Vox Romanica
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2941-0916
Francke Verlag Tübingen
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Kristol De StefaniMartin Hummel, Der Grundwert des spanischen Subjunktivs, Tübingen (Narr) 2001 (Tübinger Beiträge zur Linguistik 459), 303 p.
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S. Schneider
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Casas Gómez’ zwar vorsichtig, unter Einbauen mehrerer Kautelen geäußerte, kühne These einer Synonymie auf langue-Ebene scheint mir insgesamt nicht überzeugend; daß es ihm an rundum stichhaltigen Beispielen mangelt, ist m. E. bezeichnend. Es ist sicherlich positiv, daß Verf. die Mobilität der sprachlichen Einheiten innerhalb des mehrdimensionalen Diasystems Sprache, die Dynamik der diasystematischen Markierungen in seine Überlegungen zur Synonymie einbezieht. Doch diese Dynamik gewissermaßen als Steigbügel für die Existenz einer Synonymie auf langue-Ebene heranzuziehen, scheint mir nicht plausibel. Zwar ist es durchaus denkbar, daß zwei ursprünglich unterschiedliche diasystematische Markierungen tragende Sememe, u.a. bedingt durch Gebrauchshäufigkeit, zu Synonymen werden können. Doch auf einer weiteren Stufe kommt es bekanntlich im allgemeinen zu einer neuerlichen Ausdifferenzierung (cf. Bréals, von Verf. im Forschungsüberblick erwähnte loi de répartition), die häufig die diasystematische Markierung der Einheiten betrifft. Dieser Entwicklung wird in Casas Gómez’ Modell nicht ausreichend Rechnung getragen. Y. Stork H Martin Hummel, Der Grundwert des spanischen Subjunktivs, Tübingen (Narr) 2001 (Tübinger Beiträge zur Linguistik 459), 303 p. Die romanistische Modusforschung ist beinahe so alt wie die Romanistik selbst und erfreut sich eines bis heute ungebrochenen Interesses. In Anbetracht der ungemein reichen Forschungsliteratur ist es eine Herausforderung, zu diesem «Dauerbrenner» der romanistischen Linguistik etwas entscheidend Neues zu sagen. Die vorliegende Studie stellt sich die angesichts dieser Tatsache nicht leichte Aufgabe, eine innovative Hypothese zum Gebrauch dieses Modus im Spanischen und in anderen romanischen Sprachen aufzustellen und auf ihre Validität zu testen. Schon allein aufgrund dieses mutigen Versuchs gebührt dem Verf. Anerkennung. Warum eigentlich Subjunktiv? Laut Hummel ist der Terminus für das Spanische und die anderen romanischen Sprachen sprachdidaktisch sinnvoller, da Konjunktiv beim deutschsprachigen Lerner ungerechtfertigte Analogieschlüsse zum Deutschen hervorrufe. Wenige Zeilen danach greift er jedoch die in seinen Worten «traditionelle Herangehensweise» an, den Modusgebrauch durch Unterordnung und Auslösungsmechanismen zu erklären, die schon in dem von lat. subiungere abstammenden Begriff Subjunktiv zu Tage trete. Die romanische Konjunktivforschung ist stark von der Auseinandersetzung zwischen «Unitariern» und «Antiunitariern» geprägt. Erstere sind der Auffassung, dieser Modus gehorche einem einheitlichen Grundprinzip, wobei die Erklärung und Formulierung desselben von Autor zu Autor höchst unterschiedlich sind und unterschiedliche Grade an Abstraktion erreichen. Letztere sind der Meinung, im romanischen Konjunktiv manifestieren sich mehrere Funktionen, Bedeutungen oder Werte, die nicht sinnvoll unter einen Hut zu bringen sind. Wie viele und welche das genau sind, darüber wird debattiert; am verbreitetsten sind sicher die dualistischen Theorien. Der Autor ergreift explizit für das monistische Lager