Vox Romanica
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0042-899X
2941-0916
Francke Verlag Tübingen
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1996
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Kristol De StefaniThesaurus Proverbiorum Medii Aevi (TPMA). Lexikon der Sprichwörter des romanischgermanischen Mittelalters. Begründet von SAMUEL SrNGER. Herausgegeben vom Kuratorium Singer der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, vol.1: A-Birne - vol. 2: Bisam-erbauen - Quellenverzeichnis. Zusammengestellt von WERNER ZILTENER. Überarbeitet und ergänzt von CHRISTIAN HOSTETTLER, Berlin/New York: Walter de Gruyter 1995-96. vol. 1: XVI+488 p., vol. 2: 484 p.; Quellenverzeichnis: 249 p. Im Herbst 1996 ist vol. 3 (Erbe-Freuen) erschienen (Red.).
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R. Schenda
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Besprechungen - Comptes rendus 255 sprachen Deutsch und Englisch ethnische oder politische Minderheiten sprachliche Phänomene zu nationalistischen Zwecken ausnutzen. Diese letzte Arbeit führt weiter zu Beiträgen über keltische Sprachen, sei es nun in Großbritannien (D. THOMSON, das Gälische in Schottland, 227-35. B.L.JoNES, die Situation in Wales, 237-42. M.JONES, zur Standardisierung walisischer Dialekte, 243-64. D.THORNE, über sprachliche Änderungen in verschiedenen Ausgaben der walisischen Bibel, 265-79), oder sei es in der Bretagne (L.PRESS, soziologische und demographische Probleme, 213-26). Nur eine weitere nicht französischsprachige Region Frankreichs ist in diesem Band vertreten (K. KLINGEBIEL, zum Einfluß des Fr. auf die Bildung von Wortgruppen im Okzitanischen, 141-53), aber die unsichere Zukunft der Regionalsprachen Frankreichs wird von R.TEMPLE 193-211 im gesamten betrachtet und unter dem Titel «How many languages does Europe need» von G.LEPSCHY 5-21 in noch größere Zusammenhänge gesetzt. Romanisten dürften sich vor allem für die folgenden Beiträge interessieren: A.LODGE, «Was there ever a Parisian Cockney? » (35-51; in London blieben soziale Klassen getrennt und bewahrten so ihre Eigenheiten, während in Paris die Unterschicht bekämpft und auch sprachlich dem Mittelstand assimiliert worden ist). WENDY AYRES-BENNET, «Elaboration and codification: standardization and attitudes towards the French language in the sixteenth and seventeenth centuries» (53-73). MARIA MANOLIU, «Language standardization and political rejection: the Romanian case» (95-108; moderne Rumänen lehnen sprachliche Formen und Register ab, die an die kommunistische Zeit erinnern). CH. PouNTAIN, «Syntactic anglicisms in Spanish: exploitation or innovation? » (109-24; Konstruktionen, die in anderen Sprachen häufig sind, werden nur dann imitiert, wenn sie in der eigenen Sprache möglich, wenn auch selten sind). R. WRIGHT, «Logographic script and assumptions of literacy in tenth-century Spain» (125-39; geschriebene Wörter wurden nicht buchstabierend gelesen, sondern wie Hieroglyphen als Ganzes überblickt, bis der Sinn klar wurde und der Leser das Wort in seinem Dialekt aussprechen konnte). J. GREEN, «Language status and political aspirations: the case of northern Spain» (155-71; vor allem in Galizien). M. PARRY, «El piemonteis, lenga d'Europa» (173-92; Text Englisch; Resultate einer Umfrage). Der Band bietet auch einen amüsanten