eJournals Vox Romanica 64/1

Vox Romanica
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0042-899X
2941-0916
Francke Verlag Tübingen
Es handelt sich um einen Open-Access-Artikel, der unter den Bedingungen der Lizenz CC by 4.0 veröffentlicht wurde.http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/121
2005
641 Kristol De Stefani

Emili Casanova/Vicenç M.Rosselló (ed.), Congrés Internacional de Toponímia i Onomàstica Catalanes (València, 18-31 d’abril de 2001),Valencia (Universitat/Editorial Denes) 2002, xx + 1088 p.

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2005
Curt  Wittlin
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Valenzianismen zusammen, die im neuen Wörterbuch des Institut d’Estudis Catalans zu finden oder nicht zu finden sind. Einige Vorträge folgen einer traditionellen dialektologischen Methodik. Im Süden beginnend, finden wir zuerst V. Beltrans «Els parlars de la Marina» (3-18), zu sechzig Dörfern in der Gegend von Tárbena, wo Mallorkiner, anfangs 17. Jd. eingewandert, immer noch ihren alten Dialekt sprechen. Folgende drei Vorträge vervollständigen sich gegenseitig: H. Moret, «El Baix Aragó parla valencià? », über Valenzianisch im Südosten der Provinzen Saragossa und Teruel (455-69); J. Enrique Gargallo, «Ecologia i caracterització dels parlars xurros», über Aragonesisch in Nord-West Valencia (173-91); und J. Giralt, «Paral·lelismes dialectals entre el ribagorçà i el valencià», mit west-katalanischen Ethnotexten aus der Llitera, Zone in der aragonesischen Provinz Osca (203-23). V.-F. Garcia, «Atlas lingüístico de la Península Ibérica» (141-71), bringt Neues zum einzig publizierten Band des Atlas Ling. de la Península Ibérica von 1962, und verspricht, die von Manuel Sanchis Guarner und Francesc Moll in den Jahren 1932-35 in sechsundzwanzig Valenzianisch sprechenden Dörfern gesammelten Materialien auf etwa sechshundert Karten herauszugeben. À. Buy Alfara stellt eine Bibliographie zum Tortosinischen zusammen (19-32), einer Dialektgruppe zwischen Katalanisch und Valenzianisch, die keine Isoglossen-Bündel aufweist, wie dies auch M.-À. Pradilla zeigt: «La planificació del corpus i l’establiment de límits dialectals: el contínuum tortosí-valencià» (497-507). Die Tendenz der Leute von Lleida (sp. Lérida), e vor dem Akzent als a auszusprechen (z. B. in den Vorsilben en-, em-, es-, eix-) ist das Thema von J. Carrera i Sabaté, «La identitat dels processos de canvi lingüístic. Un cas del lleidatà» (33-43). Schliesslich sei noch erwähnt: A. Sargossà, «La normativa sintàctica i la sintaxi col·loquial: el cas de la concordança del participi amb els pronoms febles objectius (‹Aquesta cançó ja l’he sentida›). Problemes de descripció i de comprensió» (545-80). Wie gesagt, war dieser Kongress Prof. J. Veny gewidmet. Er nahm selbst daran Teil, mit einer Einführung in seinen neuen Sprachatlas: «El valencià en l’Atles Lingüístic del Domini Català» (641-57). Mit Hilfe von Karten bespricht er die Dialektvarianten mentira/ mentida ‘Lüge’; tartamut/ quec ‘stumm’ (Pompeu Fabra glaubte, tartamut sei ein Lehnwort aus dem Spanischen und wollte dies mit einem raren Regionalismus ersetzen); (tinc) torbes (de cap)/ . . . rodaments ‘mir wird es schwindlig, ich bin ganz durcheinander’; brial/ viso (‘Unterhemd für Damen’, der valenzianische Archaismus