Position und möchte dafür neue Argumente ins Feld führen. Die schon aus dem Titel ersichtliche Fragestellung des Buches wird in der Einleitung (17) präzisiert: Lässt sich eine Grundfunktion des Konjunktivs nachweisen, die als Systemwert jedem Gebrauch des Konjunktivs zugrundeliegt? Hummel unterstreicht, dass diese Grundfunktion nur dann zufriedenstellend definiert ist, wenn durch sie nicht nur Fälle erklärt werden, in denen der Wechsel von Indikativ zu Konjunktiv bedeutungsunterscheidend ist, sondern auch solche, in denen der Konjunktiv auf automatisierte Auslösungstendenzen zurückzuführen ist. 371 Besprechungen - Comptes rendus Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile, Herleitung und Begründung des Grundwerts (23- 91) und Der Grundwert im Spiegel problematischer Aspekte des Subjunktivgebrauchs (95- 270), denen eine Einleitung vorangeht und eine Schlussbetrachtung folgt. Der erste Teil beginnt mit einem notwendigerweise eklektischen Überblick über die spanische und französische Konjunktivforschung, wobei immer die Auseinandersetzung über den Grundwert im Zentrum des Interesses steht. Laut Verf. halten breit angelegte empirische Studien an der These des Grundwertes fest, während Exponenten von Auslösungsmechanismen sich auf passend gewählte Beispiele beschränken. Hummel erwähnt korrekterweise H. Nordahl, Les systémes du subjonctif corrélatif. Étude sur l’emploi des modes dans la subordonnée complétive en français moderne, Bergen/ Oslo 1969, als Ausnahme. Diesem sollte man zumindest W. Rothe, Strukturen des Konjunktivs im Französischen, Tübingen 1967, und G. Lau, Studien zur Geschichte des Konjunktivs im Französischen. Der Konjunktiv in Nebensätzen aktualisierten Inhalts, München 1970, hinzufügen, sowie J. Schmitt Jensen, Subjonctif et hypotaxe en italien. Une esquisse de la syntaxe du subjonctif dans les propositions subordonnées en italien contemporain, Odense 1970, nicht vollkommen vergessen, dessen monumentale Studie zum italienischen Konjunktiv gesamtromanische Bedeutung besitzt. Keine dieser Arbeiten kommt zu dem Schluss, dass der Konjunktiv durch einen einzigen Grundwert zufriedenstellend erfasst werden kann. In den darauffolgenden Kapiteln von Teil 1 wird der Frage nach der Existenz einer Invariante bei zentralen Vorkommenstypen des spanischen Subjuntivo nachgegangen und versucht, seinen Grundwert zu definieren. Dieser sei zugleich ein Grundwert des romanischen Konjunktivs, da dieser Modus im Spanischen produktiver und lebendiger ist als in anderen romanischen Sprachen (15f.). Die Suche nach der Invariablen besteht in einer Neuauflage der schon in O. Gsell/ U. Wandruszka, Der romanische Konjunktiv, Tübingen 1986: 13-16, eingehend beschriebenen Abstraktionsanalyse bei einigen zentralen Vorkommen, wobei die starke Formulierung «Invariable» vom Verf. durchaus intendiert ist, d. h. er sucht nach einem alle Konjunktivvorkommen ausnahmslos auszeichnenden Merkmal. Untersucht werden in Unterabschnitten der «Subjunktiv nach Verben des Wünschens, Wollens, Befehlens, Befürchtens, Zweifelns usw.», der «Subjunktiv nach unpersönlichen Ausdrücken», der «Typ sea lo que sea», der «Subjunktiv nach Konjunktionen» und der «Subjunktiv im Relativsatz». Die Fokussierung eines Ereignisses unter dem Aspekt seines (vorgestellten) Eintretens erweist sich schließlich nach Hummels Ansicht als einziger gemeinsamer Nenner dieser Vorkommen. Das Eintreten als solches habe größeres Gewicht als das Eingetretensein. Sind Sprecherhaltungen involviert, so