Beitrag: M. ÜFFORD, «Protecting the French Language» (75-94). Im Kontrast zu den oft verkrampften Freiheitskämpfern für standardisierte Dialekte und den paranoiden Verteidigern von Nationalsprachen beschreibt Offord, wie hochamtliche Stellen dem Französischen die «position privilegiee qui .. . doit etre la sienne dans les institutions europeennes» verschaffen wollen. Dann stellt er eine Liste von Assoziationen zusammen, die sich der ruhmvollen Zukunft der Frankophonie verschrieben haben, und erzählt schließlich seine ernüchternden Überraschungen, als er in Paris die Hauptsitze einiger solcher Organisationen aufsuchte oder besuchen wollte. C. Wittlin * Thesaurus Proverbiorum Medii Aevi (TPMA). Lexikon der Sprichwörter des romanischgermanischen Mittelalters. Begründet von SAMUEL SrNGER. Herausgegeben vom Kuratorium Singer der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, vol. 1: A-Birne vol. 2: Bisam-erbauen - Quellenverzeichnis. Zusammengestellt von WERNER ZrLTENER. Überarbeitet und ergänzt von CHRISTIAN HosTETTLER, Berlin/New York: Walter de Gruyter 1995-96. vol. 1: xvr+488 p., vol.2: 484 p.; Quellenverzeichnis: 249 p. Im Herbst 1996 ist vol. 3 (Erbe-Freuen) erschienen (Red.). Samuel Singer (1860-1948), Wiener Altgermanist und Volksliteraturforscher an der Universität Bern (1891-1930), sammelte über Jahrzehnte hinweg, germanische und romani- 256 Besprechungen - Comptes rendus sehe Literaturzeugnisse des tausendjährigen Mittelalters mit zähem Eifer exzerpierend, rund 80.000 Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten. Seine Sprichwörter des Mittelalters, 1944-47 in drei Bänden in Bern bei Herbert Lang erschienen, verstand er als Prolegomena zu einem größeren Thesaurus, den er zunächst in einer Schatztruhe mit 35 Manuskriptbänden aufbewahrte. Durch seine Mitarbeiterinnen und Universalerbinnen, Marga Noeggerath-Bauer und Gertrud Strich-Sattler, gelangten diese Kollektaneen zusammen mit den dazugehörigen Quellenwerken in die Stadt- und Universitätsbibliothek Bern. 1963 übernahm ein wissenschaftliches Kuratorium und eine Gruppe von herausragenden Redaktorinnen und Redaktoren (darunter zunächst Werner Ziltener und Vroni Mumprecht, später Ricarda Liver, Mathilde Brachna, Eva Delz, Vroni Mumprecht, Christian Hostettler, Hans Ruef und Hans-Ulrich Seifert) die mühevolle Bearbeitung des keineswegs einfach zu überblickenden Materials. Singers Grundidee einer geistigen Einheit Europas, die durch ihr lateinisch-humanistisches Erbe zusammengehalten wird und (würde man den slawischen Sprachbereich noch einbeziehen) in hundertfach unterschiedlichen volkssprachigen Ausformungen eine so reiche Vielfalt zeigt, verbindet ihn einerseits mit Ernst Robert Curtius, anderseits mit dem jüngeren (1993 verstorbenen) Max Lüthi (auch er war ein Mitglied des Kuratoriums Singer), dessen Zürcher Lehrstuhl für Europäische Volksliteratur heute aus unbesonnenem Krämergeist wegrationalisiert wird. Der TPMA umfaßt, dank zusätzlicher Forschungen, rund 9 0.000 Einheiten; er wird zügig (bis 1998) in 8-1 0 Bänden erscheinen; zwei Textbände und das Quellenverzeichnis liegen jetzt (April 1996 ) vor. Singers große Umarmungs-Geste betrifft auch seine weitreichende Definition dessen, was ein Sprichwort ausmache: Er notierte so manche formelhaft-feste Wendung oder knapp formulierte Weisheit rein intuitiv, ohne