ist dem spanischen Lehnwort vorzuziehen). Curt Wittlin ★ Emili Casanova/ Vicenç M. Rosselló (ed.), Congrés Internacional de Toponímia i Onomàstica Catalanes (València, 18-31 d’abril de 2001), Valencia (Universitat/ Editorial Denes) 2002, xx + 1088 p. Diese Tagung zeigt, wie seit 1978 die jährlichen Col·loquis de la Societat d’Onomàstica gewachsen sind. Ab 1985 werden sie alle drei Jahre mit den Col·loquis d’Onomàstica Valenciana zusammen abgehalten. Der erste internationale Kongress hat, dem Aktenband nach zu schliessen, nicht viele Spezialisten von ausserhalb Spanien angelockt, und die Thematik - und Methodik - blieb weitgehend regional und traditionell. 86 Vorträge waren im ersten Programm angezeigt, aber nur etwa fünfzig davon sind dargeboten worden, während etwa sechzig hier abgedruckt sind. Ich kann nur wenige davon in Kurzform erwähnen. Die ersten dreizehn Arbeiten betreffen Personennamen. P. Billy verfolgt, wie sich seit dem 12. Jh. der Name Catalan in Südfrankreich ausgebreitet hat (3-14). J. L. Castán findet 366 Besprechungen - Comptes rendus eine reiche Quelle für Namen in spätmittelalterlichen Registern von Weiderechten mit Eintragungen der Art «Dimas von Teruel brachte 30 Kühe auf die Weide von Segorbe . . . und entschädigte Daniel Ginestar mit 58 d.» (15-38). J. Costa beschreibt, wie er seine beiden Répertoire-Atlas von roussillonesischen Eigennamen zusammengetragen hat, und bringt daraus das Beispiel, dass Vidal und Martí 1841 und 1931 die beiden häufigsten Familiennamen in Perpinyà waren, 1990 aber hinter Martínez, García, López und Pérez zurückgefallen sind (71-76). J. M. Gironés und R. Sicluna erstellten eine Liste von Einwohnern von Xàtiva, die aus Malta eingewandert sind (77-94). E. Guinot, Autor der beiden Bände Els fundadors del Regne de València. Repoblament, antroponínima i llengua en la València medieval von 1999, präsentiert alte Dokumente, die ersichtlich machen, woher die Ansiedler kamen, die sich nach der Wiedereroberung in der Gegend von Valencia niedergelassen haben (103-18). A. Mas und J. L. Monjo zeigen, wieviele Bürger von Santa Margalida, auf Mallorca, im 17. Jh. in das südvalenzianische Tal von Xaló gezogen sind (119-44). H. Wolf weist nach, dass katalanische Eigennamen auf Sardinien häufiger waren und es immer noch sind, als gewisse sardische Forscher es wahr haben wollen (163-74). Die zweite Gruppe von Vorträgen offeriert siebzehn Studien von Ortsnamen. J. Andrés erklärt den Begriff sort ‘Stück Land (von gewisser Grösse)’ (179-95). F. Bernat beschreibt einige Thalassonyme, Namen, die Fischer bestimmten Zonen im Meer vor der Küste von Blanes gegeben haben (197-207). E. Casanova kopiert sechzig Seiten aus den Notizheften, in denen Joan Coromines Ortsnamen aus dem Tal von Albaida notiert hatte, ohne sie dann im Onomasticon Cataloniae zu verwerten (219-77). Fünf Arbeiten bieten Listen von Ortsnamen aus spezifischen Gegenden: Cocentaina (209-17), Canals (279-92), Rafelbunyol (311-20), Santa Margalida auf Mallorca im Mittelalter (321-39), die Gärten von Oriola (341- 56) und Xàtiva (431-56). R. Pujades kopiert in alten Portolanen die Namen von Küstenorten bei Valencia (357-74) und J. Tort macht Listen von Gletscherseen in den Zentral- Pyrenäen (411-30). Die dritte Abteilung enthält sieben Vorträge über vorromanische Substrate in