betreffen diese das Eintreten eines Ereignisses. Der Konjunktiv selbst drückt hier jedoch nicht die Sprecherhaltung, sondern das Eintreten aus. Bezüglich des volitiven und dubitativen Konjunktivs, eines sicher zentralen Bereichs, erwägt und verwirft der Autor als mögliche Alternative lediglich das Merkmal der Subjektivität. Bei Sätzen mit unpersönlichen Ausdrücken, z. B. in Es necesario che venga, kann er übrigens keine ausgeprägt subjektive Sprecherhaltung erkennen, sondern nur das Merkmal «[Beurteilung] bezogen auf das [Eintreten eines Ereignisses]». Im letzten Kapitel von Teil 1 definiert der Verf. den Grundwert des Konjunktivs näher und knüpft diesbezüglich an G. Guillaume, Temps et verbe, théorie des aspects, des modes et des temps, Paris 1929, und dessen Schüler G. Moignet, Essai sur le mode subjonctif en latin post-classique et en ancien français, Alger 1959, an. Mit Verben im Indikativ und Konjunktiv werden Ereignisse unter dem Aspekt ihres Eintretens (= Inzidierens) bzw. ihrer Existenz präsentiert: «Der Indikativ ist somit die Präsentation von Ereignissen im Existenzmodus, der Subjunktiv deren Präsentation im Inzidenzmodus» (74, 75). Der Inzidenzmodus impliziert die Existenz von Eintretensalternativen, d. h. er impliziert die Möglichkeit, dass das im Konjunktiv beschriebene Ereignis auch nicht eintritt. Die Unterscheidung zwischen Ereignissen, die existieren, und solchen, die eintreten (können), ist grundlegender als die zeitliche 372 Besprechungen - Comptes rendus Einordnung (schon) existierender Ereignisse. Nach Ansicht des Verf. versprachlicht deshalb die Unterscheidung der Modi eine noch grundsätzlichere Erfahrung, als es die Tempora tun. Die Tempusmarkierung ist demnach ein für das Wesen des Konjunktivs entbehrliches Merkmal (88). Aus dieser Erkenntnis leitet Hummel auch die didaktisch relevante Hypothese ab, dass die Behandlung der Modi vor den Tempora im Sprachunterricht zu besseren Ergebnissen führen dürfte. Im zweiten Teil testet der Verf. seine Grundwertdefinition anhand problematischer Konjunktivvorkommen und erörtert des Weiteren mehrere wiederholt in der romanischen Modusliteratur aufgeworfene Fragen. Als Prüfstein gilt ja seit jeher der Konjunktiv in von emotiven und evaluativen Prädikaten abhängigen Nebensätzen, deren Faktizität bekanntermaßen vom jeweiligen Prädikat präsupponiert wird.Was sagt Hummel nun zu Sätzen wie Me alegro de que estén aquí? Zwei Erklärungen werden angeboten: Einerseits kann der Konjunktiv die Tatsache versprachlichen, dass sich der Mensch dem Eintreten von Ereignissen mit einer gewissen Ohnmacht ausgesetzt sieht. Der Konjunktiv ist also auf das Wissen des Sprechenden zurückzuführen, dass die Anwesenheit der Gesprächspartner seinem Einfluss entzogen ist. Andererseits kann der Sprecher einen solchen Satz äußern, wenn die Anwesenheit des Publikums für ihn keine Selbstverständlichkeit darstellt, d. h. wenn das im Nebensatz beschriebene Ereignis aus der Sicht des Sprechers auch nicht hätte eintreten können. Der Konjunktiv signalisiert, dass sich der Sprecher «das eingetretene Ereignis geistig nochmals in seiner ursprünglichen Eigenschaft als mögliches Ereignis vergegenwärtigt» (97). In einer etwas anderen Formulierung und in teilweiser Anlehnung an den von K. Hunnius, Der Modusgebrauch nach Verben der Gemütsbewegung im Französischen, Heidelberg 1976, vertretenen Standpunkt schreibt der Verf. auch: «Man könnte auch sagen, dass das bestehende Ereignis nochmals unter dem Aspekt des Eintretens