vorgefaßte Eingrenzung, und das ist gut so: Was wissen wir schon von gesprochener Sprache des Mittelalters, von diesen vorgefertigten Argumentations- , Persuasions- und Konsolations-Bausteinen, von den Möglichkeiten unsrer Ahnen, mit solchen prägnanten Prefab-Sätzen Reden zum Erfolg zu führen, zweifelnde Gesprächspartner zu überzeugen, Konflikte mit der Weisheit der Alten zu lösen, in Unsicherheitssituationen Entscheidungen zu erleichtern oder auch sich mit dem Unabänderlichen zu trösten? Solche Sprach-Stückchen, die nicht selten Mini-Geschichten in sich begreifen, erzählen zudem von den wechselnden Abenteuern der populären Meinungen und Einstellungen, der «Mentalitäten»: Je mehr wir von diesen Fragmenten haben, umso klarer wird das Gesamtbild von geschichtlichen Epochen, deren Quellen gerade in bezug auf das Alltagsleben nur spärlich fließen. Nehmen wir als Beispiel nur das Problem der Körperlichkeit, der Attitüden zu Arbeit, Arm, Arznei, Auge, Bauch, Bein, Berührung, Bett und Beutel (nicht immer ist das Portemonnaie gemeint) schon der erste Band kann uns für dieses oder jenes Jahrhundert (die Datierung der Belege ergibt sich aus dem Quellenband) Mores lehren. Dieses Quellenverzeichnis, das uns ohne nähere Erläuterungen präsentiert wird, weist rund dreitausend verschiedene Texte aus mehr als zwei Jahrtausenden aus; die ersten Spalte gibt ihre mehr oder weniger genaue Datierung an (A.8. bedeutet: Anfang des 8. Jahrhunderts, E.13.: Ende des 13. Jh.s und so fort). Die zweite Spalte ist dann alphabetisch geordnet aber nach welchem Prinzip? Die Lemmata gehören nämlich nur in seltenen Fällen zur Kategorie «Familienname», wie FRANCK für S.[ebastian] Franck, GoWER für John Gower, MALORY für Thomas Malory oder WIESE für B.[erthold] Wiese. Dem mittelalterlichen und noch in der frühen Neuzeit oft geübten Usus entsprechend, findet man hier viele Autoren unter ihrem Vornamen, also den Cardenal unter PEIRE, den Latini unter BRUNETTO, den Megenberg unter KONRAD; seltsam muß es jedoch erscheinen, wenn der allererste Eintrag A. GREBAN (für Arnoul Greban) lautet und von ABAELARD gefolgt wird und wenn auch weiterhin abgekürzte Vornamen als Lemmata gelten und wenn die Johannes einmal unter loH. (p.117s.; IoH. VrT. ist Johannes von Winterthur), später aber Besprechungen Comptes rendus 257 auch (eben die deutschen Texte) unter J OH. (125) zu finden sind; alle Franzosen dieses Namens sind mit J. abgekürzt; G. hingegen bedeutet sowohl Guillelmus wie Guillaume; ein Giovanni taucht nicht auf. Nun gibt es aber auch noch andere Kategorien von Stichwörtern in diesem System: Titelnamen oder -abkürzungen wie BOEVE AGN. für den anglonormannischen Boeve de Raumtone oder LIBER SEXTUS für das sechste Buch der Decretalia des Papstes Bonifaz vrn; Verlegernamen wie EGENOLFF für die Sprichwörter[. ..] Klugreden von 1565; Druck-Gattungen wie EINBLATTDRUCK UM 1495 für das Flugblatt Wie man sol hauß halten, Berufsbezeichnungen wie PRIESTER für Priester Arnolds Gedicht von der Siebenzahl. Dem Rezensenten ist nicht klar geworden, warum er dann den Eucharius Eyering mit seiner Proverbiorum copia von 1601 (ein Jahr jenseits des 16. Jahrhunderts? ) gar nicht finden kann. Doch beruht diese ganze Kritik wohl auf einem Mißverständnis: Dieses Quellenverzeichnis soll (leider! ) keineswegs eine sinnvoll geordnete Bibliographie