Ortsnamen. X. Ballester gibt einen Überblick über die ganze Halbinsel (459-88). C. Barceló verfolgt, wie uralte Namen jeglichen Ursprungs von den Eroberern im achten Jahrhundert adaptiert worden sind, z. B. Formen, die auf caput aquae beruhen: Alcaudique,Alcaudeque, Alcabideche (489-510). E. Querol studiert die verschiedenen Bedeutungen der Silbe PAL in Palenques (521-35). Die kurze Sektion 4 zu Literatura i onomàstica bietet am meisten Information in der Arbeit von V. Mansanet, einer Liste von Pseudonymen katalanischer und valenzianischer Autoren und Journalisten (621-42). Die Abteilung Lingüística i onomàstica gruppiert elf Vorträge, die aber wenig gemeinsam haben. J. Bernat beschreibt, wie Pflanzennamen Ortsnamen werden (695-719). A. Buj analysiert sechshundert Toponyme in den Bergen von Montsià, in der Übergangszone von katalanischer zu valenzianischer Aussprache (721-44). J. Giralt bespricht katalanische Ortsnamen in Nordostaragon (745-60). D. Kremer eröffnete den Kongress mit Betrachtungen zu den frühesten katalanischen Namen, vor allem Eigennamen (803-21). E. Nieto zeigt überzeugend, dass das Präfix Mal häufig eine Volksetymologie von Val ist, z. B. in Malcuinat, was mit Namen wie Valcocinao, Valdehorno(s), Valsinsombra zu vergleichen ist (843-52). Die zwölf Vorträge in Teil 6 betreffen die «Normalisierung» von Ortsnamen und zeigen die komplexen legalen und praktischen Etappen im langen Prozess, die vom frankistischen oder französischen Einheitsstaat aufgezwungenen Namen (wieder) durch einheimische zu ersetzen. A. Alcázar beschreibt die Probleme, im offiziellen Registro aller spanischen Gemeinden wenigstens etwas typographische Ordnung einhalten zu können (889-906). J. Becat lässt uns den langwierigen Weg sehen, der zur Rekatalanisierung von Ortsnamen und Land- und Katasterkarten im Roussillon führte (927-47). A. Vives zitiert die Gesetze, die 367 Besprechungen - Comptes rendus Namen in Valencia betreffen, und beschreibt, wie Ortsnamen für neue 1 : 10’000-Karten der Provinz gesammelt worden sind (971-83). J. Sanchis berichtet, wie die Gemeinde Ontinyent lokale Namen «normalisiert» hat, so dass heute nur noch ein Schönheitsfehler bleibt: Wochenendhäuschen, die z. B. El Cid genannt werden (987-1002). Der Vortrag von Sanchis ist nicht der einzige in diesem Band, der Einsicht erlaubt in psychologische Aspekte der Onomastik in Gegenden, in denen Bürger auf ihr Recht beharren, die ihnen gewohnten (Orts)namen in ihrem Dialekt geschrieben zu sehen, so wie es vor der «Verstaatlichung» war - oder noch nie war, aber endlich sein sollte. Schweizer können dies nicht so richtig nachfühlen. Ich habe noch nie beobachtet, dass Leute namens Baumann oder Wittlin, z. B., sich ärgern, nicht «Buume» und «Witli» schreiben zu dürfen, oder dass auf Verkehrstafeln die Endung -ch von Zürich häufig von Spritzern getilgt wird. Der Staat Spanien hat seine Opposition gegen die Wieder- oder Neueinführung lokaler Namen aufgegeben, hält aber an bestimmten Prärogativen fest, mit Hinweis auf pragmatische Bedürfnisse von Amtsstellen wie Post, Zivilstandsamt, Landestopographie, Statistik usw. Die Frage, z. B., in welcher Reihenfolge zweisprachige Ortsnamen anzuführen sind, sollte international geregelt werden. Es ist aber vorauszusehen, dass die Hauptstädte sich darauf einigen werden, dass