fokussiert und damit rhetorisch hervorgehoben wird» (102). Die gleiche Erklärung schlägt Hummel auch für den Subjuntivo nach aunque, porque, de ahí que, el hecho que, mientras und im proleptischen Nebensatz vor. In allen diesen Fällen impliziert der Subjuntivo das Vorhandensein einer Alternative. Ein weiteres Kapitel ist dem «Indikativ und Subjunktiv nach Äußerungsverben» gewidmet. Diese Verben präsentieren nach Hummel Gedanken, Meinungen, Glauben, Gefühle usw. und verlangen im Spanischen bei Affirmation den Indikativ. Es stellt sich nun die Frage, warum in einem Satz wie Pienso que viene, wo es doch ganz offensichtlich das mögliche Eintreten eines Ereignisses im Vordergrund steht, der Indikativ steht. Der Indikativ ist jedoch nicht «in bezug auf das genannte Ereignis ‹viene› motiviert (denn dann sollte tatsächlich der Subjunktiv stehen), sondern in bezug auf den Wirklichkeitsgehalt der Aussage. Wenn etwas affirmativ geäußert wird, dann sagt der Sprecher, daß etwas so ist, also . . . daß die Aussage als solche Gültigkeit beansprucht» (128). Affirmiert der Sprecher die Aussage hingegen nicht, d. h. negiert er sie, steht der Konjunktiv: No pienso che sea así. Weitere relevante Kapitel des zweiten Teils beschäftigen sich mit dem Verhältnis zwischen Modus und Modalität, mit stilistischen Fragen, mit der Auslösungshypothese sowie mit dem Verhältnis zwischen Tempus, Aspekt und Konjunktiv. Zur Frage der Temporalität schreibt Hummel, dass sich der Konjunktiv tendenziell in einen vorgegebenen Zeitrahmen einfügt, während der Indikativ Zeitrelationen eigenständig ausdrückt. Der Konjunktiv ist deshalb ein temporal subordinierter Modus. Trotzdem kann man ihm nicht die Fähigkeit absprechen, zusätzlich zu seiner Grundfunktion gelegentlich auch zeitliche Relationen sowie Perfektivität auszudrücken. Diese Fähigkeit ist jedoch funktionell entbehrlich. Den Grundwert des Konjunktivs zu definieren, ist ein hochgradig abstraktes Unterfangen, wie der Verf. selbst zugibt (36s., 51). Der gemeinsame Nenner aller Vorkommen kann angesichts der Vielzahl und Disparatheit der Funktionen des Konjunktivs nur extrem abgehoben vom Einzelfall erfasst werden. Das kann so weit führen, dass in gewissen Fällen 373 Besprechungen - Comptes rendus der definierte Grundwert zwar auch (noch) ausgemacht werden kann, dieser jedoch sicher nicht dessen primäre Funktion darstellt. In Digo que venga z. B. drückt die Konjunktivform in venga nicht in erster Linie mögliches Eintreten oder die Existenz von Eintretensalternativen aus, sondern den Wunsch, dass ein Ereignis eintritt. Hummel schreibt deshalb auch, dass hier «die gewünschte Inzidenz eines Ereignisses fokussiert» (127) wird. Aufgrund ihrer Abgehobenheit und Unverbindlichkeit ist der didaktische Nutzen von Grundwertdefinitionen in der Praxis eher gering, wie der Verf. selbst erkennt (281s.). Dass z. B. nach quizá(s) und tal vez in der Regel der Konjunktiv folgt, aber nach a lo mejor nicht, muss vom Lernenden trotzdem mnemonisch einzeln erfasst werden. Dessen ungeachtet ist es im Fremdsprachenunterricht sicherlich sinnvoll, dem Lernenden die Konstanten im Konjunktivgebrauch zu vermitteln. Wie fast alle Grundwertdefinitionen ist die zur Diskussion stehende auf den abhängigen Satz zugeschnitten. Es wird oft der Standpunkt vertreten (so auch in diesem Buch; cf. 66), der romanische Konjunktiv werde von gewissen Sprecherhaltungen begleitet, korreliere mit ihnen, drücke diese jedoch nicht selbst aus. In Quiero que duerma werde also