va bien? ', crouille 'Nord-Africain'< 3 FRANCISQUE-MICHEL, Etudes de philologie comparee sur l'argot et sur les idiomes analogues parles en Europe et en Asie [...]Paris 1856: XXXI. 4 L.LARCHEY, Dictionnaire historique d'argot. [...]Paris 7 1878: XVII. 5 H. ZIEBACH, Beobachtungen und Studien zur französischen Soldatensprache im Weltkriege, Diss. Berlin 1922: 33-43. 6 A.LANLY, Le franr;ais d'Afrique du Nord. Etude linguistique, Paris 2 1970. 7 Für nachfolgende Angaben cf. NoLL 1991: 75-100. Besprechungen - Comptes rendus 389 mghr. ar. 1:Juya 'mon frere' und Kurzantworten wie macache 'jamais' < mghr. ar. mq-kqn-s 'il n'y en a pas' und mandich 'rien' < mghr. ar. mij-cqndf-s 'je n'en ai pas'. Im Rahmen der Frequenzentlehnungen wurden auch chbeb 'joli' und meley 'bon' übernommen, die als Träger einer positiven Bedeutung im sonst überwiegend negativ belegten Argotvokabular herausstechen. Auch die in der Einleitung angekündigte Darstellung der regionalen Verteilung der Etyma im Arabischen (50), die eine Entlehnung in manchen Fällen konkret auf Algerien, Marokko oder Tunesien festlegen kann, wird bei der Präsentation der Ergebnisse und im Glossar bei nachfolgenden Beispielen nicht gegeben. Nichtsdestoweniger gibt caouadji 'cafetier' durch die Graphie ( dj) indirekt Auskunft über seine algerische Provenienz 8• Das Wort setzt sich aus (mghr.) ar. qahwa 'cafe' und dem türkischen Suffix -ci [d3i] zusammen, das zur Bildung von Berufsbezeichnungen dient. Es ist im Maghreb als qawqji verbreitet. Die Aussprache [d3] ist ungeachtet der türkischen Herkunft des Suffixes typisch für das Arabische Algeriens, da das Wort in Marokko und Tunesien mit [3] gesprochen wird. Adroper, eine Variante zu droper 'courir' < mghr. ar. cf":;;Jb ;;J(-t,:�q '«taper» la route, cheminer' weist mit anlautendem aebenfalls auf das algerische Arabisch hin, das so den Imperativ präfigiert (i.e. a-cf":;;Jb). Choueille, eine Variante zu chouia 'petite quantite', kommt aus Tunesien, wo statt saya bzw. swfya auch swqyya gesprochen wird. Aus Marokko dürfte baraque, eine Variante zu barca 'impossible', entlehnt worden sein, da die in Algerien zugrunde liegende Form barka, die in Marokko gebräuchliche jedoch bä,:äka lautet. Hier wird deutlich, daß die Variante im fr. Argot auf die ar. Variante zurückgeht und wohl keine fr. Eigenbildung durch Suffigierung oder Metathese vorliegt. Auch von der Lexik her lassen sich regionale Zuweisungen treffen. Aus Algerien stammen class 'assez' < alg. ar. l:Jläff und meley 'bon' < alg. ar. ml�IJ, da man hierfür in Marokko entsprechend ffäfi und m;;Jzyqn, in Tunesien wiederum barsa und bqhi verwenden würde. Bei chbeb 'joli' kennt man das Etymon sbqb in Marokko nur in der Bedeutung 'jeunesse', während im algerischen Arabisch auch die in den fr. Argot übernommene Bedeutung 'joli' vorliegt. Ein weiterer Punkt, den Christ in der Diskussion ausklammert, sind interessante Parallelentlehnungen in den fr. Argot und die it. Gerghi. Es handelt sich dabei um die analoge Übernahme von Arabismen durch italienische Soldaten während der Kolonisierung Libyens (ab 1911) aus dem ebenfalls zum Maghrebinischen zählenden libyschen Arabisch in den it. Substandard. In Menarinis Gerghi bolognesi 9 finden sich galu'f 'maiale' (arg. fr. allouf 'porc'), a biz'e'ff 'molto, in quantita' (arg. fr. bezef 'beaucoup'), filu'ss 'quattrini' (arg. fr. flouse 'argent'), gam&'j 'pidocchio' (arg. fr. gamel 'pou'), nikke-nikke 'coito' (arg. fr. niquer 'posseder une femme') und z'fpp 'phallus' (arg. fr. zob 'penis'). Selbst der englische Slang weist mit flush 'money' (arg. fr. flouse 'argent', arg. it. filu'ss 'quattrini') einen Arabismus auf 10 , der seinerseits über das maltesische Arnbisch durch Soldaten übernommen wurde. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit legt Christ auf das Glossar (155-573). Die einzelnen Artikel sind so aufgebaut, daß sie zunächst das jeweilige Lemma kurz mit Varianten, Etymon, deutschen Bedeutungsentsprechungen und Sonderbedeutungen vorstellen. Es folgt ein mit großem Aufwand geführter minuziöser Belegenachweis in Argotwörterbüchern und Texten nach Einzelbedeutungen mit Zitaten und anschließendem lexikographischen Kommentar. In dieser eingehenden und lückenlosen Wortgeschichte liegt der Reichtum der Arbeit Christs. Gleiches gilt für den jeweils abschließenden Kommentar zur 8 NoLL, loc. cit. 9 A. MENARINI, I gerghi bolognesi, Modena 1941. 