mittelalterlicher Texte sein, welche Sprichwörter enthalten; noch weniger ist es (schade! ) eine Bibliographie der Sekundärliteratur (die in Band I: xrvs. gebotene ist nämlich zu knapp geraten) und auch keineswegs eine Bücherkunde der Parömiologie. Es dient einzig und allein dem Zweck, die Siglen in den Sprichwort-Bänden mühevoll, aber dann durchaus erfolgreich, aufzuschlüsseln. Zu loben ist, daß die Nachweise der von Singer benützten Ausgaben vielfach mit den Titeln neuerer Editionen dieser Texte ergänzt wurden. Und wohl dem, der diesen Band voller Kuriositäten (nämlich: Wissens-Würdigem) nach dem Prinzip der Serendipity gebraucht und Hunderte von nützlichen Hinweisen findet, die er gar nicht gesucht hat. Zurück also zu diesem gewaltigen Sprichwort-Register. Die Leser werden gut daran tun, die «Hinweise zur Benützung des TMPA» (Band 1: xvn-xrx) sorgfältig zu betrachten, um den wohlüberlegten Sinn von Gruppenaufbau, Quellennachweisen, Texttreue oder Querverweisen (von diesen gibt es erfreulich viele) kennenzulernen. Vor der babylonischen Vielfalt braucht sich übrigens niemand zu fürchten: Alle fremdsprachlichen, ja sogar die alt- und mittelhochdeutschen Sprichwörter werden sorgfältig in modernes Deutsch übersetzt. So gerät denn, nach und nach, das Öffnen und Durchstöbern dieser Schatzkiste zur Freude voller Entdeckungen und Überraschungen. Da ist zum Beispiel der Artikel «BLIND/ aveugle/ blind» (2: 28-41) mit Querverweisen auf AUGE, SCHIELEN und SEHEN: Die Übersicht gibt zunächst die Titel der zwölf Gruppen mit ihren 19 Untergruppen, welche dieses Kapitel bringen wird (so etwa «3. Blinde als Führer und Geführte» mit 6 Subtiteln). Es folgen dann, auf diese Weise wohlgeordnet und numeriert, 258 Sprichwörter und Redensarten mit Übersetzungen und Herkunftsnachweis (mit Hilfe der oben beschriebenen Siglen); am Ende finden sich noch zwölf gelehrte Anmerkungen: weitere Hinweise und Erläuterungen. Die Vielzahl der Belege deutet auf eine gewisse historische (und aktuelle! ) Problemvalenz dieser Körperbehinderung; entsprechend haben auch ADEL/ noblesse/ nobility (1: 27-29: 211 Sprichwörter), ALT/ vieux/ old (1: 70-99: 483 Belege was für eine Fundgrube für historisch denkende Gerontologen! ), ANDER (der Titel fehlt, 1: 111-26: 226 Weisheiten über das Problemfeld Identität, Gemeinschaft, Wandel) oder ANFANG/ debut/ beginning (1: 132-48: 313 Texte zum Problemfeld Arbeitsqualität, Zeitplanung, Herkunft, «Wurzeln») überdurchschnittlich viele Nachweise, und so überrascht es nicht, das Problem der ARMUT und des Elends (1: 181-225) 898 Male, das liebe tägliche BROT (2: 103-25) 359 Male besprochen, beredet, kommentiert zu finden. Von Wert und Gefährdung der AUGEN zeugen 549 Texte, von der Unerschöpflichkeit und Unersättlichkeit des BAUCHes (inklusive Magen und Wanst) 209 Klugreden, und so wird es sich später, im dritten Bande des TPMA, herausstellen, ob FRAU/ WEIB wirklich das Thema Nummer eins unserer Mütter und Väter war. Mehr noch ist zu sagen: Der TPMA beweist einmal mehr, daß die Sprichwörter, die, anderen Gattungen der «Volksdichtung» vergleichbar, angeblich stark und stetig aus dem 258 Besprechungen - Comptes rendus Munde des dichtenden Volkes flossen, immer wieder in einem anhaltenden Wechselspiel von Mündlichkeit und Schriftlichkeit von literarischen, gedächtnis-stützenden Anwendungen begleitet