die optative Haltung, d. h. die Modalität, ausschließlich vom übergeordneten Satz, also von quiero ausgedrückt. Diese Aussage stimmt diachronisch nicht und synchronisch nicht ganz. Höchstwahrscheinlich steuert der romanische Konjunktiv auf diesen Zustand der funktionalen Entleerung hin, entstanden ist er jedoch als Mittel zum direkten Ausdruck von Wunsch, Befehl und anderen Modalitäten. Aufgrund seiner Entsemantisierung musste dann ein zuerst beigeordnetes, dann übergeordnetes Prädikat die Modalität präzisieren. Synchronisch darf man den in den romanischen Sprachen noch existierenden Konjunktiv im Hauptsatz nicht vergessen, in dem der Konjunktiv seine ursprüngliche Aufgabe beibehalten hat. Natürlich drückt das -a in Que duerma hauptsächlich einen Wunsch des Sprechers aus und nicht nur die neutrale Bezugnahme auf das Eintreten eines Ereignisses. Einige Modusforscher (z. B. C. de Boer, Syntaxe du français moderne, Leiden 2 1954; J. Schmitt Jensen, op.cit.) trugen diesem Zustand Rechnung und nahmen die Existenz zweier funktional vollkommen unterschiedlicher Konjunktive an, eines abhängigen und eines unabhängigen. An den synchronischen Verhältnissen kann man die diachronischen ablesen. Das ist auch beim Konjunktiv der Fall, dessen heutiges Schwanken zwischen direktem Anzeigen einer Modalität und bloßem Korrelieren mit einer solchen das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung darstellt. Schon allein aufgrund ihres Ansatzes müssen Grundwertdefinitionen diese Verhältnisse simplifizieren und reduzieren. Das Buch ist in einem ansprechenden Stil verfasst, übersichtlich strukturiert und drucktechnisch vollendet. Es kann deshalb auch Studierenden als einführende Lektüre empfohlen werden. Mit Ausnahme von minimalen Versehen (112, 214, 265, 268) sind dem Rezensenten keine Fehler aufgefallen.Als etwas störend erweist sich die unpraktische Zitierweise mit Fußnoten. Auf zwei begriffliche Anomalien muss hingewiesen werden. Hummel schreibt: «Der Terminus Sachverhalt . . . ist ein Oberbegriff für die . . . außersprachliche Realität, zu der sowohl Dinge, die mit Substantiven bezeichnet werden, als auch Ereignisse, die mit Verben bezeichnet werden, gehören» (66). Bekanntermaßen nennt man jedoch Sachverhalt «die Zugehörigkeit einer ‹Beschaffenheit› (Eigenschaft, Beziehung) zu einem ‹Sachgebilde› (Gegenstand, der Beschaffenheit hat)» (H. Schmidt, Philosophisches Wörterbuch. Neu bearbeitet von Georgi Schischkoff. 22. Auflage, Stuttgart 1991: 631). Weniger schwerwiegend ist, dass engl. proposition wiederholt mit Äußerung (27, 35) statt mit Proposition wiedergegeben wird. Gewöhnungsbedürftig ist Ereignis als Oberbegriff für alle vom Verb bezeichneten Phänomene, also auch für Zustände: «Die Ereignisse, die mit Verben bezeichnet werden, können weiter untergliedert werden, beispielsweise in Zustände, Vorgänge und Tätigkeiten» (73). Diese kaum ins Gewicht fallenden Unsicherheiten können jedoch den Gesamteindruck einer sorgfältigen und umfassenden Arbeit nicht beeinträchti- 374 Besprechungen - Comptes rendus gen. Die in ihr enthaltenen Denkanstöße werden die Konjunktivdiskussion sicherlich neu entfachen. S. Schneider H Eva Mendieta-Lombardo, El préstamo en el español de los Estados Unidos, New York/ Washington, D. C./ Baltimore/ Boston/ Bern/ Frankfurt a. M./ Berlin/ Vienna/ Paris (Peter Lang) 1999, 180 p. (Studies in Ethnolinguistics, vol. 1) En el estudio se analiza una muestra del corpus recogido entre 1986 y 1987 por Arnulfo G. Ramírez y Manuel