10 Cf. E. PARTRIDGE, A Dictionary of Slang and Unconventional English. [...], London/ Melbourne/ Henley 8 1984, s.v. 390 Besprechungen - Comptes rendus arabischen Filiation, der etymologisch ausführlich redigiert ist. Lediglich die bereits angesprochene dialektale Behandlung der Etyma ist etwas zurückhaltend und eher gemeinarabisch als mit Schwerpunkt auf dem Maghreb angelegt. Als Referenzwörterbuch zum maghrebinischen Arabisch zieht Christ Beaussier 11 heran, der allerdings die für die Wiedergabe von Dialektformen ungeeignete arabische Schrift verwendet und dem Benutzer unter anderem die Vokalisierung überläßt. So verzeichnet Beaussier beispielsweise ein als bagl zu transliterierendes 'mulet'. Die dialektale Form lautet jedoch bg:Jl und wurde im Argot dementsprechend auch als brel übernommen. Für die Arbeit Christs ergeben sich aus der Heranziehung Beaussiers Unsicherheiten in der Notierung der emphatischen Konsonanten r und l des Maghrebinischen (lies ciirbi statt carbf [172], und /:Jläii statt l:Jläii, [329], im Vokaltimbre (lies nijs statt näs [483] und in der Notierung der Auslautvokale, die im Maghrebinischen generell kurz sind (lies s:Jbsi statt s:Jbsl[532]). Als Referenzwerke wesentlich besser geeignet sind hier Ferre 12 und Tapiero 13, die die bei Arabisten gebräuchliche Umschrift des Maghrebinischen verwenden. Mit Arabismen im Argot legt Christ eine sehr schöne, mit großer Detailfreudigkeit verfaßte Arbeit vor, die eine größere Lücke in der französischen Lehnwortforschung schließt und als willkommene Ergänzung zu den etymologischen Wörterbüchern des Französischen zur Verfügung steht. Der romanistische Ansatz der Arbeit sowie die Ausarbeitung der Ergebnisse hätten gewinnbringend ausgebaut werden können. V. Noll * ALF MoNJOUR, Der nordostfranzösische Dialektraum, Frankfurt/ M. (Lang) 1989, 404 p. (Bonner romanistische Arbeiten 32) Voici une contribution importante a la definition du nord-est de l'aire fram;:aise qui reunit a l'analyse des scriptas medievales l'examen des dialectes modernes (ALF), et qui compare des appellatifs avec des toponymes. Le nord-est examine comprend les dialectes regionaux de la Picardie, de la Wallonie, de la Champagne et de la Lorraine jusqu'a ceux de la Bourgogne et de la Franche-Comte. A.M. examine dans des chapitres distincts ayant chacun une introduction propre certains phenomenes consideres comme caracteristiques du nord-est de l'aire fran9aise: le developpement du suffixe -ARIU, et des groupes -ILIUS, -1us et -1vus, l'absence du son intercalaire, le resultat du nreud -bl-; le s apico-alveolaire et le developpement du lat. K ( + E, 1, J); T ( + J). A la fin de l'examen A.M. constate (353) «Die der vorliegenden Arbeit zugrundeliegende Arbeitshypothese hinsichtlich der Existenz eines dialektübergreifenden Großraums im französischen Nordosten kann durch die Untersuchung einer Reihe ausgewählter Lauterscheinungen [insofern] ... als bestätigt gelten» et je lui donne raison 1: la 11 M. BEAUSSIER, Dictionnaire pratique arabe-fram; ais contenant tous les mots employes dans l'arabe parle en Algerie et en Tunisie [...], Alger 1958. 12 D. FERRE, Lexique marocain-franc;ais. Imprimerie de Fedala [Maroc] s.d. 13 N. TAPIERO, Manuel d'arabe algerien moderne[...], Paris 2 1978. 1 Insofern que j'ai mis entre crochets, renvoie au passage suivant: «insofern als bei jedem der analysierten Phänomene die Einzeldialekte ... eine weitgehende Übereinstimmung zeigen in der Bewahrung des jeweils konservativeren Lautstandes in Abgrenzung gegenüber der Entwicklung des zentralfranzösischen Neuerungsraumes.» Alors que Je s apico-alveolaire, l'absence du son intercalaire, et Je traitement de -blsemblent des traits nettement archai:ques, je ne suis pas tout a fait convaincue de l'anteriorite des resultats orientaux de -ARIU- (> -eir, -ir), par rapport au central -ier: d'autre part un developpement propre au nord-est, contemporain, mais