zuerst die Landessprache kommt, dann die Regionalsprache. Die Vertreter von Minoritätensprachen aber finden, die Einwohner eines Ortes sollten mehr zu sagen haben über den offiziellen Namen ihres Dorfes als Fremde. Es überrascht mich also nicht, dass das Institut Cartogràfic de Catalunya mit seiner «Mapa de carreteres de Catalunya» von 2003 Madrid und Paris eine Lektion erteilen will. Nun ist es aber schwer, in allen Kriterien konsequent zu sein. Am oberen Rand der Karte, im katalanischsprachigen Roussillon, im Staate Frankreich, ist jedes Dorf oder Städtchen doppelt angeschrieben, z. B. Perpinyà (Perpignan). In Katalonien selbst aber finden wir nur die lokale Form, z. B. Lleida, obwohl die meisten Touristen mehr mit der «spanischen» Form Lérida vertraut sind (und diese ebenso lange als traditionell Englisch oder Deutsch ansehen dürfen, wie Katalanen bei Londres für London bleiben). Dem Ausländer ist nicht geholfen mit orthographischen oder typographischen Details wie Neviàs (Nébias), Banyuls dels Aspres (Banyuls-dels-Aspres), Soueish (Soeix), Orbanyà (Urbanya) oder Cassanyes (Cassagnes). Der Rezensent von Kongressakten mit über tausend Seiten kommt nicht darum, viele Beiträge unerwähnt zu lassen, und tendiert dazu, sich auf längere, weitreichendere und datenreichere Vorträge zu konzentrieren. Es waren aber gerade zwei der kürzesten Arbeiten in diesem Band, die mir am besten gefallen haben. A. Guinard and A. Ramis (949-63) beschreiben zuerst das Wunder, wie 1294 das Häuschen der Jungfrau Maria von Nazaret nach Loreto in Nordost-Italien geflogen ist. Kapellen, die anderswo in Italien und Europa zu Ehren jenes ersten Schreines errichtet worden sind, bekamen Namen mit Regionalformen wie Lolito, Lorita, Oreto usw. Die neapolitanische Variante Lorito wurde um 1540 von den Bürgern von Manresa auf Mallorca - deren Vorfahren, von Manresa bei Barcelona kommend, nach der Eroberung der Insel die Einwohner von Benigalep vertrieben hatten - als Name ihrer neuen Kirche übernommen. Lorito ersetzte dann Manresa als Dorfname, nach dialektaler Anpassung des Wortanfangs Llorito geschrieben. Um 1925 meinte dann der Bürgerrat, die Endung des Namens sei ein Kastilianismus und änderte ihn in Lloret ab. Um Verwechslungen mit einem Ort an der Costa Brava zu vermeiden, wurde de Vista Alegre angehängt. Die verantwortlichen Ämter applizierten ihre Standardisierungsregeln und so heisst das Dörfchen nun stolz Lloret de Vistalegre. J. Sempere (1003-09) beschreibt, dass der Bach, der in Alcoi anfängt, früher Riu d’Alcoi hiess, dass aber nach etwa 1830 der Name Serpis auftaucht. Er zeigt überzeugend, dass ein Lokalgelehrter und Pseudohumanist auf schlechten Kopien alter Karten den Flussnamen Sorabis oder Serabis entdeckt hatte und diesen als Serpis in Umlauf setzte, obwohl es sich 368 Besprechungen - Comptes rendus um Schreibfehler für Setabis handelt und dieser Setabis nie den Riu d’Alcoi bezeichnet hat, sondern den Bach, der durch Xàtiva fliesst. Joan Coromines bemühte sich vergebens, Serpis von serpens abzuleiten. Curt Wittlin ★ Ralph Penny, A History of the Spanish Language, Cambridge (Cambridge University Press) 2002, XX + 398 p. Die erste Auflage des vorliegenden Buches, 1991 unter demselben Titel in demselben Verlag erschienen, hat in der internationalen Romanistik ein großes und