Alvar sobre el español mexicano-americano, el cubano y el puertorriqueño en los Estados Unidos. Para la muestra se seleccionaron tres ciudades en las que el índice de población hispana es elevado: 56 % en Miami (Florida), 53.7 % en San Antonio (Texas) y 40.6 % en Perth Amboy (Nueva Jersey). Después de un capítulo introductorio (cap. 1), la autora describe en dos capítulos las bases teóricas: metodología de la investigación (cap. 2; 5-8) y sistema de la clasificación (cap. 3; 9-20). Las partes siguientes tratan el material: cap. 4 (21-55) tematiza el préstamo léxico y cap. 5 (57-69) el calco gramatical. En el cap. 6 (71-98) se discuten las variables sociales como el grupo etnolingüístico al que pertenece el informante (mexicano, puertorriqueño o cubano) y el sexo. Se estudian aquí las características y la historia particular de cada una de las tres comunidades consideradas basándose en los factores del contexto sociocultural que determinan el tipo de uso lingüístico de cada comunidad y su grado de mantenimiento del español: p. e. tipo de inmigración (permanente o temporal), estatus socioeconómico, número de años llevados en los EE.UU., educación. De esta forma la autora establece diferencias significantes entre los tres grupos observados basándose en otros estudios y dando estadísticas relevantes: los cubanos, como refugiados políticos, tienen un estatus socioeconómico privilegiado; las variables relacionadas con la edad son más significativas para ellos que para los residentes mexicanos o los grupos de migración circular, los puertorriqueños (85). Los cubanos mantienen más el uso del español (97.3 %), seguidos de los puertorriqueños (89 %) y los mexicanos (82.7 %) (89). Comparando estos hechos sociales con el corpus de préstamos, la autora llega a resultados interesantes y en parte nuevos: De 169 préstamos léxicos estudiados, el grupo de puertorriqueños de Perth Amboy supera ampliamente (69.8 %) a los otros dos grupos (mexicanos de San Antonio 30.1 %, cubanos Miami 19.5 %) (91). Considerando además el «perfil lingüístico» claramente diferenciado de cada uno de los grupos etnolingüísticos la autora concluye que el dialecto más conservador es el cubano, con un menor número total de préstamos, seguido del habla de los mexicano-americanos con un número superior de préstamos y del habla de los puertorriqueños que se presenta como la más ‘innovadora’, con un volumen de préstamos muy superior (95). Se ve, en fin, que no se puede establecer una correspondencia directa entre el grado de mantenimiento de la lengua nativa y el número de préstamos que se incorporan al habla - lo que es un resultado sorprendente. El capítulo 7 (99-154), El repertorio léxico, puede entenderse como un diccionario de los préstamos del corpus. Cada entrada recoge, de una parte, información relativa a la clasificación, la significación y la etimología del préstamo, de otra parte, información sobre la difusión geográfica, la datación, las variantes formales, los derivados, los informantes y la bibliografía del préstamo en cuestión - criterios de clasificación y de integración desarrollados y presentados en los capítulos 2, 3 y 4. Este repertorio tiene un gran valor lexicográfico y parece ser la parte más importante del libro. En él confluyen los resultados de los capítulos anteriores - excepto los del capítulo 5 en el que se tratan los calcos gramaticales. La autora sintetiza estudios empíricos existentes, cuyos resultados se muestran 375 Besprechungen - Comptes rendus