wurden. Das scheint mir die wichtigste Botschaft dieses gewaltigen Unternehmens zu sein. Eine andere findet sich, bescheiden und versteckt, unter dem Artikel ÄHRE und lautet: «Mas vale hozada, que espiga alabada» - Du kannst dem vollen Korn ein Loblied singen; besser: du sichelst es ab und trägst es in deine Scheuer! R. Schenda * JEAN-MARIE KLINKENBERG, Des langues romanes. Introduction aux etudes de linguistique romane. Preface de Willy Bal, Louvain-la-Neuve (Duculot) 1994, 310 p. (Champs linguistiques) Es braucht schon einigen Mut, heute noch eine Einführung in die Romanistik zu schreiben: Einmal hat sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts dieses Wissensgebiet derart ausgeweitet, daß es kaum mehr überschaubar ist; überdies zerfällt seit etwa fünfundzwanzig Jahren das Fach Romanistik immer mehr in einzelsprachliche Philologien zumindest in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich, während es in Belgien und Italien doch noch solider im Universitätsbetrieb verankert ist. Jean-Marie Klinkenberg löst die anspruchsvolle Aufgabe einer derartigen Gesamtdarstellung im großen und ganzen sehr gut, wenn es auch im Detail sicher einiges auszusetzen gibt 1: Wir haben es, wie Willy Bal in seinem Vorwort (7ss.) schreibt, mit einer gekonnten Vulgarisierung zu tun. Charakteristisch für Klinkenbergs Ansatz ist, daß er gegen den «alleinseligmachenden Ansatz» der sog. guten Sprache ankämpft und versucht, eine Einführung in die Romanistik auf soziobzw. variationslinguistischer Basis vorzulegen. Diese Perspektivenwahl ist nicht nur Lippenbekenntnis, sondern prägt seine Darstellung (fast) durchgängig. In einer kurzen Einleitung (lls.) definiert Verf. zuerst sein Zielpublikum und seine Aufgabenstellung: Seine Darstellung richtet sich an Studienanfänger (und interessierte Laien) und bemüht sich, auch Lesern ohne Lateinkenntnisse gerecht zu werden. Im ersten Teil sollen die wesentlichen allgemeinen Charakteristika von (menschlicher) Sprache geliefert werden, der zweite Teil beschreibt die Entwicklung vom Latein zu den romanischen Sprachen, und im dritten Teil werden die verschiedenen romanischen Sprachen kurz charakterisiert. - Daran schließt dann ein kurzer Überblick über die gültigen Konventionen wie Lautschrift, allgemeine Symbole und Abkürzungen an (13s.). Der 1. Teil (La langue et sa variete; 15ss.) beginnt mit einem ersten Kapitel (17ss.), das den Titel Langues romanes et linguistique trägt. Zuerst werden Begriffe wie philologie, romanus und linguistique geklärt und dann auf die grundlegenden Dichotomien langue 2/ parole, linguistique externellinguistique interne und synchronie/ diachronie eingegangen. Anschließend (24) geht Klinkenberg kurz auf die Komponenten einer Grammatik ein, die 1 Cf. hierzu auch unten. 2 In diesem Zusammenhang findet sich (21) allerdings eine wenig glückliche Formulierung: «... ! es manifestations concretes constituant la parole ne sont possibles que parce que le systeme ! es produit»: Das System produziert überhaupt nichts (weder synchronisch noch diachronisch); es sind vielmehr die Sprecher, die mit Hilfe ihrer faculte de langage produktiv werden. - Ähnliche Formulierungsschwächen sind leider nicht selten; wir werden aber darauf verzichten, sie im einzelnen aufzulisten. Für eine zweite Auflage wäre aber in diesem Bereich noch einiges nachzubessern.