weitgehend wohlwollendes Echo erfahren; mir sind nicht weniger als 14 Besprechungen bekannt geworden 1 . Der einzige Punkt, der eigentlich von allen Rezensenten bemängelt wurde und der leider auch jetzt nicht bereinigt wurde, ist der, dass der Titel falsche Erwartungen weckt: Was vorliegt, ist nicht wirklich eine Geschichte der spanischen Sprache im üblichen Sinne, also mit starker Betonung der äußeren Sprachgeschichte und eher summarischer Behandlung der inneren Sprachgeschichte, sondern wir haben es mit einer historischen Grammatik der spanischen Sprache zu tun, die durch je ein einleitendes und ein rekapitulierendes Kapitel umrandet ist, in denen Fragen der äußeren Sprachgeschichte angesprochen werden (sehr lesenswert: «English and Spanish» (320-21). Ansonsten haben wir den normalen Aufbau jeder historischen Grammatik vor uns: «Phonology» 2 (34-110), «Morpho-syntax» (111-254), «Lexis» (255-301), «Semantics» (302-17). Angesichts der Tatsache, dass in dieser Zeitschrift ein dreißigseitiger Besprechungsaufsatz von José Mondéjar zur ersten Auflage des vorliegenden Buches erschienen ist, ist es nicht angebracht, hier eine ausführliche Rezension der zweiten Auflage zu veröffentlichen, denn ein philologisch-kritischer Vergleich der ersten mit der zweiten Auflage würde wohl die meisten Leser und sicherlich den Rezensenten über Gebühr langweilen. Ich ziehe es daher vor, einige Überlegungen zum denkbaren Publikum des Bandes anzustellen. Das Bedürfnis der Studierenden der Hispanistik an einer zuverlässigen und gut lesbaren Sprachgeschichte, die nicht allzu viele «technische» Details enthält, wird seit langem durch die bewährte Historia de la lengua española von Rafael Lapesa abgedeckt; für den deutschen Sprachraum gibt es seit 2003 auch die dringend nötige light version einer Spanischen Sprachgeschichte in deutscher Sprache von Annegret Bollée und Ingrid Neumann-Holzschuh. Hingegen erweckt die historische Grammatik des Spanischen im allgemeinen ein ausgesprochen geringes Interesse, und man kommt wohl an den meisten Universitäten ganz gut zum Studienabschluss, ohne sich jemals auf den steinigen Weg From Latin to Spanish 369 Besprechungen - Comptes rendus 1 Die Besprechungen seien hier, alphabetisch geordnet nach dem Namen des Rezensenten, aufgelistet: A. Álvarez Rodríguez, Analecta Malacitana 17 (1994): 405-27; R. J. Blake, HR 61 (1993): 547-49; E. Blasco Ferrer, RJ 47 (1996): 339-40; J. Clancy Clements, Language 69 (1993): 633-34; J. R. Craddock, Journal of Hispanic Philology 1 (1992): 76-80, S. N. Dworkin, Canadian Journal of Linguistics 38 (1993): 91-94; J. England, MLR 87 (1992): 770-71; W. Mettmann, RF 104 (1992): 199-200; José Mondéjar, «Notas marginales al hilo de la lectura de un nuevo manual de historia de la lengua española», VRom. 54 (1995): 161-90; A. Monjour, RLiR 56 (1992): 250-59; F. Nuessel, Lingua 87 (1992): 341-45; M. Torreblanca, RomPhil. 48 (1994): 45-47; D. Wanner, MLJ 76 (1992): 770-71; R. Wright, Bulletin of Hispanic Studies 70 (1993): 356-57. 2 Es sei daran erinnert, dass englisch «Phonology» im Deutschen «Lautlehre» und nicht etwa «Phonologie» heißt; natürlich werden Erkenntnisse der historischen Phonologie im weitesten Umfang berücksichtigt, aber man findet auch zahlreiche Überlegungen zur Phonetik und zum Verhältnis von Lautung und Schreibung.